Schlagwort: Nestlé

  • Verunreinigte Säuglingsmilch: Wie eine neue Krise das Vertrauen der Eltern erschüttert

    Verunreinigte Säuglingsmilch: Wie eine neue Krise das Vertrauen der Eltern erschüttert

    Ein Fläschchen Milch gilt für viele Eltern als Symbol von Sicherheit. Gerade in den ersten Lebensmonaten vertrauen Familien darauf, dass Babynahrung streng kontrolliert, sauber produziert und gesundheitlich unbedenklich ist. Umso heftiger trifft die aktuelle Affäre um verunreinigte Säuglingsmilch Frankreich. Der jüngste Bericht einer parlamentarischen Untersuchungskommission zeichnet ein Bild, das alarmiert: mangelhafte Kontrollen, schleppende Reaktionen und eine Informationspolitik, die bei vielen Eltern blankes Entsetzen ausgelöst hat. Ausgelöst hatte die Krise Ende 2025 ein groß angelegter Rückruf von Nestlé. In zahlreichen Ländern mussten Chargen von Säuglingsmilch aus dem Handel genommen werden, nachdem Spuren der gefährlichen Toxinsubstanz Cereulid festgestellt worden waren. Das Gift kann heftiges Erbrechen auslösen – für Erwachsene unangenehm, für wenige Monate alte Babys potenziell lebensgefährlich. Doch dabei blieb es nicht. Kurz darauf gerieten auch andere große Hersteller wi…

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  • Gefährliche Säuglingsnahrung: Nach Nestlé ruft auch Lactalis Babymilch weltweit zurück

    Gefährliche Säuglingsnahrung: Nach Nestlé ruft auch Lactalis Babymilch weltweit zurück

    Es ist ein Satz, der Eltern sofort aufhorchen lässt. Freiwilliger Rückruf. Säuglingsnahrung. Mehr als zwanzig Länder. Der französische Molkereikonzern Lactalis hat am 21. Januar angekündigt, mehrere Chargen von Babymilch vom Markt zu nehmen. Der Grund: eine mögliche Verunreinigung einzelner Inhaltsstoffe mit einer bakteriellen Toxinsubstanz. Kein akuter Krankheitsfall, kein bestätigter Schaden, aber ein Signal, das in einer ohnehin sensiblen Branche schwer wiegt. Denn der Schritt erfolgt nicht im luftleeren Raum. Nur wenige Wochen zuvor hatte bereits Nestlé weltweit Säuglingsmilchprodukte zurückgerufen. Der globale Markt für infantile Ernährung steht damit erneut unter Druck. Vertrauen, das über Jahre aufgebaut wurde, gerät binnen Tagen ins Wanken. Die betroffenen Produkte stammen aus dem Sortiment der Marke Picot, die in Frankreich vor allem über Apotheken, aber auch über den klassischen Einzelhandel vertrieben wird. Sechs klar definierte Chargen sind Teil des Rückrufs. Lactalis beton…

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  • Vorsicht statt Risiko: Nestlé ruft Babymilch in mehreren europäischen Ländern zurück

    Vorsicht statt Risiko: Nestlé ruft Babymilch in mehreren europäischen Ländern zurück

    Wenn ein globaler Lebensmittelkonzern wie Nestlé zu der Massnahme eines Rückrufs von Produkten greift, horchen viele Eltern auf. Am Montagabend, dem 5. Januar, meldete der Schweizer Konzern einen freiwilligen Rückruf bestimmter Chargen von Säuglingsnahrung in mehreren europäischen Ländern. Betroffen sind Deutschland, Österreich, Dänemark, Italien und Schweden. Die Botschaft, die Nestlé dabei aussendet, ist eindeutig: Es handelt sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, bislang sei kein Krankheitsfall bekannt, der mit den betroffenen Produkten in Verbindung stehe.

    Solche Sätze liest man in diesen Tagen häufiger, doch sie verlieren nichts von ihrem Gewicht, wenn es um Babynahrung geht. Eltern reagieren sensibel, zu Recht. Babymilch und -Nahrung steht sinnbildlich für Vertrauen, für Kontrolle, für das Versprechen maximaler Sicherheit. Genau dieses Vertrauen will Nestlé nun offenbar schützen, indem der Konzern lieber einmal zu viel als einmal zu wenig reagiert.

