Schlagwort: neuer Papst

  • Neuer Papst, neue Ära: Frankreichs Premier bei feierlicher Amtseinführung von Papst Leon XIV

    Neuer Papst, neue Ära: Frankreichs Premier bei feierlicher Amtseinführung von Papst Leon XIV

    Wenn an diesem Sonntag, dem 18. Mai 2025, tausende Gläubige auf dem Petersplatz im Vatikan zusammenströmen, geht es nicht nur um Weihrauch und Liturgie. Es ist der Auftakt einer neuen Ära – für die katholische Kirche und für die Weltpolitik. Papst Leon XIV., der erste US-Amerikaner auf dem Stuhl Petri, wird feierlich in sein Amt eingeführt. Und mitten unter den Ehrengästen: der französische Premierminister François Bayrou. Ein politisches Zeichen mit spirituellem Unterton Bayrou, ein überzeugter Katholik, wird sich nur kurz in Rom aufhalten – der Besuch soll aber keineswegs als beiläufig gelten. Seine Teilnahme ist eine bewusste Geste, die sowohl spirituelle als auch diplomatische Bedeutung hat. Frankreich zeigt sich als verlässlicher Partner des Heiligen Stuhls, auch in stürmischen Zeiten. In der heutigen Welt, wo Religion zunehmend auf den Prüfstand gestellt wird, ist der Besuch eines französischen Premierministers bei einer Papstmesse mehr als eine höfliche Formalität. Es ist ein St…

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  • Ein Papst aus Chicago: Robert Francis Prevost führt die Kirche in eine neue Ära

    Ein Papst aus Chicago: Robert Francis Prevost führt die Kirche in eine neue Ära

    Rom, 8. Mai 2025 – Jubel brandet über den Petersplatz, als die Worte „Habemus Papam!“ die Stille durchbrechen. Die Kardinäle haben gewählt. Und der Name, der kurz darauf vom Balkon des Petersdoms erschallt, sorgt für Aufsehen: Robert Francis Prevost, Augustinerpater und Kurienkardinal, ist der neue Papst.

    Der erste Papst aus den Vereinigten Staaten. Der erste Augustiner seit über einem halben Jahrtausend. Der erste Papst mit peruanischer Staatsbürgerschaft.

    Kardinal Robert Francis Prevost hat sich nach seiner Wahl zum Papst am 8. Mai 2025 den Namen Leo XIV. gegeben.

    Wer ist dieser Mann, der plötzlich an der Spitze der römisch-katholischen Welt steht?

    Vom Mathefreak zum Missionar

    Geboren 1955 in Chicago, wuchs Robert Francis Prevost in einer typisch amerikanischen Mittelstandsfamilie auf. Mathematik war seine Leidenschaft – bis er 1977 dem Augustinerorden beitrat. Es war nicht der klassische Weg eines Theologen, sondern einer, der über Zahlen zum Glauben fand.

    Nach seiner Priesterweihe 1982 vertiefte er sein Wissen in Kirchenrecht – in Rom, am Angelicum. Und dann: Peru. Das war kein Kurztrip. Das waren Jahrzehnte im Dienst der Ärmsten – in Trujillo lehrte er, bildete aus und war als Justizvikar tätig. Dort nahm er sogar die peruanische Staatsbürgerschaft an – ein starkes Zeichen der Verbundenheit.

    Ordensgeneral, Bischof, Krisenmanager

    2001 wurde er Generalprior seines Ordens – weltweite Verantwortung, spirituelle Führung, strategisches Denken. Zwölf Jahre leitete er den Augustinerorden. Und kaum zurück in Lateinamerika, ernannte ihn Papst Franziskus zum apostolischen Administrator und später zum Bischof von Chiclayo.

    Ein Bischof mit Rückgrat: Prevost wurde zur Stimme der Stabilität inmitten politischer Turbulenzen. Als Vizepräsident der peruanischen Bischofskonferenz trug er Verantwortung weit über die Kirche hinaus.

    Kurienkardinal mit Reformauftrag

    2023 holte ihn Franziskus zurück nach Rom – als Präfekt des Dikasteriums für die Bischöfe. Kaum ein anderer Posten prägt die künftige Struktur der Kirche so sehr. Prevost hatte nun Einfluss auf die Ernennung von Bischöfen weltweit – und setzte dabei auf pastorale Erfahrung statt auf Karriereleiterdenken.

