Schlagwort: Öffentlicher Verkehr

  • Schweres Unwetter in Zürich fordert Todesopfer und zahlreiche Verletzte

    Schweres Unwetter in Zürich fordert Todesopfer und zahlreiche Verletzte

    Ein heftiges Unwetter hat am Freitagabend die Stadt Zürich mit voller Wucht getroffen und eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Starker Regen, Gewitter und teils orkanartige Windböen sorgten innerhalb weniger Stunden für hunderte Notrufe, zahlreiche Schäden und eine Tragödie, die die Stadt erschüttert.

    Gegen 18 Uhr verdunkelte sich der Himmel über Zürich. Was zunächst wie ein gewöhnliches Sommergewitter wirkte, entwickelte sich rasch zu einer gefährlichen Wetterlage. Innerhalb kurzer Zeit gingen mehr als 50 Liter Regen pro Quadratmeter nieder. Straßen verwandelten sich in Wasserläufe, Keller liefen voll und zahlreiche Bäume hielten den starken Windböen nicht stand.

    Besonders tragisch endete der Abend für eine 16-jährige Jugendliche im Zürcher Kreis 8. In der Feldeggstrasse wurde sie von einem herabfallenden Ast getroffen. Rettungskräfte leisteten umgehend Erste Hilfe und brachten die schwer verletzte Jugendliche in ein Krankenhaus. Dort kämpften die Ärzte um ihr Leben. Am Samstag erlag sie jedoch ihren schweren Verletzungen.

    Der Vorfall löste in der gesamten Stadt große Betroffenheit aus. Die genauen Umstände des Unglücks stehen weiterhin im Fokus der Ermittlungen. Polizei, Rechtsmedizin und Staatsanwaltschaft arbeiten daran, den Hergang vollständig aufzuklären.

    Währenddessen liefen die Einsatzkräfte am Freitagabend auf Hochtouren. Feuerwehr, Sanität und weitere Rettungsdienste waren zwischen dem späten Nachmittag und den Abendstunden nahezu pausenlos im Einsatz. Insgesamt mussten rund 270 Einsätze bewältigt werden. Die Sanität rückte allein etwa 50 Mal aus.

    Überall im Stadtgebiet bot sich ein ähnliches Bild. Umgestürzte Bäume blockierten Straßen, Äste beschädigten Fahrzeuge und Gebäude, während Wassermassen in Keller und Tiefgaragen eindrangen. Auch der öffentliche Verkehr blieb von den Auswirkungen nicht verschont. Mehrere Verbindungen waren zeitweise unterbrochen oder verspätet.

    Solche Wetterextreme gehören in der Schweiz zwar nicht zu den unbekannten Erscheinungen, dennoch zeigen Ereignisse wie dieses immer wieder, wie schnell sich eine gefährliche Situation entwickeln kann. Innerhalb weniger Minuten kann aus einem warmen Sommerabend eine ernste Gefahr für Menschen und Infrastruktur entstehen.

    Die Behörden rufen deshalb erneut zur Vorsicht auf. Bei Unwetterwarnungen sollten Parks, Waldgebiete und baumbestandene Straßen möglichst gemieden werden. Auch Aufenthalte in der Nähe instabiler Bauwerke oder Gerüste bergen Risiken. Wer nicht zwingend unterwegs sein muss, fährt oft besser damit, das Ende eines Gewitters abzuwarten.

    Die Wetterlage bleibt weiterhin unter Beobachtung. Meteorologen rechnen zwar nicht unmittelbar mit einer Wiederholung eines derart heftigen Ereignisses, doch die Sommermonate gelten traditionell als besonders gewitteranfällig. Entsprechend aufmerksam verfolgen die zuständigen Stellen die Entwicklung.

    Für die Angehörigen der verstorbenen Jugendlichen spielen solche Einschätzungen derzeit jedoch nur eine Nebenrolle. In Zürich überwiegt die Trauer über einen Verlust, der aus einem gewöhnlichen Sommerabend eine Tragödie machte. Die Stadt sprach der Familie und den Freunden des Opfers ihr tief empfundenes Mitgefühl aus.

