Schlagwort: Neujahr

  • Feuer, Rauch und Stille danach – wie der Neujahrsabend in Crans-Montana zur grenzüberschreitenden Katastrophe wurde

    Feuer, Rauch und Stille danach – wie der Neujahrsabend in Crans-Montana zur grenzüberschreitenden Katastrophe wurde

    Es beginnt, wie so viele Tragödien beginnen: mit Musik, Lachen, klirrenden Gläsern. Und endet in Rauch, Dunkelheit und einer Stille, die schwerer wiegt als jedes Geräusch zuvor. In der Neujahrsnacht 2026 verwandelte sich das beliebte Bar- und Diskothekenlokal „Le Constellation“ im Wintersportort Crans-Montana innerhalb weniger Minuten in einen Ort des Grauens. Ein Feuer von außergewöhnlicher Heftigkeit forderte nach vorläufigen Angaben rund vierzig Todesopfer, mehr als hundert Menschen erlitten Verletzungen, viele davon lebensgefährlich. Es handelt sich um eine der schwersten zivilen Katastrophen, die die Schweiz in jüngerer Zeit erlebt hat.

    Gegen 1.30 Uhr morgens, zu einem Zeitpunkt, an dem der Jahreswechsel längst gefeiert und der Andrang im Lokal besonders groß war, soll der Brand im Untergeschoss ausgebrochen sein. Erste Ermittlungsergebnisse deuten darauf hin, dass leicht entflammbare Materialien in Kontakt mit einer offenen Flamme geraten sein könnten. Im Raum steht das Bild einer Wunderkerze, dekorativ in eine Champagnerflasche gesteckt – eine dieser harmlos wirkenden Gesten, die in Sekunden tödliche Folgen annehmen können. Was folgte, war eine explosionsartige Ausbreitung von Rauch und Feuer, die den dicht gefüllten Raum in eine Falle verwandelte.

    Augenzeugen berichten von panischen Szenen. Menschen, die verzweifelt versuchten, Fensterscheiben einzuschlagen. Andere, die im dichten Qualm die Orientierung verloren. Fluchtwege, offenbar zu wenige oder blockiert, wurden zu Engpässen, an denen Sekunden über Leben und Tod entschieden. Viele der Verletzten litten nicht nur unter schweren Verbrennungen, sondern auch unter Rauchgasvergiftungen, was die medizinische Versorgung zusätzlich erschwerte und Identifizierungen verzögerte. In dieser Nacht zeigte sich die ganze Brutalität eines Feuers in einem geschlossenen Raum – lautlos, erstickend, gnadenlos.

    Schon in den frühen Morgenstunden war klar, dass die Kapazitäten der umliegenden Krankenhäuser im Kanton Valais an ihre Grenzen stoßen würden. Intensivstationen füllten sich, Spezialbetten für Schwerbrandverletzte wurden knapp. Die Schweiz reagierte rasch und pragmatisch: Sie bat ihre Nachbarn um Unterstützung. Frankreich sagte umgehend Hilfe zu. Ein Akt der Solidarität, der in diesen Stunden mehr bedeutete als diplomatische Höflichkeit.

    In den Tagen nach dem Brand wurden erste Verletzte in französische Kliniken verlegt, vor allem nach Lyon und Paris, wo hochspezialisierte Zentren für Brandverletzungen bereitstehen. Weitere Transfers wurden vorbereitet, zusätzliche Betten reserviert, medizinische Teams in Bereitschaft versetzt. Es ist ein logistischer Kraftakt, der Präzision und Vertrauen verlangt – und der zeigt, wie eng europäische Gesundheitssysteme im Ernstfall zusammenrücken können. Für die Betroffenen und ihre Familien zählt in diesen Momenten nur eines: die bestmögliche Versorgung, egal auf welcher Seite der Grenze.

    Das menschliche Ausmaß der Katastrophe lässt sich dennoch kaum in Zahlen fassen. Hinter jedem Verletzten steht eine Geschichte, hinter jedem Todesopfer ein plötzlich abgerissener Lebensfaden. Die Unsicherheit über das endgültige Ausmaß des Unglücks belastet Angehörige ebenso wie Einsatzkräfte. Eine Krisenhotline wurde eingerichtet, Notfallseelsorger sind im Einsatz, um Menschen in einer Situation beizustehen, für die es keine Vorbereitung gibt. Man wartet auf Nachrichten, hofft, bangt – und spürt plötzlich, wie lang Stunden werden können.

