Schlagwort: Palästina

  • Welttag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk: Ein Tag voller Widersprüche und Dringlichkeit

    Welttag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk: Ein Tag voller Widersprüche und Dringlichkeit

    Jedes Jahr am 29. November markiert der Welttag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk eine Gelegenheit, über die Situation im Nahen Osten nachzudenken und Positionen zu beziehen. Doch 2024 ist anders. Der Konflikt zwischen Israel und der Hamas hat eine neue Eskalationsstufe erreicht, und die Debatte darüber ist in Europa – vor allem in Deutschland und Frankreich – von tiefen Widersprüchen geprägt.

    Eine globale Perspektive auf Solidarität

    Solidarität bedeutet mehr als bloßes Mitgefühl. Es geht um konkrete Handlungen, die die Lebensrealität der Menschen verbessern könnten. Doch was bedeutet Solidarität, wenn die Gewaltspirale immer neue Opfer fordert? Für Palästinenserinnen und Palästinenser ist die Realität geprägt von einem täglichen Kampf ums Überleben – in Gaza, im Westjordanland und in der Diaspora. Der Welttag erinnert daran, dass die Rechte der Palästinenser*innen auf Selbstbestimmung und ein eigenes Staatsgebiet weiterhin ungelöst sind.

    Gerade jetzt, wo die militärische Eskalation in Gaza nicht nur Kämpfer, sondern vor allem Zivilist*innen trifft, wird deutlich, wie brüchig die Hoffnung auf Frieden ist. Die Bilder von zerstörten Krankenhäusern, getöteten Kindern und obdachlosen Familien aus Gaza werden weltweit diskutiert. Gleichzeitig steht auch Israel unter einem existenziellen Druck, seine Bevölkerung vor den Angriffen der Hamas zu schützen. Diese Doppelfrage nach Menschenrechten und Sicherheit ist der Kern der aktuellen Diskussion – und sie entzweit die politische Debatte.

    Frankreich und Deutschland: Zwei Länder, zwei Diskurse

    Ein Blick auf die europäische Ebene zeigt, wie unterschiedlich Frankreich und Deutschland den Konflikt betrachten. Frankreich, mit seiner großen muslimischen Bevölkerung und einer langen Geschichte kolonialer Konflikte, reagiert mit einer Mischung aus Solidaritätsbekundungen für die Palästinenser und einem strikten Kurs gegen jede Form von Antisemitismus. Kundgebungen für Palästina sind oft erlaubt, allerdings begleitet von einem massiven Sicherheitsaufgebot, um Spannungen zu minimieren.

    In Deutschland hingegen ist die Debatte tief verwurzelt in der historischen Verantwortung gegenüber Israel. Seit dem 7. Oktober 2023, dem Tag der tödlichen Hamas-Angriffe, hat sich die Solidarität mit Israel nochmals verstärkt. Demonstrationen, die sich für die Rechte der Palästinenser einsetzen, werden oft argwöhnisch beobachtet – nicht selten, weil die Sorge besteht, dass solche Kundgebungen in antisemitische Tiraden umschlagen könnten. Doch schürt diese strikte Haltung nicht auch das Gefühl, dass berechtigte Kritik an der israelischen Politik tabuisiert wird?

    Hier zeigt sich eine Ironie: Während in Frankreich die Solidarität mit Palästina offener gelebt wird, erleben muslimische Gemeinschaften dort oft staatliche Repression. In Deutschland hingegen bleibt der Diskurs über Palästina stark reglementiert, während der Staat um jeden Preis antisemitische Eskalationen verhindern möchte.

    Krieg, Propaganda und die schwierige Suche nach der Wahrheit

    Ein weiteres Problem ist die verzerrte Wahrnehmung, die beide Seiten des Konflikts durch gezielte Propaganda fördern. In westlichen Medien dominiert oft die Perspektive Israels, was auch an der engen geopolitischen Partnerschaft mit den USA und Europa liegt. Zugleich verbreiten pro-palästinensische Stimmen auf sozialen Plattformen Bilder und Geschichten, die die schockierende Realität in Gaza zeigen – oft ungefiltert und emotional aufgeladen.

    Aber wer hat die moralische Deutungshoheit? Ist es vertretbar, israelische Bombardierungen zu kritisieren, wenn die Hamas gleichzeitig wahllos Raketen auf zivile Gebiete abfeuert? Oder umgekehrt: Können wir uns in Europa damit abfinden, dass Tausende Palästinenser*innen in Gaza unter Belagerung und ständigen Angriffen leiden? Die Antwort auf diese Fragen ist nicht einfach – und doch verlangen sie Antworten.

    Ein Plädoyer für Differenzierung

    Die europäische Debatte braucht dringend mehr Differenzierung. Ja, Israel hat das Recht, seine Bevölkerung zu schützen. Und ja, Palästinenser*innen haben ein Recht auf Würde, Sicherheit und ein Leben in Freiheit. Wer das eine betont, ohne das andere anzuerkennen, trägt nicht zur Lösung des Konflikts bei – sondern gießt Öl ins Feuer.

    Deutschland und Frankreich könnten gemeinsam eine konstruktive Rolle einnehmen, indem sie die Bedeutung des Völkerrechts in den Vordergrund stellen. Der Schutz von Zivilisten, humanitäre Hilfsmaßnahmen und der Wiederaufbau nach der Zerstörung – all das müsste Priorität haben. Warum also nicht die Kräfte bündeln und als EU entschlossen auf eine Waffenruhe drängen?

    Was bleibt vom Welttag?

    Der Welttag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk sollte mehr sein als Symbolpolitik. Er könnte ein Moment der Reflexion sein, eine Chance, die europäische Außenpolitik neu auszurichten. Doch solange der Diskurs zwischen Solidarität und Sicherheitsinteressen gefangen bleibt, wird die Spirale der Gewalt kaum durchbrochen werden.

    Die große Frage ist: Wie können wir ein Zeichen setzen, das nicht nur Solidarität bekundet, sondern echten Wandel bewirkt? Klar ist, dass Europa nicht länger zuschauen darf. Nur durch eine gerechtere und mutigere Außenpolitik könnte dieser Tag eines Tages das erreichen, was er verspricht – Hoffnung für ein geschundenes Volk.

