Schlagwort: nachrichten.fr

  • Lecornu zwischen Dialog und Druck: Frankreichs neuer Premierminister vor seinem ersten Härtetest

    Lecornu zwischen Dialog und Druck: Frankreichs neuer Premierminister vor seinem ersten Härtetest

    Frankreichs neuer Premierminister Sébastien Lecornu hat in seinen ersten Tagen im Amt ein dichtes Programm absolviert: Konsultationen mit Gewerkschaften, Treffen mit Parteivertretern und symbolische Gesten in Richtung einer skeptischen Öffentlichkeit. Der 38-Jährige, bislang als loyaler Weggefährte Emmanuel Macrons bekannt, muss nun beweisen, dass er im aufgeheizten politischen Klima Frankreichs eigene Akzente setzen kann. Am 18. September steht mit einer landesweiten Mobilisierung der Gewerkschaften die erste Bewährungsprobe bevor.

    Ein offenes Ohr, aber wenig Spielraum Am 15. September empfing Lecornu den Vorsitzenden der christlich geprägten Gewerkschaft CFTC, Cyril Chabanier. Dieser zeigte sich nach dem Gespräch überraschend optimistisch: Man habe einen Premierminister erlebt, der „bereit sei, die Linien zu verschieben“ und „zuhören könne“. Chabanier brachte vor allem die Forderung nach einer sogenannten „année blanche“ ins Gespräch – einer befristeten Schonfrist, die sozial Schwäc…

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  • „Uber coke“ in Sens: Wie ein Drogen-Lieferservice nach Vorbild von Food-Apps aufflog

    „Uber coke“ in Sens: Wie ein Drogen-Lieferservice nach Vorbild von Food-Apps aufflog

    Sie klingen fast harmlos, diese Spitznamen: „Uber coke“, „Uber shit“. Doch dahinter verbirgt sich ein hochprofessionelles Geschäftsmodell – die Lieferung harter Drogen direkt bis an die Haustür. So geschehen in Sens, einer Kleinstadt im Département Yonne, wo Ermittler nun einen ganzen Ring von Dealern aus dem Verkehr gezogen haben. Die Szene könnte aus einem schlechten Film stammen: Kunden tippen ein paar Nachrichten in eine verschlüsselte App, wenige Minuten später klingelt es an der Tür, und ein „Bote“ übergibt diskret kleine Päckchen voller Kokain oder Heroin. Bezahlt wird bar oder, moderner noch, per Kryptowährung. Keine dunkle Straßenecke, kein stundenlanges Warten – die Bestellung von Suchtmitteln funktioniert so reibungslos wie die von Sushi oder Pizza. Die Parallelen zu Lieferdiensten sind kein Zufall, sondern Teil des Konzepts. Hinter den Kurieren stehen Strukturen, die wie kleine Start-ups organisiert sind. Callcenter-ähnliche Koordinatoren, Fahrer im Schichtbetrieb, Marketin…

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  • Lecornu bricht mit den «Privilegien à vie» – Symbolpolitik oder Beginn institutioneller Reformen?

    Lecornu bricht mit den «Privilegien à vie» – Symbolpolitik oder Beginn institutioneller Reformen?

    Mit Wirkung zum 1. Januar 2026 streicht Frankreich die jahrzehntelang gewährten «Vorteile auf Lebenszeit» für ehemalige Mitglieder der Regierung. Premierminister Sébastien Lecornu verkündete am 15. September 2025 die Entscheidung, die als Bruch mit einer republikanischen Tradition verstanden werden kann – und als Signal in Zeiten angespannter Staatsfinanzen.

    Von Chauffeur bis Polizeischutz – ein teures Erbe

    Bislang konnten frühere Premierminister eine Reihe von Leistungen in Anspruch nehmen: eine Dienstlimousine mit Fahrer, die Unterstützung durch einen persönlichen Sekretär während zehn Jahren (oder bis zum 67. Lebensjahr) sowie eine dauerhafte Polizeibegleitung. Diese Regelung, bereits durch ein Dekret 2019 eingeschränkt, verursachte nach Angaben des Le Monde jährlich 4,4 Millionen Euro Kosten, wovon rund 3 Millionen allein auf die Sicherheitsleistungen entfielen.

    Künftig sollen diese Begünstigungen zeitlich begrenzt werden. Polizeischutz wird nur noch in Abhängigkeit von einer tatsächlichen Bedrohungslage gewährt; die übrigen Unterstützungsleistungen laufen nach einigen Jahren aus. Damit wird ein System beendet, das häufig als Relikt monarchischer Symbolik kritisiert wurde.

