Schlagwort: Orleans

  • Der widerspenstige Strom

    Der widerspenstige Strom

    Wer an die Loire denkt, denkt oft zuerst an Schlösser. An helle Fassaden im Morgenlicht, an akkurat geschnittene Gärten, an die höfische Eleganz einer vergangenen Welt. Die Loire selbst taucht in dieser Vorstellung meist nur als Kulisse auf — dekorativ, still, ein höflicher Fluss für höfische Träume.

    Doch wer einmal im Winter bei Blois am Ufer stand, wenn der Wind über die offenen Sandflächen peitscht und das Wasser grau gegen die Strömung schimmert, versteht rasch: Dieser Fluss spielt keine Nebenrolle.

    Die Loire besitzt Temperament.

    Sie windet sich durch Frankreich wie ein Gedanke, der sich nicht ordnen lassen will. Mal wirkt sie breit und majestätisch, dann wieder schmal, beinahe verloren zwischen Kiesinseln und trocken gefallenen Armen. Sie verschwindet nicht wirklich — sie zieht sich bloß zurück, als wolle sie beobachten, wie die Menschen ohne sie zurechtkommen.

    Und plötzlich ist sie wieder da.

    Mächtig.

    Unruhig.

    Fast einschüchternd.

    Vielleicht fasziniert die Loire gerade deshalb so sehr, weil sie sich jedem endgültigen Bild entzieht. Andere Flüsse wirken gezähmt. Der Rhein trägt Industrie und Geschichte mit einer Art strenger Disziplin. Die Seine fließt wie eine Bühne durch Paris. Die Loire dagegen bleibt eigensinnig. Sie verweigert die vollständige Kontrolle, obwohl Frankreich doch ein Land ist, das Ordnung liebt wie andere Nationen guten Käse.

    Ein Widerspruch? Natürlich.

    Aber ein ausgesprochen französischer.

    Wer entlang der Loire reist, begegnet weniger einem Fluss als einer Reihe wechselnder Persönlichkeiten. In Orléans wirkt sie anders als in Tours. Hinter Saumur erscheint sie beinahe mediterran, silbrig und offen, während sie bei Nantes bereits den Atem des Atlantiks in sich trägt. Jeder Ort behauptet, die wahre Loire zu kennen. Die Wahrheit lautet vermutlich: Niemand kennt sie ganz.

    Ein alter Fischer bei Montsoreau sagte einmal, die Loire entscheide jeden Morgen neu, wer sie sein wolle. Ein schöner Satz. Vielleicht sogar wahr.

    Denn dieser Fluss verändert ständig seine Form. Inseln tauchen auf und verschwinden wieder. Sandbänke wachsen über Monate, nur um nach einem einzigen Hochwasser davongespült zu werden. Spaziergänger entdecken Wege, die wenige Wochen später bereits unter Wasser liegen. Die Loire arbeitet langsam, aber unerbittlich. Sie modelliert Landschaft wie ein Bildhauer, der niemals zufrieden ist.

    Und genau darin liegt ihre Schönheit.

    Nicht in Perfektion.

    Sondern in Bewegung.

    An heißen Sommertagen zeigt der Fluss seine verletzliche Seite. Das Wasser sinkt. Große Sandflächen treten hervor wie freigelegte Knochen. Reiher stehen regungslos zwischen flachen Rinnen, als warteten sie auf ein Geheimnis. Kinder laufen barfuß über warmen Kies. Von weitem sieht die Loire dann beinahe harmlos aus.

    Fast friedlich.

    Aber dieser Eindruck täuscht.

    Die Menschen an ihren Ufern wissen das seit Jahrhunderten. Die Loire besitzt ein langes Gedächtnis für Überschwemmungen. Alte Hochwassermarken an Häuserwänden erzählen davon. Manche reichen bis weit über Kopfhöhe. Dort, wo heute Cafés ihre Terrassen aufstellen und Touristinnen mit Strohhüten Rosé trinken, drängten einst gewaltige Wassermassen durch die Straßen.

    Der Fluss vergisst nichts.

    Vielleicht sprechen die alten Schiffer deshalb mit einer Mischung aus Zärtlichkeit und Respekt von ihr. Nie sentimental. Eher vorsichtig, wie man über jemanden spricht, den man liebt, dessen Launen man aber niemals unterschätzen darf.

