Schlagwort: Mondlandung

  • 21. Juli – Ein Tag, der Spuren hinterließ

    21. Juli – Ein Tag, der Spuren hinterließ

    Manche Daten sind bloß Zahlen auf dem Kalender. Andere aber – wie der 21. Juli – tragen Geschichten in sich, die bis heute nachhallen. Wer einen Moment innehält, entdeckt an diesem Tag eine erstaunliche Sammlung von Ereignissen, die weltgeschichtlich wie auch in Frankreich ihre Kreise zogen.


    Naturgewalten und antike Katastrophen

    Ein Rückblick ins Jahr 365 nach Christus offenbart den Beginn dieser Kette: Ein gewaltiges Erdbeben im östlichen Mittelmeer erschütterte nicht nur die Erde, sondern löste einen Tsunami aus, der die ägyptische Stadt Alexandria unter Wasser setzte. In einer Zeit ohne Frühwarnsysteme war solch eine Katastrophe ein gnadenloser Schlag – für Mensch, Stadt und Erinnerungskultur.


    Frankreich: Schwert, Krone und Revolution

    Im Jahr 1242 wurde der Boden bei Taillebourg zum Schauplatz eines Kampfes, der die französische Krone gegen englische Truppen unter Heinrich III. behauptete. Ludwig IX., später als „der Heilige“ verklärt, führte seine Männer mit einem eisernen Willen – ein echter König, wie ihn sich Chronisten jener Zeit nur wünschen konnten. Der Sieg stärkte die französische Monarchie spürbar. Wer Frankreich damals beobachtete, erkannte: Diese Nation wird sich nicht mehr so leicht in die Knie zwingen lassen.

    Fünf Jahrhunderte später flackerte der revolutionäre Funke durch das Land. Im Juli 1792, nur wenige Wochen vor dem Sturm auf die Tuilerien, brodelte Paris vor Spannung. Am 21. Juli erreichten die Spannungen einen Punkt, an dem das Volk sich bewaffnete, aus Angst, dass die Nationalversammlung überfallen würde. Die Revolution hatte sich von einer politischen Bewegung in ein kollektives Gefühl verwandelt – Angst, Hoffnung, Wut. Alles zugleich. Und das mitten in der Hitze eines Pariser Sommers.


    Napoleon – Der Marsch nach Osten

    Ein weiteres Mal wurde der 21. Juli zum Datum für napoleonischen Größenwahn. 1798, mitten in Ägypten, kämpfte er bei den Pyramiden gegen die Mamluken. Mit seinen Truppen setzte er sich durch – taktisch brillant, theatralisch inszeniert. Ob der „Glanz von Ägypten“ seinen Soldaten wirklich in Erinnerung blieb oder ob die Hitze und Sandflöhe überwogen, ist eine andere Frage. Doch symbolisch war dieser Tag ein Meilenstein für Napoleons Mythos.


    Weltweite Weichenstellungen

    Die Geschichte beschränkte sich jedoch nie auf einen einzigen Ort.

    1861 kam es im amerikanischen Bürgerkrieg zur ersten großen Schlacht – Bull Run. Die Unionstruppen dachten an einen schnellen Sieg. Was sie bekamen, war ein blutiges Erwachen. Der 21. Juli markierte damit den Beginn eines langen, brutalen Ringens um Freiheit und Einheit.

    Fast ein Jahrhundert später, 1944, landeten US-Truppen auf der Insel Guam, ein weiteres Puzzlestück in der Rückeroberung des Pazifiks im Zweiten Weltkrieg. Und 1954 kam in Genf ein Abkommen zustande, das Vietnam in Nord und Süd spaltete. Eine Entscheidung, die ein weiteres Vierteljahrhundert an Kriegen und Konflikten nach sich zog.


