Schlagwort: Narendra Modi

  • Macron in Indien: Rüstung, Künstliche Intelligenz und der Anspruch auf strategische Autonomie

    Macron in Indien: Rüstung, Künstliche Intelligenz und der Anspruch auf strategische Autonomie

    Vom 17. bis 19. Februar 2026 reist der französische Präsident Emmanuel Macron zu seinem vierten offiziellen Besuch nach Indien. Hinter dem protokollarischen Rahmen verbirgt sich eine strategische Mission von erheblicher Tragweite. Verteidigung, künstliche Intelligenz, industrielle Kooperation und geopolitische Positionsbestimmung greifen ineinander. In einer Phase, in der sich die internationalen Machtzentren neu ordnen und der technologische Wettbewerb zwischen den Vereinigten Staaten und China weiter verschärft, gewinnt die Partnerschaft zwischen Paris und Neu-Delhi eine neue Qualität.

    Der Besuch ist weit mehr als diplomatische Routine. Er steht exemplarisch für eine französische Außenpolitik, die wirtschaftliche Interessen, sicherheitspolitische Kooperation und technologische Souveränität systematisch miteinander verknüpft.

    Künstliche Intelligenz als geopolitisches Instrument

    Zentraler Programmpunkt der Reise ist Macrons Teilnahme am „India AI Impact Summit“ in Neu-Delhi. Die Konferenz reiht sich ein in eine Serie internationaler Initiativen zur globalen Governance künstlicher Intelligenz – ein Prozess, den Paris bereits 2025 mit einem hochrangigen Gipfel in Frankreich angestoßen hatte.

    Künstliche Intelligenz ist längst kein rein wirtschaftliches Innovationsthema mehr. Sie berührt Fragen militärischer Überlegenheit, industrieller Wertschöpfung, Datenhoheit und demokratischer Kontrolle. Für Frankreich besteht die strategische Herausforderung darin, sich nicht zwischen Washington und Peking aufreiben zu lassen, sondern einen eigenständigen technologischen Pol zu etablieren – idealerweise gemeinsam mit Partnern.

    Indien erscheint hierfür besonders geeignet. Das Land hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu einem globalen Zentrum digitaler Dienstleistungen und Softwareentwicklung entwickelt. Mit Initiativen wie „Digital India“ und massiven Investitionen in Halbleiter, Cloud-Infrastrukturen und Start-ups verfolgt Neu-Delhi eine ambitionierte Technologieagenda. Gleichzeitig wahrt Indien außenpolitisch traditionell eine gewisse strategische Autonomie.

    Die französisch-indische Kooperation im Bereich KI soll daher nicht nur wissenschaftlichen Austausch fördern, sondern auch industrielle Anwendungen, Cybersicherheit und militärische Technologien umfassen. Damit erhält die Partnerschaft eine sicherheitspolitische Dimension. Paris signalisiert: Indien ist nicht nur Absatzmarkt, sondern Mitgestalter eines möglichen „dritten Weges“ im globalen Technologiegefüge.

    Der Rafale-Deal als industriepolitisches Schwergewicht

    Noch größere Aufmerksamkeit als der KI-Gipfel zieht jedoch ein Rüstungsvorhaben auf sich, das zu den bedeutendsten der französischen Geschichte zählen könnte. Indien hat grünes Licht für die Beschaffung von 114 Kampfflugzeugen des Typs Dassault Rafale gegeben. Das Volumen des Geschäfts wird auf über 30 Milliarden Euro geschätzt.

    Hersteller ist der französische Luftfahrtkonzern Dassault Aviation, unterstützt unter anderem vom Triebwerksbauer Safran. Bereits 2016 hatte Indien 36 Rafale-Jets bestellt, die inzwischen ausgeliefert wurden. Die nun diskutierte Tranche würde die bilaterale Verteidigungskooperation auf eine neue Stufe heben.

    Bemerkenswert ist dabei die Struktur des geplanten Vertrags. Er soll weit über eine reine Liefervereinbarung hinausgehen. Vorgesehen sind umfassende Technologietransfers, eine teilweise lokale Fertigung sowie die Einbindung indischer Industriepartner. Dies entspricht der indischen „Make in India“-Strategie, die darauf abzielt, die eigene Rüstungsproduktion zu stärken und Abhängigkeiten zu reduzieren.

    Für Frankreich wiederum sichert ein solches Großprojekt langfristig Arbeitsplätze und Produktionskapazitäten in einer Branche, die stark exportabhängig ist. Der Rafale gilt als technologisch ausgereiftes Mehrzweckkampfflugzeug und hat sich in Einsätzen im Nahen Osten bewährt. Doch die internationale Konkurrenz – insbesondere durch US-amerikanische und zunehmend auch chinesische Systeme – bleibt intensiv.

    Strategisch ist der Deal auch für Indien bedeutsam. Die Modernisierung der Luftwaffe erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen mit China entlang der Himalaya-Grenze sowie eines traditionell konfliktreichen Verhältnisses zu Pakistan. Eine leistungsfähige Luftstreitkraft gilt in Neu-Delhi als zentraler Pfeiler nationaler Abschreckung.

    Breitere wirtschaftliche Ambitionen

    Der Besuch beschränkt sich nicht auf Verteidigungs- und Hochtechnologiethemen. Frankreich versucht, seine wirtschaftliche Präsenz in einer der dynamischsten Volkswirtschaften der Welt auszubauen. Indien zählt inzwischen zu den größten Volkswirtschaften gemessen am Bruttoinlandsprodukt und weist seit Jahren Wachstumsraten auf, die deutlich über denen vieler europäischer Staaten liegen.

