Schlagwort: nachrichten.fr

  • Warum die Filmfestspiele ausgerechnet in Cannes stattfinden

    Warum die Filmfestspiele ausgerechnet in Cannes stattfinden

    Heute wirkt alles selbstverständlich. Die roten Teppiche, die Blitzlichter, die Prominenten auf der Croisette – als hätte das Filmfestival von Cannes schon immer genau dort hingehört. Doch die Wahrheit sieht anders aus. Cannes war keineswegs die offensichtliche Wahl für das bedeutendste Filmfestival der Welt. Hinter der Entscheidung stecken politische Spannungen, strategische Überlegungen und ein Stück europäische Zeitgeschichte.

    Der Ursprung führt zurück in die späten 1930er Jahre.

    Damals galt die Mostra von Venedig als das große internationale Schaufenster des Kinos. Gegründet 1932 unter Benito Mussolini, entwickelte sich das Festival jedoch rasch zum politischen Werkzeug der faschistischen Regime Europas. Besonders 1938 sorgte die Preisvergabe für Empörung. Ausgezeichnet wurden vor allem deutsche und italienische Propagandafilme – sehr zum Ärger zahlreicher Filmschaffender und Kritiker, die darin einen massiven politischen Eingriff sahen.

    Frankreich zog die Reißleine.

    Die Regierung wollte ein eigenes internationales Festival schaffen – unabhängig von autoritärem Einfluss und offen für künstlerische Freiheit. Einer der wichtigsten Köpfe hinter dem Projekt war der Diplomat und Historiker Philippe Erlanger. Mehrere Städte bewarben sich als Austragungsort: Biarritz, Nizza, Vichy oder sogar Algier standen zur Debatte. Am Ende setzte sich jedoch Cannes durch.

    Nicht zufällig.

    Die Stadt an der Côte d’Azur besaß bereits vor dem Zweiten Weltkrieg einen exzellenten Ruf als mondäner Badeort. Wohlhabende Briten, europäische Aristokraten und Industriellenfamilien verbrachten dort ihre Winter und Sommer. Luxushotels gab es reichlich, ebenso eine Infrastruktur, die große internationale Gästegruppen aufnehmen konnte. Und dann natürlich dieses Licht. Die Mittelmeersonne der Riviera faszinierte Fotografen, Maler und frühe Filmemacher gleichermaßen.

    Cannes verstand zudem etwas von Eigenwerbung.

    Die Stadtverwaltung versprach finanzielle Unterstützung und investierte offensiv in passende Veranstaltungsorte. Hinter den Kulissen lief ein bemerkenswert intensives Lobbying. Nizza galt zwar als ernsthafter Konkurrent, erschien vielen Verantwortlichen jedoch zu groß und weniger exklusiv. Cannes wirkte kompakter, eleganter und – salopp gesagt – deutlich glamouröser.

    Das erste Festival war bereits vorbereitet.

    Plakate hingen schon, Stars reisten an, die Hotels füllten sich. Doch dann kam der 1. September 1939. Deutschland marschierte in Polen ein, der Zweite Weltkrieg begann, und das Festival wurde praktisch sofort abgesagt. Ein bitterer Fehlstart.

    Erst 1946 öffnete das Festival tatsächlich seine Tore.

    Europa lag noch in Trümmern, doch genau deshalb erhielt Cannes plötzlich eine weit größere Bedeutung. Es ging längst nicht mehr nur darum, mit Venedig zu konkurrieren. Das Festival stand nun symbolisch für die Rückkehr kultureller Freiheit nach Jahren von Krieg, Diktatur und Propaganda.

    Und Cannes bot dafür die perfekte Bühne.

    Sonne, Meer, elegante Hotels und diese Mischung aus Urlaub und internationalem Prestige – Hollywood erkannte sehr früh die enorme Wirkungskraft des Ortes. Fotos von Schauspielern auf der Croisette gingen um die Welt. Das Festival wurde zum Schaufenster des internationalen Kinos, Cannes zur globalen Marke.

