Schlagwort: Mode

  • Marseille wird nachhaltig – Die erste Slow Fashion Week startet durch

    Marseille wird nachhaltig – Die erste Slow Fashion Week startet durch

    Marseille, die südfranzösische Hafenstadt, bekannt für Sonne, Meeresbrise und Bouillabaisse – und bald auch für nachhaltige Mode. Vom 7. bis 14. Juni 2025 findet dort zum allerersten Mal die Slow Fashion Week statt. Ein mutiger und zukunftsweisender Schritt, mit dem sich die Stadt als Hotspot für ethische und bewusste Mode positioniert. Hinter dem Projekt steckt der engagierte Modekollektiv BAGA, das frischen Wind in die Modewelt bringt – ökologisch, inklusiv und verantwortungsvoll.

    Eine Woche, die mehr als Mode zeigt Vergiss Glanz und Glamour um jeden Preis – bei dieser Fashion Week steht der Mensch und die Umwelt im Mittelpunkt. In einer Woche voller Aktivitäten lädt Marseille zu Modenschauen, Workshops, Konferenzen und Ausstellungen ein. Die Türen stehen offen – nicht nur für Modeprofis, sondern für alle, die neugierig auf einen bewussteren Lebensstil sind. Doch was erwartet die Besucher genau? Zum Beispiel Mode aus …

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  • Frankreich gegen Fast Fashion: Wie der Senat den Textil-Giganten auf die Finger schaut

    Frankreich gegen Fast Fashion: Wie der Senat den Textil-Giganten auf die Finger schaut

    In Paris geht es gerade heiß her – zumindest politisch. Der französische Senat diskutiert über ein Gesetz, das die Modewelt verändern könnte. Zielscheibe: Die Fast-Fashion-Industrie. Genauer gesagt: ihre rasant wachsenden chinesischen Player wie Shein und Temu, die mit täglichen Neuheiten und Billigpreisen das Internet fluten. Aber wie weit reicht dieser Gesetzentwurf wirklich? Was ist Fast Fashion überhaupt? Erstmals will Frankreich den Begriff „Fast Fashion“ gesetzlich definieren – und das gleich mit mehreren Haken: hohe Produktionsmengen, ständige Kollektionserneuerungen, kaum Anreize zur Reparatur und Kleidung mit eingebautem Verfallsdatum. Das trifft ins Mark der Strategie von Plattformen wie Shein, die mit Tausenden neuen Artikeln pro Tag genau dieses Modell perfektioniert haben. Die Idee: Wer so produziert, schädigt nicht nur die Umwelt, sondern auch faire Arbeitsbedingungen weltweit. Und deshalb soll dieser Wahnsinn gestoppt – oder wenigstens gebremst – werden. Der Gesetzesvors…

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  • Trump verspricht ein Handelsabkommen mit der EU – und andere World-News

    Trump verspricht ein Handelsabkommen mit der EU – und andere World-News

    Am Donnerstag traf Donald Trump im Weißen Haus eine europäische Regierungschefin, für die er ungewöhnlich warme Worte fand: Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Beim Empfang erklärte Trump, es werde „zu 100 Prozent ein Handelsabkommen mit der EU geben“, noch bevor die 90-tägige Aussetzung einiger Zölle auslaufe.

    Meloni stellte zwar klar, dass sie kein Mandat habe, im Namen der EU zu verhandeln. Dennoch sieht die Trump-Regierung in der konservativen Politikerin eine mögliche Vermittlerin mit Europa. Die Europäische Zentralbank senkte unterdessen die Zinsen – ein Schritt, der angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten, auch als Folge von Trumps erratischer Handelspolitik, erwartet worden war.

    Auch mit Blick auf China äußerte sich Trump optimistisch: „Wir werden ein sehr gutes Abkommen mit China machen“, erklärte er. China ist derzeit mit US-Zöllen in Höhe von 145 Prozent konfrontiert. Konkrete Fortschritte in den Verhandlungen sind bislang jedoch kaum erkennbar. Auch japanische Regierungsvertreter reisten am Mittwoch ohne Abkommen aus Washington ab. Trump meinte jedoch, man sei „auf einem guten Weg“.