    Auslöser des Rückrufs ist ein Qualitätsproblem bei einem einzelnen Inhaltsstoff, der von einem großen Zulieferer stammt. Nestlé spricht von Unregelmäßigkeiten bei bestimmten Ölen auf Basis von Arachidonsäure, einer Fettsäure, die in der Säuglingsernährung eine wichtige Rolle spielt. Sie unterstützt unter anderem die Entwicklung des Gehirns und des Immunsystems. Entsprechend sensibel reagieren Hersteller, wenn es hier auch nur den leisesten Zweifel an der Qualität gibt.

    Im internen Prüfprozess hat Nestlé nach eigenen Angaben sämtliche betroffenen Öle und die daraus hergestellten Ölmischungen analysiert, die in der Produktion potenziell betroffener Produkte verwendet wurden. Das klingt nach Laborarbeit unter Hochdruck, nach weißen Kitteln und langen Nächten. Und es passt zu einem Konzern, der weiß, wie schnell ein Imageschaden entstehen kann, wenn Transparenz fehlt oder Entscheidungen verzögert werden.

    Parallel dazu steht der enge Austausch mit den zuständigen Behörden in den betroffenen Ländern. Nestlé betont, man arbeite mit den nationalen Stellen zusammen, um sicherzustellen, dass alle notwendigen Maßnahmen ergriffen werden. Auch das gehört zur Choreografie moderner Krisenkommunikation. Offenheit, Abstimmung, Geschwindigkeit.

    Bemerkenswert ist dabei die Klarheit, mit der Nestlé bislang jede Panik zu dämpfen versucht. Kein bestätigter Krankheitsfall, keine Hinweise auf konkrete gesundheitliche Schäden. Das wird mehrfach betont. Man spürt zwischen den Zeilen den Wunsch, die Lage einzuordnen, ohne sie kleinzureden. Ein Balanceakt, der im Lebensmittelbereich nicht leichtfällt.

    Auf den jeweiligen Länderwebseiten hat Nestlé detaillierte Informationen veröffentlicht. Dort finden sich Fotos der betroffenen Produkte, inklusive der Chargennummern. Die Namen der Produkte variieren je nach Markt. In Deutschland etwa werden die entsprechenden Säuglingsnahrungen unter den Marken Beba und Alfamino verkauft. Für Verbraucherinnen und Verbraucher gibt es klare Anweisungen zur Rückgabe der Produkte sowie Hinweise zur Rückerstattung des Kaufpreises. Zusätzlich stehen Hotline-Nummern bereit, falls Fragen offenbleiben. Ganz praktisch, ganz bodenständig, fast schon beruhigend in seiner Sachlichkeit.

    Der Fall zeigt, wie komplex die Lieferketten in der modernen Lebensmittelproduktion geworden sind. Ein einzelner Rohstoff, geliefert von einem externen Partner, kann Produkte in mehreren Ländern gleichzeitig betreffen. Globalisierung bringt Effizienz, aber sie verlangt auch ein Höchstmaß an Kontrolle. Nestlé scheint sich dieser Verantwortung bewusst zu sein, zumindest in diesem Moment.

    Gleichzeitig wirft der Rückruf ein Schlaglicht auf die besondere Stellung von Säuglingsnahrung im öffentlichen Bewusstsein. Während Rückrufe bei Süßigkeiten oder Fertiggerichten oft achselzuckend zur Kenntnis genommen werden, ist der Ton hier ein anderer. Eltern lesen genauer, Medien berichten ausführlicher, Behörden schauen doppelt hin. Da geht es nicht nur um Konsum, sondern um Fürsorge. Um das gute Gefühl, alles richtig zu machen, wenn man ein Baby füttert.

    Man kann das nüchtern betrachten und sagen: Vorsorge funktioniert. Ein Unternehmen entdeckt ein mögliches Problem, informiert die Öffentlichkeit, zieht Konsequenzen. So soll es sein. Und doch bleibt bei vielen ein Rest Unbehagen. Vielleicht, weil Babymilch etwas Intimes hat. Vielleicht, weil niemand gern liest, dass selbst hier nicht alles hundertprozentig kontrollierbar ist. Oder, um es salopp zu sagen: Bei Babys hört der Spaß auf.

    Für Nestlé ist der Rückruf auch eine Erinnerung daran, wie schmal der Grat zwischen industrieller Perfektion und menschlicher Verunsicherung ist. Der Konzern hat sich frühzeitig positioniert, transparent kommuniziert und den Schaden bislang begrenzt. Ob das langfristig Vertrauen stärkt, wird sich zeigen. Kurzfristig sendet der Rückruf zumindest ein Signal: Sicherheit geht vor Absatz.