    Auch politisch blieb das Unglück nicht unbeachtet. In Paris äußerte Präsident Emmanuel Macron seine tiefe Anteilnahme und versicherte der Schweiz die volle Unterstützung Frankreichs. Es sind Worte, die in solchen Momenten nicht als Floskel gedacht sind, sondern als Signal: Ihr steht nicht allein. In Bern und in der Westschweiz dominieren derweil Trauer und Nachdenklichkeit. In Crans-Montana selbst legen Menschen Blumen nieder, zünden Kerzen an, verharren schweigend vor einem Gebäude, das bis vor Kurzem ein Ort unbeschwerter Nächte war.

    Die Ermittlungen zur Brandursache laufen auf Hochtouren. Eine kriminelle Handlung schließen die Behörden derzeit aus, doch die Fragen nach Sicherheitsstandards, nach Brandschutz, nach Evakuierungskonzepten drängen sich auf. Wie sicher sind Orte, an denen viele Menschen auf engem Raum feiern? Reichen Vorschriften aus, oder braucht es strengere Kontrollen? Solche Debatten werden folgen, müssen folgen, auch wenn sie den Schmerz nicht lindern.

    Und dann gibt es diese leisen Momente, abseits von Pressekonferenzen und Zahlenkolonnen. Ein Arzt, der seit 36 Stunden im Dienst ist und trotzdem weitermacht. Eine Pflegekraft, die einem Verletzten die Hand hält, weil Worte fehlen. Ein französisches Krankenhaus, das spontan Platz schafft, weil irgendwo jemand um sein Leben kämpft. Das ist die andere Seite dieser Nacht: Mitmenschlichkeit, die sich nicht ankündigt, sondern einfach da ist.

    Vielleicht bleibt von diesem Neujahr in Crans-Montana mehr als die Erinnerung an Feuer und Verlust. Vielleicht auch die Erkenntnis, dass Grenzen in Katastrophen an Bedeutung verlieren und Verantwortung geteilt wird. Ein schwacher Trost, gewiss. Aber inmitten des Leids ein Gedanke, an den man sich klammern kann.

    Andreas M. Brucker

  • Resteverwertung nach dem Neujahrsessen – Neue Köstlichkeiten zaubern: Ratatouille-Auflauf

    Resteverwertung nach dem Neujahrsessen – Neue Köstlichkeiten zaubern: Ratatouille-Auflauf

    Das neue Jahr hat begonnen, und die Überreste des festlichen Neujahrsessens stehen bereit – perfekt für ein nachhaltiges und kreatives Resteverwertungsprojekt! Einer der Stars auf französischen Tischen ist oft ein köstliches Ratatouille: ein geschmortes Gemüsemelange, das schon allein wunderbar schm…

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  • Resteverwertung nach dem Neujahrsessen – neue Köstlichkeiten zaubern

    Resteverwertung nach dem Neujahrsessen – neue Köstlichkeiten zaubern

    Quiche mit allem Drum und Dran Nach dem ausgiebigen Neujahrsessen stapeln sich die Reste oft in der Küche. Doch anstatt sie zu entsorgen, kannst du sie in ein neues, delikates Gericht verwandeln. Eine Quiche ist die perfekte Möglichkeit, übrig gebliebenes Fleisch, Gemüse und Käse in eine raffinierte…

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  • Neujahrstag: Ein Tag der Wünsche, Pläne und Hoffnung

    Neujahrstag: Ein Tag der Wünsche, Pläne und Hoffnung

    Der Neujahrstag ist wie ein leeres Blatt Papier – ein Moment, um Bilanz zu ziehen, Pläne zu schmieden und mit neuen Hoffnungen in die Zukunft zu blicken. Weltweit verbindet der Jahreswechsel Menschen mit Ritualen, Traditionen und symbolischen Handlungen. Doch hinter den festlichen Silvesternächten und dem Katerfrühstück am ersten Januar steckt ein universeller Wunsch: das eigene Leben zu verbessern.


