Schlagwort: Netanyahu

  • Die Welt nimmt Abschied von Papst Franziskus – und weitere World-News

    Die Welt nimmt Abschied von Papst Franziskus – und weitere World-News

    Gestern versammelten sich trauernde Gläubige, manche mit Tränen in den Augen, auf dem Petersplatz, nachdem der Vatikan den Tod von Papst Franziskus im Alter von 88 Jahren bekannt gegeben hatte. Nun steht die Führung der römisch-katholischen Kirche vor einer wegweisenden Entscheidung: Wird der nächste Papst den weltoffenen und globalen Kurs von Franziskus fortsetzen oder den strengeren, lehramtlichen Weg seiner Vorgänger einschlagen?

    Weltweit würdigten Staats- und Regierungschefs das Wirken von Franziskus. José Ramos-Horta, Präsident von Osttimor, nannte den Tod des Papstes den „größten Verlust für die Menschheit in einer Zeit, in der es an kluger und mitfühlender Führung fehlt“.

    Ein Bericht über die letzten Tage von Franziskus sowie ein vollständiger Nachruf beleuchten sein Leben und Wirken.

    Laut eines Berichts des Vatikans waren ein Schlaganfall, gefolgt von einem Koma und einem „irreversiblen Herz-Kreislauf-Zusammenbruch“ die Todesursachen. Bis zum Tag vor seinem Tod hielt Franziskus trotz ärztlicher Anordnung zur Ruhe einen vollen Terminkalender ein – ein Mann, der bis zuletzt seinen Aufgaben nachging.

    Das Datum der Beisetzung wurde noch nicht bekannt gegeben. Der Vatikan teilte jedoch mit, dass eine öffentliche Aufbahrung möglicherweise schon morgen beginnen könnte.

    Wie geht es weiter?

    Kaum war die Nachricht vom Tod des Papstes verkündet, machten sich Kardinäle aus aller Welt auf den Weg nach Rom, um seine Beisetzung zu organisieren und die Wahl seines Nachfolgers vorzubereiten. Bereits heute wird das erste Treffen im Synodensaal erwartet – und die Frage steht im Raum: Wer könnte der nächste Pontifex werden?


    Indien empfängt JD Vance mit offenen Armen

    Der US-Vizepräsident JD Vance startete gestern einen viertägigen Besuch in Indien und traf Premierminister Narendra Modi – genau zu einer Zeit, in der Indien hofft, hohen US-Zöllen zu entgehen.

    Für viele indische Regierungsvertreter und Analysten ist Vances Besuch ein positives Zeichen dafür, dass die USA an einem Handelsabkommen festhalten wollen. Noch vor wenigen Wochen standen indische Exporte vor Zöllen von bis zu 27 Prozent, bevor Präsident Trump die wechselseitigen Strafzölle vorerst aussetzte.

    Ein kleines, aber brisantes Detail am Rande: Peking warnte, dass Länder, die ihren Handel mit China einschränken, um sich die Gunst der USA zu sichern, mit Vergeltungsmaßnahmen rechnen müssten.


    Israels Sicherheitschef erhebt schwere Vorwürfe gegen Netanyahu

    Ronen Bar, Chef des israelischen Inlandsgeheimdienstes, beschuldigte Premierminister Benjamin Netanyahu in einer eidesstattlichen Erklärung, ihn mehrfach gedrängt zu haben, gegen israelische Bürger zu spionieren, die regierungskritische Proteste organisiert oder finanziert haben. Zudem habe Netanyahu persönliche Loyalität über die Urteile des Obersten Gerichtshofs gestellt – für den Fall einer Verfassungskrise.

    Ein brisanter Vorwurf mit potenziell weitreichenden Konsequenzen.


    Weitere Top-Nachrichten weltweit

    Syrien: Die antike Stadt Palmyra hat 2.000 Jahre überdauert – und sieht nach 13 Jahren Bürgerkrieg erschütternd verändert aus.

    Technologie: Das US-Justizministerium argumentierte vor Gericht, dass die Zerschlagung von Google der beste Weg sei, um das Monopol des Unternehmens auf Internetsuchen zu brechen.

    Jemen: Ein US-Luftangriff traf ein dicht besiedeltes Viertel in der Hauptstadt Sanaa – zwölf Menschen starben, 30 wurden verletzt.

    USA: Donald Trump bezeichnete die Aufregung über Verteidigungsminister Pete Hegseths Entscheidung, militärische Pläne in einem zweiten Signal-Chat zu teilen, als „Zeitverschwendung“.

    Kanada: Seit Meta Nachrichtenorganisationen kurz vor den Wahlen auf Facebook blockierte, füllen hyperparteiische und irreführende Seiten das entstandene Informationsvakuum.

    Thailand: Die Behörden verhafteten einen chinesischen Funktionär im Zusammenhang mit dem Bau des einzigen Gebäudes, das beim Erdbeben letzten Monat in Bangkok einstürzte.

    Südkorea: In Seoul fahndet die Polizei nach einem Mann, der offenbar ein Wohnhaus in Brand gesetzt hat – ein Mensch starb.

    Korruption: Die Ehefrau des ehemaligen US-Senators Robert Menendez wurde wegen ihrer Beteiligung an einem Bestechungsskandal verurteilt – es geht um Gold, Bargeld und ein Mercedes-Benz.

    Technologie: CATL, der weltgrößte Hersteller von Batterien für Elektrofahrzeuge, kündigte technologische Durchbrüche an, die E-Autos wettbewerbsfähiger machen sollen.

    Luftfahrt: Ein Video zeigte Passagiere, die über Notrutschen aus einem Delta-Flugzeug evakuiert wurden, nachdem es auf dem Rollfeld des Flughafens Orlando in Brand geraten war.

