Schlagwort: Orange

  • Das Ende der Kupferleitung: Frankreich schaltet bis 2030 vollständig auf Glasfaser um

    Das Ende der Kupferleitung: Frankreich schaltet bis 2030 vollständig auf Glasfaser um

    Das vertraute Rauschen auf der Telefonleitung, die zähe Internetverbindung am späten Nachmittag, der langsame Seitenaufbau – all das gehört für viele Französinnen und Franzosen bald der Vergangenheit an. Frankreich zieht einen klaren Schlussstrich unter die ADSL-Technologie. Spätestens 2030 soll im ganzen Land Glasfaser liegen, die alten Kupferleitungen werden abgeschaltet. Schon jetzt ist der Umbruch spürbar. Mehr als 700 Kommunen haben die ADSL-Verbindung endgültig verloren, rund 900.000 private und gewerbliche Anschlüsse waren allein Ende Januar betroffen. Für manche kam der Wechsel gerade noch rechtzeitig. In einem kleinen Kurzwarenladen im nordfranzösischen Hazebrouck ließ sich die Inhaberin Jacqueline Capelle die Glasfaser buchstäblich in letzter Minute installieren. Ein ganzer Arbeitstag, neue Anschlüsse, ein wenig Fluchen inklusive – aber das Ergebnis überzeugt. Keine Störgeräusche mehr, klare Gespräche, kaum Unterbrechungen. Läuft, wie man so sagt. Der technische Hintergrund d…

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  • „Krieg der Gangs“ – Warum Orange in Marseille die Türen schließt

    „Krieg der Gangs“ – Warum Orange in Marseille die Türen schließt

    Ein Alltag zwischen Glasfaserkabeln, Netzwerkschaltschränken und plötzlich auch Schüssen. In Marseille hat der Telekommunikationskonzern Orange seinen Standort im Viertel Saint-Mauront für zwei Wochen geschlossen. Nicht wegen technischer Probleme. Sondern wegen Angst. Die Beschäftigten fühlten sich nicht mehr sicher – und das offenbar mit gutem Grund. Es sind Worte, die man selten so klar aus Gewerkschaftsmund hört: „Wir haben das Gefühl, mitten in einem Krieg der Gangs zu arbeiten.“ Eine Aussage, die haften bleibt. Und eine Situation, die man sonst eher in Krisenregionen erwarten würde, nicht im Herzen einer französischen Großstadt. Der Standort Saint-Mauront – rund 1.000 Menschen arbeiten dort – gilt als eine Art Nervenzentrum der Telekommunikation für den Raum Marseille. Nun also: Licht aus, Türen zu. Nur das technische Personal soll noch hinein – um Wartung und Netzanschlüsse zu sichern. Alle anderen wurden gebeten, sich auf andere Standorte zu verteilen oder im Homeoffice zu bleib…

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  • Kabelklau im großen Stil – wie ein Diebesnetzwerk Westfrankreich lahmlegte

    Kabelklau im großen Stil – wie ein Diebesnetzwerk Westfrankreich lahmlegte

    Ein nächtliches Duo, zwei Kilometer Kupferkabel, ein Schaden von über 700.000 Euro – und ein Problem, das längst nicht mehr nur einzelne Regionen betrifft. Ende Juli wurde in der Nähe von Nantes ein Netzwerk mutmaßlicher Kabeldiebe zerschlagen, das mit einem perfiden, aber eingespielten Modus operandi die Telekom-Infrastruktur gleich mehrerer Gemeinden nachhaltig beschädigte. Drei Männer gingen den Behörden ins Netz. Direkt nach der Tat. Im Gepäck: Kupferkabel in rauen Mengen. Der Raubzug beginnt im Dunkeln Wie in einem schlechten Film agierte die Bande meist tief in der Nacht. Zwei Fahrzeuge – eines als Späher, das andere als Lastesel – reichten aus, um die Infrastruktur der Region großflächig zu sabotieren. Zuerst wurde ein Kabelende aufgetrennt, dann an den Wagen gehängt und über Kilometer herausgerissen. Was bleibt? Zerschnittene Leitungen, kaputte Knotenpunkte – und eine Spur aus purem Metall. Denn das Ziel war nicht Sabotage um der Sabotage willen. Es ging um bares Geld. Kupfer i…

