Schlagwort: Muschelzucht

  • Wenn der Krebs verschwindet – und die Meeresspinne das Meer erobert

    Wenn der Krebs verschwindet – und die Meeresspinne das Meer erobert

    Wer an die bretonischen und normannischen Küsten denkt, sieht sofort die Körbe voller Krabben, den Duft frisch gekochter Meeresfrüchte, die jahrhundertealte Tradition der Fischer. Doch in dieser maritimen Idylle bahnt sich eine stille Revolution an: Der Tourteau, einst König unter den Krustentieren, zieht sich zurück – und die Meeresspinne übernimmt die Bühne.

    Der Niedergang des Taschenkrebses: ein stilles Drama Vor zehn Jahren war der Tourteau, der braun gepanzerte Taschenkrebs, noch ein selbstverständlicher Gast auf Märkten und in Restaurants. Heute sieht man ihn seltener – und wenn doch, dann zu stolzen Preisen. Zwischen 2017 und 2022 sind die Fänge von 6.000 auf nur noch 2.000 Tonnen gefallen. Ein Einbruch um zwei Drittel, der nicht nur Fischer trifft, sondern ganze Küstenregionen erschüttert. Woran liegt es? Die Wissenschaft spricht von mangelndem „Rekrutement“ – zu wenige Jungtiere schaffen es ins Erwachsenenalter. Krankheiten spielen vermutlich ebenfalls eine Rolle, bislang abe…

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  • Giftige Algenblüte legt Muschelfischerei an Frankreichs Atlantikküste lahm

    Giftige Algenblüte legt Muschelfischerei an Frankreichs Atlantikküste lahm

    Kaum kündigt sich der Frühling an, geraten an Frankreichs Atlantikküste die gewohnten Rhythmen aus dem Takt. In gleich mehreren Départements wurde die Muschelfischerei fast vollständig gestoppt – der Grund: eine toxische Mikroalge, die derzeit in Massen auftritt und ernste gesundheitliche Risiken birgt.

    Die Rede ist von Pseudo-nitzschia australis, einer Alge, die ein starkes Nervengift produziert – Domoinsäure. Gelangt dieses Toxin über Muscheln in den menschlichen Körper, kann es nicht nur Magen-Darm-Beschwerden verursachen, sondern im schlimmsten Fall zu neurologischen Ausfällen und Gedächtnisverlust führen. Klingt gruselig? Ist es auch. Denn in besonders schweren Fällen kann die sogenannte amnesische Muschelvergiftung sogar tödlich enden.

    Ein Albtraum für Fischerei und Freizeitangler

    Entlang der Küsten von Loire-Atlantique, Vendée und Morbihan greifen die Behörden derzeit hart durch. In Loire-Atlantique gilt seit dem 27. März ein absolutes Verbot – Muscheln dürfen dort weder gesammelt noch verkauft oder transportiert werden. Ob professioneller Fischfang oder Hobby-Sammler: Alle müssen die Finger davon lassen.

    In der Vendée sind besonders die Inseln Noirmoutier und Yeu sowie der Küstenabschnitt bei Fromentine betroffen. Auch dort – rote Karte für jegliche Muschelaktionen.

    Und Morbihan? Dort zieht sich die Liste der gesperrten Gebiete ebenfalls lang: Plouharnel, die Flussmündung von Étel, die Reede von Lorient, Belle-Île – überall gelten die gleichen Einschränkungen.

    Ironischerweise passiert das alles kurz vor den sogenannten „großen Gezeiten“. Diese Frühjahrsphänomene locken Jahr für Jahr unzählige Muschelsucher an die Strände – ganze Familien, die mit Eimern und Rechen bewaffnet ihr Abendessen aus dem Sand holen. Doch dieses Jahr bleibt’s bei der Vorstellung. Die Warnungen sind eindeutig: Wer jetzt Muscheln isst, geht ein Risiko ein, das schlicht nicht vertretbar ist.

    Was steckt dahinter?

    Natürlich taucht Pseudo-nitzschia australis nicht zum ersten Mal auf – Mikroalgen gibt’s schon, seit es Meere gibt. Aber die Heftigkeit dieser aktuellen Blüte hat eine neue Qualität. Die Bedingungen im Ozean haben sich verändert. Und viele Meeresbiolog*innen sind sich einig: Die Erwärmung des Wassers durch den Klimawandel ist ein zentraler Treiber für solche Ausbrüche.