    Im September 2023 wurde er Kardinal. Und damit endgültig ein Name, den man in einem Atemzug mit „Papabile“ – also papstfähig – nannte.

    Die Wahl – ein Zeichen der Zeit?

    Prevost verkörpert vieles, was die Kirche jetzt braucht: Er ist global erfahren, sprachgewandt, seelsorgerlich geerdet. Ein Brückenbauer zwischen Nord und Süd, zwischen Theologie und Praxis. Seine Wahl zeigt, dass die Kirche sich öffnet – geografisch, aber auch geistlich.

    Kritiker? Gibt es auch. Vor allem im Umgang mit Missbrauchsskandalen während seiner Zeit in Chiclayo warf man ihm mangelnde Transparenz vor. Doch genau diese Kritik könnte ihn auch geprägt und vorsichtiger gemacht haben. Schließlich: Wer ganz oben steht, trägt nicht nur Hoffnung, sondern auch Altlasten mit sich.

    Was erwartet die Kirche nun?

    Prevost bringt einen neuen Ton nach Rom – nicht laut, aber klar. Er steht für Kontinuität mit Franziskus, für Reform im Stil des Dialogs. Wird er alles umkrempeln? Unwahrscheinlich. Aber er wird zuhören, Brücken schlagen, vielleicht neue Wege beschreiten.

    Ein Papst, der Algebra liebt, Spanisch träumt und Latein betet – das ist schon eine interessante Mischung, oder?

    Doch vielleicht ist es genau das, was die Weltkirche jetzt braucht: keinen Glanz von außen, sondern Glaubwürdigkeit von innen. Einen Papst, der nicht vom Thron spricht, sondern vom Herzen.

    Und wie sein Vorgänger scheint auch Prevost weniger an Pomp als an Menschen interessiert zu sein. Vielleicht wird er nicht der charismatischste, aber einer der menschlichsten Päpste des 21. Jahrhunderts.

    Von Andreas M. B.

  • Kardinal Dominique Mamberti: Der Mann, der „Habemus Papam!“ rufen wird

    Kardinal Dominique Mamberti: Der Mann, der „Habemus Papam!“ rufen wird

    Rom, 8. Mai 2025, 18:07 Uhr – ein historischer Moment. Weiße Rauchschwaden steigen aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle auf und breiten sich im römischen Abendhimmel aus. Auf dem Petersplatz brandet Jubel auf, Tränen fließen, Handys werden gezückt. Es ist der Augenblick, auf den Millionen Katholiken weltweit gewartet haben – das Zeichen, dass ein neuer Papst gewählt wurde.

    Und wer wird ihn der Welt verkünden? Ein Mann mit einer beachtlichen Vita: Kardinal Dominique Mamberti.

    Ein Leben im diplomatischen Dienst der Kirche

    Geboren am 7. März 1952 in Marrakesch als Sohn französischer Eltern, führte Mamberti schon früh ein Leben zwischen den Kulturen. Aufgewachsen mit marokkanischer Sonne und französischem Esprit, entschied er sich für den priesterlichen Weg und wurde 1981 in Ajaccio (Korsika) geweiht.

    Doch statt in einer stillen Gemeinde zu verbleiben, zog es ihn auf die große Bühne: Nach Studien in öffentlichem Recht und Politikwissenschaft trat er 1986 in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls ein. Fortan war er ein kirchlicher Weltreisender: Algerien, Chile, Libanon, Sudan, Somalia und Eritrea – kein leichter Karriereweg, sondern einer voller Herausforderungen.

    Besonders seine Zeit als „Außenminister des Vatikans“ von 2006 bis 2015 prägte sein öffentliches Profil. In dieser Rolle war er das Gesicht des Heiligen Stuhls auf internationalen Foren wie der UNO und der OSZE. Kein Wunder also, dass Papst Franziskus ihm 2014 eine der höchsten juristischen Positionen im Vatikan anvertraute – als Präfekt des obersten Kirchengerichts, der Apostolischen Signatur.

    Die besondere Aufgabe eines Kardinalprotodiakons

    Der Titel mag sperrig klingen, doch seine Funktion ist klar und symbolträchtig: Als Kardinalprotodiakon ist Mamberti derjenige, der den neuen Papst dem Volk präsentiert. Es ist seine Stimme, die über Lautsprecher und Fernsehsender in alle Welt dringt – mit den legendären Worten:

    „Annuntio vobis gaudium magnum: habemus Papam!“

    Er wird auch den gewählten Namen des neuen Papstes bekanntgeben und die erste große Segnung des neuen Pontifex – das berühmte „Urbi et Orbi“ – vorbereiten. In diesem Moment steht er im Zentrum eines der ältesten und bedeutungsvollsten Riten der katholischen Kirche. Wer hätte gedacht, dass ein zurückhaltender Kirchenjurist aus Korsika einmal zu solch einer Aufgabe berufen würde?

