Schlagwort: nachrichten.fr

  • Verhängnisvoller Streit – Nadège K. tot bei Carnoules aufgefunden

    Verhängnisvoller Streit – Nadège K. tot bei Carnoules aufgefunden

    Es war ein gewöhnlicher und ruhiger Sonntag in der Provence, als Nadège K. zuletzt gesehen wurde. Drei Tage später endet die Suche nach der 47-jährigen Frau tragisch: Ihr lebloser Körper wird am späten Nachmittag des 11. November nahe den Bahngleisen bei Carnoules im Département Var entdeckt. Die genauen Umstände ihres Todes bleiben zunächst rätselhaft – doch das, was bisher bekannt ist, wirft düstere Fragen auf. Die Bewohner von La Seyne-sur-Mer, der Heimatstadt von Nadège, sind geschockt. Die Frau galt seit dem Wochenende als vermisst. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten und dessen Sohn hatte sie sich im nahegelegenen Pignans aufgehalten, um ein Auto mit technischen Problemen bei einer Werkstatt abzugeben. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft Draguignan kam es vor Ort zu einem kleinen Streit zwischen dem Paar. Der Mann stieg daraufhin mit seinem Sohn in den Zug – ließ Nadège allein zurück. Danach verliert sich ihre Spur. Eine gezielte Suchaktion beginnt: Drohnen kreisen über dem unübe…

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  • Shutdown in den USA: Supreme Court friert Lebensmittelhilfe für 42 Millionen Bedürftige ein

    Shutdown in den USA: Supreme Court friert Lebensmittelhilfe für 42 Millionen Bedürftige ein

    Seit mehr als 40 Tagen steht ein erheblicher Teil des US-Staatsapparats still. Nun hat der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten die Notlage für Millionen armutsbetroffene Amerikaner weiter verschärft. Mit einer Entscheidung vom 11. November 2025 setzte das Gericht die Auszahlung von Leistungen aus dem zentralen Lebensmittelhilfeprogramm SNAP vorerst aus. Damit dürfen die Bundesstaaten weiterhin keine Mittel des Bundes verteilen, auf die 42 Millionen Bürger angewiesen sind – inmitten einer sich verschärfenden sozialen Krise.

    SNAP auf Eis: Wenn die Politik den Kühlschrank leert

    Die Entscheidung des Supreme Court betrifft den Supplemental Nutrition Assistance Program (SNAP), besser bekannt als „Food Stamps“. Ursprünglich hatte ein untergeordnetes Gericht geurteilt, dass die Bundesregierung verpflichtet sei, die Auszahlung für den Monat November trotz Shutdown sicherzustellen. Doch Supreme-Court-Richterin Ketanji Brown Jackson verfügte in einem administrativen Entscheid eine Aussetzung des Urteils, um dem Justizapparat mehr Zeit zur Prüfung der Klage der Trump-Administration zu geben.

    Diese juristische Verzögerung hat weitreichende Auswirkungen: Bundesstaaten erhalten damit keine Mittel, um Bedürftigen Essensmarken zukommen zu lassen. Besonders betroffen sind einkommensschwache Familien, Alleinerziehende, ältere Menschen und Menschen mit Behinderung – viele von ihnen sind auf die monatliche SNAP-Unterstützung angewiesen, um überhaupt ausreichend Lebensmittel einkaufen zu können. In Kalifornien, Texas und Florida kam es zuletzt zu Schlangen vor Lebensmittelausgabestellen, wie Bilder aus Los Angeles eindrucksvoll belegen.

    Eine politische Geiselhaft mit langer Geschichte

    Die Ursache für diese dramatische Zuspitzung liegt in der politischen Blockade zwischen Demokraten und Republikanern. Seit dem 1. Oktober 2025 – dem Beginn des neuen Haushaltsjahres – konnte sich der Kongress nicht auf ein Haushaltsgesetz einigen. Die Konsequenz: der sogenannte „Shutdown“. Zahlreiche Bundesbehörden sind geschlossen, hunderttausende Angestellte ohne Gehalt, öffentliche Dienstleistungen drastisch eingeschränkt. Für Programme wie SNAP, die aus dem Haushalt des Landwirtschaftsministeriums finanziert werden, bedeutet das faktisch eine Einstellung der Zahlungen.

