Schlagwort: öffentlich-rechtlicher rundfunk

  • Radikaler Umbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks: Der Alloncle-Bericht erschüttert Frankreichs Medienordnung

    Radikaler Umbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks: Der Alloncle-Bericht erschüttert Frankreichs Medienordnung

    Der von dem Abgeordneten Charles Alloncle geleitete Bericht entwickelt sich bereits wenige Tage nach seiner Veröffentlichung zu einem der brisantesten Dokumente zur Zukunft des französischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks seit Jahrzehnten. Das Ergebnis monatelanger parlamentarischer Anhörungen beschränkt sich nicht auf punktuelle Reformvorschläge, sondern entwirft eine umfassende Neuordnung – industriell, redaktionell und institutionell zugleich. Gerade diese systemische Ambition hat eine heftige politische Kontroverse ausgelöst. Eine Logik des Bruchs: Verkleinern, bündeln, fokussieren Im Zentrum des Berichts steht die Diagnose eines strukturellen Übermaßes: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sei zu fragmentiert, zu teuer und in Teilen redundant geworden. Die symbolträchtigste Maßnahme ist dabei die geplante Fusion von France 2 und France 5. Ziel ist es, das Angebot zu straffen und eine große, konkurrenzfähige Vollprogramm-Kette zu schaffen, die sich gegenüber privaten Medienkonzerne…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Zwischen Misstrauen und Notwendigkeit: Warum Frankreichs öffentlich-rechtliche Medien Bestand haben

    Zwischen Misstrauen und Notwendigkeit: Warum Frankreichs öffentlich-rechtliche Medien Bestand haben

    In einer Zeit, in der sich das Vertrauen in klassische Medien quer durch westliche Demokratien erodiert, wirkt Frankreich auf den ersten Blick wie ein Sonderfall. Trotz auch hier verbreiteter Medienskepsis hält eine Mehrheit der Bevölkerung am öffentlich-rechtlichen Rundfunk fest. Dieser scheinbare …

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Die BBC unter Beschuss

    Die BBC unter Beschuss

    Es ist naheliegend, den plötzlichen Rücktritt zweier führender BBC-Manager am Sonntagabend – ausgelöst durch scharfe Kritik der Trump-Regierung – als Fortsetzung des Drucks zu sehen, den Präsident Trump auf Medienorganisationen in den USA ausübt.

    Die beiden Führungskräfte traten zurück, nachdem ein durchgesickertes Memo bekannt geworden war, wonach die BBC eine Rede von Trump, die dem Kapitol-Sturm vom 6. Januar 2021 vorausging, irreführend geschnitten hatte. Dabei wurden Aussagen miteinander verbunden, die in Wirklichkeit etwa 50 Minuten auseinanderlagen.

    Doch die British Broadcasting Corporation ist nicht CBS oder ABC – beide hatten Klagen Trumps wegen ihrer Berichterstattung über ihn beigelegt. Die aktuelle Krise, die laut Experten die schwerwiegendste ist, mit der die BBC seit Jahrzehnten konfrontiert ist, hat weniger mit Trump zu tun, sondern mit den unlösbaren Spannungen, denen ein renommierter öffentlich-rechtlicher Rundfunksender in einer tief gespaltenen Welt ausgesetzt ist.

    Von politischen Gegnern verteufelt, die ihr eine chronische Parteilichkeit – in diesem Fall nach links – vorwerfen, und von konkurrierenden Nachrichtenorganisationen angegriffen, die sich an ihrer öffentlichen Finanzierung stören, ist die BBC in Großbritannien ein dauerhafter Spielball politischer Auseinandersetzungen. Aufgrund ihrer globalen Reichweite gerät sie regelmäßig auch mit ausländischen Regierungen aneinander – etwa in Indien oder den USA.


    Eine Reihe von Problemen

    Die Dokumentation zum 6. Januar 2021 war der unmittelbare Auslöser, doch der Rücktritt von Generaldirektor Tim Davie und der Nachrichtenchefin Deborah Turness folgt auf eine Reihe von Kontroversen über die Berichterstattung des Senders zu anderen sensiblen Themen – darunter der Krieg zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas sowie die Rechte von Transpersonen.

    Davie, ein langjähriger BBC-Manager mit beruflichen Wurzeln im Marketing, nicht im Journalismus, musste seit seiner Ernennung 2020 eine Krise nach der anderen durchstehen.

    Ihm wurde unter anderem vorgeworfen, im Fall eines BBC-Moderators, dem sexuelles Fehlverhalten vorgeworfen wurde, nicht schnell genug gehandelt zu haben. Außerdem sah er sich mit einer internen Rebellion konfrontiert, nachdem er einen beliebten Fußballmoderator suspendiert hatte, der die Asylpolitik der konservativen Regierung mit derjenigen Deutschlands in den 1930er-Jahren verglichen hatte.

    Im Jahr 2024 stand Davie erneut unter Beobachtung, als Kritiker ihm vorwarfen, er habe nicht angemessen auf Vorwürfe wegen unangemessener körperlicher Annäherung und Sprache des „MasterChef“-Moderators Gregg Wallace gegenüber Kolleginnen und Kollegen reagiert.

    Der Krieg zwischen Israel und der Hamas brachte eine neue Welle von Schwierigkeiten mit sich. Eine im Jahr 2025 ausgestrahlte Dokumentation mit dem Titel „Gaza: How to Survive a War Zone“ geriet in heftige Kritik, als bekannt wurde, dass der Vater des 13-jährigen Erzählers ein Hamas-Funktionär war. Davie ließ den Film daraufhin aus der BBC-Mediathek (iPlayer) entfernen und erklärte, er habe das Vertrauen in das Projekt verloren.

