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  • Marseille: Das Feuer geht zurück – die Flammen sind aber noch nicht vollständig gelöscht

    Marseille: Das Feuer geht zurück – die Flammen sind aber noch nicht vollständig gelöscht

    Eine schwarze Schneise zieht sich durch die Hügel am nördlichen Stadtrand. Hier, wo gestern noch Pinienhaine im Sommerwind rauschten, riecht es heute nach Asche und verbrannter Erde. Nach einer Nacht unermüdlicher Löscharbeiten melden die Behörden: Das Feuer, das Marseille bedrohte, ist „geht sehr deutlich zurück“. Doch wer jetzt erleichtert aufatmet, übersieht die Narben, die dieser Brand hinterlässt. Dienstagmorgen, Pennes-Mirabeau. Die ersten Rauchschwaden steigen auf. Innerhalb weniger Stunden frisst sich das Feuer durch über 750 Hektar Wald- und Buschland. In dieser dicht besiedelten Region gleicht jede Böe einem russischen Roulette. Mehr als 800 Einsatzkräfte eilen herbei: Feuerwehrleute, Marins-Pompiers, Polizisten. Hubschrauber kreisen, lassen ihre Wasserlasten in milchigen Schleiern herabregnen. Bodentrupps schlagen Schneisen, legen Gegenfeuer, um den Brand zu bremsen. Ein Wettlauf gegen eine entfesselte Natur. Georges-François Leclerc, Präfekt der Bouches-du-Rhône, lobt ihre …

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  • Durchsuchung beim Rassemblement National: Neue Ermittlungen gegen Frankreichs grösste Oppositionspartei

    Durchsuchung beim Rassemblement National: Neue Ermittlungen gegen Frankreichs grösste Oppositionspartei

    Am 9. Juli 2025 hat die französische Finanz- und Korruptionspolizei den Hauptsitz des Rassemblement National (RN) in Nanterre durchsucht. Die Aktion steht im Zusammenhang mit einer laufenden Untersuchung wegen Verdachts auf illegale Wahlkampffinanzierung. Sie richtet sich insbesondere auf mögliche Verstösse bei der Präsidentschaftswahl 2022 und der Europawahlkampagne 2024 des RN – und könnte weitreichende politische Folgen haben. Die per richterlichem Beschluss angeordnete Durchsuchung wurde von der Brigade financière et anticorruption der Pariser Polizei durchgeführt. Nach Angaben der Zeitung Le Monde soll die Untersuchung klären, ob der RN systematisch gesetzliche Vorschriften zur Parteien- und Wahlkampffinanzierung umgangen hat. Damit setzt sich eine Serie juristischer Affären fort, die Frankreichs wichtigste Rechtsaussenpartei seit Jahren belasten. Im Fokus: Private Kredite und mutmassliche Betrugsmechanismen Konkret prüfen die Ermittler den massiven Rückgriff des RN auf private Kr…

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  • Frankreichs Südwesten brennt: Warum die Feuer in der Aude neue Fragen zur Klimaanpassung aufwerfen

    Frankreichs Südwesten brennt: Warum die Feuer in der Aude neue Fragen zur Klimaanpassung aufwerfen

    Seit dem Wochenende wüten auch in der südfranzösischen Region Aude schwere Wald- und Vegetationsbrände. Mehr als 2.000 Hektar sind bereits nahe Narbonne verbrannt. Die Feuerwehr spricht von einem „außergewöhnlichen“ Brandereignis. Über 1.000 Einsatzkräfte versuchen, die Flammen unter Kontrolle zu bringen – bisher mit mäßigem Erfolg. Am Montagabend forderte der Départements-Rat der Aude dringend zusätzliche Mittel aus Paris. Insbesondere wird der Einsatz weiterer Canadair- und Air-Tractor-Löschflugzeuge verlangt. Die Bedingungen vor Ort gelten als extrem: Böen der Tramontane Winde erreichen bis zu 90 km/h und treiben die Feuer unberechenbar voran. Hinzu kommt eine ausgeprägte Trockenheit nach mehreren regenarmen Monaten. Zunehmende Zerstörungskraft der Brände Die Schäden verdeutlichen das Ausmaß: Sechs Wohnhäuser, eine Kapelle und eine Scheune wurden beschädigt, ein Atelier und eine Reithalle komplett zerstört. Drei Pferde starben in den Flammen. Zehn Menschen, darunter fünf Feuerwehrle…