    Der Zauber des Neuanfangs

    Warum übt der Beginn eines neuen Jahres eine solche Faszination auf uns aus? Vielleicht, weil wir Menschen dazu neigen, unser Leben in Etappen zu denken. Ein neues Jahr bietet die perfekte Gelegenheit, Ballast abzuwerfen und alte Muster zu durchbrechen. Es ist ein Moment der Reflexion: Was lief gut, was kann besser werden?

    Die alljährlichen Vorsätze – von „gesünder essen“ über „mehr Sport treiben“ bis hin zu „mehr Zeit für Familie und Freunde“ – sind mehr als nur leere Floskeln. Sie spiegeln den Wunsch wider, ein erfüllteres Leben zu führen. Doch wie oft scheitern wir an unseren eigenen Erwartungen? Vielleicht, weil wir uns zu viel auf einmal vornehmen, statt kleine Schritte zu gehen.


    Deutsche und Franzosen: Unterschiede in Traditionen und Ansichten

    Während der Jahreswechsel in vielen Ländern ähnlich gefeiert wird, gibt es doch kulturelle Nuancen, die ihn prägen. In Deutschland dominiert die Mischung aus Feuerwerk, Bleigießen (oder inzwischen Wachs-Orakeln) und den immer gleichen Liedern wie „Dinner for One“. Vorsätze sind ein fester Bestandteil – oft begleitet von einem gewissen Pragmatismus. „Abnehmen“, „weniger Alkohol trinken“ und „mehr sparen“ sind Klassiker, die meist nach einigen Wochen wieder in Vergessenheit geraten.

    In Frankreich hingegen ist der Neujahrstag oft weniger von Vorsätzen, dafür aber von zwischenmenschlicher Wärme geprägt. Statt nur an sich selbst zu denken, nehmen sich die Franzosen Zeit, „les vœux“ – Neujahrswünsche – an Freunde, Familie und Kollegen zu richten. Diese Tradition, die bis Ende Januar gepflegt werden kann, unterstreicht den Wert von Beziehungen und Gemeinschaft.

    Während in Deutschland oft der Fokus auf Effizienz und Selbstoptimierung liegt, betonen Franzosen die Bedeutung von Genuss und Lebensqualität. Vielleicht können beide Kulturen voneinander lernen: Die Deutschen könnten sich von der französischen Leichtigkeit inspirieren lassen, während die Franzosen von der deutschen Disziplin profitieren könnten, wenn es darum geht, ihre Pläne umzusetzen.


    Was bedeuten Vorsätze wirklich?

    Hinter den Vorsätzen verbirgt sich oft mehr, als auf den ersten Blick erkennbar ist. Sie sind Ausdruck unserer Werte und Prioritäten: Wer gesünder leben möchte, strebt nicht nur körperliches Wohlbefinden an, sondern vielleicht auch ein längeres, aktiveres Leben. Wer mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen will, sehnt sich nach echter Verbindung in einer zunehmend digitalen Welt.

    Doch Vorsätze haben auch eine psychologische Funktion. Sie geben uns das Gefühl, die Kontrolle über unser Leben zu haben – ein wichtiges Gegenmittel zu den Unsicherheiten und Herausforderungen des Alltags. Sie sind ein Akt der Hoffnung, dass Veränderung möglich ist.


    Der Neujahrstag: Ein Moment der Gemeinsamkeit

    Trotz aller Unterschiede eint uns der Neujahrstag in seiner Symbolik. Er erinnert uns daran, dass Zeit kostbar ist und dass wir sie sinnvoll nutzen sollten. Ob wir dabei große Ziele verfolgen oder uns auf kleine Veränderungen konzentrieren, spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass wir uns die Chance geben, besser zu werden – nicht perfekt, sondern besser.

    Vielleicht könnten wir auch öfter innehalten und uns fragen: Warum warten wir auf den 1. Januar, um unser Leben zu ändern? Jeder Tag bietet die Möglichkeit, neu anzufangen. Aber genau das macht den Jahreswechsel so besonders – er bündelt unsere Energie und unsere Träume.


    Ein Appell zum Jahresbeginn

    Lassen wir uns nicht von zu großen Erwartungen lähmen, sondern finden wir Freude an den kleinen Fortschritten. Der Neujahrstag ist ein Geschenk: eine Gelegenheit, innezuhalten, zu träumen und zu handeln. Wenn wir uns darauf besinnen, können die Wünsche und Vorhaben, die wir uns jedes Jahr vornehmen, mehr als bloße Vorsätze sein – sie können unser Leben bereichern.