    In den kommenden Tagen dürften die meisten betroffenen Produkte aus den Regalen verschwunden sein. Eltern werden auf andere Produkte umsteigen, vielleicht kurz schimpfen, dann weitermachen. Das Leben mit Kind kennt schließlich größere Herausforderungen. Nestlé wiederum wird intern prüfen, Prozesse nachschärfen, Lieferanten kontrollieren. Und hoffen, dass diese Geschichte schnell endet, leise, ohne Folgen.

    Autor: C.H.

  • Perrier im Stillstand: Wenn Desinfektion zur Verschmutzung führt

    Perrier im Stillstand: Wenn Desinfektion zur Verschmutzung führt

    In Vergèze, im Département Gard, steht die Produktion still. Komplett. Die Perrier-Fabrik, sonst eine routinierte Abfüllmaschine für sprudelnde Weltmarken-Ikonografie, wirkt plötzlich wie ein Flugzeug ohne Cockpit. Genau dieses Bild drängt sich auf, seit die Anlagen seit dem vergangenen Donnerstag vollständig heruntergefahren sind; von dreizehn Produktionslinien soll lediglich eine am Donnerstag, dem 11. Dezember, zaghaft wieder angelaufen sein. Auslöser ist ein Vorgang, der zugleich technisch trocken und politisch explosiv wirkt: Die Behörden haben Nestlé nach einem Verschmutzungsereignis am Vistre, dem Fluss, der das Werk säumt, formal in die Pflicht genommen. Ein eingeschriebener Brief der Präfektur, datiert auf den 10. Dezember, enthält einen „arrêté de mise en demeure“, einer behördlichen Aufforderung zur unverzüglichen Abhilfe – nach einer Inspektion am Vortag durch die regionale Umweltbehörde Dreal. Im Kern dreht sich alles um Grenzwerte. Und um das, was im Wasser bleibt, wenn m…

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  • Hunderte Tote nach Erdbeben in Afghanistan – und weitere World-News

    Hunderte Tote nach Erdbeben in Afghanistan – und weitere World-News

    Rettungskräfte versuchten am gestrigen Tag, entlegene Gebirgsregionen im Osten Afghanistans zu erreichen, nachdem ein Erdbeben der Stärke 6,0 mehr als 800 Menschen das Leben gekostet und weitere etwa 3.000 verletzt hatte. Afghanische Behörden warnten, dass die Zahl der Todesopfer wahrscheinlich weiter steigen werde.

    Die Bergungsarbeiten wurden durch Erdrutsche erschwert, die ganze Dörfer von der Außenwelt abschnitten. Nur wenige Länder – darunter Iran, Indien, Japan und die EU – boten der Taliban-Regierung Hilfsleistungen an.

    Das Beben traf ein Land, das bereits mit multiplen Krisen kämpft. Laut den Vereinten Nationen sind über die Hälfte der rund 42 Millionen Afghaninnen und Afghanen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Hilfsorganisationen bereiten sich auf einen harten Winter vor – bei schwindenden Mitteln und der Rückkehr von über zwei Millionen afghanischen Flüchtlingen aus Pakistan und dem Iran.


    Brasiliens Demokratie auf dem Prüfstand

    Brasiliens früherer Präsident Jair Bolsonaro muss sich ab heute vor Gericht verantworten. Der Vorwurf: Planung eines Staatsstreichs nach seiner Wahlniederlage 2022. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm mehrere Jahrzehnte Haft.

    Zivil gekleidete Polizeibeamte bewachen Bolsonaros Wohnhaus in Brasília, wo er unter Hausarrest steht – für den Fall, dass er zu fliehen versucht. Er trägt eine elektronische Fußfessel und bestreitet die Vorwürfe.

    Viele Brasilianerinnen und Brasilianer sehen den Prozess als Sieg der Demokratie. Brasilien, das erst vor 40 Jahren die Militärdiktatur überwunden hat, bringt damit zustande, was den USA bisher verwehrt blieb: einen Ex-Präsidenten strafrechtlich wegen des Versuchs, nach einer verlorenen Wahl illegal an der Macht zu bleiben, anzuklagen.