    Von Andreas M. B.

  • Weltweit buhlen Staaten um Trumps Gunst im Zollstreit – und andere World-News

    Weltweit buhlen Staaten um Trumps Gunst im Zollstreit – und andere World-News

    Die Uhren ticken. Überall auf dem Globus versuchen Regierungen in letzter Minute, mit Präsident Trump Kontakt aufzunehmen, Delegationen nach Washington zu schicken oder bei ihren eigenen Importzöllen nachzugeben – in der Hoffnung, den drohenden Strafzöllen zu entkommen, die jetzt in Kraft treten sollen.

    Ob Trumps Regierung wirklich verhandlungsbereit ist, bleibt unklar. Der Präsident äußerte mehrfach, die neuen Zölle – zwischen 10 und 40 Prozent auf Waren aus fast 60 Ländern – blieben bestehen, bis die Handelsdefizite der USA verschwänden. Trotzdem scheint das Weiße Haus durchaus offen für freundliche Angebote aus dem Ausland.

    Bislang haben nur China und Kanada mit Gegenzöllen reagiert. Die EU droht zwar ebenfalls mit Gegenmaßnahmen, bot im Gegenzug aber auch an, einige Zölle komplett zu streichen – sofern die USA im Gegenzug das Gleiche tun.

    China im Fadenkreuz

    Trump warnte Peking: Sollte China seine Gegenzölle nicht zurücknehmen, würden ab morgen zusätzliche 50 Prozent Zoll fällig. Die Folge? Chinesische Importe in die USA würden mit bis zu 104 Prozent besteuert. China konterte umgehend – man werde „bis zum Ende kämpfen“. Die Worte „Erpressung“ und „Drohung“ fielen.

    Wirtschaft auf der Kippe

    An der Wall Street herrscht weiterhin große Nervosität. Der Handelstag endete erneut mit leichten Verlusten. Der S&P 500 taumelt gefährlich nahe an einen sogenannten Bärenmarkt heran. In Asien dagegen beruhigten sich die Märkte etwas.

    Weitere Schlagzeilen aus dem Weißen Haus

    Der Oberste Gerichtshof entschied, dass venezolanische Migranten weiterhin auf Grundlage eines alten Kriegsrechts-Paragraphen abgeschoben werden dürfen – eine frühere Gerichtsentscheidung, die dies gestoppt hatte, wurde damit aufgehoben.

    Gleichzeitig plant die Trump-Regierung offenbar milliardenschwere Investitionen, um die Infrastruktur zur Inhaftierung von Migranten auszubauen.

    Beim Thema Informationspolitik schlägt Trump neue Wege ein: Regierungswebseiten verschwinden, Daten werden gelöscht – stattdessen schreibt der Präsident seine eigene Version der Geschichte.

    Atomgespräche mit Iran?

    Trump kündigte an, dass die USA am kommenden Samstag direkte Gespräche mit dem Iran über dessen Atomprogramm führen wollen. Ein letzter Versuch, das Programm einzudämmen – so seine Worte.

    Iran bestätigte die Verhandlungen, erklärte jedoch, diese würden indirekt stattfinden. Heißt: Vermittler sollen zwischen den Seiten agieren. Sollte der Auftakt gelingen, sei man zu direkten Gesprächen bereit.

    Trump warnte: Scheiterten die Gespräche, drohe Iran „große Gefahr“. Doch Teheran hat wenig Interesse, sein komplettes Atomprogramm aufzugeben – schließlich besitzt es inzwischen die Fähigkeit, binnen Wochen nuklearwaffenfähiges Material herzustellen.

    Der Nahe Osten brodelt weiter

    Gaza: Ein dramatisches Video der Palästinensischen Rotkreuz-Halbmond-Organisation zeigt die letzten Momente eines Sanitäters, bevor er von israelischen Truppen getötet wurde. 15 Rettungskräfte starben – die Organisation spricht von einem „Kriegsverbrechen“.

    Israel: Premierminister Benjamin Netanjahu traf sich gestern mit Trump in Washington. Ein öffentliches Versprechen, die 17 Prozent Zoll auf israelische Produkte zu streichen, konnte er allerdings nicht erreichen.

    USA: Angehörige der Opfer des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober 2023 reichten Klage gegen einen palästinensisch-amerikanischen Geschäftsmann ein. Der Vorwurf: Er habe Immobilien zur Tarnung von Hamas-Tunneln und Waffenlagern zur Verfügung gestellt.

    Russland: Bleibende Narben

    Rund 800.000 Menschen haben Russland seit Beginn des Ukrainekriegs verlassen. Und selbst ein möglicher Friedensschluss wird viele von ihnen nicht zurückbringen – zu tief sitzen die Wunden.

    Kurzmeldungen weltweit

    Myanmar: Die Militärregierung steht unter Druck. Sie soll Hilfslieferungen blockieren und verzögern – mitten in der humanitären Katastrophe nach dem Erdbeben.

    Kalifornien: Ein Gericht sprach Opfern sexuellen Missbrauchs in der Jugendhaft in Los Angeles 4 Milliarden Dollar Entschädigung zu – ein Rekord.

    Südsudan: Alle US-Visa von Bürgern des Landes wurden annulliert. Der Hintergrund: Weigerung der Regierung des Südsudans, Abgeschobene aufzunehmen.

    Südkorea: Nach dem Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Yoon Suk Yeol finden am 3. Juni Neuwahlen statt.

    USA: Ein Mann in Nevada wurde verhaftet – auf seinem Grundstück wurden sieben Tiger sichergestellt.

    Von C. Hatty