Schlagwort: Morddrohung

  • Morddrohungen gegen Ankläger: Ermittlungen nach dem Prozess gegen das Rassemblement National

    Morddrohungen gegen Ankläger: Ermittlungen nach dem Prozess gegen das Rassemblement National

    Die französische Justiz sieht sich mit einer neuen Eskalation konfrontiert. Nach dem Prozess um die Assistenten von EU-Abgeordneten des Rassemblement National (RN) sind auf einer rechtsextremen Website Morddrohungen gegen drei Magistrate aufgetaucht. Der Pariser Staatsanwalt hat eine Untersuchung eingeleitet. Was steckt dahinter – und welche Konsequenzen drohen?


    Gezielte Hetze gegen die Justiz

    Die Drohungen wurden in der Kommentarspalte von zwei Artikeln auf der umstrittenen Seite Riposte Laïque veröffentlicht – ein Portal, das bereits mehrfach wegen Hassrede in der Kritik stand. Die entsprechenden Beiträge wurden zwar gelöscht, doch der Sender franceinfo konnte sie rekonstruieren.

    Besonders brisant: Die erste Veröffentlichung stammt vom 6. Oktober 2024, nur eine Woche nach Prozessbeginn. Der Artikel bezeichnete das Verfahren als „stalinistisch“ und als Versuch, den RN zu „ruinieren“. Begleitet wurde er von einem Foto der vorsitzenden Richterin. In den Kommentaren darunter fanden sich erschreckende Zeilen: „Sie verdient eine 9-Millimeter-Kugel in den Kopf“, schrieb ein Nutzer. Ein anderer pflichtete ihm bei: „Sie muss so schnell wie möglich eliminiert werden.“

    Doch damit nicht genug. Auch die beiden Staatsanwälte des Prozesses wurden Ziel von Hassbotschaften. Nach einem Artikel vom 14. November, in dem ihre Namen genannt wurden, folgten weitere Drohungen – inklusive der Veröffentlichung ihrer E-Mail-Adressen. Ein Kommentator schrieb: „Man muss sie finden, auf Sicht schießen und ihre gemütlichen Nester abfackeln.“ Ein anderer forderte die „Vernichtung aller Magistrate und rötlich schimmernden Verbrecher“, wobei er auch Journalisten, Politiker und Künstler einschloss.

    Der Hintergrund: Ein heikler Prozess

    Der Prozess selbst war politisch höchst aufgeladen. Die Anklage wirft Marine Le Pen und anderen Mitgliedern des RN vor, EU-Parlamentsgelder missbräuchlich für Parteiangestellte verwendet zu haben. Die Staatsanwaltschaft forderte fünf Jahre Haft, davon zwei Jahre ohne Bewährung, sowie fünf Jahre Ineligibilität für Le Pen. Besonders pikant: Die Ineligibilität soll laut Forderung des Staatsanwalts sofort in Kraft treten – selbst wenn ein Berufungsverfahren folgt.

    Für den RN und seine Anhänger ist das ein Angriff auf die Parteispitze. Schon während des Prozesses war die Rhetorik aufgeheizt, doch die jüngsten Morddrohungen überschreiten eine gefährliche Grenze.

    Radikalisierung im Netz – ein wachsendes Problem

    Dass derartige Kommentare ausgerechnet auf Riposte Laïque auftauchen, überrascht Kenner der Szene kaum. Die Plattform ist für hetzerische Inhalte bekannt und wurde bereits wegen Aufrufen zur Gewalt und rassistischer Hetze verurteilt. Dennoch bleiben extremistische Äußerungen im Netz oft lange sichtbar, bevor sie gelöscht werden.

    Die zunehmende Verrohung der Sprache, insbesondere in rechtsextremen Kreisen, ist ein ernsthaftes Problem. Wer online zur Gewalt aufruft, bleibt oft anonym – doch die Konsequenzen in der realen Welt können fatal sein. Drohungen gegen Richter und Staatsanwälte sind ein direkter Angriff auf die Unabhängigkeit der Justiz.