    Bemerkenswert ist die politische Strategie hinter dem Vorgehen der Trump-Administration. Anstatt Rücklagen des Landwirtschaftsministeriums für die Auszahlung zu verwenden, argumentiert die Regierung mit haushaltsrechtlichen Grenzen und verweist auf die fehlende gesetzliche Grundlage. Kritiker werfen der Regierung vor, gezielt Druck auf den Kongress auszuüben, um ihre eigenen Budgetprioritäten – darunter massive Steuererleichterungen für Unternehmen – durchzusetzen.

    Hoffnungsschimmer im Senat

    Doch es gibt Anzeichen für ein mögliches Ende der Blockade. In der Nacht zum Dienstag verabschiedete der US-Senat mit 60 zu 40 Stimmen einen Gesetzentwurf, der den bestehenden Haushalt bis Ende Januar verlängern würde – ein sogenanntes „Continuing Resolution“-Gesetz. Dieses Verfahren wird häufig genutzt, um kurzfristige Regierungsstillstände zu beenden und Zeit für Verhandlungen zu gewinnen.

    Auffällig ist, dass auch mehrere demokratische Senatoren für den Entwurf stimmten – offenbar aus pragmatischer Einsicht, dass die fortdauernde Blockade vor allem einkommensschwache Bevölkerungsteile trifft. Ob der Kompromiss jedoch Bestand haben wird, ist offen: Das republikanisch dominierte Repräsentanten will am Mittwoch über den Entwurf abstimmen. Dort könnte eine Gruppe harter Trump-Unterstützer die Einigung jedoch noch zu Fall bringen.

    Die Rolle des Präsidenten

    Sollte der Gesetzentwurf beide Kammern passieren, wäre Präsident Donald Trump am Zug. Er müsste das Übergangsbudget unterzeichnen, um den Shutdown offiziell zu beenden. Doch Trumps Verhalten in den letzten Wochen lässt Zweifel aufkommen. In mehreren öffentlichen Statements betonte er, dass er nur einem Budget zustimmen werde, das seine politischen Schwerpunkte abdeckt – darunter Grenzsicherung, Steuerpolitik und Kürzungen bei Sozialausgaben. Die SNAP-Krise könnte so Spielball in einem größeren politischen Machtkampf bleiben.

    Gleichzeitig mehren sich Warnungen aus der Wirtschaft. Analysten befürchten, dass ein anhaltender Shutdown das Vertrauen in die fiskalische Steuerungsfähigkeit der USA untergräbt. Die Ratingagentur Fitch hatte bereits im Oktober angedeutet, eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit in Erwägung zu ziehen – mit potenziellen Folgen für die Zinslast des Landes.

    Das Ringen um die SNAP-Mittel ist somit mehr als eine Verwaltungskrise. Es ist ein Lehrstück über die soziale Sprengkraft haushaltspolitischer Konflikte und die Fragilität staatlicher Fürsorge in einem tief polarisierten politischen System. Die nächsten Tage werden zeigen, ob die politischen Eliten in Washington zur Vernunft zurückkehren – oder ob Millionen von Amerikanern weiter für die Haushaltskrise bezahlen müssen, mit leerem Kühlschrank und wachsender Verzweiflung.

