Schlagwort: Misstrauensvotum

  • Politisches Tauziehen in Frankreich: Premierminister Bayrou erneut mit Misstrauensvotum konfrontiert

    Politisches Tauziehen in Frankreich: Premierminister Bayrou erneut mit Misstrauensvotum konfrontiert

    In der französischen Nationalversammlung spitzt sich die politische Lage zu: Premierminister François Bayrou sieht sich am heutigen Montag, dem 10. Februar, ab 14 Uhr, bereits zum dritten Mal innerhalb einer Woche mit einem Misstrauensantrag konfrontiert. Diese jüngste Initiative geht von der Fraktion La France insoumise (LFI) aus und richtet sich gegen die Verabschiedung des zweiten Teils des Gesetzes zur Finanzierung der Sozialversicherung für 2025, der die Einnahmenseite betrifft. Geringe Erfolgsaussichten für die Opposition Die Erfolgsaussichten dieses Misstrauensantrags erscheinen jedoch begrenzt. Ohne die Unterstützung der Sozialistischen Partei (PS) und des Rassemblement National (RN) ist eine Mehrheit für die Absetzung des Premierministers unwahrscheinlich. Beide Parteien haben signalisiert, dass sie den Antrag in dieser Form nicht unterstützen werden, insbesondere nicht in Haushaltsfragen. Spannungen innerhalb des linken Bündnisses Diese Entwicklung verstärkt die Spannungen in…

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  • Frankreichs Premierminister übersteht Misstrauensvoten: Ein Balanceakt für die Stabilität

    Frankreichs Premierminister übersteht Misstrauensvoten: Ein Balanceakt für die Stabilität

    In einer politisch angespannten Phase hat der französische Premierminister François Bayrou zwei Misstrauensvoten in der Nationalversammlung überstanden. Diese Abstimmungen waren eine Reaktion auf die Verabschiedung des Staatshaushalts für 2025 mittels des verfassungsmäßigen Artikels 49.3, der es der Regierung ermöglicht, ein Gesetz ohne Abstimmung im Parlament durchzusetzen. Die Entscheidung der Sozialistischen Partei (PS) und des Rassemblement National (RN), die Regierung nicht zu stürzen, spielte dabei eine entscheidende Rolle. Hintergrund der Misstrauensvoten Die Anwendung von Artikel 49.3 durch Premierminister Bayrou zur Verabschiedung des Haushaltsplans stieß auf erheblichen Widerstand, insbesondere von La France Insoumise (LFI). Diese reichte daraufhin zwei Misstrauensanträge ein, um die Regierung zu Fall zu bringen. Die erste Motion erhielt jedoch lediglich 128 Stimmen, weit entfernt von den erforderlichen 289 Stimmen für eine Mehrheit. Die zweite Motion, die sich auf den Hausha…

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  • Politisches Tauziehen um den Haushalt 2025: Ein Lackmustest für Premierminister Bayrou

    Politisches Tauziehen um den Haushalt 2025: Ein Lackmustest für Premierminister Bayrou

    Die politische Arena Frankreichs steht erneut im Zeichen der Auseinandersetzung zwischen Exekutive und Legislative. Am heutigen Mittwoch stellt sich Premierminister François Bayrou gleich zwei Misstrauensanträgen, die im Zuge seines umstrittenen Einsatzes des Artikels 49.3 gegen ihn eingebracht wurden. Die Debatte um den Haushalt 2025 und das Budget der Sozialversicherung könnte sich als entscheidender Moment für die Regierung erweisen. Der Einsatz von Artikel 49.3: Notwendiges Instrument oder demokratisches Problem? Artikel 49.3 der französischen Verfassung erlaubt es der Regierung, ein Gesetz ohne Abstimmung im Parlament zu verabschieden, sofern kein erfolgreicher Misstrauensantrag folgt. Dieses Instrument, das einst zur Sicherstellung einer stabilen Regierungsführung gedacht war, hat sich mittlerweile zu einem Symbol der politischen Konfrontation entwickelt. Premierminister Bayrou hat mit dieser Entscheidung einen riskanten, aber berechenbaren Schritt gewagt. Angesichts einer fragme…

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  • Ablehnung des ersten Misstrauensvotums gegen die Regierung François Bayrou

    Ablehnung des ersten Misstrauensvotums gegen die Regierung François Bayrou

    Kritik der LFI an der Haltung der Sozialisten. Die Parti Socialiste (PS) geriet am Donnerstagabend heftig in die Kritik von La France Insoumise (LFI). „Die Parti Socialiste hat sich vom Rest des Neuen Volksfronts (Nouveau Front Populaire, NFP) isoliert“, erklärte Mathilde Panot, die Fraktionsvorsitzende der LFI. Hintergrund war die Haltung der PS zum Misstrauensvotum gegen die Regierung von François Bayrou.