    Welche Konsequenzen drohen?

    Die Pariser Staatsanwaltschaft hat nun eine Untersuchung eingeleitet. Ziel ist es, die Urheber der Drohungen zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen. Drohungen gegen Amtsträger können in Frankreich mit hohen Strafen geahndet werden – insbesondere wenn es sich um Mordaufrufe handelt.

    Doch die Frage bleibt: Wird es gelingen, die Verantwortlichen ausfindig zu machen? In der Vergangenheit verliefen ähnliche Ermittlungen nicht selten im Sande. Viele Täter nutzen gefälschte Identitäten oder anonymisierte Server, um ihre Spur zu verwischen.

    Ein Angriff auf die Demokratie

    Diese Morddrohungen sind weit mehr als bloße Hasskommentare. Sie stellen einen direkten Angriff auf die Demokratie und die rechtsstaatliche Ordnung dar. Eine Justiz, die unter Druck gesetzt wird, kann nicht unabhängig arbeiten – und genau das scheinen einige zu beabsichtigen.

    Frankreich steht hier vor einer ernsthaften Herausforderung. Der Fall zeigt erneut, wie dringend der Staat gegen digitale Hetze vorgehen muss. Denn wenn Richter um ihr Leben fürchten müssen, nur weil sie ihren Job machen, ist eine Grenze überschritten, die nicht toleriert werden darf.

    Artikel: C. Hatty

  • Drohungen gegen Geschichtslehrer nach Zeigen von „Charlie Hebdo“-Karikaturen: Was steckt dahinter?

    Drohungen gegen Geschichtslehrer nach Zeigen von „Charlie Hebdo“-Karikaturen: Was steckt dahinter?

    Ein Vorfall im französischen Montbéliard sorgt für Aufsehen: Ein 13-jähriges Mädchen steht im Zentrum einer brisanten Affäre, die nicht nur rechtliche, sondern auch gesellschaftliche Fragen aufwirft. Nachdem sie einen Lehrer wegen Karikaturen des Satiremagazins Charlie Hebdo bedroht haben soll, drohen ihr gerichtliche Konsequenzen – ein Fall, der Frankreichs Debatte über Meinungsfreiheit und Respekt erneut anheizt. Die Ereignisse im Überblick Der Geschichts- und Geografielehrer hatte am 8. Januar während eines Unterrichts über Meinungs- und Pressefreiheit Karikaturen gezeigt, die unter anderem aus Charlie Hebdo stammen. Der Kontext: Ein Gedenken an die Opfer des Terroranschlags auf das Magazin vom 7. Januar 2015. Die gezeigten Karikaturen betrafen verschiedene Religionen, darunter die drei großen monotheistischen Glaubensrichtungen. Am 16. Januar wurde der Lehrer von der 13-jährigen Schülerin angesprochen, die ihm angeblich mitteilte, ein Schüler eines anderen Gymnasiums plane, ihn zu …

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  • Journalisten in Lebensgefahr: Die Eskalation rechtsextremer Bedrohungen in Frankreich

    Journalisten in Lebensgefahr: Die Eskalation rechtsextremer Bedrohungen in Frankreich

    Ein Schock ging durch die französische Medienlandschaft, als der rechtsextreme Blog „Réseau Libre“ eine Liste veröffentlichte – eine Liste, die 180 Journalisten, Anwälte und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens mit dem Tode bedrohte. „Eine Kugel in den Nacken“ wurde den Betroffenen versprochen. Dieser abscheuliche Aufruf, der die persönlichen Adressen der Zielpersonen enthielt, führte zu einer Welle von Anzeigen und entfachte eine Diskussion über die zunehmende Gewaltbereitschaft der extremen Rechten in Frankreich.