    Früher war die Loire eine Handelsstraße voller Leben. Kaum vorstellbar heute, wo viele Ufer still wirken und nur Radfahrer auf dem Loire-Radweg vorbeiziehen. Doch über Jahrhunderte transportierten flache Lastkähne Wein, Salz, Holz und Stoffe durchs Land. Die Häfen entlang des Stroms waren wirtschaftliche Nervenzentren. Händler schrien durcheinander. Pferde stampften über die Kais. Fässer rollten über nasses Holz.

    Ein ziemliches Durcheinander muss das gewesen sein.

    Und mitten hindurch floss die Loire — unberechenbar wie immer.

    Denn die Schifffahrt auf ihr galt nie als einfach. Zu flach, zu wechselhaft, zu voller versteckter Sandbänke. Wer hier steuerte, brauchte Erfahrung und Nerven. Manche Passagen veränderten sich nach jedem Hochwasser. Karten verloren rasch ihre Gültigkeit. Der Fluss hielt nichts von menschlicher Planung.

    Bis heute übrigens nicht.

    Das zeigt sich besonders dort, wo Natur und Technik aufeinanderprallen. Seit Jahren diskutieren Gemeinden, Umweltverbände und Behörden über Wasserstände, Dürren und Renaturierung. Die Loire ist längst mehr als ein romantisches Landschaftsmotiv. Sie wurde zu einer Art ökologischem Seismografen Frankreichs.

    Wenn der Sommer trocken ausfällt, sinkt der Pegel erschreckend schnell. Kraftwerke beobachten die Temperaturen nervös. Bauern fürchten um ihre Felder. Ornithologen sorgen sich um Brutplätze seltener Vögel. Plötzlich zeigt ein Fluss, was Klimawandel konkret bedeutet — nicht abstrakt, sondern sichtbar, tastbar, manchmal brutal.

    Die Loire argumentiert nicht.

    Sie demonstriert.

    Dabei liegt ihre ökologische Bedeutung kaum nur im Wasser selbst. Die Sandbänke bilden fragile Lebensräume. Flussseeschwalben nisten dort auf offenem Kies, vollkommen schutzlos gegen Störungen. Biber kehren zurück und arbeiten nachts an den Ufern wie stille Ingenieure. Zwischen Weiden und Schilf entsteht ein empfindliches Geflecht aus Pflanzen, Insekten und Tieren.

    Ein kleiner Kosmos.

    Und verdammt verletzlich.

    Manchmal reicht ein einziger Sommer mit extremer Hitze, um ganze Bereiche des Ökosystems aus dem Gleichgewicht zu bringen. Die Loire erinnert daran, dass Natur keine starre Kulisse ist, sondern ein fortlaufender Prozess. Vielleicht fällt genau das modernen Gesellschaften so schwer zu akzeptieren. Alles soll berechenbar sein — Temperaturen, Verkehrsflüsse, Wirtschaftsdaten, sogar Emotionen. Und dann existiert da dieser Fluss, der sich einfach nicht endgültig festlegen lässt.

    Wie beruhigend eigentlich.

    Denn in der Loire lebt eine Idee von Freiheit weiter, die selten geworden ist. Nicht die pathetische Freiheit aus politischen Reden. Eine ältere, stillere Freiheit. Die Freiheit, sich verändern zu dürfen.

    Wer morgens am Ufer entlanggeht, erlebt das unmittelbar. Nebel steigt aus den flachen Armen auf. Das Wasser glänzt bleiern unter tief hängenden Wolken. Aus der Ferne ruft ein Vogel. Kein Spektakel. Kein Instagram-Moment mit perfektem Licht. Eher eine Stimmung, die sich schwer beschreiben lässt — melancholisch und gleichzeitig tröstlich.

    Fast wie ein Roman von Modiano in Landschaftsform.

    Und dann diese Schlösser.

    Natürlich sind sie da. Chambord, Chenonceau, Amboise — Namen wie aus einem Märchenbuch der französischen Geschichte. Millionen Besucher reisen jedes Jahr ihretwegen an. Die Türme spiegeln sich im Wasser, und manchmal wirkt alles so harmonisch arrangiert, dass man beinahe vergisst, wie viel Macht, Intrige und Gewalt hinter diesen Mauern verborgen lagen.

    Doch ohne die Loire gäbe es diese Architektur nicht.

    Der Fluss brachte Reichtum.

    Transportwege.

    Strategische Bedeutung.

    Die Könige bauten ihre Residenzen nicht zufällig hier. Wasser bedeutete Einfluss. Sicherheit. Prestige. Die Loire war Lebensader und Bedrohung zugleich. Hochwasser konnten Ernten zerstören und Städte verwüsten, gleichzeitig verband der Strom Regionen miteinander wie eine pulsierende Ader.