    Mit den Jahrzehnten verschmolzen Stadt und Festival beinahe miteinander. Cannes machte das Kino größer – und das Kino machte Cannes unsterblich.

    Hinter dem Glanz bleibt jedoch eine historische Wahrheit, die heute oft untergeht: Das Festival entstand aus dem Wunsch heraus, Kunst vor politischer Kontrolle zu schützen. Cannes war anfangs nicht bloß Luxus und rote Teppiche. Sondern auch ein kulturelles Statement gegen autoritäre Macht.

    Von C. Hatty

  • Frankreich am Dienstag: Zwischen Staatskrise, Gewalt und Vorwahlkampf

    Frankreich am Dienstag: Zwischen Staatskrise, Gewalt und Vorwahlkampf

    Frankreich erlebt heute einen Nachrichtenzyklus, der die Nervosität des Landes nahezu exemplarisch widerspiegelt. Innenpolitische Affären, eskalierende Sicherheitsdebatten, Extremwetterlagen und die ersten offenen Vorfeldkämpfe um die Präsidentschaftswahl 2027 überlagern sich zu einem Gesamtbild permanenter Spannung. Die öffentliche Debatte wirkt dabei zunehmend erschöpft, zugleich aber hochgradig politisiert.

    Die Affäre Caroline Cayeux und das Misstrauen gegenüber der Elite

    Im Zentrum der politischen Diskussion steht weiterhin die frühere Ministerin Caroline Cayeux. Ihre Verurteilung wegen Steuerbetrugs und falscher Vermögensangaben trifft einen empfindlichen Nerv der französischen Öffentlichkeit. Die Affäre reiht sich in eine lange Serie politischer Skandale ein, die seit Jahren das Vertrauen in die politische Klasse untergraben.

    Viele Kommentatoren erinnern an Jérôme Cahuzac, den ehemaligen Haushaltsminister François Hollandes, der ausgerechnet im Kampf gegen Steuerflucht selbst ein geheimes Auslandskonto verborgen hatte. Auch der langjährige Lokalpolitiker Patrick Balkany bleibt für viele Franzosen Symbol einer politischen Kultur, in der persönliche Bereicherung und öffentliche Macht eng miteinander verflochten erscheinen.

    Besonders problematisch wirkt der Fall Cayeux deshalb, weil Frankreich in den vergangenen zehn Jahren seine Transparenzregeln erheblich verschärft hat. Nach mehreren Korruptionsaffären wurden Kontrollmechanismen ausgebaut, Vermögensdeklarationen verpflichtend gemacht und die Haute Autorité pour la transparence de la vie publique gestärkt. Dennoch entstehen immer neue Affären — was viele Franzosen inzwischen weniger als individuelles Fehlverhalten, sondern als strukturelles Problem interpretieren.

    Die politische Folge ist ein weiterer Vertrauensverlust gegenüber etablierten Parteien und Institutionen. Dieses Klima begünstigt seit Jahren sowohl den Erfolg des Rassemblement National als auch die wachsende Polarisierung zwischen links- und rechtspopulistischen Kräften.

    Die Sicherheitsdebatte nach der Schießerei von Nizza

    Parallel dazu dominiert erneut die Frage der inneren Sicherheit die Schlagzeilen. Nach der tödlichen Schießerei im Viertel Les Moulins in Nizza diskutiert Frankreich intensiv über Drogenkriminalität, Waffenhandel und den schwindenden Einfluss staatlicher Autorität in bestimmten Stadtteilen.

    Besonders schockierend wirken die Bilder automatischer Waffen am helllichten Tag. Französische Medien sprechen mittlerweile offen von einer „Mexikanisierung“ bestimmter Bandenkonflikte — ein Begriff, der vor wenigen Jahren noch als überzogen gegolten hätte. Gemeint ist damit die zunehmende Militarisierung krimineller Netzwerke, die territoriale Kontrolle einzelner Viertel sowie die sichtbare Schwächung staatlicher Präsenz.