  • Nachrichten im Überblick: Globale Entwicklungen auf einen Blick

    Nachrichten im Überblick: Globale Entwicklungen auf einen Blick

    Israel verschärft Maßnahmen gegen palästinensische Bürger wegen Kritik am Gaza-Krieg.

    Seit Beginn des Krieges im Gazastreifen vor einem Jahr intensiviert die israelische Regierung ihr Vorgehen gegen palästinensische Staatsbürger, die sich öffentlich gegen den Krieg äußern. Menschenrechtsorganisationen und Aktivisten kritisieren, dass diese Maßnahmen die Meinungsfreiheit einschränken und gezielt auf eine bereits marginalisierte Bevölkerungsgruppe abzielen. Ob es gelingt, den schmalen Grat zwischen Sicherheitsbedenken und Bürgerrechten zu wahren, bleibt eine offene Frage.

    Pakistan schränkt Internet- und Mobilfunkdienste vor Pro-Imran-Khan-Protest ein

    Die pakistanische Regierung hat in ausgewählten Gebieten mit „Sicherheitsbedenken“ die mobilen Internet- und Telefondienste ausgesetzt. Hintergrund ist eine geplante Großdemonstration von Anhängern des inhaftierten Ex-Premiers Imran Khan in Islamabad. Die Maßnahme stößt auf scharfe Kritik von Opposition und Aktivisten, die sie als Versuch sehen, Proteste zu unterdrücken. Unterdessen bleibt die politische Landschaft des Landes von Spannungen und Unsicherheit geprägt.

    Nigeria setzt auf Erdgas: Reaktion auf steigende Transportkosten nach Streichung der Benzinsubventionen

    Nach der Abschaffung der Benzinsubventionen sieht sich Nigeria mit einer der schlimmsten Lebenshaltungskostenkrisen seiner Geschichte konfrontiert. Um die Auswirkungen abzufedern, setzt das Land zunehmend auf Erdgas als Alternative im Transportsektor. Die Regierung bewirbt die Umstellung als nachhaltige Lösung, doch viele Bürger kämpfen weiterhin mit explodierenden Kosten für Grundbedarfe. Die Frage bleibt: Kann Erdgas die breite Bevölkerung wirklich entlasten?

    Uruguay: Präsidentschaftswahl wird zum spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen

    In Uruguay entscheidet sich am Sonntag, wer die kommenden Jahre das Land regieren wird. Die Wahl verspricht spannend zu werden, denn das Rennen zwischen der konservativen Regierungspartei und einer linken Koalition ist völlig offen. Im ersten Wahlgang verfehlten beide Seiten eine absolute Mehrheit. Die hohe Beteiligung und die Polarisierung der Wähler zeigen, wie stark das Interesse an der politischen Zukunft des Landes ist – ein seltener Moment in einer sonst eher ruhigen Demokratie.

  • Heute in der Geschichte: 15. November – Meilensteine in Politik, Wissenschaft und Kultur

    Heute in der Geschichte: 15. November – Meilensteine in Politik, Wissenschaft und Kultur

    Der 15. November ist ein historisch bedeutsames Datum, das durch weltweite Ereignisse geprägt wurde. Von politischen Umbrüchen über wissenschaftliche Entdeckungen bis hin zu kulturellen Meilensteinen – dieser Tag hat die Welt in vielerlei Hinsicht geprägt. Auch in Frankreich fanden wichtige Entwicklungen statt, die tiefgreifende Auswirkungen auf das Land und die Welt hatten. Ein Blick auf die bedeutendsten Ereignisse des 15. Novembers zeigt, wie vielfältig die Geschichte ist und wie einzelne Tage den Lauf der Zeit beeinflussen können.


    15. November 1920: Die Gründung des Völkerbundes

    Am 15. November 1920 trat in Genf die erste Versammlung des Völkerbundes zusammen. Der Völkerbund, eine der ersten internationalen Organisationen zur Förderung von Frieden und Zusammenarbeit, war eine direkte Antwort auf die Schrecken des Ersten Weltkriegs. Mit dem Ziel, Kriege zu verhindern, Konflikte diplomatisch zu lösen und die internationale Zusammenarbeit zu stärken, markierte der Völkerbund einen Meilenstein in der Geschichte der globalen Diplomatie.

    Frankreich spielte eine zentrale Rolle in der Gründung des Völkerbundes. Nach dem verheerenden Krieg hoffte das Land, durch die Organisation eine stabile Friedensordnung in Europa zu schaffen. Trotz seiner ehrgeizigen Ziele scheiterte der Völkerbund letztlich daran, die aufkommenden Bedrohungen durch Diktaturen wie das nationalsozialistische Deutschland einzudämmen. Dennoch legte er den Grundstein für die Vereinten Nationen, die nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet wurden. Der 15. November erinnert an die ersten Schritte in Richtung eines institutionalisierten internationalen Friedens.


    15. November 1940: Premiere von Walt Disneys „Fantasia“

    Am 15. November 1940 feierte der Animationsfilm Fantasia von Walt Disney in den USA Premiere. Dieser Meilenstein des Kinos verband klassische Musik mit bahnbrechender Animationstechnologie und wurde zu einem Symbol für Innovation und Kreativität. Der Film war einer der ersten, der stereofonen Klang einsetzte, und setzte neue Maßstäbe in der Verbindung von Musik und Film.

    Auch in Frankreich fand Fantasia großen Anklang, insbesondere in den künstlerischen Kreisen. Der Film spiegelte die kulturelle Verbindung zwischen den USA und Europa wider und inspirierte Künstler und Musiker weltweit. Er bleibt bis heute ein Beispiel für die Macht der Kunst, Grenzen zu überschreiten und Kulturen zu verbinden.


    15. November 1959: Charles de Gaulle wird Präsident der Fünften Republik

    Eines der bedeutendsten Ereignisse in der französischen Geschichte des 20. Jahrhunderts fand am 15. November 1959 statt, als Charles de Gaulle zum Präsidenten der Fünften Republik gewählt wurde. De Gaulle, ein Held der Résistance im Zweiten Weltkrieg, wurde als Retter Frankreichs gefeiert, nachdem die Vierte Republik durch politische Instabilität und den Algerienkrieg in eine Krise geraten war.

