Schlagwort: Mont-Saint-Michel

  • Wolfalarm in der Normandie: 23 Nutztiere bei Mont-Saint-Michel gerissen

    Wolfalarm in der Normandie: 23 Nutztiere bei Mont-Saint-Michel gerissen

    Ein Wolf in der Nähe der berühmten Bucht von Mont-Saint-Michel? Für viele Bewohner der Region eine unerwartete Nachricht – doch ein Foto bestätigt es. In vier Gemeinden des Départements Manche wurde das Tier gesichtet. Für die örtlichen Schafzüchter ist das ein Novum, das bereits erste Opfer gefordert hat.

    Nächtlicher Jäger hinterlässt Spuren

    Die Aufregung begann mit einer nächtlichen Aufnahme in der Gemeinde Marcilly. Die Experten des französischen Amtes für Biodiversität (OFB) analysierten das Bild und bestätigten: Es handelt sich tatsächlich um einen Wolf. In der Gegend rund um Le Mesnil-Ozenne, Marcilly, Céaux und Les Loges-Marchis gibt es seitdem Berichte über Sichtungen – und über gerissene Tiere.

    Drei Angriffe auf Schafherden wurden bislang gemeldet. Besonders betroffen ist Raphaël Morin, ein örtlicher Landwirt. Er entdeckte den Wolf für etwa 15 Minuten – kurz bevor er die schrecklichen Folgen auf seiner Weide sah. „Sechs tote Tiere, eines verschwunden, sieben verletzt“, zählt er auf. Einige Lämmer fanden in Panik nicht mehr aus dem Morast heraus und lagen unterkühlt am Boden.

    Ein durchziehender Einzelgänger?

    Experten gehen davon aus, dass es sich um einen grauen Wolf handelt, der als Einzelgänger auf Wanderschaft ist. Wölfe sind in Frankreich seit Jahren wieder auf dem Vormarsch, doch so nahe an Mont-Saint-Michel ist ihre Präsenz eine Sensation.

    Für die betroffenen Landwirte ist die Situation jedoch alles andere als aufregend – sie sorgt für erhebliche Verluste. Die lokale Verwaltung wird im März eine Sitzung abhalten, um über Entschädigungen für die betroffenen Züchter zu entscheiden.

    Rückkehr der Wölfe – Fluch oder Segen?

    Die Frage bleibt: Ist dies nur ein Einzelfall oder ein Zeichen für eine dauerhafte Rückkehr des Wolfs in die Normandie? Während Naturschützer das Tier als wertvollen Bestandteil des Ökosystems sehen, stehen Landwirte vor einer neuen Herausforderung.

    Eins ist sicher: Die Diskussion über das Zusammenleben mit Wölfen ist wieder entfacht – und sie wird nicht so schnell verstummen.

    Von C. Hatty

  • Ein Wolf in der Bucht des Mont-Saint-Michel – Rückkehr eines legendären Raubtiers

    Ein Wolf in der Bucht des Mont-Saint-Michel – Rückkehr eines legendären Raubtiers

    Der Wolf ist zurück – und sorgt für Aufregung in der Normandie. In der malerischen Bucht des Mont-Saint-Michel, einem Ort, der eher für seine mittelalterliche Abtei als für wilde Raubtiere bekannt ist, wurde ein einzelner grauer Wolf gesichtet. Der erste bestätigte Nachweis dieser Art in der Region seit Jahrzehnten.

    Aber während Naturschützer diese Rückkehr als Erfolg für die Artenvielfalt sehen, erleben Schafzüchter die Schattenseite. Seit Jahresbeginn hat der Wolf bereits mehrere Herden angegriffen – mit teils tragischen Folgen. Manche Tiere wurden direkt getötet, andere verletzt, und einige sind in Panik geflüchtet, nur um dann in der Kälte zu verenden.

    Ein Drama, das zwei Seiten hat: Angst und Faszination.


    Ein Wolf in der Normandie – Wie ist das möglich?

    Die Normandie gehört nicht zu den klassischen Wolfsgebieten in Frankreich. Bis vor wenigen Jahren war der nächste bekannte Wolfbestand in den Alpen oder den Vogesen zu finden. Doch Wölfe sind ausdauernde Wanderer. Junge, allein umherstreifende Tiere legen oft Hunderte Kilometer auf der Suche nach neuem Revier zurück.