    Eine gezielte Kampagne des Hasses

    Die Veröffentlichung dieser Todesliste erfolgte kurz nach dem zweiten Wahlgang der französischen Parlamentswahlen. Auf der Liste standen unter anderem die linksgerichteten Politiker Manuel Bompard, Alexis Corbière, Rachel Keke und der Anwalt Yassine Bouzrou. Auch Journalisten von France Médias Monde, wozu auch France 24 gehört, fanden sich auf dieser Liste wieder. Diese reichten kollektiv Anzeige ein.

    Was brachte diesen Skandal ins Rollen? Bereits während der Wahlkampfzeit rief der Blog zur „Eliminierung“ von Anwälten auf, die sich gegen den Rassemblement National positioniert hatten. Dies führte zu ersten Anzeigen und Ermittlungen wegen Morddrohungen und Cybermobbing. Doch die Eskalation war noch nicht am Ende.

    Wer steckt hinter „Réseau Libre“?

    „Réseau Libre“, ursprünglich unter dem Namen „Eurocalifat“ bekannt, präsentiert sich als patriotischer Blog und nutzt einen Server in Russland, um der französischen Justiz zu entgehen. Der Blog wird von Joël Michel Sambuis betrieben, einem rechtsextremen Aktivisten, der in Frankreich wegen Betrugs und illegalem Waffenbesitz verurteilt wurde. Seit 1998 lebt er in Russland und betreibt von dort aus mehrere islamfeindliche und rassistische Webseiten.

    Jean-Yves Camus, ein Experte für politische Radikalität, beschreibt Sambuis als langjährigen Akteur in der rechtsextremen Szene. Bereits 2003 geriet er mit seinem neonazistischen Blog „SOS Racaille“ ins Visier der Behörden, in dem er damals ebenfalls zu Gewalt und Mord aufrief. Die Tatsache, dass Sambuis in Russland lebt, wirft Fragen auf – könnten solche Aktionen Teil einer hybriden Kriegsführung Russlands gegen Frankreich sein?

    Ein Zeichen setzen gegen den Hass

    Nach Bekanntwerden der Todesliste wurde der Zugang zu „Réseau Libre“ aus Europa blockiert. Doch die Bedrohung bleibt real. Die Journalisten von France Médias Monde und andere Betroffene haben nun Klage wegen Morddrohungen eingereicht. Joseph Breham, Anwalt und Mitkläger, beschreibt die Erschütterung der Betroffenen angesichts der offenen Gewaltaufrufe der selbsternannten „Patrioten“.

    Eine weitere Sammelklage wurde vom Anwaltsbüro Brengarth & Bourdon eingereicht. Und auch Einzelklagen wie die der Umweltaktivistin Camille Étienne zeigen: Das Netz der Betroffenen wehrt sich.

    Die Realität der extremen Rechten

    Drohnachrichten und Todeslisten – Methoden, die tief in der Strategie der extremen Rechten verankert sind. Jean-Yves Camus betont, dass solche Aktionen typisch sind für diese Gruppe, die schon seit Jahrzehnten eine digitale Präsenz aufgebaut hat. Bereits Ende der 90er Jahre war die rechtsextreme Szene online aktiv und nutzte das Internet für Bedrohungen und Einschüchterungen.

    Ein bekannter Fall zeigt, wie real die Bedrohung werden kann: Am 14. Juli 2002 versuchte der Neonazi Maxime Brunerie, den damaligen Präsidenten Jacques Chirac zu ermorden – angestachelt durch Aufrufe auf der Webseite „SOS Racaille“.

    Ein Klima der Angst und Gewalt

    Erwan Lecoeur, Soziologe und Politologe, beobachtet einen deutlichen Anstieg der Gewalt von rechtsextremen Gruppen. Diese Angriffe richten sich gegen Linke, Umweltaktivisten und Feministinnen. Die sozialen Medien bieten diesen Gruppen eine Plattform, um sich zu organisieren und gezielt Gewalt auszuüben.