    Und vielleicht steckt genau darin die Kraft des Neujahrstages: Er ist ein Tag der Gemeinschaft, des Träumens und der Hoffnung. Ein Tag, der uns daran erinnert, dass wir die Gestalter unserer eigenen Geschichte sind.

    Es grüßt die Redaktion von Nachrichten.fr!

  • Neujahr 2024: So können Sie Ihre guten Vorsätze fürs neue Jahr umsetzen

    Neujahr 2024: So können Sie Ihre guten Vorsätze fürs neue Jahr umsetzen

    Das letzte Wochenende vor dem neuen Jahr ist die richtige Zeit, über Ihre guten Vorsätze für 2024 nachzudenken. Doch diese das neue Jahr über einzuhalten, kann sich als schwierig erweisen. Hier einige Tipps, wie es doch klappen könnte.

    Neue Woche, neues Jahr. Für Abergläubische ist Montag, der 1. Januar 2024, der perfekte Tag, um gute Vorsätze zu fassen. Fast drei von fünf Franzosen haben es geschafft, mindestens einen der Anfang 2023 gefassten Vorsätze einzuhalten, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos ergab.

    Hier ein paar kleine Tipps, die Ihnen helfen können, Ihre guten Vorsätze erfolgreich umzusetzen:

    Auch in diesem Jahr bleibt mehr körperliche Aktivität́ für 32 % der befragten Franzosen Vorsatz Nummer 1. Es ist symbolisch: Es sind noch sechs Monate bis zum Sommer, die Tage werden immer länger. Die Fitnessstudios füllen sich im Januar. Doch schon bald kann mangelnde Motivation den Elan bremsen. Um an seinen Zielen festzuhalten, müssen diese messbar und vor allem gut planbar sein.

    Statt zu sagen „Ich möchte mit Sport beginnen“, sollten Sie sich zum Beispiel sagen: „Ich möchte dreimal pro Woche Sport treiben“ oder „Ich möchte einen 5-Kilometer-Lauf schaffen“. Letztendlich bedeutet „mit Sport beginnen“ alles Mögliche. Aber „drei Trainingseinheiten pro Woche absolvieren“ ist leicht messbar.

    Seine Ziele zu unterteilen ist auf alle Fälle motivierender. Sie können sie in verschiedene kleine Schritte oder auch in Wochen aufteilen. Das Ziel erscheint dann nicht als „ein Berg, den es zu überwinden gilt“. Auch das Erreichen der einzelnen Etappen wird Ihnen Selbstvertrauen geben.

    Fehlt es Ihnen an Motivation? Es gibt verschiedene Techniken, mit denen man seine Motivation verstärken kann. Es ist jedoch wichtig, diejenige zu finden, die für Sie individuell funktioniert. Die beiden amerikanischen Forscherinnen Erika Kirgios und Katy Milkman haben sich auf die Frage konzentriert, wie man den Erfolg einer Verhaltensänderung sicherstellen kann.

    Zum einen geht es darum, einen Anreiz zu finden. Das Ziel ist es, positives Verhalten mit einer „Belohnung“ oder „Bestrafung“ zu fördern. Auch die Strafe muss nicht per se negativ sein. Wenn Sie z. B. aufhören wollen, vulgäre Wörter zu sagen, können Sie für jedes Schimpfwort 1 Euro in eine Box werfen. Am Ende des Jahres können Sie dieses Sparschwein für etwas Positives verwenden.

