Schlagwort: Obdachlose

  • Wohnungsnot: Zahl der Obdachlosen in Frankreich hat sich in zehn Jahren verdoppelt

    Wohnungsnot: Zahl der Obdachlosen in Frankreich hat sich in zehn Jahren verdoppelt

    Christophe Robert, Generaldirektor der Abbé-Pierre-Stiftung, schlägt Alarm wegen der aktuellen Wohnungsnot in Frankreich. Trotz der Erhöhung der Zahl der Plätze in Notunterkünften „leben zu viele Menschen auf der Straße, Familien, alleinstehende Frauen mit Kindern rufen die Nummer 115 an, und man antwortet ihnen: ‚Nein, die Unterkunft ist voll'“, beklagt Christophe Robert, Generaldirektor der Stiftung Abbé Pierre. „Die Zahl der Menschen ohne festen Wohnsitz hat sich in zehn Jahren verdoppelt“, sagt er. Seiner Meinung nach ist dies zum Teil auf die steigenden Wohnkosten zurückzuführen. Christophe Robert zufolge sind zwei Faktoren für die angespannte Lage bei der Suche nach einer Sozialwohnung verantwortlich. „Erstens hat die Regierung 2018 beschlossen, das Budget für Sozialwohnungen zu kürzen“, erklärte Robert auf dem Sender France 2. Zweitens spielten externe Parameter eine Rolle, wie die Erhöhung der Zinssätze sowie der Anstieg der Baukosten. Diese Problematiken gelten nicht nur für d…

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  • Médecins du Monde kritisiert „deutliche Verschlechterung“ für Obdachlose in Frankreich

    Médecins du Monde kritisiert „deutliche Verschlechterung“ für Obdachlose in Frankreich

    Ein etwa 50-jähriger Mann, der seit mindestens 20 Jahren auf der Straße lebte, starb am 2. Januar in einem Krankenhaus in Paris. Ein weiterer Mann, der etwa 60 Jahre alt wurde und seit zehn Jahren auf der Straße lebte, starb am 9. Januar in der französischen Hauptstadt. Die Organisation Médecins du Monde fordert die französische Regierung auf, endlich „das Ausmaß der Dringlichkeit zu erkennen“. Die Organisation Médecins du Monde (MDM) kritisierte am Dienstag, dem 16. Januar, eine „deutliche Verschlechterung“ der Situation von auf der Straße lebenden Menschen in Frankreich und berichtete von mindestens zwei toten Obdachlosen in Paris seit Beginn des Jahres 2024. Ein etwa 50-jähriger Mann, der seit 20 Jahren auf der Straße lebte, starb am 2. Januar im Krankenhaus. Ein anderer Mann, der etwa 60 Jahre alt war und seit zehn Jahren auf der Straße lebte, starb am 9. Januar auf dem Place de la République. „Die Straße tötet, die Straße macht krank, wir schlagen Alarm, damit diese Todesfälle auf…

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  • 120 Millionen Euro für Notunterkünfte: „Es muss sehr schnell gehen“ fordert die Abbé Pierre Stiftung

    120 Millionen Euro für Notunterkünfte: „Es muss sehr schnell gehen“ fordert die Abbé Pierre Stiftung

    Man muss „alle leeren Gebäude finden, sie einrichten und von den Vereinen verwalten lassen“, fordert der Generaldelegierte der Stiftung, Christophe Robert.

    „Das ist eine gute Nachricht, aber jetzt muss es sehr schnell gehen, um diese Plätze zu schaffen“, reagierte der Generaldelegierte der Fondation Abbé Pierre, Christophe Robert, am Dienstag, dem 9. Januar, auf dem Sender Franceinfo auf die Ankündigung des Ministers für Wohnungsbau Patrice Vergriete vom Montag. Vergriete kündigte an, dass zusätzliche Mittel in Höhe von 120 Millionen Euro bereitgestellt würden, um „das System der Notunterkünfte zu stärken“, in einer Zeit, in der Frankreich einen heftigen Kälteeinbruch erlebt.