    Im vergangenen Sommer musste Davie erneut in die Defensive gehen, als die BBC bei einem Auftritt des britischen Punk-Rap-Duos Bob Vylan auf dem Glastonbury Festival nicht die Liveübertragung unterbrochen hatte – obwohl das Duo das Publikum zu einem Sprechchor „Death to the I.D.F.“ (gemeint ist das israelische Militär) animiert hatte.


    Der Trump-Faktor

    Schon bevor Trump sich öffentlich zu Wort meldete, war die BBC regelmäßig Zielscheibe konservativer Politiker wie zum Beispiel dem ehemaligen Premier Boris Johnson. Dieser forderte kürzlich „Köpfe müssen rollen“ als Reaktion auf die Dokumentation zum 6. Januar 2021.

    Nigel Farage, der rechtspopulistische Vorsitzende der einwanderungskritischen Partei Reform UK, warf der BBC „Wahlbeeinflussung“ vor. Er sagte, er habe die Angelegenheit letzten Freitag mit Trump besprochen, und der US-Präsident habe seine Meinung in einer „nicht zitierfähigen Form“ geäußert.

    Trotz des ständigen Trommelfeuers an Kritik genießt die BBC laut einer Studie des Pew Research Center unter Zuschauern mehr Vertrauen als die großen US-Sender. Während der Amtszeit von Davie konnte sie auch im Bereich Unterhaltung Erfolge erzielen.

    Die britische Regierung hat der BBC ihre verhaltene Unterstützung ausgesprochen. Doch Trumps Rolle in der Angelegenheit bringt Premierminister Keir Starmer in eine unangenehme Lage. Er versucht, Konflikte mit Trump über Themen wie Zölle oder den Krieg in der Ukraine zu vermeiden. Am Montag bezeichneten ranghohe Regierungsvertreter die Situation als „lehrreichen Moment“ für den Sender – selbst die entschlossensten Verteidiger der BBC stimmten dem zu.

    „Was jetzt das Beste für die BBC wäre, ist ein echter Neustart und die konsequente Aufarbeitung dieser Vorgänge“, sagte Claire Enders, Medienanalystin aus London. „Wenn die BBC politische Parteinahme zeigt, ist das in der heutigen Welt das Gefährlichste, was sie tun kann.“


    Weitere wichtige Nachrichten

    Der US-Senat hat ein Abkommen zur Beendigung des Shutdowns der Regierung verabschiedet

    Der Senat verabschiedete gestern ein Gesetz zur Beendigung des längsten Shutdowns in der Geschichte der Vereinigten Staaten, nachdem eine Gruppe abtrünniger Demokraten sich den Republikanern angeschlossen hatte. Das Gesetz wurde ohne die zentrale Gesundheitsversorgungsklausel verabschiedet, auf die die Demokraten wochenlang gedrängt hatten.

    Nun geht das Gesetz ins Repräsentantenhaus, das möglicherweise bereits heute oder am Mittwoch darüber abstimmen wird. Doch angesichts der nur knappen republikanischen Mehrheit und der heftigen Opposition der Demokraten könnte die Abstimmung knapp ausfallen. Trump hat angedeutet, dass er das Gesetz unterzeichnen wird.

    Die US-Regierung ist seit über 40 Tagen stillgelegt – Hunderttausende Bundesangestellte wurden beurlaubt, Millionen Amerikaner sind von der Kürzung der Lebensmittelhilfe bedroht, weitere Millionen vom Chaos im Flugverkehr betroffen.


    Weitere Meldungen

    • Der syrische Präsident Ahmed al-Shara traf sich gestern mit Trump. Es war der erste Besuch eines syrischen Staatsoberhaupts im Weißen Haus.
    • Die ukrainische Antikorruptionsbehörde gab bekannt, ein groß angelegtes Bestechungssystem im staatlichen Atomenergieunternehmen aufgedeckt zu haben.
    • Frankreichs früherer Präsident Nicolas Sarkozy wurde unter Auflagen aus der Haft entlassen.
    • Der Oberste Gerichtshof der USA lehnte es ab, eine Revision seiner historischen Entscheidung aus dem Jahr 2015 zur Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe zu prüfen.
    • In einem dicht besiedelten Viertel Neu-Delhis explodierte während der Hauptverkehrszeit ein Auto – mindestens acht Menschen wurden getötet.

    P. Tiko

  • Frankreichs öffentlicher Sender im Krisenmodus: Rechnungshof schlägt Alarm bei France Télévisions

    Frankreichs öffentlicher Sender im Krisenmodus: Rechnungshof schlägt Alarm bei France Télévisions

    Ein Donnerschlag aus Paris: Am 23. September 2025 veröffentlichte die französische Cour des comptes, der Rechnungshof, einen Bericht, der France Télévisions in ein grelles Licht taucht. Die Prüfer sprechen von einer „kritischen finanziellen Situation“ – und warnen, dass die Lage ohne strukturelle Reformen schlicht nicht tragfähig sei. Hinter der nüchternen Verwaltungssprache verbirgt sich nichts weniger als die Zukunft des größten öffentlichen Fernsehsenders des Landes. Zahlen, die wehtun 2025 rechnet France Télévisions mit einem Minus von 40 Millionen Euro. Schon in den Jahren zuvor häuften sich Defizite: Zwischen 2017 und 2024 entstand ein kumulierter Fehlbetrag von 81 Millionen Euro. Die Eigenmittel sind dramatisch gesunken – von 294 Millionen Euro im Jahr 2017 auf nur noch 179 Millionen in 2025.Dazu kommt eine angeschlagene Liquidität. Wer investieren will, braucht aber freie Mittel. Genau hier liegt das Dilemma: Während die Zuschauerzahlen solide bleiben, bricht die finanzielle Ba…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…