    Gespräche betreffen die zivile Luftfahrt, Energieprojekte, Infrastrukturvorhaben, digitale Technologien und den Ausbau nachhaltiger Verkehrssysteme. Französische Unternehmen sind bereits in verschiedenen Sektoren aktiv, sehen jedoch erhebliches Ausbaupotenzial.

    Für Paris ist Indien nicht nur Markt, sondern strategischer Partner in globalen Wertschöpfungsketten. Angesichts zunehmender geoökonomischer Fragmentierung – Stichwort „Friendshoring“ – gewinnen verlässliche Industriepartnerschaften an Bedeutung. Die Initiative „Frankreich–Indien: Jahr der Innovation“ soll technologische Kooperationen intensivieren und Start-ups beider Länder vernetzen.

    Indo-Pazifik als strategischer Rahmen

    Der geopolitische Kontext des Besuchs ist der Indo-Pazifik, der sich zum zentralen Schauplatz globaler Machtpolitik entwickelt hat. Frankreich versteht sich aufgrund seiner Überseegebiete und Marinepräsenz selbst als indo-pazifische Macht. Die sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit Indien fügt sich in diese strategische Selbstverortung ein.

    In den Gesprächen zwischen Emmanuel Macron und dem indischen Premierminister Narendra Modi dürften maritime Sicherheit, Schutz von Handelsrouten und regionale Stabilität eine zentrale Rolle spielen. Gemeinsame Militärübungen und eine verstärkte Kooperation der Seestreitkräfte sind bereits seit Jahren Bestandteil der bilateralen Agenda.

    Frankreich unterscheidet sich dabei von manchen anderen westlichen Partnern Indiens durch seine Betonung strategischer Eigenständigkeit. Paris tritt traditionell für eine multipolare Ordnung ein und vermeidet eine allzu konfrontative Rhetorik gegenüber China. Diese Haltung kommt Neu-Delhi entgegen, das trotz wachsender Rivalität mit Peking eine vollständige Blockbildung scheut.

    Diplomatische Symbolik und politische Kalkulation

    Der Besuch besitzt auch eine klare politische Dimension. Die persönliche Beziehung zwischen Macron und Modi gilt als belastbar. Beide betonen regelmäßig die Bedeutung einer multipolaren Weltordnung, in der mittlere und aufstrebende Mächte eigenständig agieren.

    Indien, gemessen an seiner Bevölkerungszahl die größte Demokratie der Welt, beansprucht zunehmend Mitsprache in globalen Institutionen. Für Frankreich eröffnet die Partnerschaft die Möglichkeit, seinen Einfluss jenseits Europas zu verstärken und zugleich europäische Interessen indirekt einzubringen.

    Für Macron selbst bietet die Reise innenpolitisches Kapital. Ein erfolgreicher Abschluss des Rafale-Vertrags würde als industriepolitischer Erfolg gewertet. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten und intensiver Debatten über Wettbewerbsfähigkeit könnte ein milliardenschwerer Exportdeal als Beleg für die Leistungsfähigkeit der französischen Industrie dienen.

    Doch der strategische Gehalt der Reise reicht über kurzfristige Erfolgsmeldungen hinaus. Sie verdeutlicht eine strukturelle Verschiebung französischer Außenpolitik: Machtprojektion erfolgt nicht mehr primär über klassische Diplomatie, sondern über die Verzahnung von Technologie, Industrie und Sicherheitspolitik.

    Frankreich sucht in einer Welt wachsender Systemkonkurrenz nach Partnern, mit denen sich wirtschaftliche Resilienz und strategische Autonomie zugleich stärken lassen. Indien bietet hierfür eine seltene Kombination aus Marktgröße, politischem Gewicht und technologischer Dynamik. Ob es Paris gelingt, gemeinsam mit Neu-Delhi tatsächlich einen eigenständigen Pol zwischen Washington und Peking zu etablieren, bleibt offen. Sicher ist jedoch: Die Reise markiert einen weiteren Schritt in Richtung einer langfristig angelegten, geopolitisch motivierten Allianz.

    Autor: P. Tiko

  • Hunderte Tote nach Erdbeben in Afghanistan – und weitere World-News

    Hunderte Tote nach Erdbeben in Afghanistan – und weitere World-News

    Rettungskräfte versuchten am gestrigen Tag, entlegene Gebirgsregionen im Osten Afghanistans zu erreichen, nachdem ein Erdbeben der Stärke 6,0 mehr als 800 Menschen das Leben gekostet und weitere etwa 3.000 verletzt hatte. Afghanische Behörden warnten, dass die Zahl der Todesopfer wahrscheinlich weiter steigen werde.

    Die Bergungsarbeiten wurden durch Erdrutsche erschwert, die ganze Dörfer von der Außenwelt abschnitten. Nur wenige Länder – darunter Iran, Indien, Japan und die EU – boten der Taliban-Regierung Hilfsleistungen an.

    Das Beben traf ein Land, das bereits mit multiplen Krisen kämpft. Laut den Vereinten Nationen sind über die Hälfte der rund 42 Millionen Afghaninnen und Afghanen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Hilfsorganisationen bereiten sich auf einen harten Winter vor – bei schwindenden Mitteln und der Rückkehr von über zwei Millionen afghanischen Flüchtlingen aus Pakistan und dem Iran.


    Brasiliens Demokratie auf dem Prüfstand

    Brasiliens früherer Präsident Jair Bolsonaro muss sich ab heute vor Gericht verantworten. Der Vorwurf: Planung eines Staatsstreichs nach seiner Wahlniederlage 2022. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm mehrere Jahrzehnte Haft.

