Schlagwort: Ökologische Planung

  • Ökologische Planung: Französische Regierung stellt ihre Ziele für 2030 vor

    Ökologische Planung: Französische Regierung stellt ihre Ziele für 2030 vor

    Die Regierung von Elisabeth Borne lud am Montag die Parteivorsitzenden aller politischen Lager in den Amtssitz der Premierministerin ein, um ihnen ein wichtiges Projekt der zweiten Amtszeit Macrons vorzustellen, das dem Ziel einer Senkung der Netto-Treibhausgasemissionen Frankreichs um 55% bis 2030 gewidmet ist. Der politischen Opposition wurde eine Reihe von Maßnahmen zur Energiewende vorgestellt, bevor in den kommenden Tagen weitere Treffen und öffentliche Präsentationen stattfinden werden.

    Die Regierung von Elisabeth Borne hat am Montag die Vorsitzenden der politischen Parteien empfangen, um ihnen „den Fahrplan (der) ökologischen Planung“ bis 2030 vorzustellen.

    Dieses wichtige Projekt, das Emmanuel Macron versprochen hatte, um „in Europa mitzuhalten“ und die Netto-Treibhausgasemissionen bis 2030 um 55% gegenüber 1990 zu senken und sich darüber hinaus „auf die CO2-Neutralität im Jahr 2050 zu projizieren“, soll laut Emmanuel Macron ein „sehr konkreter und sehr operativer“ Plan sein.

    In den zwei Stunden hinter verschlossenen Türen sollten laut dem Büro der Premierministerin Lösungen für einen gerechten und sozialverträglichen ökologischen Übergang diskutiert werden. Die wichtigsten öffentlichen Ankündigungen werden jedoch einer Rede Emmanuel Macrons vorbehalten bleiben, die der Präsident laut Elysée-Palast am 25. September halten soll.

    Fördermaßnahmen in den Bereichen Energie, Verkehr und Wohnungsbau.
    Das Ziel dieses ökologischen Planungsentwurfs besteht vor allem darin, die öffentlichen Investitionen gezielter einzusetzen. In dem Haushaltsentwurf für 2024 wird die Regierung genau erklären müssen, wie sie die zusätzlichen 7 Milliarden Euro, die die Premierministerin im Juli zur Beschleunigung des ökologischen Übergangs versprochen hat, verteilen will.

    Als größter Emittent von Treibhausgasen mit 31% der Gesamtemissionen in Frankreich steht der Verkehrssektor ganz oben auf der Tagesordnung der Gespräche. Die Regierung könnte unter anderem eine Erhöhung des Umweltbonus für den Kauf von Elektrofahrzeugen vorschlagen, verbunden mit einem erweiterten Malus beim Kauf von Autos mit dem höchsten Schadstoffausstoß. Eine Maßnahme, um den Anteil von Elektroautos am französischen Fahrzeugbestand von heute 1% auf 15% im Jahr 2030 zu erhöhen.

    Die Regierung plant auch die Finanzierung der S-Bahnen in einem Dutzend französischer Städte und deren Regionen, die bereits Gegenstand eines Gesetzesvorschlags ist, der derzeit im Parlament geprüft wird.

    Auch im Wohnungssektor, der 20% der Gesamtemissionen Frankreichs ausmacht und damit der zweitgrößte Emittent ist, werden Maßnahmen erwartet. Die Regierung möchte Reformen für bessere energetische Renovierungen vorschlagen, wie der Minister für den ökologischen Übergang Christophe Béchu bereits am Sonntag andeutete.

    Bis 2030 möchte die Regierung außerdem etwa 75% der Ölheizungen abschaffen und die Zahl der Gasheizungen um etwa 20% senken , wie aus einem Dokument hervorgeht, das vor wenigen Tagen der Presse zugespielt wurde.

  • Umwelt: Ehemaliges Bergarbeiterdorf als ökologischer Vorreiter

    Umwelt: Ehemaliges Bergarbeiterdorf als ökologischer Vorreiter

    In einem ehemaligen Bergbaugebiet in Nordfrankreich dienen stillgelegte Betriebe heute als Labor, um umweltfreundliche Lösungen zu finden. In Loos-en-Gohelle (Pas-de-Calais) sind die Spuren der Vergangenheit noch sichtbar und der ehemalige Bergbau nimmt immer noch einen wichtigen Platz ein. In dem Dorf wird der Winter von den Familien mit Nervosität erwartet. Trotz einer hohen Stromrechnung friert die Familie Jacquart. „Kurz gesagt ist es so, wir zahlen, aber wir frieren“, bedauert Aurélie Jacquart auf dem Sender France 3. Obwohl das Haus der Familie renoviert wurde, sind die Wände zu schlecht isoliert. Dabei floss in dem Dorf Loos-en-Gohelle reichlich Energie, als die Minen noch in Betrieb waren. Als der Kohleabbau eingestellt wurde, waren die Auswirkungen auf die Region sehr negativ. Die Grundstücke waren verseucht und die Arbeitslosigkeit stieg explosionsartig an. Seitdem hat sich der Bürgermeister der Stadt einer neuen Herausforderung gestellt, indem er aus dem ehemaligen Bergbaul…