    Ein Konklave mit Tempo – aber nicht ohne Spannung

    Auffallend schnell verlief die Wahl: In nur zwei Tagen einigten sich die Kardinäle auf einen Nachfolger. Das erinnerte an die Konklaven von 2005 und 2013 – ebenfalls zügig, aber keinesfalls oberflächlich. Die Entscheidung, die nun gefallen ist, hat Gewicht. Namen wie Pietro Parolin oder Luis Antonio Tagle galten als Favoriten, doch ob sich einer von ihnen wirklich durchgesetzt hat?

    Noch kennt niemand die Antwort – außer den wenigen Eingeweihten im Vatikan.

    Man spürt es förmlich auf dem Petersplatz: die kollektive Nervosität, das gebannte Warten auf ein Gesicht, einen Namen, eine neue Stimme der Kirche. Was geht in einem Mann wie Mamberti vor, der diese Ankündigung machen darf? Vielleicht denkt er an die Jahre im diplomatischen Dienst zurück, an Gespräche mit Machthabern, an stille Gebete in fremden Ländern – und an die Verantwortung, die heute auf seinen Schultern ruht.

    Brückenbauer in einer zerrissenen Welt?

    Gerade jetzt ist ein Papst gefragt, der Brücken baut – nicht nur innerhalb der Kirche, sondern auch zwischen Kulturen, Religionen und politischen Lagern. Wer könnte besser verstehen, wie diese Brücken funktionieren, als jemand wie Dominique Mamberti, der sein Leben im interkulturellen Spannungsfeld verbracht hat?

    Zugegeben – nicht jeder Kirchenmann hat die Gabe, hinter dicken Mauern des Vatikans auch die Welt draußen zu sehen. Aber Mamberti gehört sicher nicht zu den weltfremden Figuren. Er ist leise, aber bestimmt. Kein Popstar unter den Kardinälen, aber einer, der zuhört, vermittelt und gestaltet.

    Jetzt zählt jede Sekunde

    Die Menge wird unruhiger, Kameras richten sich auf den Balkon, die Uhr tickt. Gleich wird es so weit sein. Und wenn Dominique Mamberti auftritt, wird seine Stimme – ruhig, präzise, voller Bedeutung – die neue Ära einläuten. Ein Augenblick, der unter die Haut geht.

    Wer also ist dieser Mann, der heute Abend das „Habemus Papam“ aussprechen darf?

    Er ist ein Weltbürger im Talar, ein Diplomat mit Rückgrat, ein frommer Stratege. Und vielleicht auch: der stille Architekt einer neuen Zeitrechnung für die katholische Kirche.

    Autor: M.A.B.

  • Weißer Rauch in Rom: Die katholische Kirche hat einen neuen Papst

    Weißer Rauch in Rom: Die katholische Kirche hat einen neuen Papst

    Ein Moment der Geschichte – wieder einmal schreibt der Vatikan ein neues Kapitel. Am Abend des 8. Mai 2025, genau um 18:10 Uhr, stieg über der Sixtinischen Kapelle der legendäre weiße Rauch auf. Ein Zeichen, das seit Jahrhunderten für den Beginn einer neuen Ära im Katholizismus steht. Die Papstwahl ist entschieden.

    „Habemus Papam!“ – dieser Ruf hallte nur wenige Minuten später vom Balkon des Petersdoms über den vollbesetzten Platz hinweg. Tausende Pilger jubelten, während Millionen Gläubige auf der ganzen Welt gebannt vor den Bildschirmen saßen. In einem Augenblick verwandelte sich gespannte Erwartung in emotionale Erleichterung. Endlich – ein neuer Pontifex.

    Dramatischer Weg zur Entscheidung

    Die Wahl verlief alles andere als glatt. Mehrere Wahlgänge waren nötig, bei denen schwarzer Rauch die fehlende Einigkeit der Kardinäle verkündete. Ein Bild, das sich tief eingebrannt hat: dunkler Rauch gegen den römischen Himmel – Symbol für Beratungen, Unsicherheiten, intensive Diskussionen hinter verschlossenen Türen.