    Zivil gekleidete Polizeibeamte bewachen Bolsonaros Wohnhaus in Brasília, wo er unter Hausarrest steht – für den Fall, dass er zu fliehen versucht. Er trägt eine elektronische Fußfessel und bestreitet die Vorwürfe.

    Viele Brasilianerinnen und Brasilianer sehen den Prozess als Sieg der Demokratie. Brasilien, das erst vor 40 Jahren die Militärdiktatur überwunden hat, bringt damit zustande, was den USA bisher verwehrt blieb: einen Ex-Präsidenten strafrechtlich wegen des Versuchs, nach einer verlorenen Wahl illegal an der Macht zu bleiben, anzuklagen.

    Doch der Weg dorthin wirft Fragen auf. Denn das Oberste Gericht Brasiliens, insbesondere ein einzelner Richter, hat sich in der Aufarbeitung dieses Falles außergewöhnliche Kompetenzen gesichert – was nun Kritik an eines möglichen Machtmissbrauchs nährt. Das Land bereitet sich auf mögliche Unruhen während des Prozesses vor.

    Das Verfahren vor dem Obersten Gerichtshof soll zwei Wochen dauern. Die Richter bewerten Beweismaterial, das über einen Zeitraum von fast zwei Jahren gesammelt wurde. Dazu zählt auch die Aussage von Bolsonaros persönlichem Sekretär, der im Rahmen eines Deal mit den Ermittlungsbehörden zugab, an der Planung eines möglichen Staatsstreichs beteiligt gewesen zu sein.


    Xi, Putin und Modi demonstrieren Geschlossenheit

    Beim gestrigen Gipfeltreffen im chinesischen Tianjin präsentierten sich die Staatschefs Chinas, Russlands und Indiens demonstrativ einig: Xi Jinping, Wladimir Putin und Narendra Modi begrüßten sich mit Lächeln und in sehr gelöster Stimmung – wie enge Freunde.

    In seiner Rede kritisierte Xi Jinping unverblümt die USA: Man müsse sich der „Mentalität des Kalten Kriegs, Blockkonfrontation und Schikane“ widersetzen. Russlands Präsident Putin gab dem Westen die Schuld am Krieg in der Ukraine. Indiens Premier Modi betonte die Bedeutung von Multilateralismus und einer inklusiven Weltordnung – also eines Systems, in dem Länder wie Indien mehr Mitspracherecht haben.

    Im Anschluss sprachen Modi und Putin laut russischen Staatsmedien rund 50 Minuten lang miteinander – während einer gemeinsamen Fahrt im Auto Putins zu dem offiziellen Treffen.


    Weitere Nachrichten im Überblick

    • Gaza: Israels neue Offensive in Gaza-Stadt und veränderte Positionen in den Waffenstillstandsverhandlungen deuten darauf hin, dass der Krieg nicht bald enden wird.
    • Russland: Bulgarische Behörden vermuten russische Verantwortliche hinter einer GPS-Störung eines Flugzeugs mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an Bord.
    • Ukraine: Die Polizei nahm einen Tatverdächtigen im Mordfall eines ehemaligen Parlamentspräsidenten fest – mit mutmaßlicher Beteiligung Moskaus.
    • Australien: Rechtsextreme Proteste gegen Einwanderung bereiten der Regierung Sorgen.
    • Südkorea: Nach einem 18-monatigen Boykott kehren viele Ärztinnen und Ärzte wieder an ihre Arbeitsplätze zurück.
    • Wirtschaft: Der Lebensmittelkonzern Nestlé hat seinen CEO wegen einer nicht offengelegten Beziehung zu einer Untergebenen entlassen.
    • Mexiko: Drogenkartelle setzen zunehmend moderne Kriegsführungstechnologien ein – darunter auch Drohnen.

    Autor: P. Tiko

  • Macrons diplomatische Offensive: Frankreich und Indien gegen Chinas Seidenstraße

    Macrons diplomatische Offensive: Frankreich und Indien gegen Chinas Seidenstraße

    In Marseille wurde diese Woche ein bedeutender diplomatischer Schulterschluss zwischen Frankreich und Indien sichtbar. Der französische Präsident Emmanuel Macron und der indische Premierminister Narendra Modi betonten die enge Zusammenarbeit ihrer Länder und diskutierten den Ausbau strategischer Infrastrukturprojekte, die als Gegenmodell zu Chinas Neuer Seidenstraße dienen sollen. Marseille als neuer Knotenpunkt Die Wahl Marseilles als Treffpunkt war dabei nicht zufällig. Die Hafenstadt am Mittelmeer soll eine zentrale Rolle im India-Middle East-Europe Economic Corridor (IMEC) einnehmen, einem ambitionierten Vorhaben, das Indien mit Europa über den Nahen Osten verbindet. Dieser Korridor umfasst maritime und landgebundene Transportwege, die eine Alternative zu den chinesischen Infrastrukturprojekten bieten und die wirtschaftliche Abhängigkeit von Peking verringern sollen. Frankreich positioniert sich dabei als eine tragende Säule dieses Vorhabens. Durch seine präsente Rolle im Mittelmee…

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  • Trump und Putin sprechen über Frieden in der Ukraine

    Trump und Putin sprechen über Frieden in der Ukraine

    Ex-Präsident Donald Trump erklärte, er habe ein „langes und äußerst produktives Telefongespräch“ mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geführt. Laut Trump sei dies der Beginn von Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Krieges. Im Anschluss sprach er auch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

    „Wir haben über die Stärken unserer Nationen gesprochen und darüber, welche großartigen Vorteile eine Zusammenarbeit bringen könnte“, schrieb Trump auf Social Media über sein Gespräch mit Putin. „Aber zuerst – da waren wir uns einig – wollen wir die Millionen von Todesfällen beenden.“ Tatsächlich beläuft sich die geschätzte Opferzahl auf mehrere Hunderttausend.