    „Wir fordern die Regierung auf, mit den Präfekten Notfallzellen einzurichten, um alle leeren Gebäude zu finden, sie einzurichten und von Vereinen verwalten zu lassen“, forderte der Generaldelegierte der Stiftung Abbé Pierre, Christophe Robert. Er beschreibt eine „wirklich angespannte Situation“.

    „In den letzten Wochen gab es ungefähr 5.300 Personen, die die Notrufnummer 115 anriefen und denen keine Hilfe angeboten werden konnte, darunter mehr als 1.300 Kinder.“ (Christophe Robert Generaldelegierter der Fondation Abbé Pierre gegenüber Franceinfo).

    Dabei sind diejenigen, für die die Notrufnummer keine Option mehr ist, noch gar nicht berücksichtigt. Denn: „Wir wissen, dass zwei Drittel der Obdachlosen sie nicht mehr anrufen, weil sie dort keine Hilfe finden. Seit Monaten schlagen wir Alarm, um zu erklären, dass vor allem in den Großstädten Tausende die Notrufnummer 115 anrufen, weil sie nicht wissen, wo sie schlafen sollen, wenn es Abend wird“, betont Robert.

  • Kältewelle: Notfallplan für große Kälte in Paris ab Montag aktiviert

    Kältewelle: Notfallplan für große Kälte in Paris ab Montag aktiviert

    Angesichts des starken Temperatursturzes hat der Präfekt von Paris beschlossen, ab Montag, dem 8. Januar, den Notfallplan für große Kälte in Paris zu aktivieren. Ein Plan, der die Öffnung zusätzlicher Plätze in Notunterkünften für obdachlose ermöglichen wird.

    Angesichts der großen Kälte zieht die Präfektur der Region Île-de-France alle Register, um Menschen, die auf der Straße leben, in Sicherheit zu bringen. Die Präfektur gab am Sonntag, dem 7. Januar, bekannt, dass Marc Guillaume, Präfekt von Paris, beschlossen hat, ab Montag den Notfallplan für große Kälte in Paris zu aktivieren. Im Laufe der Woche werden 274 zusätzliche Plätze in Notunterkünften zur Verfügung gestellt. Ab Sonntagabend werden „50 Plätze für Familien oder alleinstehende Frauen und 50 Plätze für alleinstehende Männer geöffnet“, so die Präfektur.

    Der Notfallplan für große Kälte wird aktiviert, um auf den starken Temperaturabfall in den kommenden Tagen zu reagieren. Ein Plan, der bereits in 39 Departements, in Ostfrankreich oder auch im Cantal umgesetzt wurde, um die am meisten gefährdeten Menschen zu schützen. Parallel zu den Kälteplänen haben auch mehrere Vereinigungen, darunter der Malteserorden, beschlossen, ihre Streifenfahrten zu intensivieren, da die Zahl der Menschen, die in der Hauptstadt auf der Straße leben und schlafen, im Vergleich zu 2022 um 16 % gestiegen ist.

  • Obdachlose Kinder in Pariser Schulen untergebracht: Senator kritisiert das als „Notlösung“

    Obdachlose Kinder in Pariser Schulen untergebracht: Senator kritisiert das als „Notlösung“

    Der Senator der kommunistischen Partei Ian Brossat fordert die Schaffung von weiteren „10.000 Plätzen für Notunterkünfte“.

    Familien mit Kindern, die in Paris auf der Straße schliefen, wurden im Herbst in Schulen untergebracht. „Da sind alles bloß Notlösungen“, reagierte Ian Brossat, Senator von Paris und Sprecher der kommunistischen Partei PCF, am Sonntag, dem 26. November, auf dem Sender Franceinfo. „Man schätzt, dass es in Paris 400 Kinder gibt, die auf der Strasse schlafen“, so Ian Brossat. „Das ist eine Situation, die unerträglich und unwürdig ist“. Der kommunistische Senator sagt: „Der Staat und die Regierung müssen dringend Unterbringungsmöglichkeiten schaffen. Wir gehen davon aus, dass uns landesweit 10.000 Unterbringungsplätze fehlen“.