    Autor: Andreas M. Brucker

  • Justiz: Warum Nicolas Sarkozy keinen Kontakt zu Gérald Darmanin haben darf

    Justiz: Warum Nicolas Sarkozy keinen Kontakt zu Gérald Darmanin haben darf

    Die spektakuläre Freilassung des ehemaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy aus der Untersuchungshaft hat eine juristische und politische Debatte ausgelöst – nicht zuletzt wegen einer bemerkenswerten Auflage, die sein weiteres Verhalten betrifft: Sarkozy darf bis auf Weiteres keinen Kontakt zum amtierenden Justizminister Gérald Darmanin aufnehmen. Diese Maßnahme, die am 10. November 2025 von der Pariser Cour d’appel angeordnet wurde, ist Ausdruck eines tiefen institutionellen Misstrauens – und ein weiteres Kapitel in einem der heikelsten Justizkomplexe der jüngeren französischen Geschichte. Politisches Erdbeben mit juristischer Vorsorge Der frühere Präsident war Ende Oktober im Rahmen des sogenannten „libyschen Finanzierungsskandals“ inhaftiert worden – ein Fall, der ihm bereits seit Jahren juristisch nachhängt. Die Ermittlungen betreffen den Verdacht, dass Sarkozy im Präsidentschaftswahlkampf 2007 illegale Gelder aus Libyen entgegengenommen haben könnte – mutmaßlich direkt a…

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  • Frauen an der Macht – bei den Rechten

    Frauen an der Macht – bei den Rechten

    Die Wahl von Sanae Takaichi markiert einen historischen Wendepunkt. Die letzte Frau, die in Japan an der Staatsspitze stand, war 1771 Kaiserin Go-Sakuramachi auf dem Chrysanthementhron.

    Mit Takaichis Wahl führen nun zwei Frauen G7-Staaten an: Sie gesellt sich zu Giorgia Meloni, der italienischen Ministerpräsidentin. Zuvor gab es drei britische Premierministerinnen – Margaret Thatcher, Theresa May und Liz Truss –, Angela Merkel aus Deutschland, Kim Campbell aus Kanada und in Frankreich Édith Cresson und Elisabeth Borne.

    Fällt bei dieser Gruppe etwas auf?

    Mit Ausnahme von Cresson, einer Sozialistin, die weniger als ein Jahr im Amt war, stammen alle bisherigen weiblichen Regierungschefinnen der G7 aus dem konservativen Spektrum.

    Ein exklusiver Klub

    Das zentrale Merkmal weiblicher Staatsführung weltweit ist ihre Seltenheit.

    Die geringe Zahl – und die Tatsache, dass diese Frauen zu unterschiedlichen Zeiten in verschiedenen Ländern gewählt wurden – erschwert es, allgemeingültige Muster abzuleiten. Der politische Aufstieg jeder einzelnen ist durch individuelle Konstellationen geprägt.

    Auch die politischen Positionen dieser Frauen unterscheiden sich deutlich: Die gemäßigt konservative Angela Merkel, die einst Migranten nach Deutschland einlud, ist eine völlig andere Politikerin als Takaichi oder Meloni, die beide für restriktive Einwanderungspolitik stehen.

    Zudem kommen nicht alle weiblichen Führungspersönlichkeiten aus dem rechten Lager. Jenseits der G7 finden sich zahlreiche Beispiele für linksgerichtete Staatsoberhäupter: etwa Claudia Sheinbaum, die Präsidentin Mexikos, oder die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen.

    Doch gerade in der Gruppe der führenden Industrienationen bleibt es ein Rätsel, warum es den liberalen Parteien so selten gelingt, Frauen an die Staatsspitze zu bringen. In den USA waren die beiden Frauen, die der Präsidentschaft am nächsten kamen – Hillary Clinton und Kamala Harris – Demokratinnen, doch sie scheiterten (Clinton) oder erreichten die Präsidentschaft nur indirekt (Harris als Vizepräsidentin). In Großbritannien hat die Labour-Partei nie eine Frau zur Parteichefin gemacht.

    Dies wirkt auf den ersten Blick kontraintuitiv. Schließlich ist es in der Regel die politische Linke, die sich explizit für Frauen in der Politik starkmacht – oft mithilfe von Instrumenten wie Geschlechterquoten, die inzwischen in etwa der Hälfte aller Länder existieren. Ein Großteil der Rechten lehnt solche Maßnahmen ab; Meloni etwa spricht sich explizit dagegen aus.

