Schlagwort: Olympische Spiele Paris 2024

  • Gericht verurteilt Identitäre: Rassistische Banneraktion gegen Aya Nakamura endet vor Strafgericht

    Gericht verurteilt Identitäre: Rassistische Banneraktion gegen Aya Nakamura endet vor Strafgericht

    Ein Banner, ein Satz, ein Angriff – und ein Prozess, der Frankreichs Debatte über Meinungsfreiheit und Rassismus neu befeuert. Zehn Mitglieder der identitären Gruppierung Les Natifs wurden vom tribunal correctionnel de Paris schuldig gesprochen. Ihr Vergehen: eine öffentlich zur Schau gestellte Beleidigung mit rassistischem Unterton gegen die französisch-malische Sängerin Aya Nakamura. Drei weitere Mitangeklagte wurden freigesprochen.

    Was war geschehen? Am 9. März 2024 erfolgte die Ankündigung, dass Aya Nakamura bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele auftreten würde. Noch am selben Tag reagierte die rechtsextreme Gruppierung Les Natifs mit einer gezielten Provokation.Auf der Île Saint-Louis hissten sie ein Banner mit den Worten: „Y a pas moyen Aya, ici c’est Paris, pas le marché de Bamako.“ (Keine Chance, Aya, hier ist Paris, nicht der Markt von Bamako) Eine Anspielung auf Nakamuras Welthit Djadja – kombiniert mit der gezielten Herabsetzung ihrer Herkunft aus Mali.Beglei…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Paris taucht ab – Die Seine als Sommerparadies

    Paris taucht ab – Die Seine als Sommerparadies

    Paris schwitzt. Doch in diesem Sommer 2025 wartet die Stadt mit einer erfrischenden Sensation auf: Zum ersten Mal seit über einem Jahrhundert dürfen Menschen wieder ganz offiziell in der Seine baden. Drei neue Schwimmzonen – der Bras Marie, der Bras de Grenelle und der Quai de Bercy – laden bis zum 31. August zum kostenlosen Sprung ins kühle Nass ein. Vom Olympia-Traum zum Stadtabenteuer Was wie ein spontaner Sommergag klingt, ist das Ergebnis eines zehnjährigen Kraftakts. 2015, lange bevor die ersten Zuschauerplätze für die Olympischen Spiele 2024 errichtet wurden, startete der „Plan Baignade“. Ziel: den Pariser Fluss so zu reinigen, dass er als Wettkampfstätte für Freiwasserschwimmer taugt – und danach den Einwohnern dauerhaft zur Verfügung steht. 1,4 Milliarden Euro flossen in dieses Mammutprojekt. Herzstück ist das Speicherbecken von Austerlitz, das seit Mai 2024 einspringt, wenn der Himmel seine Schleusen öffnet. Statt Regenwasser mitsamt Abwasser in den Fluss zu spülen, hält der …

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Nach 100 Jahren wieder baden in der Seine: Paris macht den Traum wahr

    Nach 100 Jahren wieder baden in der Seine: Paris macht den Traum wahr

    Ein Jahrhundert ist vergangen, seit Pariserinnen und Pariser zuletzt legal in der Seine baden durften – doch ab dem 5. Juli 2025 wird dieser Traum Realität. Drei eigens eingerichtete Badestellen laden dann im Herzen der französischen Hauptstadt zum Schwimmen ein. Kostenfrei und mitten im Sommer – ein echtes Highlight für Einheimische und Touristen.

    Eine Vision wird wahr – mit langem Atem und viel Geld

    Schon 1923 war Schluss mit dem Badevergnügen in der Seine. Damals zwangen Gesundheits- und Sicherheitsbedenken die Behörden zum Verbot. Seither war die Rückkehr zur urbanen Bademöglichkeit nicht nur eine wiederkehrende politische Floskel, sondern auch ein Versprechen mit Nostalgie-Faktor.

    Nun hat Paris dieses Versprechen eingelöst – mit einem Investitionsprogramm, das sich gewaschen hat: 1,4 Milliarden Euro flossen in die Sanierung und Modernisierung der städtischen Abwasserinfrastruktur. Der wichtigste Meilenstein? Der Bau des gigantischen Austerlitz-Speicherbeckens, das bei Starkregen Millionen Liter verschmutztes Wasser zurückhält und so verhindert, dass es ungefiltert in die Seine gelangt.

    So wurde ein ehrgeiziges Ziel der Olympischen Spiele 2024 in ein dauerhaftes Geschenk an die Menschen in Paris verwandelt.

    Drei Badestellen – für jede Stimmung etwas dabei

    Wer künftig in Paris ins kühle Nass springen will, hat die Wahl zwischen drei charmant ausgestatteten Locations:

    Bras Marie liegt zentral auf Höhe des Marais und verspricht Badevergnügen direkt im Herzen der Stadt. Ein 70 x 20 Meter großes Becken, einladende Pontons, Schließfächer, Außenduschen – und natürlich ein Erste-Hilfe-Posten. Maximal 150 Personen können hier gleichzeitig eintauchen.

    Quai de Bercy, im 12. Arrondissement, ist das größte der drei Areale. Zwei Becken, das eine 35 x 12,5 Meter, das andere stolze 67 x 11 Meter groß, bieten reichlich Platz – bis zu 700 Besucher gleichzeitig! Dazu gibt’s alles, was das Badeherz begehrt: Umkleiden, Toiletten, Duschen, Sicherheitsstation.

    Bras de Grenelle schließlich besticht durch seine Lage gegenüber der Île aux Cygnes. Das 60 x 20 Meter große Becken und eine einladende Uferpromenade mit Liegeflächen machen es zum perfekten Ort für entspannte Sommertage. Besonders reizvoll: eine kleine Wassersportstation, an der man sich kostenlos im Kajakfahren versuchen kann. Kapazität: 200 Personen.

    Sicherheit geht vor – aber mit Stil

    Was wäre ein urbanes Badevergnügen ohne ein durchdachtes Sicherheitskonzept? Ein dreistufiges Flaggensystem zeigt in Echtzeit die Wasserqualität und ob das Schwimmen aktuell erlaubt ist. Grün: alles bestens. Gelb: Vorsicht. Rot: Baden verboten. Und bei starkem Regen oder riskanten Strömungen bleibt die Seine lieber leer.

    So ist garantiert, dass der Sprung in die Seine nicht nur erfrischend, sondern auch sicher ist – selbst wenn das Pariser Wetter mal wieder Kapriolen schlägt.

    Ein Sieg für Mensch und Umwelt

    Diese Rückkehr zum Baden ist mehr als ein Freizeitspaß – sie ist ein kultureller und ökologischer Befreiungsschlag. Paris zeigt damit, dass Großstädte ihren natürlichen Raum zurückerobern und ihre Gewässer nicht länger als Abwasserkanäle betrachten müssen.

    Andere Städte wie Kopenhagen oder Zürich haben es vorgemacht – Paris zieht nun nach. Und dabei ist es nicht nur Symbolpolitik: Die Rückgabe der Seine an die Menschen ist eine Einladung zur Lebensfreude, ein Bekenntnis zur Nachhaltigkeit – und nicht zuletzt ein Stück verlorene Geschichte, das neu geschrieben wird.

    Also: Badehose einpacken, Paris ruft!

    Ob man auf dem Pont Neuf flaniert oder an der Bastille einen Kaffee schlürft – ein Sprung in die Seine ist ab Sommer 2025 so einfach wie ein Baguette zu kaufen. Wer hätte das gedacht?

    Von C. Hatty