    Innenminister Bruno Retailleau steht dadurch bereits früh unter erheblichem Druck. Die konservative Rechte fordert härtere Polizeimaßnahmen und eine drastische Verschärfung des Strafrechts. Linke Parteien wiederum verweisen auf soziale Verwahrlosung, Arbeitslosigkeit und den Zerfall öffentlicher Infrastruktur in vielen Banlieues.

    Tatsächlich zeigt sich hier ein tieferes Problem Frankreichs: Die Drogenökonomie ist in manchen Vorstädten längst zu einem parallelen Wirtschaftsmodell geworden. Sicherheitsbehörden warnen seit Jahren vor professionell organisierten Netzwerken mit internationaler Anbindung, insbesondere über Mittelmeerhäfen wie Marseille.

    Die Sicherheitsfrage entwickelt sich damit erneut zu einem der zentralen Themen der kommenden Präsidentschaftswahl.

    Extremwetter und die Verwundbarkeit der Regionen

    Auch das Wetter beschäftigt das Land massiv. Heftige Gewitterfronten haben in mehreren Regionen erhebliche Schäden verursacht. Besonders die Schlammströme im elsässischen Aschbach sowie die Unwetterschäden im Département Gers dominieren die regionalen Nachrichtensendungen.

    Frankreich erlebt damit erneut eine Debatte über die Folgen des Klimawandels — allerdings mit einer Besonderheit: Die Diskussion konzentriert sich zunehmend auf die konkrete Verwundbarkeit ländlicher Regionen. Überschwemmungen, Hagelstürme und Starkregen treffen häufig Gemeinden mit begrenzten finanziellen Ressourcen und schwacher Infrastruktur.

    Während die großen Städte oft besser geschützt erscheinen, wächst auf dem Land das Gefühl, den klimatischen Veränderungen nahezu schutzlos ausgesetzt zu sein. Versicherungen warnen bereits seit Jahren vor steigenden Kosten durch Naturkatastrophen. Gleichzeitig geraten Präventionsmaßnahmen und kommunale Schutzsysteme zunehmend an ihre Grenzen.

    Die politische Dimension ist erheblich. Klimapolitik wird in Frankreich längst nicht mehr nur als ökologische Frage diskutiert, sondern zunehmend als Problem staatlicher Resilienz und territorialer Gleichheit.

    Cannes als Symbol französischer Soft Power

    Heute beginnt offiziell auch das Festival de Cannes — ein Ereignis, das weit über den Kulturbetrieb hinaus politische und wirtschaftliche Bedeutung besitzt.

    Während internationale Stars und Filmdelegationen anreisen, richtet sich der französische Blick ebenso auf die gigantische Sicherheits- und Logistikorganisation hinter dem Glamour. Tausende Sicherheitskräfte, komplexe Verkehrssteuerung und internationale Medienpräsenz machen Cannes jedes Jahr zu einer staatlichen Großoperation.

    Das Festival bleibt für Frankreich ein zentraler Bestandteil kultureller Soft Power. In Zeiten geopolitischer Spannungen versteht sich Paris weiterhin als globale Kulturmacht, die internationalen Einfluss nicht nur militärisch oder wirtschaftlich, sondern auch kulturell ausübt.

    Zugleich besitzt Cannes enorme wirtschaftliche Bedeutung für die Region Provence-Alpes-Côte d’Azur sowie für die französische Filmindustrie insgesamt. Trotz Streaming-Konkurrenz bleibt das Festival eines der wichtigsten internationalen Schaufenster des europäischen Kinos.

    Die Debatte um TotalEnergies

    Für politische Diskussionen sorgt heute außerdem eine Aussage von Manuel Bompard, dem Koordinator von La France Insoumise. Er fordert die Nationalisierung von TotalEnergies und bezeichnet dies als „extrem rentabel“ für den Staat.