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  • Elisabeth Borne stellt ihren Plan für ein grünes Frankreich vor

    Elisabeth Borne stellt ihren Plan für ein grünes Frankreich vor

    Regierungschefin Élisabeth Borne bekräftigte am Donnerstag ihren Willen, die ökologische Umstellung Frankreichs zu beschleunigen. Die 22 Punkte, die die Premierministerin unter der Überschrift „France nation verte“ bearbeiten möchte, umfassen Mobilität, Wohnen, Produktion, Konsum sowie die Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme. Die französische Premierministerin Élisabeth Borne erklärt, sie wolle 22 grosse Baustellen im Rahmen ihrer ökologischen Planung in Angriff nehmen, die sie unter dem Namen „France nation verte“ nun vorstellt. „Wir haben 22 Baustellen identifiziert, die in die Bereiche des täglichen Lebens gehören: Mobilität, Wohnen, unsere Art zu produzieren und zu konsumieren, zu denen die Wiederherstellung der Biodiversität und unserer Ökosysteme (Wasser, Böden, Wälder, Ozeane) hinzukommt, und jede Baustelle wird mit Aktionsplänen angegangen“, so die Premierministerin in einem Interview mit der Zeitung Libération, das am Donnerstag, dem 20. Oktober online geste…

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  • Wie Paris sich an den Klimawandel anzupassen versucht

    Wie Paris sich an den Klimawandel anzupassen versucht

    Nach einem Sommer, der von aufeinanderfolgenden Hitzewellen und einer historischen Dürre geprägt war, steht fest: Paris ist noch nicht bereit, sich den Folgen des Klimawandels zu stellen. Seit mehreren Jahren hat die Hauptstadt jedoch schon zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um sich an die neue Klima-Realität anzupassen. Vor allem aus den Reihen der Umweltschützer wird eine Intensivierung der Bemühungen gefordert. Seit acht Jahren an der Spitze des Pariser Rathauses wiederholt Anne Hidalgo immer wieder diesen Satz: „Ökologie ist der Kampf des Jahrhunderts“ und die französische Hauptstadt „grüner“ zu machen, muss eine Priorität sein. Die Stadt hat allerdings nicht auf die sozialistische Bürgermeisterin gewartet hat, um auf die Auswirkungen des Klimawandels zu reagieren – der erste Klimaplan wurde 2007 unter Bertrand Delanoë ins Leben gerufen. Der Sommer 2022 aber hat deutlich gezeigt, dass die französische Hauptstadt bei weitem noch nicht ausreichend vorbereitet ist. In den asphaltierten S…

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  • Grüner Fonds: 1.5 Milliarden Euro Unterstützung für lokale und regionale Projekte

    Grüner Fonds: 1.5 Milliarden Euro Unterstützung für lokale und regionale Projekte

    Am Sonntag, dem 28. August, kündigte Premierministerin Élisabeth Borne die Einrichtung eines grünen Fonds in Höhe von 1,5 Milliarden Euro an, um den Kommunen beim ökologischen Wandel zu helfen. In Besançon (Doubs) wurden umfangreiche Arbeiten durchgeführt, um eine Schule „grün“ zu renovieren und die Wände und das Dach austauschen zu lassen und sie so an den ökologischen Wandel anzupassen. „Wir haben Photovoltaik für den Eigenverbrauch eingebaut und ein begrüntes Dach“, erklärt Christophe Bergerot, Leiter der Architekturabteilung im Rathaus von Besançon gegenüber France 3. Die Gesamtkosten der Arbeiten werden sich auf 60 Millionen Euro belaufen, um die 64 Schulen der Stadt zu renovieren. Energieeinsparungen angestrebtDer Energieverbrauch soll durch die Umbauten um die Hälfte gesenkt werden. Die Einrichtung eines grünen Fonds in Höhe von 1,5 Milliarden Euro könnte den Kommunalverwaltungen bei diesen Arbeiten sehr helfen. „Wir können damit nur zufrieden sein (…), aber wir müssen noch ko…

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  • Energie und Treibstoffe für Schiffe und Flugzeuge der Zukunft