    Ein Misstrauensvotum ohne Erfolg Am Donnerstag, dem 16. Januar, überstand die Regierung von Premierminister François Bayrou ihr erstes Misstrauensvotum, das von der LFI eingebracht wurde. Dieses scheiterte mit nur 131 Stimmen deutlich an der benötigten Mehrheit von 288 Stimmen. Die Motion, die nach der Regierungserklärung des Premierministers eingereicht wurde, wurde auch von kommunistischen und grünen Abgeordneten unterstützt. Die Parti Socialiste hatte jedoch bereits im Vorfeld angekündigt, das Votum nicht zu unterstützen. Lediglich acht sozialistische Abgeordnete stimmten dafür…

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  • Syriens Rebellenführer: Der schmale Grat zwischen Gerechtigkeit und Vergeltung – und weitere World-News

    Syriens Rebellenführer: Der schmale Grat zwischen Gerechtigkeit und Vergeltung – und weitere World-News

    Nach der Machtübernahme in Syrien stehen die Rebellenführer vor einer Herkulesaufgabe: Sie müssen die Verbrechen des gestürzten Assad-Regimes aufarbeiten, ohne das Land in eine Spirale der Rache und Gewalt zu stürzen. Kann dieser Balanceakt gelingen?

    Amnestie versus Verantwortung

    Ahmed al-Shara, Anführer der Rebellengruppen, hat klargestellt, dass Syrien keinen Platz für Rachefeldzüge hat. Während er Amnestie für einfache Soldaten zusichert, die aus Zwang für Assad kämpften, sieht er bei den Verantwortlichen für Morde und Folter keinen Spielraum. „Die Täter, die sich der Gerechtigkeit entziehen wollen, müssen ausgeliefert werden“, betonte al-Shara in einer klaren Ansage über Telegram.

    Diese Haltung könnte sowohl Vertrauen schaffen als auch neue Spannungen hervorrufen. Viele Syrer fordern nicht nur juristische Konsequenzen, sondern sehnen sich nach einer Wiedergutmachung – ein menschliches Bedürfnis, das jedoch leicht außer Kontrolle geraten kann. Wird es den neuen Führern gelingen, diesen Wunsch in geordnete Bahnen zu lenken?

    Die Schatten der Vergangenheit

    Die Assad-Jahre haben tiefe Wunden hinterlassen. Hunderttausende Tote, Millionen Vertriebene, zerstörte Städte – ein Land, das von Krieg und Tyrannei gezeichnet ist. Gerechtigkeit zu suchen, ohne neue Konflikte zu entfachen, ist eine Aufgabe, die Fingerspitzengefühl erfordert. Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass nach einer Revolution oft Vergeltung anstelle von Versöhnung dominiert. Aber Syrien darf sich diesen Luxus nicht leisten – dafür steht zu viel auf dem Spiel.

    Warum Gerechtigkeit allein nicht reicht

    Ein funktionierendes Rechtssystem ist der Schlüssel, um Vertrauen in den Staat aufzubauen. Doch in Syrien existieren die Strukturen dafür kaum. Der Aufbau unabhängiger Gerichte und einer professionellen Justiz wird Zeit und internationale Unterstützung erfordern. Hierbei könnten Lehren aus ähnlichen Prozessen wie in Südafrika oder Ruanda helfen, wo Wahrheitskommissionen die Grundlage für einen Neuanfang legten. Könnte ein solches Modell auch für Syrien funktionieren?

    Die internationale Dimension

    Die Rolle der Weltgemeinschaft wird entscheidend sein. Rebellenführer al-Shara hat klar gemacht, dass er Unterstützung bei der Auslieferung flüchtiger Kriegsverbrecher erwartet. Doch in der Praxis dürfte das kompliziert werden. Nicht alle Staaten teilen die Sichtweise der neuen syrischen Regierung, und einige könnten daran interessiert sein, ehemalige Assad-Getreue als politische Verhandlungsmasse zu behalten.