    Dieses Telefonat markiert das Scheitern westlicher Bemühungen, Putin diplomatisch zu isolieren.

    Wie genau die Interessen der Ukraine in die Verhandlungen einfließen sollen, ließ Trump offen. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte bei einem NATO-Treffen in Brüssel jedoch, eine Friedenslösung, die die Ukraine auf ihre Grenzen von 2014 zurückführt – also vor der Annexion der Krim –, sei „unrealistisch“. Russland kontrolliert derzeit etwa 20 Prozent der Ukraine. Hegseth fügte hinzu, dass Trump eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine als Teil eines Friedensplans nicht unterstütze.

    Geopolitischer Poker um Rohstoffe

    Die reichen Mineralvorkommen der Ukraine spielen zunehmend eine Rolle in den diplomatischen Verhandlungen. Trump hat die Idee ins Spiel gebracht, US-Hilfen an die Ukraine an den Zugang zu diesen Bodenschätzen zu knüpfen. Der US-Finanzminister reiste dazu nach Kiew, um über eine mögliche Vereinbarung zu sprechen.


    Indien: Modi auf Goodwill-Tour bei Trump

    Indiens Premierminister Narendra Modi wird heute in Washington mit Trump zusammentreffen – und dabei versuchen, mögliche Spannungen zwischen den beiden Ländern zu entschärfen. Modi betont zwar stets sein gutes Verhältnis zu Trump, doch dieser gilt als launischer Partner.

    Zwei große Themen könnten für Unruhe sorgen: Handel und Immigration. Modi wird Trump zeigen wollen, dass er in Sachen Zölle und illegale Einwanderung kooperiert, meldet die New York Times. Trump sieht Indien als einen der größten „Zoll-Sünder“ mit einem großen Handelsüberschuss mit den USA – und nennt das Land in einem Atemzug mit China.

    Handelskompromisse und Abschiebungen

    Indiens Handelsüberschuss mit den USA wächst weiter. Modi könnte als Zeichen des guten Willens niedrigere Zölle auf US-Produkte wie Bourbon und Pekannüsse anbieten – beides Waren, die in republikanischen Hochburgen produziert werden.

    Auch beim Thema Einwanderung kommt Bewegung ins Spiel. Nach Lateinamerika ist Indien die größte Quelle für illegale Migration in die USA. Die indische Regierung hat bereits signalisiert, dass sie Trumps Abschiebungspolitik unterstützen wird, obwohl das Thema in Indien für heftige Proteste sorgt.


    Jordanien und Ägypten wehren sich gegen Trumps Gaza-Pläne

    Jordanien und Ägypten arbeiten mit Hochdruck daran, Präsident Trump davon abzubringen, sie zur Aufnahme von zwei Millionen Palästinensern aus dem Gazastreifen zu zwingen. Für beide Länder wäre dies ein existenzielles Problem.

    Ihre Strategie: Trump mit Angeboten zur Zusammenarbeit beschwichtigen. Vorschläge zur Unterstützung beim Wiederaufbau Gazas, zur Friedenssicherung und zur Ausweitung humanitärer Hilfe sollen Zeit verschaffen. Analysten gehen davon aus, dass sich Trumps Plan so möglicherweise von selbst erledigt – oder seine sicherheitspolitischen Risiken zu offensichtlich werden. Und mit Trump, so sagen Experten, kann Schmeichelei oft Wunder wirken.


    WEITERE SCHLAGZEILEN

    Österreich: Der Plan der rechtspopulistischen FPÖ, erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg eine Regierung zu führen, ist gescheitert.

    Kolumbien: Eine venezolanische Rebellengruppe hat eine Welle der Gewalt ausgelöst. Innerhalb weniger Tage wurden etwa 80 Menschen getötet – die Zahl könnte weiter steigen.

    Bangladesch: Ein UN-Bericht korrigiert die Opferzahlen der Studentenproteste von 2023 drastisch nach oben – bis zu 1.400 Tote, weit mehr als bisher angenommen.

    USA: Ein Schneesturm in Virginia hat 180.000 Menschen den Strom gekappt. Es gab mehr als 900 Verkehrsunfälle.

    US-Wirtschaft: Die Inflation in den USA stieg im Januar auf 3 Prozent, was die Aussicht auf Zinssenkungen durch die US-Notenbank schmälert.

    Energie: Der Ölkonzern Chevron will weltweit bis zu 9.000 Stellen abbauen, um Kosten zu senken.

    Tschechien: Ein Staudammprojekt südlich von Prag stockt wegen bürokratischer Hürden – währenddessen haben örtliche Biber ihr eigenes gebaut.

    Gesundheit: Neue Studien zeigen, dass Medikamente wie Ozempic auch den Alkohol-Konsum senken können.

    Wissenschaft: Ein tief unter Wasser stationiertes Teleskop hat eine seltene Partikel-Art entdeckt, die ein kosmisches Rätsel lösen könnte.

    Von C. Hatty

  • Politische Umwälzungen in Frankreich: Macrons Entscheidung für Neuwahlen und andere World-News

    Politische Umwälzungen in Frankreich: Macrons Entscheidung für Neuwahlen und andere World-News

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat mit einem kühnen Schritt die politische Landschaft des Landes erschüttert: Die Auflösung der Nationalversammlung und die Ankündigung vorgezogener Parlamentswahlen ab dem 30. Juni. Dieser drastische Schritt folgt auf eine vernichtende Niederlage seiner Partei bei den Europawahlen, bei denen Marine Le Pens rechtsextremes Rassemblement National als führende Kraft hervorging.