    Nach dem Erfolg des Rassemblement National bei den Europawahlen am 9. Juni kam es vermehrt zu gewaltsamen Aktionen der Nationalisten. Diese neue Welle der Gewalt lässt sich durch ein Gefühl der Straflosigkeit und der Hoffnung auf die Erlangung der politischen Macht erklären. Lecoeur warnt, dass ein Wahlsieg von Marine Le Pen als Freifahrtschein für weitere Gewalttaten verstanden werden könnte.

    Der Kampf gegen die rechte Bedrohung

    Diese Entwicklungen rufen zu verstärktem Handeln auf – sowohl politisch als auch gesellschaftlich. Die Bedrohungen sind real und die Gefahr einer Eskalation hoch. Der Kampf gegen diese extremistischen Kräfte erfordert Entschlossenheit und Solidarität.

    Was können wir tun? Die Antwort liegt in der Stärkung der Demokratie, im Schutz der Pressefreiheit und in der konsequenten Verfolgung von Hassverbrechen. Nur so können wir dem Hass und der Gewalt Einhalt gebieten und eine freie, gerechte Gesellschaft bewahren.

  • Schockierende Drohungen: Linke Politiker und Anwälte im Visier

    Schockierende Drohungen: Linke Politiker und Anwälte im Visier

    In den letzten Wochen sorgt die Website „Réseau Libre“ für Entsetzen und Empörung. Diese Plattform, bekannt für ihre extremen rechten Ansichten, hat wiederholt Todesdrohungen gegen Personen des öffentlichen Lebens ausgesprochen und deren persönlichen Adressen veröffentlicht. Diese Angriffe richten sich gezielt gegen linke Politiker und engagierte Anwälte.

    Eine neue Welle der Bedrohungen

    Am 8. Juli veröffentlichte „Réseau Libre“ erneut einen schockierenden Beitrag, in dem fünf weitere Personen als „Ziele“ bezeichnet wurden. Unter den Bedrohten befinden sich die linken Politiker Alexis Corbière, Manuel Bompard, Ian Brossat und Rachel Keke sowie der Anwalt Yassine Bouzrou. Diese Veröffentlichung folgte nur eine Woche nach einem ähnlichen Beitrag, der 98 Anwälte zur „Eliminierung“ auflistete.

    In dem mittlerweile offline genommenen Artikel, der provokant betitelt war, schürt der Autor unter dem Pseudonym „Léon“ Hass und Gewalt. Er prangert die Ergebnisse der zweiten Runde der Parlamentswahlen an und fordert seine Anhänger auf, aktiv gegen „Feinde“ vorzugehen. Léon macht dabei klar, dass für ihn auch Waffen wie Küchenmesser, Armbrüste oder Spitzhacken als geeignete Mittel zur „Neutralisierung“ dieser Ziele in Frage kommen.

    Wer steckt hinter den Drohungen?

    Léon, der sich vehement gegen die Bezeichnung „Terrorist“ wehrt, äußert jedoch unverhohlen seine Freude über die Aussicht auf neue Anschläge in Frankreich. Seine Drohungen sind beängstigend konkret und zielen auf Personen, die sich öffentlich gegen rechte Gewalt und für soziale Gerechtigkeit einsetzen.

    Zu den aktuellen Zielen gehören prominente Persönlichkeiten der linken politischen Szene und engagierte Aktivisten:

    • Alexis Corbière, ein bekannter Abgeordneter aus Seine-Saint-Denis.
    • Manuel Bompard, Koordinator der linken Partei La France Insoumise (LFI).
    • Ian Brossat, ein kommunistischer Senator aus Paris.
    • Rachel Keke, ehemalige Abgeordnete des Val-de-Marne.
    • Yassine Bouzrou, ein Anwalt, der sich gegen Polizeigewalt engagiert.

    Yassine Bouzrou hat unter anderem die Familie von Nahel vertreten, einem jungen Mann, der 2023 in Nanterre von einem Polizisten erschossen wurde. Auch die Familien von Adama Traoré, der 2016 bei einer Festnahme starb, und Mathias Pogba, Bruder des Fußballstars Paul Pogba, zählten zu seinen Mandanten.