    Genau das scheint hier passiert zu sein. Laut der französischen Behörde für Biodiversität (OFB) handelt es sich um einen einzelnen grauen Wolf – vermutlich ein Jungtier auf Wanderschaft. Die Präfektur der Manche betont, dass das Tier nur „auf der Durchreise“ gewesen sei.

    Aber ist das wirklich so? Oder könnte der Wolf bleiben und sich sogar eine neue Population bilden?


    Der Wolf und die Weidetiere – ein ewiger Konflikt

    Die Rückkehr des Wolfs sorgt für gespaltene Meinungen. Besonders betroffen sind die Schafzüchter, die um ihre Tiere fürchten. Und die Angst ist nicht unbegründet: Ein einziger Angriff kann eine ganze Herde aufschrecken. Die Folge? Getötete und verletzte Schafe – und manchmal auch solche, die vor lauter Panik in Schluchten oder Flüsse stürzen.

    Der betroffene Landwirt in der Normandie ist wütend und traurig zugleich. „Ich bin am Boden zerstört“, sagt er, „aber auch irgendwie fasziniert – ein Wolf, hier bei uns! Das hätte ich nie für möglich gehalten.“

    Solche Gefühle sind nicht ungewöhnlich. Der Wolf ist ein Symboltier, das tief in unserer Kultur verwurzelt ist. Er steht für Wildnis und Freiheit, aber auch für Gefahr und Zerstörung.

    Die Frage bleibt: Wie können Landwirtschaft und Raubtiere nebeneinander existieren?


    Schutzmaßnahmen: Was können Landwirte tun?

    In Frankreich gibt es Förderprogramme für Schutzmaßnahmen gegen Wölfe. Dazu gehören Herdenschutzhunde, stabile Nachtpferche oder Elektrozäune. Doch diese Maßnahmen sind nicht überall einfach umzusetzen – vor allem in Regionen, in denen es bislang keine Wölfe gab.

    In den Alpen und Pyrenäen gibt es bereits Erfahrungswerte. Dort helfen große, wehrhafte Hunde wie der Patou, ein Pyrenäen-Berghund, die Herden zu schützen. Doch in der Normandie? Dort sind Weidezäune oft niedrig, und Schafe weiden auf offenen Flächen – ein Paradies für einen hungrigen Wolf.

    Die Politik steht also vor einem Dilemma: Soll der Wolf geschützt oder reguliert werden?


    Wölfe in Frankreich: Eine Erfolgsgeschichte der Natur

    Der graue Wolf war in Frankreich lange Zeit verschwunden. Im 19. Jahrhundert wurde er fast ausgerottet, weil er als Bedrohung für Vieh und Menschen galt. Doch seit den 1990er Jahren kehrt er langsam zurück – aus den italienischen Alpen kommend, breitete er sich zunächst in Südostfrankreich aus.

    Heute gibt es in Frankreich wieder mehrere Hundert Wölfe, vor allem in den Alpen, dem Zentralmassiv und den Vogesen. Einzelne Tiere wurden sogar in der Bretagne und nun auch in der Normandie gesichtet.

    Für den Naturschutz ist das ein großer Erfolg. Denn der Wolf spielt eine wichtige Rolle im Ökosystem. Er reguliert Wildbestände und trägt dazu bei, dass sich Wälder und Wiesen in einem natürlichen Gleichgewicht halten.

    Aber was bedeutet das für Regionen, die bisher wolfsfrei waren?


    Akzeptanz und Konfliktlösung – Ist ein Kompromiss möglich?

    Die Diskussion um den Wolf ist oft emotional. Auf der einen Seite stehen Naturschützer, die seine Rückkehr als ökologischen Gewinn feiern. Auf der anderen Seite Bauern, die um ihre Existenz kämpfen.

    In manchen Ländern gibt es Lösungsmodelle, die beide Seiten berücksichtigen. In Deutschland etwa gibt es Entschädigungszahlungen für gerissene Tiere und finanzielle Unterstützung für Schutzmaßnahmen. Schweden verfolgt ein System von „Schutzjagden“, bei denen gezielt einzelne Problemwölfe entnommen werden.