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  • 37.000 Euro für eine Nacht: Wie ein Trip nach Marokko zum finanziellen Albtraum wurde

    37.000 Euro für eine Nacht: Wie ein Trip nach Marokko zum finanziellen Albtraum wurde

    Es gibt Urlaube, die möchte man am liebsten vergessen. Nicht wegen schlechtem Wetter, schmutzigen Hotelzimmern oder verlorenen Koffern – sondern wegen einer Handyrechnung, die einem glatt die Sprache verschlägt. So geschehen bei Dominique Lefèvre, einem Tabakladenbesitzer aus Frankreich, der für einige Tage nach Marokko reiste. Als er zurückkam, erwartete ihn nicht nur der Alltag, sondern auch eine Rechnung seines Mobilfunkanbieters Orange – über 37.000 Euro. Innerhalb einer einzigen Nacht wurde seine Rechnung alle zwei Minuten mit 250 Euro belastet. „Ich habe mein Handy nicht einmal angerührt“ Was klingt wie eine Szene aus einem überdrehten Satirefilm, ist für Dominique bittere Realität. In der Nacht zwischen drei und sechs Uhr morgens – als er angeblich schlief – wurden fortlaufend Datennutzungen registriert, die zu einer exponentiellen Kostenspirale führten. Lefèvre selbst sagt, er habe sein Handy nicht benutzt und vor der Reise sogar explizit seinen Tarif angepasst, um sich vor bös…

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  • Cyberangriff auf Orange – Wenn das Netz ins Wanken gerät

    Cyberangriff auf Orange – Wenn das Netz ins Wanken gerät

    Es sind diese kleinen, mehr oder minder langen Momente, die den digitalen Alltag in seinen Grundfesten erschüttern. Plötzlich lädt die E-Mail nicht. Die Telefonanlage streikt. Der Zugang zum Kundenportal bleibt stumm. Genau das erlebten am vergangenen Wochenende zahlreiche Geschäftskunden – und auch einige Privatnutzer – des französischen Telekommunikationsriesen Orange. Denn: Der Konzern wurde Opfer einer Cyberattacke. Ein Angriff, der nicht nur interne Systeme traf, sondern auch das Vertrauen in die digitale Sicherheit großer Infrastrukturen auf die Probe stellt. Was war passiert? Am Freitag, dem 25. Juli, wurde ein Angriff auf eines der Informationssysteme von Orange festgestellt. In einer offiziellen Mitteilung sprach das Unternehmen davon, dass „ein Teil seiner Geschäftskunden“ sowie „einige öffentliche Dienste, hauptsächlich in Frankreich“, von Störungen betroffen gewesen seien. Welche Art von Angriff konkret vorlag, bleibt bislang unklar. Fest steht: Die Folgen waren spürbar. Ei…

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  • Kupferklau legt Züge und Telekommunikation lahm

    Kupferklau legt Züge und Telekommunikation lahm

    Der Diebstahl von Kupferkabeln nimmt in Frankreich dramatische Ausmaße an. Besonders betroffen: die französische Staatsbahn SNCF und der Telekommunikationsriese Orange. In den Hauts-de-France kämpfen Polizei und Unternehmen gegen gut organisierte Banden, die auf das begehrte Metall aus sind – mit teils verheerenden Folgen für den Bahn- und Kommunikationsverkehr.

    Der wachsende Markt für gestohlenes Kupfer

    Kupferdiebstahl ist kein neues Phänomen, doch der aktuelle Preis von rund 9.000 Euro pro Tonne macht das Metall für Kriminelle besonders attraktiv. Die Folgen spüren Unternehmen wie Orange und die SNCF besonders heftig.

