Schlagwort: Online-Betrug

  • Wenn persönliche Daten zur Waffe werden

    Wenn persönliche Daten zur Waffe werden

    Ein harmloser Klick auf eine angebliche Paketbenachrichtigung, eine täuschend echte Nachricht der Hausbank oder ein Anruf mit offizieller Nummer auf dem Display – digitale Betrugsmaschen haben längst eine neue Qualität erreicht. Früher verschickten Kriminelle plumpe Massenmails voller Rechtschreibfehler. Heute arbeiten sie präzise, professionell und erschreckend persönlich. Der Rohstoff dafür liegt überall im Netz verstreut: Namen, Telefonnummern, Adressen, Einkaufsgewohnheiten, Fahrzeugdaten oder Teile von Bankinformationen. Hinzu kommen Fotos aus sozialen Netzwerken, Standortdaten und digitale Spuren aus dem Alltag. Manche Informationen stammen aus legalen Datensammlungen großer Unternehmen, andere aus gehackten Datenbanken. Zusammen ergeben sie ein detailliertes Profil – ein perfektes Werkzeug für Betrüger. Die Methoden wirken deshalb so überzeugend, weil Kriminelle inzwischen mehrere Datenquellen miteinander kombinieren. Wer am Telefon die eigene Adresse hört oder den Namen der ric…

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  • EILMELDUNG: Betrügerische SMS im Namen von Emmanuel Macron – der Élysée-Palast warnt

    EILMELDUNG: Betrügerische SMS im Namen von Emmanuel Macron – der Élysée-Palast warnt

    Ein neuer Phishing-Betrug sorgt in Frankreich für Aufsehen. Kriminelle verschicken SMS, die angeblich von Präsident Emmanuel Macron stammen, um an persönliche Daten und Bankinformationen zu gelangen. Ein täuschend echter Betrugsversuch „Schicken Sie mir jetzt eine Nachricht über die Signal-App. Meine Signal-Nummer ist +33 7… Danke. Emmanuel Macron.“ – Wer solch eine Nachricht auf seinem Handy erhält, sollte auf keinen Fall darauf reagieren. Der Absender ist keineswegs der französische Staatschef, sondern ein Betrüger. Der Élysée-Palast hat am Freitag, dem 14. März, eine Warnung über die Plattform X (ehemals Twitter) veröffentlicht und sogar eine Screenshot-Aufnahme der gefälschten SMS geteilt. Die Botschaft ist eindeutig: Vorsicht vor dieser Falle!

    Präsidentschaftskanzlei warnt vor Phishing-Welle In der offiziellen Mitteilung heißt es: „Haben Sie bereits eine solche Nachricht erhalten? Dann handelt es sich um Phishing, einen Bet…

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  • Der falsche Brad Pitt: Wie eine Frau um mehr als 800.000 Euro betrogen wurde

    Der falsche Brad Pitt: Wie eine Frau um mehr als 800.000 Euro betrogen wurde

    Ein berühmtes Gesicht, ein romantisches Versprechen – und am Ende ein finanzielles Desaster. Die Geschichte von Anne, einer Französin, die einem Betrüger zum Opfer fiel, ging weltweit durch die Medien. Ihr Schicksal ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie geschickt Online-Betrüger vorgehen, um ihre Opfer zu manipulieren. Doch wie konnte es dazu kommen, dass eine Frau mehr als 800.000 Euro an einen vermeintlichen Hollywood-Star überwies? Der Beginn einer verhängnisvollen Verbindung Alles begann harmlos. Anne, eine Frau Mitte fünfzig, lernte über soziale Netzwerke einen Mann kennen, der vorgab, Brad Pitt zu sein – den Brad Pitt. Durch geschickte Kommunikation und perfekt inszenierte Fotomontagen, die den echten Schauspieler in alltägliche Situationen zeigten, wurde Anne in einen emotionalen Bann gezogen. Wer würde nicht zumindest neugierig werden, wenn einer der größten Stars Hollywoods plötzlich persönliche Nachrichten schickt? Der Betrüger nutzte modernste Technologien, darunter au…

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  • Online-Betrug: 1.700 Menschen Opfer einer groß angelegten Internet-Abzocke

    Online-Betrug: 1.700 Menschen Opfer einer groß angelegten Internet-Abzocke

    1.700 Menschen sind einer umfassenden Online-Betrugsmasche zum Opfer gefallen. Nach einer inszenierten Cyberattacke wurden sie von Betrügern hereingelegt, die aus Tunesien operierten. Schauen wir uns das genauer an.