    Bis heute prägt er die Identität der Menschen entlang seiner Ufer. In kleinen Dörfern reden ältere Bewohner über Wasserstände fast so selbstverständlich wie über das Wetter. Winzer beobachten die Feuchtigkeit der Böden mit beinahe religiöser Aufmerksamkeit. Künstler malen die Loire seit Jahrhunderten und scheitern doch regelmäßig daran, ihre wechselnden Farben einzufangen.

    Wie malt man etwas, das sich ständig verändert?

    Claude Monet versuchte es an anderen Flüssen mit Serien und Wiederholungen. Bei der Loire hätte selbst das vermutlich nicht gereicht.

    Denn ihre Farben wechseln im Minutentakt. Morgens silbern. Mittags grünlich. Abends kupferfarben. Nach Regen fast schwarz. An manchen Tagen scheint sie Licht zu verschlucken, an anderen reflektiert sie den Himmel wie geschmolzenes Glas.

    Es klingt kitschig.

    Ist es aber nicht.

    Wer dort einmal allein saß, versteht den Unterschied sofort.

    Vielleicht liegt genau darin das Geheimnis der Loire: Sie zwingt zur Aufmerksamkeit. Man schaut nicht bloß auf sie. Man beobachtet. Lernt Unterschiede kennen. Kleine Veränderungen. Bewegungen im Schilf. Neue Linien im Sand. Die Loire belohnt Geduld — eine seltene Eigenschaft in einer Zeit permanenter Ablenkung.

    Und vielleicht erzählt dieser Fluss deshalb auch etwas über Frankreich selbst.

    Über ein Land zwischen Kontrolle und Sehnsucht nach Wildheit.

    Frankreich liebt Zentralisierung, Regeln, Systeme. Gleichzeitig existiert tief im kulturellen Selbstbild eine romantische Sehnsucht nach dem Ungezähmten. Nach Landschaften, die sich nicht vollständig ordnen lassen. Die Loire verkörpert genau diesen Widerspruch. Sie fließt durch das Herz des Landes und entzieht sich doch jeder endgültigen Vereinnahmung.

    Ein freier Fluss in einem Land voller Verwaltungsformulare — das hat fast schon etwas Komisches.

    Aber eben auch etwas Schönes.

    Vielleicht brauchen Gesellschaften solche Orte. Landschaften, die daran erinnern, dass nicht alles stabil bleiben muss. Dass Veränderung kein Fehler der Welt ist, sondern ihr Prinzip. Die Loire zeigt das ohne Pathos. Sie fließt einfach weiter.

    Mal ruhig.

    Mal zornig.

    Mal kaum sichtbar.

    Und genau deshalb berührt sie Menschen so tief. Nicht trotz ihrer Widersprüchlichkeit, sondern wegen ihr. Die Loire ist kein Denkmal aus Stein. Kein eingefrorenes Postkartenmotiv. Sie lebt. Sie altert. Sie reagiert. Sie widerspricht.

    Sie bleibt sich treu, indem sie sich ständig verändert.

    Was für eine elegante Form von Ungehorsam.

    Ein Artikel von M. Legrand

  • „Antisemitismus ist ein Gift“ – Frankreichs Regierung unter Handlungsdruck nach Angriff auf Rabbiner

    „Antisemitismus ist ein Gift“ – Frankreichs Regierung unter Handlungsdruck nach Angriff auf Rabbiner

    Am Samstag, dem 22. März 2025, wurde der Rabbiner Arié Engelberg in Orléans Opfer eines brutalen Angriffs, was weit über die Grenzen der Stadt hinaus Bestürzung auslöste. Der Vorfall, der sich in unmittelbarer Nähe zur Synagoge ereignete, stellt nicht nur einen weiteren erschreckenden Fall von Hasskriminalität dar, sondern bringt auch die französische Regierung in eine Lage, in der Worte nicht mehr ausreichen. Präsident Emmanuel Macron und Justizminister Gérald Darmanin reagierten umgehend – und schärfer als bei vergleichbaren Vorfällen der Vergangenheit. Ihre Reaktionen lassen erkennen, wie ernst Paris die Lage inzwischen nimmt. Ein Angriff mit symbolischer Sprengkraft Rabbiner Engelberg war am frühen Morgen auf dem Weg zur Synagoge, als er von einem Mann attackiert wurde, der ihn zunächst antisemitisch beschimpfte und dann mit einem Messer schwer verletzte. Auch sein Sohn, der versuchte einzugreifen, erlitt Verletzungen. Beide überlebten, befinden sich aber weiterhin in medizinischer…