    Um dem Problem Herr zu werden, führten die Behörden am 18. März eine großangelegte Kontrollaktion durch. Zeitgleich wurden in Nordfrankreich und Belgien Metallhändler überprüft – in der Hoffnung, einen kriminellen Ring auszuheben oder gestohlene Kabel sicherzustellen.

    Bereits beim ersten Kontrollbesuch in einem Metallverwertungsbetrieb nahe Lille wird die Polizei fündig. Ein erfahrener Techniker von Orange erkennt auf den ersten Blick gestohlenes Material: Verkohlte Kabelreste, die nach seiner Schätzung rund 300 Kilo wiegen. Das bestätigt den Verdacht, dass hier illegal gehandelt wird.

    Bahnverkehr lahmgelegt

    Die Auswirkungen dieser Diebstähle sind enorm. Ein einziges gestohlenes Kabel kann den Zugverkehr ganzer Regionen lahmlegen.

    Das zeigt sich eindrücklich in Arras, einer Stunde südlich von Lille. Noch in der Nacht vor den Razzien wird dort ein neuer Diebstahl entdeckt. Marie-Céline Masson, Verantwortliche für SNCF Réseau in den Hauts-de-France, beschreibt das Problem drastisch: „Ein paar hundert Meter gestohlene Kabel – und schon steht der gesamte Bahnverkehr am Bahnhof Lille-Flandres still.“

    Das ist nicht nur für Bahnkunden ärgerlich. Auch Autofahrer leiden darunter: Fallen die Bahnsignale aus, schließen sich die Schranken an Bahnübergängen automatisch und bleiben unten – bis das Problem behoben ist.

    Millionenverluste und lebensgefährliche Folgen

    Für Orange ist der Schaden ebenfalls enorm. Laut Pierre Couture, Regionalleiter des Unternehmens, wurden allein 2024 bereits 2.500 Kupferdiebstähle registriert. Der finanzielle Schaden? In Millionenhöhe.

    Doch das eigentliche Problem geht über wirtschaftliche Verluste hinaus. „Wenn diese Kabel durchtrennt werden, sind viele Menschen betroffen – Unternehmen, Notfalldienste, ältere Menschen. Manche sind noch immer auf Kupferleitungen angewiesen, etwa für medizinische Notrufe“, warnt Couture. In manchen Fällen könne das sogar lebensgefährliche Konsequenzen haben.

    Hohe Strafen – aber reicht das?

    Kupferdiebstahl ist kein Kavaliersdelikt. Wer erwischt wird, muss mit bis zu fünf Jahren Gefängnis und 375.000 Euro Geldstrafe rechnen. Doch die Aussicht auf hohe Gewinne scheint viele nicht abzuschrecken.

    Die Frage bleibt: Wie können Unternehmen und Behörden diesen kriminellen Kreislauf effektiv stoppen? Die bisherigen Maßnahmen – verstärkte Kontrollen, Überwachung der Schrottplätze, härtere Strafen – zeigen nur begrenzten Erfolg. Solange Kupfer ein gefragter Rohstoff bleibt, dürfte der Kampf gegen die Diebe weitergehen.

    Autor: C. Hatty

  • Das Théâtre Antique in Orange – Ein Meisterwerk römischer Baukunst

    Das Théâtre Antique in Orange – Ein Meisterwerk römischer Baukunst

    Orange – eine kleine Stadt in Südfrankreich, die manch einer vielleicht mit Zitrusfrüchten assoziiert. Doch hier, im Herzen der Provence, verbirgt sich eines der beeindruckendsten antiken Bauwerke Europas: das Théâtre Antique. Ein Ort, der nicht nur Geschichtsliebhaber begeistert, sondern auch Kulturfans und Architekturinteressierte in seinen Bann zieht. Ein erster Blick auf das römische Juwel Sobald […]

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  • Orange-Chefin Christel Heydemann über die olympischen Herausforderungen für Orange

    Orange-Chefin Christel Heydemann über die olympischen Herausforderungen für Orange

    Die Olympischen Spiele – eine Veranstaltung, die die Welt vereint und einen nie dagewesenen logistischen und technischen Aufwand erfordert. Für Christel Heydemann, die Chefin des Telekommunikationsunternehmens Orange, ist es eine monumentale Aufgabe. Orange wird der einzige Telekommunikationsanbieter sein, der die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 in Paris abdeckt. Aber wie schafft man es, ein solches Ereignis zu meistern?