    Rechtliche Schritte und öffentliche Unterstützung

    Angesichts dieser massiven Bedrohungen hat Yassine Bouzrou am Montag bei der nationalen Anti-Terrorismus-Staatsanwaltschaft (Pnat) Anzeige erstattet. Auch Ian Brossat hat bereits reagiert: Die Stadt Paris, deren gewählter Vertreter im Senat er ist, hat ebenfalls eine Anzeige eingereicht.

    Die Solidarität mit den Bedrohten wächst. Olivier Faure, Erster Sekretär der Sozialistischen Partei, und die Pariser Abgeordnete Sandrine Rousseau haben auf X (ehemals Twitter) ihre Unterstützung kundgetan. Es bleibt zu hoffen, dass diese öffentlichen Bekundungen von Solidarität und die eingeleiteten rechtlichen Schritte zu einem raschen und entschlossenen Handeln der Behörden führen.

    Die wiederholten Drohungen von „Réseau Libre“ und die gezielte Veröffentlichung persönlicher Daten von Politikern und Anwälten sind alarmierend und zeigen die Dringlichkeit eines entschlossenen Vorgehens gegen solche extremistischen Aktivitäten. Die Gesellschaft muss geschlossen gegen diese Bedrohungen stehen und für die Sicherheit und den Schutz aller Bürger eintreten. Die Opfer dieser Drohungen verdienen unsere volle Unterstützung und den Einsatz aller verfügbaren Mittel zur Aufklärung und Verhinderung solcher Angriffe.

  • Jean-Jacques Gaultier, LR-Abgeordneter der Vosges erhält Todesdrohungen

    Jean-Jacques Gaultier, LR-Abgeordneter der Vosges erhält Todesdrohungen

    Jean-Jacques Gaultier, der amtierende Abgeordnete des 4. Wahlkreises des Departements Vosges, sieht sich mitten im Wahlkampf in einer alarmierenden Situation. Am vergangenen Samstag erhielt er einen anonymen Drohbrief, der ihn dazu veranlasste, eine Anzeige zu erstatten.

    Ein anonymer Drohbrief

    Der Brief, der im Abgeordnetenbüro von Gaultier einging, ist sehr beunruhigend. „Tu dois renoncer, si non on auras ta peau, en ton chateau“ (Du musst dich zurückziehen, sonst wird man dich in deinem Schloss töten.), ist zu lesen. Der anonyme Brief ist mit „un commando RN départemental“ (ein RN-Kommando auf Departementsebene) unterschrieben. Laut dem Sender France Bleu Sud Lorraine wurde der Brief versiegelt und die Behörden arbeiten daran, Fingerabdrücke zu sichern.

    Die Reaktion des Abgeordneten

    Trotz dieser Bedrohung lässt sich Jean-Jacques Gaultier nicht einschüchtern. „Dies zeigt das wahre Gesicht einiger und verstärkt meine Entschlossenheit, Frankreich nicht den Extremen zu überlassen, um in Einschüchterung, Gewalt und Chaos zu versinken“, erklärte er. Gaultier betonte auch, dass er sich gegen den von Eric Ciotti vorgeschlagenen Bündnisvorschlag mit dem RN gestellt habe. „Eine Anzeige wurde erstattet, die Beweismittel sind versiegelt, die Fingerabdrücke wurden gesichert“, fügte er hinzu.

    Reaktionen aus dem politischen Spektrum

    Sébastien Humbert, der regionale Beauftragte des RN in den Vosges, äußerte sich in einem Post auf X zu den Vorwürfen. Er betonte, dass die rechtsextreme Partei „in keiner Weise für dieses Schreiben verantwortlich ist und diese Methoden und Einschüchterungen selbstverständlich verurteilt.“

    Wahlkampf unter erschwerten Bedingungen

    Diese Bedrohung gegen Gaultier zeigt, wie angespannt die politische Lage im Vorfeld der Parlamentswahl 2024 ist. Während Gaultier weiterhin für seine Wiederwahl kämpft, steht er nun zusätzlich unter dem Druck, sich gegen diese Form der Einschüchterung zu behaupten. Wie er selbst sagt, lässt ihn diese Situation nur entschlossener werden, für seine Überzeugungen und gegen den Einfluss extremistischer Kräfte einzutreten. Man darf gespannt sein, wie sich die Lage weiterentwickelt und welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Sicherheit der Kandidaten im Wahlkampf zu gewährleisten.