    De Gaulle nutzte seine Amtszeit, um eine neue Verfassung zu schaffen, die der Fünften Republik bis heute Bestand gibt. Mit einem starken Präsidialsystem und einer zentralisierten Machtstruktur legte er den Grundstein für die politische Stabilität Frankreichs. Seine Wahl am 15. November symbolisiert den Beginn einer Ära, in der Frankreich zu einer stabilen Demokratie zurückfand und seine Position als globale Macht wieder festigte.


    15. November 1988: Palästina erklärt seine Unabhängigkeit

    Ein weiterer Wendepunkt in der Weltpolitik fand am 15. November 1988 statt, als die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) unter Yassir Arafat die Unabhängigkeit Palästinas erklärte. Diese Erklärung, die in Algier verabschiedet wurde, wurde von vielen Staaten anerkannt und war ein entscheidender Moment im Nahostkonflikt.

    Frankreich war eines der Länder, das die Erklärung unterstützte und Palästina als Staat anerkannte. Paris spielte eine zentrale Rolle bei den Bemühungen, eine friedliche Lösung im Nahen Osten zu finden, und betonte die Notwendigkeit einer Zweistaatenlösung. Der 15. November erinnert an die anhaltenden Herausforderungen im Nahostkonflikt und die Bedeutung internationaler Unterstützung für Frieden und Selbstbestimmung.


    15. November 1971: Intel stellt den ersten Mikroprozessor vor

    In der Welt der Technologie markierte der 15. November 1971 einen Wendepunkt, als das Unternehmen Intel den ersten kommerziellen Mikroprozessor, den Intel 4004, vorstellte. Diese Innovation revolutionierte die Computertechnologie und leitete das digitale Zeitalter ein.

    Die Erfindung des Mikroprozessors veränderte auch die industrielle Landschaft in Frankreich. Die Einführung von Computern und digitalen Technologien in Wirtschaft und Verwaltung führte zu einer Modernisierung des Landes und legte den Grundstein für die heutige digitale Gesellschaft. Der 15. November erinnert daran, wie technologische Durchbrüche die Welt verändern können.


    15. November 1955: Der erste Auftritt von Elvis Presley in Las Vegas

    Auch in der Welt der Popkultur ist der 15. November ein bedeutendes Datum. An diesem Tag hatte Elvis Presley seinen ersten Auftritt in Las Vegas, was den Beginn einer außergewöhnlichen Karriere markierte. Der „King of Rock ’n’ Roll“ sollte die Musiklandschaft für immer verändern und eine neue Ära in der Popkultur einläuten.

    In Frankreich, wo Rock ’n’ Roll in den 1950er Jahren gerade Fuß fasste, inspirierte Elvis eine ganze Generation von Musikern. Künstler wie Johnny Hallyday wurden stark von ihm beeinflusst und machten den Rock ’n’ Roll in Frankreich populär. Der 15. November steht damit auch für den kulturellen Austausch zwischen den USA und Europa.


    Frankreich und der 15. November: Zwischen Vergangenheit und Zukunft

    Der 15. November ist in Frankreich ein Tag, der auf verschiedene Weise Bedeutung hat. Ob durch die Wahl von Charles de Gaulle, die Rolle Frankreichs im Völkerbund oder seine Unterstützung für Palästina – dieser Tag zeigt, wie das Land immer wieder Teil globaler Entwicklungen war. Gleichzeitig hat Frankreich mit der Modernisierung durch Technologie und Kultur eine Vorreiterrolle in Europa übernommen.

    Dieser Tag erinnert uns daran, dass Geschichte niemals stillsteht und dass einzelne Ereignisse weitreichende Auswirkungen haben können. Der 15. November ist ein Symbol für Fortschritt, Mut und die Fähigkeit, in schwierigen Zeiten neue Wege zu gehen.

  • Proteste in Paris: Tausende demonstrieren gegen israelfreundliche Veranstaltung

    Proteste in Paris: Tausende demonstrieren gegen israelfreundliche Veranstaltung

    Am Mittwochabend, dem 13. November, gingen in Paris mehrere tausend Menschen auf die Straße, um gegen das Gala-Event „Israël is Forever“ zu protestieren. Zu der Demonstration hatten verschiedene linke Organisationen, Gewerkschaften und Parteien aufgerufen, um ihren Unmut über die Veranstaltung auszudrücken, die von mehreren ultrarechten Persönlichkeiten als Unterstützungsevent für Israel organisiert wurde. Besondere Empörung löste die geplante Teilnahme von Bezalel Smotrich aus, dem israelischen Finanzminister und eine kontroverse Figur der israelischen Politik. Smotrich, der für seine extremen Ansichten bekannt ist, wollte ursprünglich persönlich an dem Event teilnehmen, hatte sich dann jedoch auf eine Fernschalte beschränkt. Seine jüngste Ankündigung, die israelischen Siedlungsgebiete im besetzten Westjordanland bis 2025 zu annektieren, stieß bei den Demonstranten auf heftigen Widerstand. Mit Rufen wie „Smotrich Mörder, Macron Komplize“ machten die Teilnehmer ihrem Ärger Luft. Auch d…

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  • Eine zweite Trump-Ära: Was sie für den Nahen Osten bedeuten könnte – und andere World-News

    Eine zweite Trump-Ära: Was sie für den Nahen Osten bedeuten könnte – und andere World-News

    Eine erneute Präsidentschaft von Donald Trump könnte die Dynamik im Nahen Osten erheblich verändern. Insbesondere die Beziehungen zu Israel und die Situation in den palästinensischen Gebieten würden dabei im Fokus stehen. Auch in anderen regionalen Fragen ist mit möglichen Kurswechseln zu rechnen, die das Kräfteverhältnis beeinflussen könnten.