    Orange: Ein Gigant im Telekommunikationssektor

    Orange, ein französisches Telekommunikationsunternehmen, das 2023 einen Umsatz von 49 Milliarden Euro erzielte und 129.500 Mitarbeiter weltweit beschäftigt, steht vor einer historischen Herausforderung. Mit 70.000 Mitarbeitern allein in Frankreich, übernimmt Orange eine zentrale Rolle bei der Sicherstellung der Kommunikationsinfrastruktur während der Olympischen Spiele. Doch was bedeutet das konkret?

    Heydemann vergleicht die organisatorische Herausforderung der Olympischen Spiele mit „32 Weltmeisterschaften im Fußball gleichzeitig“. Dabei spricht sie nicht nur von den sportlichen Stätten, sondern auch von den technischen Standorten, den Unterkünften der Athleten, den Flughäfen und den 26.000 akkreditierten Journalisten. Diese breite Palette an Verantwortlichkeiten erfordert eine minutiöse Planung und eine exzellente Durchführung.

    Die Verantwortung von Orange bei den Olympischen Spielen

    Orange Events, eine spezialisierte Abteilung des Unternehmens, übernimmt die Hauptaufgaben während der Olympischen Spiele. Diese Abteilung hat bereits Erfahrung mit Großveranstaltungen wie der Rugby-Weltmeisterschaft, der Afrikanischen Nationenmeisterschaft, Roland-Garros und der Tour de France. Die Hauptaufgaben umfassen die Vernetzung der Sportler, die Übertragung der Ergebnisse, die Koordination der Schiedsrichter und der Medienvertreter sowie die Echtzeit-Bildübertragung.

    Aber bei den Olympischen Spielen geht es nicht nur um sportliche Stätten. Auch die technischen Standorte, die Unterkünfte der Athleten, die Flughäfen und die Arbeit der akkreditierten Journalisten müssen gewährleistet sein. Die Herausforderung ist riesig, aber Orange ist vorbereitet.

    Die Eröffnungsfeier: Ein „Everest der Telekommunikation“

    Die Eröffnungsfeier am 26. Juli auf der Seine stellt eine besondere Herausforderung dar. Hunderttausende von Zuschauern werden erwartet, die gleichzeitig Fotos und Videos in den sozialen Medien teilen wollen. Einen „Everest der Telekommunikation“ nennt Heydemann diese Herausforderung. Mit 120 Relais über sechs Kilometer hinweg, die nicht nur die Organisatoren, sondern auch die Zuschauer mit dem Telefonnetz verbinden müssen, steht Orange vor einer technologischen Herkulesaufgabe.

    Die Nutzung von 5G-Kameras zur Bildübertragung und speziellen Netzwerken zur Sicherung der Kommuniktion der Organisatoren und Medien sind nur einige der Maßnahmen, die Orange ergreifen wird. Diese Technologien werden auch bei anderen Veranstaltungen, wie den Segelwettbewerben in Marseille, zum Einsatz kommen.

    Potenzielle Risiken und die Vorbereitungen

    Natürlich gibt es immer das Risiko einer Netzüberlastung. Ein Beispiel dafür war der Empfang der Olympischen Flamme in Marseille, wo das Netzwerk für einige Stunden vollständig ausgelastet war. Doch Heydemann ist zuversichtlich, dass Orange gut vorbereitet ist. Mit einem Team von tausend Mitarbeitern, die ausschließlich für die Olympischen Spiele zuständig sind, und einem Überwachungszentrum, das in Echtzeit agieren kann, soll ein reibungsloser Ablauf gewährleistet werden.