    Das Unwetter hat eindrucksvoll vor Augen geführt, wie verletzlich selbst moderne Städte gegenüber den Kräften der Natur bleiben. Zwischen Sirenen, umgestürzten Bäumen und überfluteten Straßen rückte eine Erkenntnis besonders in den Mittelpunkt: Wetterwarnungen sind keine bloßen Hinweise, sondern können im Ernstfall über Sicherheit und Gefahr entscheiden.

    Andreas M. Brucker

  • Sexistische und sexuelle Gewalt in öffentlichen Verkehrsmitteln: Sieben von zehn Frauen betroffen

    Sexistische und sexuelle Gewalt in öffentlichen Verkehrsmitteln: Sieben von zehn Frauen betroffen

    Frauen fühlen sich in öffentlichen Verkehrsmitteln oft unsicher – und das aus gutem Grund. Ein neuer Bericht des Observatoire national des violences faites aux femmes zeigt, dass sieben von zehn Frauen in der Region Paris im Laufe ihres Lebens bereits sexistische oder sexuelle Gewalt in Bussen, Bahnen oder Metros erlebt haben. Besonders junge Frauen sind betroffen.

    Ein alltägliches Problem mit erschreckenden Zahlen

    Blicke, die zu lange verweilen, anzügliche Bemerkungen, sexuelle Belästigung oder gar Übergriffe – viele Frauen empfinden den öffentlichen Nahverkehr als unsicheren Raum. Laut einer Untersuchung der RATP (Pariser Verkehrsbetriebe) aus dem Jahr 2022 haben 90 % der Frauen zwischen 19 und 25 Jahren bereits Übergriffe erlebt.

    Die Formen der Gewalt variieren:

    • 39 % berichten von sexistischen oder sexuellen Beleidigungen.
    • 19 % wurden sexuell belästigt.
    • 15 % wurden sexuell angegriffen.
    • 13 % waren Opfer von Exhibitionismus.
    • 6 % gaben an, dass sie eine Vergewaltigung oder einen Vergewaltigungsversuch erlebt haben.

    Warum gerade öffentliche Verkehrsmittel?

    „In überfüllten Zügen oder Bussen, wo Körper auf engstem Raum zusammengedrängt werden und Fluchtmöglichkeiten fehlen, fühlen sich Täter oft sicher“, erklärt Manon Marguerit, Forscherin für Stadtentwicklung. Besonders häufig treten dabei sogenannte „Frotteure“ und Exhibitionisten in Erscheinung. Doch auch ständige Blicke, sexistische Beleidigungen oder unerwünschte Berührungen hinterlassen tiefe Spuren.

    Kaum Anzeigen – warum schweigen die Opfer?

    Nur 7 % der betroffenen Frauen erstatten Anzeige. Eine Zahl, die zeigt, wie schwer es vielen fällt, sich gegen diese Art von Gewalt zu wehren. Die Gründe dafür sind vielfältig: Angst vor einer erneuten Konfrontation, mangelndes Vertrauen in die Justiz oder schlichtweg die Annahme, dass eine Anzeige ohnehin nichts bewirken würde.

    Laut Innenministerium entfallen rund 3 % aller registrierten sexuellen Übergriffe in Frankreich auf den öffentlichen Nahverkehr – eine Zahl, die seit 2016 konstant bleibt.

    Täter sind fast ausschließlich Männer

    Die Statistik ist eindeutig: 99 % der Verdächtigen sind Männer, während 91 % der Opfer Frauen sind. Besonders betroffen sind Frauen unter 30 Jahren, die 75 % der Opfer ausmachen, und minderjährige Mädchen, die mit 36 % ebenfalls einen alarmierenden Anteil darstellen.