    Takaichi hat wiederholt über die Einsamkeit gesprochen, die Frauen in der japanischen Politik empfinden. Gleichzeitig vertritt sie Positionen, die Kritiker als rückwärtsgewandt bezeichnen: So lehnt sie etwa eine Reform ab, die Ehepartnern unterschiedliche Nachnamen erlauben würde, und befürwortet den Erhalt der rein männlichen Erbfolge im japanischen Kaiserhaus.

    Eiserne Frauen, eiserne Zeiten

    Der politische Aufstieg von Frauen – oft forciert durch linke Parteien – hat mitunter eine ansteckende Wirkung, sowohl im nationalen Rahmen als auch über Grenzen hinweg, wie die Harvard-Politikwissenschaftlerin Pippa Norris erläutert.

    Je mehr Frauen in die Politik einziehen, desto wahrscheinlicher ist es, dass einige von ihnen auch Führungspositionen erreichen – unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit.

    Deutschlands Sozialdemokraten führten bereits 1988 eine Geschlechterquote ein, was auch den Druck auf die konservativen Parteien erhöhte, mehr Frauen aufzustellen. Eine der Frauen, die in der folgenden Bundestagswahl gewählt wurden, war eine junge Angela Merkel.

    Viele der ersten Frauen an der Macht kamen als politische Außenseiterinnen in Zeiten tiefgreifender Krisen ins Amt: Margaret Thatcher stieg in den 1970er Jahren auf – einer Zeit wirtschaftlicher und politischer Turbulenzen in Großbritannien. Merkel übernahm den CDU-Vorsitz nach einem Korruptionsskandal in ihrer Partei Anfang der 2000er Jahre. Theresa May wurde Parteichefin inmitten des Brexit-Chaos.

    Heute ist politische Krise zur neuen Normalität geworden.

    Dies befeuert einerseits den Aufstieg der harten Rechten, verleiht andererseits aber auch jenen Glaubwürdigkeit, die sich als Alternative zum Establishment präsentieren. Und Frauen, die in Ämter streben, die traditionell männlich dominiert sind, gelten per se als Außenseiterinnen.

    Giorgia Meloni wurde gewählt nach einem Jahrzehnt politischer Instabilität in Italien, das nach dem Ende der Ära Berlusconi sechs Regierungschefs verschliss. In Frankreich ist Marine Le Pens Rassemblement National derzeit die beliebteste politische Kraft – in einem Land, das in weniger als einem Jahr vier Regierungen erlebte. In Japan setzte sich Takaichi – bekennender Iron-Maiden-Fan und Hobbyschlagzeugerin – gegen vier Männer durch und übernahm die Führung der regierenden LDP, die unter schwindender Unterstützung leidet, in einem Land, das seit Jahrzehnten mit wirtschaftlicher Stagnation kämpft.

    Der Aufstieg konservativer Frauen an die Staatsspitze ist zweifellos bemerkenswert – könnte sich aber als flüchtig erweisen. Der stetige Zuwachs weiblicher Abgeordneter, der in den vergangenen Jahrzehnten Frauen auch auf der Rechten den Weg ebnete, ist zuletzt ins Stocken geraten. Andererseits könnte 2027, wenn Frankreich seine nächste Präsidentschaftswahl abhält, Marine Le Pen tatsächlich Geschichte schreiben – sollte sie ihr Berufungsverfahren im Januar gewinnen.


    Weitere Nachrichten

    Tödlicher Bombenanschlag in Islamabad

    Ein Selbstmordattentäter zündete gestern eine Bombe vor einem Gerichtsgebäude in Pakistans Hauptstadt Islamabad. Nach offiziellen Angaben kamen mindestens zwölf Menschen ums Leben, 27 weitere wurden verletzt. Die Stadt galt bislang als relativ sicher vor Anschlägen.