    Hinter dieser Forderung steht eine größere französische Grundsatzdebatte: Welche Rolle soll der Staat in strategischen Wirtschaftsbereichen spielen? Frankreich besitzt traditionell eine deutlich stärkere staatswirtschaftliche Kultur als viele andere europäische Länder. Unternehmen wie EDF oder die SNCF gelten vielen Franzosen weiterhin als Teil nationaler Souveränität.

    Die Energiekrise seit dem Ukrainekrieg hat diese Diskussion weiter verschärft. Hohe Preise, geopolitische Unsicherheiten und die Angst vor Kontrollverlust über kritische Infrastruktur stärken interventionistische Positionen — sowohl links als auch teilweise rechts.

    Kritiker warnen allerdings vor enormen Kosten und möglichen Konflikten mit europäischen Wettbewerbsregeln. Dennoch zeigt die Debatte, wie stark Fragen wirtschaftlicher Souveränität inzwischen wieder ins Zentrum französischer Politik gerückt sind.

    Der frühe Schatten der Präsidentschaftswahl 2027

    Obwohl die Wahl erst 2027 stattfindet, beginnt sich der politische Betrieb bereits sichtbar auf die Post-Macron-Ära auszurichten. Emmanuel Macron befindet sich faktisch in seiner letzten Amtszeit, wodurch innerhalb des politischen Systems ein offener Nachfolgekampf entsteht.

    Besonders aufmerksam beobachtet wird derzeit Édouard Philippe. Der ehemalige Premierminister positioniert sich zunehmend als pragmatischer Stabilitätskandidat des bürgerlichen Zentrums. Seine strategische Zurückhaltung wirkt dabei kalkuliert: Philippe vermeidet bislang offene Konfrontationen mit Macron, baut aber gleichzeitig systematisch sein eigenes Profil aus.

    Macrons späte Ernennungen und personellen Verschiebungen werden deshalb zunehmend unter einem wahlstrategischen Blickwinkel interpretiert. Viele Beobachter sehen bereits erste Machtverschiebungen innerhalb des Macron-Lagers.

    Parallel dazu versuchen sowohl das Rassemblement National als auch die radikale Linke, das gegenwärtige Klima gesellschaftlicher Unsicherheit politisch zu nutzen. Sicherheit, Kaufkraft, Migration und institutionelles Vertrauen dürften den kommenden Wahlkampf dominieren.

    Frankreich wirkt an diesem Dienstag deshalb wie ein Land im permanenten Übergang: wirtschaftlich belastet, gesellschaftlich angespannt und politisch bereits auf die Zeit nach Macron fixiert. Zwischen Sicherheitsängsten, Klimasorgen, Elitenmisstrauen und wachsender sozialer Polarisierung verdichtet sich das Gefühl eines Staates, der gleichzeitig handlungsfähig erscheinen und doch ständig Krisen verwalten muss.

    Autor: Christine Macha

  • Wenn Cannes aus allen Nähten platzt

    Wenn Cannes aus allen Nähten platzt

    Wenige Stunden vor dem ersten Blitzlichtgewitter verwandelt sich Cannes bereits in einen Ort, der kaum noch etwas mit der beschaulichen Mittelmeerstadt des übrigen Jahres gemein hat. Auf der Croisette rattern Lastwagen im Minutentakt vorbei, Techniker klettern über riesige Lichtgerüste, Sicherheitskräfte kontrollieren Zugänge mit fast militärischer Präzision, und hinter den glänzenden Fassaden der Luxushotels läuft alles nach einem Zeitplan, der keinen Fehler verzeiht. Die Stadt wirkt wie eine Bühne kurz vor der Premiere — geschniegelt, angespannt und voller elektrischer Unruhe. Denn mit dem Beginn der Filmfestspiele verändert Cannes seine eigene Größenordnung. Rund 200.000 Besucher aus aller Welt reisen zur neuen Ausgabe des Festivals an. Schauspieler, Regisseure, Produzenten, Influencer, Journalisten, Filmhändler, Agenten und wohlhabende Gäste drängen an die Côte d’Azur. Für zehn Tage scheint sich die internationale Filmwelt auf wenige Straßenzüge zwischen Palais des Festivals und Mi…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Schlammlawine nach Unwettern: Elsässisches Dorf versinkt im braunen Strom

    Schlammlawine nach Unwettern: Elsässisches Dorf versinkt im braunen Strom

    Erst kam das Grollen.