    Die Vorstellung, dass Täter zwanghaft oder psychisch auffällig sein müssen, hält die Forscherin Marguerit für gefährlich:

    „Sexuelle Gewalt im öffentlichen Raum ist kein Ausbruch unkontrollierter Triebe, sondern eine Strategie. Die Täter wissen genau, wann und wo sie handeln können, um unentdeckt zu bleiben.“

    Tatsächlich zeigt die Analyse der gemeldeten Fälle, dass Täter oft bestimmte Uhrzeiten und Orte bevorzugen. 29 % der Angriffe finden nach 19 Uhr statt, aber auch tagsüber gibt es viele Vorfälle:

    • 28 % zwischen 12 und 17 Uhr
    • 20 % zwischen 7 und 12 Uhr
    • 19 % zwischen 17 und 19 Uhr

    Öffentliche Verkehrsmittel während der Stoßzeiten bieten ihnen den Vorteil der Anonymität – die dichte Menschenmenge erlaubt es ihnen, unauffällig zu agieren und schnell wieder zu verschwinden.

    Gewalt als Mittel der Machtdemonstration

    Sexuelle Belästigung ist nicht nur Ausdruck individueller Übergriffe, sondern auch ein Mittel, um Machtverhältnisse aufrechtzuerhalten.

    „Es geht nicht nur darum, vermeintliche Triebe zu befriedigen – es geht darum, Frauen zu zeigen, dass dieser Raum Männern gehört“, erklärt Raphaël Adamczak, Sozialpsychologe.

    Strategien der Frauen: Unsichtbar bleiben, vermeiden, schützen

    Die ständige Angst vor Belästigung oder Übergriffen beeinflusst das Verhalten vieler Frauen nachhaltig:

    • 68 % kleiden sich in öffentlichen Verkehrsmitteln bewusst anders.
    • 60 % meiden bestimmte Transportmittel, wenn sie denken, dass ihre Kleidung „auffällig“ sein könnte.
    • 83 % stellen sich lieber mit dem Rücken zur Wand oder Tür, um ungewollten Kontakt zu vermeiden.
    • 93 % setzen sich gezielt neben andere Frauen oder Familien, um potenzielle Gefahrensituationen zu umgehen.

    Die psychologischen Folgen sind schwerwiegend:

    • 34 % der Betroffenen empfinden nach einem Vorfall Scham.
    • 26 % fühlen sich traurig oder depressiv.
    • 23 % ziehen sich aus Angst und Frust zurück.
    • 70 % sind wütend über das Erlebte.
    • 60 % wünschen sich dringend Veränderungen.

    Zunehmend Unterstützung durch Mitreisende

    Ein Lichtblick: Immer mehr Menschen schreiten ein, wenn sie Übergriffe beobachten. Während 2016 nur 10 % der Betroffenen Hilfe von Mitreisenden erhielten, waren es 2023 bereits 23 %.

    In den Pariser Verkehrsmitteln fühlen sich vier von fünf Frauen, die sich an das Personal wenden, gut betreut und ernst genommen. Auch die Zahl der offiziellen Meldungen ist um 86 % gestiegen.

    Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit

    Um Frauen besser zu schützen, haben die Verkehrsbetriebe verschiedene Sicherheitsmaßnahmen eingeführt:

    • Informationskampagnen gegen Belästigung und Gewalt
    • Schulungen für das Personal, um Übergriffe schneller zu erkennen
    • Flexiblere Haltemöglichkeiten bei Nacht – auf manchen Buslinien kann man nach 22 Uhr zwischen den regulären Haltestellen aussteigen
    • Anonyme Meldesysteme, um Vorfälle leichter zu dokumentieren
    • Sicherheitsbegehungen mit Fahrgästen, um Angsträume zu identifizieren und zu entschärfen

    Ob diese Maßnahmen ausreichen, um die tief verwurzelten Probleme zu lösen? Noch ist die Angst für viele Frauen ein ständiger Begleiter in den öffentlichen Verkehrsmitteln – doch zumindest scheint das Bewusstsein für das Problem endlich zu wachsen.

    Catherine H.

  • Skandal bei der RATP: Technische Mängel vertuscht?

    Skandal bei der RATP: Technische Mängel vertuscht?

    Ein Skandal erschüttert die Pariser Verkehrsbetriebe (RATP): Laut einem Bericht der Zeitung Le Parisien werden die Fahrer dazu gedrängt, technische Mängel an ihren Bussen zu vertuschen, um die obligatorischen Kontrollen zu bestehen. Diese Anschuldigungen werfen Fragen zur Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr auf – eine beunruhigende Situation, die das Vertrauen der Passagiere auf die Probe stellt.