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  • Macron in London: Staatsbesuch als Signal der Neuannäherung

    Macron in London: Staatsbesuch als Signal der Neuannäherung

    Mit einer imposanten militärischen Parade, Kutschenkorso und Salutschüssen haben König Charles III. und Premierminister Keir Starmer den französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu einem dreitägigen Staatsbesuch empfangen. Es ist die erste Visite eines EU-Staatschefs im Vereinigten Königreich seit dem Brexit – und die erste eines französischen Präsidenten seit Nicolas Sarkozy im Jahr 2008. Die diplomatische Geste unterstreicht eine Zeitenwende in den traditionell schwierigen Beziehungen zwischen London und Paris, die nach dem EU-Austritt Grossbritanniens 2020 von gegenseitigem Misstrauen geprägt waren. Beide Seiten bemühen sich nun um eine pragmatische Zusammenarbeit in Verteidigungsfragen, Energiepolitik und Migrationskontrolle. Royaler Glanz und historische Symbolik Am 8. Juli landete Macron mit seiner Ehefrau Brigitte auf dem Militärflughafen Northolt, wo der Thronfolger Prinz William und Prinzessin Kate sie mit militärischen Ehren begrüssten. Eine 41-Kanonen-Salve sowie eine Ehren…

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  • 9. Juli – Ein Tag voller Umbrüche und Geschichten

    9. Juli – Ein Tag voller Umbrüche und Geschichten

    Der 9. Juli klingt erst einmal nach einem gewöhnlichen Sommertag. Doch wer genau hinsieht, entdeckt Ereignisse, die ganze Kontinente bewegten, Könige stürzten und Menschen Hoffnung gaben – oder nahmen.


    Weltweite Wegmarken

    Im Jahr 1762 läutete dieser Tag für Russland ein neues Kapitel ein. Katharina II. – später Katharina die Große genannt – setzte ihren Mann Peter III. ab und übernahm selbst die Herrschaft. Was zunächst wie ein höfischer Putsch wirkte, wurde zum Beginn einer Ära, in der Russland kulturell aufblühte und sich als europäische Großmacht festigte. Man könnte sagen: Ohne sie wäre Russland heute ein anderes Land.

    Springen wir ins Jahr 1816 nach Südamerika. Argentinien erklärt seine Unabhängigkeit von Spanien. Ein Befreiungsschlag, der die Kolonialherrschaft der Europäer in Lateinamerika massiv ins Wanken brachte. Wer hätte damals gedacht, dass diese Unabhängigkeitsbewegungen einmal ganze Kontinente neu ordnen würden?

    1850 endet die kurze Präsidentschaft von Zachary Taylor in den USA. Sein plötzlicher Tod nach nur 16 Monaten im Amt wirft die politische Landschaft in Turbulenzen – und schürt die Konflikte, die schließlich zum Amerikanischen Bürgerkrieg führen sollten. Ob ein längeres Leben Taylors den Krieg hätte verhindern können?

    Am 9. Juli 1918 ereignet sich in Nashville, Tennessee, eines der schwersten Zugunglücke der US-Geschichte. Mehr als 100 Menschen sterben. Der Schock dieser Katastrophe führt zu massiven Reformen im Eisenbahnverkehr und prägt bis heute Sicherheitsstandards weltweit.

    1955 dann ein Appell, der in die Geschichte eingeht: das Russell-Einstein-Manifest wird veröffentlicht. Wissenschaftler warnen eindringlich vor den Gefahren von Atomwaffen – ein Grundstein für spätere Abrüstungs- und Friedensbewegungen.

    Am 9. Juli 1962 testet die USA mit Starfish Prime eine nukleare Explosion im Weltraum. Sie erzeugt einen künstlichen Strahlungsgürtel, der Satelliten beschädigt und monatelang bestehen bleibt. Ein Moment, in dem die Menschheit erkannte: Mit Technik kann sie nicht nur die Erde, sondern auch ihre Umlaufbahn beeinflussen.

    1981 betritt Donkey Kong in den USA die Arcade-Hallen. Wer hätte gedacht, dass dieser kleine Pixel-Affe den Grundstein für Nintendos Weltimperium legt und Gaming-Geschichte schreibt?

    Und schließlich: 2011 entsteht der jüngste Staat der Welt. Nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg erklärt sich Südsudan unabhängig. Ein Moment der Hoffnung, doch der Frieden bleibt bis heute fragil.