    Sophie, 82 Jahre alt, ist eine der Betroffenen dieser groß angelegten Betrugsmasche. Ihre Geschichte beginnt mit einer simplen E-Mail. „Ich habe darauf geklickt, obwohl ich das normalerweise nie tue“, erzählt sie. Nachdem sie auf den Link im E-Mail-Text geklickt hatte, blockierte ihr Computer plötzlich. Eine Meldung erschien und behauptete, ihre Daten seien kurz davor, gehackt zu werden. Ein angeblicher Supportnummer tauchte auf dem Bildschirm auf. Verängstigt rief sie die Nummer an und geriet an einen vermeintlichen Techniker. Dieser war in Wirklichkeit ein Betrüger aus Tunesien, der die Kontrolle über ihren Computer übernahm. Er „reparierte“ das System, das in Wahrheit gar nicht beschädigt war.

    Ein Abonnement für 131 Euro pro Jahr

    Die vermeintliche Reparatur war kostenlos, was Sophie zunächst beruhigte. Doch dann bot der Betrüger ihr ein Abonnement für einen angeblichen Schutzdienst an, um zukünftige Angriffe zu verhindern. Noch immer unter Schock von der vorherigen Erfahrung, stimmte Sophie zu und schloss ein Jahresabonnement für 131 Euro ab. Der angebotene Schutz war jedoch völlig nutzlos – ein reiner Schwindel.

    Sophie ist nicht die einzige, die in die Falle tappte. Die Liste der Betroffenen ist lang. Dieser außergewöhnliche Betrugsfall umfasst Hunderte von Opfern – insgesamt 1.700 Personen. Die Geschädigten sind skeptisch, ob sie ihr Geld jemals zurückbekommen werden.

    Das Phänomen des Online-Betrugs ist nicht neu, aber die Raffinesse, mit der diese Masche durchgeführt wurde, ist beeindruckend – und erschreckend zugleich. Die Betrüger nutzten die Angst und Unsicherheit ihrer Opfer aus und handelten dabei sehr geschickt. Was kann man also tun, um sich vor solchen Machenschaften zu schützen?

    Erstens: Misstrauen ist der beste Freund. Klicken Sie nicht leichtfertig auf Links in E-Mails, die von unbekannten Absendern kommen. Wenn eine Nachricht verdächtig erscheint, löschen Sie sie sofort.

    Zweitens: Geben Sie niemals persönliche Daten oder Zugangsdaten preis, wenn Sie sich nicht sicher sind, wer der Empfänger ist. Seriöse Unternehmen werden niemals nach solchen Informationen per E-Mail oder Telefon fragen.

    Was tun, wenn man betroffen ist?

    Falls Sie doch Opfer eines Betrugs geworden sind, handeln Sie schnell. Informieren Sie sofort Ihre Bank und lassen Sie alle Online-Zugänge zu Ihren Konten sperren. Melden Sie den Vorfall der Polizei und erstatten Sie Anzeige. Je früher die Behörden informiert sind, desto größer sind die Chancen, die Betrüger zu fassen.

    Haben Sie vielleicht ältere Angehörige, die nicht so internetaffin sind? Sprechen Sie mit ihnen über die Risiken und klären Sie sie auf. Gerade ältere Menschen sind oft Ziel solcher Machenschaften, weil sie weniger technikversiert sind.

    Kann man solche Betrugsmaschen komplett vermeiden?

    Es gibt keine hundertprozentige Sicherheit, aber man kann das Risiko minimieren. Nutzen Sie aktuelle Antivirenprogramme und halten Sie Ihr Betriebssystem immer auf dem neuesten Stand. Achten Sie auf ungewöhnliche Aktivitäten auf Ihren Konten und seien Sie wachsam.

    Die Tatsache, dass 1.700 Menschen Opfer dieses Betrugs wurden, zeigt, wie wichtig es ist, aufmerksam zu sein und sich zu schützen. Das Internet bietet viele Vorteile, aber auch Gefahren. Mit einem gesunden Maß an Misstrauen und der richtigen Vorsicht kann man sich vor vielen Bedrohungen schützen.

    Fazit: Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser. Bleiben Sie wachsam und informieren Sie sich regelmäßig über aktuelle Betrugsmaschen. So können Sie und Ihre Liebsten sicher im Netz unterwegs sein.