    Manipulationen vor technischen Kontrollen

    Die Vorwürfe, die am 21. August publik wurden, wiegen schwer. Den Aussagen mehrerer Fahrer zufolge sollen diese eine spezielle elektronische Vorrichtung erhalten haben, mit der sie sämtliche Warnleuchten am Armaturenbrett vor den technischen Kontrollen ausschalten können. So werde verhindert, dass die Busse aufgrund von technischen Problemen stillgelegt werden müssen – eine Maßnahme, die nicht nur teuer ist, sondern auch die Verfügbarkeit der Flotte verringern würde.

    Ein Fahrer berichtete Le Parisien: „Das Bordcomputer-System hat nicht genug Zeit, die Warnungen neu zu aktivieren, wodurch eine Nachkontrolle vermieden wird.“ Diese Praxis könnte, so die Fahrer, erhebliche Sicherheitsrisiken verbergen und setzt möglicherweise das Leben der Fahrgäste aufs Spiel.

    Die Reaktion der RATP

    Die RATP wies diese Anschuldigungen in einem offiziellen Statement entschieden zurück. „Die Sicherheit unserer Fahrgäste hat für uns höchste Priorität“, heißt es darin. Laut der Verkehrsgesellschaft seien orange Warnleuchten zwar ein Hinweis auf technische Probleme, stellten aber keine unmittelbare Gefahr für die Fahrgäste dar. „Nur rote Warnleuchten bedeuten eine sofortige Gefahr und erfordern ein Eingreifen“, verteidigt sich die RATP.

    Die Verwendung eines Diagnosegeräts sei üblich, um nicht sicherheitsrelevante Fehler zu löschen. Bei größeren Mängeln würde das Problem jedoch bei der Kontrolle wieder auftreten. Die RATP betonte, dass die Fahrzeuge regelmäßigen und gründlichen Wartungen unterzogen würden und dass die beschriebene Vorgehensweise nicht die Sicherheit der Passagiere gefährde.

    Valérie Pécresse fordert Konsequenzen

    Valérie Pécresse, Präsidentin der Region Ile-de-France und des Verkehrsbunds Ile-de-France Mobilités (IDFM), reagierte umgehend auf die Berichte. Sie fordert, dass die RATP umgehend die mutmaßlichen „betrügerischen Praktiken“ stoppt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zieht. Sollte sich der Verdacht bestätigen, sei dies „völlig inakzeptabel“.

    Zwei Fahrer unter Verdacht

    In einer zusätzlichen Wendung des Skandals gerieten auch zwei Fahrer, die Le Parisien als Zeugen genannt hatte, ins Visier der RATP. Diese Fahrer seien in Unfälle verwickelt gewesen und hätten rechtliche Auseinandersetzungen mit dem Unternehmen, was ihrer Glaubwürdigkeit laut RATP einen Dämpfer verpasse. Doch ob diese persönlichen Verstrickungen die schwerwiegenden Anschuldigungen entkräften können, bleibt fraglich.

    Was steckt hinter den Vorwürfen?

    Es bleibt die Frage: Ist die RATP wirklich bereit, die Sicherheit ihrer Fahrgäste zugunsten finanzieller Vorteile zu riskieren? Es scheint, als ob hinter den Kulissen ein System existiert, das die technischen Kontrollen manipuliert, um teure Stilllegungen zu vermeiden. Eine Vorgehensweise, die nicht nur das Unternehmen, sondern auch die Fahrer in eine moralisch schwierige Lage bringt.

    Für die Passagiere der RATP, die täglich auf die Busse angewiesen sind, stellt sich die Frage: Wie sicher ist ihre Fahrt wirklich? Vertrauen ist das Fundament des öffentlichen Verkehrs, und sobald dieses ins Wanken gerät, ist es schwer wiederherzustellen.

    Jean Castex, ehemaliger französischer Premierminister und derzeitiger Präsident der RATP, versicherte, dass das Unternehmen eine schnelle und umfassende Antwort an Ile-de-France Mobilités liefern werde. Zudem erwägt die RATP rechtliche Schritte, um ihren Ruf zu verteidigen und den Skandal aufzuklären.