    Ein Signal der Notwendigkeit

    Macrons Worte bei der Ankündigung waren klar und unmissverständlich: „Der Aufstieg von Nationalisten und Demagogen ist eine Gefahr für unsere Nation und für Europa“, sagte er. „Nach diesem Tag kann ich nicht so weitermachen, als wäre nichts geschehen.“ Seine Entscheidung, das Parlament aufzulösen, reflektiert die schwere Niederlage und den erschreckenden Triumph der extremen Rechten, die nun als führende Partei Frankreichs etabliert ist.

    Die politische Dynamik verstehen

    Aurelien Breeden von der New York Times kommentierte Macrons Entscheidung folgendermaßen: „Es ist etwas schwer zu sagen, warum Macron gerade jetzt diesen Schritt gemacht hat. Aber seine innenpolitische Agenda wurde seit zwei Jahren durch eine schwache Mehrheit im Unterhaus blockiert, und das starke Abschneiden der extremen Rechten scheint ihn davon überzeugt zu haben, dass er nicht länger wie gewohnt weitermachen kann.“ Ein treffender Einblick, der die Brisanz der Situation unterstreicht.

    Europa in Aufruhr

    Die Europawahlen, die in 27 Ländern der EU abgehalten wurden, haben die politischen Landschaften einiger Nationen Europas erschüttert. Während zentristische Kandidaten in vielen Ländern weiterhin starke Unterstützung erhielten, erzielten rechtsextreme Parteien in Frankreich und Deutschland erhebliche Gewinne. Die Mitte verlor zwar Sitze, behält aber eine Mehrheit von über 400 der 720 Sitze im Europäischen Parlament. Doch das Ergebnis beunruhigt das Establishment der EU und stärkt die extreme Rechte als disruptive Kraft.

    Nationalismus und Identität: Themen der Stunde

    Der Erfolg der rechten Parteien zeigt, dass Themen wie Nationalismus und Identität – oft verknüpft mit Migration und Kulturkampf – bei den Wählern Anklang finden. In Deutschland beispielsweise erzielte die Alternative für Deutschland (AfD) beachtliche Erfolge, obwohl sie offiziell als „verdächtige“ extremistische Gruppe eingestuft ist. Die Projektionen lassen vermuten, dass sie zur zweitstärksten Partei Deutschlands wird.

    Politische Ungewissheit vor den Olympischen Spielen

    Macrons Entscheidung bringt Frankreich in eine Phase tiefer politischer Ungewissheit, nur wenige Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele in Paris. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Entwicklungen auf die Vorbereitung und Durchführung der Spiele auswirken werden.

    Israels Politisches Beben: Gantz tritt zurück

    Parallel zu den Umwälzungen in Frankreich sorgte auch in Israel ein politisches Ereignis für Schlagzeilen: Benny Gantz, ein zentraler Akteur im Kriegskabinett, trat aus der Regierung zurück. Seine Entscheidung fiel aufgrund von Unstimmigkeiten mit Premierminister Benjamin Netanjahu über die Handhabung des Gaza-Konflikts. Obwohl Gantz‘ Rücktritt Netanjahu nicht unmittelbar bedroht, schwächt es die internationale Glaubwürdigkeit der Regierung. Ohne Gantz‘ gemäßigte Positionen setzt sich Netanjahus Koalition nun aus seiner rechtsgerichteten Likud-Partei, drei rechtsextremen Parteien und zwei ultra-orthodoxen Fraktionen zusammen. Politische Analysten sehen darin eine Stärkung der rechtsextremen Minister in der Koalition.

    Krieg und Krisen

    Die aktuelle militärische Lage in Gaza bleibt angespannt. Die israelische Operation zur Rettung von vier Geiseln in Zentral-Gaza führte zu intensiven Bombardierungen und Bodenoperationen, die viele Opfer forderten. Während die Rettung selbst ein Erfolg war, bleibt die Herausforderung enorm: Etwa 120 weitere Geiseln sind noch in Gaza, und die Angst wächst, dass die Zeit für ihre Rettung knapp wird.

    Modi und die Macht: Eine neue Ära für Indien?

    In Indien begann Narendra Modi seine dritte Amtszeit als Premierminister. Nach dem Verlust der Parlamentsmehrheit und der Notwendigkeit, eine Koalitionsregierung zu bilden, zeigte sich Modi in seiner Rede versöhnlicher: „Um die Regierung zu führen, ist eine Mehrheit notwendig. Aber um die Nation zu führen, ist Konsens notwendig.“ Eine interessante Frage bleibt: Kann Modi nach über zwei Jahrzehnten in der Politik wirklich zu einem Garant eines Konsenses und damit einer Koalition werden?

    Globale Nachrichten im Überblick

    • Ukraine: Die ukrainischen Streitkräfte betonen den positiven Einfluss der US-Geschosse, obwohl Russland weiterhin einen Artillerievorteil hat.
    • Großbritannien: Premierminister Rishi Sunak entschuldigte sich für sein frühes und überstürztes Verlassen einer D-Day-Gedenkveranstaltung in Frankreich.
    • Vietnam: Ein führender Journalist wurde wegen des Vorwurfs, „demokratische Freiheiten missbraucht“ zu haben, festgenommen – eine Anklage, die häufig gegen Kritiker der Regierung verwendet wird.
    • Iran: Sechs Kandidaten, darunter der Parlamentspräsident, wurden für die Präsidentschaftswahl zugelassen.
    • Mexiko: Nach einem deutlichen Wahlsieg der linken Regierungspartei hatte der Peso seine schlechteste Woche seit der Corona-Pandemie.
    • USA: Donald Trump, der letzten Monat in New York in 34 Anklagepunkten verurteilt wurde, soll heute ein virtuelles Interview mit einem Bewährungshelfer führen.
    • Westafrika: Der teure und jahrelange US-geführte Anti-Terror-Kampf in der Region gilt als weitgehend gescheitert.