    Heydemann betont, dass die Kommunikationsinfrastruktur bei einem solch groß angelegten Ereignis von essenzieller Bedeutung ist. Die Technologie von Orange wird sicherstellen, dass alle Beteiligten – von den Sportlern über die Organisatoren bis hin zu den Zuschauern – stets mit Telefonnetz und Internet verbunden sind.

    Wahlen und gesellschaftliche Verantwortung

    Neben den olympischen Vorbereitungen äußerte sich Heydemann auch über ihre Entscheidung, eine kürzlich veröffentlichte Erklärung zur Verteidigung des französischen Sozialmodells nicht zu unterzeichnen. Diese Erklärung, die von 73 Führungskräften der französischen Wirtschaft, darunter der Vorsitzende von Renault und der Chef von Adecco Frankreich, unterzeichnet wurde, warnte vor den Risiken einer möglichen extremistischen Regierung. Heydemann erklärt, dass sie als Unternehmensleiterin keine generellen politischen Positionen beziehen wolle, sondern sich auf konkrete Maßnahmen konzentriere. Orange arbeitet täglich eng mit lokalen Politikern zusammen, um sicherzustellen, dass die Telekommunikationsinfrastruktur den Bedürfnissen der Bürger und Unternehmen entspricht.

    Ein spannendes Jahr für Orange

    Für Orange und insbesondere für Christel Heydemann wird das Jahr 2024 eine spannende Zeit voller Herausforderungen und Chancen sein. Die Vorbereitung und Durchführung der Olympischen und Paralympischen Spiele in Paris erfordert nicht nur technisches Know-how, sondern auch eine enge Zusammenarbeit und eine klare Vision. Mit ihrem Engagement und der umfangreichen Erfahrung scheint Orange bestens gerüstet, diese gewaltige Aufgabe zu meistern und die Welt bei und mit diesem historischen Ereignis zu verbinden.

  • Kabeldiebstahl bei Orange: 6.000 Kunden ohne Mobilfunk und Internet

    Kabeldiebstahl bei Orange: 6.000 Kunden ohne Mobilfunk und Internet

    Ein Sabotageakt soll die Ursache für einen Mobilfunk- und Internetausfall beim Netzbetreiber Orange am Freitag, dem 27. Januar 2023, gewesen sein. Insgesamt waren etwa 6.000 Kunden in den Départements Aude und Ariege Opfer eines Kabeldiebstahls, der sich in der Gegend von Alet-les-Bains im Département Aude ereignet hatte.

    Es ist der Schmetterlingseffekt: kleine Ursache, große Folgen. Ein Kabeldiebstahl in der Gegend von Alet-les-Bains im Departement Aude soll zu einem „schwerwiegenden Zwischenfall“ geführt haben, wie es die Telefongesellschaft Orange nennt. Insgesamt waren am Freitag, dem 27. Januar 2023, bei etwa 6.000 Kunden der ehemaligen France Télécom die Mobilfunknetz und das Internet gestört. Der Ausfall betraf zahlreiche Gemeinden im oberen Aude-Tal um Quillan sowie im Donezan in der Umgebung von Le Puch in der Ariège.

    Die Techniker von Orange wurden sofort mobilisiert, um die notwendigen Reparaturen durchzuführen. „Der Zugang zur Baustelle erforderte einen Kilometer Fußmarsch auf Bahngleisen. Das Netz konnte am Freitag gegen dreizehn Uhr wiederhergestellt werden. Orange bedauert diese böswilligen Handlungen, die die betroffenen Kunden schädigten und auch einen erheblichen finanziellen und Image-Schaden für das Unternehmen darstellen“, teilte die Orange-Kommunikationsabteilung mit. Orange habe Anzeige erstattet.

    der Ausfall war übrigens nicht nur für Privatpersonen spürbar. Der Feuerwehr- und Rettungsdienst (Sdis) des Departements Ariège konnte seinen Funkdienst eine Zeit lang nicht nutzen. Auch bei Anrufen unter der Notrufnummer 18 kam es zu Schwierigkeiten. Glücklicherweise gab es aufgrund der vorübergehenden Störungen keine Schäden an Leib und Leben zu beklagen.