    Ob die pakistanischen Taliban hinter der Tat stehen, ist noch unklar. Ein Analyst sprach von einem „bedrohlichen Signal für die Sicherheitslage“, insbesondere da Islamabad als stark gesichert gilt.

    Der Anschlag erfolgte einen Tag nach einer Explosion nahe einer U-Bahn-Station in Neu-Delhi, bei der mindestens acht Menschen getötet wurden. Die Behörden vermuten einen Terrorakt. Zwar gibt es keine Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen den Anschlägen, doch die Spannungen zwischen Indien und Pakistan sind hoch – nicht zuletzt wegen militärischer Auseinandersetzungen infolge eines Terroranschlags in Kaschmir.


    Jüdische Extremisten nach Angriffen im Westjordanland festgenommen

    Am Dienstag überfielen Dutzende maskierte israelische Zivilisten Palästinenser im von Israel besetzten Westjordanland und setzten deren Eigentum in Brand – Taten, die die israelischen Behörden als „extremistische Gewalt“ einstuften.

    Vier der Angreifer wurden von der Polizei festgenommen. Sie waren in eine palästinensische Industriezone zwischen Nablus und Tulkarem eingedrungen, zündeten Fahrzeuge an und attackierten Menschen. Später flohen sie in eine benachbarte israelische Industriezone, wo einige von ihnen sogar israelische Soldaten angriffen, so die Armee.

    Internationale Beobachter berichten, dass Übergriffe jüdischer Extremisten auf Palästinenser in letzter Zeit deutlich zugenommen haben – insbesondere während der Olivenernte. Nach UN-Angaben kam es allein im Oktober zu 264 Vorfällen, bei denen Menschen verletzt oder Sachschäden verursacht wurden – die höchste Zahl in einem Monat seit fast 20 Jahren.


    Weitere Meldungen

    • In Irak fanden Parlamentswahlen statt, die von den westlichen Ländern genau beobachtet wurden. Washington etwa erhofft sich eine Regierung, die iran-nahe Milizen entwaffnet.
    • Ein türkischer Staatsanwalt fordert über 2.000 Jahre Haft für Istanbuls inhaftierten Bürgermeister Ekrem Imamoglu.
    • Der modernste Flugzeugträger der US Navy wurde in die Karibik verlegt, während die Trump-Regierung weitere Militärschläge gegen Venezuela prüft.
    • SoftBank hat seine gesamten Nvidia-Anteile für 5,8 Milliarden Dollar verkauft, um Investitionen in KI zu finanzieren.
    • Jack Schlossberg, Enkel von John F. Kennedy und bekannt aus sozialen Medien, kündigt seine Kandidatur für den US-Kongress an.
    • In Syrien stahlen Diebe mehrere römische Statuen aus dem Nationalmuseum in Damaskus.

    Autor: P. Tiko

  • Bistrot mit Wurzeln im Herzen der Provence – Les Galinas in Aix-en-Provence

    Bistrot mit Wurzeln im Herzen der Provence – Les Galinas in Aix-en-Provence

    Mitten in der Altstadt von Aix-en-Provence, verborgen in einer ruhigen Seitengasse, liegt ein Ort, der sich nicht auf den ersten Blick aufdrängt – und genau darin liegt sein Charme. Les Galinas ist kein hipper Szeneladen und kein protziges Gourmetrestaurant, sondern ein wohltuender Rückzugsort für alle, die echtes, unverfälschtes Essen lieben. Keine Experimente, kein Chichi, sondern […]

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  • Macrons Nahost-Initiative: Symbolpolitik oder strategischer Kurswechsel?

    Macrons Nahost-Initiative: Symbolpolitik oder strategischer Kurswechsel?