    US-Gericht: Google hat illegal seine Monopolstellung im Werbemarkt ausgebaut

    Ein US-Bundesrichter entschied am Donnerstag, dass Google Gesetze verletzt hat, um seine marktbeherrschende Stellung im Bereich der Onlinewerbung zu sichern. Das Urteil könnte weitreichende Folgen für den Technologiekonzern und dessen Einfluss auf das Internet haben.

    Das Justizministerium hatte Google im vergangenen September verklagt. Es warf dem Unternehmen vor, ein Monopol auf drei zentralen Ebenen des digitalen Werbemarktes aufgebaut zu haben: bei den Werkzeugen für Publisher, um Werbeflächen anzubieten; bei den Tools, mit denen Werbekunden diese Flächen kaufen; und bei der Software, die die Transaktionen zwischen beiden Seiten ermöglicht.

    Der Richter befand, dass Google seine Marktstellung bei den Publisher-Tools und dem Transaktionssystem illegal aufgebaut habe. Den Vorwurf in Bezug auf die Werbekunden-Tools wies das Gericht jedoch zurück.

    Google und das Justizministerium haben nun sieben Tage Zeit, einen Zeitplan für die nächste Phase des Verfahrens vorzulegen. Die Regierung hat bereits angekündigt, dass sie möglicherweise eine Zerschlagung von Googles Werbetechnologiesparte fordern werde.

    Unabhängig davon hatte ein anderer Richter im August entschieden, dass Google auch im Bereich der Internetsuche ein illegales Monopol halte. Hier plant das Justizministerium ebenfalls eine Aufspaltung des Konzerns. Eine erste Anhörung dazu beginnt am kommenden Montag.


    USA beginnen Truppenabzug aus dem Nordosten Syriens

    Nach dem Sturz des Assad-Regimes im Dezember haben die Vereinigten Staaten mit dem Rückzug ihrer Truppen aus dem Nordosten Syriens begonnen. Drei der acht kleinen US-Stützpunkte in der Region wurden bereits geschlossen, wie US-Behörden mitteilten. Die Truppenstärke sei von rund 2.000 auf etwa 1.400 Soldaten reduziert worden.

    Beobachter warnen, dass ein weiterer Abzug die Stabilität der neu eingesetzten syrischen Regierung gefährden könnte. Besonders im Nordosten sei der sogenannte Islamische Staat weiterhin eine reale Bedrohung.


    Weitere Schlagzeilen

    • Gaza: Israel bombardierte ein Lager für kriegsvertriebene Palästinenser im Süden des Gazastreifens. Nach palästinensischen Angaben kamen dabei mindestens ein Dutzend Menschen ums Leben.
    • USA: Bei einer Schießerei auf dem Campus der Florida State University in Tallahassee wurden mindestens zwei Menschen getötet. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen.
    • Italien: Eine Seilbahn stürzte südlich von Neapel ab und zerschellte. Mindestens vier Menschen kamen ums Leben.
    • Gesundheit: Das Pharmaunternehmen Eli Lilly veröffentlichte Studienergebnisse, wonach eine tägliche Tablette ähnlich wirksam beim Gewichtsverlust sein könnte wie injizierbare Medikamente wie Ozempic.
    • Frankreich: Präsident Emmanuel Macron forderte eine Kommission, die die Folgen einer Schuldenlast Haitis von vor 200 Jahren untersuchen soll.
    • Ukraine: Ein Geschichtslehrer erreicht mit Videos, in denen er Kreml-Propaganda entkräftet, ein Millionenpublikum im Netz.
    • Australien: Eine Modedesignerin namens Katie Perry verklagt die Sängerin Katy Perry wegen Markenrechtsverletzung.
    • Niederlande: Angesichts steigender Zahlen von Verkehrstoten unter Radfahrern wirbt eine neue Kampagne für das Tragen von Helmen – doch viele bleiben skeptisch.
    • Mode: Jonathan Anderson, früher bei Loewe (LVMH), wird neuer künstlerischer Leiter für die Herrenmode bei Dior.
    • Tiere: In Kenia bekannten sich vier Männer schuldig, Tausende lebende Ameisen illegal gehandelt zu haben. Sie wollten sie als Haustiere verkaufen.