    Die politischen Entwicklungen in Frankreich, Israel und Indien verdeutlichen die gegenwärtige Volatilität der globalen Politik. Macrons Entscheidung, Neuwahlen anzukündigen, Gantz‘ Rücktritt aus der israelischen Regierung und Modis neue Rolle als Konsensbauer werfen wichtige Fragen auf. Wie wird Frankreich mit der extremen Rechten umgehen? Wird Israels Regierung ohne Gantz stabil bleiben? Und kann Modi wirklich eine kohärente Koalition bilden? Diese und viele weitere Fragen werden die politische Landschaft in den kommenden Monaten prägen.

    Wird es Macron gelingen, seine Partei zu stärken und die extremen Rechten zurückzudrängen? Die Zukunft bleibt spannend und ungewiss – die politische Bühne bietet uns weiterhin ein dynamisches Spektakel.

  • Modi siegt, aber seine Partei erleidet Verluste und andere World-News

    Modi siegt, aber seine Partei erleidet Verluste und andere World-News

    Indiens Premierminister Narendra Modi hat gestern seine dritte Amtszeit gesichert, doch seine Partei musste erhebliche Verluste hinnehmen. Trotz des Wahlsiegs der Bharatiya Janata Party (BJP) fiel der Sieg deutlich knapper aus als erwartet, was den Mythos von Modis Unbesiegbarkeit erschüttert hat.

    Ein zersplitterter Sieg für die BJP

    Die BJP gewann zwar die meisten Parlamentssitze, verlor jedoch Dutzende und verfehlte so die absolute Mehrheit. Dies bedeutet, dass sie auf kleinere Parteien angewiesen ist, um eine Regierungskoalition zu bilden – eine überraschende Wende.

    Die Hauptoppositionspartei, der Indische Nationalkongress, schnitt besser ab als erwartet. Viele hatten die Partei nach schweren Verlusten in den letzten beiden Wahlen als dauerhaft geschwächt angesehen. Doch der Kongress und seine Verbündeten konnten massiv Stimmen gewinnen, indem sie Themen wie Arbeitslosigkeit, soziale Gerechtigkeit und die Verbindungen des Premierministers zu Indiens Milliardären aufgriffen.

    Ein historisches Ereignis

    Mit dem Beginn seiner dritten Amtszeit wird Modi erst der zweite indische Führer, der dies erreicht – nach Jawaharlal Nehru, dem ersten Premierminister Indiens. Modi bezeichnete diese dritte Amtszeit als „historische Leistung in der Geschichte Indiens“.

    Wirtschaftliche Auswirkungen

    Die Wahlresultate führten zu einem drastischen Einbruch an Indiens Börsen. Am Ende des gestrigen Handelstages waren die Märkte um 6 Prozent gefallen, was die Jahresgewinne fast vollständig zunichtemachte.

    Was die Ukraine verloren hat

    Seit dem Zweiten Weltkrieg haben nur wenige Länder eine so umfassende Zerstörung erlebt wie die Ukraine. Doch erst jetzt wird das Ausmaß dieser Verwüstung vollständig sichtbar.

    US-Journalisten haben ein umfassendes Bild der Zerstörung erstellt, indem sie jahrelange Satellitendaten detailliert analysiert haben. Dabei entstand eine Dokumentation jeder Stadt, jeder Straße und jedes Gebäudes, das zerstört wurde. In einigen Orten, wie der Stadt Marinka, ist kein einziger Bewohner mehr übrig. Viele Menschen haben mehr als nur ihre Häuser verloren – sie haben ihre Gemeinschaften und ihre Geschichte verloren.

    „Wenn ich die Augen schließe, sehe ich alles aus meinem alten Leben“, sagte Iryna Hrushkovska, 34, die in der Stadt geboren und aufgewachsen ist. „Aber wenn ich die Augen öffne, ist alles weg.“

    Ausmaß der Zerstörung

    In der Ukraine wurden viermal mehr Gebäude zerstört, als es Häuser in Manhattan gibt. Teile der Ukraine sehen aus wie Dresden nach dem Zweiten Weltkrieg oder Gaza nach einem halben Jahr Bombardierung.

    HIMARS-Einsatz

    Ein ukrainischer Beamter erklärte jetzt, dass die Ukraine das in den USA hergestelltes Raketensystem HIMARS benutzt habe, um Raketenwerfer in Russland zu zerstören. Die Angriffe erfolgten kurz nachdem die USA die Erlaubnis für solche Einsätze erteilt hatten.

    Israel tötet einen iranischen General in Syrien

    Israelische Luftangriffe tötete in Syrien einen iranischen General, der dort als Berater tätig war, berichteten iranische Medien. Es wird angenommen, dass es sich um den ersten hochrangigen Iraner handelt, der von Israel getötet wurde, seit die beiden Länder im April fast in den Krieg gezogen wären, nachdem Israel das Botschaftsgelände Irans in Syrien bombardiert hatte.

    Der General wurde als Saeed Abyar identifiziert, ein Mitglied der Quds-Einheit, einer Abteilung der Revolutionsgarden. Iran steckt derzeit in einer Führungskrise nach dem Tod seines Präsidenten letzten Monat. Eine neue Angriffswelle auf Israel scheint daher unwahrscheinlich.

