Schlagwort: Motorsport

  • Tödliches Spektakel: Drei Zuschauer sterben bei Rallye in Frankreich – Was läuft schief beim Motorsport?

    Tödliches Spektakel: Drei Zuschauer sterben bei Rallye in Frankreich – Was läuft schief beim Motorsport?

    Es sollte ein Wochenende voller Adrenalin, Motorenlärm und Emotionen werden. Stattdessen endete es in Trauer, Bestürzung und vielen offenen Fragen. Am Samstag, dem 26. Juli 2025, wurde der französische Motorsport von einer Tragödie erschüttert, die selbst hartgesottene Rallye-Fans innehalten lässt. Bei der 32. Ausgabe des Rallye de la Fourme d’Ambert verloren drei Zuschauer ihr Leben – überfahren von einem Rennwagen, der von der Strecke abkam. Ein Unfall, der alles verändert. Ein Tag voller Vorfreude – dann das Unfassbare Gegen 11 Uhr am Vormittag, im waldreichen Gebiet von Le Cros in der Gemeinde Saint-Just, südlich von Ambert im Département Puy-de-Dôme, verliert eine Peugeot 208 auf einer geraden Strecke die Kontrolle. Am Steuer: Clara Passel, eine 22-jährige Nachwuchsfahrerin, begleitet von einer 51-jährigen Beifahrerin. Die Strecke war bekannt, das Wetter stabil – und doch passiert das Unglück. Die Rallye-Fahrerin kommt von der Straße ab. Ihr Wagen trifft ein Gruppe Zuschauer mit v…

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  • Sturz aus den Wolken – Felix Baumgartner stirbt bei Paragliding-Unfall

    Sturz aus den Wolken – Felix Baumgartner stirbt bei Paragliding-Unfall

    Er lebte für den freien Fall – und verlor in einem letzten Flug sein Leben. Felix Baumgartner, der Mann, der den Himmel herausforderte, ist tot. Bei einem Paragliding-Unfall an der italienischen Adriaküste kam der österreichische Extremsportler am 17. Juli 2025 ums Leben. Er wurde nur 56 Jahre alt.

    Der Unfall ereignete sich am 17. Juli 2025 gegen 16 Uhr in Porto Sant’Elpidio, einer Küstenstadt in der Region Marken. Baumgartner, der mit einem motorisierten Paraglider unterwegs war, verlor plötzlich die Kontrolle und stürzte – direkt auf den Rand eines Hotelpools in der Ferienanlage „Le Mimose“. Trümmerteile verletzten eine Mitarbeiterin der Anlage. Ihr Zustand gilt als stabil.

    Kurz vor dem Start hatte Baumgartner auf Instagram ein Video gepostet, in dem er auf „zu viel Wind“ hinwies. Ein knapper Hinweis, der heute schmerzhaft wirkt. Was genau geschah, ist noch unklar. Die Ermittlungen laufen. Es steht der Verdacht im Raum, dass ein medizinischer Notfall – womöglich ein Herzstillstand – den Kontrollverlust ausgelöst haben könnte. Eine Obduktion soll Klarheit bringen.

    Felix Baumgartner war kein gewöhnlicher Sportler. Er war ein Grenzgänger. Ein Mensch, der Schwerkraft nicht als Gesetz, sondern als Herausforderung verstand. Weltberühmt wurde er am 14. Oktober 2012, als er sich in einem Spezialanzug aus einer Höhe von rund 39 Kilometern in die Tiefe stürzte – und im freien Fall als erster Mensch die Schallmauer durchbrach. Ein Moment für die Geschichtsbücher. Ein Sprung, der weltweit live übertragen wurde. Gänsehaut inklusive.

    Doch auch davor und danach war Baumgartners Leben geprägt von spektakulären Stunts. Base-Jumps von Wolkenkratzern, Flüge durch enge Felsenschluchten, waghalsige Aktionen zwischen Nervenkitzel und Lebensgefahr. Er war kein Hasardeur – sondern ein Profi mit minutiöser Vorbereitung, eiserner Disziplin und einem Gespür für das Machbare.

    Dabei war Baumgartner mehr als nur ein Adrenalinjunkie. In Interviews sprach er oft über Angst – und wie wichtig sie ist. „Wer keine Angst hat, ist tot“, sagte er einmal. Angst war für ihn nicht Feind, sondern Kompass.

    Doch auch ein Kompass kann versagen.

    Red Bull, sein langjähriger Sponsor und Unterstützer, veröffentlichte unmittelbar nach Bekanntwerden der Tragödie einen Nachruf. Man würdigte ihn als „mutigen Pionier“, als jemanden, „der Träume verwirklichte, die viele für unmöglich hielten“. Millionen Fans weltweit reagierten mit Trauer, Fassungslosigkeit – und Respekt.

    Wie erinnert man sich an einen wie ihn?