    Haushaltsdisziplin und politische Signalwirkung

    Die Reform fügt sich in den breiteren Kontext einer straffen Haushaltsführung. Frankreich kämpft seit Jahren mit einem hohen Defizit – 2024 lag es bei 5,5 % des BIP, weit über den Maastricht-Grenzen. Lecornu betonte, man könne «nicht von den Franzosen Opfer verlangen, wenn diejenigen an der Spitze des Staates keine bringen» (La Dépêche).

    Die Entscheidung besitzt weniger fiskalisches Gewicht – die eingesparten Millionen sind gemessen am Staatshaushalt marginal –, dafür aber erhebliche symbolische Strahlkraft. Sie soll zeigen, dass auch die politische Elite ihren Beitrag leistet, und richtet sich an ein Publikum, das seit der Gilets-Jaunes-Bewegung besonders sensibel auf Fragen der sozialen Gerechtigkeit und Staatsausgaben reagiert.

    Zwischen Beifall und Skepsis

    Politische Reaktionen fielen gemischt aus. Laurent Saint-Martin, ehemaliger Handelsminister, lobte die Reform als konsequenten Schritt: «Viele haben darüber gesprochen, Lecornu hat es getan» (TF1 INFO). Befürworter sehen darin ein längst überfälliges Zeichen der Modernisierung der französischen Republik.

    Kritiker verweisen hingegen darauf, dass die Einsparungen minimal seien und der Schritt vor allem symbolischer Natur bleibe. Sie verlangen tiefgreifendere Strukturreformen, etwa bei der Pensionsregelung für Abgeordnete oder in der öffentlichen Verwaltung insgesamt.

    Historische Parallelen und institutionelle Dynamik

    Die französische Fünfte Republik ist reich an solchen symbolischen Gesten, die auf das Verhältnis zwischen politischer Elite und Gesellschaft abzielen. Schon François Hollande hatte 2012 auf den pompösen Auftritt in einem offiziellen Staatskonvoi bei seiner Vereidigung verzichtet, Emmanuel Macron hat seit 2017 den Elysee-Palast stärker für die Öffentlichkeit geöffnet. Solche Signale stehen in der Tradition einer republikanischen Selbstvergewisserung – sie sollen Nähe zum Volk demonstrieren, ohne die institutionellen Grundlagen zu verändern.

    Ob Lecornus Entscheidung den Auftakt zu einer breiteren Reformagenda bildet, bleibt abzuwarten. Der Vertrauensverlust in politische Institutionen ist in Frankreich tief verankert; Umfragen zeigen regelmäßig, dass nur eine Minderheit den politischen Klassen echtes Verantwortungsbewusstsein zutraut. In diesem Klima können symbolische Maßnahmen zwar kurzfristig Zustimmung erzeugen, lösen aber nicht das strukturelle Problem der Staatsverschuldung und der politischen Entfremdung.

    Am Ende wiegt deshalb weniger die Höhe der eingesparten Millionen als die Botschaft, dass die politische Elite nicht länger Sonderrechte beansprucht. Sollte Lecornu diesen Schritt mit weiteren institutionellen Reformen flankieren – etwa einer Reform des Wahlrechts oder einer Stärkung parlamentarischer Kontrollrechte –, könnte daraus mehr werden als eine Episode der Symbolpolitik.

    Autor: Andreas M. Brucker

  • Cahors: Schulbus umgekippt – Schockmoment für eine ganze Region

    Cahors: Schulbus umgekippt – Schockmoment für eine ganze Region

    Ein ganz normaler Montagmorgen. Kinder im Bus, Rucksäcke auf den Knien, verschlafene Blicke. Doch für rund 40 Schülerinnen und Schüler im Département Lot wurde der Weg zur Schule am 15. September 2025 zu einem Schreckensszenario, das noch lange nachhallen wird. Gegen 7:20 Uhr kippte ihr Schulbus auf dem Chemin des Durands bei Cahors um. 17 Jugendliche erlitten Verletzungen, glücklicherweise überwiegend leichterer Natur. Einige erlitten Knochenbrüche, alle wurden im Krankenhaus von Cahors behandelt. Ein Unfall, der auch schlimmer hätte enden können.