  • Falsche chinesische Shops: So wurden 170.000 Franzosen betrogen

    Falsche chinesische Shops: So wurden 170.000 Franzosen betrogen

    Eine kriminelle Organisation aus China hat zehntausende gefälschte Online-Shops erstellt und so Kunden weltweit in die Falle gelockt. Schätzungsweise 170.000 Franzosen sind auf diesen Trick hereingefallen.

    Wochenlanges Warten – vergeblich

    Wie Charlotte haben viele Franzosen auf ihre Bestellungen gewartet – und vergeblich. Diese Kunden bestellten Waren auf scheinbar legitimen chinesischen Online-Shops und erhielten ihre Käufe nie. Charlotte, eine Rentnerin, erzählte auf dem Sender TF1, dass sie einen Kaschmir-Pullover für 72 Euro bestellt hatte, ein Schnäppchen im Vergleich zu den üblichen 90 Euro. Doch nach wochenlangem Warten wurde ihr klar, dass die Ware nicht ankommen würde. „Ich habe versucht, den Händler zu kontaktieren – ohne Erfolg. Adresse nicht auffindbar… Da wusste ich, ich wurde betrogen.“

    Eine gut geölte Betrugsmaschinerie

    Charlotte ist nur eine von vielen Opfern einer chinesischen Betrügerbande, die in den letzten Monaten zahlreiche gefälschte Online-Shops erstellt hat. Diese Masche wurde am 8. Mai von unseren Kollegen von der Zeitung Le Monde in Zusammenarbeit mit der deutschen Zeitung Die Zeit und dem britischen Guardian aufgedeckt. Insgesamt sollen rund 800.000 Bestellungen über diese betrügerischen Seiten abgewickelt worden sein, davon 170.000 in Frankreich. Damit ist Frankreich das am stärksten betroffene Land.

    Ein immenser finanzieller Schaden

    Der Schaden beläuft sich auf mehrere Dutzend Millionen Euro. Die Betrüger nutzen Kataloge bereits existierender Produkte – hauptsächlich Kleidung und Schuhe – um ihre falschen Angebote zu erstellen. Französische Hersteller sind angesichts dieses Phänomens ratlos. Michel Rouah, Geschäftsführer von Artoyz, einem französischen Anbieter von Sammlerfiguren und Spielzeug, äußerte sich frustriert: „Es dauert drei bis vier Monate, um einen gefälschten Shop schließen zu lassen, während die Betrüger in einer Stunde einen neuen erstellen können.“

    Die unglaubliche Anzahl an Fake-Shops

    Bisher wurden 75.000 gefälschte Webseiten identifiziert, von denen 22.500 noch immer online sind. Diese enorme Zahl macht es den Behörden schwer, effektiv gegen die Betrüger vorzugehen. Jeder geschlossene Shop wird schnell durch einen neuen ersetzt, was den Kampf gegen diese Machenschaften zu einem endlosen Katz-und-Maus-Spiel macht.

    Was kann man tun?

    Die Opfer haben oft wenig oder gar keine Chancen, ihr Geld zurückzubekommen. Dennoch gibt es einige Maßnahmen, die man ergreifen kann, um nicht selbst Opfer solcher Betrügereien zu werden:

    1. Überprüfen Sie die Website: Suchen Sie nach Bewertungen und prüfen Sie, ob die URL verdächtig aussieht.
    2. Kontaktinformationen: Eine seriöse Seite bietet klare Kontaktinformationen und Kundenservice.
    3. Zahlungsmethoden: Bevorzugen Sie sichere Zahlungsmethoden wie Kreditkarten, die im Betrugsfall eine Rückbuchung ermöglichen.
    4. Misstrauen bei extremen Schnäppchen: Wenn ein Angebot zu gut erscheint, um wahr zu sein, ist es das wahrscheinlich auch.

    Fazit

    Die große Zahl der betroffenen Franzosen zeigt, wie geschickt die Betrüger vorgehen. Es ist wichtig, wachsam zu sein und verdächtige Websites zu melden, um andere zu warnen und die Verbreitung solcher betrügerischen Shops einzudämmen. Der Kampf gegen diese Art der Kriminalität bleibt schwierig, aber durch gemeinsames Handeln können Verbraucher und Behörden dazu beitragen, die Aktivitäten der Betrüger zu erschweren.