    Autor: MAB

  • Prada übernimmt Versace: Zwei Modegiganten unter einem Dach

    Prada übernimmt Versace: Zwei Modegiganten unter einem Dach

    Es ist ein Paukenschlag in der Welt der Luxusmode: Prada übernimmt Versace. Für satte 1,25 Milliarden Euro in bar wandert das berühmte Modehaus zurück in italienische Hände. Was wie ein geschickter Schachzug aussieht, hat das Potenzial, die Modewelt nachhaltig zu verändern.

    Zwei große Namen – ein gemeinsamer Weg. Prada, seit Jahrzehnten Synonym für elegante Zurückhaltung und handwerkliche Perfektion, holt sich mit Versace eine Marke ins Boot, die für lautes Design, goldene Medusen und pure Extravaganz steht.

    Warum also dieser Zusammenschluss?

    Prada spricht von einer „komplementären Ergänzung“ zum bisherigen Markenportfolio. Versace, das trotz weltweiter Bekanntheit zuletzt mit Herausforderungen zu kämpfen hatte, bekommt eine neue Plattform. Die DNA der Marke – das gewagte, luxuriöse Auftreten – soll erhalten bleiben. Gleichzeitig verspricht Prada, die volle Kraft der eigenen Infrastruktur zu nutzen, um Versace auf das nächste Level zu heben.

    Es ist fast wie in einer italienischen Familiensaga: Donatella Versace, jahrelanges Gesicht und kreative Seele des Hauses, tritt kürzer. Doch sie bleibt als Markenbotschafterin an Bord. Ihr Nachfolger im kreativen Bereich? Ein vertrautes Gesicht aus dem Prada-Kosmos. So bleibt auch der Designansatz in der Familie – zumindest im Geiste.

    In der Modebranche wird der Deal als Signal gewertet: Italien will nicht länger zusehen, wie französische Luxuskonzerne den Markt dominieren. Die Übernahme könnte der Auftakt für ein echtes Gegengewicht zu LVMH und Kering sein – italienische Klasse gegen französischen Chic, sozusagen.

    Der Zeitpunkt? Strategisch gewählt. Während Versace unter dem bisherigen Besitzer Capri Holdings nie ganz an frühere Glanzzeiten anknüpfen konnte, hat Prada in den letzten Jahren konsequent investiert und expandiert. Die Übernahme wird durch neue Kredite in Höhe von 1,5 Milliarden Euro finanziert – ein mutiger, aber gut durchdachter Schritt.

    Doch was bedeutet das für Konsumenten?

    Ganz einfach: Noch mehr Auswahl, noch mehr Stil. Prada will Versaces gewagten Look erhalten und weiterentwickeln. Wer den Mix aus barocker Opulenz und moderner Streetwear liebt, darf also hoffen. Und Hand aufs Herz – wann war Luxusmode zuletzt so spannend?

    Ein besonders bemerkenswerter Aspekt: Diese Fusion bringt zwei sehr unterschiedliche Kreativansätze zusammen. Pradas minimalistische Raffinesse trifft auf Versaces theatralische Extravaganz. Das birgt Risiken, klar – aber auch enorme Chancen für frische Ideen und neue Kollektionen, die mehr als bloß beeindrucken wollen.

    Wie also wird sich die Branche wandeln? Wird aus diesem Zusammenschluss ein neues Kraftzentrum italienischer Mode?