    Und Frankreich? Hier steht die Debatte noch am Anfang.

    Es wird nicht der letzte Wolf sein, der in der Normandie auftaucht. Die Frage ist nur: Sind wir bereit, mit ihm zu leben?

    Von Andreas M. B.

  • Große Gezeiten: Der Mont-Saint-Michel von den Fluten umschlossen

    Große Gezeiten: Der Mont-Saint-Michel von den Fluten umschlossen

    Am Donnerstag, dem 19. September, wurde der Mont-Saint-Michel, eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Frankreichs, für kurze Zeit zu einer Insel – dank einer beeindruckenden Springflut (eine Tide mit besonders großem Tidenhub). Zahlreiche Touristen und Schaulustige nutzten diese seltene Gelegenheit, um das faszinierende Schauspiel live zu erleben.

    Bei Sonnenaufgang präsentierte sich der Mont-Saint-Michel, umgeben von Wasser, wie eine uneinnehmbare Festung. Das beeindruckende Naturphänomen wird durch eine besondere Konstellation von Mond, Sonne und Erde verursacht, die eine der höchsten Gezeiten des Jahres hervorbringt. Besonders für die jüngsten Besucher war es ein aufregendes Erlebnis. Ein ausländisches Touristenpaar hatte sogar seine Hochzeitsreise auf diesen speziellen Moment abgestimmt, um den Gezeitenkoeffizienten von 113 zu erleben. „Es ist noch viel geheimnis- und eindrucksvoller, als wir es uns vorgestellt hatten“, freuten sich die beiden.

    Ein Naturereignis, das nur wenige Male im Jahr stattfindet

    Für manche ist es ein lange gehegter Traum, die gewaltigen Gezeiten am Mont-Saint-Michel mitzuerleben. „Es ist großartig, mit der Natur auf so besondere Weise verbunden zu sein“, schwärmte eine Touristin. Dieses Zusammenspiel von Natur und Himmelskörpern ereignet sich nur ein paar Mal im Jahr. Der letzte ähnlich spektakuläre Gezeitenwechsel fand im März statt. Noch bis heute, dem 20. September, können Besucher das einzigartige Schauspiel bewundern, bevor der Mont-Saint-Michel wieder fest mit dem Festland verbunden ist.

    Diese großen Gezeiten verstärken den mystischen Charakter des Mont-Saint-Michel, der nicht nur durch seine Geschichte und Architektur, sondern auch durch seine Naturkulisse immer wieder aufs Neue fasziniert.

  • Auf Schusters Rappen: Vom Mont-Saint-Michel zum Zauberwald Brocéliande

    Auf Schusters Rappen: Vom Mont-Saint-Michel zum Zauberwald Brocéliande

    Wandern – ein Eldorado für Körper und Geist. Generationenübergreifend zieht es Menschen in die Natur. Unsere Reise startet vom ikonischen Mont-Saint-Michel. Der Mont-Saint-Michel (Manche) ist weltberühmt, doch der Wanderweg entlang des Couesnon, auf dem Treidelpfad, bleibt oft unentdeckt. Der GR37 durchquert die Bretagne von Ost nach West und erstreckt sich über beeindruckende 780 Kilometer. Unterwegs […]

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  • Paris 2024: Die olympische Flamme erleuchtet den Mont Saint-Michel

    Paris 2024: Die olympische Flamme erleuchtet den Mont Saint-Michel

    Der Olympische Fackellauf machte am Freitag, den 31. Mai, am Mont Saint-Michel Halt – ein Ereignis, das die Zuschauer begeistert hat.

    Die Abtei des Mont Saint-Michel, die 2023 ihr tausendjähriges Jubiläum feierte, bot am Freitag, den 31. Mai, einen beeindruckenden Anblick: Die olympische Flamme wurde von Fackelträgern den steilen Weg hinaufgetragen. Astronaut Thomas Pesquet trug dazu bei, dass die Flamme auf den Höhen des Mont Saint-Michel – gelegen im Département Manche in der Normandie – (mal wieder) eine symbolische Bedeutung erlangte.