    Solche Vorkommnisse werfen auch die Frage auf: Inwieweit sind die demokratischen Prozesse gefährdet, wenn Gewalt und Drohungen als Mittel der politischen Auseinandersetzung Einzug halten?

  • Harte Strafe für Drohbrief gegen Macron: Sechs Monate Gefängnis

    Harte Strafe für Drohbrief gegen Macron: Sechs Monate Gefängnis

    In der Sarthe hat das Gericht in Le Mans einen 76-jährigen Mann zu sechs Monaten unbedingter Haft verurteilt. Er hatte in einem Brief Morddrohungen gegen den französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dessen Ehefrau Brigitte ausgesprochen. Die Situation des Mannes beleuchtet tiefere soziale Probleme.

    Der Vorfall ereignete sich am 15. April, als der ehemalige IT-Projektleiter ein Schreiben an seine Sozialarbeiterin sandte, in dem er zur Ermordung des Staatschefs und seiner Frau aufrief. Der Brief enthielt auch ein schockierendes Photomontage-Bild, das enthauptete Körper und den Kopf des Präsidenten auf einer Pike zeigte. Der Mann bezeichnete Brigitte Macron zudem abfällig als „pouffiasse transgenre“ und sprach von Risiken für das Leben des Präsidenten, insbesondere bei den Eröffnungsfeierlichkeiten der Olympischen und Paralympischen Spiele in Paris.

    Verteidigung und Urteil
    Bei seiner Gerichtsverhandlung beteuerte der Angeklagte, er habe nicht die Absicht gehabt, Schaden anzurichten und hätte nie geplant, den Brief direkt an den Élysée-Palast zu senden. Er bezeichnete sein Handeln als „Hilferuf“, um auf seine persönliche Notlage aufmerksam zu machen. Sein Anwalt, Maître Nicolas Bouthière, beschrieb die „dramatische Situation“ seines Mandanten, der aufgrund finanzieller Schwierigkeiten gezwungen war, in einer Garage zu leben und kaum Unterstützung von sozialen Diensten erhielt.

    Trotzdem wertete der Staatsanwalt das Schreiben als ernstzunehmend und gewalttätig und verwies auf das kriminelle Vorleben des Mannes, der bereits mehrfach wegen Betrugs und anderer Delikte verurteilt wurde. Der Verurteilte kündigte an, gegen das Urteil Berufung einzulegen.

    Ein Spiegel der Gesellschaft?
    Dieser Fall wirft ein grelles Licht auf die Verzweiflung, die einige Bürger in extremen sozialen Notlagen empfinden können. Ist es gerecht, dass jemand, der offensichtlich Hilfe benötigt, mit einer solch harten Strafe konfrontiert wird? Wie viel Verantwortung trägt die Gesellschaft für Individuen, die durch das Raster fallen? Diese Fragen bleiben offen und sind ein Anstoß, über die tiefgreifenden sozialen und psychologischen Herausforderungen nachzudenken, mit denen sich Menschen am Rande der Gesellschaft auseinandersetzen müssen. Bleibt zu hoffen, dass solche ernsten Vorfälle auch zu einem Umdenken und möglicherweise zu einer verbesserten sozialen Unterstützung führen.