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  • Genialer Stromsparradler: Pi-POP – das erste E-Bike ohne Batterie

    Genialer Stromsparradler: Pi-POP – das erste E-Bike ohne Batterie

    Ein leises Surren, die Räder drehen sich – und Strom fließt. Nicht aus einer Batterie, sondern direkt aus der Bewegung. Klingt nach Science-Fiction? Ist aber Realität im Loiret, einer Region nahe Orléans in Frankreich. Hier tüftelt Adrien Lelièvre seit 2016 an einer Idee, die das Konzept des E-Bikes auf den Kopf stellt. Sein Pi-POP ist das erste elektrische Fahrrad ganz ohne Akku. Und es hat das Potenzial, unsere Vorstellung von umweltfreundlicher Mobilität neu zu definieren.

    Was treibt das Pi-POP an?

    Keine Batterie, kein Ladekabel, keine Lithium-Probleme. Stattdessen arbeitet das Pi-POP mit Superkondensatoren – kleinen Energiewundern, die elektrische Energie nicht chemisch, sondern physikalisch speichern. Diese Technik kennen wir eigentlich aus der Industrie oder aus Hybridautos, wo sie für kurze, kräftige Energieschübe genutzt wird.

    Im Alltag funktioniert das so: Auf flachen Strecken oder bei Abfahrten nutzt das Fahrrad seinen Elektromotor als Generator – ähnlich einer Dynamo. Dabei wird Bewegungsenergie in Strom umgewandelt und in den Superkondensatoren gespeichert. Und wenn es mal anstrengend wird? Dann hilft der gespeicherte Strom bei Steigungen, Gegenwind oder beim Anfahren – mit bis zu 250 Watt.

    Ziemlich clever, oder?

    „Wir verschwenden ständig Energie – Pi-POP nicht.“

    Während herkömmliche Fahrräder beim Bremsen Wärme erzeugen und damit wertvolle Energie verlieren, denkt das Pi-POP einen Schritt weiter. Beim Verzögern schaltet es zuerst den sogenannten Motorbremse-Modus ein. Das bedeutet: Die kinetische Energie der drehenden Räder wird in Strom umgewandelt und wieder gespeichert.

    Bis zu 400 Watt können beim Bremsen zurückgewonnen werden. Das ist nicht nur effizient – das ist fast schon poetisch in seiner Logik.

    Leistungsstark und reaktionsschnell

    Kritiker fragen sich: Reicht das? Kann so ein Fahrrad ohne Akku überhaupt mithalten? Lelièvres Antwort ist ein selbstbewusstes Ja. Die Leistung entspricht dem gesetzlich erlaubten Maximum für E-Bikes: 250 Watt. Und durch die schnellere Reaktionszeit der Superkondensatoren fühlt sich die Unterstützung sogar direkter an.

    Ein kurzer Schub beim Anfahren an der Ampel, ein kräftiger Tritt in den Hang hinauf – genau dann, wenn man es braucht, ist die Energie da.

    Aber was ist mit langen, steilen Strecken?

    Fairerweise sagt der Entwickler: Das Pi-POP ist für den Alltag gedacht. Für Städte mit moderaten Höhenunterschieden – 50 bis 100 Meter Anstieg packt das Rad locker. Und damit erfüllt es bereits die Bedürfnisse von rund 70 Prozent der französischen Städte.

    Klar, wer damit den Mont Ventoux erklimmen will, kommt nicht weit. Aber wer will das im Alltag schon? Genau – fast niemand.

    Für die wenigen, die es doch in die Berge zieht, hat das Team bereits vorgesorgt. Neue, leichtere Modelle mit sportlicher Zehn-Gang-Schaltung sind in Arbeit. Erste Tests in Gebirgsregionen laufen vielversprechend. Die Rückmeldungen? Durchweg positiv.

    Die Idee hinter der Idee

    Warum das Ganze? Warum nicht einfach einen Akku einbauen wie alle anderen auch?

    „Ein Fahrrad ist per Definition ein Symbol für nachhaltige Mobilität“, sagt Adrien Lelièvre. Und mit Batterien wird dieses Symbol seiner Meinung nach entstellt.