    Eines ist sicher: Die nächsten Fashion Weeks werden spannender denn je. Wenn Prada und Versace erstmals gemeinsam auftrumpfen, könnte das die Geburt eines neuen Stils einläuten – einer, der italienische Handwerkskunst mit globaler Vision verbindet.

    Und mal ehrlich – wer hätte gedacht, dass zwei einstige Rivalen einmal gemeinsame Sache machen?

    Von C. Hatty

  • Café-Tricot in Roubaix: Ein Hauch von Modegeschichte in 45 Minuten

    Café-Tricot in Roubaix: Ein Hauch von Modegeschichte in 45 Minuten

    Stricken und Kaffee trinken – das klingt zunächst wie ein Nachmittag bei Oma. Doch in Roubaix, im Département Nord, hat ein innovatives Café diesen traditionellen Charme in die Moderne geholt. Hier können Gäste nicht nur einen Kaffee genießen, sondern sich währenddessen einen Pullover auf Maß stricken lassen. In nur 45 Minuten entsteht ein individuelles Kleidungsstück, das perfekt passt – eine Hommage an die textile Vergangenheit der Stadt.

    Zwischen Café und Strickmaschine

    Das Konzept ist ebenso einfach wie genial: Die Kunden betreten das Café und suchen sich in einer Art „Anprobe“ ihren Wunschpullover aus. Schnitt, Farbe, Größe – alles ist frei wählbar. Während sie sich entspannt mit einem Getränk zurücklehnen, beginnt hinter den Kulissen die Arbeit. Sacha Motta, eine der Gründerinnen, startet mit ihrem Team den Produktionsprozess. Strickmaschinen und geschickte Hände setzen die Wünsche der Gäste um, und schon nach einer knappen Dreiviertelstunde liegt ein weicher, perfekt gestrickter Pullover bereit – für 85 Euro.

    Das Café-Tricot ist jedoch mehr als nur ein kreativer Ort, um Kleidung zu kaufen. Es verbindet das Angenehme mit dem Praktischen und schafft ein Erlebnis, das weit über eine herkömmliche Shoppingtour hinausgeht.

    Roubaix: Eine Stadt mit textiler Seele

    Roubaix, einst bekannt als „das Manchester Frankreichs“, war im 19. Jahrhundert ein pulsierendes Zentrum der Textilindustrie. Tausende Arbeiter füllten die Fabriken, und die Stadt war von unzähligen Schornsteinen geprägt. Doch die Wirtschaftskrise der 1960er Jahre setzte dieser Blütezeit ein jähes Ende. Viele Fabriken schlossen, Arbeitsplätze gingen verloren, und die Stadt verlor ihren Glanz.

    Mit dem Café-Tricot schlagen die Gründer eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Produktion wieder nach Roubaix zu holen und damit an die glorreichen Zeiten der Stadt anzuknüpfen. Zugleich steht das Projekt für Nachhaltigkeit: Statt Kleidung in Übermengen zu produzieren, fertigt das Team nur, was tatsächlich benötigt wird. Transparent, lokal und maßgeschneidert – ein Konzept, das in der heutigen Zeit immer mehr Anhänger findet.

    Ein neuer Trend?

    Wer hätte gedacht, dass Stricken einmal so modern sein könnte? Doch genau das passiert in Roubaix. Dieses Café zeigt, dass alte Traditionen und neue Ideen wunderbar zusammenpassen. Vielleicht stellt sich die Frage: Warum gibt es dieses Konzept noch nicht in anderen Städten? Es verbindet Nostalgie mit Nachhaltigkeit, Kreativität mit Komfort – und das alles in entspannter Atmosphäre.

    Roubaix mag in der Vergangenheit harte Zeiten erlebt haben, doch mit Projekten wie dem Café-Tricot beweist die Stadt, dass sie noch immer eine Quelle für Innovation und Mode ist. Wer also nach einem Pullover sucht, der nicht nur warm hält, sondern auch eine Geschichte erzählt, sollte unbedingt einen Abstecher nach Roubaix machen. Und wer weiß, vielleicht entsteht hier der nächste große Trend?