    Doch der Weg dorthin wirft Fragen auf. Denn das Oberste Gericht Brasiliens, insbesondere ein einzelner Richter, hat sich in der Aufarbeitung dieses Falles außergewöhnliche Kompetenzen gesichert – was nun Kritik an eines möglichen Machtmissbrauchs nährt. Das Land bereitet sich auf mögliche Unruhen während des Prozesses vor.

    Das Verfahren vor dem Obersten Gerichtshof soll zwei Wochen dauern. Die Richter bewerten Beweismaterial, das über einen Zeitraum von fast zwei Jahren gesammelt wurde. Dazu zählt auch die Aussage von Bolsonaros persönlichem Sekretär, der im Rahmen eines Deal mit den Ermittlungsbehörden zugab, an der Planung eines möglichen Staatsstreichs beteiligt gewesen zu sein.


    Xi, Putin und Modi demonstrieren Geschlossenheit

    Beim gestrigen Gipfeltreffen im chinesischen Tianjin präsentierten sich die Staatschefs Chinas, Russlands und Indiens demonstrativ einig: Xi Jinping, Wladimir Putin und Narendra Modi begrüßten sich mit Lächeln und in sehr gelöster Stimmung – wie enge Freunde.

    In seiner Rede kritisierte Xi Jinping unverblümt die USA: Man müsse sich der „Mentalität des Kalten Kriegs, Blockkonfrontation und Schikane“ widersetzen. Russlands Präsident Putin gab dem Westen die Schuld am Krieg in der Ukraine. Indiens Premier Modi betonte die Bedeutung von Multilateralismus und einer inklusiven Weltordnung – also eines Systems, in dem Länder wie Indien mehr Mitspracherecht haben.

    Im Anschluss sprachen Modi und Putin laut russischen Staatsmedien rund 50 Minuten lang miteinander – während einer gemeinsamen Fahrt im Auto Putins zu dem offiziellen Treffen.


    Weitere Nachrichten im Überblick

    • Gaza: Israels neue Offensive in Gaza-Stadt und veränderte Positionen in den Waffenstillstandsverhandlungen deuten darauf hin, dass der Krieg nicht bald enden wird.
    • Russland: Bulgarische Behörden vermuten russische Verantwortliche hinter einer GPS-Störung eines Flugzeugs mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an Bord.
    • Ukraine: Die Polizei nahm einen Tatverdächtigen im Mordfall eines ehemaligen Parlamentspräsidenten fest – mit mutmaßlicher Beteiligung Moskaus.
    • Australien: Rechtsextreme Proteste gegen Einwanderung bereiten der Regierung Sorgen.
    • Südkorea: Nach einem 18-monatigen Boykott kehren viele Ärztinnen und Ärzte wieder an ihre Arbeitsplätze zurück.
    • Wirtschaft: Der Lebensmittelkonzern Nestlé hat seinen CEO wegen einer nicht offengelegten Beziehung zu einer Untergebenen entlassen.
    • Mexiko: Drogenkartelle setzen zunehmend moderne Kriegsführungstechnologien ein – darunter auch Drohnen.

    Autor: P. Tiko

  • Nestlé unter Druck: Durchsuchungen im französischen Hauptquartier wegen Mineralwasserskandal

    Nestlé unter Druck: Durchsuchungen im französischen Hauptquartier wegen Mineralwasserskandal

    Am Donnerstag durchsuchten Ermittler den französischen Hauptsitz von Nestlé bei Paris. Die Aktion ist Teil einer breit angelegten Untersuchung gegen den Konzern und seine Wassersparte Nestlé Waters – es geht um mögliche Verstöße gegen Gesundheits- und Umweltauflagen. Die Durchsuchung in Issy-les-Moulineaux, südwestlich von Paris, erfolgte am 10. Juli. Sie wurde von der Direction générale de la concurrence, de la consommation et de la répression des fraudes (DGCCRF) bestätigt, wie Radio France berichtete. Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit einem im Februar 2025 eingeleiteten Ermittlungsverfahren der Pariser Justiz. Hintergrund der Ermittlungen Auslöser der Strafuntersuchung ist eine Klage der Verbraucherorganisation Foodwatch, die sich als Nebenklägerin konstituierte. Foodwatch wirft Nestlé und seiner Tochter Nestlé Waters vor, bei der Produktion und Vermarktung von Flaschenwasser gegen gesundheitliche oder umweltrechtliche Bestimmungen verstoßen zu haben. Im Zentrum steht der Verda…

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  • Vertrauensverlust in der Flasche – Perrier kämpft mit massivem Absatzrückgang