    Gaza

    Einige Bewohner des Gazastreifens fordern die Hamas auf, den von Präsident Biden vorgeschlagenen Waffenstillstandsplan anzunehmen, bleiben jedoch skeptisch, ob die USA wirklich ein Ende des Krieges herbeiführen können. In einem Interview mit dem Time-Magazin deutete Biden an, dass Israels Premierminister Benjamin Netanyahu den Krieg verlängere, um an der Macht zu bleiben.

    WEITERE NACHRICHTEN

    Großbritannien: Premierminister Rishi Sunak und sein Opponent von der Labour-Partei, Keir Starmer, stritten gestern in einer Fernsehdebatte über Steuern, Einwanderung und Gesundheitsversorgung.

    Asyl: Präsident Biden erließ eine Durchführungsverordnung, die die US-mexikanische Grenze vorübergehend für Asylsuchende schließen würde, wenn die Zahl der Grenzübertritte weiter steigt.

    Frankreich: US-Präsident Biden beginnt heute einen Besuch in Frankreich, bei dem er versuchen wird, die US-Alliierten zur Verteidigung der Ukraine zu mobilisieren.

    Brasilien: Wissenschaftler sagen, dass der Klimawandel die jüngsten Überschwemmungen in Brasilien verschärft habe. Die Regenfälle töteten dort mindestens 172 Menschen und vertrieben über eine halbe Million aus ihren Häusern.

    OpenAI: Eine Gruppe aktueller und ehemaliger Mitarbeiter warnt, dass das Unternehmen nicht genug getan habe, um zu verhindern, dass seine Technologie gefährlich werden könne.

  • Narendra Modi’s Triumph: Indien als Frankreichs strategischer Partner

    Narendra Modi’s Triumph: Indien als Frankreichs strategischer Partner

    Indien steht erneut im Rampenlicht. Nach sechs Wochen intensiver und langer Wahlen wurde Premierminister Narendra Modi wiedergewählt. Für Frankreich ein bedeutender Moment, da Indien ein unverzichtbarer wirtschaftlicher Partner ist. Über 642 Millionen Inder strömten zu den Wahlurnen, um ihre Stimme abzugeben. Nach drei Tagen des Auszählens verkündete die nationale Wahlkommission am Dienstag, dem 4. Juni, den erwarteten Sieg von Narendra Modis Partei. Die französische Regierung verfolgte diese Wahl besonders aufmerksam – kein Wunder bei Indiens beeindruckender wirtschaftlicher Dynamik. Ein beeindruckendes Wirtschaftswachstum Die neuesten Zahlen vom Freitag zeigen, dass das Wirtschaftswachstum Indiens bei stolzen 8 % liegt. Mit fast 1,5 Milliarden Einwohnern ist Indien nicht nur die größte Demokratie der Welt, sondern auch die fünftgrößte Volkswirtschaft. Das ehrgeizige Ziel, bis 2030 zur drittgrößten Wirtschaftsmacht hinter den USA und China aufzusteigen, ist gesetzt. Wirtschaftliche Pa…

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  • Mexiko: Claudia Sheinbaum wird erste Präsidentin und andere World-News

    Mexiko: Claudia Sheinbaum wird erste Präsidentin und andere World-News

    Mexiko hat Geschichte geschrieben: Claudia Sheinbaum, eine Klimawissenschaftlerin und ehemalige Bürgermeisterin von Mexiko-Stadt, wird die nächste Präsidentin des Landes. Mit einem überwältigenden Sieg hat sie nicht nur als erste Frau, sondern auch als erste Person jüdischen Glaubens das höchste politische Amt Mexikos erreicht.

    Ein Erdrutschsieg

    Sheinbaum, die der linken Partei angehört, führte mit einem beeindruckenden Vorsprung von über 30 Prozentpunkten gegenüber ihrer Gegnerin. Die Auszählung der Stimmen ist noch nicht abgeschlossen, aber der Trend ist eindeutig: Die Mehrheit der Mexikanerinnen und Mexikaner steht hinter ihr.

    Diese Wahl zeigt deutlich, dass viele Menschen mit der aktuellen politischen Richtung des Landes zufrieden sind. Sheinbaum, 61 Jahre alt, wurde als Nachfolgerin des derzeitigen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador ausgewählt und hat versprochen, dessen Erbe fortzusetzen.

    Neue Herausforderungen

    Sheinbaums nächste große Herausforderung wird sein, aus dem Schatten von López Obrador herauszutreten. Sie betont, dass sie und ihr Vorgänger „verschiedene Personen“ seien, obwohl sie den Wählerinnen und Wählern versprochen hat, seine Politik weiterzuführen. Wird sie es schaffen, ihre eigene politische Identität zu entwickeln und gleichzeitig die Erwartungen zu erfüllen?

    Systemische Veränderungen

    Sheinbaums Partei steht kurz davor, in beiden Kammern des Kongresses große Mehrheiten zu erzielen, die es ihr ermöglichen könnten, Verfassungsänderungen durchzusetzen. Kritiker befürchten jedoch, dass solche Reformen die demokratischen Kontrollmechanismen schwächen könnten. Eine zentrale Frage bleibt: Wird Mexiko unter ihrer Führung die demokratischen Prinzipien wahren?

    US-Mexiko-Grenzpolitik

    Parallel zu diesen Entwicklungen in Mexiko wird Präsident Biden heute voraussichtlich eine Durchführungsverordnung unterzeichnen, die es ihm erlaubt, die US-mexikanische Grenze vorübergehend für Migranten zu schließen. Dies wäre die restriktivste Grenzpolitik, die Biden bisher umgesetzt hat. Die Verordnung würde Grenzbeamten ermöglichen, Migranten daran zu hindern, Asyl zu beantragen, und sie schnell abzuschieben, sobald die Grenzübertritte bestimmte Schwellenwerte überschreiten.