    Als plötzlich alles stillstand Der Bus befand sich auf der Strecke von Flottes zur Place De Gaulle im Zentrum von Cahors, als er ein Hindernis streifte und frontal gegen einen Baum prallte. Kurz darauf kippte er zur Seite und blieb quer auf der Straße liegen. Warum es nicht zu einer Katastrophe kam? Laut den Ermittlern spielte die geringe Geschwindigkeit des Fahrzeugs eine ents…

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  • Olivier Faure und die Zucman-Steuer: Eine Weichenstellung für mehr Steuerfairness in Frankreich

    Olivier Faure und die Zucman-Steuer: Eine Weichenstellung für mehr Steuerfairness in Frankreich

    Der Erste Sekretär der Parti socialiste (PS), Olivier Faure, hat am 15. September 2025 betont: „Ich bin bereit, 100 Milliarden Euro zu realisieren, wenn Sie sie bei denen holen, die es verkraften können.“ Gemeint ist damit die sogenannte Zucman-Steuer – eine Initiative, die die französische Steuerpolitik in eine neue Richtung lenken könnte. Im Kern geht es um die Frage, wie Lasten im Staatshaushalt fairer verteilt werden sollen und welchen Beitrag die Reichsten der Gesellschaft leisten müssen.

    Die Zucman-Steuer: Konzept und politische Herkunft Die Idee geht auf den französischen Ökonomen Gabriel Zucman zurück, der seit Jahren die globale Steuerungerechtigkeit untersucht und Reformvorschläge zur Besteuerung großer Vermögen entwickelt. Konkret sieht die Zucman-Steuer einen Mindeststeuersatz von 2 % auf Nettovermögen ab 100 Millionen Euro vor. Damit soll ein Gegengewicht geschaffen werden zu den steuerlichen Gestaltungsspielräumen, die es Superreichen ermöglichen, effektiv weitaus gering…

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  • Gefährliche Verwechslung: Wie ein Versehen in Bordeaux das Vertrauen in den Strafvollzug erschüttert

    Gefährliche Verwechslung: Wie ein Versehen in Bordeaux das Vertrauen in den Strafvollzug erschüttert

    Manchmal entscheidet ein einziger Buchstabe über Sicherheit oder Chaos. So geschehen im Mai 2025, als ein Häftling aus der Justizvollzugsanstalt Bordeaux-Gradignan nicht durch Gnade oder Haftprüfung, sondern durch einen simplen Namensfehler auf freien Fuß kam. Ein gefährlicher Täter – irrtümlich entlassen, fast wie in einem schlechten Krimi. Vier Monate später ist die Geschichte noch nicht vorbei, aber die Fragen lauter denn je. Ein fataler Buchstabendreher Der Mann, gerade einmal 25 Jahre alt, saß wegen eines schweren Raubüberfalls mit Todesfolge. Zehn Jahre Haft, das Urteil war noch frisch, gesprochen im November 2024. Doch im Mai 2025 verließ er das Gefängnis – nicht, weil er seine Strafe verbüßt hatte, sondern weil jemand im Verwaltungsapparat Namen verwechselte. Zwei Gefangene mit ähnlichem Nachnamen, eine Akte, die falsch zugeordnet wurde – und plötzlich war ein verurteilter gefährlicher Gewalttäter draußen. Vier Monate im Schatten Die Behörden brauchten fast vier Monate, um die …

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  • Luxus unter Beschuss: Warum Pariser Edelboutiquen immer öfter zur Zielscheibe werden

    Luxus unter Beschuss: Warum Pariser Edelboutiquen immer öfter zur Zielscheibe werden

    Paris, die Stadt der Mode, der Eleganz, der Haute Couture – und in den letzten Monaten leider auch eine Stadt der spektakulären Diebstähle. Immer häufiger geraten die großen Namen der Luxuswelt ins Visier von Banden, die offenbar mit einer Mischung aus Dreistigkeit, Präzision und erstaunlichem Know-how vorgehen. Jüngstes Beispiel: die Boutique „Houlux“, eine auf Second-Hand-Luxus spezialisierte Adresse in der Rue du Faubourg Saint-Honoré. Ein nächtlicher Einbruch, der fast filmreif klingt – Einbrecher kletterten bis in den vierten Stock, deaktivierten die Alarmanlage und verschwanden mit mehr als hundert Taschen von Hermès, Dior, Louis Vuitton und Chanel. Der geschätzte Schaden? Rund eine Million Euro. Netto, wohlgemerkt. Und Houlux ist nicht allein. Wenige Wochen zuvor erwischte es die Louis-Vuitton-Filiale am Boulevard Saint-Germain. Dort war die Vorgehensweise weniger raffiniert, aber nicht minder effektiv: mit dem Auto hinein, Ware greifen, wieder raus. Zurück bleibt ein Bild von H…