    Dumpf, schwer, fast wie ein heranrollender Güterzug hinter den Hügeln. Wenige Minuten später verwandelten sich die Straßen des elsässischen Dorfes Aschbach in reißende braune Flüsse. Wasser, Erde, Äste und Geröll schossen talwärts — unaufhaltsam, laut, erschreckend schnell.

    Heftige Gewitter haben in mehreren Gemeinden im Elsass erhebliche Schäden angerichtet. Besonders dramatisch traf es einen Ort, der innerhalb kürzester Zeit von einer gewaltigen Schlammlawine überrollt wurde. Bilder aus der Region zeigen Straßen unter dicken Erdschichten, halb verschüttete Autos und Anwohner, die mit Schaufeln, Brettern und Sandsäcken verzweifelt gegen die Flut ankämpfen.

    Die Ursache lag in extrem intensiven Regenfällen, die auf bereits durchnässte Felder trafen. Vor allem höher gelegene landwirtschaftliche Flächen konnten die Wassermassen nicht mehr aufnehmen. Der Boden verlor buchstäblich den Halt — und rutschte gemeinsam mit den Regenmassen in Richtung der bewohnten Gebiete ab.

    Innerhalb weniger Augenblicke stand in manchen Straßen der Schlamm mehrere Zentimeter hoch. Keller liefen voll, Gärten verschwanden unter einer zähen braunen Schicht. Manche Bewohner versuchten noch hektisch, ihre Hauseingänge abzudichten. Andere konnten nur zusehen, wie sich die Brühe ihren Weg bahnte.

    „Das ging alles wahnsinnig schnell“, berichten Anwohner immer wieder nach solchen Ereignissen. Eben noch Gewitterregen — kurz darauf Ausnahmezustand.

    Feuerwehrkräfte rückten dutzendfach aus, sicherten besonders gefährdete Bereiche und unterstützten Bewohner bei den ersten Aufräumarbeiten. Währenddessen prasselte vielerorts weiterhin Regen vom Himmel. Ein Ende der Unwetterlage zeichnete sich zunächst kaum ab.

    Solche Schlammlawinen gelten in Teilen des Elsass längst nicht mehr als seltene Ausnahme. Vor allem Regionen mit abschüssigen Ackerflächen reagieren empfindlich auf Starkregen. Treffen enorme Niederschlagsmengen in kurzer Zeit auf verdichtete oder bereits gesättigte Böden, entsteht ein gefährlicher Mix. Das Wasser fließt nicht mehr ab wie früher — es reißt die Erde gleich mit.

    Fachleute beobachten seit Jahren eine Entwicklung, die vielen Gemeinden Sorgen bereitet. Extremwetter tritt häufiger auf, heftiger, unberechenbarer. Gleichzeitig verschärfen versiegelte Flächen und manche intensive Formen der Landwirtschaft die Folgen solcher Regenmassen zusätzlich.

    Und dann reichen plötzlich zwanzig Minuten Gewitter aus, damit aus einer ruhigen Dorfstraße ein brauner Wildbach wird. Verrückt eigentlich.

    Für die betroffenen Bewohner bleibt nach dem Sturm vor allem Erschöpfung. Schlamm aus Kellern schaufeln, beschädigte Möbel entsorgen, Versicherungen kontaktieren — die eigentliche Arbeit beginnt oft erst nach dem Unwetter.