    In die gleiche Richtung geht der „Schummeltag“. Ziel ist es, die Tage, an denen Sie unmotiviert und müde sind, in Ihrer Planung zu berücksichtigen, ohne sich schuldig zu fühlen. Eine Methode, um den „Abstinenzverletzungs-Effekt“ zu vermeiden. Besser ist es in jedem Fall, eher einen einzigen Tag auf Ihrem Plan zu verpassen, an dem Sie unmotiviert waren, als eine ganze Woche…

    Gute Vorsätze zu fassen sollte auf keinen Fall zu einer Last werden. Oft genug handelt es sich bei einem Scheitern nicht um unrealistische Ziele, sondern um einen unhaltbaren Zeitplan. Sie wollen zum Beispiel zehn Kilogramm abnehmen. Wenn Sie das gesamte Gewicht in nur anderthalb Monaten verlieren wollen, dann dürfen Sie nur 400 bis 500 Kalorien pro Tag essen. Für einen Erwachsenen liegt der Tagesbedarf aber bei etwa 1.800 bis 3.200 Kalorien. Nur 500 Kalorien zu essen ist gefährlich und kontraproduktiv. Wenn Sie hingegen 20 Wochen lang auf 500 Kalorien pro Tag verzichten, können Sie Ihr Ziel fast problemlos erreichen.

    Allein läuft man schneller, gemeinsam kommt man weiter. Erzählen Sie anderen von Ihren Vorsätzen und versuchen Sie, einen Verwandten, einen Freund oder einen Kollegen zu finden, der dieselben Vorsätze hat wie Sie. So können Sie sich gegenseitig ermutigen, sich Tipps für den gemeinsamen Erfolg geben und sich gegenseitig herausfordern. Sie können auch das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden. Melden Sie sich z. B. für eine Aktivität mit einem Freund oder einer Freundin an, den oder die Sie sonst nur selten sehen können. So können Sie neue Dinge lernen und wertvolle Zeit mit der Person verbringen. Wenn Sie Ihre Vorsätze öffentlich machen, wird das Ihre Ernsthaftigkeit in Bezug darauf noch verstärken.

    Wir wünschen Ihnen viel Geschick und Erfolg bei der Umsetzung Ihrer Vorsätze für das Jahr 2024!

  • Silvester: Welche Regeln gelten in Frankreich für das Abbrennen von Feuerwerkskörpern?

    Silvester: Welche Regeln gelten in Frankreich für das Abbrennen von Feuerwerkskörpern?

    Wie eigentlich jedes Jahr zur Jahreswende stehen die Feiern am 31. Dezember unter besonderer Beobachtung. Was kann und darf man tun, um den Jahreswechsel richtig zu feiern?

    An Silvester werden in Frankreich 90.000 Polizisten und Gendarmen im Einsatz sein. In Paris, wo mehr als 1,5 Millionen Menschen auf den Champs-Elysées erwartet werden, um das offizielle Feuerwerk der französischen Hauptstadt zu bewundern, werden etwa 6.000 Sicherheitskräfte im Einsatz sein.

    In Frankreich darf man Feuerwerk abbrennen, aber nicht jedes Feuerwerk und nicht an jedem beliebigen Ort.
    Es gibt mehrere Arten und verschiedene Kategorien von Feuerwerkskörpern: Feuerwerkskörper zu Unterhaltungszwecken (Kategorie F1, F2, F3 und F4) und pyrotechnische Artikel für Theaterprofis (Kategorie T1 und T2). Feuerwerkskörper, die für Feierlichkeiten wie Silvester oder den 14. Juli verwendet werden, werden je nach ihrer Gefährlichkeit und dem Lärm, den sie beim Explodieren verursachen, in vier Kategorien eingeteilt, so die Behörden.

    Die Kategorie F1 umfasst die weniger gefährlichen Knallkörper wie Wunderkerzen, Kuchenfontänen oder Funkenkerzen. Sie dürfen nicht an Kinder unter 12 Jahren verkauft werden und beim Abfeuern muss ein Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter eingehalten werden.

    Produkte, die in die Kategorien F2 und F3 eingestuft sind, sind gefährlicher und dürfen nur von Volljährigen verwendet werden. Dabei handelt es sich um Knallkörper mit Docht, römische Kerzen oder auch bengalische Feuer. Der Sicherheitsabstand beträgt bei für Feuerwerke der Kategorie F2 mindestens 8 Meter und für Kategorie F3 mindestens 25 Meter.

    Die Kategorie F4 schließlich ist den professionellen Pyrotechnikern vorbehalten. In diese Kategorie fallen Feuerwerksraketen, die von Mörsern abgeschossen werden. Alle Knallkörper müssen das CE-Zeichen (europäische Konformität) tragen.