    Ein Risiko für die Zukunft?

    Dieser Skandal könnte weitreichende Konsequenzen haben – nicht nur für die RATP, sondern für das gesamte System des öffentlichen Verkehrs in Paris. Sollten die Vorwürfe tatsächlich zutreffen, steht nicht nur die Glaubwürdigkeit der RATP auf dem Spiel, sondern auch die Sicherheit tausender Fahrgäste. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie ernst die Lage wirklich ist und welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr zu gewährleisten. Bis dahin bleibt eine gewisse Unsicherheit – und die Hoffnung, dass die Wahrheit ans Licht kommt.

  • Paris: Metros und Lokalzüge sind acht Monate vor den Olympischen Spielen in schlechtem Zustand

    Paris: Metros und Lokalzüge sind acht Monate vor den Olympischen Spielen in schlechtem Zustand

    Bei der Pariser U-Bahn weisen fünf Linien eine Pünktlichkeit von weniger als 85 % zu den Hauptverkehrszeiten auf.

    Der Druck auf die Verkehrsbetriebe in Paris und der Region Ile-de-France steigt. Mit fünf Metro- und drei RER-Linien, die sich im Oktober „in großen Schwierigkeiten“ befanden, schlug Ile-de-France Mobilités (IDFM) am Dienstag, dem 5. Dezember, knapp acht Monate vor den Olympischen Spielen, die Alarmglocke. Valérie Pécresse, die Präsidentin der Region Ile-de-France, „erinnert die RATP an die Notwendigkeit, das Ruder herumzureißen und alle Züge erfolgreich fahren zu lassen“, erklärte die Verkehrsbehörde in einer Pressemitteilung.

    In der Metro weisen fünf Linien in den Spitzenzeiten eine Pünktlichkeit von weniger als 85 % auf. Dies führt zu überfüllten U-Bahnen und Bahnsteigen sowie zu sehr schlechten Reisebedingungen für die Fahrgäste auf den Linien 3, 6, 7, 8 und 13. Die auf diesen fünf Linien angezeigten Unpünktlichkeiten „gab es vor dem Covid nicht“, beklagt die Verkehrsbehörde.

    Auch bei den S-Bahnen ist es nicht viel besser. Die Linien B – teilweise von der RATP betrieben – und D – SNCF – werden mit einer Pünktlichkeitsrate von 85 % ebenfalls als „problematisch“ eingestuft. Die Behörde hat bereits angekündigt, dass sie einige Nutzer in Höhe von „einem Monatpreis des Navigo-Passes“ entschädigen wird. „Bei der Regionalzuglinie RER C liegen die Ergebnisse auch unter den Zielen, verbessern sich aber“, so die IDFM. Die Regionalzüge kommen insgesamt besser weg, mit Ausnahme der Linie P und der Linie R.

    Diese Ergebnisse sind eine schlechte Nachricht für die Region. Vor einer Woche noch hatten die Behörden, allen voran Valérie Pécresse und der französische Verkehrsminister Clément Beaune die Äußerungen der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo über die Schwächen des Transportwesens im Hinblick auf die Olympischen Spiele kritisiert. Seitdem hat sich die Rhetorik seitens der IDFM jedoch deutlich geändert, nachdem mehrere Probleme öffentlich wurden, insbesondere ein Mangel von Fahrern und die Schwierigkeiten bei der Einstellung von Wartungspersonal.

  • Öffentliche Verkehrsmittel in Frankreich: 156 Frauen laut Pariser Polizeipräfektur jeden Tag sexuell belästigt

    Öffentliche Verkehrsmittel in Frankreich: 156 Frauen laut Pariser Polizeipräfektur jeden Tag sexuell belästigt

    Im Jahr 2020 wurden 57.000 Anzeigen wegen sexueller Gewalt in öffentlichen Verkehrsmitteln erstattet. Jeden Tag sind es also 156 Frauen, die einen Übergriff erleiden. Dies enthüllte die Zeitung Le Parisien am Donnerstag, dem 31. August.

