Schlagwort: Niger

  • Krise in Niger: Französische Armee beginnt ihren Rückzug innerhalb einer Woche

    Krise in Niger: Französische Armee beginnt ihren Rückzug innerhalb einer Woche

    Die in Niger stationierten französischen Truppen werden „innerhalb einer Woche“ ihren Abzug aus dem Land beginnen, wie der Generalstab der französischen Streitkräfte am Donnerstag, dem 5. Oktober, mitteilte.

    „Wir werden die Abzugsoperation innerhalb einer Woche in guter Ordnung, in Sicherheit und in Abstimmung mit den Nigrern beginnen“, erklärte heute der Generalstab der französischen Armee. Die in Niger stationierten französischen Truppen werden somit ihren Abzug aus dem Land einleiten. Die Beziehungen zu dem aus dem Staatsstreich vom 26. Juli hervorgegangenen Militärregime sind nach wie vor angespannt, wie der Generalstab der Streitkräfte am Donnerstag betonte.

    Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte am 24. September das Ende der militärischen Zusammenarbeit mit Niger und den schrittweisen Abzug der 1.400 französischen Soldaten aus dem Sahelland „bis Ende des Jahres“ angekündigt und damit dem Willen der neuen nigrischen Machthaber entsprochen, die den demokratisch gewählten Präsidenten Mohamed Bazoum gestürzt und alle Verteidigungsabkommen zwischen Niamey und Paris aufgekündigt hatten. „Wir werden tun, was geplant ist, es wird entsprechend der Planung ablaufen“.

    Etwa 1.000 französische Soldaten und Kampfflugzeuge sind auf dem französischen Luftwaffenstützpunkt in Niamey und etwa 400 in Ouallam und Ayorou, im Nordwesten des Landes im sogenannten „Dreiländereck“ zwischen Niger, Burkina Faso und Mali eingesetzt. Die Gegend gilt als ein Zufluchtsort der Gruppe Islamischer Staat (IS). Die auf den vorgeschobenen Stützpunkten eingesetzten Soldaten sollen die ersten sein, die sich aus dem Einsatz zurückziehen. „Wir treffen Vorkehrungen, um die Sicherheit aller an dem Rückzug beteiligten Personen zu gewährleisten“, erklärte der französische Generalstab, insbesondere auf der Straße, die die vorgeschobenen Stützpunkte mit der Hauptstadt verbindet, was vor dem Hintergrund der Verschlechterung der Sicherheitslage im Land nach mehreren Angriffen mit Dutzenden von Todesopfern Luftunterstützung erfordern könnte.

    Für die Soldaten bedeutet dieser von der Junta verlangte Abzug das Ende einer seit zwei Monaten unsicheren Situation mit unregelmäßiger Versorgung und regelmäßigen antifranzösischen Demonstrationen vor ihren Kasernen in Niamey. Dort beherbergt das französische Gelände innerhalb einer nigrischen Liegenschaft Hunderte von Büros in Fertigbauweise, modulare Hangars und Unterkünfte für Flugzeuge, Zelte, Pilotenkabinen für Drohnen, Bulldozer der Pioniertruppe, und so weiter. Auf Ersuchen der früheren nigrischen Regierung hatte Frankreich seine Präsenz in der Hauptstadt mit Panzern und Hubschraubern ausgebaut, dazu kamen fünf Reaper-Drohnen und mindestens drei Kampfflugzeuge.

    Die Soldaten haben für den Rückzug keine andere Wahl, als den Landweg zu benutzen, entweder über Benin — eine Option, die das nigrische Militärregime allerdings ablehnt — oder in den Tschad, was dann bedeuten würde, dass die nach Frankreich zurückkehrenden Container über den Hafen von Douala in Kamerun transportiert werden müssten. Die Option einer Luftbrücke scheint derzeit nicht zu bestehen, da die nigrischen Militärmachthaber bis auf weiteres den Überflug französischer Flugzeuge über ihr Territorium verbieten.

  • Emmanuel Macron in den Nachrichten von France 2 und TF1: Treibstoffbeihilfe und Einwanderung…

    Emmanuel Macron in den Nachrichten von France 2 und TF1: Treibstoffbeihilfe und Einwanderung…

    Emmanuel Macron war am Sonntag in den 20-Uhr-Nachrichten der Sender TF1 und France 2 zu Gast. Der Präsident machte bemerkenswerte Ankündigungen, insbesondere in Bezug auf Kraftstoffpreise und die Kaufkraft der Franzosen. Der Präsident der Republik war am Sonntag, dem 24. September, in den 20-Uhr-Nachrichten der Fernsehsender France 2 und TF1 zu Gast. Der Staatschef blickte zunächst auf eine „historische Woche“ zurück, in der er den britischen König Charles III. und Papst Franziskus mitten in der Rugby-Weltmeisterschaft in Marseille empfangen hatte. Der Staatschef ging außerdem auf die Themen Kaufkraft, Ökologie, Einwanderung und einige internationale Fragen ein.  Zum Thema Einwanderung: „Wir können nicht das ganze Elend der Welt aufnehmen“.Auf die Situation der Migranten auf Lampedusa angesprochen, geht Emmanuel Macron auch auf die Rede des Papstes in Marseille am vergangenen Samstag ein. Der Staatschef sagt, dass „der Papst Recht hat, wenn er zu einem Umdenken angesichts der Gleichgül…

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  • Niger: Junta wirft französischen Botschafter aus dem Land