    Energie und Treibstoffe für Schiffe und Flugzeuge der Zukunft

    Der Konflikt in der Ukraine verdeutlicht die Abhängigkeit Europas von fossilen Energieträgern, auch im Verkehrsbereich. Dekarbonisierte Energieträger in Verkehr und Transport stellen daher nicht nur eine ökologische Notwendigkeit, sondern auch eine strategische Chance dar. Die Luft- und Seefahrt ist in hohem Maße von fossilen, aus Erdöl gewonnenen Energiequellen abhängig, allen voran Kerosin und Schweröl. Aber es gibt Lösungen… Es gibt zahlreiche Energielösungen, die auf die verschiedenen Verwendungszwecke zugeschnitten sind. Wind für Segelfrachtschiffe der Firma VPLP oder Passagiersegelboote von Sailcoop. In der Luftfahrt spricht man von SAFs, für Sustainable Aviation Fuels (nachhaltige Luftfahrtkraftstoffe): Zum Beispiel synthetisches Kerosin, einem Kraftstoff aus grünem Wasserstoff und CO2, das in Fabrikschornsteinen gewonnen wird. Auch Biokraftstoffe aus Pflanzenrückständen können eine Lösung sein, sofern sie nicht mit der Nahrungsmittelproduktion konkurrieren. Airbus arbeitet außerdem an flüssigem Wasserstoff, der kompakter ist, aber konstant bei -256 Grad gehalten werden muss. Diese Energiequelle setzt allerdings eine neue Organisation innerhalb der Flughafeninfrastruktur voraus. ASuf Seiten der Schifffahrt wird Ammoniak, eine chemische Verbindung aus Wasserstoff und Stickstoff, wahrscheinlich einen wichtigen Platz einnehmen, vorausgesetzt, dass die Risiken seiner Toxizität angemessen berücksichtigt werden können. Die Reedereien wenden sich auch verflüssigten Erdgas (LNG) zu, das bereits in anderen Bereichen weit verbreitet ist. LNG stammt jedoch zum Teil aus amerikanischem Frackinggas – ein Skandal für Umweltschützer und ein Problem für die neue Regierung, gerade hat nämlich ein wichtiger französischer Energiekonzern einen großen Vertrag mit den USA unterzeichnet hat. Die Produktionsketten neu erfinden Wasserstoff wird heute noch zu über 90% aus fossilen Energiequellen gewonnen. Um nachhaltig zu sein, muss er durch Wasserelektrolyse mithilfe von Sonnen- oder Windenergie hergestellt werden. Um den Bedarf der energieintensivsten Verkehrsmittel zu decken, sind hohe Investitionen in die Wasserstoff-Herstellung und -Speicherung erforderlich: In der Normandie wurde das größte Projekt zur Produktion von erneuerbarem Wasserstoff in einer Größenordnung von 200 Megawatt angekündigt. Die zukünftigen „Eldorados“ für Investoren in nachhaltige Kraftstoffe sind also Länder mit hoher Sonneneinstrahlung, die eine höhere Investitionsrendite bieten. Der Übergang zu kohlenstoffarmen Energien ist auf Dauer nicht nur eine technologische, sondern auch eine politische Revolution. Denn sobald Energie fast überall auf der Welt erzeugt werden kann, wird dies viele Abhängigkeiten und damit die geopolitische Landkarte durcheinander bringen.
  • Elisabeth Borne vor der Herausforderung der „ökologischen Planung“

    Elisabeth Borne vor der Herausforderung der „ökologischen Planung“

    Die am Montag zur Premierministerin ernannte Elisabeth Borne wird persönlich für die „ökologische Planung“ zuständig sein, ein von der Linken entliehenes Konzept, das seit den Präsidentschaftswahlen in aller Munde ist. Wie wird diese Planung nach französischem Vorbild funktionieren? Ist sie in der Lage, den ökologischen Wandel in Frankreich zu beschleunigen?  Die von Emmanuel Macron in der Endrunde der Präsidentschaftswahlen versprochene „ökologische Planung“, ein Konzept, das die Koordinierung der öffentlichen Politik zur Erreichung langfristiger Umweltziele bezeichnet, soll nun von Elisabeth Borne umgesetzt werden. Der Begriff wurde erstmals 2008 von Jean-Luc Mélenchon benutzt, dem Vorsitzenden der Partei La France insoumise (LFI), der sich wiederum von der industriellen Planung inspirieren ließ, die in den 1920er Jahren in der UdSSR und später nach dem Zweiten Weltkrieg auch in Frankreich eingeführt wurde. Gleich nach ihrem Amtsantritt am Montag, dem 16. Mai, versicherte die neue Pr…

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