    Feuerwerksmörser werden stärker überwacht.
    Innenminister Gérald Darmanin forderte die Präfekten am 21. Dezember auf, gegen die Zirkulation von „Feuerwerksmörsern“ und die Verbreitung von pyrotechnischen Artikeln während der Weihnachtsfeiertage vorzugehen, insbesondere durch den Einsatz von Drohnen. Der Minister möchte so den Einsatz von Feuerwerkskörpern gegen Ordnungskräfte verhindern.

    Das Neujahrsfest 2024 findet in Frankreich unter der Terrorwarnstufe „Notstand Attentat“ statt, die seit dem 13. Oktober im gesamten Land in Kraft ist. „Die unangemessene Verwendung von Feuerwerkskörpern und pyrotechnischen Gegenständen auf öffentlichen Straßen kann zu Unruhen und Panik führen und ist geeignet, die Ordnungskräfte von ihren Sicherheitsaufgaben abzulenken“, stellt beispielsweise die Präfektur des Departements Ain fest. Zum Nationalfeiertag am 14. Juli hatten die Behörden im Zuge der Ausschreitungen nach dem Tod des jungen Nahel den Verkauf aller pyrotechnischen Artikel in Frankreich verboten.

    Mehrere französische Präfekten haben Erlasse unterzeichnet, um den Kauf und die Verwendung von Feuerwerkskörpern um den 31. Dezember herum zu verbieten. Dies ist im Großraum Paris der Fall, wo der Verkauf, das Tragen und der Transport von Feuerwerkskörpern und Treibstoffen an diesen Tagen verboten sind. In mehreren anderen Departements wie Bas-Rhin, Haut-Rhin, Hérault, Haute-Garonne oder Loire wurden Präfektoralverordnungen erlassen, die den Verkauf von Feuerwerkskörpern an Silvester untersagen.

    Bevor Sie also ein Feuerwerk kaufen, sollten Sie sich an Ihr Rathaus oder Ihre Präfektur wenden, um zu überprüfen, ob ein Verbotserlass in Kraft ist. Wenn Sie keine Genehmigung haben, droht Ihnen eine Geldstrafe von 1.500 EUR. Wenn Sie einen Brand verursachen oder jemanden verletzen, können Sie mit einer Geldstrafe von bis zu 150.000 EUR und einer zehnjährigen Haftstrafe rechnen.

    Gérald Darmanin forderte die Präfekten außerdem auf, „Grenzkontrollen“ einzurichten. In einigen ostfranzösischen Departements ist der traditionelle Gebrauch von Böllern und Feuerwerkskörpern für die Silvesterfeierlichkeiten nach deutschem Vorbild üblich. Wie jedes Jahr werden einige Feiernde versuchen, das Verbot zu umgehen, um sich bei den deutschen oder spanischen Nachbarn einzudecken.

    Es ist jedoch verboten, Feuerwerkskörper oder Knallkörper im Ausland zu kaufen und nach Frankreich zu importieren, ohne zuvor eine Genehmigung der Oberzolldirektion eingeholt zu haben. In den letzten Tagen gab es bereits Beschlagnahmungen von Feuerwerksmörsern vor allem an den Grenzen zu Deutschland, insbesondere in Straßburg.

  • Neujahrsfest: 90.000 Polizisten und Gendarmen werden in ganz Frankreich mobilisiert sein

    Neujahrsfest: 90.000 Polizisten und Gendarmen werden in ganz Frankreich mobilisiert sein

    Allein in Paris werden mindestens 6.000 Polizisten und Gendarmen im Einsatz sein. Laut dem französischen Innenminister Gérald Darmanin werden mehr als 1,5 Millionen Menschen auf den Champs-Elysées erwartet, um gemeinsam das neue Jahr zu beginnen.

    Der französische Innenminister verspricht für den Abend des 31. Dezember „eine große Präsenz und Entschlossenheit“. Insgesamt werden am Silvesterabend 90.000 Angehörige der Ordnungskräfte im ganzen Land eingesetzt, wie Céline Berthon, die stellvertretende Generaldirektorin der nationalen Polizei, auf einer Pressekonferenz am Freitag, dem 29. Dezember, bekannt gab. Davon werden mindestens 6.000 Polizisten und Gendarmen allein in Paris eingesetzt, wo laut Innenminister Gérald Darmanin mehr als 1,5 Millionen Menschen auf den Champs-Elysées erwartet werden.

