Schlagwort: Obst

  • Kommentar: Wenn die Hitze unseren Speiseplan schreibt

    Kommentar: Wenn die Hitze unseren Speiseplan schreibt

    Die Wassermelone ist längst mehr als nur eine Sommerfrucht. Sie ist zum Symbol einer neuen Zeit geworden. Einer Zeit, in der die Temperaturen steigen, die Böden austrocknen und die Menschen unbewusst beginnen, ihre Gewohnheiten zu verändern. Wer heute durch Frankreich geht, sieht es überall: auf Märkten, in Supermärkten, auf Picknickdecken und Familientischen. Wo früher deftige Mahlzeiten den Sommer begleiteten, liegt heute oft eine aufgeschnittene Wassermelone im Mittelpunkt.

    Das wirft eine spannende Frage auf: Macht uns die neue Umwelt im Klimawandel am Ende zu Vegetariern?

    Natürlich wird niemand über Nacht sein Steak gegen eine Scheibe Melone eintauschen. Doch der Wandel beginnt selten mit großen Entscheidungen. Er schleicht sich leise in den Alltag. Wenn die Luft selbst am Abend noch flimmert, wenn jede Bewegung Kraft kostet und der Körper nach Frische statt nach Schwere verlangt, verändert sich auch der Appetit. Salate, Obst, Gemüse und wasserreiche Lebensmittel wirken plötzlich nicht wie Verzicht, sondern wie Erlösung.

    Die Wassermelone erzählt genau diese Geschichte.

    Während Frankreich unter immer häufigeren Hitzewellen leidet, steigt ihr Konsum Jahr für Jahr. Gleichzeitig kämpfen viele Regionen Europas mit Wasserknappheit, Ernteausfällen und schwieriger werdenden Bedingungen für die Tierhaltung. Die Landwirtschaft steht vor einer gewaltigen Herausforderung. Was heute noch selbstverständlich erscheint, könnte morgen zum Luxus werden.

    Man muss kein Wissenschaftler sein, um die Entwicklung zu spüren. Die Natur sendet ihre Botschaften inzwischen mit Nachdruck. Vertrocknete Felder, erschöpfte Flüsse und wochenlange Hitzeperioden sind keine Schlagzeilen mehr, sondern Realität. Und der Mensch reagiert darauf. Vielleicht nicht aus Überzeugung, sondern aus Anpassung.

    Das ist der eigentliche Kern dieser Veränderung.

    Nicht Ideologien treiben viele Menschen zu pflanzlicheren Lebensmitteln, sondern die Umwelt selbst. Der Körper sucht Kühlung. Die Märkte passen ihr Angebot an. Die Landwirtschaft orientiert sich neu. Aus einem persönlichen Geschmack wird schrittweise eine gesellschaftliche Entwicklung.

    Dabei steckt in der Wassermelone eine gewisse Ironie. Während sie als Symbol für Erfrischung gefeiert wird, erinnert ihr Erfolg zugleich an die Ursachen ihres Booms. Je heißer die Sommer werden, desto größer die Nachfrage. Die Frucht profitiert von einer Entwicklung, die niemand wirklich begrüßen kann.

    Und doch zeigt sie auch etwas Hoffnungsvolles.

    Der Mensch besitzt eine erstaunliche Fähigkeit zur Anpassung. Vielleicht führt uns der Klimawandel nicht vollständig in eine vegetarische Zukunft. Aber er könnte uns lehren, bewusster zu essen, saisonaler zu denken und pflanzlichen Lebensmitteln einen größeren Platz auf dem Teller einzuräumen. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern ganz pragmatisch.

    Am Ende entscheidet womöglich nicht die Politik, nicht die Lebensmittelindustrie und nicht einmal die Moral darüber, was wir essen.

    Sondern die Temperaturanzeige vor dem Fenster.

    Ein Kommentar von Christine Macha

  • Überschwemmungen in Spanien: Auswirkungen auf die Obst- und Gemüseversorgung in Frankreich

    Überschwemmungen in Spanien: Auswirkungen auf die Obst- und Gemüseversorgung in Frankreich

    Schwere Überschwemmungen im Südosten Spaniens, insbesondere in der Region Valencia, bedrohen die Ernte von Zitrusfrüchten und anderen Obst- und Gemüsesorten, die auch in Frankreich stark nachgefragt sind. Viele Obstgärten in Valencia stehen derzeit unter Wasser, was potenziell weitreichende Folgen für den Markt haben könnte.