    Bei den obdachlosen Familien, handelt es sich meist um Menschen, die keine Papiere haben und deswegen keine Möglichkeit haben, in Sozialwohnungen zu leben. „In der Zwischenzeit brauchen wir zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten. Schätzungen zufolge gibt es in Paris 400 Kinder, die im Freien schlafen. Landesweit schätzt Unicef, dass es 3000 sind. Das ist eine unerträgliche und unwürdige Situation in der siebtgrößten Wirtschaftsmacht der Welt.“

    Die Stadt Paris hatte die die Öffnung von leerstehenden Gymnasien gefordert. Laut Ian Brossat verfolgt die Regierung ein zynisches Kalkül, das darin besteht, die Aufnahmebedingungen für Familien zu verschlechtern, die aus dem Ausland kommen. Die Regierung sei davon überzeugt, dass eine Verschlechterung der Aufnahmebedingungen die Menschen davon abhalten werde, nach Frankreich zu kommen. Die Realität sei aber, dass die Aufnahmebedingungen seit Jahren verschlechtert werden und trotzdem immer noch Familien nach Frankreich kommen. Brossat hält es für unwürdig, dass Frankreich nicht in der Lage ist, diesen Menschen eine Unterkunft zu bieten. „Wir sprechen hier von Kindern, die manchmal nur wenige Monate alt sind, die ein oder zwei Jahre alt sind und die sich auf der Straße oder in Notunterkünften wiederfinden. All das kann so nicht weitergehen.“

    Senator Brossat fordert, dass den lokalen Gebietskörperschaften das Recht auf Requisition übertragen wird. Dass die Gebietskörperschaften, die Städte, die Möglichkeit haben, seit langer Zeit leerstehende Gebäude wie Büros oder Hotelgebäude zu requirieren, damit niemand mehr im Freien schlafen muß. Derzeit liegt das Recht zur Beschlagnahmung in der Hand des jeweiligen Präfekten und bislang wenden es die Präfekturen nie an.

    „Jedes Mal, wenn wir den Präfekten auf leerstehende Gebäude hinweisen, antwortet er uns, dass er nur beschlagnahmen würde, wenn der Eigentümer damit einverstanden sei…“

  • Armut in Frankreich: Allein in Lyon suchen 14.000 Menschen ein Dach über dem Kopf

    Armut in Frankreich: Allein in Lyon suchen 14.000 Menschen ein Dach über dem Kopf

    Ein Bericht des Senders Franceinfo über den Spendenaufruf des Samu social de Lyon.

    Zum ersten Mal in seiner Geschichte rief der Samu social de Lyon (Departement Rhône) zu Spenden auf, um die Notsituation zu bewältigen. Auf die Frage nach den Beweggründen erklärte Pascal Isard, Generaldirektor von Alynea: „Was diese beispiellose Initiative motiviert hat, ist eine Situation von ebenso beispiellosem Ernst. Derzeit gibt es im Gebiet der Metropole Lyon 14.000 Personen, die eine Unterkunft (…) suchen. Das sind doppelt so viele wie vor fünf Jahren“. Seiner Meinung nach „darf man diese Situation nicht länger hinnehmen“.

    „Babys schlafen im Freien“
    Marie-Charlotte Garin, Abgeordnete der Grünen im Departement Rhône, verbrachte die Nacht zum Donnerstag in einer Schule in Lyon an der Seite eines obdachlosen Paares und ihrer Kinder. Diese Nacht, so versichert sie, habe sie „mit viel Wut“ erlebt. „Es ist nicht normal, dass in einem Land wie Frankreich 2.822 Kinder auf der Straße schlafen“, sagt sie und präzisiert: „Heute gilt in der Metropole Lyon als Kriterium für eine akute Gefährdung und um Kinder sofort in Obdach zu bringen, dass es sich um eine Mutter und ein Kind handeln muss, das jünger als ein Jahr ist.“

    Die Parlamentarierin bedauert, dass „Kinder und Babys im Freien schlafen“, in Lyon wie auch anderswo im Land.