    1. Israel und Palästina

    • Klare Unterstützung für Israel: In seiner ersten Amtszeit zeigte Trump eine deutliche Parteinahme für Israel, etwa indem er die US-Botschaft nach Jerusalem verlegte und die Stadt offiziell als Israels Hauptstadt anerkannte. Auch kappte er die US-Finanzierung für das UN-Hilfswerk UNRWA, das Palästina-Flüchtlinge unterstützt. Diese Entscheidungen stärkten Israels Position und verschlechterten die Lage für die Palästinenser, was die Konfliktlage weiter anheizte.
    • Friedensplan mit klarer Schlagseite: Trumps Friedensplan von 2020, bekannt als „Peace to Prosperity“, favorisierte klar die Interessen Israels. Der Plan sah vor, dass Israel Teile des Westjordanlands dauerhaft kontrollieren dürfte, während Palästinensergebiete hauptsächlich auf Gaza beschränkt würden. Obwohl der Plan letztlich nicht umgesetzt wurde, könnte Trump bei einer zweiten Amtszeit erneut eine Lösung in diesem Stil anstreben, die Israel klar bevorzugt und die Hoffnungen der Palästinenser auf einen unabhängigen Staat eher erschwert.
    • Gaza-Konflikt und vorsichtige Kritik: Obwohl Trump stets als Verbündeter Israels auftrat, äußerte er im April dieses Jahres überraschend Bedenken zur Eskalation in Gaza. Er warnte Israel, dass es weltweit an Unterstützung verlieren könnte, wenn die Gewalt weiter eskaliere. Manche Palästinenser sehen darin einen Hoffnungsschimmer und hoffen, dass Trump im Konflikt möglicherweise offener für Argumente zur Mäßigung sein könnte. Es ist jedoch zu erwarten, dass er grundsätzlich an seiner pro-israelischen Linie festhalten würde.

    2. Auswirkungen auf die Beziehungen in der Region

    • Libanon und Iran: Die israelische Regierung könnte auf eine zweite Trump-Präsidentschaft setzen, um Konflikte im Libanon und möglicherweise auch mit dem Iran auf für sie günstigen Bedingungen zu lösen. Bereits in seiner ersten Amtszeit fuhr Trump eine klare Linie gegen den Iran, stieg aus dem Atomabkommen (JCPOA) aus und setzte auf eine „Maximaldruck“-Strategie in Form harter Sanktionen. Eine zweite Amtszeit könnte diese Politik weiter verschärfen, was zu neuen Spannungen im Nahen Osten führen könnte.
    • Abraham-Abkommen und Normalisierung: Ein großer Erfolg Trumps in der Region war die Vermittlung der Abraham-Abkommen, die zu einer Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und mehreren arabischen Staaten führten. Trump könnte in einer zweiten Amtszeit versuchen, weitere Länder zur Normalisierung ihrer Beziehungen mit Israel zu bewegen. Ein derartiges Vorgehen würde das Machtgefüge im Nahen Osten weiter verändern und könnte Druck auf palästinensische Interessen ausüben.

    3. Folgen für Palästinenser und das Bild des Nahen Ostens

    • Souveränität über Gaza und Westjordanland: Nach den jüngsten Eskalationen und den Angriffen der Hamas am 7. Oktober 2023 ist es noch unwahrscheinlicher, dass die israelische Regierung Palästinensern die volle Souveränität über Gaza oder das Westjordanland zugestehen würde. Ein Präsident Trump könnte geneigt sein, eine israelische Kontrolle über weitere Gebiete zu akzeptieren, was die Situation für die Palästinenser zusätzlich erschweren könnte. Dies würde auch den israelischen Siedlungsbau weiter anheizen, der international umstritten ist.
    • Zukunft der Friedensverhandlungen: Während Biden eine vorsichtige, diplomatische Balance zu wahren versucht, könnte Trump in einer zweiten Amtszeit entschlossener die Interessen Israels durchsetzen. Auf der palästinensischen Seite besteht eine leise Hoffnung, dass Trump vielleicht empfänglich für Argumente der Mäßigung sein könnte, da er kürzlich ein Gespräch mit Mahmoud Abbas, dem Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde, geführt hat. Ob dies auf eine wirkliche Kompromissbereitschaft hindeutet, bleibt allerdings fraglich.

    4. Mögliche Folgen für die internationale Diplomatie

    • Spannungen mit Europa: Viele europäische Staaten befürworten eine Zweistaatenlösung und sehen die Besatzungspolitik Israels kritisch. Sollte eine erneute Trump-Regierung die einseitig pro-israelische Politik wiederaufnehmen, könnten dadurch Spannungen mit Europa entstehen. Eine zweite Trump-Präsidentschaft könnte eine Zeit zunehmender diplomatischer Distanzen zwischen den USA und ihren europäischen Verbündeten einleiten, besonders wenn Trump weiterhin eine harte Linie gegenüber dem Iran verfolgt.
    • Globale Reaktionen und Unsicherheiten in Asien: Trumps Politik im Nahen Osten beeinflusst auch das Bild der USA in anderen Weltregionen. Taiwan etwa scheint sich auf eine potenziell heikle Beziehung mit einem möglichen Präsidenten Trump vorzubereiten, da seine Entscheidungen oft unvorhersehbar waren. Andere ausländische Staatschefs bemühen sich ebenfalls um eine vorsorgliche Annäherung an Trump – wohl wissend, dass eine Rückkehr Trumps zu einer Phase der Unsicherheit für viele US-Verbündete führen könnte.

    Insgesamt würde eine zweite Trump-Präsidentschaft im Nahen Osten wahrscheinlich eine Rückkehr zu einer stark pro-israelischen und konfrontativen Politik gegenüber dem Iran bedeuten. Chancen auf eine friedliche Einigung zwischen Israel und Palästina würden unter diesen Bedingungen eher schwinden, und die Region könnte auf eine Fortsetzung von Spannungen zusteuern. Ein solcher Verlauf würde die Palästinenser, aber auch die internationalen Beziehungen, vor große Herausforderungen stellen.