    Die Aufräumarbeiten dürften in den besonders betroffenen Orten noch mehrere Tage andauern. Behörden mahnen derweil zur Vorsicht. Weitere Gewitter könnten den Osten Frankreichs erneut treffen.

    Von C. Hatty

  • Zerstörte Dächer, entwurzelte Bäume: Heftige Unwetter treffen den Gers mit voller Wucht

    Zerstörte Dächer, entwurzelte Bäume: Heftige Unwetter treffen den Gers mit voller Wucht

    Als der Himmel über dem Südwesten Frankreichs endlich zur Ruhe kam, bot sich vielerorts ein Bild wie nach einem wilden Durchzug der Naturgewalten. In mehreren Gemeinden des Départements Gers standen Bewohner am Montag fassungslos vor zerstörten Dächern, umgestürzten Bäumen und verwüsteten Feldern. Manche beschrieben die Szenerie wie nach einem kleinen Tornado – plötzlich, brutal und kaum vorhersehbar.

    Die schweren Gewitter waren am späten Sonntagabend und während der Nacht mit erstaunlicher Heftigkeit über die Region hinweggezogen. Gewaltige Windböen, begleitet von Starkregen und örtlich auch Hagel, trafen zahlreiche ländliche Gebiete praktisch aus dem Nichts. Binnen weniger Minuten verwandelten sich ruhige Dorfstraßen in gefährliche Hindernisparcours aus Ästen, Dachziegeln und umgestürzten Strommasten.

    Für die Feuerwehr begann eine arbeitsreiche Nacht. Einsatzkräfte rückten in vielen Gemeinden immer wieder aus, um Straßen freizuräumen, beschädigte Häuser abzusichern oder Menschen zu helfen, die durch herabgestürzte Bäume eingeschlossen waren. Gerade in den kleineren Orten zeigte sich erneut, wie verletzlich ländliche Regionen bei extremen Wetterlagen bleiben.

    Besonders eindrucksvoll wirken die Bilder, die Bewohner in sozialen Netzwerken teilten. Teilweise zerstörte landwirtschaftliche Hallen, zerfetzte Zäune und beschädigte Fahrzeuge prägen das Bild. Der Wind schleuderte Äste und lose Gegenstände mit solcher Kraft durch die Luft, dass selbst massive Konstruktionen nicht standhielten. „Das ging rasend schnell“, berichteten Anwohner. Erst drückende Schwüle, dann plötzlich dieses infernalische Donnern – und zack, alles flog durch die Gegend.

    Auch die Landwirtschaft traf das Unwetter empfindlich. Zahlreiche Felder erlitten schwere Schäden, obwohl viele Bauern nach Wochen wechselhaften Wetters endlich auf stabilere Bedingungen gehofft hatten. Im Gers, wo Landwirtschaft und Viehzucht das wirtschaftliche Rückgrat bilden, bedeuten zerstörte Ernten weit mehr als bloße Sachschäden. Für viele Familien hängen Einkommen, Investitionen und oft die Arbeit mehrerer Generationen direkt am Verlauf der Saison.

    Auffällig bleibt vor allem die extreme Lokalität der Schäden. Während manche Dörfer vergleichsweise glimpflich davonkamen, boten wenige Kilometer weiter ganze Straßenzüge ein Bild der Verwüstung. Genau diese hochkonzentrierten Gewitterzellen treten im Süden Frankreichs seit einigen Jahren häufiger auf. Meteorologen beobachten zunehmend Wetterlagen, bei denen innerhalb kürzester Zeit enorme Regenmengen und zerstörerische Windböen entstehen.

    Zwar standen Teile des Südwestens bereits unter Unwetterwarnung, doch die tatsächliche Intensität überraschte viele Bewohner dennoch. In mehreren Gemeinden fiel zudem zeitweise der Strom aus. Tausende Haushalte saßen in der Nacht plötzlich im Dunkeln.

