Schlagwort: Mobilfunk

  • Teure Versprechen: Wie SFR mit irreführender Werbung Vertrauen verspielt

    Teure Versprechen: Wie SFR mit irreführender Werbung Vertrauen verspielt

    Es klingt wie ein vertrautes Versprechen aus der Welt der Telekommunikation: ein Tarif, der bleibt, wie er ist. Kein Kleingedrucktes, keine bösen Überraschungen, keine plötzlichen Preissprünge. Genau mit dieser Verlässlichkeit hatte der französische Anbieter SFR für seine Marke Red by SFR geworben – und ist nun dafür teuer zur Rechenschaft gezogen worden. Ein Pariser Gericht verurteilte das Unternehmen zu einer Geldstrafe von zehn Millionen Euro, von denen die Hälfte zur Bewährung ausgesetzt wurde. Der Vorwurf wiegt schwer: irreführende Geschäftspraktiken. Zwischen 2017 und 2020 seien Mobilfunktarife als dauerhaft preisstabil beworben worden – mit Formulierungen, die bei Kunden kaum Zweifel ließen. „Ohne zeitliche Bedingungen“, „kein Preis, der sich nach einem Jahr verdoppelt“, „lebenslang garantiert“ – Worte, die Vertrauen schaffen sollten. Doch Vertrauen, das ist eine empfindliche Währung. Tatsächlich begann SFR bereits 2019 damit, die Preise zu erhöhen. Für viele Kunden kam das eine…

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  • Totalausfall bei Mobilfunkbetreiber SFR: Millionen am 16. Juni ohne Netz

    Totalausfall bei Mobilfunkbetreiber SFR: Millionen am 16. Juni ohne Netz

    Montag, der 16. Juni 2025 – ein Tag, den viele SFR-Kundinnen und -Kunden so schnell nicht vergessen werden. Ein plötzlicher Netzausfall legte ab dem späten Vormittag nahezu sämtliche Dienste des Telekommunikationsanbieters lahm. Kein Handyempfang, keine SMS, keine Internetverbindung – für Stunden herrschte digitale Funkstille. Der digitale Blackout Um 10:30 Uhr begann das Unheil – was zunächst wie eine lokale Störung wirkte, entpuppte sich rasch als flächendeckender Ausfall. Zwischen 12:30 und 14 Uhr war der Höhepunkt erreicht: Nichts ging mehr. Weder mobile Gespräche noch Festnetztelefonie funktionierten, selbst Glasfaseranschlüsse waren betroffen. Auch der Versand von Nachrichten über das Mobilfunknetz war vielerorts nicht möglich. SFR bezeichnete die Panne selbst als „massiv“. Die Techniker arbeiteten unter Hochdruck an sogenannten Core-Netz-Komponenten, also dem Herzstück der Infrastruktur. Nach zähem Ringen war ab dem späten Nachmittag eine spürbare Verbesserung zu verzeichnen – g…

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  • Ein Anruf, der uns alle verändert hat

    Ein Anruf, der uns alle verändert hat

    Ein persönlicher Kommentar zum 3. April 1973

    Ich stelle mir diesen Moment manchmal ganz bildlich vor: Martin Cooper steht da, mitten in New York, hält ein Ding in der Hand, das aussieht wie eine Mischung aus Ziegelstein und Autotelefon – und wählt. Kein FaceTime, kein WLAN, kein WhatsApp-Ton. Nur ein Tastendruck und ein Signal durch die Luft. Und dann sagt er: „Joel, I’m calling you from a mobile phone – a real handheld portable cell phone.“

    Ich bekomme jedes Mal Gänsehaut, wenn ich darüber nachdenke.

    Denn dieser Satz war mehr als Technik. Es war ein Versprechen. Ein Versprechen auf Verbindung, auf Nähe – auf eine neue Welt. Cooper ahnte damals vielleicht nicht mal annähernd, was er da auslöste. Oder doch?

    Ich war nicht dabei. Aber ich lebe mit den Folgen.

    Das Handy, geboren an diesem Tag, ist längst kein Telefon mehr. Es ist Spiegel, Bühne, Fluchtweg, Klammer. Es begleitet mich morgens beim Aufstehen und schläft mit mir ein. Ich streiche mit dem Daumen über den Bildschirm, als wär’s ein Beruhigungstier. Ich streame, chatte, scrolle, kaufe, fühle – oder vergesse zu fühlen.

    So viel Nähe, und doch so viel Distanz. So viel Kommunikation, aber oft so wenig echtes Gespräch. Und trotzdem – ich geb’s ehrlich zu – würde ich es nie wieder hergeben wollen.

    Am 3. April 1973 hat mich niemand gefragt, ob ich bereit bin für diese Welt. Es hat einfach begonnen. Eine kleine Geste auf einem Bürgersteig in Manhattan – und zack: Jahrzehnte später starren wir alle in unsere Displays, als hinge unser Leben davon ab. Vielleicht tut es das auch längst.

    Und doch.

    Trotz aller Kritik, trotz Sucht, Reizüberflutung und digitalem Dauerstress: Ich bin Cooper dankbar. Ehrlich. Denn als mein Vater im Krankenhaus lag und ich zu weit weg war, um seine Hand zu halten – war es ein Videocall, der uns verbunden hat. Als meine beste Freundin in Kapstadt zum ersten Mal ihr Baby zeigte, saß ich in München im Bademantel auf einem Hotel-Sofa und hab Rotz und Wasser geheult. Weil ein kleiner Klotz in meiner Hand mir half, nicht abwesend zu sein.