    Ist das ein Zufall, dass schon im Dezember 2023 ebenfalls Teile der französischen Küste dichtgemacht wurden – damals wegen Noroviren in Austern? Wohl kaum. Besonders rund um Arcachon, wo jährlich über 8.000 Tonnen Austern geerntet werden, sorgte der Vorfall für Aufsehen. Das Muster ist zu deutlich, um es zu ignorieren: Die Risiken in unseren Küstengewässern nehmen zu – und sie tun es schnell.

    Was bedeutet das für die Menschen vor Ort?

    Für die betroffenen Fischer*innen ist das nicht nur eine Umweltmeldung – es ist ein wirtschaftlicher Schlag. Viele leben direkt von der Schalentierernte, haben keine großen Rücklagen und erleben solche Sperrungen als existenzielle Bedrohung. Und die Freizeitangler? Die fühlen sich oft übergangen – dabei geht es schlicht um Gesundheitsschutz. Domoinsäure wirkt schnell, oft schon eine Viertelstunde nach dem Verzehr. Die Symptome? Übelkeit, Durchfall, Kopfschmerzen. In seltenen Fällen sogar Krampfanfälle und Bewusstlosigkeit.

    Warum sollten wir also leichtsinnig handeln?

    Vorsicht ist keine Panikmache

    Die Gesundheitsbehörden rufen dazu auf, in den betroffenen Regionen auf das Sammeln und Essen von Muscheln zu verzichten. Auch nach starken Regenfällen sollte man mindestens zwei Tage abwarten, bevor man wieder ans Muschelsammeln denkt. Denn Regen spült viele Stoffe ins Meer – darunter auch Nährstoffe, die Algen zum Wachsen bringen. Klingt paradox? Ist aber Realität.

    In diesen Tagen heißt es also: Lieber auf Nummer sicher gehen. Und bei jeder geplanten Aktivität an der Küste: kurz online checken, was erlaubt ist und was nicht. Niemand hat was davon, wenn aus dem Muschelgericht ein Notfall im Krankenhaus wird.

    Ein Symptom eines größeren Problems

    So beunruhigend einzelne Ereignisse wie diese Algenblüte auch sind – sie sind mehr als bloße Ausnahmen. Sie zeigen, wie eng unsere Ökosysteme mit dem Klima verknüpft sind. Und sie legen offen, wie schnell sich Verhältnisse ändern können, wenn die Temperatur nur ein wenig steigt.

    Kann man solche Entwicklungen stoppen? Nicht komplett. Aber man kann sich besser vorbereiten – mit besserer Überwachung, schnellerer Kommunikation, technologischen Innovationen. Und mit dem Bewusstsein, dass Klimawandel kein fernes Szenario mehr ist, sondern längst Realität. Für Fischer, für Behörden, für uns alle.

    Gleichzeitig drängt sich eine unbequeme Frage auf: Wie lange können fragile Küstenregionen solche Belastungen noch aushalten, ohne dass ganze Lebensmodelle kippen?

    Mehr Zusammenarbeit, weniger Verdrängung

    Klar ist: Die Bekämpfung solcher Algenblüten kann nicht allein Sache der Küstenwache sein. Es braucht eine Zusammenarbeit – zwischen Klimaforscherinnen, Ozeanografinnen, Epidemiologinnen, Politikerinnen. Denn nur mit einem breiten Blick lassen sich diese Entwicklungen wirklich begreifen – und Lösungen finden, die nicht nur kurzfristig wirken.

    Vielleicht braucht es auch ein Umdenken im Tourismus. Vielleicht sogar eine neue Idee davon, wie wir Küsten nutzen – und schützen. Klingt nach viel? Ist es auch. Aber die Zeit drängt.

    Und am Ende? Hoffnung. Trotz allem.

    Trotz der düsteren Nachrichten: Es gibt Fortschritte. Die Erkennung solcher Algen ist präziser geworden. Labore analysieren täglich Wasserproben. Behörden reagieren schneller als noch vor zehn Jahren. Und immer mehr Menschen verstehen, dass der Schutz unserer Meere kein Nischenthema ist – sondern ein zentrales Element unserer Zukunft.