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  • Paris: Drei Französinnen vor Gericht wegen Zugehörigkeit zum „Islamischen Staat“

    Paris: Drei Französinnen vor Gericht wegen Zugehörigkeit zum „Islamischen Staat“

    Am 15. September 2025 hat in Paris ein Prozess begonnen, der die Schatten des syrischen Krieges und des Terrornetzwerks „Islamischer Staat“ (IS) direkt in den Gerichtssaal trägt. Drei Französinnen stehen vor der Spezialkammer des Pariser Schwurgerichts, angeklagt wegen ihrer mutmaßlichen Mitgliedschaft in der Terrororganisation IS. Im Zentrum der Aufmerksamkeit: Jennyfer Clain, 34 Jahre alt, Nichte der berüchtigten Brüder Fabien und Jean-Michel Clain – jene Stimmen, die in den Jahren des Terrors die Propaganda des IS nach Frankreich trugen und die Anschläge vom 13. November 2015 in Paris für die Dschihadisten reklamierten. Mit ihr angeklagt sind Christine Allain, 67, eine ehemalige Sozialpädagogin, die spät im Leben zum Islam konvertierte, und Mayalen Duhart, 42, Lebensgefährtin des Sohnes von Allain.

    Familiäre Bande in den Extremismus Der Fall macht eines unmissverständlich deutlich: Radikalisierung geschieht selten im luftleeren Raum. Bei Jennyfer Clain war das familiäre Umfeld ents…

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  • Schock und Trauer in Pélissanne: Warum das Pflegeheim Clos Saint-Martin schließen musste

    Schock und Trauer in Pélissanne: Warum das Pflegeheim Clos Saint-Martin schließen musste

    Die Nachricht traf Familien, Bewohner und die gesamte Gemeinde wie ein Donnerschlag: Das Pflegeheim Clos Saint-Martin in Pélissanne, im Département Bouches-du-Rhône, wird endgültig geschlossen. 73 ältere Menschen müssen ihr Zuhause verlassen. Zurück bleiben Fragen, Schmerz – und die bittere Erkenntnis, dass hier über Jahre hinweg vieles im Argen lag.

    Ein Alltag voller Missstände Die Entscheidung fiel nicht plötzlich. Bereits Ende August 2025 dokumentierte eine groß angelegte Inspektion der Regionalen Gesundheitsagentur (ARS) und des Départements gravierende Mängel.Was die Kontrolleure vorfanden, ließ wenig Raum für Zweifel: veraltete und gefährliche Gebäude, eine chaotische Personalführung, medizinische Versorgung, die entweder mangelhaft oder schlicht nicht erbracht wurde. Noch schwerer wog der Vorwurf institutioneller Misshandlung. Bewohner, die in hygienisch wie menschlich unhaltbaren Zuständen leben mussten, Familien, die von vernachlässigten Angehörigen berichteten – es war ein B…

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  • Die V.A.E. bekamen KI-Chips – Team Trump bekam Krypto-Reichtümer – und andere World-News

    Die V.A.E. bekamen KI-Chips – Team Trump bekam Krypto-Reichtümer – und andere World-News

    Der Nahost-Gesandte von Präsident Trump, Steve Witkoff, und ein Mitglied der Herrscherfamilie der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Tahnoon bin Zayed Al Nahyan, sind Geschäftspartner geworden und haben damit den Präsidenten und seinen engsten Kreis enorm bereichert, wie eine Untersuchung der New York Times ergab.

    Die Vereinbarung zwischen Witkoff und Scheich Tahnoon verschaffte den Emiraten Zugang zu den modernsten, in den USA entwickelten KI-Chips.

    Im Zentrum ihrer Beziehung stehen zwei milliardenschwere Geschäfte:

    • Im Mai erklärte sich eine von Scheich Tahnoon kontrollierte Investmentfirma bereit, 2 Milliarden Dollar bei World Liberty Financial zu hinterlegen, einem Krypto-Start-up, das von den Familien Witkoff und Trump gegründet wurde.
    • Zwei Wochen später stimmte das Weiße Haus zu, den V.A.E. den Kauf von Hunderttausenden der modernsten und zugleich knappsten Computerchips der Welt zu erlauben.