    Ein kleiner Schritt auf dem Mond – ein großer am Kalender

    Aber lassen wir die Kriege kurz hinter uns. Am 21. Juli 1969 setzte Neil Armstrong seinen Fuß zurück in die Mondlandefähre, nachdem er – wenige Stunden zuvor – die erste menschliche Spur auf dem Mond hinterlassen hatte. Ein Tag für die Geschichtsbücher. Für die einen war es Wissenschaft, für andere reine Propaganda. Für Millionen Zuschauer auf der ganzen Welt war es einfach nur – unfassbar.


    Frankreichs Erinnerungskultur

    Zurück nach Frankreich. Dort ist der 21. Juli nicht bloß ein Datum im Geschichtsbuch. Er ist offizieller Gedenktag: Man erinnert sich an die Opfer rassistischer und antisemitischer Gesetze unter dem Vichy-Regime. Gleichzeitig ehrt man jene mutigen Menschen, die Juden und Verfolgten das Leben retteten – die sogenannten „Gerechten“. In einer Republik, die sich immer wieder neu über ihre Werte definiert, ist dieser Tag mehr als ein Ritual – er ist ein moralischer Kompass.


    Und sonst?

    Die Welt hörte an diesem Datum nicht auf, sich weiterzudrehen. 1983 wurde in der Antarktis die bislang tiefste Temperatur auf der Erde gemessen. Minus 89,2 Grad Celsius. Fast surreal, oder? Am anderen Ende der Skala: 1970 wurde in Ägypten der Assuan-Staudamm fertiggestellt – ein monumentales Projekt, das ganze Jahreszyklen des Nils veränderte.

    Und in popkultureller Hinsicht? 2007 stand halb Europa vor Buchhandlungen Schlange, um das letzte Kapitel der Harry-Potter-Saga zu lesen. Ein literarischer Massenmoment, der zeigte, wie stark Geschichten Menschen verbinden können – ob nun im Mittelalter oder in der Zaubererwelt.


    Was bleibt?

    Ereignisse wie diese führen vor Augen, dass Geschichte nicht aus isolierten Punkten besteht. Der 21. Juli ist kein Einzelfall – aber er ist ein besonders illustrer Vertreter dafür, wie Vergangenheit atmet. Jede Entscheidung, jeder Aufstand, jede Entdeckung beeinflusst, wie wir heute denken, handeln, erinnern.

    Wer den 21. Juli aufmerksam liest, erkennt: Geschichte ist keine trockene Materie – sie lebt, sie lacht, sie schreit.

    Und manchmal steht sie eben einfach auf dem Kalender.

  • Privates Raumfahrtunternehmen landet erfolgreich auf dem Mond – ein neuer Meilenstein?

    Privates Raumfahrtunternehmen landet erfolgreich auf dem Mond – ein neuer Meilenstein?

    Ein weiteres privates Raumfahrtunternehmen hat Geschichte geschrieben: Firefly Aerospace hat mit seiner Blue Ghost Mission 1 erfolgreich eine unbemannte Sonde auf der Mondoberfläche gelandet. Damit reiht sich das Unternehmen als zweites privates Unternehmen ein, das diese technische Meisterleistung vollbracht hat.

    Landung in einer Vulkanlandschaft

    Die Sonde setzte am 2. März um 3:34 Uhr Eastern Time (9:34 Uhr in Mitteleuropa) in der Nähe von Mons Latreille, einer vulkanischen Formation im Mare Crisium auf der nordöstlichen Seite des Mondes, auf.

    Der Moment der Landung wurde live übertragen. Der Jubel im Kontrollzentrum in Austin, Texas, war unüberhörbar, als ein Ingenieur begeistert ausrief: „Wir sind auf dem Mond!“ – ein Satz, der an die historischen Apollo-Missionen erinnert.

    Kompakte Hightech-Sonde mit NASA-Auftrag

    Die Blue Ghost-Sonde ist ein kompakter, goldener Roboter mit einer Höhe von zwei Metern und einer Breite von 3,5 Metern. An Bord befinden sich verschiedene wissenschaftliche Instrumente der NASA, darunter ein Gerät zur Bodenbohrung und Temperaturmessung sowie eine hochauflösende Kamera zur Dokumentation der Mondoberfläche.