    Weitere Top-Nachrichten

    1. Krieg in der Ukraine

    Die russische Armee hat 50.000 Soldaten, darunter auch Truppen aus Nordkorea, an der Frontlinie stationiert, um erneut die Kontrolle über umstrittene Gebiete in der Ostukraine zu erlangen. Diese neue Offensive zeigt die anhaltende Intensität und Komplexität des Konflikts, während die Ukraine weiter auf Unterstützung aus dem Westen setzt.

    2. Krise in Haiti

    In Haiti hat das regierende Übergangskomitee den amtierenden Premierminister Garry Conille, einen ehemaligen UN-Vertreter, entlassen. Die Entscheidung fiel inmitten politischer Instabilität und sozialen Unruhen. Conilles Entlassung verdeutlicht die Unsicherheit in Haiti, das weiterhin mit tiefen politischen und wirtschaftlichen Krisen zu kämpfen hat.

    3. Terroranschlag in Pakistan

    In der unruhigen Provinz Belutschistan in Pakistan kam es zu einem schweren Selbstmordattentat, bei dem mindestens 24 Menschen ums Leben kamen. Eine verbotene ethnische Separatistengruppe bekannte sich zu dem Anschlag. Belutschistan ist eine der ärmsten Regionen Pakistans und seit langem ein Brennpunkt separatistischer und religiöser Konflikte.

    4. 9/11-Prozess in den USA

    Ein US-Richter entschied, dass der amerikanische Verteidigungsminister die Rücknahme eines Plädoyerabkommens mit Khalid Sheikh Mohammed, dem Hauptverantwortlichen für die Anschläge vom 11. September, nicht rechtmäßig begründet hatte. Die Staatsanwaltschaft plant, gegen diese Entscheidung Berufung einzulegen, wodurch sich der Prozess weiter verzögern könnte.

    5. Katzenproblem in Singapur

    Das normalerweise sehr ordentliche und streng geregelte Singapur hat derzeit ein überraschendes Problem: eine rasch wachsende Population von Straßenkatzen. Die Behörden und Tierhilfsorganisationen arbeiten zusammen an einer Lösung, um die Situation zu entschärfen und die Katzenpopulation unter Kontrolle zu bringen – eine ungewöhnliche Herausforderung für das Stadtland.

    Diese Ereignisse verdeutlichen, wie unterschiedlich und vielschichtig die Herausforderungen in verschiedenen Weltregionen sind. Von internationalen Konflikten bis zu lokalem Tiermanagement – die Schlagzeilen dieser Tage spiegeln die komplexen Herausforderungen unserer Zeit wider.

  • Politische Spannungen: Trumps Wahlkampf und internationale Krisen in den Schlagzeilen

    Politische Spannungen: Trumps Wahlkampf und internationale Krisen in den Schlagzeilen

    In den letzten Tagen vor der Präsidentschaftswahl 2024 wird Donald Trumps Wahlkampagne von einer Kontroverse überschattet, die auf einer Wahlkampfveranstaltung in New York City entbrannte. Ein Komiker machte dort eine rassistische Bemerkung über Puerto Rico, indem er die Insel als „schwimmende Insel des Mülls“ bezeichnete. Trumps Team reagierte diesmal überraschend – ein hochrangiger Berater distanzierte sich von dieser Aussage und erklärte, die Bemerkung entspreche nicht der Haltung Trumps. Doch Trump selbst ging nicht auf diese und andere Äußerungen ein, die ebenfalls rassistische und antisemitische Töne enthielten, wie etwa Kommentare zu Schwarzen, Latinos, Juden, Palästinensern und Frauen.

    Dieses ungewöhnliche Eingreifen könnte ein Zeichen sein, dass Trumps Team zunehmend besorgt ist. Die Demokraten und gemäßigte Wähler werfen ihm Rassismus und extremistische Ansichten vor, und es scheint, dass diese Vorwürfe Wirkung zeigen könnten. Vizepräsidentin Kamala Harris nutzte die Gelegenheit, um erneut auf die Spaltung, die Trump ihrer Meinung nach im Land anheizt, aufmerksam zu machen. „Die Menschen sind müde von seiner Hetze und seinen spalterischen Botschaften,“ erklärte sie gegenüber Reportern – eine Ansicht, die offenbar an Kraft gewinnt.

    Aber wie könnte das den Ausgang der Wahl beeinflussen? Trumps Kernwählerschaft hat oft wenig Berührungsängste mit solchen Kontroversen gezeigt, doch für unentschlossene Wähler könnten diese Vorfälle den Unterschied machen. In einem Wahlkampf, in dem jedes Wort zählt, könnte eine distanzierende Haltung der Trump-Kampagne ein wichtiges Signal an die gemäßigten Wähler sein.


    Israel verbietet UN-Hilfsagentur für Palästinenser

    Zeitgleich sorgt ein internationaler Konflikt in Israel für Schlagzeilen. Die israelische Regierung verabschiedete ein Gesetz, das die Tätigkeit der UN-Hilfsorganisation UNRWA im Land verbietet. UNRWA unterstützt palästinensische Flüchtlinge im Gazastreifen und betreibt dort Schulen und Krankenhäuser sowie die Verteilung von Lebensmitteln und Impfstoffen. Dies ist besonders in der derzeitigen humanitären Krise von großer Bedeutung. Allerdings wird die UNRWA seit Langem von israelischen Beamten kritisiert, und diese Ablehnung hat sich nach den Angriffen vom 7. Oktober 2023 verschärft, bei denen Israel einige Mitarbeiter der Organisation verdächtigt hat, an den Angriffen beteiligt gewesen zu sein.

    Internationale Verbündete wie die USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland appellierten an Israel, das Verbot zu überdenken, da die Hilfsorganisation in einer Region arbeitet, die auf diese humanitäre Hilfe angewiesen ist. Das Verbot könnte die Spannungen in der Region weiter verstärken und den palästinensischen Gemeinden zusätzlichen Schaden zufügen.

    Es bleibt abzuwarten, wie und wann das Verbot tatsächlich umgesetzt wird, doch es steht außer Frage, dass die Entscheidung international heftige Kritik hervorrufen wird. Israelische Politiker müssen sich die Frage stellen, ob sie durch diesen Schritt mehr Probleme schaffen als lösen – oder ob dies ein notwendiger Sicherheitsaspekt für das Land ist.