    Es gibt keine Belege dafür, dass ein Geschäft ausdrücklich als Gegenleistung für das andere angeboten wurde. Doch das zeitliche Aufeinanderfolgen dieser Abkommen stellte die Grenzen der Ethikregeln auf die Probe, die verhindern sollen, dass US-Amtsträger Entscheidungen treffen, von denen sie selbst oder ihre Angehörigen profitieren könnten.

    Zu einem Zeitpunkt, als die V.A.E. besonders stark auf Zugang zu den Chips drängten, arbeitete ein leitender Manager gleichzeitig sowohl für World Liberty als auch für Scheich Tahnoons KI-Unternehmen. Einer der wichtigsten US-Verhandlungsführer ist David Sacks, der KI- und Krypto-Beauftragte der Trump-Regierung, der zuvor mit Elon Musk bei PayPal zusammengearbeitet hatte und später als Investor im Silicon Valley sowie als Spendensammler für Trump bekannt wurde.

    Das Krypto-Geschäft schuf zudem eine finanzielle Verbindung zwischen der Trump-Familie und Binance, einer der weltweit größten Kryptobörsen. Deren Gründer, Changpeng Zhao, der 2023 wegen Verstößen gegen Geldwäschegesetze schuldig gesprochen wurde, hat einen Antrag auf eine Begnadigung durch den Präsidenten gestellt.


    USA und China rücken einem TikTok-Deal näher

    Die USA und China haben sich auf einen Rahmen für eine Einigung verständigt, um Bedenken hinsichtlich der chinesischen Eigentümerschaft von TikTok auszuräumen, erklärte Finanzminister Scott Bessent gestern. Trump werde am Freitag mit Chinas Präsident Xi Jinping sprechen, um den Deal „abzuschließen“, fügte Bessent hinzu.

    Er sagte, die Vereinbarung sei zwischen „zwei privaten Parteien“ getroffen worden und solle dazu führen, dass die App unter US-kontrollierte Eigentümerschaft übergeht. Morgen läuft die Frist ab, bis zu der die chinesische Muttergesellschaft ByteDance die App verkaufen muss – andernfalls droht in den USA ein Verbot.

    TikTok sieht sich seit Jahren mit Vorwürfen konfrontiert, ein nationales Sicherheitsrisiko darzustellen, da Peking die App nutzen könnte, um sensible Daten von US-Bürgern abzugreifen oder Propaganda zu verbreiten.


    Weitere Schlagzeilen

    • Weißes Haus: Trump gab bekannt, dass das US-Militär ein weiteres venezolanisches Boot zerstört habe, das nach seinen Angaben Drogen transportierte. Dabei seien drei Menschen getötet worden.
    • USA: Ermittler erklärten, sie hätten DNA und eine Notiz gefunden, die den mutmaßlichen Schützen mit der tödlichen Attacke auf Charlie Kirk in Verbindung bringen. Trump-Vertreter nutzen Kirks Tod, um linke Gruppen ohne Belege des „inländischen Terrorismus“ zu beschuldigen, während sie Gewalt von Rechten oder anderen Trump-Anhängern herunterspielen.
    • Nahost: Arabische und muslimische Staats- und Regierungschefs machten ihrem Ärger über Israels Luftschlag Luft, der letzte Woche Hamas-Funktionäre in Katar ins Visier genommen hatte. Sie konnten sich jedoch nicht auf Strafmaßnahmen einigen.
    • Israel: Nach einem Treffen mit Premierminister Benjamin Netanjahu sagte US-Außenminister Marco Rubio, ein Abkommen zur Beendigung des Krieges in Gaza sei womöglich nicht erreichbar.
    • Elon Musk: Der Tesla-Chef kaufte Aktien seines Unternehmens im Wert von rund 1 Milliarde Dollar, nachdem der Verwaltungsrat vorgeschlagen hatte, ihm fast 1 Billion Dollar zu zahlen – falls er bestimmte Ziele erreicht.
    • Ukraine: Papst Leo XIV. erklärte, er halte es für unwahrscheinlich, als Vermittler bei einem möglichen Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine zu fungieren.
    • Sudan: In El Fasher, dem derzeit heftigsten Kriegsschauplatz des Landes, müssen Kinder Viehfutter essen, da Milizen versuchen, 260.000 Menschen durch Aushungern zur Aufgabe zu zwingen.
    • Malawi: Oppositionsführer befürchten, dass Manipulationen den Ausgang der heutigen Präsidentschaftswahl beeinflussen könnten.

    P.Tiko