    Vertrauensverlust in der Flasche – Perrier kämpft mit massivem Absatzrückgang

    Seit dem Jahresbeginn schrumpft der Absatz von Perrier-Wasser dramatisch: Ganze 14 Prozent weniger Käufer griffen zu der einst so ikonischen grünen Flasche – und im April war der Einbruch mit satten 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr besonders heftig. Der Grund? Ein Skandal, der das Vertrauen der Konsumenten tief erschüttert hat. Nestlés Mineralwassermarke Perrier im Tief Was ist passiert? Medienrecherchen von Radio France und Le Monde brachten ans Licht, dass in mehreren Nestlé-Werken – darunter auch die für Perrier verantwortlichen – kontaminierte Mineralwasser abgefüllt worden sein sollen. Die Öffentlichkeit reagierte prompt. Die Konsumdaten, analysiert vom Marktforschungsunternehmen Circana, sprechen eine klare Sprache: Die Verbraucher wenden sich ab. Doch es ist nicht die gesamte Branche, die leidet. Christophe Lekieffre, Generalsekretär des französischen Verbandes für Quell- und Mineralwässer (SESEMN), betont: „Dieses Misstrauen betrifft nicht das gesamte Segment.“ Die Zahlen ge…

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  • Kommentar: Nestlé und der Perrier-Skandal. Wenn sprudelnde Lügen an die Oberfläche kommen

    Kommentar: Nestlé und der Perrier-Skandal. Wenn sprudelnde Lügen an die Oberfläche kommen

    Was, wenn das Wasser, das du gerade trinkst, nicht das ist, was es zu sein vorgibt? Was, wenn hinter dem Etikett „natürlich“ eine bittere Wahrheit steckt – eine Wahrheit, die über Jahre hinweg vertuscht wurde?

    Willkommen im Herzen des Perrier-Skandals, der Nestlé gerade erschüttert – und mit ihm das Vertrauen von Millionen Verbraucherinnen und Verbrauchern weltweit.

    Der große Reinheits-Schwindel

    Perrier – ein Name, der für viele nach Luxus, französischer Eleganz und unverfälschter Natur klingt. Wer sich eine Flasche dieses Mineralwassers gönnt, erwartet Reinheit aus der Tiefe der Erde. Doch genau diese Erwartung wurde auf unverschämte Weise missbraucht.

    Statt natürlichem Quellwasser bekamen Konsumenten offenbar aufbereitete Industriebrühe – behandelt mit Methoden, die bei echtem Mineralwasser streng verboten sind. UV-Strahlung, Aktivkohlefilter, chemische Reinigung – was wie eine Szene aus einem Wasserlabor klingt, war laut interner Berichte gängige Praxis. Und das jahrelang.

    Vertuschen statt Verantwortung

    Was die Sache noch brisanter macht: Diese Vorgänge waren keineswegs ein Betriebsgeheimnis, sondern schon seit geraumer Zeit bekannt – nicht nur in der Chefetage bei Nestlé, sondern auch auf politischer Ebene. Statt aufzuklären und Konsequenzen zu ziehen, wurden Berichte manipuliert, Kritik zum Schweigen gebracht, Whistleblower ignoriert.

    Die Folge? Verbraucher zahlten für ein Produkt, das nicht das war, was es versprach. Und das Unternehmen fuhr weiter Gewinne ein – auf Kosten der Wahrheit.

    Gefährlicher Cocktail im Glas

    Noch schockierender sind die Hinweise, dass sich im Wasser auch Stoffe befanden, die dort definitiv nichts zu suchen haben: Fäkalbakterien, Pestizide, Umweltgifte. Das klingt nicht nach einem Einzelfall, sondern nach einem flächendeckenden Umwelt- und Gesundheitsrisiko. Man fragt sich: Wie tief muss ein Konzern sinken, um seine sprudelnden Profite zu schützen?

    Ein Schlag ins Gesicht der Verbraucher

    Für Menschen, die bewusst konsumieren – vielleicht sogar mehr Geld ausgeben für ein reines, nachhaltiges Produkt – ist dieser Skandal ein Affront. Es geht hier nicht nur um einen Etikettenschwindel, sondern um die gezielte Täuschung von Konsumenten, die Vertrauen in ein weltweit vertriebenes Markenprodukt gesetzt haben.

    Wie sollen wir in Zukunft noch glauben, was auf der Flasche steht?