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron empfängt am Dienstag den Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, zu einem bilateralen Treffen im Élysée-Palast. Nur sechs Wochen nach der offiziellen Anerkennung eines palästinensischen Staates durch Paris markiert die Visite einen symbolträchtigen Moment – und wirft gleichzeitig gewichtige geopolitische Fragen auf: Welche Rolle strebt Frankreich im Nahostkonflikt an? Und ist die französische Diplomatie bereit, Verantwortung über wohlklingende Erklärungen hinaus zu übernehmen? Zwischen Anerkennung und Realität Am 24. September hatte Emmanuel Macron vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York die Anerkennung des Staates Palästina verkündet – als eine „notwendige Etappe“ auf dem Weg zu einer „gerechten und dauerhaften Lösung“ des Nahostkonflikts. Frankreich folgte damit dem Beispiel mehrerer europäischer Staaten wie Spanien, Irland und Norwegen, die diesen Schritt ebenfalls vollzogen hatten. Die französisc…

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  • Wenn ein Wald durstet: Die Chartreuse im Kampf gegen das große Austrocknen

    Wenn ein Wald durstet: Die Chartreuse im Kampf gegen das große Austrocknen

    Im Herzen der französischen Alpen liegt eine grüne Welt, die einst als wasserreiches Naturparadies galt. Die Chartreuse – ein imposanter Gebirgszug zwischen Grenoble und Chambéry – beherbergt eine der ursprünglichsten und faszinierendsten Bergwälder Frankreichs. Doch dieser grüne Schatz ist bedroht. Die Dürre nimmt zu, Parasiten wüten, und die einst mächtigen Baumriesen fallen reihenweise. Was hier […]

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  • Warum steht heute Frankreich still?

    Warum steht heute Frankreich still?

    Am 11. November steht in Frankreich das öffentliche Leben still. Schulen und Behörden bleiben geschlossen, vielerorts auch Geschäfte. Und wer durch die Städte des Landes schlendert, begegnet Kranzniederlegungen, Trikoloren auf Halbmast und dem Klang von Marseillaise und Schweigeminuten. Frankreich begeht seinen nationalen Gedenktag – den „Jour d’Armistice“.

    Doch was steckt hinter diesem Tag, der hierzulande eine besondere Stellung genießt, in Deutschland hingegen als Beginn der fünften Jahreszeit bekannt ist?

    Die Antwort führt zurück in das Jahr 1918, genauer gesagt: zur elften Stunde des elften Tages des elften Monats. In einem Eisenbahnwagen bei Compiègne wurde damals der Waffenstillstand unterzeichnet, der das Ende der Kampfhandlungen im Ersten Weltkrieg markierte. Um Punkt 11 Uhr verstummten die Gewehre an der Westfront – nach mehr als vier Jahren blutiger Auseinandersetzungen, Millionen Toten und tiefen seelischen Wunden.

    Frankreich, das schwer unter den Gräueln des Krieges gelitten hatte, erklärte diesen Tag bald zum nationalen Feiertag. Offiziell eingeführt wurde er bereits 1922. Was zunächst als Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs gedacht war, hat sich über die Jahrzehnte zu einem Tag des Erinnerns an alle Soldaten gewandelt, die „für Frankreich gestorben sind“. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Verdun 1916, Algier 1957 oder Mali 2021 handelt.

    Die offiziellen Zeremonien folgen einem festen Ablauf. In Paris führt der Präsident der Republik persönlich die Gedenkfeier unter dem Arc de Triomphe an, wo die Flamme des unbekannten Soldaten entzündet und ein Kranz niedergelegt wird. Überall im Land finden kleinere, aber nicht minder feierliche Veranstaltungen statt – mit Veteranen, Schülern, Bürgermeistern, Trompetenfanfaren und dem Ruf nach Frieden.

    Warum aber ist dieser Tag bis heute ein gesetzlicher Feiertag? Warum räumt ein Staat wie Frankreich einem historischen Ereignis derart viel Raum ein?

    Die Antwort liegt weniger im Pathos, sondern vielmehr in der tiefen Verwurzelung des kollektiven Gedächtnisses. Frankreich versteht sich als Republik der Erinnerung. Die Erinnerung an die Opfer – nicht nur des Krieges, sondern auch der Repression, der Kolonialgeschichte, der Shoah – ist Teil des nationalen Selbstverständnisses. Der 11. November ist dabei ein Ankerpunkt. Ein Tag, an dem die Nation selbst in den Spiegel schaut.

