Schlagwort: Olivenhain

  • Vandalismus in der Normandie: 722 Olivenbäume brutal zerstört

    Vandalismus in der Normandie: 722 Olivenbäume brutal zerstört

    Ein Schockmoment im Herzen der Normandie.Als Marissa und Nicolas Bousselaire am 19. August aus dem Urlaub zurückkehrten, erwartete sie ein Bild der Verwüstung: 722 junge Olivenbäume, fünf Monate zuvor mit Liebe gepflanzt, lagen ausgerissen am Boden. Ein gezielter Angriff, kein blinder Streich.Denn die Täter gingen mit einer beinahe unheimlichen Akribie vor: Jeder einzelne Baum wurde aus der Erde gerissen, die Wurzeln der Sonne ausgesetzt, anschließend wieder in die Plastikschutzmanschette gesteckt – als wäre nichts geschehen. Ein perfider Trick, der die Zerstörung zunächst unsichtbar machte und alle Hoffnungen der Eigentümer über Nacht zunichtemachte. Für das Ehepaar Bousselaire stand viel mehr auf dem Spiel als nur ein Stück Land.Die Olivenbäume waren das Fundament eines beruflichen Neuanfangs, ein Traum von ökologischer Landwirtschaft in einer Region, die man eher mit Apfelbäumen als mit Oliven verbindet. Ihr Ziel: Bio-Olivenöl aus der Normandie – ein mutiges und zugleich fast poetis…

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  • Der Olivenbaum: Ein Mythos des Mittelmeerraums und sein wirtschaftlicher Wert

    Der Olivenbaum: Ein Mythos des Mittelmeerraums und sein wirtschaftlicher Wert

    Der Olivenbaum, ein Emblem des Mittelmeerraums, ist ein Symbol der Weisheit, des Friedens und der Hoffnung. Seit Jahrtausenden ist er aus der Landschaft, den Legenden und der Wirtschaft der mediterranen Länder nicht wegzudenken. Seine Präsenz und Bedeutung in diesem Raum geht weit über die einfache …

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  • Landwirtschaft: Winzer in der Krise stellen nun Olivenöl her

    Landwirtschaft: Winzer in der Krise stellen nun Olivenöl her

    In der Region Bordeaux können die Weinbauern nicht mehr so viel verkaufen, wie sie produzieren. Die Preise brechen ein. Einige haben vielleicht eine Lösung gefunden, indem sie neben Wein auch Olivenöl herstellen.

    In den prestigeträchtigen Weinbergen der Region Bordeaux schlagen jetzt Olivenbäume Wurzeln. Fabien Bouges, Winzer in Gironde-sur-Drops (Gironde), testet auf einer seiner Parzellen 14 Olivenbaumsorten aus dem Mittelmeerraum. Eine Antwort auf den Klimawandel. „Wir haben im Winter immer weniger Wasser. Wir haben ein Klima, das weniger feucht ist, weniger kalte Winter (…) In England pflanzen sie Weinberge und wir pflanzen Olivenbäume, das folgt einer gewissen Logik“, erklärt der Winzer auf dem Sender France 2.

    Diversifizierung gegen Verluste

    In der Gironde zwingt eine Überproduktionskrise die Erzeuger zur Rodung ihrer Weinberge. „Wir verkaufen unsere Bestände nicht mehr oder nur noch sehr schlecht, wir verdienen heute kein Geld mehr“, bedauert Thomas Bouriene, Winzer in Caplong (Gironde), der jetzt auch einen Olivenhain anlegen möchte. Eine Diversifizierung, die von der Landwirtschaftskammer gefördert wird: „Die Einnahmen aus dem Olivenanbau könnten die Betriebe absichern“, so Thomas Solans, Leiter der Abteilung Diversifizierung, auf dem Sender France 2. Im Bordelais sollen in den nächsten fünf Jahren 200 Hektar mit Olivenbäumen bepflanzt werden.

  • Der Olivenbaum – mehr als ein Baum, eine Zivilisation

    Der Olivenbaum – mehr als ein Baum, eine Zivilisation

    Der Olivenbaum fasziniert die Menschen seit den frühesten Zeiten. Als Symbolbaum der mediterranen Zivilisationen bleibt er der König vieler Gärten im Süden, wo er die Menschen das ganze Jahr über mit seiner Schönheit beglückt.

    Der Olivenbaum ist mehr als nur ein Baum, er ist Symbol einer ganzen Zivilisation, nämlich der des Mittelmeerraums! Er findet in der Bibel, im Koran und in anderen antiken Texten häufige Erwähnung. Es ist sein Zweig, den die Taube zu Noah bringt, um das Ende der Sintflut anzuzeigen.

    Auf sonnigen Grundstücken mit luftigem, tiefgründigem und nicht zu feuchtem Boden, fühlt sich der Olivenbaum am wohlsten. Jeden Winter sollte man ihn gut düngen, aus dem Stamm wachsende Triebe entfernen und den Olivenbaum beschneiden, um das Geäst zu lüften. „Wenn ein Olivenbaum gut beschnitten ist, muss eine Schwalbe durch ihn hindurchfliegen können, ohne die Flügel zu beugen“, sagt ein Sprichwort.

    Der Formschnitt besteht darin, den Stamm kurz zu halten. Anschliessend kommt der Pflegeschnitt. Das unproduktive Holz muss entfernt werden. Das sind dunkle, stumpfe Äste, die die Stiele der im Vorjahr geernteten Oliven tragen. Aber auch die vertikalen Triebe, die sich in der Mitte des Baumes entwickeln und Schattenbereiche bilden, sollten weggeschnitten werden. Um einen ungepflegten Olivenbaum wieder produktiv zu machen, beschränkt man sich im ersten Jahr darauf, das tote Holz zu entfernen. Erst im zweiten Jahr kann er durch richtiges Beschneiden wieder eine luftige Form erhalten.

    Leider gibt es immer mehr alte Olivenbäume, die zu hohen Preisen zur Umpflanzung verkauft werden. Sie stammen meist aus der Rodung alter Plantagen. Das trägt zur Verarmung der Böden und Landschaften bei. Wer einen Olivenbaum will, der sollte auch akzeptieren, wie man ihn seit Jahrtausenden behandelt hat: Junge Bäume werden gepflanzt und der Mensch muss akzeptieren, dass sie in ihrem eigenen Tempo wachsen.