    Etwa 57.000 Frauen erstatteten im Jahr 2020 Anzeige wegen sexueller Gewalt in öffentlichen Verkehrsmitteln. Das bedeutet, dass jeden Tag 156 Frauen eine Anzeige erstatteten, nachdem sie in öffentlichen Verkehrsmitteln belästigt wurden. Dies wurde durch eine Polizeimitteilung bekannt, die die Zeitung Le Parisien am Donnerstag, den 31. August, veröffentlichte.

    Das Dokument wurde 2022 erstellt und spricht von einer möglichen sehr hohen Dunkelziffer. Die berichteten Zahlen belegen einen zweieinhalbfachen Anstieg der sexuellen Übergriffe seit 2011. Das Dokument wurde von der Sûreté Régionale des Transports der Pariser Polizeipräfektur verfasst.

    Die veröffentlichten Zahlen sind sicherlich zu niedrig angesetzt, da eine Mehrheit der Opfer keine Anzeige erstattet. Das Dokument erklärt dieses Phänomen damit, dass es ihnen nicht klar ist, dass „die Übergriffe, denen sie ausgesetzt waren, strafbar sind“. Oftmals erachten die betroffenen Frauen eine Anzeige als „unnötig“ oder werden von „einem Gefühl der Scham“ davon abgehalten.

    Dem Dokument zufolge sind Minderjährige am häufigsten von sexuellen Übergriffen betroffen. Die meisten Anzeigen werden von Personen unter 18 Jahren erstattet, nur 11,6 % der Anzeigen wurden von Erwachsenen erstattet. Laut der Studie könnte die Tatsache, dass die anzeigenden Personen immer jünger werden, auf den Einfluss der MeToo-Bewegung zurückzuführen sein, die die jüngere Generation für diese Art von Themen besonders sensibilisiert.

    Die meisten Belästigungen fanden in der Region Ile-de-France statt. Das Profil der Täter umfasst ein breites Spektrum an Männern im Alter von 12 bis 72 Jahren. Sexuell motivierte Berührungen, sogenanntes Grabschen, machen 60% der Taten aus.

    Im Jahr 2023 gaben 87% der befragten französischen Frauen an, bereits Opfer von sexuellen Übergriffen, Belästigungen oder sogar Vergewaltigung in öffentlichen Verkehrsmitteln geworden zu sein.

  • Juli: Keine Busse und Straßenbahnen in den Abendstunden in einer Reihe von französischen Städten

    Juli: Keine Busse und Straßenbahnen in den Abendstunden in einer Reihe von französischen Städten

    Bordeaux, Dijon, Marseille und die Region Île-de-France haben außergewöhnliche Maßnahmen angekündigt, um weitere Ausschreitungen in diesen Städten wie nach dem Tod des 17-jährigen Nahel zu verhindern. 

    Ein 14-Juli unter großer Anspannung. Der französische Innenminister Darmanin kündigte am Mittwoch besondere Maßnahmen an, um die Sicherheit der Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag zu gewährleisten, zwei Wochen nachdem gewalttätige Unruhen ganz Frankreich erschüttert hatten. So kündigte Gérald Darmanin landesweit den Einsatz eines „außergewöhnlichen Dispositivs“ von 45.000 Polizisten und Gendarmen an den Abenden des 13. und 14. Juli an, wodurch sich die Gesamtzahl auf 130.000 „Polizisten, Gendarmen und Beamte“, einschließlich der Feuerwehr, erhöht, die von Donnerstagabend bis Samstagmorgen mobilisiert werden.

    Die Sicherheitsdienste befürchten „eine Zunahme der Spannungen und der Gewalt“ vor dem Hintergrund des Todes des 17-jährigen Nahel und der darauf folgenden Gewaltausbrüche. Schon der Nationalfeiertag 2022 war von Angriffen auf Polizeistationen oder Gendarmerien geprägt, hauptsächlich in der Region Île-de-France, in der Region Lyon und in manchen Problemvierteln in der Provinz.