    Er dient nicht der Verklärung des Militärs, sondern der Mahnung. Nie wieder Krieg – das ist die leise Botschaft, die aus dem Takt der Trommeln und der Stille der Schweigeminuten spricht. In einer Welt, die derzeit alles andere als friedlich ist, klingt diese Botschaft lauter denn je.

    Gleichzeitig funktioniert der Tag als Kitt in einer Gesellschaft, die sich zunehmend polarisiert. Die gemeinsame Erinnerung an den Schmerz des Krieges, an die Verluste und das Leid, schafft einen selten gewordenen Moment der Einheit. Zwischen Jung und Alt, Stadt und Land, Links und Rechts. Zumindest für einen Tag.

    Natürlich gibt es auch kritische Stimmen. Manche halten den Feiertag für ein Relikt, das mehr mit militärischer Nostalgie als mit gelebtem Friedenswillen zu tun habe. Andere beklagen die mangelnde Beteiligung junger Menschen an den Gedenkfeiern. Wieder andere wünschen sich einen europäischeren Fokus – weniger Nationalflagge, mehr gemeinsame Reflexion.

    Und doch: Der 11. November bleibt. Als Tag der Erinnerung. Als Mahnmal. Und als Ausdruck eines tiefen französischen Bedürfnisses: das Leid der Vergangenheit nicht zu vergessen – und die Lektionen daraus nicht zu verlieren.

    Was sagt uns dieser Tag heute?

    Vielleicht das: Dass Frieden nichts ist, was einfach vom Himmel fällt. Sondern etwas, das gepflegt, verteidigt, erinnert werden muss. Auch – und gerade – wenn man in einem Land lebt, das seit Jahrzehnten in Frieden ist. Die Geschichte zeigt: Das kann sich schneller ändern, als man denkt.

    Autor: Andreas M. Brucker

  • 11. November – Ein Tag zwischen Waffenstillstand und Erinnerung

    11. November – Ein Tag zwischen Waffenstillstand und Erinnerung

    Der 11. November. Kaum ein anderes Datum ist so tief im europäischen, ja im weltweiten kollektiven Gedächtnis verankert. Es steht für das Ende eines Krieges, für nationale Trauer, aber auch für Neubeginn und Hoffnung. In Frankreich ist dieser Tag zugleich Feiertag und Mahnung – ein Datum, das Geschi…

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  • Verletzter Polizist bei Bankraub im Cher: Ein Albtraum in der Nacht

    Verletzter Polizist bei Bankraub im Cher: Ein Albtraum in der Nacht

    Die Stille der französischen Provinz ist oft trügerisch. In Saint-Germain-du-Puy, einer verschlafenen Gemeinde unweit von Bourges, wurde in der Nacht zum Montag ein Polizist durch eine Schusswaffe verletzt – bei dem Versuch, einen Einbruch in eine Bank zu verhindern. Was wie ein Routineeinsatz begann, entwickelte sich zu einem dramatischen Beispiel für eine beunruhigende Entwicklung: die wachsende Gewaltbereitschaft von Kriminellen selbst in ländlichen Regionen. Es ist 2:30 Uhr am frühen Morgen des 10. November. Zwei Männer verschaffen sich mit einer Trennscheibe Zugang zu einer Bankfiliale im Zentrum von Saint-Germain-du-Puy. Der Ort zählt keine 5.000 Seelen, die meisten schlafen um diese Zeit. Doch die Stille der Nacht wird durchbrochen, als das Sicherheitssytem Alarm schlägt. Minuten später trifft ein erstes Einsatzfahrzeug der Brigade anticriminalité (BAC) ein. Die Einbrecher fliehen – zunächst. Was dann folgt, ist ein Szenario, das selbst hartgesottene Polizisten nicht kaltlässt. …

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