    Zudem steht Syrien vor der Herausforderung, seine Beziehungen neu zu definieren – sowohl mit alten Verbündeten wie Russland und dem Iran als auch mit westlichen Staaten, die die Rebellenbewegung unterstützt haben. Diese diplomatischen Brücken zu bauen, könnte entscheidend dafür sein, ob Syrien Stabilität erreicht oder weiter im Chaos versinkt.

    Die Gefahr der Eskalation

    Doch was passiert, wenn die Versprechen der Rebellen nicht eingehalten werden? Wenn Gerechtigkeit zu lange auf sich warten lässt, könnte das Vertrauen der Bevölkerung kippen. Milizen könnten in Machtvakuums einspringen, alte Rivalitäten wieder aufflammen – ein Szenario, das niemand will, aber viele befürchten.

    Hoffnung und Realität

    Trotz aller Herausforderungen gibt es auch Lichtblicke. Die Tatsache, dass Syrien nun die Chance auf einen Neuanfang hat, ist an sich bemerkenswert. Doch dieser Neuanfang wird kein einfacher Weg – er ist ein Marathon, kein Sprint. Die Rebellenführer müssen zeigen, dass sie nicht nur den Sturz Assads, sondern auch den Aufbau eines besseren Syrien meistern können. Wird das gelingen? Die kommenden Monate werden es zeigen.

    Ein Land zwischen Vergangenheit und Zukunft

    Syrien steht an einem Scheideweg. Gelingt es, die Schrecken der Vergangenheit aufzuarbeiten, ohne die Zukunft zu gefährden, könnte das Land ein Vorbild für andere Konfliktregionen werden. Aber der Preis für Fehler ist hoch. Ein Zitat des syrischen Schriftstellers Nizar Qabbani passt hier gut: „Damaskus, deine Wunden sind tief, aber deine Seele ist unsterblich.“ Es bleibt zu hoffen, dass diese Unsterblichkeit ein neues Kapitel in der Geschichte Syriens einleitet – eines der Hoffnung und des Friedens.


    Rücktritt des FBI-Direktors: Ein politischer Paukenschlag

    Christopher Wray, der amtierende Direktor des FBI, kündigte an, sein Amt im Januar niederzulegen. Dies geschieht vor dem Hintergrund von Plänen des designierten Präsidenten Donald Trump, Wray durch Kash Patel zu ersetzen – einen langjährigen Vertrauten, dessen Loyalität zu Trump unerschütterlich ist.

    Wrays Amtszeit war von Spannungen geprägt. Das FBI untersuchte Trump wiederholt, unter anderem bei einer spektakulären Durchsuchung seines Anwesens Mar-a-Lago im Jahr 2022, bei der nach streng vertraulichen Dokumenten gesucht wurde. Trump äußerte in einem Interview am Sonntag deutliche Kritik: „Ich bin sehr unzufrieden mit dem, was er getan hat.“ Damit zeichnen sich einmal mehr die tiefen politischen Gräben in den Vereinigten Staaten ab, die selbst die höchsten Behörden nicht unberührt lassen.


    Scholz’ Vertrauensfrage: Deutschlands politische Landschaft gerät ins Wanken

    Bundeskanzler Olaf Scholz sorgte gestern für Aufsehen, als er eine Vertrauensfrage im Bundestag stellte – ein riskanter Schritt, der als erste formale Etappe zur Auflösung der Regierung und zu Neuwahlen betrachtet wird. Diese sind für den 23. Februar angesetzt und könnten das Ende seiner Amtszeit bedeuten.

    Scholz selbst scheint wenig Hoffnung auf einen Erfolg zu haben, wie seine Äußerungen andeuten. Doch er betont die demokratische Verantwortung hinter seiner Entscheidung: „In einer Demokratie sind es die Wähler, die über den Kurs der zukünftigen Politik entscheiden. Wenn sie an die Urnen gehen, legen sie fest, wie wir die großen Fragen der Zukunft beantworten werden.“

    Ein außergewöhnlicher Moment

    Deutschland, bekannt für politische Stabilität, steht vor einer seltenen Krise. Die vorgezogenen Wahlen könnten eine völlig neue Richtung für das Land bedeuten – eine Entwicklung, die weitreichende Konsequenzen für Europa haben könnte. Wie wird Deutschland diesen Moment meistern?