    Niger: Junta wirft französischen Botschafter aus dem Land

    Seit dem Staatsstreich der Armee am 26. Juli steigen die Spannungen zwischen Niger und Frankreich weiter an. Die Junta stellte dem französischen Botschafter ein Ultimatum und gab ihm 48 Stunden Zeit, das Land zu verlassen. Die im Niger herrschende Militärjunta ordnete an, dass der französische Botschafter das Land innerhalb von 48 Stunden verlassen müsse. Die Antwort Frankreichs kam umgehend: ‚Sie haben keine Befugnis, die Abreise unseres Botschafters zu verlangen‘, lautete die Antwort des französischen Aussenministeriums, berichtet der Journalist Nicolas Bertrand am Samstag, 26. August, aus Niamey für den Sender France 2. Frankreich ist der Ansicht, dass die Putschisten nicht legitimiert sind, da sie nicht demokratisch gewählt wurden. „Heute Morgen hat das nigrische Militär das Ultimatum wiederholt“, berichtet Nicolas Bertrand. Der französische Botschafter gilt somit als persona non grata und hat bis Sonntagabend Zeit, das Land zu verlassen. „Es ist derzeit nicht bekannt, wo sich der …

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  • Krise in Niger: Erste Flugzeuge mit französischen Staatsangehörigen sind in der Nacht gelandet

    Krise in Niger: Erste Flugzeuge mit französischen Staatsangehörigen sind in der Nacht gelandet

    Die Evakuierungsaktion für die in Niger lebenden Franzosen und andere Europäer ist in vollem Gange. Mehrere Flugzeuge sind bereits in Frankreich gelandet. Die Evakuierung der fast 600 französischen Staatsangehörigen wird voraussichtlich noch am heutigen Mittwoch andauern. Füpr die Franzosen, die den Niger verlassen wollen, charterte das französische Aussenministerium Flugzeuge, die die Strecke Niamey-Paris-Roissy Charles de Gaulle bedienen. Das erste verließ die nigrische Hauptstadt am Dienstagnachmittag und landete um 23.30 Uhr mit 262 Personen an Bord, darunter ein Dutzend Babys, wie die französische Außenministerin Catherine Colonna berichtete. Die meisten Passagiere waren Franzosen, aber auch Nigerianer, Portugiesen, Belgier, Äthiopier und Libanesen haben von der Notevakuierung profitiert. Die Evakuierung ist „gut organisiert, es ging ziemlich schnell, für meinen Teil lief alles sehr gut“, sagte Bernard, der seit zwei Monaten für die Europäische Union in Niger arbeitete. Ein zweiter Flug landete in der Nacht mit Franzosen, Nigerianern, Deutschen, Belgiern, Kanadiern, Amerikanern, Österreichern und Indern an Bord, wie das französische Außenministerium mitteilte. Das deutsche Außenministerium empfahl im Laufe des Tages „allen seinen Staatsangehörigen in Niamey“, das Angebot Frankreichs zur Rückführung nach Europa anzunehmen. Die USA haben bislang keine Evakuierungsentscheidung getroffen, wie das Weiße Haus am Dienstag mitteilte. Ein anderes Flugzeug flog am Mittwoch ebenfalls von Niamey nach Rom. Laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa befanden sich 36 Italiener und 21 Amerikaner unter den evakuierten Passagieren. Etwas weniger als 500 italienische Staatsangehörige halten sich in Niger auf, die meisten von ihnen sind Soldaten. Insgesamt wurden vier Flugzeuge für die Rückführungsaktion nach Frankreich gechartert. Die Evakuierung der in Niger stationierten französischen Soldaten steht hingegen „nicht auf der Tagesordnung“, wie der Generalstab der französischen Streitkräfte zuvor gegenüber der Presse erklärt hatte. Paris begründete die Evakuierung der Zivilisten mit den „Gewalttätigkeiten“, die am Sonntag bei einer frankreichfeindlichen Demonstration gegen die französische Botschaft stattgefunden haben, und mit der „Schließung des Luftraums, die unseren Landsleuten keine Möglichkeit lässt, das Land auf eigene Faust zu verlassen“.
  • Staatsstreich in Niger: Frankreich beendet jegliche Zusammenarbeit mit dem Land

    Staatsstreich in Niger: Frankreich beendet jegliche Zusammenarbeit mit dem Land

    Der Staatsstreich in Niger löst eine weltweite Welle der Empörung aus. Frankreich stellt alle seine Entwicklungshilfeaktionen für das Land ein. Die Ankündigung erfolgte nach einer Sitzung des französischen Verteidigungsrates unter der Leitung von Emmanuel Macron am Samstag, dem 29. Juli. Werden die 1.500 in Niger stationierten französischen Soldaten das Land überstürzt verlassen müssen? In Niamey wird der mit Frankreich verbündete Präsident Bazoum in seinem Palast unter Hausarrest festgehalten. Am Freitag, dem 28. Juli, warnte General Tiani, der neue starke Mann des Landes, den Westen vor einer Intervention. Zur gleichen Zeit verurteilte Präsident Macron den Putsch während seiner Reise in Papua-Neuguinea. Am Samstagnachmittag beschloss ein außerordentlicher Verteidigungsrat die sofortige Aussetzung jeglicher Zusammenarbeit mit dem Niger. In Niamey blieb die Lage ruhig. Auf dem Platz vor dem Parlament trugen einige, wenn auch wenige Demonstranten russische Flaggen.

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