    Während des 45-tägigen Flugs entstanden bereits spektakuläre Aufnahmen des Erdtrabanten – ein kleiner Vorgeschmack darauf, was uns in den kommenden Wochen erwartet.

    Ein neuer Akteur betritt die Bühne

    Doch die Landung von Blue Ghost ist nur der Anfang. Schon am kommenden Donnerstag soll ein weiteres unbemanntes Fahrzeug für die NASA den Mond erreichen. Zwei Landungen innerhalb weniger Tage – das hätte vor wenigen Jahren noch kaum jemand für möglich gehalten.

    Was bedeutet das für die Zukunft?

    Bis vor Kurzem war die Mondforschung nahezu ausschließlich eine Domäne staatlicher Raumfahrtbehörden. Nach den Apollo-Missionen dauerte es über 50 Jahre, bis wieder eine amerikanische Sonde die Mondoberfläche erreichte. Jetzt übernehmen private Unternehmen zunehmend eine Schlüsselrolle in der Erforschung des Mondes – mit ehrgeizigen Zielen.

    Elon Musks SpaceX, Jeff Bezos’ Blue Origin oder eben Firefly Aerospace zeigen, dass die Raumfahrtbranche längst nicht mehr nur ein Prestigeprojekt für Nationen ist, sondern auch für Unternehmen ein riesiges wirtschaftliches Potenzial bietet. Kommt bald eine Mondbasis?

    Privatisierung der Raumfahrt – Fortschritt oder Risiko?

    Eines ist klar: Der private Sektor treibt Innovationen schneller voran, als es staatliche Raumfahrtbehörden allein könnten. Gleichzeitig wirft die zunehmende Kommerzialisierung auch Fragen auf:

    • Wer regelt den Zugang und die Nutzung von Ressourcen auf dem Mond?
    • Wird der Weltraum zum Schauplatz wirtschaftlicher Konkurrenz oder sogar geopolitischer Konflikte?

    Momentan profitieren sowohl die NASA als auch private Unternehmen von dieser Entwicklung – doch wie lange bleibt das so?

    Was gestern noch Science-Fiction war, wird heute Realität. Die Zukunft der Raumfahrt ist offen – und spannend wie nie zuvor.

    Von Andreas M. B.

  • Heute in der Geschichte: 21. November

    Heute in der Geschichte: 21. November

    Der 21. November ist ein Datum, das in der Weltgeschichte mehrfach von Bedeutung war. Von politischen Umwälzungen über wissenschaftliche Durchbrüche bis hin zu kulturellen Meilensteinen – dieser Tag hat zahlreiche Ereignisse hervorgebracht, die die Entwicklung verschiedener Nationen und Disziplinen geprägt haben.

    1783: Erster bemannter Heißluftballonflug in Paris

    Am 21. November 1783 gelang in Paris ein historischer Durchbruch in der Luftfahrt: Jean-François Pilâtre de Rozier und François Laurent d’Arlandes führten den ersten freien, bemannten Flug mit einem Heißluftballon durch. Der von den Brüdern Montgolfier entwickelte Ballon startete vom Schlossgarten des Schlosses La Muette in Passy und landete nach etwa 25 Minuten in der Nähe von Gentilly. Während des Fluges legten sie eine Strecke von rund zehn Kilometern zurück.

    Dieser Erfolg markierte den Beginn der bemannten Luftfahrt und eröffnete neue Möglichkeiten für die Erforschung und den Transport. Die Leistung der beiden Pioniere wurde in ganz Europa gefeiert und inspirierte zahlreiche weitere Experimente und Entwicklungen im Bereich der Aeronautik.

    1818: Abschluss des Aachener Kongresses

    Am 21. November 1818 endete der Aachener Kongress mit einer Deklaration der fünf europäischen Großmächte: Frankreich, Großbritannien, Österreich, Preußen und Russland. In dieser Erklärung betonten die Monarchen ihre Solidarität zur Gewährleistung von Ruhe, Glauben und Sittlichkeit in Europa.