    Die aktuellen Schäden reihen sich in eine Serie extremer Wetterereignisse ein, die Frankreichs Süden seit Jahren erlebt. Lange Trockenperioden wechseln sich immer öfter mit Starkregen, Hagelstürmen oder heftigen Gewittern ab. Für viele Menschen entsteht das Gefühl, dass sich das Klima nicht mehr an alte Regeln hält. Früher galt ein Sommergewitter als kurze Unterbrechung – heute bringt es manchmal eine Spur der Verwüstung mit sich.

    Im Gers dauern die Aufräumarbeiten weiterhin an. Behörden mahnen zur Vorsicht, denn neue Gewitter bleiben möglich. Während Bagger Straßen räumen und Elektriker beschädigte Leitungen reparieren, versuchen viele Bewohner erst einmal zu begreifen, wie schnell eine ruhige Sommernacht in ein chaotisches Unwetter kippen konnte.

    Von C. Hatty

  • Wo zwischen Beton und Trockenheit neues Leben wächst

    Wo zwischen Beton und Trockenheit neues Leben wächst

    Zwischen Wohnblöcken, an staubigen Stadträndern und auf ehemaligen Brachflächen entsteht in den Bouches-du-Rhône seit einigen Jahren eine stille kleine Revolution. Keine Postkartenidylle mit Lavendelfeldern und endlosen Weinbergen, sondern gemeinschaftlich gepflegte Gärten, in denen Tomaten, Zucchini und Kräuter gedeihen — und vor allem menschliche Nähe. In Marseille, Aix-en-Provence, Arles und rund um den Étang de Berre erleben diese „Jardins partagés“ einen bemerkenswerten Aufschwung. Besonders nach den Monaten der Corona-Lockdowns zog es viele Menschen wieder nach draußen. Plötzlich bekam das unmittelbare Umfeld eine neue Bedeutung. Man suchte frische Luft, ein Stück Natur und Begegnungen, die nicht durch Bildschirme oder Hast bestimmt waren. Gerade in dicht bebauten Vierteln wirken diese Gärten wie kleine Atempausen. Hinter improvisierten Zäunen, über denen Bougainvillea und Jasmin hängen, treffen sich Rentner, Studierende, junge Familien oder neu Zugezogene. Einer bringt Setzlinge…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • TotalEnergies verstaatlichen? Frankreichs Linke fordert die Rückkehr des Staates in die Energiepolitik

    TotalEnergies verstaatlichen? Frankreichs Linke fordert die Rückkehr des Staates in die Energiepolitik

    Mit der Forderung nach einer möglichen Verstaatlichung von TotalEnergies hat Manuel Bompard, Koordinator von La France insoumise (LFI), eine alte wirtschaftspolitische Grundsatzfrage neu belebt: Welche Rolle soll der Staat in strategischen Industrien spielen? Aus Sicht der radikalen Linken ist die Antwort klar. Energie sei kein gewöhnliches Marktgut, sondern ein zentraler Bestandteil nationaler Souveränität – und dürfe daher nicht allein privaten Konzernen überlassen werden. Auslöser der Debatte waren die hohen Gewinne des französischen Öl- und Energieriesen sowie dessen Rolle in der Klimapolitik. Bompard argumentiert, dass eine öffentliche Kontrolle über TotalEnergies nicht nur ökologisch sinnvoll wäre, sondern langfristig sogar erhebliche Einnahmen für den Staat generieren könnte. Die Logik dahinter ist einfach: Wenn ein Konzern Milliardengewinne erwirtschaftet und hohe Dividenden ausschüttet, könnten diese Erträge künftig direkt in die öffentlichen Kassen fließen. Die Forderung knüp…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Macrons Personalpolitik: Machtkonsolidierung oder republikanische Routine?

    Macrons Personalpolitik: Machtkonsolidierung oder republikanische Routine?