    Nordkoreanische Soldaten in Russland – ein neues militärisches Bündnis?

    Eine weitere besorgniserregende Entwicklung betrifft Nordkorea und Russland: Die US-Regierung warnte und gab bekannt, dass Nordkorea etwa 10.000 Soldaten nach Russland geschickt hat, die nun im westlichen Gebiet um Kursk stationiert sein sollen. Die Region war kürzlich Ziel eines ukrainischen Angriffs, und die neu eingetroffenen Truppen könnten Teil einer bevorstehenden Offensive gegen ukrainische Truppen sein. Dieser Schritt könnte die Dynamik des russisch-ukrainischen Krieges verändern und zeigt die wachsende militärische Zusammenarbeit zwischen Moskau und Pjöngjang.

    Diese Entwicklung verschiebt das geopolitische Gleichgewicht weiter und bringt neue Unsicherheiten in den ohnehin angespannten Konflikt zwischen Russland und der Ukraine. Die USA und ihre Verbündeten beobachten diese Truppenbewegungen genau, da eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Russland und Nordkorea das Potenzial für eine weitere Eskalation birgt. Es bleibt spannend, ob es zu einer direkten Konfrontation mit den von Nordkorea unterstützten Kräften kommen könnte – und welche Rolle die internationale Gemeinschaft dabei spielen wird.


    Weitere wichtige Nachrichten im Überblick

    Klimakrise: Großbritannien testet „Zero Bills“-Häuser

    In Großbritannien setzt man verstärkt auf Innovationen zur Bekämpfung der Klimakrise. Mit „Zero Bills“-Häusern, die den Energieverbrauch so stark senken, dass keine Rechnungen mehr anfallen, und speziellen Monitoringsystemen, die auf günstigere Energiepreise hinweisen, will die Regierung einen bedeutenden Beitrag zur Dekarbonisierung leisten. Bis 2030 soll der gesamte Stromsektor auf erneuerbare Energien umgestellt werden.

    Philippinen: Duterte übernimmt Verantwortung für Drogenkrieg

    Der ehemalige philippinische Präsident Rodrigo Duterte erklärte sich bereit, die rechtliche Verantwortung für den brutalen Drogenkrieg zu übernehmen, der Tausende Todesopfer forderte. Dieses Zugeständnis könnte neue rechtliche Entwicklungen in den Ermittlungen zu den außergerichtlichen Tötungen während seiner Amtszeit nach sich ziehen.

    Japan: Politisches Erdbeben nach Wahlniederlage

    In Japan sorgt der Verlust der Mehrheit der Liberaldemokratischen Partei in den Parlamentswahlen für große Unsicherheit. Fragen zu den wirtschaftspolitischen Plänen der Regierung und zur künftigen politischen Ausrichtung des Landes stehen nun im Raum.

    Volkswagen in der Krise: Werksschließungen in Deutschland?

    Volkswagen erwägt die Schließung von bis zu drei Werken in Deutschland, um sich gegen die zunehmende Konkurrenz durch chinesische Automobilhersteller zu wappnen. Der Konzern sieht sich mit der Herausforderung konfrontiert, seine Marktposition in einem sich rasch verändernden Automobilmarkt zu behaupten.

    Natur in Gefahr: Ein Drittel der Baumarten vom Aussterben bedroht

    Laut einer umfassenden Untersuchung sind mehr als ein Drittel aller Baumarten weltweit bedroht. Dieser dramatische Rückgang in der Artenvielfalt könnte weitreichende Auswirkungen auf die Ökosysteme und den Klimawandel haben und erfordert verstärkte Schutzmaßnahmen.


    Weitere Nachrichten aus Europa im Kurzüberblick

    • Frankreich: Der Gerichtsprozess gegen Gérard Depardieu wegen sexueller Übergriffe wurde aufgrund seiner schlechten Gesundheit auf März verschoben.
    • Großbritannien: Der bekannte britische Rechtsextremist Tommy Robinson wurde wegen Missachtung eines Gerichtsurteils, das ihm verbot, falsche Behauptungen über einen syrischen Flüchtling zu verbreiten, zu 18 Monaten Haft verurteilt.
    • Italien: Premierministerin Giorgia Meloni kämpft gegen ein Gerichtsurteil, das ihren Plan, Migranten in ein neues Auffanglager in Albanien zu schicken, blockiert hat.
    • Großbritannien: Die Labour-Partei hat einen Abgeordneten suspendiert, nachdem ein Video aufgetaucht war, das zeigt, wie er einen Mann mehrfach schlägt.

    Von rassistischen Äußerungen in der US-Politik bis hin zu internationalen Spannungen in Israel und Russland zeigt sich die weltweite politische Lage mal wieder von ihrer kontroversen und konfliktgeladenen Seite. Der Wahlkampf in den USA, neue Allianzen zwischen Russland und Nordkorea und weitreichende Entscheidungen im Nahen Osten stehen sinnbildlich für eine Zeit der Ungewissheit und Spannungen.

  • Eskalation im Nahen Osten: Führende Köpfe von Hamas und Hisbollah bei israelischen Angriffen getötet

    Eskalation im Nahen Osten: Führende Köpfe von Hamas und Hisbollah bei israelischen Angriffen getötet

    Die israelische Armee hat am 1. August bekannt gegeben, dass Mohammed Deif, der Chef des bewaffneten Flügels der Terrororganisation Hamas, bereits bei einem Luftangriff am 13. Juli in Gaza getötet wurde. Deif galt als einer der Hauptverantwortlichen für den Angriff am 7. Oktober, der den jüngsten Krieg in der Region ausgelöst hat. Nach Angaben der israelischen Streitkräfte führten Kampfflugzeuge Angriffe in der Region Khan Younis durch, basierend auf geheimdienstlichen Erkenntnissen.