    Vielleicht ist genau das der Silberstreif an diesem toxischen Horizont.

    Von Andreas M. Brucker

  • „Die Muschel-Monate mit ‚R‘ beginnen – aber der Klimawandel treibt die Preise in die Höhe“

    „Die Muschel-Monate mit ‚R‘ beginnen – aber der Klimawandel treibt die Preise in die Höhe“

    Wer kennt nicht die alte Faustregel: Muscheln isst man nur in Monaten, die ein „R“ im Namen haben? Diese Regel, die sich seit Generationen durchsetzt, ist vielen von uns in Fleisch und Blut übergegangen. Von September bis April freuen sich Feinschmecker auf Austern, Miesmuscheln und Co. – in den warmen Monaten jedoch heißt es, darauf zu verzichten. Doch woher kommt diese Regel eigentlich? Und warum wird es zunehmend schwieriger, Muscheln zu einem erschwinglichen Preis zu finden?

    Schuld ist – wie so oft – der Klimawandel. Die steigenden Temperaturen und die damit einhergehenden Veränderungen in den Ozeanen wirken sich auf Muscheln und deren Lebensräume dramatisch aus. Aber was genau passiert da, und warum spüren wir das im Portemonnaie?

    Die Tradition der „R“-Monate: Ein Blick in die Vergangenheit

    Die Tradition, Muscheln nur in „R“-Monaten zu essen, hat historische Gründe, die weit über den heutigen Klimawandel hinausreichen. Früher gab es keinen Kühlschrank, keine effektiven Kühlketten – frische Muscheln waren bei warmen Temperaturen ein Risiko. In den Sommermonaten vermehren sich Bakterien, besonders Vibrionen, deutlich schneller, was Muscheln anfällig für Verderb machte. Also entschloss man sich, die Muschelernte in die kühleren Monate zu legen, um auf Nummer sicher zu gehen. Die „R“-Monate – von September bis April – boten demnach eine gewisse Garantie für Frische und Sicherheit.

    Doch heute, wo Kühlung kein Problem mehr darstellt, könnte man theoretisch Muscheln das ganze Jahr über genießen. Allerdings – und hier kommt der Klimawandel ins Spiel – verändert sich der Lebensraum der Muscheln so stark, dass sich die Regel, sie nur in den kälteren Monaten zu essen, von einer kulturellen Weisheit wieder zu einer biologischen Notwendigkeit wandelt.

    Klimawandel und seine Auswirkungen auf Muscheln

    Muscheln sind, wie viele andere Meeresorganismen, auf stabile Umweltbedingungen angewiesen. Sie brauchen bestimmte Wassertemperaturen, Salzgehalte und eine angemessene Sauerstoffversorgung, um zu gedeihen. Die steigenden Temperaturen der Weltmeere führen jedoch zu einer massiven Störung dieser Bedingungen. Die Auswirkungen sind gravierend:

    1. Erwärmung der Ozeane:
    Wasser, das zu warm wird, stresst die Muscheln. Sie sind darauf angewiesen, eine gewisse Temperaturspanne nicht zu überschreiten. Wird das Wasser zu warm, verlangsamt sich ihr Stoffwechsel, und ihre Schalenbildung wird beeinträchtigt – sie wachsen langsamer und sterben häufiger.

    2. Versauerung der Meere:
    Mit der steigenden CO₂-Konzentration in der Atmosphäre nimmt auch der CO₂-Gehalt der Ozeane zu, was zur Versauerung führt. Für Muscheln, die auf Kalzium angewiesen sind, um ihre Schalen zu bilden, ist das ein echtes Problem. Sie können ihre Schalen nicht mehr richtig aufbauen, was sie anfälliger für Fressfeinde und andere Umweltstressoren macht.

    3. Veränderungen in der Meeresströmung:
    Klimaveränderungen stören auch die Meeresströmungen, was die Verteilung von Nährstoffen beeinflusst. Muscheln filtern ihre Nahrung aus dem Wasser – sind die Strömungen gestört, steht ihnen weniger Nahrung zur Verfügung, was sich direkt auf ihre Gesundheit und ihr Wachstum auswirkt.