  • Olympiade Paris 2024: Menschenrechtsorganisationen warnen vor „sozialer Säuberung“ in Paris

    Olympiade Paris 2024: Menschenrechtsorganisationen warnen vor „sozialer Säuberung“ in Paris

    Sie starten eine Aufklärungskampagne und haben einen offenen Brief verfasst, um das „Organisationskomitee, seinen Präsidenten Tony Estanguet, die Athleten und die Verbände, Sponsoren und Partner der Spiele“ zu sensibilisieren. Sie befürchten eine „soziale Säuberung“ der Straßen von Paris während der Olympischen und Paralympischen Spiele 2024. Mehr als 60 Organisationen starten am Montag, dem 30. Oktober, eine Sensibilisierungskampagne. Auf Initiative von Médecins du Monde wird in einem offenen Brief an das „Organisationskomitee, seinen Präsidenten Tony Estanguet, die Athleten und die Verbände, Sponsoren und Partner der Spiele“ appelliert. Für dieses Kollektiv bringen große Sportveranstaltungen ein „erwiesenes Risiko einer sozialen Säuberung der Straßen“ mit sich, mit „Vertreibung von Obdachlosen, Abbau von Notunterkünften, Schließung von Anlaufstellen, Einstellung der Verteilung von Lebensmittelhilfe usw.“. Die Unterzeichner fordern die staatlichen Behörden daher auf, „eine ehrgeizige …

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  • Frankreich: Mindestens 624 Obdachlose starben im vergangenen Jahr auf der Straße

    Frankreich: Mindestens 624 Obdachlose starben im vergangenen Jahr auf der Straße

    Einer von fünf dieser Todesfälle war ein gewaltsamer Tod (Angriff, Unfall, Selbstmord) und einer von sieben war auf eine Krankheit zurückzuführen, so ein Bericht, der am Freitag veröffentlicht wurde.

    Mindestens 624 Menschen, die auf der Straße oder in Notunterkünften lebten, starben im Jahr 2022. Dies geht aus einem Bericht hervor, den das Kollektiv Les Morts de la rue am Freitag, dem 27. Oktober veröffentlichte. Es handele sich um ein „skandalöses gesellschaftliches Drama“, kommentierte das Kollektiv in einer Pressemitteilung. Die Zahl blieb im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Nach den gesammelten Daten waren 87% dieser Menschen Männer, die häufiger und länger auf der Straße leben. Die obdachlosen Menschen starben „sehr früh“: im Durchschnitt mit 49 Jahren, was einem Unterschied von mehr als 30 Jahren in der Lebenserwartung gegenüber der Allgemeinbevölkerung entspricht.

    Das Durchschnittsalter der im Jahr 2022 verstorbenen obdachlosen Frauen betrug 46 Jahre, das der obdachlosen Männer 50 Jahre, obwohl Frauen in der französischen Gesamtbevölkerung eine höhere Lebenserwartung (85 Jahre im Jahr 2022) als Männer (79 Jahre) haben. Dieser Unterschied auf der Straße kann durch „das Vorhandensein bestimmter Krankheiten, die bei Frauen häufiger auftreten als bei Männern“ erklärt werden, so der Bericht, der darauf hinweist, dass Frauen vor ihrem Tod häufiger ins Krankenhaus eingeliefert werden als Männer.

    Zahl der Obdachlosen hat sich in Frankreich in zehn Jahren verdoppelt.
    Der öffentliche Raum ist der häufigste Sterbeort, dies war der Fall für 34% der Männer und 21% der Frauen. Etwas mehr Frauen als Männer beenden ihr Leben in einem Pflegeheim (38 % gegenüber 31 % der Männer), was auch der Tatsache entspricht, dass sie sich häufiger als Männer in Unterbringungseinrichtungen einfinden. Jeder fünfte Todesfall ist auf einen gewaltsamen Tod (Überfall, Unfall, Selbstmord) und jeder siebte auf eine Krankheit zurückzuführen.

    Die Zahl der Wohnungslosen in Frankreich hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt und wird nach der jüngsten Zählung der Stiftung Abbé-Pierre im Jahr 2022 bei über 330.000 Personen liegen. Immer mehr Frauen, ganze Familien und Minderjährige leben in Frankreich auf der Straße.