  • Vorsicht vor Online-Betrug bei Steuererklärung 2024

    Vorsicht vor Online-Betrug bei Steuererklärung 2024

    Cyberkriminelle nutzen die Steuererklärung als Bühne für Betrugsversuche. Die offizielle Webseite der Steuerbehörde wird von Betrügern imitiert, und das französische Finanzministerium warnt ausdrücklich vor betrügerischen Machenschaften während der Online-Steuererklärungsperiode.

    2024 bringt eine bedeutende Neuerung: Erstmals können die Steuerpflichtigen ihre Einkommensteuererklärung über die mobile App impots.gouv einreichen. Dies gilt allerdings nur für die einfacheren Fälle. Die französische Finanzverwaltung (DGFIP) verspricht mit diesem neuen Dienst ein vereinfachtes und intuitives Vorgehen in vier Schritten: persönliche Situation, Einkommen, Abzüge und Zusammenfassung. Durch die App kann man sogar abhängige Personen hinzufügen oder Einkommen und Abzüge wie Alimente, Gewerkschaftsbeiträge oder Hilfe für Pflegebedürftige anpassen.

    Doch Vorsicht ist geboten! – Über Smartphones und E-Mails gelangen Viren und Betrugsversuche zu den Nutzern. Die französische Regierung mahnt daher schon jetzt zur Vorsicht, denn die Zahl der Phishing-Versuche nimmt zu. Es gab mehrere Meldungen von Betrugsversuchen, bei denen die Opfer unter dem Vorwand fiktiver Steuerdelikte aufgefordert wurden, hohe Geldbeträge zu überweisen, um Strafgebühren oder strafrechtliche Sanktionen zu vermeiden.

    Betrüger, die ein „Rückerstattungsformular“ verschicken, kopieren die Webseite impots.gouv.fr, um an die Anmeldedaten der Steuerpflichtigen zu kommen. Wichtig zu wissen ist, dass die Finanzverwaltung niemals eine SMS bei Zahlungsausständen verschickt. Allgemein gilt: Klicken Sie nicht auf Links in einer SMS, die Sie auffordern, eine Rechnung, ein Bußgeld oder Steuern zu bezahlen.

    Warum also gerade in dieser digitalen Ära nicht ein paar zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen treffen, um sich selbst zu schützen? Welche bessere Strategie gibt es, als informiert und wachsam zu bleiben?

  • „Gewinnen Sie ein Jahr lang kostenlose SNCF-Tickets“ –  Vorsicht vor Betrug in sozialen Netzwerken

    „Gewinnen Sie ein Jahr lang kostenlose SNCF-Tickets“ – Vorsicht vor Betrug in sozialen Netzwerken

    Die französische Bahngesellschaft SNCF veröffentlichte eine Nachricht, in der sie die Nutzer vor einem Betrug warnte, der in den letzten Wochen im Internet kursiert. Betrüger gaukelten Internetnutzern die Möglichkeit vor, ein Jahr lang kostenlose Zugreisen zu gewinnen.

    Es ist ein neuer Betrug, der im Internet kursiert. Diesmal richtet er sich gegen Kunden der SNCF. Die französische Bahngesellschaft teilte vor einigen Tagen mit, dass einige Kunden bereits Opfer eines falschen Gewinnspiel geworden sind, das anlässlich der Weihnachtsfeiertage über soziale Netzwerke verbreitet wird.

    „Ein gefälschtes Gewinnspiel mit dem Titel ‚Joyeux voyage et meilleurs vœux‘ (Fröhliche Reise und beste Wünsche) kursiert derzeit in verschiedenen sozialen Medien. Es handelt sich um einen Betrug“, erklärte die SNCF in einem Post auf X (früher Twitter). Die Betrüger versprechen „1.000 Glücklichen“, ein Jahr lang kostenlose Fahrten mit den Zügen der SNCF gewinnen zu können. Um einen vermeintlichen Gewinn zu erhalten, muss der Internetnutzer einen Link auf Whatsapp teilen. Eine Manipulation, die es den Betrügern ermöglicht, auf die persönlichen Daten der betroffenen Person zuzugreifen.

  • „Ich glaube, du kennst ihn“: Betrug mit vorgetäuschten Todesfällen auf Facebook…

    „Ich glaube, du kennst ihn“: Betrug mit vorgetäuschten Todesfällen auf Facebook…

    In letzter Zeit entwickelt sich im sozialen Netzwerk Facebook eine neue Betrugsmasche. Betrüger ködern die Opfer mit gefälschten Todesanzeigen.