    Kurzmeldungen aus aller Welt

    Sudan: Trotz verheerendem Krieg und Hungersnot boomt der Goldhandel im Land, da rivalisierende Fraktionen ihre Kämpfe finanzieren wollen.

    Südkorea: Präsident Yoon Suk Yeol verteidigte seinen umstrittenen Versuch, letzte Woche das Kriegsrecht zu verhängen. Trotz wachsender Forderungen nach seiner Amtsenthebung zeigt er sich kämpferisch.

    Migration: Eine Analyse der New York Times zeigt, dass der Anstieg der Einwanderung in die USA in den letzten Jahren der größte in der Geschichte des Landes ist.

    Großbritannien: Die britische Regierung plant, die Nutzung von Pubertätsblockern bei Minderjährigen außerhalb klinischer Studien zu verbieten – ein Vorstoß, der für kontroverse Diskussionen sorgt.

    Royals: Ein Treffen zwischen Donald Trump und Prinz William verdeutlicht die Hoffnung Großbritanniens, dass die Windsors eine wichtige Rolle in den Beziehungen zu den USA spielen könnten.

    China: Ein feministischer Film, der Themen wie Geschlechterungleichheit und Stigmata gegen weibliche Sexualität aufgreift, dominiert überraschend die Kinocharts.

    Rumänien: Ein rechtsextremer Politiker sorgt für Furore. Wie konnte er so viel Unterstützung gewinnen und sich zum Anwärter auf das Präsidentenamt entwickeln?

    Medien: Ein Richter entschied, dass der Verkauf der von Alex Jones gegründeten Website Infowars an die Satirepublikation The Onion nicht genehmigt wird.

    USA: Eine parteiübergreifende Gruppe von Abgeordneten setzt sich für ein Gesetz ein, das Gesundheitskonzerne wie UnitedHealth Group, CVS Health und Cigna aufspalten könnte.

    Technologie: Google stellte eine KI vor, die eigenständig Tabellen, Einkaufsseiten und andere Dienste durchsuchen kann – eine Entwicklung mit potenziell revolutionären Auswirkungen.

    Gesundheit: Neue Diagnosen von ADHS nehmen bei älteren Erwachsenen rasant zu. Viele Betroffene sind erleichtert, endlich eine Erklärung für jahrzehntelange Herausforderungen zu haben.

  • Politische Krise in Frankreich: Die Reaktionen der Bevölkerung

    Politische Krise in Frankreich: Die Reaktionen der Bevölkerung

    Die politische Krise nach der Absetzung der Regierung Barnier sorgt für intensive Diskussionen in ganz Frankreich. Am Tag nach der Annahme des Misstrauensvotums gegen den ehemaligen Premierminister steht das Land vor einer ungewissen Zukunft. In Montbéliard (Doubs) äußern Bürger ihre Gedanken – zwischen Zustimmung, Sorge und Bedauern. Zustimmung zum Sturz der Regierung: „Endlich Gerechtigkeit“ Für einige Franzosen war die Absetzung der Regierung längst überfällig. Eine Befürworterin des Misstrauensvotums erklärte: „Ich bin für den Neuen Volksfront. Es ist ein großer Schritt in Richtung Gerechtigkeit, vor allem im Hinblick auf die vorgezogenen Parlamentswahlen, für die wir im Juli abgestimmt haben.“ Diese Meinung zeigt die tiefe Unzufriedenheit mit der bisherigen politischen Führung. Viele, die sich mit den progressiven Kräften identifizieren, sehen in der Krise eine Chance für Veränderung und eine Neuausrichtung der politischen Landschaft. Bedauern und Unsicherheit Andere sind weitaus …

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  • Macrons TV-Ansprache: Kein neuer Premierminister am Donnerstagabend