    Trauerfeierlichkeiten für Ismaïl Haniyeh

    Währenddessen finden in Teheran die offiziellen Trauerfeierlichkeiten für Ismaïl Haniyeh, den Chef der Hamas, statt, der bei einem vermutlich israelischen Angriff in der iranischen Hauptstadt getötet wurde. Ayatollah Ali Khamenei, der oberste Führer des Iran, sprach das Totengebet vor den Särgen von Haniyeh und seinem Leibwächter, die beide mit palästinensischen Flaggen bedeckt waren. Eine trauernde Menschenmenge versammelte sich an der Universität von Teheran. Haniyeh soll am Freitag in Katar beigesetzt werden, wo er im Exil lebte.

    Angriffe auf Hamas und Hisbollah

    Die Ermordung von Haniyeh in Teheran wurde von der Hamas Israel zugeschrieben. Der Vorfall ereignete sich, nachdem Haniyeh an der Amtseinführung des reformorientierten Präsidenten Massoud Pezeshkian teilgenommen hatte. Parallel dazu wurde bekannt, dass Fouad Chokr, ein ranghoher Militärführer der Hisbollah, bei einem israelischen Angriff in der libanesischen Hauptstadt Beirut ums Leben kam. Chokr galt als rechte Hand von Hassan Nasrallah, dem obersten Führer der Hisbollah.

    Drohende Eskalation

    Die Tötungen von führenden Persönlichkeiten sowohl der Hamas als auch der Hisbollah lassen Befürchtungen aufkommen, dass sich der Konflikt in Nahost weiter ausbreiten könnte. UN-Generalsekretär Antonio Guterres warnte vor einer gefährlichen Eskalation, und auch mehrere Mitglieder des UN-Sicherheitsrats äußerten ihre Besorgnis über die mögliche Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten.

    Die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten verdeutlichen die fragile Lage in der Region und die potenziell weitreichenden Konsequenzen gezielter Angriffe auf hochrangige Persönlichkeiten. Was bedeutet das für die Zukunft des Konflikts? Droht eine noch größere Eskalation? Die internationale Gemeinschaft steht vor einer Herausforderung – die Stabilität der Region hängt von den kommenden Entscheidungen und Reaktionen der Beteiligten und der möglichen Vermittler ab.

  • Kamala Harris: Kopf-an-Kopf-Rennen mit Donald Trump – und andere World-News

    Kamala Harris: Kopf-an-Kopf-Rennen mit Donald Trump – und andere World-News

    Ein heißes Rennen um die US-Präsidentschaft: Kamala Harris gegen Donald Trump.

    Eine Umfrage der New York Times und Siena College zeigt ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Kamala Harris und Donald Trump um die US-Präsidentschaft. Harris, die als künftige offizielle Präsidentschaftskandidatin der Demokraten gehandelt wird, hat die Unterstützung ihrer Partei sicher – nur 14 Prozent bevorzugen eine andere Option.

    Enges Rennen zwischen Harris und Trump

    In der Umfrage liegt Trump bei den allgemeinen Wählern mit 48 Prozent knapp vor Harris mit 47 Prozent. Bei den registrierten Wählern führt Trump mit 48 zu 46 Prozent. Ein deutlicher Fortschritt für die Demokraten im Vergleich zu Bidens Abschneiden. Trump lässt bei seinen Kundgebungen keine Gelegenheit aus, Harris als linke Radikale und „Verrückte“ zu bezeichnen.

    Harris hat in Rekordzeit die demokratische Partei hinter sich vereint und den Vorsprung, den Trump gegenüber Präsident Biden hatte, merklich verkleinert. Sie sichert sich 93 Prozent der Unterstützung der Demokraten – der gleiche Anteil, den Trump von den Republikanern erhält. Insider berichten, dass auch Barack Obama bald seine Unterstützung für Harris ankündigen wird.

    Harris punktet bei jungen und nicht-weißen Wählern

    Besonders bei jüngeren und nicht-weißen Wählern schneidet Harris besser ab als Biden. Doch einige Demokraten befürchten, dass sie Bidens Stärken bei älteren Wählergruppen nicht halten kann. Die Umfrage zeigt tatsächlich einen leichten Rückgang der demokratischen Unterstützung in dieser Gruppe.

    Israelische Streitkräfte bergen Leichen von fünf Geiseln aus einem Tunnel

    Israels Streitkräfte haben am Mittwoch die Leichen von fünf Geiseln aus einem Tunnel im südlichen Gazastreifen geborgen. Die internationalen und inländischen Forderungen nach einem Waffenstillstand, der die Freilassung der verbleibenden Geiseln ermöglicht, werden immer lauter. Insgesamt befinden sich noch 115 Geiseln in Gaza, darunter etwa 40, die als tot gelten.

    Die Leichen wurden in einer umkämpften Zone um die Stadt Khan Younis gefunden, die zuvor von Israel als sicherer humanitärer Bereich ausgewiesen worden war. Israel führt dort derzeit eine neue Militäroperation durch. Lokale Gesundheitsbehörden berichten von mindestens 30 Toten und Dutzenden Verletzten in Gaza innerhalb von 24 Stunden am Mittwoch und Donnerstag.

    Biden und Netanyahu: Spannungen trotz freundlicher Worte

    Präsident Biden traf sich im Weißen Haus mit Premierminister Benjamin Netanyahu. Trotz der höflichen Worte zwischen beiden Politikern sind die Spannungen über den Gaza-Krieg und die amerikanischen Bemühungen um einen Waffenstillstand offensichtlich. „Wir haben viel zu besprechen“, sagte Biden.

    Vizepräsidentin Kamala Harris betonte Netanyahus Recht, Israel zu verteidigen, doch sie machte auch klar, dass „viel zu viele unschuldige Zivilisten“ gestorben seien und dass sie „nicht schweigen“ werde über das Leid der Menschen in Gaza.

    WEITERE TOP-NACHRICHTEN

    Waldbrände: Zehntausende Feuerwehrleute kämpfen in den westlichen USA und Kanada gegen Brände, die Evakuierungen und Luftqualitätswarnungen zur Folge haben.

    Russland: Seit Beginn des Ukraine-Krieges wurden Chips im Wert von fast 4 Milliarden Dollar nach Russland geliefert, viele über Briefkastenfirmen mit einer einzigen Adresse in Hongkong.