    Frankreich: Aufstände, Mut und Musik

    Auch Frankreich kennt am 9. Juli keine Ruhe:

    1429 fällt Troyes nach langer Belagerung an Jeanne d’Arc. Ihr Sieg treibt die Franzosen an, ihre Freiheit gegen die Engländer zurückzuerobern – ein nationales Symbol, das bis heute stolz gefeiert wird.

    1472 verteidigen sich die Bürger von Beauvais tapfer gegen Charles den Kühnen. Vor allem Jeanne Hachette, die mit einer Axt einen feindlichen Soldaten von der Mauer stößt, wird zur Heldin. Ein früher Beweis weiblicher Stärke und ein Mythos, der in Beauvais noch jedes Jahr gefeiert wird.

    1789 schließlich: die Nationalversammlung erklärt sich zur Verfassungsgebenden Versammlung. Ein entscheidender Schritt in der Französischen Revolution – und der Anfang einer Demokratie, die ihre Strahlkraft bis heute bewahrt.

    Im Jahr 1981 kommt es in Vénissieux nahe Lyon zu massiven Aufständen in den Banlieues. Brennende Autos, wütende Jugendliche, hilflose Politik. Diese Revolten zeigen ein Problem auf, das Frankreich bis heute beschäftigt: die soziale Kluft zwischen Zentrum und Vorstadt.

    Und dann, ganz leise aber strahlend schön: 2021 feiert das Jazz à Juan in Juan-les-Pins seine 60. Ausgabe. Nach Monaten der Pandemie kehrt Musik zurück. Ein Fest des Lebens, der Kultur und der Leichtigkeit, die gerade Frankreich so liebt.


    Kuriositäten des 9. Juli

    1516 hält man in Troyes öffentliche Bußpredigten – nicht gegen Sünden, sondern gegen Raupen und Mäuse, die die Ernten vernichten. Mittelalterliche Schädlingsbekämpfung mit göttlicher Hilfe – warum nicht?

    1900 stirbt Schwester Amandine, eine belgische Franziskanerin, in China während der Boxer-Rebellion. Ihr Märtyrertod wird später von ihrer Gemeinschaft verehrt. Ein Beispiel dafür, wie Mission, Kolonialpolitik und Religion ineinandergreifen.

    1955 landet Rock Around the Clock von Bill Haley & His Comets auf Platz 1 der US-Charts und läutet das Zeitalter des Rock’n’Roll ein. Eine musikalische Revolution – die in Frankreich bald die Yé-Yé-Bewegung inspiriert.


    Ein Tag mit langer Wirkung

    Warum also lohnt es sich, den 9. Juli zu erinnern?

    Weil er zeigt, wie sehr politische Umwälzungen, kleine Heldentaten und kulturelle Revolutionen zusammenwirken. Die Absetzung eines Zaren führt zu einem neuen Russland. Ein Unabhängigkeitstag in Argentinien macht Mut bis nach Afrika. Ein simples Arcade-Spiel formt eine Milliardenindustrie. Und Volksaufstände in französischen Vororten – damals wie heute – mahnen zur sozialen Gerechtigkeit.

    Und mal ehrlich: Wer denkt beim Datum 9. Juli nicht sofort an Donkey Kong, Jazz, Revolutionen und Mäusepredigten?

  • Editorial – Frankreichs Waldbrände: Zwischen Technikgläubigkeit und Bürgerpflicht

    Editorial – Frankreichs Waldbrände: Zwischen Technikgläubigkeit und Bürgerpflicht

    Was kann Frankreich tun, um der hohen Waldbrandgefahr dieses Sommers zu begegnen?

    Frankreich blickt einem Sommer voller Ungewissheiten entgegen. Über 7.000 Hektar Vegetation sind seit Jahresbeginn bereits verbrannt, und die eigentliche Hochsaison hat erst begonnen. Fast 6.000 Brandherde seit Juni zeugen von der Brisanz der Lage. Hitzewellen, Trockenheit, Böen aus Afrika – die bekannten Faktoren fügen sich zu einer Gemengelage, die spätestens seit den verheerenden Feuern von 2022 mit ihren 72.000 zerstörten Hektar und monatelangen Evakuierungen als nationale Sicherheitsfrage erkannt wurde.

    Präsident Emmanuel Macron und Innenminister Bruno Retailleau setzen auf Technik: mehr Canadairs, mehr Helikopter, mehr Feuerwehrkolonnen, mehr Drohnen, mehr Satellitenfrüherkennung. Dieses Arsenal mag beeindrucken. Tatsächlich wurde die Flotte der Sécurité Civile auf 47 Luftfahrzeuge erweitert, unterstützt von 4.000 Feuerwehrleuten und modernisierter Überwachungstechnologie.