    Macrons TV-Ansprache: Kein neuer Premierminister am Donnerstagabend

    Eine politische Krise hat Frankreich erfasst – und die Spannung steigt. Emmanuel Macron, Präsident der Republik, hat die Zügel in der Hand, doch der Weg nach vorn ist ungewiss. Nach der historischen Abwahl des Premierministers Michel Barnier durch 331 Abgeordnete muss das Land auf eine richtungsweisende Entscheidung warten. Doch eines ist klar: Am Donnerstagabend wird kein neuer Premierminister bekannt gegeben. Politische Unsicherheit in der Luft Um 20 tritt Emmanuel Macron vor die Nation. Seine Ansprache könnte entscheidend sein, denn das Land befindet sich in einer politisch heiklen Phase. Nach dem Sturz des Barnier-Kabinetts muss der Präsident nicht nur einen neuen Regierungschef benennen, sondern auch das Vertrauen der Bevölkerung zurückgewinnen. „Macron muss die Franzosen beruhigen“, erklärte Yaël Braun-Pivet, Präsidentin der Nationalversammlung, am Donnerstag. Diese Unsicherheit ist beispiellos. Der bisherige Premierminister, Michel Barnier, hat seine Demission eingereicht – doch…

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  • Europa: Wie die Nachbarn die politische Krise in Frankreich sehen

    Europa: Wie die Nachbarn die politische Krise in Frankreich sehen

    Die politische Krise in Frankreich hat internationale Aufmerksamkeit erregt. Nach der Verabschiedung eines Misstrauensantrags gegen die Regierung von Michel Barnier am 4. Dezember kommentieren Medien in der Schweiz, Belgien und Großbritannien die Situation – und das Urteil ist eindeutig: Frankreich steht vor einer ungewissen Zukunft. Ein politisches Desaster ohne Kompass In der Schweiz wird die Krise als ein „Scheitern der politischen Klasse in Frankreich“ wahrgenommen. Raphaël Grand, Journalist bei der RTS, betont, dass die französischen Abgeordneten nicht in der Lage gewesen seien, Kompromisse einzugehen oder funktionierende Koalitionen zu bilden. „Frankreich steht vor dem Unbekannten – ohne Budget und ohne politische Orientierung“, resümiert er nüchtern. Diese Worte spiegeln eine tiefe Besorgnis wider, denn ein Land ohne klare politische Führung steht vor immensen Herausforderungen, insbesondere in wirtschaftlich und geopolitisch angespannten Zeiten. Die Demokratiekrise aus belgisch…

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  • Die wirtschaftlichen Folgen des Sturzes von Michel Barniers Regierung

    Die wirtschaftlichen Folgen des Sturzes von Michel Barniers Regierung

    Mit dem Misstrauensvotum gegen Michel Barnier und dem Sturz seiner Regierung tritt Frankreich in eine Phase der wirtschaftlichen und politischen Unsicherheit ein. Während Übergangsmechanismen den grundlegenden Betrieb des Staates sichern können, bleibt die Frage offen: Wie wird die politische Instabilität die wirtschaftliche Lage Frankreichs beeinflussen? Erste Einschätzungen von Experten zeichnen ein komplexes Bild aus potenziellen Gefahren und Herausforderungen. Der wohl gravierendste Effekt ist die vorerst ausgesetzte Verabschiedung des Haushaltsplans 2025. Ohne einen neuen Haushaltsrahmen könnte es dazu kommen, dass die Regierung auf den Haushalt 2024 zurückgreift – ein Szenario, das finanzielle Einschnitte und Verzögerungen bei geplanten Investitionen zur Folge hätte. Ein solcher „eingefrorener Haushalt“ würde etwa 15 bis 18 Milliarden Euro an Staatsausgaben einsparen, wie der Wirtschaftsexperte Mathieu Plane vom OFCE erklärt. Doch soziale Ausgaben, die an die Inflation gekoppelt …

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  • Emmanuel Macron und die Herausforderungen einer stabilen Regierung

    Emmanuel Macron und die Herausforderungen einer stabilen Regierung

    Frankreich steht einmal mehr vor einer politischen Zerreißprobe. Der Sturz von Michel Barniers Regierung durch ein Misstrauensvotum – getragen von der ungewöhnlichen Allianz aus linker Opposition und Rassemblement National – hat die ohnehin fragile Lage in Paris weiter verschärft. Emmanuel Macron, der Präsident, ist gezwungen, schnell zu handeln. Doch in einem Parlament ohne klare Mehrheiten ist Stabilität mehr Wunschtraum als Realität.