    In der Hauptstadt wurde der Sicherheitsbereich in der Umgebung der Champs-Elysées ausgeweitet und reicht nun von der berühmten Avenue der Champs-Elysées bis zur Avenue de la Grande Armée, wie Laurent Nunez, der Polizeipräfekt von Paris, mitteilte. Es werden Kontrollen und Durchsuchungen der Menschen in diesem Bereich durchgeführt werden. Der Konsum von Alkohol wird „wie in den anderen Jahren“ verboten sein, ebenso wie Glasflaschen und der Verkauf von Alkohol zum Mitnehmen. Auch das Mitbringen von Knallkörpern, Feuerwerkskörpern oder Gegenständen, die als Waffen dienen können, wie z. B. Messer, ist verboten.

    Der Innenminister erklärte „vor dem Hintergrund einer sehr hohen terroristischen Bedrohung“, dass „5.000 Soldaten der Operation Sentinelle“ und „73 Einheiten mobiler Kräfte, darunter fünf Einheiten der neuen CRS8“ Teil der Vorkehrungen seien. „Demonstrationen werden an diesem Abend verboten sein“, fügte Polizeipräfekt Laurent Nunez hinzu. Darüber hinaus werden auf dem Champs de Mars, dem Trocadero und in den öffentlichen Verkehrsmitteln große Polizeiaufgebote eingesetzt.

    Zum ersten Mal werde die Polizei an Sylvester Drohnen fliegen lassen, wie es bereits bei der Absicherung der Rugby-Weltmeisterschaft der Fall gewesen sei, teilte Innenminister Darmanin mit und erwähnte auch den Einsatz von etwa zehn Hubschraubern im ganzen Land. Darunter seien auch zwei Maschinen der Gendarmerie, die ab Freitagmorgen „bis zum späten Sonntagabend“ über die Viertel des Großraums Paris fliegen würden, so der Pariser Polizeipräfekt.

    Der Innenminister betonte außerdem ausdrücklich, dass die Polizei auch in den Überseegebieten, insbesondere in Französisch-Guayana und Mayotte, sowie in zwei Städten in Frankreich, Charleville-Mézières und Romans-sur-Isère, besonders mobilisiert würde. Gründe dafür seien die verschiedenen Ausschreitungen während des Jahres 2023.

  • Weihnachten und Neujahr: 70% der Franzosen lassen ihre Teenager gerne ein Glas Alkohol trinken

    Weihnachten und Neujahr: 70% der Franzosen lassen ihre Teenager gerne ein Glas Alkohol trinken

    Laut einer Umfrage der französischen Krebsliga sehen 70 % der Franzosen kein Problem darin, ihren Teenagern zu erlauben, während der Festtagsmahlzeiten ein Glas Alkohol zu konsumieren. Dennoch kann schon das erste Glas Alkohol zu einem regelmäßigeren Konsum mit sehr gefährlichen Auswirkungen führen. Die Feiertage zum Jahresende sind für Teenager oft der Anlass für das allererste Glas Alkohol mit dem Segen der Eltern. Laut einer Umfrage der Krebsliga sehen 70 % der Franzosen darin kein Problem. In Frankreich gab es erst 1956, als Wein in den Kantinen verboten wurde, die ersten Präventionskampagnen über die schädlichen Auswirkungen des Alkohols. Damals waren sie noch für Kinder unter 14 Jahren bestimmt. Die Gefahr des ersten Glases Alkohol besteht insbesondere darin, dass es den Konsum bei Jugendlichen normalisiert und zu regelmäßigerem Konsum mit verheerenden Auswirkungen führen kann. „Das Risiko von Alkohol besteht zuerst im Kopf. Man weiß, dass das Gehirn enthemmt wird, d. h. das Kind…

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  • Ukraine-Krieg: Luftangriffe auf Kiew – tödliches Neujahrsfest