    Vielleicht so: als einen Mann, der dem Himmel ein Stück näherkam als alle anderen. Der nicht nur flog, sondern die Sehnsucht nach Freiheit und Grenzüberschreitung verkörperte. Der nicht für Ruhm lebte – sondern für den Moment, in dem Stille einkehrt, kurz bevor man springt.

    Der Ort seines Todes – eine sonnige Ferienanlage mit Pool und Liegestühlen – wirkt wie ein Kontrast zu seinen sonst so epischen Schauplätzen. Und doch bleibt auch hier die Frage: Warum? War es Übermut? Technikversagen? Oder schlicht das, was Sportler wie Baumgartner immer einkalkulieren – das Restrisiko?

    Die italienischen Behörden ermitteln, erste Ergebnisse werden in den kommenden Tagen erwartet. Die Angehörigen haben um Zurückhaltung gebeten.

    In einer Welt, die sich oft nur langsam bewegt, war Felix Baumgartner ein Meteor. Kurz. Hell. Unvergesslich.

    Autor: C.H.

  • Verflixte Viecher! Insektenplage stört Sicht der Fahrer bei den 24 Stunden von Le Mans

    Verflixte Viecher! Insektenplage stört Sicht der Fahrer bei den 24 Stunden von Le Mans

    Es brummt, surrt und fliegt – aber nicht nur auf der Rennstrecke. Die berühmten 24 Stunden von Le Mans, die am 14. und 15. Juni in ihre 93. Runde gehen, sehen sich mit einem ungebetenen Gegner konfrontiert: Massen von Insekten.

    Und zwar nicht zu übersehen – beziehungsweise genau das ist das Problem.

    Der erfahrene Schweizer Rennfahrer Sébastien Buemi, der bereits vier Mal als Sieger aus dem Langstreckenklassiker hervorging, konnte seinen Augen kaum trauen. Oder besser gesagt: Er konnte kaum noch etwas sehen. „Das ist jetzt das 14. Mal, dass ich hier bin – aber sowas hab ich noch nie erlebt!“, sagt der Toyota-Pilot im Interview mit Ici Maine. Nach den ersten Qualifikationsläufen sprach er offen über ein Problem, das kurios klingt, aber im Cockpit brandgefährlich werden kann: Insekten, so zahlreich, dass sie die Sicht auf der über 13 Kilometer langen Strecke massiv beeinträchtigen.

    Besonders auf der legendären Hunaudières-Geraden, wo die Boliden mit über 300 km/h entlangrasen, gerät das Ganze zur Lotterie. „Man kommt aus der Box, beschleunigt – und dann ist die Scheibe voll. Du siehst buchstäblich nichts mehr“, beschreibt Buemi seinen unfreiwilligen Blindflug.

    Insektenalarm über Le Mans

    Die Insektenplage trifft nicht nur die Rennstrecke, sondern weite Teile der Region Sarthe und viele Städte im Westen Frankreichs. Warum gerade jetzt? Offenbar sorgen die warmen Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit im Juni für ideale Bedingungen für die kleinen Plagegeister. Und sie scheinen ein besonderes Faible für den Circuit de la Sarthe entwickelt zu haben.

    Buemi berichtet von regelrechten „Wolken“ aus Insekten, die besonders in den Abendstunden zwischen 20:30 und 21 Uhr zur Höchstform auflaufen. Danach sei der Spuk gegen 22 Uhr meist vorbei – bis zur nächsten Dämmerung.

    Doch bis dahin kann’s eng werden, vor allem bei den Trainings und Qualifyings, wenn jede Runde zählt. „Wenn du dann noch hinter einem bist, der ein bisschen Öl verliert und das ganze klebt dir zusätzlich auf der Scheibe, dann wird’s richtig hässlich“, so der Rennfahrer.

    Scheibenwischer? Fehlanzeige!

    Ein einfacher Knopfdruck auf den Wischerhebel hilft hier übrigens nicht weiter. „Die Scheibenwischer schaffen das nicht. Du musst auf den nächsten Boxenstopp warten. Und im schlimmsten Fall fährst du eben zwölf Runden mit einer schmierigen Insektenschicht durch die Gegend“, erklärt Buemi. Kein schönes Szenario – aber: „Das betrifft ja alle. Da gibt’s keine Wunderlösung.“

    Man könnte fast meinen, der Natur ist das egal.

    Cadillac vorne, Toyota hinterher

    Während die Insekten für Gesprächsstoff sorgen, fand auf der Strecke natürlich auch Motorsport statt – wenn auch unter erschwerten Bedingungen. Die Qualifikation zur Hyperpole wurde von Cadillac dominiert, dessen Wagen die schnellsten Zeiten setzen konnten. Die favorisierten Toyota-Boliden von Buemi und Co. landeten nur auf den Plätzen 10 und 16.

    Allerdings – und das wissen alle: In einem 24-Stunden-Rennen zählt der Startplatz eher wenig. Was zählt, ist Konstanz, Taktik und Durchhaltevermögen – und jetzt wohl auch die Fähigkeit, trotz Fliegenplage einen kühlen Kopf zu bewahren.