    In mehreren französischen Städten sind Busse und Straßenbahnen daher an den Abenden des 13. und 14. Juli ab 22 Uhr nicht mehr in betrieb. In einigen Orten wird der öffentliche Nahverkehr manchmal sogar noch früher eingestellt.

    In der Region Ile-de-France
    Ile-de-France Mobilités (IDFM) schreibt auf Twitter, dass der Betrieb spätestens um 22 Uhr eingestellt wird. IDFM erklärt, dass die Fahrzeiten der Metro- und RER-Züge am Freitag zur üblichen Zeit enden und nicht verlängert werden, wie es sonst am 14. Juli der Fall ist. Es wird auch keine Nachtzüge geben. „Diese Maßnahme soll die Sicherheit der Bediensteten und Reisenden gewährleisten“, so IDFM.

    In Marseille
    Die Polizeipräfektur teilte am Donnerstag mit, dass die letzten Busse am 13. und 14. Juli um 20 Uhr abfahren werden. Am Freitag, dem 14. Juli, werden einige Straßenbahnlinien vollständig stillstehen. Die Anzahl der U-Bahnen wird daher zeitweilig erhöht.

    In Lyon
    In Lyon stellen die Busse und Straßenbahnen um 21 Uhr ihren betrieb ein und einige Linien werden am Freitagabend insgesamt eingestellt.

    In Toulouse
    Das Busnetz Tisséo v eröffentlichte auf Twitter, dass die Busse ab 21 Uhr allmählich ausgesetzt werden. Die Straßenbahn wird zur selben Zeit vollständig eingestellt, wobei die letzten Züge stellenweise bereits um 20 Uhr fahren.

    In Straßburg
    Für Straßburg meldet der Sender France Bleu Alsace, dass die letzten Abfahrten von Straßenbahnen und Bussen an einigen Haltestellen bereits um 20.30 Uhr stattfinden werden.

    In Bordeaux
    In der Metropole Bordeaux werden die letzten Busse am 14. Juli ebenfalls ab 20:30 Uhr abfahren und danach ihren Betrieb einstellen.

    In Amiens
    In Amiens wird die Route der Stadtbusse aus Sicherheitsgründen angepasst, berichtet France Bleu Picardie: Ab 22 Uhr bis zum Betriebsende um Mitternacht werden Umleitungen eingerichtet.

    In Dijon
    Das öffentliche Verkehrsnetz Divia kündigt an, dass „in Absprache mit den Präfekturdiensten und Dijon métropole“ das Betriebsende der Busse und Straßenbahnen für die beiden Abende spätestens um 22 Uhr erfolgen wird, berichtet France Bleu Bourgogne.

    In Tours
    Im Departement Indre-et-Loire, insbesondere in Tours, werden die öffentlichen Verkehrsmittel nach 22 Uhr nicht mehr verkehren, berichtet France Bleu Touraine.

  • Französischer Staat will bis 2027 8.6 Milliarden in den Regionalverkehr investieren

    Französischer Staat will bis 2027 8.6 Milliarden in den Regionalverkehr investieren

    Laut Verkehrsminister Clément Beaune stellt diese Summe eine Erhöhung „um 50 %“ im Vergleich zu den vorherigen Verträgen mit den regionalen Verwaltungen für den Zeitraum 2015-2022 dar. Der französische Staat will in den kommenden fünf Jahren 8,6 Milliarden Euro für den Regionalverkehr bereitstellen, wie der für Verkehr zuständige Minister am Dienstag, dem 6. Juni, bekannt gab. Laut Clément Beaune bedeutet diese Summe eine Erhöhung um „50 %“ im Vergleich zu den vorherigen Planverträgen, die für den Zeitraum von 2015 bis 2022 mit den regionalen Administrationen abgeschlossen wurden. „Wir beginnen die Diskussion mit den Regionen über die konkrete Umsetzung des Plans von 100 Milliarden Euro für den Schienenverkehr bis 2040“, den Premierministerin Elisabeth Borne versprochen hat, erklärte der Minister gegenüber der regionalen Tagespresse. Clément Beaune muss am Mittwoch formell noch grünes Licht vom Ministerrat erhalten, um auf dieser Grundlage die Verhandlungen mit den den Regionen und den…

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  • Covid-19: Masken bald kostenlos an allen Orten, an denen sie benötigt werden?