    Ukraine-Krieg: Luftangriffe auf Kiew – tödliches Neujahrsfest

    Auch am Montag, dem 2. Januar, flogen Drohnen und Raketen in den frühen Morgenstunden auf Kiew. Schon der Neujahrstag war von Dutzenden russischen Luftangriffen geprägt, bei denen mindestens vier Menschen in der ukrainischen Hauptstadt und anderen Teilen des Landes getötet wurden. Am Montag, dem 2. Januar, wurde Kiew erneut von einem russischen Luftangriff heimgesucht. Sergej Popko, Leiter der Militärverwaltung von Kiew, forderte gegen 01:00 Uhr (23:00 Uhr GMT) auf Telegram die Bevölkerung auf: „Bleibt in den Bunkern“. Die Verwaltung teilte später mit, dass „20 Luftziele abgeschossen wurden“. „Die Luftabwehr funktioniert… Fragmente von Balkonen und Fenstern eines Wolkenkratzers wurden im Bezirk Desnyanskyi beschädigt“, teilte Popko mit. Die Warnung wurde etwa drei Stunden später wieder aufgehoben. „Die Russen haben mehrere Wellen von Shahed-Drohnen gestartet“, sagte Oelksii Kuleba, Leiter der Militärverwaltung der Region Kiew, und bezog sich damit auf die explosiven Kamikaze-Drohnen iranischer Herstellung. „Sie zielen auf kritische Infrastrukturen“, fügte er hinzu. Nach Angaben des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko wurde ein 19-jähriger Mann im Bezirk Desnyanskyi von Glassplittern verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Kurz vor und nach dem Jahresübergang auf 2023 waren bei Bombenangriffen auf Kiew und sieben andere Regionen nach Angaben der ukrainischen Behörden bereits mindestens vier Menschen ums Leben gekommen und 50 verletzt worden. Moskau behauptete, man habe nur Einrichtungen zur Herstellung von Drohnen angegriffen. Im Zentrum von Kiew schlitzte eine Rakete in der Neujahrsnacht die Fassade eines Hotels auf und der örtliche Polizeichef Andrij Nebitow veröffentlichte auf Facebook ein Foto, auf dem die Überreste einer Drohne mit den Worten „Frohes Neues Jahr“ in russischer Sprache zu sehen waren. Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, sie habe in der Nacht von Samstag auf Sonntag 45 Shahed-Drohnen abgeschossen. Im Laufe des Sonntags, „führte der Feind 35 Luftschläge durch, bei denen er unter anderem die Drohne ‚Shahed-136‘ einsetzte“. Alle von Russland abgefeuerten Drohnen seien zerstört worden, teilte der Generalstab der ukrainischen Armee am Sonntagabend mit. „Die russischen Besatzer“, so hieß es weiter, hätten außerdem „16 Mal mit Mehrfachraketenwerfern geschossen, insbesondere auf das Kinderkrankenhaus in Cherson“, einer südlichen Stadt, die regelmäßig bombardiert wurde, seit sie im Herbst von ukrainischen Soldaten zurückerobert worden war. Die Russen „sind am Verlieren. Drohnen, Raketen und alles andere werden ihnen nicht helfen. Denn wir stehen zusammen“, reagierte Präsident Wolodymyr Selenskyj am Sonntagabend in seiner täglichen Ansprache. „Und sie werden der Ukraine nicht ein einziges Jahr wegnehmen, sie werden uns nicht unsere Unabhängigkeit nehmen. Wir werden ihnen nichts geben. Wir antworten auf jeden russischen Schlag (…) auf all unsere Städte und Gemeinden“, sagte Selenskyj. Russland veröffentlichte seinerseits, in der Nacht von Samstag auf Sonntag „einen Präzisions-Luftangriff mit großer Reichweite gegen Einrichtungen der ukrainischen Rüstungsindustrie durchgeführt zu haben, die an der Herstellung von Angriffsdrohnen beteiligt sind, die für Terroranschläge gegen Russland eingesetzt werden“. Moskau bezeichnet ukrainische Militäroperationen auf russischem Territorium oder gegen russische Infrastrukturen in der Ukraine häufig als „Terrorakte“. Die russische Armee erklärte zudem, dass sie ihre Offensive in der Region Donezk im Osten der Ukraine, wo sich derzeit der Großteil der Kämpfe konzentriert, fortsetze. Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte wies am Sonntagabend darauf hin, dass „der Feind (…) weiterhin Angriffe im Sektor Bakhmut“ versuche, eine Region, die die Russen seit mehr als sechs Monaten einzunehmen versuchen.