    Diese Faktoren zusammen führen dazu, dass Muschelpopulationen weltweit unter Druck geraten. Und was macht der Markt, wenn ein Produkt knapp wird? Richtig, die Preise steigen.

    Der Preisanstieg – ein Symptom der Krise

    Der Anstieg der Muschelpreise lässt sich direkt auf die genannten Umwelteinflüsse zurückführen. Zunächst einmal schrumpfen die Muschelbänke, da die Sterblichkeitsrate der Muscheln in vielen Regionen zunimmt. Der Fang von Muscheln wird damit schwieriger und teurer, da entweder weiter entfernte, stabilere Bestände aufgesucht oder künstliche Muschelbänke in Form von Aquakulturen angelegt werden müssen – beides kostspielige Unterfangen.

    Hinzu kommt, dass durch die zunehmenden Extremwetterereignisse, wie Hitzewellen oder Stürme, immer wieder ganze Ernten vernichtet werden. Gerade in den heißen Sommermonaten werden Muschelfarmen an der Küste schwer getroffen – nicht selten stehen die Züchter dann vor leeren Körben und einem finanziellen Desaster.

    Was passiert mit den „R“-Monaten?

    Aber was bedeutet das für die berühmten „R“-Monate? Verliert die Regel durch die Veränderungen im Klima ihre Bedeutung? Oder wird sie in Zukunft vielleicht noch relevanter? Nun, paradoxerweise könnte sich die alte Faustregel in den kommenden Jahrzehnten wieder stärker durchsetzen – allerdings aus anderen Gründen.

    Muscheln könnten sich aufgrund der Erwärmung der Meere zunehmend aus den traditionellen Fanggebieten zurückziehen. Die kühleren „R“-Monate werden vielleicht bald die einzigen Monate sein, in denen Muscheln überhaupt in bestimmten Gebieten gedeihen können. Wir könnten uns also in einer kuriosen Situation wiederfinden: Eine jahrhundertealte Regel gewinnt durch den Klimawandel eine neue Daseinsberechtigung – allerdings nicht, weil der Verzehr an einem heißen Sommertag Muscheln gefährlicher macht, sondern weil der Klimawandel das Meeresleben in eine solche Schieflage bringt.

    Soziale Ungerechtigkeit: Muscheln nur noch für die Reichen?

    Es wäre aber naiv, nur über den Verlust des Genusses von Muscheln zu sprechen, ohne die größeren sozialen und wirtschaftlichen Folgen zu betrachten. In vielen Küstenregionen weltweit sind Muscheln nicht nur eine Delikatesse, sondern auch ein Grundnahrungsmittel und eine Einkommensquelle für Fischer und Züchter. Wenn diese durch den Klimawandel immer weniger ernten können oder ihre Muschelfarmen zerstört werden, hat das gravierende Auswirkungen auf die Lebensgrundlage von Menschen.

    Und wie bei so vielen Folgen des Klimawandels trifft es die ärmsten Bevölkerungsgruppen am härtesten. Während sich wohlhabende Verbraucher in Europa oder den USA die steigenden Preise für Muscheln noch leisten können – vielleicht als luxuriöse Ausnahme bei einem teuren Restaurantbesuch – müssen viele Menschen in ärmeren Regionen um ihre Existenz kämpfen, wenn ihre Muschelfarmen zugrunde gehen oder der lokale Markt kollabiert.

    Was können wir tun?

    Wie immer stellt sich die Frage: Was kann man tun, um die Situation zu verbessern? Natürlich geht es bei den Muscheln um ein Symptom eines viel größeren Problems – des Klimawandels und seiner Folgen für die Meere. Eine Reduktion der CO₂-Emissionen ist der Schlüssel, um die Erwärmung und Versauerung der Ozeane zu stoppen. Ohne diese Maßnahmen wird es schwer, die Muscheln, die Meere – und letztlich uns selbst – zu schützen.

    Doch auch im Kleinen kann man sich engagieren. Der Konsum von nachhaltig gezüchteten Muscheln aus Aquakulturen, die weniger belastend für die Umwelt sind, kann ein Schritt in die richtige Richtung sein. Allerdings muss auch hier sichergestellt werden, dass diese Zuchtanlagen ökologisch und sozial verantwortungsvoll betrieben werden – was auch oft nicht der Fall ist.