    Die Vorgehensweise dieses neuen Betrugs ist grausam einfach: Die Opfer werden durch einen Facebook-Post in die Falle gelockt, in dem ein kurzer Text unter einem Schockfoto steht: „Schau mal, wer bei einem Unfall gestorben ist, ich glaube, du kennst ihn, es tut mir leid…“. Diese wenigen Worte werden von einem URL-Link begleitet, den man auf keinen Fall anklicken sollte.

    Der Link führt das Betrugsopfer direkt auf ein Portal, das dann die Eingabe einer Facebook-ID sowie des dazugehörigen Passworts verlangt, wie der Sender TF1Info jetzt veröffentlichte. Wenn ein Opfer in die Falle tappt, schöpfen die Kriminellen, die sich hinter diesem Betrug mit dem vorgetäuschten Todesfall verbergen, sofort zahlreiche persönliche Informationen ab. „Die Hacker werden die Daten, die Sie in die Felder ‚Login‘ und ‚Password‘ eingeben, nutzen, um sich an Ihrer Stelle bei Facebook anzumelden“, sagt Aline Barthélémy, Beraterin für Cybersicherheit bei der Firma Enova consulting, auf dem Sender TF1Info.

    Mit all diesen Verbindungsdaten in der Tasche schreiten die Hacker dann zur Tat. Sie nutzen die sozialen Netzwerke ihrer Opfer und schicken private Nachrichten an deren Angehörige, in denen sie um Geld bitten. Durch diesen Identitätsdiebstahl können sie große Summen von Personen erlangen, die glauben, dass es sich um einen Verwandten oder Freund handelt.

    Die Hacker haben darüber hinaus eine zweite Möglichkeit entwickelt, ihre Opfer mit diesem URL-Link zu betrügen. Der Link kann einen Virus enthalten, mit dem man Kartendaten vom Computer des arglosen Nutzers abrufen kann. Damit können die Betrüger dann ohne Probleme Online-Einkäufe tätigen. „Es ist in diesem Fall unbedingt notwendig, das Passwort zu ändern, das man für sein Facebook-Konto verwendet. Wenn Sie dieses Passwort für mehrere Konten verwenden, müssen Sie auch alle anderen Konten ändern“, erklärt die Expertin. Und natürlich sollte man die betroffene Bankkarte so schnell wie möglich sperren lassen.

  • Gefälschte Polizei-E-Mail beschuldigt Empfänger der Kinderpornografie: 6 Selbstmorde und Millionen-Schaden

    Gefälschte Polizei-E-Mail beschuldigt Empfänger der Kinderpornografie: 6 Selbstmorde und Millionen-Schaden

    Viele Internet-Nutzer haben kürzlich eine E-Mail erhalten, die angeblich von der Polizei, Europol oder der französischen Justiz stammt und in der der Empfänger zu einem Fall von Kinderpornografie vorgeladen wird. Dieser Betrug hat mindestens 3,5 Millionen Euro Schaden verursacht und zu 6 Selbstmorden geführt. Eine Razzia führte jetzt zur Festnahme von neunzehn Personen in ganz Frankreich.

    In einem groß angelegten Schlag haben Polizei und Gendarmerie am Montag in Frankreich und Belgien insgesamt 19 Personen festgenommen, die des Betrugs mit falschen Gerichtsvorladungen verdächtigt werden, wobei ein Schaden von mindestens 3,5 Millionen Euro entstanden sein soll. Achtzehn Personen wurden in der Ile-de-France, in Nantes, Le Mans, Toulouse, Sens (Yonne), Orléans und Nizza festgenommen, eine Person in Belgien, wie die Gendarmerie und die Polizei in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt gaben. Fünfzehn von ihnen werden sich vor Gericht wegen Betrugs und Geldwäsche in organisierter Form zu verantworten, wie die Pariser Staatsanwaltschaft mitteilte.

    Bei dem Betrug mit falschen Gerichtsvorladungen werden im Namen der Gendarmerie oder der Polizei, von Richtern oder Institutionen wie Europol E-Mails an zufällig ausgesuchte Personen geschickt, in denen diese insbesondere der Kinderpornografie durch den Besuch illegaler Internetseiten beschuldigt werden. Den Opfern drohe eine strafrechtliche Verfolgung, es sei denn, sie zahlen eine „Geldstrafe“. Die Ermittler stellten fest, dass das ergaunerte Geld zum Teil in Frankreich ausgegeben, aber grösstenteils an die Elfenbeinküste und andere afrikanische Länder geschickt wurde.