    Dass es diesmal nur etwa 24 Stunden dauerte darf nicht über die tiefgreifenden Herausforderungen hinwegtäuschen, vor denen die Kirche steht. Der neue Papst tritt sein Amt in einer Zeit an, in der die katholische Weltgemeinschaft von innen wie außen unter Druck steht. Reformbedarf, Vertrauenskrise, Missbrauchsskandale, Nachwuchsmangel im Klerus – all das lastet schwer auf den Schultern des künftigen Kirchenoberhauptes.

    Weltweite Aufmerksamkeit

    Kaum ein Ereignis zieht so viele Menschen gleichzeitig in seinen Bann wie eine Papstwahl. Der Petersplatz – ein Meer aus Flaggen, Tränen, Gebeten. Manche hielten Rosenkränze, andere Smartphones, alle aber ein Stück Hoffnung im Herzen. Zwischen der jahrhundertealten Liturgie und moderner Live-Übertragung wirkt dieses Spektakel wie ein Spagat zwischen den Zeiten.

    Und was für ein Spektakel es ist: Trommelwirbel der Medien, Live-Ticker, Übersetzer in Dutzenden Sprachen – von Tokio bis Toronto, von Nairobi bis Nürnberg war es plötzlich der Moment des Tages. Die Spannung in Rom war mit Händen zu greifen. Ein Touristenpaar aus Australien sagte vor Ort: „Wir dachten, wir schauen kurz vorbei – und jetzt sind wir Zeugen der Geschichte geworden.“

    Wer ist der Neue?

    Noch wenige Minuten nach dem Aufstieg des weißen Rauchs hielt der Vatikan den Namen geheim – wie ein wohlgehütetes Staatsgeheimnis. Es war, als würde die ganze Welt für einen Moment die Luft anhalten. Erst mit dem Auftritt des Kardinalprotodiakons auf dem Balkon und den Worten „Annuntio vobis gaudium magnum“ wird das Rätsel gelüftet werden.

    Der Name des neuen Papstes? Er wird zweifellos die Schlagzeilen der kommenden Tage beherrschen. Man darf gespannt sein, welche Linie er einschlägt. Wird er Kontinuität wahren oder frischen Wind in die Mauern des Vatikans bringen?

    Das Amt als Bürde und Berufung

    Ein Papst ist mehr als nur ein geistlicher Führer – er ist politischer Akteur, moralischer Kompass, globaler Vermittler. Ob Klimaschutz, Frieden in Krisengebieten oder der Dialog mit anderen Religionen – der neue Papst tritt ein Amt an, das gleichzeitig Ehre und Last ist. Und er tut das in einer Zeit, in der Orientierung gefragt ist wie selten zuvor.

    Doch gerade in solchen Momenten zeigt sich, wie sehr Menschen nach Halt und Richtung suchen. Vielleicht liegt genau darin die größte Stärke des neuen Papstes: Dass er Hoffnung wecken kann, wo viele sie verloren glaubten.

    Ein Funken Zuversicht

    Natürlich ist die Wahl eines Papstes keine magische Lösung für alle Probleme. Aber sie sendet ein Signal. Ein Zeichen dafür, dass Bewegung möglich ist. Und vielleicht auch, dass Wandel nicht nur unvermeidlich, sondern notwendig ist.

    Wird er den Erwartungen gerecht? Wird er den Balanceakt zwischen Tradition und Erneuerung meistern? Die Antwort liegt nicht nur bei ihm allein – sondern bei der gesamten Kirche und ihren Gläubigen.

    Doch für heute – reicht ein Moment des Aufatmens. Weißer Rauch, Jubel, „Habemus Papam“. Die Welt hat einen neuen Papst. Und die Geschichte geht weiter.

    Von C. Hatty

  • Neuer Papst gesucht: Im Vatikan begann heute eine richtungsweisende Wahl im Konklave

    Neuer Papst gesucht: Im Vatikan begann heute eine richtungsweisende Wahl im Konklave

    Am frühen Abend des 7. Mai 2025 fiel im Vatikan ein symbolträchtiger Riegel ins Schloss: Punkt 18 Uhr wurden die Türen der Sixtinischen Kapelle geschlossen. Dahinter – 133 Kardinäle aus 70 Ländern, eingeschlossen bis zur Wahl des nächsten Papstes. Das Konklave, streng abgeschirmt von der Außenwelt, hat begonnen. Eine Zeremonie voller Geschichte, Strenge und Hoffnung auf die Zukunft.