  • Yvelines: Schüler in Polizeigewahrsam – er hatte einen seiner Lehrer mit dem Tod bedroht

    Yvelines: Schüler in Polizeigewahrsam – er hatte einen seiner Lehrer mit dem Tod bedroht

    Der Polizeigewahrsam des Schülers der Oberstufe im Departement Yvelines und der verdächtigt wird, seinen Lehrer in einem sozialen Netzwerk mit dem Tod bedroht zu haben, wurde verlängert, wie der Sender Franceinfo am Montag meldete.

    Der Polizeigewahrsam des Schülers der Abschlussklasse, der ein katholisches Privatgymnasium in Le Chesnay im Departement Yvelines besucht, wird verlängert, wie der Sender Franceinfo am Montag, dem 18. Dezember, von der Staatsanwaltschaft in Versailles erfuhr. Der Jugendliche wird von den Ermittlern wegen „Todesdrohungen gegen eine Person, die mit einer öffentlichen Aufgabe betraut ist“ angehört. Er soll einen seiner Lehrer mit dem Tod bedroht haben.

    Der Schüler, der in wenigen Tagen 17 Jahre alt wird, wurde am Sonntagnachmittag in seinem Haus festgenommen, wie eine Polizeiquelle gegenüber Franceinfo berichtete. Ihm wird vorgeworfen, am vergangenen Wochenende auf Instagram eine Drohbotschaft gegen seinen Mathematiklehrer gepostet zu haben. In dieser Nachricht behauptete der Jugendliche, er wolle „seinen Mathematiklehrer ermorden“. Er kritisiert sein Aussehen, seine Größe und seine „gestreiften Socken“. Er fügte ein Foto des Lehrers bei und drohte auch denjenigen, die „petzen“ wollen, damit, wenn sie die Nachricht der Polizei melden sollten.

    Der Lehrer hat Anzeige erstattet.
    Die Ermittler versuchen nun herauszufinden, was den Schüler dazu bewogen hat, diese Nachricht zu posten. Ersten Informationen zufolge konnte der Junge es nicht ertragen, dass sein Lehrer ihm kürzlich seine Arbeit weggenommen hat, obwohl er seine Aufgabe noch nicht beendet hatte. Das schreibt er jedenfalls in seiner Nachricht auf Instagram.

    Der betroffene Lehrer erstattete Anzeige bei der Polizei, erklärte jedoch, dass er bisher nie Schwierigkeiten mit diesem Schüler gehabt habe. Die Ermittlungen werden fortgesetzt.

  • Charente: Ein Lehrer namens Paty wird von einem Schüler wegen seines Nachnamens mit dem Tod bedroht

    Charente: Ein Lehrer namens Paty wird von einem Schüler wegen seines Nachnamens mit dem Tod bedroht

    Der Schüler wurde vorsorglich vom Unterricht ausgeschlossen und muss vor einem Disziplinarausschuss erscheinen. Der Lehrer erstattete Anzeige.

    Ein Lehrer in Cognac im Departement Charente wurde von einem Schüler mit dem Tod bedroht, weil er denselben Namen trägt wie Samuel Paty, der im Oktober 2020 in Conflans-Sainte-Honorine von einem radikalisierten Islamisten ermordet wurde, wie der Sender France Bleu La Rochelle am Montag, dem 4. Dezember meldete.

    Der Teenager ist Schüler am Lycée professionnel Louis-Delage in Cognac. Am vergangenen Donnerstag bedrohte er den Lehrer Paty, der an seiner Schule unterrichtete, mit dem Tod, weil er denselben Nachnamen wie Samuel Paty trägt. Der Geschichtslehrer Samuel Paty wurde am 16. Oktober 2020 in Conflans-Sainte-Honorine (Yvelines) vor dem Ausgang seiner Schule von einem Islamisten enthauptet. De Schüler wurde vorsorglich vom Unterricht ausgeschlossen und der Lehrer erstattete Anzeige.

    Der Vorfall ereignete sich anlässlich des Prozesses, der bis zum 8. Dezember vor dem Jugendgericht in Paris gegen die sechs Minderjährigen stattfindet, die in den Mord an Samuel Paty verwickelt waren.