    Anfang 2021 überschwemmten diese Betrugs-Mails Frankreich und veranlasste die auf Internetkriminalität spezialisierte Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft, Ermittlungen einzuleiten. Mit den Ermittlungen wurden die Polizisten der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (OCLCTIC), die Gendarmen der Forschungsabteilung (SR) von Versailles, die Gendarmen der ComCybergend und die Forschungsbrigade von Nizza mit Unterstützung der Europäischen Kriminalpolizeiagentur Europol betraut.

    Im Juni 2022 wurden 150.000 E-Mails, die mit diesem Betrug in Zusammenhang standen, gezählt. Ein Jahr später wird der dadurch entstandene Schaden mindestens auf 3,5 Millionen Euro geschätzt. Fast 400 Personen haben Klage eingereicht. Die von den Opfern gezahlten Summen reichen von weniger als 5.000 Euro bis zu 150.000 oder sogar 200.000 Euro. Ausserdem haben sich sechs Personen in Zusammenhang mit diesem Betrug das Leben genommen.

    „Eines der Opfer war einer doppelten Erpressung ausgesetzt. Nach einer ersten Zahlung in Höhe von 5.978 Euro forderten die Täter ihn auf, erneut 7.480 Euro zu zahlen. Da er sich hilflos und in die Falle gelockt fühlte, nahm er sich das Leben“, berichteten die Polizei und die Gendarmerie.

    Zunächst gingen die Ermittler davon aus, dass der Betrug von einer zentralen Struktur gesteuert wird. Tatsächlich aber stellte sich heraus, dass es sich um mehrere kleine Teams handelte, etwa zehn, die wohl keine Verbindung untereinander hatten.

    Die Verdächtigen sind zwischen 20 und 50 Jahre alt, während das Durchschnittsalter ihrer Opfer bei etwa 60 Jahren liegt.

  • Achtung: Gefälschte E-Mails mit dem Absender Lidl und UFC-Que Choisir wollen Bankdaten ausforschen

    Achtung: Gefälschte E-Mails mit dem Absender Lidl und UFC-Que Choisir wollen Bankdaten ausforschen

    Eine neue E-Mail-Betrugsmasche, die das Logo von Lidl und der größten französischen Verbraucherorganisation UFC-Que Choisir benutzt, bietet dem Empfängern an, eine Küchenmaschine zu gewinnen, wenn Sie dafür ihre Bankdaten angeben.

    Werbeangebote in E-Mail-Postfächern sind an der Tagesordnung, aber Vorsicht vor Betrügereien. Der neueste Fall betrifft die Discounterkette Lidl. Mit steigender Inflation wird Lidl unter den Kunden immer beliebter, und das nutzen Betrüger aus.

    In ihrer E-Mail haben die Betrüger das Logo und die Farben des Discounters perfekt reproduziert, um die Empfänger glauben zu machen, dass sie ausgewählt wurden, um eine brandneue „Monsieur Cuisine Connect“ zu gewinnen, ein Produkt, das tatsächlich von Lidl verkauft wird. Um noch seriöser zu erscheinen, befindet sich auch das Logo der Verbraucherorganisation UFC-Que Choisir auf der E-Mail. Das Angebot ist verlockend: Einfach eine Umfrage zur Zufriedenheit mit Lidl ausfüllen und am Ende nur noch Namen, Vornamen, die Lieferadresse usw. angeben – und die Bankdaten.

    Screenshot der Phishing-E-Mail

    Aber leider ist das eine Falle: Die Betrogenen erhalten nicht etwa den gewünschten Küchenroboter, sondern erleben vielmehr eine Abbuchung von ihrem Konto. Diese Art des Phishings ist sehr verbreitet. Laut dem nationalen Statistikinstitut INSEE sind die Franzosen von solchen Aktionen stark betroffen: 15 % der Franzosen wurden schon einmal Opfer eines Kreditkartenbetrugs, auf europäischer Ebene sind es „nur“ 9 %.

    Der beste Schutz vor solchen Risiken ist und bleibt: Niemals Kreditkarten- oder Bankdaten auf nicht hundertprozentig identifizierten und gesicherten Webseiten anzugeben!

    Die nationale Kommission für Informatik und Freiheit (CNIL) hat eine Liste mit Empfehlungen zusammengestellt. Die Kommission fordert ausserdem dazu auf, Betrügereien auf ihrer Website zu melden, verdächtige Nachrichten sofort zu löschen und unter der Nummer 0 805 805 817 zu melden.