    Die Herausforderung für Macron könnte kaum größer sein: Zum vierten Mal in einem Jahr muss er einen oder eine Premierminister/in ernennen. Während er noch die Scherben der gescheiterten Regierungen von Élisabeth Borne, Gabriel Attal und jetzt Michel Barnier zusammenkehrt, stellt sich die Frage, ob der Präsident überhaupt noch einen Kandidaten findet, der nicht nach wenigen Monaten ebenfalls scheitert.

    Ein Blick auf die Zahlen im Parlament zeigt die brutale Realität. Kein Block – weder Macrons zersplittertes zentristisches Lager, noch die Linke oder der RN – kommt auch nur in die Nähe der notwendigen 289 Sitze für eine absolute Mehrheit. Die politischen Lager stehen sich unversöhnlich gegenüber, und keine Seite scheint bereit, über ihren Schatten zu springen. Es ist, als wäre das politische System in einen Dauerstillstand geraten, während die Probleme des Landes wachsen.

    Die Optionen, die Macron bleiben, sind alles andere als ideal. Er könnte erneut auf eine fragile Allianz mit den Konservativen setzen und versuchen, jemanden wie François Bayrou oder Sébastien Lecornu an die Spitze der Regierung zu stellen. Doch dies würde ihn in eine gefährliche Abhängigkeit von Marine Le Pen bringen, die bereits gezeigt hat, dass sie bereit ist, das politische System zu destabilisieren, um ihre eigenen Ziele zu verfolgen. Für sie war die jüngste Abstimmung ein „Schuss aus der Hüfte“ – aber wer kann garantieren, dass sie nicht erneut den Abzug drückt?

    Die zweite Möglichkeit wäre ein linker Premierminister, wie es Olivier Faure von den Sozialisten fordert. Doch diese Option ist kaum realistischer. Jean-Luc Mélenchon hat jede Form der Zusammenarbeit mit der Mitte oder der Rechten kategorisch ausgeschlossen und nimmt damit nicht nur sich selbst, sondern auch potenzielle Partner in Geiselhaft. Es bleibt also die Quadratur des Kreises: Wie kann Macron eine Regierung bilden, die sowohl in der Mitte als auch in den extrem polarisierten Rändern Zustimmung findet?

    Und genau hier liegt das Kernproblem: Die politischen Anführer scheinen weiter in ihren persönlichen Machtspielen verhaftet zu sein, während die Bevölkerung längst nach Pragmatismus schreit. Die Franzosen haben bei den letzten Wahlen bewiesen, dass sie bereit sind, ideologische Grenzen zu überwinden, um die Demokratie zu schützen. Doch ihre gewählten Vertreter verhalten sich, als sei diese Botschaft nicht bei ihnen angekommen. Stattdessen dominieren Machtspiele, Blockaden und die Angst vor dem Verlust des eigenen Einflusses.

    Macrons Kritiker von links wie rechts warten nur darauf, dass der Präsident einen weiteren Fehler macht. Jean-Luc Mélenchon hofft, dass die politische Krise Macrons Rücktritt erzwingt. Marine Le Pen wiederum spielt ein langfristiges Spiel: Ihr Ziel ist es, das Vertrauen in das gesamte System zu erschüttern, um sich selbst als einzige Alternative darzustellen.

    Was bleibt Macron also? Eine Antwort könnte in der Vergangenheit liegen. In der instabilen vierten Republik, die in den 1940er- und 1950er-Jahren von ständigen Regierungswechseln geprägt war, gab es ein ähnliches Patt. Damals führte der Weg aus der Krise über einen radikalen Neuanfang – in Form der Gründung der fünften Republik. Ob ein solcher Neuanfang heute nötig ist, bleibt offen. Klar ist jedoch, dass die bestehenden Mechanismen des politischen Systems an ihre Grenzen stoßen.

    Macron muss jetzt zeigen, dass er nicht nur der Präsident von Reformen ist, sondern auch derjenige, der das Land in einer beispiellosen Krise zusammenhalten kann. Frankreich braucht mehr als einen neuen Premierminister. Es braucht eine Vision, die über politische Lager hinweg Vertrauen schafft. Ob Macron diese Vision liefern kann, wird darüber entscheiden, ob er die letzten Jahre seiner Amtszeit als starker Präsident oder als Symbol des Scheiterns in Erinnerung bleiben wird.

    Die Zeit läuft. Und Frankreich schaut zu.

    Es grüßt die Redaktion von Nachrichten.fr!