    Oder um es mit den Worten eines Technikers in der Boxengasse zu sagen: „Das ist halt Le Mans. Da rechnet man mit allem – aber nicht mit ’nem Fliegenschwarm.“

    Ob am Ende Insekten oder Ingenieurskunst siegen, wird sich zeigen. Aber eines ist sicher: Die 24 Stunden von Le Mans 2025 starten mit einer Geschichte, die so noch keiner erlebt hat.

    Von Andreas M. Brucker

  • Wurde die Rallye-Dakar 2022 das Ziel eines Terroranschlags?

    Wurde die Rallye-Dakar 2022 das Ziel eines Terroranschlags?

    Eine Explosion unbekannter Ursache zerstörte am Donnerstag, dem 30. Dezember, eines der Rallyefahrzeuge und verletzte einen französischen Fahrer schwer. Derzeit wird keine Spur ausgeschlossen, aber Angehörige des Opfers sind davon überzeugt, dass es sich um einen Anschlag handelt.

    „Das war kein Unfall, sondern tatsächlich ein Bombenattentat.“ Diese Worte stammen von Mayeul Barbet, einem Mitglied des Rennstalls Sodicars Racing aus Gironde. Er sollte der Beifahrer von Philipe Boutron sein, einem französischen Fahrer, der an der 44. Rallye Dakar in Saudi-Arabien teilnahm, der neunten in seiner Karriere.

    Doch das Abenteuer endete bereits am Donnerstag, dem 30. Dezember, zwei Tage vor dem Start, als Philippe Boutron und fünf Mitglieder seines Teams Opfer einer Explosion wurden. An diesem Morgen verließen sie ihr Hotel und nahmen in einem Begleitfahrzeug der Rallye Dakar Platz. Nach nur wenigen hundert Metern, explodiert das Fahrzeug.

    „Wir haben große Angst, dass die Ärzte gezwungen sein werden, ihm beide Beine zu amputieren.“
    Fünf Passagiere bleiben körperlich unversehrt, aber Philippe Boutron wird schwer verletzt. Und zwar an den Beinen. Seine Angehörigen erklärten in der Zeitung Le Parisien – Aujourd’hui en France: „Es geht ihm überhaupt nicht gut. Er wurde nicht einfach nur an der Wade verletzt, wie anfangs behauptet wurde. Er hat schwere Verbrennungen und Zerfetzungen an den unteren Gliedmaßen erlitten. Wir haben große Angst, dass die Ärzte gezwungen sein werden, ihm beide Beine zu amputieren „.

    Philippe Boutron (61), der zunächst im Krankenhaus von Jeddah notoperiert worden war, wurde am Montag, dem 3. Januar, nach Frankreich zurückgebracht. Er befindet sich derzeit in einem Krankenhaus in Clamart (Hauts-de-Seine), wo er in ein künstliches Koma versetzt wurde.

    Hat die Explosion einen terroristischen Hintergrund? Handelt es sich um einen Anschlag? Laut mehreren Angehörigen gibt es keinen Zweifel: Ja. Am Sonntag, den 2. Januar, berichtete Joël Pally, einer der Überlebenden, über seine Erlebnisse. Am Dienstag nun sagt auch Copilot Mayeul Barbet in Le Parisien: „Es war kein Unfall, sondern tatsächlich ein Bombenattentat!“.

    Marie-France Estenace, die Pressesprecherin von Philippe Boutron, erklärt: „Die Explosion ereignete sich nicht im Bereich des Motors, wie die saudischen Behörden zu suggerieren versuchen, sondern unter dem Fahrzeug. Was kann eine Explosion unter einem Fahrzeug erzeugen, wenn nicht ein Sprengsatz? Die Bombe, denn man muss die Dinge beim Namen nennen, wurde unter dem Längsträger platziert, mit anderen Worten unter einem Teil, das unter den Pedalen des Fahrers angebracht war, was erklärt, warum Philippe der einzige Verletzte blieb“.

    Aber warum sollte ausgerechnet der Rennstall Sodicars Racing das Ziel eines Anschlags geworden sein? Diese Frage kann derzeit niemand beantworten.

    Unmittelbar nach Bekanntwerden der Explosion am Samstag, dem 1. Januar, sprachen die saudi-arabischen Behörden von einem „Unfall“ und schlossen jegliche kriminelle Handlung aus. Der Chef der Rallye-Dakar, David Castéra, erklärte, dass eine Untersuchung im Gange sei und dass keine Spur ausgeschlossen werde, auch nicht die eines „böswilligen Akts“. Das französische Aussenministerium reagierte am Sonntag, 2. Januar, und rief die französischen Bürger angesichts der terroristischen Gefahr in Saudi-Arabien zur Wachsamkeit auf.

    Die Organisation der Rallye Dakar hat die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt und ruft die Teilnehmer dazu auf, „ihre Wachsamkeit zu verdoppeln“.