    Zum Ende jeder französischen Präsidentschaft flammt dieselbe Debatte erneut auf: Nutzt ein scheidender Präsident seine verbleibende Amtszeit, um den Staatsapparat langfristig auf Linie zu bringen? Auch Emmanuel Macron sieht sich derzeit mit diesem Vorwurf konfrontiert. Mehrere jüngste Ernennungen in hohen Verwaltungsposten, bei unabhängigen Behörden und in staatlichen Unternehmen haben der Opposition Anlass gegeben, von einer „permanenten Präsidentialisierung“ der Macht zu sprechen. Ein Blick auf die Geschichte der Fünften Republik zeigt allerdings, dass derartige Vorgänge keineswegs außergewöhnlich sind. Verfassungsrechtler und Institutionenforscher weisen regelmäßig darauf hin, dass Personalentscheidungen am Ende eines Mandats nahezu zur politischen Tradition Frankreichs gehören. Ein derzeit häufig zitierter Verfassungsjurist formulierte es pointiert: „Es ist die Regel, nicht die Ausnahme.“ Die Logik der Fünften Republik Die Verfassung der Fünften Republik verleiht dem Präsidenten we…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Der lange Schatten der Transparenz: Caroline Cayeux und die französische Politik

    Der lange Schatten der Transparenz: Caroline Cayeux und die französische Politik

    Mit der Verurteilung der ehemaligen französischen Ministerin Caroline Cayeux wegen Steuerbetrugs und falscher Vermögensangaben erreicht ein weiterer Fall mangelnder politischer Integrität die französische Öffentlichkeit. Das Pariser Gericht bestätigte im Rahmen eines sogenannten „plaider-coupable“-Verfahrens eine Strafe von zehn Monaten Haft auf Bewährung, verbunden mit einer Geldstrafe von 100.000 Euro sowie einer zweijährigen Unwählbarkeit. Der Fall wirft erneut Fragen nach der Glaubwürdigkeit politischer Eliten und der Wirksamkeit französischer Transparenzmechanismen auf. Im Zentrum der Affäre stehen erhebliche Unregelmäßigkeiten in der Vermögenserklärung, die Cayeux 2022 bei der Haute Autorité pour la transparence de la vie publique (HATVP) eingereicht hatte. Nach Angaben der Ermittler sollen Immobilienbesitz und finanzielle Beteiligungen massiv unterbewertet worden sein. Die Differenz zwischen tatsächlichem und angegebenem Vermögen beläuft sich demnach auf rund 11,7 Millionen Euro…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Frankreich vor einem Wendepunkt: Kommt bis 2030 das flächendeckende Lungenkrebs-Screening?

    Frankreich vor einem Wendepunkt: Kommt bis 2030 das flächendeckende Lungenkrebs-Screening?

    Lange galt Lungenkrebs in Frankreich als das große Sorgenkind der Vorsorgepolitik. Während für Brust- oder Darmkrebs seit Jahren strukturierte Früherkennungsprogramme existieren, blieb die gefährlichste Krebsart des Landes erstaunlich lange außen vor. Doch nun deutet vieles auf einen tiefgreifenden Kurswechsel hin: Bis 2030 könnte Frankreich ein nationales Screeningprogramm für Lungenkrebs einführen — gezielt für Menschen mit hohem Risiko. Im Zentrum der Debatte steht eine nüchterne medizinische Wahrheit: Der Zeitpunkt der Diagnose entscheidet bei kaum einer anderen Krebsart so brutal über Leben und Tod. Jahr für Jahr sterben in Frankreich rund 33.000 Menschen an Lungenkrebs. Damit fordert die Krankheit mehr Todesopfer als Brust- oder Darmkrebs. Das Tückische daran? Die Erkrankung bleibt oft lange unbemerkt. Viele Betroffene suchen erst dann einen Arzt auf, wenn Atemnot, hartnäckiger Husten oder Schmerzen in der Brust auftreten. Dann hat sich der Tumor häufig bereits im Körper ausgebre…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…