    Ein Systemversagen – auf ganzer Linie

    Wenn Unternehmen tricksen, ist das schlimm genug. Wenn Regierungen dabei zusehen oder gar mitmachen – dann ist das ein Skandal von ganz anderer Dimension. Der Fall Perrier zeigt, wie eng Politik und Wirtschaft in manchen Bereichen verwoben sind. Da wird nicht mehr reguliert, sondern gedeckt. Nicht mehr kontrolliert, sondern kooperiert – zu wessen Vorteil?

    Vertrauen ist wie Wasser: Wenn es einmal verdreckt ist…

    …lässt es sich kaum mehr reinigen. Der Schaden für Nestlé ist angerichtet – aber der Vertrauensbruch geht tiefer. Verbraucher merken sich so etwas. Und mit jedem Skandal wächst die Kluft zwischen Konsumenten und Konzernen. Es geht längst nicht mehr nur um Wasser – es geht um Ehrlichkeit, Verantwortung und das Gefühl, nicht wie Schafe durch die Marketingmaschinerie getrieben zu werden.

    Was nun?

    Dieser Skandal ruft nach Konsequenzen – und zwar auf allen Ebenen. Produkte müssen ehrlich gekennzeichnet werden. Unternehmen brauchen unabhängige Kontrollen. Und wer betrügt, muss dafür geradestehen – mit echten Strafen, nicht mit Imagekampagnen und halbgaren Pressemitteilungen.

    Denn am Ende geht es um mehr als nur ein Glas Wasser.

    Es geht um unser Recht, nicht für dumm verkauft zu werden.

    Von Andreas M. B.

  • Perrier-Skandal: Wie Frankreichs Edelwasser zum bitteren Tropfen wurde

    Perrier-Skandal: Wie Frankreichs Edelwasser zum bitteren Tropfen wurde

    Frankreich liebt seine Klassiker – Baguette, Camembert, Champagner. Und: Perrier. Das prickelnde Mineralwasser aus dem Süden des Landes galt jahrzehntelang als Inbegriff französischer Raffinesse. Nun steht genau dieses Kultgetränk im Zentrum eines erschütternden Skandals, der das Vertrauen in Marken, Behörden und Politik tief erschüttert. Ein Bericht des französischen Senats deckte auf: Nestlé Waters, der Mutterkonzern hinter Perrier, hat über Jahre hinweg verbotene Aufbereitungsverfahren eingesetzt – und die Regierung wusste Bescheid. Was steckt hinter diesem doppelten Spiel aus Täuschung und Duldung?

    Sauberes Wasser – mit schmutzigen Methoden Natürliches Mineralwasser darf laut Gesetz nur aus einer unterirdischen Quelle stammen und darf nicht behandelt werden. Das ist eigentlich glasklar. Doch bei Nestlé Waters sah man das offenbar anders. Der Senatsbericht vom 19. Mai 2025 legt offen: Mit UV-Bestrahlung und Mikrofiltration wurde kontaminiertes Wasser heimlich aufbereitet – Methoden…

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  • Nestlé unter Druck: Behörde verlangt Entfernung illegaler Filter in Mineralwasseranlagen

    Nestlé unter Druck: Behörde verlangt Entfernung illegaler Filter in Mineralwasseranlagen

    Nestlé Waters steht in Frankreich einmal mehr unter massiver Beobachtung – diesmal geht es um nicht genehmigte Filtermethoden, die das „ursprünglich reine“ Image von Mineralwasser infrage stellen. Die französischen Behörden, insbesondere die Präfekturen des Gard und der Vogesen, haben dem Schweizer Konzern eine klare Frist gesetzt: Zwei Monate bleiben, um den Einsatz von Mikrofiltern mit einer Porengröße von 0,2 Mikrometern zu stoppen.

    Natürlich rein – oder künstlich gesäubert? Im Zentrum der Kritik steht ein fundamentaler Widerspruch: Laut EU-Richtlinie darf natürliches Mineralwasser keiner Behandlung unterzogen werden, die seine mikrobiologische Zusammensetzung verändert. Genau das aber werfen die Behörden Nestlé vor. Die Mikrofilter, ursprünglich als Ersatz für UV-Licht und Aktivkohlefiltration eingeführt, verändern laut Experten das natürliche Mikrobiom des Wassers. Nestlé wiederum betont, die Maßnahmen dienten einzig dem Schutz der Verbrauchergesundheit – eine Gratwanderung zwisc…

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