  • Obdachlosen in Saint-Malo getötet: Verdächtiger in Polizeigewahrsam

    Obdachlosen in Saint-Malo getötet: Verdächtiger in Polizeigewahrsam

    Ein Mann ohne festen Wohnsitz ist am Freitag in Saint-Malo erschlagen worden. Der Verdächtige, der am nächsten Tag festgenommen werden konnte, war bereits mehrfach verurteilt worden, unter anderem wegen schwerer Gewalt.

    Nach dem Tod eines obdachlosen Mannes am Freitagabend, dem 6. Oktober, auf dem Boulevard Tréhouart in Saint-Malo im Département Ille-et-Vilaine wurde am Samstagmorgen, dem 7. Oktober, ein Verdächtiger in Saint Malo verhaftet und in Polizeigewahrsam genommen, wie der Sender France Bleu Armorique am Sonntag, dem 8. Oktober, von der Staatsanwaltschaft erfuhr. Der Mann konnte aufgrund mehrerer Zeugenaussagen festgenommen werden, die zu seiner Identifizierung führten.

    In Polizeigewahrsam bestritt der Mann die ihm vorgeworfenen Taten, wird aber am Montag einem Haftrichter vorgeführt. Der Verdächtige sei bereits „mehrfach verurteilt worden, insbesondere wegen schwerer Gewalt“, so die Staatsanwaltschaft. Am Montag wird eine Autopsie der Leiche des Opfers durchgeführt.

    Die Tat hatte sich am Freitag gegen 18.30 Uhr ereignet. Ein Mann ohne festen Wohnsitz war unweit der Räumlichkeiten der Association Malouine de Développement et d’Insertion Sociale (Amids) mit mehreren massiven Schlägen brutal getötet worden. Er wurde von der Organisation Amids betreut. Der Täter war zunächst geflohen und hatte das Opfer tödlich verletzt am Boden liegend zurückgelassen.

  • Traurige Zahl: 1.990 Kinder leben in Frankreich auf der Straße

    Traurige Zahl: 1.990 Kinder leben in Frankreich auf der Straße

    Die jüngste Untersuchung „Kinder auf der Straße“ zeigt, dass die Zahl der Kinder, die in Frankreich kein Dach über dem Kopf haben und im Freien schlafen müssen, seit einem Jahr um drastische 20 % gestiegen ist.

    In Frankreich schlafen 1.990 Kinder auf der Straße. 480 von ihnen sind unter drei Jahren alt. Diese schrecklichen Zahlen stammen aus einer Untersuchung „Kinder auf der Straße“, die am Mittwoch von der Unicef veröffentlicht wurde. Die Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um starke 20 % gestiegen.

    Innerhalb eines Jahres ist die Zahl der Menschen in Frankreich, die nicht vom sozialen Netz aufgefangen werden konnten, drastisch angestiegen. Ihre Hilfegesuche bei der Notrufnummer 115 für Obdachlose führten nicht dazu, dass sie ein Dach über dem Kopf fanden.

    Wer sind diese Kinder und was sind ihre Familien? Die Profile sind sehr unterschiedlich: Migranten, aber auch Menschen, die durch die Inflation und die Wirtschaftskrise geschwächt sind und heute ihre Miete nicht mehr bezahlen können. Die Familien finden Zuflucht in Notunterkünften, in den Hallen von Wohnhäusern oder auf den Bürgersteigen.

    Eine Feststellung, die das „Kollektiv der Akteure der Solidarität“ dazu veranlasst, Alarm zu schlagen. „Innerhalb von zehn Jahren hat sich die Zahl der Obdachlosen verdoppelt, es gibt jetzt mehr als 300.000 in Frankreich“, erklärte die Sprecherin des Kollektivs Nathalie Latour gegenüber der Zeitung Le Parisien. „Die Situation verschlechtert sich ständig, das ist äußerst beunruhigend“.

    Unicef befürchtet, dass sich die Obdachlosigkeit auf die psychische Gesundheit der Kinder auswirkt: 19% dieser Kinder leiden an psychischen Störungen. Obdachlosigkeit ist eine Situation, die sie Ängsten und einem verminderten Selbstwertgefühl aussetzt, vor allem aber ihnen nur eine Woche vor Schulbeginn ein schützendes Umfeld vorenthält.