    Denn Batterien – insbesondere Lithium-Ionen-Batterien – bringen jede Menge Umweltprobleme mit sich: Aufwendige Förderung, schlechte Recyclingquote, begrenzte Lebensdauer. Und das alles für ein Verkehrsmittel, das eigentlich ein Vorbild in Sachen Ökologie sein könnte?

    Es sei wie ein Bio-Apfel, der in Plastik eingeschweißt wird.

    Superkondensatoren hingegen punkten gleich mehrfach: Sie bestehen aus Aluminium, Papier und Kohlenstoff – allesamt Stoffe, die zu 95 Prozent recycelbar sind. Ihre Lebensdauer? Zehn bis fünfzehn Jahre. Und die Rohstoffe sind auf der Erde reichlich vorhanden. Anders als Lithium, das oft unter fragwürdigen Bedingungen abgebaut wird.

    Ein bisschen Zukunft – heute schon erfahrbar

    Der Pi-POP ist kein futuristisches Konzept auf dem Reißbrett, sondern ein Produkt, das bereits auf Frankreichs Straßen rollt. Über 600 Stück wurden seit 2022 verkauft – Tendenz steigend. Die Produktion soll bald in ein größeres Gebäude verlagert werden. Ziel: 10.000 verkaufte Räder pro Jahr.

    Klingt ambitioniert?

    Ist es auch. Aber wer den Preis für das beste Produkt beim renommierten Concours Lépine gewinnt – eine Art Erfinder-Oscar – dem traut man Großes zu. Und ehrlich: Wer hätte gedacht, dass ein E-Bike ohne Batterie möglich ist?

    Was bedeutet das für die Mobilität von morgen?

    Stell dir vor, Städte voller Fahrräder, die sich selbst mit Energie versorgen. Kein Kabelsalat, keine Umweltprobleme durch Akkuentsorgung. Kein Streit mehr um die Frage, ob Elektromobilität wirklich nachhaltig ist. Einfach nur: treten, rollen, Strom gewinnen.

    Warum hat das nicht schon längst jemand erfunden?

    Vielleicht, weil der Gedanke an Verzicht schwerfällt – selbst wenn es kein echter Verzicht ist. Denn das Pi-POP bietet all das, was ein modernes E-Bike können muss. Nur eben ohne die Schattenseiten.

    Ein kleiner Schritt für ein Fahrrad – ein großer für die Mobilität

    Diese Erfindung zeigt: Nachhaltigkeit muss nicht Verzicht bedeuten. Sie kann auch bedeuten, Dinge anders zu denken – einfacher, klarer, klüger.

    Und manchmal genügt eine einfache Bewegung – eine rollende Radumdrehung –, um eine neue Idee ins Rollen zu bringen.

    Von Andreas M. Brucker

    Quellen: Interview mit Adrien Lelièvre auf franceinfo, März 2025.

  • Brutaler Angriff auf Rabbiner in Orléans erschüttert Gemeinde

    Brutaler Angriff auf Rabbiner in Orléans erschüttert Gemeinde

    Am Samstag, dem 22. März 2025, ereignete sich in Orléans ein schockierender Vorfall: Der örtliche Rabbiner Arié Engelberg wurde am frühen Nachmittag Opfer einer gewaltsamen Attacke. Während er gegen 13:30 Uhr gemeinsam mit seinem neun Jahre alten Sohn von der Synagoge nach Hause ging, wurde er von einem jungen Mann angegriffen. Der Täter schlug auf den Rabbiner ein, biss ihn in die Schulter und beleidigte ihn verbal. Ein Passant griff ein und konnte den Angreifer vertreiben. Der Rabbiner erlitt Verletzungen am Kopf und an der Schulter. Unmittelbar nach dem Vorfall erstattete er Anzeige bei der Polizei von Orléans. Die Behörden leiteten umgehend eine Untersuchung wegen „vorsätzlicher Gewalt aufgrund der tatsächlichen oder vermeintlichen religiösen Zugehörigkeit des Opfers“ ein. Noch am selben Abend konnte die Polizei einen 16-jährigen Verdächtigen festnehmen, der seither in Polizeigewahrsam ist. Die jüdische Gemeinde von Orléans, die etwa 400 Mitglieder zählt, ist tief erschüttert. Elia…

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  • Magisches Orléans: Ein Streifzug durch Geschichte und Kultur