    Gefährdete Clementinen-Ernte

    Die spanischen Clementinen, die auf den Märkten in Südfrankreich verkauft werden, stammen zwar aktuell noch von Früchten, die vor den Überschwemmungen geerntet wurden. Doch die Zukunft der Clementinen-Lieferungen bleibt ungewiss, wie der erfahrene Obst- und Gemüsehändler Eugène Giogli aus Perpignan erklärt: „Clementinen sind unsere Hauptprodukte und normalerweise bis April erhältlich. Aber im Moment wissen wir nicht, was kommen wird.“

    Verknappte Lieferungen und drohende Engpässe

    Die extremen Regenfälle haben viele Felder in Valencia überflutet und erhebliche Schäden verursacht. Erste Auswirkungen zeigen sich bereits in der Lieferkette: Die Obst- und Gemüsegenossenschaft ANECOOP in Perpignan erhält mittlerweile etwa dreimal weniger Lieferungen aus Valencia. Selbst wenn die Transporte bald wieder vollständig laufen, könnten die Auswirkungen auf die Ernte erheblich sein.

    Noch keine genauen Schätzungen der Ernteverluste

    Es ist in Spanien derzeit noch zu früh, das gesamte Ausmaß der Schäden an Obst- und Gemüseplantagen zu beziffern. Doch es ist abzusehen, dass nicht nur Clementinen, sondern auch andere beliebte spanische Exportprodukte wie Orangen und Tomaten betroffen sein könnten. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, wie stark die Überschwemmungen die Versorgung beeinflussen und ob Engpässe auf den Märkten drohen.

  • Kiwis zum Selberpflücken – Schnäppchen im Departement Maine-et-Loire

    Kiwis zum Selberpflücken – Schnäppchen im Departement Maine-et-Loire

    Die Region Maine-et-Loire ist bekannt für ihre landwirtschaftliche Vielfalt, und inzwischen mischt auch die Kiwi kräftig mit. Frankreich ist der drittgrößte Kiwi-Produzent in Europa, und der lokale Bauer Patrice Pousin wirbt mit einer originellen Idee: Er lädt alle, die Lust haben, dazu ein, die Kiwis selbst zu pflücken – und das zu unschlagbaren Preisen. Die Selbsternte hat sich hier als echter Renner entpuppt, und das nicht nur wegen der Preise. Mit vollen Händen und einem Lächeln nach Hause Im Spätherbst, wenn die Kiwis reif sind, strömen die Menschen für etwa zehn Tage auf den Hof, um sich die süßen Früchte selbst zu pflücken. Da kommen ganze Familien zusammen, die das Pflücken wie ein kleines Ritual zelebrieren – wie eine Kundin erklärt: „Ich hole mir hier immer Kiwis für die nächsten vier Monate.“ Eine andere ergänzt: „Das sollte jeder wenigstens einmal im Leben gemacht haben!“ Neben der Freude an der Ernte kommt die Ersparnis: Während Supermärkte pro Stück 80 bis 90 Cent verlang…

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  • Vallée du Rhône: Die tollen Obststände am Strassenrand, an denen man nicht vorbeifahren sollte

    Vallée du Rhône: Die tollen Obststände am Strassenrand, an denen man nicht vorbeifahren sollte

    Das Rhône-Tal, ein Paradies für Feinschmecker und Genießer, bietet weit mehr als nur malerische Landschaften und historische Stätten. Auf der Fahrt durch diese bezaubernde Region locken die bunten Obststände am Straßenrand die Reisenden an. Besonders entlang der Nationalstraße 7 in der Drôme verströ…

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  • Der korsische Pomelo: Ein saftiges Wunder aus dem Zitrusparadies

    Der korsische Pomelo: Ein saftiges Wunder aus dem Zitrusparadies

    Hat es Sie je gewundert, warum der Geschmack korsischer Pomelos so unvergleichlich ist? Diese Juwelen der Natur, direkt aus der Hochburg der Agrumenkultur – der Haute-Corse – sind mehr als nur Früchte; sie sind ein Stück korsischer Tradition und Qualität. Die Region Haute-Corse, bekannt als die Wieg…

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  • Pestizide in Gemüse: Frankreich schneidet besser ab als Spanien