    Am Sonntag wurden über 3.500 Migranten ohne Genehmigung an der Grenze gefasst, was die Dringlichkeit dieser Maßnahme verdeutlicht.

    Indien: Wahlentscheidungen

    Nach sechs Wochen und über 640 Millionen abgegebenen Stimmen geht heute die indische Parlamentswahl zu Ende. Diese Wahl wird entscheiden, ob Premierminister Narendra Modi eine dritte fünfjährige Amtszeit gewinnt. Modi hat sich für die Entwicklung Indiens eingesetzt, dabei jedoch eine Politik verfolgt, die religiöse und ethnische Spannungen verschärft hat.

    Die Wahl in Indien gilt als die größte logistische Herausforderung in Friedenszeiten weltweit und wurde von einer intensiven Hitzewelle begleitet, die mindestens 19 Wahlhelfer das Leben kostete.

    Weitere wichtige Nachrichten

    • Israel: Zwei rechtsextreme Mitglieder der israelischen Regierung drohten, die Koalition zu stürzen, falls Premierminister Benjamin Netanjahu einem Waffenstillstandsabkommen zustimmt, das den Krieg in Gaza beendet, ohne die Hamas vollständig zu eliminieren.
    • Großbritannien: Nigel Farage kündigte an, wieder für das Parlament zu kandidieren, was das Profil seiner rechtsgerichteten Partei stärkt und für die angeschlagenen Konservativen eine weitere Herausforderung darstellt.
    • USA: Hunter Biden, der Sohn von Präsident Biden, steht wegen dreier Anklagen vor Gericht, bei denen es um falsche Angaben zu seinem Drogenkonsum auf einem Waffenantrag im Jahr 2018 geht.
    • Europa: In vielen ehemaligen Sowjetstaaten nehmen die Spannungen zu zwischen denen, die engere Beziehungen zu Russland bevorzugen, und denen, die sich mehr Richtung Europa orientieren.
    • Myanmar: Die Arakan Army, eine Truppe im Kampf gegen die herrschende Militärjunta, wird beschuldigt, die Rohingya, eine muslimische Minderheit, zu verfolgen.

    Diese Entwicklungen zeigen, wie dynamisch und komplex die geopolitische Landschaft ist. Claudia Sheinbaums historische Wahl zur Präsidentin Mexikos markiert einen bedeutenden Wendepunkt und wird sicherlich weitreichende Auswirkungen haben – sowohl national als auch international. Bleiben wir gespannt auf die kommenden Monate und Jahre, in denen diese und andere Themen die Schlagzeilen dominieren werden.

  • Dem in Bachmut getöteten französischen Journalisten Arman Soldin wird posthum die Ehrenlegion verliehen

    Dem in Bachmut getöteten französischen Journalisten Arman Soldin wird posthum die Ehrenlegion verliehen

    Wie jedes Jahr zum 14. Juli erhalten etwa 100 Personen diese prestigeträchtige Auszeichnung. Wie jedes Jahr verleiht Frankreich anlässlich des Nationalfeiertags die Ehrenlegion an zahlreiche Mitglieder der Zivilgesellschaft, aber auch an Künstler oder Politiker. Manchmal auch posthum, wie für den französisch-bosnischen Journalisten Arman Soldin, der am 9. Mai bei der Ausübung seines Berufs in der Ukraine getötet wurde. Er war Videokoordinator bei der Nachrichtenagentur Agence France Presse (AFP) und starb im Alter von 32 Jahren, als er sich an der Frontlinie unweit der belagerten Stadt Bachmut in der Ostukraine befand. „Wir sind bewegt und berührt von dieser Auszeichnung für Arman“, sagte der Nachrichtendirektor der Agentur AFP, Phil Chetwynd. Von seinen Kollegen wurde Arman Soldin als „ernsthafter“ Journalist beschrieben, der selbst in den schwierigsten Gebieten „aus nächster Nähe filmte“. Weitere Orden wurden z. B. an die drei Passanten, die bei der Messerattacke in Annecy (Hochsavoy…

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  • Militärparade am 14. Juli: Die große Zeremonie auf den Champs-Elysées

    Militärparade am 14. Juli: Die große Zeremonie auf den Champs-Elysées

    Die Parade am 14. Juli auf den Champs Elysées hat in diesem Jahr einen besonderen Hintergrund: Während der Krieg seit der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022 nach Europa zurückgekehrt ist, ist eines der Ziele der Parade, die Verbundenheit Frankreichs und die strategische Solidarität mit seinen Verbündeten in den Vordergrund zu stellen. In diesem Jahr ist Indien Ehrengast des französischen Nationalfeiertags. Der indische Premierminister Narendra Modi nimmt ab Freitagmorgen gemeinsam mit Emmanuel Macron an den Feierlichkeiten teil. Die Parade wird von 240 Mitgliedern der indischen Streitkräfte eröffnet und bei der Luftparade werden drei indische Rafale-Jets mitfliegen. Insgesamt wird die Parade des Jahres 2023 6.500 Teilnehmer umfassen, davon 5.100 zu Fuß. Mehr als 60 Flugzeuge, darunter auch ausländische Maschinen, 28 Hubschrauber, 157 Fahrzeuge und 62 Motorräder werden zusammen mit den 200 Pferden der Garde Républicaine über die Champs-Elysées marschieren. Der Zeitplan:…

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