    Doch diese Strategie bleibt unvollständig. Denn trotz aller technischen Fortschritte brennen Frankreichs Wälder aus einem simplen Grund: zu viele Menschen verhalten sich unachtsam oder fahrlässig, und die Raumplanung der letzten Jahrzehnte hat Siedlungen oft ohne feuerökologische Rücksicht in Risikogebiete hineinwachsen lassen.

    Bürgerpflicht statt alleiniger Staatsschutz

    Das neue nationale Konzept für Waldbrandschutz setzt zwar auch auf Prävention und Resilienz, doch dessen Effektivität hängt weniger von staatlichen Erlassen als von bürgerlicher Selbstverpflichtung ab. Frankreichs Regierung wirbt nun mit einfachen Botschaften: kein Rauchen im Wald, keine Lagerfeuer oder Grillstellen in Risikozonen, regelmässiges Freischneiden von Grundstücksrändern. In der Realität werden solche Appelle jedoch oft ignoriert – oder scheitern an fehlender Kontrolle.

    Hinzu kommt, dass die Canadair-Flotte altert. Ersatz ist bestellt, aber die neuen Maschinen treffen frühestens 2028 ein. Ein strategisches Risiko bleibt damit bestehen, das Frankreich nur durch europäische Kooperation abfedern kann. Programme wie rescEU, die gemeinsame europäische Löschflugzeugstaffeln bereitstellen sollen, existieren bislang eher auf dem Papier. In einem Sommer allerhöchster Brandgefahr, der auch Spanien, Italien, Griechenland und den Balkan betreffen dürfte, könnten Engpässe tödliche Folgen haben.

    Resilienz als langfristiger Schlüssel

    Was also tun? Kurzfristig wird Frankreich nicht umhin kommen, seinen bestehenden Apparat maximal zu mobilisieren, Waldbrandschutzdienste zu stärken und das Ehrenamt der Comités Communaux Feux de Forêts (CCFF) mit mehr Ressourcen auszustatten. Diese Freiwilligen leisten bereits jetzt wertvollste Arbeit durch Überwachung, Schulung und Alarmierung – doch ihr Potenzial ist längst nicht ausgeschöpft.

    Langfristig aber braucht es einen radikalen Perspektivwechsel: Wälder und Siedlungen müssen so gestaltet werden, dass Brände weniger Nahrung finden. Brandschneisen, feuerresistente Bepflanzungen, Bebauungsverbote in Hochrisikozonen und eine konsequente Rückführung brennbarer Vegetation im Nahbereich von Häusern sind keine romantischen Ökofantasien, sondern Elemente eines modernen Katastrophenschutzes. Australien hat nach den verheerenden Buschbränden 2019/20 genau das erkannt.

    Die technische Aufrüstung ist notwendig, doch sie wird Frankreich allein nicht retten. In einer Zeit, in der der Klimawandel Wetterextreme zur Regel macht, bleibt die wirksamste Massnahme banal: Jeder Funke, der nicht entsteht, muss nicht gelöscht werden.

    Von Andreas Brucker

  • Kommentar: Und wieder trifft es die Ärmsten am Stärksten

    Kommentar: Und wieder trifft es die Ärmsten am Stärksten

    Es ist immer die gleiche Geschichte. Wenn der Staat spart, dann spart er nicht bei sich selbst, nicht bei den Subventionen für Großkonzerne, nicht bei fragwürdigen Beraterverträgen oder unzähligen administrativen Parallelstrukturen. Er spart bei denen, die sich nicht wehren können. Rentner, Alleinerziehende, Geringverdiener, Erwerbslose. Menschen, deren Stimme im politischen Getöse kaum noch durchdringt.

    Die sogenannte „année blanche“ klingt in den Ohren der Mächtigen wie eine elegante, technische Lösung. Ein Haushaltsmanöver. Ein Prozentpunkt hier, ein Inflationsausgleich da. Für jene, die Monat für Monat ihre Einkäufe kalkulieren müssen, bedeutet sie schlicht: weniger Essen, weniger Heizung, weniger Lebensqualität. Wieder einmal wird behauptet, es sei „notwendig“ und „gerecht“, wenn alle mithelfen. Doch wer in Frankreich lebt, weiß: Die Ärmsten helfen immer am meisten mit, weil sie keine andere Wahl haben.