    Covid-19: Masken bald kostenlos an allen Orten, an denen sie benötigt werden?

    In einer Stellungnahme, die am Montag, dem 19. Dezember veröffentlicht wurde, empfiehlt der Ausschuss für Gesundheitsüberwachung und Antizipation von Gesundheitsrisiken (Covars) die „kostenlose Bereitstellung von Masken an allen Orten, an denen sie benötigt werden“. Sind Masken bald für alle Franzosen kostenlos? Das jedenfalls empfiehlt der Ausschuss für Gesundheitsüberwachung und Antizipation von Gesundheitsrisiken (Covars) in einer neuen Stellungnahme, die am Montag, dem 19. Dezember veröffentlicht wurde. Angesichts einer „Wiederaufnahme der aktiven Zirkulation von Sars-COV2, einer Überschreitung der epidemischen Schwelle für die Grippe und einer intensiven und frühen Epidemie der Bronchiolitis sowie im Hinblick auf die bevorstehenden Feiertage zum Jahresende, die eine Quelle wichtiger intergenerationeller Kontakte sind“, empfiehlt der Ausschuss die „kostenlose Bereitstellung von Masken an allen Orten, an denen sie benötigt werden“. Die Wissenschaftler fordern außerdem, „die Kosten f…

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  • Covid-19: Wird es in diesem Sommer in öffentlichen Verkehrsmitteln wieder eine Maskenpflicht geben?

    Covid-19: Wird es in diesem Sommer in öffentlichen Verkehrsmitteln wieder eine Maskenpflicht geben?

    Zu einer Zeit, in der Frankreich mit einer siebten Covid-19-Welle konfrontiert ist, haben Städte wie Nizza in ihren öffentlichen Verkehrsmitteln die Maskenpflicht schon wieder eingeführt. Am Dienstag, 5. Juli, wurde die Schwelle von 200.000 neuen Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden überschritten, wodurch das Land endgültig in einen neuen epidemischen Höhepunkt eintrat. Angesichts des hohen Ansteckungsgeschehens beschloss die Touristenstadt Nizza, am Mittwoch, dem 6. Juli, erneut das Tragen von Mundschutz in Verkehrsmitteln vorzuschreiben. Werden die Gesundheitsbehörden bald noch weiter gehen und das Tragen von Masken in allen öffentlichen Verkehrsmitteln in Frankreich vorschreiben? Lernen, mit dem Virus zu leben Generell sollten die Menschen weiterhin auf sich und ihre Angehörigen achten. Nicht nur durch das Tragen von Masken, sondern zum Beispiel auch durch das Lüften von Räumen. Man muss einfach lernen, mit dem Virus zu leben, ist die Meinung einiger Experten. Nach Ansicht von Epid…

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  • Covid-19: Bald wieder Masken im Transportwesen?

    Covid-19: Bald wieder Masken im Transportwesen?

    Die Zahl der Ansteckungen mit Covid-19 stieg am Mittwoch, dem 22. Juni, wieder deutlich an. Einige Wissenschaftler sprechen bereits von einer neuen Welle und fordern die Wiedereinführung der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln. In einer Apotheke werden täglich etwa 100 Antigen-Tests durchgeführt. Das sind viermal so viele wie vor zwei Wochen. Es werden aber nicht nur mehr Tests durchgeführt, sondern auch häufiger positiv auf Covid-19 getestet. Nach einer Beruhigung der Lage ist das Wiederaufflammen der Epidemie nun tatsächlich angekommen. Am 6. Juni wurden etwa 20.000 positive Fälle registriert, zeh Tage später, am 16. Juni waren es schon 44.041. Sollte man angesichts einer BA.5-Variante, die offensichtlich viel ansteckender ist als die vorherigen, und angesichts der bevorstehenden Ferien das Tragen von Mundschutz in den Verkehrsmitteln wieder einführen? Die Impfung beschleunigen Die Wiedereinführung der Maskenpflicht wird von Professor Alain Fischer, dem Vorsitzenden des Ori…

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