    Pestizide in Gemüse: Frankreich schneidet besser ab als Spanien

    Obst und Gemüse in Frankreich wurden von der Zeitschrift „Que Choisir“ unter die Lupe genommen. Frankreich schneidet gut ab, mit saubereren Produkten, die das Ergebnis verbesserter Anbaumethoden sind. Aber die Preise steigen in die Höhe. Appetitliches Obst und Gemüse, das in Frankreich, aber auch im Ausland, vor allem in Spanien, angebaut wird, wurde untersucht. Einige Verbraucher sind durchaus misstrauisch. Ist französisches Obst und Gemüse wirklich gesünder? Ja, sagt die Verbraucherzeitschrift Que Choisir. In französischem Gemüse finden sich nur halb so viele Pestizidrückstände wie in importiertem Gemüse. Beispielsweise finden sich in 55 % der französischen Paprika Spuren von Pestiziden, während es in Spanien 79 % sind. Versuch einer Erklärung: In der Provinz Almeria im Süden Spaniens befindet sich ein riesiges Mosaik aus Gewächshäusern. Mehr als 30.000 Hektar Land sind dem Anbau von Gemüses gewidmet. Die Spezialität des Gemüsebauern Antonio Zamoras etwa ist Paprika. Auf drei Hektar…

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  • Frankreich: Obst und Gemüse widerstehen der Inflation

    Frankreich: Obst und Gemüse widerstehen der Inflation

    In Frankreich halten Obst und Gemüse der Inflation stand. An den Marktständen sind insbesondere Zucchini im Vergleich zu 2022 um 47 Cent billiger geworden. Wie lässt sich das erklären? An den Ständen auf dem Markt in Bessières (Haute-Garonne) trotzen sie der Inflation. Nach den neuesten Erhebungen s…

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  • Kann Obst und Gemüse der Saison den Energieverbrauch senken?

    Kann Obst und Gemüse der Saison den Energieverbrauch senken?

    Gemüse oder Obst, die in gewärmten Treibhäusern gezüchtet oder künstlich gereift werden, verbrauchen viel mehr Energie als saisonale Produkte. Ist es bald vorbei mit den Erdbeeren, Tomaten und Kirschen, die selbst im Dezember in den Supermarktregalen zum Verkauf angeboten werden? Diese Frage kann man sich stellen, seit Frankreich mit allen Mitteln versucht, seinen Energieverbrauch zu senken.Ist die französische Gesellschaft auf dem Weg zu umweltbewussteren Entscheidungen und dem Ende des Überflusses an verschiedenen Gemüse- und Obstsorten? Tipps zum sparsamen Umgang mit Energie gibt es seit Beginn des Sommers, und je kälter die Monate werden, desto mehr rückt das Thema in den Vordergrund: nicht alle vier Herdplatten in der Küche gleichzeitig aufheizen, das WLAN vor dem Wochenendausflug ausschalten, den Fernseher nicht einschalten, wenn man nicht schaut, oder die Heizung nicht höher als 19 Grad aufzudrehen. Energie sparen fängt allerdings schon auch auf dem Teller an – ganz einfach, ind…

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  • Verbraucherportal ‚UFC Que choisir‘ warnt vor Pestiziden in 50% der Obst- und Gemüsesorten

    Verbraucherportal ‚UFC Que choisir‘ warnt vor Pestiziden in 50% der Obst- und Gemüsesorten

    Die Verbraucherorganisation UFC Que Choisir meldet am Donnerstag, dass 50% der Obst- und Gemüsesorten aus intensiver Landwirtschaft mit riskanten Pestiziden kontaminiert sind. Biologische Produkte seien weitaus weniger betroffen. Nicht weniger als 150 krebserregende, mutagene, reprotoxische oder endokrinschädigende Substanzen wurden gefunden. Am Donnerstag, 23. März, veröffentlichte die Verbraucherorganisation UFC Que Choisir eine Studie über die offiziellen Analysen von 14.000 amtlichen Gesundheitskontrollen von in Frankreich verkauften Lebensmitteln. Diese Studie zeigt, dass mehr als die Hälfte der getesteten Obst- und Gemüsesorten aus intensiver Landwirtschaft „mit Pestiziden belastet sind, die im Verdacht stehen, krebserregend, fortpflanzungsgefährdend oder DNA-schädigend zu sein oder endokrine Störungen zu verursachen“, betont die Verbraucherorganisation. Nach der Auswertung der offiziellen Analysen dieser 14.000 Proben von biologischen und konventionellen Produkten gibt UFC Que C…

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