    Der Kongress war Teil der Bemühungen, nach den Napoleonischen Kriegen ein Gleichgewicht der Mächte in Europa zu etablieren und dauerhaften Frieden zu sichern. Die Teilnahme Frankreichs an diesem Kongress symbolisierte seine Wiedereingliederung in die europäische Staatengemeinschaft nach den turbulenten Jahren der Revolution und des Kaiserreichs.

    1831: Aufstand der Seidenweber in Lyon

    In Lyon begann am 21. November 1831 der Aufstand der Seidenweber, bekannt als „Canut-Revolte“. Die Arbeiter protestierten gegen die Nichtumsetzung zuvor vereinbarter Mindestlöhne durch die Unternehmer. Dieser Aufstand gilt als einer der ersten Arbeiteraufstände der industriellen Ära und lenkte die Aufmerksamkeit auf die schwierigen Arbeitsbedingungen und die Notwendigkeit sozialer Reformen.

    Obwohl der Aufstand letztlich niedergeschlagen wurde, führte er zu einem wachsenden Bewusstsein für die Rechte der Arbeiter und legte den Grundstein für zukünftige Gewerkschaftsbewegungen und Arbeitsgesetze in Frankreich und darüber hinaus.

    1874: Vollendung von Wagners „Götterdämmerung“

    Am 21. November 1874 vollendete Richard Wagner in Bayreuth die „Götterdämmerung“, den letzten Teil seines Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“. Wagner hatte mit Unterbrechungen seit 1848 an diesem monumentalen Werk gearbeitet. Die Uraufführung der „Götterdämmerung“ fand 1876 statt und gilt als Meilenstein in der Geschichte der Oper.

    Wagners Werk beeinflusste die Musikgeschichte nachhaltig und prägte die Entwicklung der Oper im 19. und 20. Jahrhundert. Seine innovativen Kompositionstechniken und die Integration von Musik, Dichtung und Bühnenbild setzten neue Maßstäbe für das Musiktheater.

    1916: Untergang der „Britannic“

    Am 21. November 1916 sank das britische Hospitalschiff „Britannic“ im Mittelmeer, nachdem es auf eine Mine gelaufen war. Von den 1.066 Personen an Bord kamen 30 ums Leben. Die „Britannic“ war das Schwesterschiff der „Titanic“ und das größte Schiff, das im Ersten Weltkrieg verloren ging.

    Der Untergang der „Britannic“ führte zu weiteren Untersuchungen und Verbesserungen in der Schiffssicherheit und unterstrich die Gefahren, denen selbst als unsinkbar geltende Schiffe ausgesetzt waren.

    1969: Landung von Apollo 12 auf dem Mond

    Am 21. November 1969 landete die Apollo-12-Mission erfolgreich auf dem Mond. Die Astronauten Charles Conrad und Alan Bean verbrachten insgesamt 7 Stunden und 45 Minuten auf der Mondoberfläche und sammelten Proben zur wissenschaftlichen Analyse.

    Diese Mission festigte die Position der USA im Wettlauf um die Erforschung des Weltraums und lieferte wertvolle Daten für zukünftige Missionen. Die erfolgreiche Durchführung von Apollo 12 demonstrierte die Fähigkeit der NASA, präzise Landungen auf dem Mond durchzuführen und komplexe wissenschaftliche Experimente im Weltraum zu realisieren.

    2019: Anklage gegen Benjamin Netanjahu

    Am 21. November 2019 erhob der israelische Generalstaatsanwalt Anklage gegen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wegen Korruption und Veruntreuung. Es war das erste Mal in der Geschichte Israels, dass ein amtierender Ministerpräsident vor einer Anklage stand.

    Dieser Vorfall hatte weitreichende politische Konsequenzen und führte zu intensiven Debatten über Korruption und politische Integrität in Israel. Die Anklage beeinflusste die politische Landschaft des Landes und führte zu mehreren Wahlen und Regierungsbildungen in den folgenden Jahren.