    Wie kann man es rechtfertigen, einem Rentnerpaar 350 Euro im Jahr zu nehmen, während man gleichzeitig über milliardenschwere Rüstungsprojekte oder Steuervergünstigungen für Unternehmen diskutiert? Man kann es nicht. Es ist nicht gerecht, es ist nicht sozial, es ist nicht einmal ökonomisch klug. Es ist feige.

    Wenn es darum geht, die Reichen stärker zu besteuern, Vermögensabgaben zu diskutieren oder den absurden Steuerschlupflöchern in Europa ein Ende zu setzen, wird gewarnt: Investoren würden abgeschreckt, Arbeitsplätze gefährdet, das Wachstum erstickt. Wenn aber Hunderttausende alte Menschen und Geringverdiener um Centbeträge kämpfen müssen, schweigt dieselbe Elite. Das ist der wahre Skandal dieser „année blanche“.

    Frankreich wird an seiner sozialen Kälte scheitern, nicht an seinen Defiziten.

    Ein Kommentar von P. Tiko

  • Frankreichs „année blanche“: Eingefrorenes Budget mit sozialen Risiken

    Frankreichs „année blanche“: Eingefrorenes Budget mit sozialen Risiken

    Frankreichs Regierung plant für 2026 eine fiskalische Notbremse. Die vorgeschlagene „année blanche“, ein Einfrieren zentraler Sozial- und Steuerparameter ohne Inflationsausgleich, soll den Staatshaushalt entlasten. Doch Kritiker warnen vor einer stillen Umverteilung zulasten der verletzlichsten Bevölkerungsgruppen. Am 15. Juli will Premierminister François Bayrou den Entwurf für den Staatshaushalt 2026 präsentieren. Im Zentrum steht eine Massnahme, die in Frankreich seit Wochen für Kontroversen sorgt: die sogenannte „année blanche“. Der Begriff, üblicherweise mit steuerlichen Amnestieregelungen verbunden, bezeichnet hier eine strikte Nullrunde bei zentralen Ausgabenposten. Konkret sollen Renten, Sozialtransfers und der Einkommenssteuertarif im Jahr 2026 nicht wie vorgesehen an die Inflation angepasst werden. 6 Milliarden Euro Einsparung – bei einem Ziel von 40 Milliarden Das Ziel der Regierung ist ambitioniert. Bis 2026 soll das Staatsdefizit von 5,5 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) a…

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  • Marine Le Pen: Beschwerde bei der Europäischen Menschenrechtskonvention

    Marine Le Pen: Beschwerde bei der Europäischen Menschenrechtskonvention

    Marine Le Pen, die langjährige Frontfrau der französischen radikalen Rechten, hat die europäische Justiz angerufen, um ihre politische Handlungsfähigkeit zu retten. Die Präsidentin der Fraktion Rassemblement National (RN) im französischen Parlament hat am 8. Juli 2025 Beschwerde bei der Europäischen Menschenrechtskonvention (CEDH) eingereicht, um die sofortige Vollstreckung ihrer fünfjährigen Unwählbarkeit auszusetzen. Der Fall berührt fundamentale Fragen des Verhältnisses von Rechtsstaatlichkeit, politischer Integrität und demokratischer Repräsentation in Frankreich. Verurteilung wegen Veruntreuung von EU-Geldern Am 31. März 2025 hatte das Pariser Strafgericht Marine Le Pen zu vier Jahren Haft, davon zwei auf Bewährung, einer Geldstrafe von 100.000 Euro sowie fünf Jahren Unwählbarkeit verurteilt. Hintergrund ist die sogenannte Affäre der EU-Parlamentsassistenten: Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Le Pen zwischen 2009 und 2017 Mitarbeiter als parlamentarische Assistenten in Brüs…

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  • UNESCO-Entscheidung rückt näher: Werden die Megalithen von Carnac endlich Weltkulturerbe?

    UNESCO-Entscheidung rückt näher: Werden die Megalithen von Carnac endlich Weltkulturerbe?

    Es knistert in Carnac. Nicht wegen des Windes, der von der Bucht hereinrauscht und die Gräser zwischen den Menhiren tanzen lässt. Sondern weil ein Moment bevorsteht, auf den Viele gewartet haben. Am 11. und 12. Juli 2025 könnte es soweit sein: Die „Mégalithes de Carnac et des rives du Morbihan“ steh…

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