    Ukraine: Ein Verdächtiger wurde im Mord an einem rechtsextremen Politiker in Lwiw festgenommen – ein Verbrechen, das die Nation erschüttert hat.

    Organisiertes Verbrechen: Die US-Justizbehörde gab die Festnahme von zwei führenden Mitgliedern des mächtigen Sinaloa-Kartells bekannt.

    Militär: Russische und chinesische strategische Bomber führten einen gemeinsamen Patrouillenflug in der Nähe von Alaska durch. Die USA und Kanada schickten Jets, um sie zu begleiten.

    Burkina Faso: Das westafrikanische Land wird von eskalierender Gewalt zwischen islamistischen Kämpfern und dem Militär zerrissen.

    Royals: Prinz Harry erklärte in einem TV-Interview, dass sein Rechtsstreit gegen britische Boulevardzeitungen ein „zentraler Punkt“ im bitteren Bruch mit seiner Familie sei.

    Gesundheit: Eine große Studie ergab, dass eine doppelte Mastektomie für die meisten Frauen die Überlebenschancen bei Brustkrebs nicht verbessert, verglichen mit einer einfachen Mastektomie.

  • Weltgericht erklärt Israels Besatzung für völkerrechtswidrig

    Weltgericht erklärt Israels Besatzung für völkerrechtswidrig

    In einer bahnbrechenden Entscheidung erklärte der Internationale Gerichtshof (IGH) die israelische Besatzung des Westjordanlandes und Ost-Jerusalems für rechtswidrig und forderte ein sofortiges Ende dieser Besatzung. Dieser Urteilsspruch des IGH ist der erste seiner Art und markiert einen bedeutenden Wendepunkt in der internationalen Rechtsprechung zur israelischen Besatzungspolitik.

    Die Entscheidung des IGH

    Der IGH betonte in seiner Stellungnahme, dass Israels Präsenz in den besetzten palästinensischen Gebieten die Grundsätze des Völkerrechts verletzt. Insbesondere kritisierte das Gericht den Bau und die Ausweitung israelischer Siedlungen, die Ausbeutung natürlicher Ressourcen und die Einschränkung der palästinensischen Selbstbestimmungsrechte. Der Gerichtshof forderte Israel auf, den Siedlungsbau sofort zu stoppen und bestehende Siedlungen zu räumen. Zudem wurde betont, dass andere Staaten verpflichtet sind, Israels Besatzung nicht rechtlich anzuerkennen und keine Unterstützung zu leisten.

    Reaktionen auf das Urteil

    Die Reaktionen auf das Urteil waren erwartungsgemäß geteilt. Während die palästinensische Führung das Urteil als „historisch“ feierte und internationale Maßnahmen zur Umsetzung forderte, wies der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu die Entscheidung scharf zurück. Netanyahu bezeichnete die Argumentation des Gerichts als „Lügen“ und betonte, dass das jüdische Volk kein Eroberer im eigenen Land sei.

    Hintergrund der Besatzung

    Israels Besatzung des Westjordanlandes und Ost-Jerusalems begann im Zuge des Sechstagekriegs 1967, als Israel diese Gebiete von Jordanien eroberte. Seitdem hat Israel eine umfangreiche Siedlungspolitik betrieben, die von der internationalen Gemeinschaft weitgehend als völkerrechtswidrig angesehen wird. Heute leben etwa 700.000 Israelis in den besetzten Gebieten.

    Auswirkungen und Konsequenzen

    Auch wenn die Entscheidung des IGH nicht rechtsverbindlich ist, besitzt sie erhebliche moralische Autorität und könnte die internationale Meinung nachhaltig beeinflussen. Die klare Verurteilung Israels durch das höchste UN-Gericht könnte den Druck auf Israel erhöhen und die Unterstützung für die palästinensische Sache verstärken. Zudem könnten weitere Staaten erwägen, Palästina unilateral als Staat anzuerkennen, was die diplomatische Isolation Israels verstärken würde.

    Doch wie wird es weitergehen? Das bleibt abzuwarten. Israel hat bisher wenig Bereitschaft gezeigt, seine Siedlungspolitik zu ändern, und betont stattdessen Sicherheitsbedenken als Rechtfertigung für seine Maßnahmen. Der anhaltende Konflikt und die fehlende Friedenslösung machen jedoch deutlich, dass eine nachhaltige Lösung nur durch Dialog und Kompromiss erreicht werden kann.

    Dieses Urteil des IGH ist ein Signal an die internationale Gemeinschaft und eine Erinnerung daran, dass völkerrechtliche Normen und Menschenrechte universell gelten müssen. Die Zukunft der besetzten Gebiete bleibt jedoch ungewiss, und es wird entscheidend sein, wie die beteiligten Akteure und die internationale Gemeinschaft auf diese historische Entscheidung reagieren.

  • Über 230 Persönlichkeiten fordern Frankreich zur Anerkennung Palästinas auf

    Über 230 Persönlichkeiten fordern Frankreich zur Anerkennung Palästinas auf

    In einem Aufruf in der Zeitung „Libération“ fordern mehr als 230 Künstler und Influencer, darunter Léna Situations, Renaud, DJ Snake, Leïla Bekhti und Angèle, den französischen Präsidenten Emmanuel Macron auf, die Existenz des Staates Palästina anzuerkennen. Ein Appell an die Menschenrechte „Spanien, Irland und Norwegen haben den Weg der menschlichen Würde beschritten, indem sie den Staat Palästina offiziell anerkannt haben. Sie gehören zu den 143 Ländern, die die Existenz eines palästinensischen Staates offiziell anerkennen. Aber Frankreich, das Land der Menschenrechte, das Land der Aufklärung, äußert sich immer noch nicht“, beklagen die Künstler in ihrem Text. Einheit in Vielfalt „Wir, Künstler, Content Creator, öffentliche Persönlichkeiten und Bürger, mit unseren Unterschieden, aber auch mit den Verbindungen, die uns einen, erheben unsere Stimmen, um der Welt zu sagen, dass wir die Existenz des Staates Palästina anerkennen – nicht nur als Antwort auf das aktuelle Massaker, sondern i…

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