    Fazit

    Der 21. November ist ein Datum, das durch eine Vielzahl bedeutender Ereignisse in verschiedenen Bereichen der Geschichte geprägt ist. Von bahnbrechenden technischen Errungenschaften über politische Wendepunkte bis hin zu kulturellen Meilensteinen – dieser Tag spiegelt die Vielfalt und Dynamik der menschlichen Geschichte wider.

  • Heute in der Geschichte: 13. September

    Heute in der Geschichte: 13. September

    Der 13. September hat in der Weltgeschichte eine Reihe bemerkenswerter Ereignisse hervorgebracht. Vom politischen Umbruch bis hin zu wissenschaftlichen Meilensteinen – dieser Tag hat Spuren hinterlassen. In Frankreich und weltweit fanden Ereignisse statt, die noch heute von historischer Bedeutung sind. Schauen wir uns einige dieser Momente genauer an.

    Der Friedensvertrag von Paris – 1783

    Ein einschneidendes Datum in der Weltgeschichte: Am 13. September 1783 wurde der Friedensvertrag von Paris unterzeichnet, der den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg offiziell beendete. Zwar erfolgte die feierliche Ratifizierung erst im Januar des Folgejahres, doch der 13. September markiert das Ende eines langen Konflikts zwischen Großbritannien und den aufstrebenden Vereinigten Staaten. Dieser Vertrag bestätigte die Unabhängigkeit der dreizehn Kolonien und legte den Grundstein für die Geburt einer neuen Nation.

    Das Dokument war in vielerlei Hinsicht revolutionär – es festigte nicht nur Amerikas Status als unabhängige Nation, sondern veränderte auch die geopolitische Landschaft Europas und der westlichen Hemisphäre. Für Frankreich war es ein doppelter Sieg: König Ludwig XVI. hatte sich auf die Seite der Amerikaner gestellt, was Großbritannien schwächte und Frankreich vorerst als führende europäische Macht stärkte. Doch diese Beteiligung sollte auch unvorhergesehene Konsequenzen haben.

    Der dramatische Auftakt zur Französischen Revolution – 1791

    Am 13. September 1791, nur acht Jahre nach dem Friedensvertrag von Paris, ereignete sich ein bedeutender Schritt in der Französischen Revolution. An diesem Tag unterzeichnete König Ludwig XVI. die erste Verfassung Frankreichs, die Constitution de 1791, die aus Frankreich eine konstitutionelle Monarchie machte. Der König wurde damit gezwungen, seine uneingeschränkte Macht aufzugeben und mit einem Parlament zu teilen.

    Diese Verfassung garantierte den Franzosen grundlegende Rechte, schränkte die Macht des Monarchen ein und ebnete den Weg für die bürgerliche Gleichberechtigung – zumindest auf dem Papier. Doch wie so oft verlief die Umsetzung nicht reibungslos. Frankreich war tief gespalten, und Ludwig XVI. selbst war alles andere als ein überzeugter Verfechter dieser Verfassung. Ein Jahr später, 1792, wurde er schließlich abgesetzt und wenig später hingerichtet. Die Französische Revolution war in vollem Gange.

    Apollo 11 und der erste Mensch auf dem Mond – 1969

    Zwar fand die historische Mondlandung der Apollo-11-Mission im Juli 1969 statt, doch am 13. September 1969 erlebte die Welt ein weiteres Ereignis im Rahmen der Mission: die Landung der Raumkapsel „Columbia“ im Pazifik, mit der Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins sicher zur Erde zurückkehrten. Diese Rückkehr markierte das Ende einer der größten technischen Leistungen der Menschheitsgeschichte – eine Leistung, die die globale Dominanz der USA im Weltraumrennen festigte und die Träume von Weltraumforschung neu entfachte.

    Für Frankreich war dieser Moment nicht nur ein technisches Wunderwerk, sondern auch ein Signal, dass die Wissenschaft und der technologische Fortschritt einen neuen Abschnitt der Menschheitsgeschichte eingeläutet hatten. Das französische Interesse an der Weltraumforschung wuchs in den darauffolgenden Jahrzehnten enorm, was schließlich zur Gründung des französischen Weltraumprogramms CNES (Centre National d’Études Spatiales) führte.