    Die Welt schaut hin.

    Ein Ritus zwischen Tradition und Moderne

    Schon am Vormittag begann der Tag im Zeichen des Übergangs. In der Basilika Sankt Peter versammelten sich die Kardinäle zur Messe, bevor sie sich am Nachmittag zur Kapelle Pauline begaben – zur stillen Andacht und Sammlung. Was dann folgte, kennt man nur aus Fernsehbildern: In feierlicher Prozession zogen sie in die Sixtinische Kapelle ein, den Blick ernst, das Ritual einstudiert.

    Dort heißt es: Schweigen. Kein Smartphone, kein Internet, nicht einmal ein Funksignal darf den Raum durchdringen. Man könnte sagen: Die Zeit bleibt stehen – während draußen die Welt weiterrauscht.

    Der erste Wahlgang: Testlauf oder Überraschung?

    Noch am selben Abend erfolgt die erste Abstimmung. Ein echter Paukenschlag wird nicht erwartet – dieser Durchgang gilt traditionell eher als Orientierung. Das bedeutet: Die 89 Stimmen, die für eine Wahl nötig sind, dürften frühestens im Laufe des Donnerstags für den Auserwählten zusammenkommen.

    Falls nicht, gibt es bis zu vier weitere Versuche pro Tag. Jede Wahl endet mit einem simplen, aber weltweit beachteten Zeichen: schwarze Rauchwolke – kein Ergebnis. Weiße Rauchwolke – wir haben einen Papst.

    Ein Konklave wie nie zuvor

    Nie war ein Konklave internationaler. 70 Länder, 133 Wahlberechtigte – eine bunte Weltkarte der katholischen Kirche. Und ein Fingerzeig auf die Reformpolitik von Papst Franziskus, der zu Lebzeiten rund 81 Prozent der heutigen Wahlkardinäle ernannt hat. Diese Mehrheit könnte darüber entscheiden, ob sein Nachfolger seine Linie fortführt oder ganz neue Akzente setzt.

    Was ebenfalls auffällt: Der Blick der Kirche richtet sich zunehmend auf die sogenannten „Ränder“ – Länder und Regionen, die früher kaum repräsentiert waren, heute aber lautstark mitreden.

    Die Favoriten: Bekannt, doch nicht berechenbar

    Die Liste der möglichen Kandidaten – die sogenannten papabili – ist so offen wie selten. Als Favoriten jedoch gelten:

    • Pietro Parolin, Italiener, aktuell Kardinalstaatssekretär. Er gilt als erfahrener Diplomat – leise im Ton, aber einflussreich im Hintergrund.
    • Luis Antonio Tagle, Philippiner, zuständig für Evangelisierung. Charismatisch, populär, ein Gesicht des Globalen Südens.
    • Jean-Marc Aveline, Erzbischof von Marseille – ein Theologe mit sozialem Profil, der die Nähe zu den Menschen sucht.
    • Robert Sarah, aus Guinea, konservativ geprägt und bekannt für seine klare, manchmal unbequeme Haltung.

    Wer wird das Rennen machen? Oder kommt am Ende jemand ganz anderes, den bisher kaum jemand auf dem Zettel hatte? Es wäre nicht das erste Mal – und sicherlich nicht das letzte.

    Die Kirche am Scheideweg

    Wer immer der nächste Papst wird, eines steht fest: Die Herausforderungen sind immens. Die Kirche muss ihr zerbrechliches Gleichgewicht zwischen Tradition und Erneuerung bewahren, Skandale aufarbeiten, Reformen umsetzen – und dabei nicht ihre Glaubwürdigkeit verlieren.

    Dazu kommen globale Fragen: Migration, Umwelt, soziale Ungleichheit – alles Themen, bei denen das Oberhaupt der katholischen Kirche eine starke Stimme sein kann. Oder muss.

    Was bringt der weiße Rauch?

    In diesen Tagen geht es um mehr als eine Personalie. Es geht um Orientierung, Vertrauen, vielleicht sogar um ein neues Kapitel. Denn in einer Zeit, in der alte Gewissheiten bröckeln, sehnen sich viele nach einer moralischen Instanz, die Orientierung bietet.

    Die Wahl in der Sixtinischen Kapelle mag hinter dicken Mauern stattfinden – doch ihre Wirkung strahlt weit darüber hinaus. Es ist ein Moment, der Geschichte schreiben kann.

    Fragt sich nur: Welche?

    Von C. Hatty