    Magisches Orléans: Ein Streifzug durch Geschichte und Kultur

    Orléans – eine Stadt, die durch ihre Geschichte und ihren Charme besticht. Die Geburtsstätte von Jeanne d’Arc liegt etwa 120 Kilometer südwestlich von Paris und wartet nur darauf, entdeckt zu werden. Lass uns gemeinsam durch die Straßen dieser bezaubernden Stadt schlendern und ihre Schätze entdecken. Ankunft in Orléans: Ein erster Eindruck Schon beim Verlassen des […]

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  • Drohbriefe bei Moscheen in Orléans eingegangen

    Drohbriefe bei Moscheen in Orléans eingegangen

    In der französischen Metropole Orléans haben mehrere Moscheen Mitte März bedrohliche Briefe erhalten, die die muslimische Gemeinschaft zutiefst beunruhigen.

    Wie der Sender France Bleu Orléans berichtet, bestätigten sowohl der Departementrat des muslimischen Kults im Loiret als auch die Präfektur des Loiret den Eingang dieser Schreiben. In Reaktion darauf haben die betroffenen Moscheen Anzeige erstattet.

    Die Briefe voller Beleidigungen und Drohungen, zielten auf fünf religiöse Stätten in der Region ab, darunter die Moschee in Saint-Jean-de-Braye, die bereits früher ein solches Schreiben erhalten hatte. Nun sind auch die Moscheen in Saint-Jean-de-la-Ruelle, La Chapelle-Saint-Mesmin und zwei weitere in Orléans betroffen. Mustapha Ettaouzani, der Vorsitzende des Departementrats des muslimischen Kults im Loiret, unterstrich gegenüber dem Sender France Bleu Orléans die Gleichartigkeit der Briefe: „Es ist derselbe Brief, dieselbe Methode, versandt per Post, datiert auf den 13. März.“

    Bezugnahme auf den Konflikt zwischen Israel und Hamas

    Besonders beunruhigend ist, dass die Briefe auch auf den Konflikt zwischen Israel und der Hamas Bezug nehmen. Sie scheinen mit der Absicht verfasst worden zu sein, Hass zwischen den Gemeinschaften zu schüren, insbesondere in einem Moment, in dem die muslimische Gemeinde aufgrund der dramatischen Situation in Gaza sehr sensibel reagiert. Ettaouzani verurteilte diese Handlungen scharf als islamophobe Akte, die von Hass und Verachtung getragen seien und darauf abzielten, eine Gemeinschaft aufgrund ihres Glaubens einzuschüchtern oder zu marginalisieren.

    Aufruf zu Wachsamkeit während des Ramadan

    Angesichts der Tatsache, dass sich die muslimische Gemeinschaft derzeit im heiligen Monat Ramadan befindet, in dem die Moscheen besonders gut besucht sind, hat Ettaouzani die Mitglieder der Gemeinschaft zur Wachsamkeit aufgerufen. Er betont jedoch auch die Wichtigkeit, ruhig zu bleiben und hat um Polizeischutz in den Nachtstunden für die Kultstätten gebeten. Die Präfektin des Loiret hat die Drohungen auf der Social-Media-Plattform X „mit allergrößter Entschiedenheit“ verurteilt.

    Diese bedrohlichen Briefe stellen einen beunruhigenden Versuch dar, Angst und Zwietracht innerhalb der Gemeinschaften zu säen. Die entschiedene Reaktion der Behörden und die Solidarität innerhalb der muslimischen Gemeinschaft sind jedoch ein starkes Zeichen gegen Hass und Intoleranz.

  • Coronavirus: Orleans fürchtet Ausgangssperre

    Coronavirus: Orleans fürchtet Ausgangssperre

    Die Lage in Orléans (Loiret) ist kritisch. Die Zahl der Fälle von Covid-19-Patienten nimmt seit mehreren Wochen stetig zu. In der Stadt könnte eine Ausgangssperre verhängt werden. Orléans im Département Loiret sieht sich mit möglichen einer Ausgangssperre konfrontiert. Seit einigen Wochen nimmt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen zu. Am Morgen des Donnerstags, 22. Oktober, befürchten die Bewohner, dass ihre Stadt ab 21 Uhr unter Ausgangssperre gestellt wird. Durch die Schließung am Abend verlieren die Gastronomen einen Anteil am Umsatz, der größer ist als der für das Mittagessen. Bars, die auch Nachts öffnen, sind noch stärker betroffen. In solchen Betrieben wird der größte Teil des Umsatzes nach 22.00 Uhr getätigt. Im Falle einer Ausgangssperre würden Nachtbars also komplett geschlossen werden….

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