  • Der CEO von Orange, Stéphane Richard, muss nach seiner Verurteilung seinen Posten räumen

    Der CEO von Orange, Stéphane Richard, muss nach seiner Verurteilung seinen Posten räumen

    Der CEO von Orange, Stéphane Richard, der am Mittwoch in Gerichtsverfahren zwischen Bernard Tapie und dem Crédit Lyonnais verurteilt wurde, wird den Telekomanbieter spätestens bis Ende Januar verlassen, wie der Konzern bekannt gab.

    Der CEO von Orange, Stéphane Richard, der seit zehn Jahren im Amt ist, wird das Unternehmen spätestens Ende Januar verlassen, wie der Konzern am Mittwoch, dem 24. November, nach der Sitzung des Verwaltungsrats in einer Pressemitteilung bekannt gab. Diese Ankündigung folgte auf die Verurteilung Richards im Berufungsverfahren zwischen Bernard Tapie und dem Crédit Lyonnais, die nur wenige Stunden zuvor erfolgte.

    Sein Mandat an der Spitze der Gruppe sollte ursprünglich erst Mitte 2022 auslaufen. Sein Ausscheiden „wird ab der Einführung einer neuen Unternehmensführung und spätestens bis zum 31. Januar 2022 wirksam“, erklärte das Unternehmen und fügte hinzu, dass Stéphane Richard seine Aufgaben bis zu seinem Ausscheiden weiterhin wahrnehmen werde.

    Er hatte zwar den „persönlichen Wunsch“ geäußert, nach seiner dritten Amtszeit Präsident des Konzerns zu bleiben und nur die Funktion des Generaldirektors aufzugeben, doch seine ehrgeizige Karriere wurde durch seine Verurteilung durch das Pariser Berufungsgericht zu einem Jahr Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe von 50.000 Euro beendet.

    2018 hatte Wirtschaftsminister Bruno Le Maire gewarnt, dass Stéphane Richard im Falle einer Verurteilung sein Mandat abgeben müsse. Der größte Anteilseigner des französischen Telekomriesen ist mit mehr als 20% der Aktien der Staat.

    „Für alle öffentlichen Unternehmen, die meiner Verantwortung als Wirtschaftsminister unterliegen, müssen die Spielregeln klar sein: Wenn es zu einer Verurteilung der Führungskraft kommt, muss diese sofort gehen“, hatte Bruno Le Maire erklärt.

    Lesen Sie dazu auch: Schiedsgerichtsfall: Erster Verhandlungstag und Tapie’s erstes “face off”.

    Mitschuld an der Veruntreuung von Staatseigentum
    Nach einem allgemeinen Freispruch im Juli 2019 entschied das Berufungsgericht am Mittwoch, dass das Schiedsverfahren, das Bernard Tapie 403 Millionen Euro zugesprochen hatte und inzwischen zivilrechtlich aufgehoben wurde, sehr wohl „betrügerisch“ war, da es im Sinne des Geschäftsmannes beeinflusst war.

    Der 60-jährige Stéphane Richard, der damals Kabinettschef von Wirtschaftsministerin Christine Lagarde war, wurde der Beihilfe zur Veruntreuung von Staatseigentum für schuldig befunden.

    „Die Anschuldigungen der Beihilfe zur Veruntreuung öffentlicher Gelder entbehren jeglicher Grundlage und stützen sich auf keinerlei Beweise. Ich weise sie vollständig zurück und werde Kassationsbeschwerde einlegen“, kündigte Richard an.

    Stéphane Richard, Absolvent der HEC und der ENA, trat im September 2009 in den Orange-Konzern ein. Im Juni 2010 wurde er zum Generaldirektor und im Februar 2011 schließlich zum CEO ernannt.

    Die Orange-Gruppe, die weltweit in 26 Ländern vertreten ist, beschäftigt mehr als 140.000 Mitarbeiter, davon mehr als 80.000 in Frankreich, und erzielte im Jahr 2020 einen Umsatz von 42,27 Milliarden Euro.