    Der Start des Eurotunnels – 1981

    Am 13. September 1981 kam es in Frankreich zu einem bahnbrechenden Beschluss, der die Geschichte der Mobilität in Europa für immer verändern sollte: Die britische und französische Regierung gaben grünes Licht für den Bau des Eurotunnels, der Großbritannien und Frankreich unter dem Ärmelkanal miteinander verbinden sollte. Der Tunnel selbst wurde zwar erst 1994 eröffnet, aber dieser frühe Meilenstein markierte den Beginn eines ehrgeizigen Projekts, das die Verkehrsverbindungen revolutionierte.

    Es war nicht nur eine Ingenieursleistung, sondern auch ein Symbol für das Zusammenwachsen Europas. Die Beziehung zwischen Frankreich und Großbritannien hatte in der Geschichte oft Spannungen erlebt, aber mit diesem gemeinsamen Projekt wurde eine neue Ära der Kooperation eingeleitet.

    Die Ermordung von Amílcar Cabral – 1974

    Auf globaler Ebene hinterließ auch der 13. September 1974 Spuren, als in Guinea-Bissau Amílcar Cabral, einer der führenden Köpfe der afrikanischen Unabhängigkeitsbewegungen, bei einem Attentat ums Leben kam. Cabral, Gründer der Afrikanischen Partei für die Unabhängigkeit von Guinea und Kap Verde (PAIGC), war ein charismatischer Anführer, der für die Befreiung von der portugiesischen Kolonialherrschaft kämpfte. Seine Ermordung hinterließ ein Machtvakuum, das die Freiheitsbewegung in Afrika schwächte.

    Sein Tod markierte das Ende eines wichtigen Kapitels in den afrikanischen Befreiungskämpfen, hatte jedoch einen inspirierenden Effekt auf viele andere Nationen, die um ihre Unabhängigkeit rangen. Frankreich spielte in dieser Zeit eine zweischneidige Rolle: Einerseits förderte es nach der Entkolonialisierung afrikanische Unabhängigkeitsbewegungen, andererseits kämpfte es in seinen eigenen ehemaligen Kolonien gegen ähnliche Bestrebungen.

    Der Fall der Berliner Mauer – 1989

    Ein weiteres weltbewegendes Ereignis ist mit dem 13. September verbunden: Nur zwei Monate vor dem tatsächlichen Fall der Berliner Mauer im November 1989, begann an diesem Tag eine regelrechte Fluchtwelle aus Ostdeutschland über Ungarn in den Westen. Es war der Auftakt zur finalen Phase des Kalten Krieges, in der Ost und West sich unaufhaltsam aufeinander zubewegten.

    Was für ein Gefühl es gewesen sein muss, als immer mehr Ostdeutsche das strenge Grenzregime überlisteten und durch Ungarn in die Freiheit gelangten? Ein bedeutender Moment in der Geschichte des Kalten Krieges und ein Vorbote für den endgültigen Zusammenbruch des Eisernen Vorhangs.

    Frankreichs cineastischer Triumph – 1993

    Nicht alle Ereignisse des 13. Septembers sind mit Revolutionen oder großen politischen Umbrüchen verbunden. An diesem Tag im Jahr 1993 feierte der französische Film Die fabelhafte Welt der Amélie seine Premiere auf dem Toronto International Film Festival. Der Film, der erst einige Monate später offiziell in die Kinos kam, wurde zu einem kulturellen Phänomen und einem der erfolgreichsten französischen Filme aller Zeiten.

    Der 13. September ist somit nicht nur ein Tag der politischen und wissenschaftlichen Meilensteine, sondern auch ein Moment, an dem die Kunst und Kultur Frankreichs internationale Anerkennung erlangte.

    Fazit

    Ob politische Revolutionen, technische Durchbrüche oder kulturelle Errungenschaften – der 13. September hat in der Weltgeschichte seine Spuren hinterlassen. Von der Unterzeichnung der ersten französischen Verfassung bis hin zu Weltraumforschungen und Tunnelprojekten: Dieser Tag steht für Wandel und Fortschritt. Auch heute erinnern wir uns an die großen und kleinen Momente, die die Welt für immer verändert haben.