    Der Hypothese eines sehr geschmacklosen Witzes wird einer möglichen Radikalisierung des Schülers Vorrang eingeräumt, berichtet der Sender France Bleu La Rochelle. Der Vorfall wurde jedoch trotzdem von der Schulleitung sehr ernst genommen. Die Morddrohung des Schülers wurde bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht. Auch wurde Professor Paty aus Cognac sofort unter Polizeischutz gestellt.

    Christelle Fontaine, Departementssekretärin der Gewerkschaft Snes-FSU in der Charente, sagte gegenüber dem Sender France Bleu La Rochelle: „Es ist immer ziemlich besorgniserregend, dass nach zwei Morden an Lehrern solche Äußerungen kommen.“

    Am Montagmorgen, dem 4. Dezember, ist der bedrohte Lehrer in die Schule zurückgekehrt und hat seinen Unterricht wieder aufgenommen. Für die Klasse des betroffenen Schülers ist ein Kurs über Staatsbürgerschaft und Zusammenleben angesetzt worden. Der ausgeschlossene Schüler muss nun in Kürze vor einem Disziplinarrat erscheinen.

  • La Baule: Bürgermeister Frank Louvrier wird mit dem Tod bedroht

    La Baule: Bürgermeister Frank Louvrier wird mit dem Tod bedroht

    Bürgermeister werden angegriffen und manchmal mit sogar dem Tod bedroht. Der Bürgermeister von La Baule, Franck Louvrier, erhielt Anfang Mai einen anonymen Brief, dem unter anderem Bilder eines Terroranschlags beigefügt waren. Er beschloss, mit seinem Gemeinderat darüber zu sprechen. Am Freitag, dem 26. Mai, fand in La Baule (Loire-Atlantique) die Stadtratssitzung statt, eine Bühne des gewöhnlichen politischen Lebens. Doch der Bürgermeister Franck Louvrier eröffnete den Gemeindevertretern, dass er eine Todesdrohung erhaltenn hatte. Eine Information, die die Anwesenden zutieftst erschütterte. Franck Louvrier zögerte zuerst, auf Transparenz zu setzen, um die Ermittlungen nicht zu gefährden, wie er sagte, aber entschied sich schließlich doch dafür, die Angelegenheit öffentlich zu machen, um seine Familie zu beruhigen. Jede Bedrohung öffentlich machen Franck Louvrier ist seit 2020 Bürgermeister und wird von allen gewählten Vertretern des Gemeinderats unterstützt. „Ich gehöre überhaupt nich…

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  • Wegen Unterstützung für Emmanuel Macron wird ein Bürgermeister dreimal angegriffen

    Wegen Unterstützung für Emmanuel Macron wird ein Bürgermeister dreimal angegriffen

    Der Bürgermeister von Saint-Côme-du-Mont im Département Manche wurde zum dritten Mal innerhalb weniger Monate Opfer einer Agression, weil er Emmanuel Macron politisch unterstützt hatte. Der Bürgermeister von Saint-Côme-du-Mont (Manche), Bernard Denis, wurde in der Nacht von Mittwoch, 16. Februar, auf Donnerstag, 17. Februar, zum dritten Mal wegen seiner Unterstützung für Präsident Emmanuel Macron angegriffen, wie France Bleu Cotentin am Montag, dem 21. Februar, berichtete. Am Donnerstag, dem 17. Februar, erstattete Bernard Denis deshalb bei der Gendarmerie Anzeige, nachdem er ein Graffiti an seinem Haus entdeckt hatte: „Du hast Macron unterstützt, wenn er gewählt wird, wirst du mit einer Kugel im Kopf sterben“, stand auf dem Schriftzug. Der Bürgermeister hatte bereits im vergangenen Dezember Anzeige erstattet, nachdem in der Nacht vom 6. auf den 7. Dezember drei seiner Familienautos in Brand gesteckt worden waren. Auch damals war an der Wand seines Hauses ein Graffiti entdeckt worden: …

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