    Vielleicht war Coopers Anruf an seinen Rivalen das erste Beispiel für einen Triumph-Moment in der Tech-Geschichte – ein bisschen wie: „Schau her, was wir können.“ Und vielleicht war es gleichzeitig der Anfang vom Ende der stillen Minuten in unserem Leben.

    Aber vielleicht – ganz vielleicht – war es auch der Anfang von etwas Großem. Von einem neuen Verständnis von Nähe. Von einer Möglichkeit, Verbindung zu schaffen, wo vorher nur Distanz war.

    Klingt kitschig? Vielleicht. Aber hey – manchmal reicht eben ein einziger Anruf, um die Welt zu verändern.

    Ein Kommentar von C. Hatty

  • Brand auf einem AirFrance-Flug – Passagiere und Personal können Tragödie verhindern

    Brand auf einem AirFrance-Flug – Passagiere und Personal können Tragödie verhindern

    Passagiere eines Air-France-Fluges von Paris nach Accra, Ghana, konnten am Montag, dem 21. August, dank ihrer Besonnenheit und mit Hilfe des Bordpersonals einen Brand verhindern. Grund für die Aufregung war der Akku eines Mobiltelefons, der sich entzündet hatte.

    Die Passagiere der Business-Klasse des Air-France-Fluges AF914 nach Accra, Ghana, konnten gerade noch das Schlimmste verhindern. Am Montag, dem 21. August, explodierte in dem Flugzeug, das vom Flughafen Roissy Charles-de-Gaulle aus startete, ein Telefonakku und ließ das Schlimmste befürchten. Doch dank der schnellen und besonnenen Reaktion der Passagiere und des Bordpersonals konnte ein Brand verhindert werden, wie die Zeitung Le Figaro berichtet.

    Etwa drei Stunden nach dem Start nahmen Passagiere den Geruch von brennenden elektronischen Bauteilen wahr und meldeten dies einer Stewardess. Das Bordpersonal reagierte sofort. Der Kabinenchef sammelte das rauchende Mobiltelefon ein und schaffte es mit Hilfe seiner Kolleginnen, die alle silberne Anti-Rauch-Masken übergezogen hatten, den drohenden Brandausbruch unter Kontrolle zu bringen.

    Während der Rest der Passagiere nichts mitbekam, wurden innerhalb weniger Minuten mehrere Feuerlöscher auf die rauchende Batterie am Boden in der Kabine entleert und die Stewardessen liefen mit wassergefüllten Champagnerkübeln hin und her. Niemand wurde verletzt und die Gefahr eines allgemeinen Brandes wurde entschärft.

    Eine Passagierin postete anschließend ein Foto auf Instagram, auf dem das Personal in den ungewöhnlichen Anti-Rauch-Masken zu sehen ist. Sie nutzte die Gelegenheit, um den Passagieren sowie der „außergewöhnlichen Crew“ zu gratulieren.

    Lithiumbatterien, die in den meisten Telefonen und vielen anderen elektronischen Geräten enthalten sind, bergen ein hohes Entzündungsrisiko. Eine Überhitzung oder eine Fehlfunktion kann zu einem unvorhergesehenen Brandausbruch führen.

    Das hohe Risiko, das von Lithiumbatterien ausgeht, hat die Federal Aviation Administration (FAA) kürzlich dazu veranlasst, Fluggästen zu raten, ihre elektronischen Geräte nur zu 30 % oder weniger zu laden, wenn sie ein Flugzeug besteigen wollen. Dies verringere das Risiko eines Brandes erheblich.

  • Kabeldiebstahl bei Orange: 6.000 Kunden ohne Mobilfunk und Internet

    Kabeldiebstahl bei Orange: 6.000 Kunden ohne Mobilfunk und Internet

    Ein Sabotageakt soll die Ursache für einen Mobilfunk- und Internetausfall beim Netzbetreiber Orange am Freitag, dem 27. Januar 2023, gewesen sein. Insgesamt waren etwa 6.000 Kunden in den Départements Aude und Ariege Opfer eines Kabeldiebstahls, der sich in der Gegend von Alet-les-Bains im Département Aude ereignet hatte.

    Es ist der Schmetterlingseffekt: kleine Ursache, große Folgen. Ein Kabeldiebstahl in der Gegend von Alet-les-Bains im Departement Aude soll zu einem „schwerwiegenden Zwischenfall“ geführt haben, wie es die Telefongesellschaft Orange nennt. Insgesamt waren am Freitag, dem 27. Januar 2023, bei etwa 6.000 Kunden der ehemaligen France Télécom die Mobilfunknetz und das Internet gestört. Der Ausfall betraf zahlreiche Gemeinden im oberen Aude-Tal um Quillan sowie im Donezan in der Umgebung von Le Puch in der Ariège.

    Die Techniker von Orange wurden sofort mobilisiert, um die notwendigen Reparaturen durchzuführen. „Der Zugang zur Baustelle erforderte einen Kilometer Fußmarsch auf Bahngleisen. Das Netz konnte am Freitag gegen dreizehn Uhr wiederhergestellt werden. Orange bedauert diese böswilligen Handlungen, die die betroffenen Kunden schädigten und auch einen erheblichen finanziellen und Image-Schaden für das Unternehmen darstellen“, teilte die Orange-Kommunikationsabteilung mit. Orange habe Anzeige erstattet.

    der Ausfall war übrigens nicht nur für Privatpersonen spürbar. Der Feuerwehr- und Rettungsdienst (Sdis) des Departements Ariège konnte seinen Funkdienst eine Zeit lang nicht nutzen. Auch bei Anrufen unter der Notrufnummer 18 kam es zu Schwierigkeiten. Glücklicherweise gab es aufgrund der vorübergehenden Störungen keine Schäden an Leib und Leben zu beklagen.