    Eine andere Möglichkeit wäre, auf lokale Muschelarten umzusteigen und so den Bedarf an importierten Muscheln zu verringern. Regionale Fischereien, die umweltfreundliche Methoden anwenden, könnten langfristig stabilere Lieferketten aufbauen – vorausgesetzt, sie erhalten die nötige politische und wirtschaftliche Unterstützung.

    Fazit?

    Vielleicht sollten wir uns von der Idee lösen, dass Muscheln immer und überall verfügbar sind. Die „R“-Monate könnten bald wieder zur festen Regel werden, und Muscheln könnten zu einer seltenen Delikatesse werden, die uns nicht nur an den Geschmack des Meeres, sondern auch an die Dringlichkeit erinnert, unseren Planeten zu schützen. Ob das eine Zukunft ist, die wir uns wünschen? Wohl kaum – aber es ist eine, die auf uns zukommt, wenn wir nicht endlich die Notbremse ziehen.

    Es grüßt die Redaktion von Nachrichten.fr

  • Muscheln aus Arcachon dürfen wegen Kontamination mit E.coli-Bakterien nicht verkauft werden

    Muscheln aus Arcachon dürfen wegen Kontamination mit E.coli-Bakterien nicht verkauft werden

    Die Präfektur des Departements Gironde verbot am Dienstag den Verkauf und den Fang von Venus- und Herzmuscheln aus dem Bassin d’Arcachon aufgrund einer Kontamination mit dem Bakterium Escherichia Coli. Austern sind nicht betroffen. Seit Dienstag dürfen im Bassin d’Arcachon keine Venusmuscheln und Herzmuscheln mehr gefischt und verkauft werden. Die Präfektur des Departements Gironde hat einen Erlass veröffentlicht, der den Fang – ob beruflich oder als Freizeitbeschäftigung – und den Verkauf dieser Meeresfrüchte verbietet. Eine gute Nachricht für die Austernzüchter, die in den vergangenen Wochen von den Novemberstürmen besonders gebeutelt wurden: Austern sind nicht betroffen. Die Herzmuscheln und Venusmuscheln seien laut „den Ergebnissen der Analysen, die vom Staat mit Unterstützung von Ifremer“, dem französischen Forschungsinstitut für die Nutzung des Meeres, durchgeführt wurden, mit Escherichia-coli-Bakterien verseucht, meldete die Präfektur am Dienstag. Sie kündigt außerdem an, dass b…

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  • Normandie: Seespinnen zerstören Muschelparks

    Normandie: Seespinnen zerstören Muschelparks

    Im Ärmelkanal, der bereits von der globalen Erwärmung betroffen ist, werden die Muscheln nun neuen Räuber gefressen. Nach den Möwen sind es jetzt die Seespinnen. Sie verwüsten die Muschelparks  – eine sehr besorgniserregende Situation für die Muschelzüchter.

    In seinem Muschelpark in Bricqueville-sur-Mer (Manche) in der Normandie ist Vincent Onfroy mit einer ungewohnten Situation konfrontiert: Bei jeder Flut werden die Muscheln von Seespinnen gefressen, die in nur wenigen Stunden eine verheerende Wirkung entfalten. Diese äußerst gefräßigen Krustentiere sind zu Hunderttausenden an die Küsten des Ärmelkanals gelangt, um sich dort zu vermehren.

    Lesen Sie auch: Großbritannien: Tausende Meeresspinnen belagern die Strände Cornwalls

    Bis zu 20% Verlust für einige Muschelzüchter
    „Die Seespinnen waren schon immer da. Früher wurden sie aber viel mehr gefischt. Angesichts der geringen Einnahmen, die sie den Fischern einbringen, haben sie inzwischen aber das Interesse an dem Produkt verloren, sodass wir jetzt eine riesige Masse dieser Krebstiere haben, die selbst keine Fressfeinde haben (…)“, erklärt Vincent Onfroy, ein Muschelzüchter auf dem Sender France 3. Für die Branche ist das Phänomen besorgniserregend und kostspielig. Einige Muschelzüchter in der Normandie beklagen, dass die Seespinnen bis zu 20% ihrer Produktion verwüsten, und fordern, sie beseitigen zu dürfen. Zurzeit fischen sie die Seespinnen zwar, müssen sie später aber lebend wieder freilassen.