  • Veganes Leder aus der Bretagne: Ein Handwerker kreiert Mode-Accessoires aus Fruchtschalen

    Veganes Leder aus der Bretagne: Ein Handwerker kreiert Mode-Accessoires aus Fruchtschalen

    In der malerischen Landschaft der Bretagne, genauer auf der Halbinsel Crozon im Finistère, treibt ein Handwerker die Grenzen der traditionellen Maroquinerie auf innovative Weise voran. Clément Colin, ein Ingenieur, der seine Leidenschaft für das Handwerk entdeckte, wendet sich von den konventionellen Pfaden der Lederverarbeitung ab, um etwas gänzlich Neues zu schaffen: Accessoires aus den Schalen von Früchten.

    Die Kunst der Transformation

    Colin erhält seine Rohstoffe von einer Rumdestillerie in Plougastel, wo die Reste von Ananas und Wassermelonen eine unerwartete Wiedergeburt erleben. Durch ein ausgeklügeltes Verfahren, das er in 16 Schritten perfektioniert hat, verwandelt er diese scheinbar wertlosen Abfälle in begehrte Objekte. Die Palette seiner Kreationen umfasst Schmuck, Portemonnaies und sogar Lampen, die alle aus diesem unkonventionellen „Leder“ gefertigt sind. Die Preise sind dabei ebenso attraktiv wie die Produkte selbst: 25 Euro für einen Ring und 180 Euro für ein Portemonnaie demonstrieren, dass Nachhaltigkeit und Stil preiswert Hand in Hand gehen können.

    Ein neuer Horizont im Umgang mit Abfällen

    Diese innovative Idee reiht sich ein in eine wachsende gesellschaftliche Bewegung, die darauf abzielt, Abfallprodukte neu zu bewerten und zu nutzen. Apfelreste aus Industrieabfällen wurden in Italien patentiert, um daraus Leder für Taschen und Schuhe zu produzieren. Solche Alternativen zum tierischen Leder bieten nicht nur eine ethisch vertretbare Option für Verbraucher; sie sind zudem wettbewerbsfähig in Preis und Qualität. Sneakers aus Apfelleder etwa können für rund hundert Euro erstanden werden – ein Preis, der mit traditionellem Kuhleder durchaus vergleichbar ist.

    Ein Win-Win für Umwelt und Verbraucher

    Das Engagement für die Umwelt muss nicht auf Kosten des eigenen Stils oder Geldbeutels gehen. Programme wie Wetri, die es ermöglichen, durch Recycling Punkte zu sammeln, die in Euros umgewandelt werden können, unterstreichen die finanziellen Anreize für nachhaltiges Handeln. Die Möglichkeit, eigene Abfälle zu Geld zu machen, sei es durch die Rückgabe von Flaschen in Supermärkten oder durch das Recycling von Alltagsgegenständen, bietet einen zusätzlichen Anreiz, aktiv zum Umweltschutz beizutragen.

    Ein Blick in die Zukunft

    Clément Colins Pionierarbeit in der Verwendung von Fruchtabfällen für Mode- und Wohnaccessoires mag nur ein kleiner Schritt in der großen Landschaft der Nachhaltigkeitsbemühungen sein, doch es ist ein deutliches Signal: Der Weg zu einer umweltfreundlicheren Zukunft ist gepflastert mit kreativen Lösungen, die die Art und Weise, wie wir über Abfall und Ressourcen denken, grundlegend verändern können. In einer Welt, die sich zunehmend der Notwendigkeit des Umweltschutzes bewusst wird, zeigen Projekte wie das von Colin, dass Innovation und Tradition nicht in Konflikt stehen müssen, sondern sich ergänzen und zu einem besseren Morgen führen können.