  • Airbus baut drei neue Servicemodule für die Artemis-Mondmission

    Airbus baut drei neue Servicemodule für die Artemis-Mondmission

    Die Firma Airbus hat den Zuschlag für den Bau von drei zusätzlichen Servicemodulen im Wert von 650 Millionen Euro erhalten. Diese werden in der Orion-Kapsel des amerikanischen Mondprogramms Artemis zum Einsatz kommen.

    Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat Airbus mit dem Bau von drei zusätzlichen Servicemodulen für die Orion-Kapsel des amerikanischen Mondprogramms Artemis beauftragt, teilte der Hersteller am Dienstag in einer Pressemitteilung mit. Airbus ist bereits für die Lieferung der ersten drei Servicemodule verantwortlich, die die Kapsel mit Antrieb und Strom sowie die zukünftigen Passagiere mit Wasser und Luft versorgen.

    Das Artemis-Programm zielt darauf ab, in naher Zukunft Astronauten auf den Mond zu bringen und dort sogar eine permanente Basis zu installieren. Der am Dienstag von Airbus bekannt gegebene Auftrag im Wert von 650 Millionen Euro betrifft die Missionen 4, 5 und 6 dieses Programms. Die Artemis-1-Mission, die für Ende 2021 geplant ist, soll die riesige SLS-Rakete mit der Orion-Kapsel der NASA testen, ohne Menschen an Bord. Die zweite wird Astronauten im Jahr 2023 um den Mond führen. Mit Artemis 3 wird die Orion-Kapsel an die zukünftige Mondorbitalstation Gateway andocken. Die Astronauten werden dann mit einem anderen Raumschiff auf dem Mond landen – bevor sie zur Erde zurückkehren.

    Eine Mondlandung im Jahr 2024?
    Der ursprüngliche Termin 2024 könnte aufgrund von Budgetproblemen im Zusammenhang mit dem amerikanischen Lunar Lander Programm schwer zu halten sein. ESA-Direktor Jan Wörner sagte bei einer Pressekonferenz am Dienstag, dass dieses Datum „vielleicht nicht haltbar“ sei, während er sich „sicher ist, dass es etwas in den Jahren 2025-2026 werden wird“.

    Die nachfolgenden Missionen 4, 5 und 6 dienen der Entwicklung der Orbitalstation Gateway, die die europäischen Kommunikations- und Stromversorgungselemente sowie das Wohnmodul i-Hab enthalten wird. Die europäischen Servicemodule werden von Airbus in Bremen, Deutschland, mit Zulieferungen aus zehn europäischen Ländern gebaut. Das erste Modul, für Artemis 1, wurde 2020 an die NASA geliefert und im Dezember in die Orion-Kapsel integriert. Mit dieser Beteiligung wird der europäischen Raumfahrtindustrie „ein sehr wichtiger Teil der Mission anvertraut“, so Jan Wörner.

    Es ist das erste Mal, dass die NASA ausländische Firmen mit der Lieferung eines Elements betraut, das für eine Mission von kritischer Bedeutung ist und bei der es zudem um die Sicherheit von Menschenleben geht.
    Die ESA hat sich auf diesem Gebiet dank des ATV – für das Airbus der Hauptvertragspartner war – einen Namen gemacht. Der Raumfrachter versorgte zwischen 2008 und 2015 die Besatzungen der Internationalen Raumstation (ISS) mit Treibstoff.

    Das Servicemodul (ESM) von Orion ist auf dem Know-how der europäischen Hersteller auf diesem Gebiet aufgebaut. Die Beteiligung der ESA an Artemis bietet auch die Garantie, dass europäische Astronauten an dem Programm teilnehmen werden. „Wir haben uns bereits drei Plätze für die Teilnahme an der Orbitalstation Gateway gesichert“, sagte David Parker, ESA-Direktor für Humane Forschung.