    Ein magischer Moment

    „Zu diesem Moment, der nicht lange dauert, ist man der einzige Hüter dieser Flamme. Das ist unglaublich symbolisch“, erzählt Thomas Pesquet. „An diesem Ort voller Geschichte ist es einfach magisch“, fügt er hinzu. Ein Zuschauer ergänzt: „Der Mont Saint-Michel ist eine traumhafte Kulisse, die man nicht verpassen darf.“ Eine andere Zuschauerin äußert begeistert: „Das war echt schön.“

    Die Magie des Augenblicks

    Der Fackellauf hat nicht nur Sportfans, sondern auch Geschichts- und Kulturliebhaber angezogen. Die einzigartige Kombination aus Sportereignis und historischer Stätte hat die Herzen vieler Zuschauer höher schlagen lassen. Die Bilder der Fackel, die die Stufen der tausendjährigen Abtei hinaufgetragen wird, sind in die Geschichtsbücher eingegangen.

    Ein Symbol der Einheit und Hoffnung

    Die olympische Flamme steht seit jeher für Einheit und Hoffnung – Werte, die gerade in unserer heutigen Zeit von unschätzbarem Wert sind. Der Lauf über den Mont Saint-Michel hat diese Botschaft auf beeindruckende Weise vermittelt und gezeigt, dass der Sport Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlagen kann.

    Thomas Pesquet: Der Sternenwanderer am Mont Saint-Michel

    Astronaut Thomas Pesquet, der selbst viele Kilometer von der Erde entfernt die Sterne erkundet hat, bezeichnete diesen Moment als „hyper symbolisch“. Seine Worte spiegeln die Bedeutung wider, die die olympische Flamme für viele Menschen hat. Der Mont Saint-Michel, ein Ort voller Mythen und Legenden, wurde durch die Flamme in neuem Glanz erstrahlt.

    Eindrücke der Zuschauer

    Die Begeisterung der Zuschauer war deutlich spürbar. Die atemberaubende Kulisse und die symbolische Bedeutung des Moments haben bei vielen bleibende Eindrücke hinterlassen. Ein Zuschauer schwärmte: „Das war ein Moment, den ich nie vergessen werde.“ Eine andere Zuschauerin ergänzte: „Es war einfach wunderschön, die Flamme an einem so historischen Ort zu sehen.“

    Ein unvergessliches Erlebnis

    Der Halt der olympischen Flamme am Mont Saint-Michel wird sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben. Dieses Ereignis hat nicht nur die Schönheit und Geschichte des Ortes hervorgehoben, sondern auch die verbindende Kraft des Sports und der olympischen Werte.

    Der Mont Saint-Michel, der schon viele Geschichten erlebt hat, wurde an diesem Tag um ein Kapitel reicher – ein Kapitel, das von Einheit, Hoffnung und der Magie des Augenblicks erzählt.

  • Emmanuel Macron: Franzosen müssen angesichts bevorstehender Herausforderungen „über sich hinauswachsen“

    Emmanuel Macron: Franzosen müssen angesichts bevorstehender Herausforderungen „über sich hinauswachsen“

    Der Präsident besuchte am Montag die symbolträchtigen Mont-Saint-Michel anlässlich dessen tausendjährigen Bestehens der Abtei. Emmanuel Macron reiste nach Mont-Saint-Michel (Manche), um das tausendjährige Bestehen der Abtei zu feiern. Bei dieser Gelegenheit rief der Präsident die Franzosen dazu auf, angesichts der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, insbesondere der ökologischen, „über sich hinauszuwachsen“. Der Mont Saint-Michel „trägt die Geschichte des politischen Aufbaus unseres Landes in sich“, sagte der Staatschef und zählte den Hundertjährigen Krieg, die Revolution und den Kampf gegen die Naturgewalten, angefangen bei der Versandung der Bucht, auf. Der Präsident betonte in seiner Rede: „Ja, wir haben es immer verstanden, uns als Bauherren zu erweisen, indem wir die Zeit, den Raum und die Elemente beherrschten“. Mit der Abtei im Hintergrund rief Emmanuel Macron angesichts der sich abzeichnenden Aufgaben dazu auf, jegliche “ Angst, Furcht oder Konfrontation“ abzulehnen – eine …

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