  • Konsum: Wie viele Kleidungsstücke werfen die Franzosen jedes Jahr weg?

    Konsum: Wie viele Kleidungsstücke werfen die Franzosen jedes Jahr weg?

    Eine Studie hat ergeben, dass Franzosen nur etwa 30% ihrer Kleidung wirklich tragen. Ein Einblick in das Problem der Überkonsumation von Kleidungsstücken.

    Im Jahr 2022 wurden 3,3 Milliarden Kleidungsstücke und Schuhe auf dem französischen Markt verkauft, was 827.000 Tonnen Gewicht entspricht. Im Durchschnitt hat jeder Franzose im Jahr 2022 etwa 48 Kleidungsstücke gekauft, was einem Anstieg von 33% in weniger als zehn Jahren entspricht. Im Kleiderschrank eines Mannes findet man jedes Jahr 20 neue Artikel, darunter fünf T-Shirts. Der Schrank einer Frau enthält jedes Jahr 35 neue Teile, einschließlich sieben Unterwäschesets.

    Nur 10 bis 12% der in Frankreich weiterverkauften Kleidung sind Second-Hand
    Bei Kindern zählt man 59 neue Kleidungsstücke pro Jahr, darunter zehn T-Shirts, sechs Hosen und drei Pullover. Diese Kaufwut wird durch die sogenannte Fast Fashion angeheizt, die den traditionellen Rhythmus von zwei Mode-Kollektionen pro Jahr beendet hat. Jetzt gibt es jede Woche eine neue Kollektion. Die Ultra-Fast-Fashion beschleunigt diesen Trend noch weiter, der Riese Shein fügt täglich mehr als 7.200 neue Modelle auf seiner Website dem Angebot hinzu.

    Während sich die weltweite Produktion von Kleidung zwischen 2000 und 2014 verdoppelt hat, hat sich ihre Lebensdauer um ein Drittel verkürzt. In Frankreich werden nur 10 bis 12% der Kleidung als Second-Hand weiterverkauft. 80% enden auf Deponien oder werden verbrannt.

  • Haute Couture: Sechs Verdächtige im Zusammenhang mit dem Diebstahl der Balmain-Kollektion festgenommen

    Haute Couture: Sechs Verdächtige im Zusammenhang mit dem Diebstahl der Balmain-Kollektion festgenommen

    Im September 2023 wurden einzigartige Stücke aus der aktuellen Balmain-Kollektion von bewaffneten Männern entwendet. Sechs Verdächtige wurden jetzt nach fünfmonatigen Ermittlungen festgenommen.

    Sechs Verdächtige haben das Haus Balmain, eines der renommiertesten französischen Modehäuser, überfallen. Am 16. September 2023 traf die aus New York (USA) stammende Balmain-Kollektion am Flughafen Roissy Charles-de-Gaulle ein. In einem unmarkierten Lieferwagen verließ die wertvolle Fracht im Wert von 500.000 Euro den Flughafen in Richtung Paris. Auf einer Autobahnauffahrt wurde der Transporter von einem grauen Renault gerammt und zum Anhalten gezwungen, der ihm offensichtlich gefolgt war.

    Einzigartige Stücke, die nicht weiterverkauft werden können
    Drei vermummte und bewaffnete Männer stießen den Fahrer des Lieferwagens zu Boden und raubten den Wagen aus. Der Expressüberfall dauerte weniger als zwei Minuten. Olivier Rousteing, künstlerischer Leiter von Balmain, erhält die schlimme Nachricht zehn Tage vor seiner Modenschau. Nach fünfmonatigen Ermittlungen konnten dann im Januar 2024 sechs Verdächtige mithilfe von abgehörten Telefongesprächen festgenommen werden. Die für den einmaligen Gebrauch geschaffenen Stücke waren unmöglich zu verkaufen. Wegen schweren Diebstahls drohen den sechs Angeklagten sieben Jahre Haft und eine Geldstrafe von 100.000 Euro.