Schlagwort: Minderjährige

  • Affäre Yannick Agnel: Ex-Schwimmstar soll vor Gericht

    Affäre Yannick Agnel: Ex-Schwimmstar soll vor Gericht

    Der frühere französische Olympiasieger Yannick Agnel steht vor einer möglichen Anklage wegen sexueller Gewalt gegen eine Minderjährige. Die Staatsanwaltschaft Mulhouse fordert seinen Prozess vor dem Kriminalgericht.


    Schwere Vorwürfe aus der Vergangenheit

    Yannick Agnel, Doppel-Olympiasieger der Spiele von London 2012 und ehemaliger Weltmeister, wird verdächtigt, sich 2016 an einer damals 13-jährigen Jugendlichen vergangen zu haben. Die Klägerin ist die Tochter seines damaligen Trainers Lionel Horter.

    Die Staatsanwaltschaft wirft dem ehemaligen Spitzensportler „Vergewaltigung einer Minderjährigen unter 15 Jahren“ sowie „sexuelle Nötigung“ vor. Sollte das Gericht der Forderung der Anklage folgen, droht Agnel ein Prozess vor der Kriminalkammer des Departements – ein Schritt, der die Schwere der Vorwürfe unterstreicht.


    Agnel räumt Beziehung zu Minderjähriger ein

    Die heute erwachsene Klägerin hatte im Sommer 2021 Anzeige erstattet. Wenige Monate später, im Dezember desselben Jahres, wurde Agnel in Paris verhaftet und in Mulhouse unter richterliche Aufsicht gestellt.

    Während der Ermittlungen gab der Ex-Schwimmer zu, eine Beziehung zu dem damals 13-jährigen Mädchen gehabt zu haben. Er selbst war zu dieser Zeit 24 Jahre alt. Allerdings bestritt er jegliche Form von Gewalt oder Zwang.

    Die Vorwürfe beziehen sich auf die Zeit, als Agnel im renommierten Schwimmclub Mulhouse Olympic Natation (MON) trainierte – unter der Leitung von Lionel Horter, dem Vater der mutmaßlichen Betroffenen.


    Ein Fall mit weitreichenden Konsequenzen

    Der Name Yannick Agnel war in Frankreich lange Zeit ein Synonym für sportlichen Erfolg. Sein Triumph über 200 Meter Freistil in London 2012 bleibt eine der eindrucksvollsten Leistungen der französischen Schwimmgeschichte. Doch nun könnte seine Karriere endgültig von einer schweren Justizaffäre überschattet werden.

    Noch steht nicht fest, wann und ob es tatsächlich zu einem Prozess kommt. Die Entscheidung liegt nun bei den Ermittlungsrichtern, die prüfen müssen, ob genügend Beweise für eine Anklage vorliegen. Sollte es dazu kommen, droht Agnel eine mehrjährige Haftstrafe.

    Das Verfahren wird in Frankreich mit großem Interesse verfolgt – nicht nur wegen der Bekanntheit des Angeklagten, sondern auch, weil es sich um ein weiteres Kapitel im weltweiten Kampf gegen sexuelle Gewalt im Sport handelt.

    Autor: C.H.

  • Val-d’Oise: Proteste gegen die Unterbringung von 100 unbegleiteten Minderjährigen Migranten

    Val-d’Oise: Proteste gegen die Unterbringung von 100 unbegleiteten Minderjährigen Migranten

    In der kleinen Gemeinde Baillet-en-France im Département Val-d’Oise regt sich Widerstand gegen die Entscheidung, bis Ende Januar 100 unbegleitete Minderjährige aufzunehmen. Die Gemeindeverwaltung kritisiert, dass sie vorab nicht konsultiert wurde, und auch unter den rund 2.000 Einwohnern wächst die Unzufriedenheit.

    „Für eine so kleine Gemeinde untragbar“ Die Entscheidung, die unbegleiteten Minderjährigen in einem Hotel der Gemeinde unterzubringen, wurde vom Département getroffen. Einige Einwohner und lokale Politiker halten diese Maßnahme für unverhältnismäßig. „Ich finde es untragbar, so etwas in einer so kleinen Gemeinde zu machen“, äußerte sich eine Anwohnerin kritisch. Jérôme Ruget, Gemeinderat in Baillet-en-France, verdeutlicht das Problem mit Zahlen: „100 Minderjährige in Baillet entsprechen 5 % der Bevölkerung.“ Die Befürchtung, dass diese Situation die begrenzten Ressourcen der Gemeinde überfordern könnte, steht im Mittelpunkt der Kritik.

    Gemeinde nicht einbezogen Die Gemeind…

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  • Bei Le Havre: 5 versuchte Entführungen von Kindern in zwei Monaten – die Menschen haben Angst

    Bei Le Havre: 5 versuchte Entführungen von Kindern in zwei Monaten – die Menschen haben Angst

    Im Norden von Le Havre wird die ansonsten so beschauliche Ruhe eines kleinen Dorfes seit mehreren Wochen durch Meldungen über versuchte Entführungen von Minderjährigen beeinträchtigt. Die Eltern machen sich große Sorgen.

    Versuchen ein oder mehrere Kriminelle in Mannevillette (Seine-Maritime), einer kleinen Ortschaft mit 815 Einwohnern, Kinder zu entführen? Seit dem 17. Oktober sind bei der Gendarmerie nicht weniger als 5 Meldungen eingegangen, die einen solchen Sachverhalt vermuten lassen. Inzwischen die Staatsanwaltschaft von Le Havre eine Untersuchung eingeleitet, auch wenn die bislang gemeldeten Fakten noch nicht ausreichen, um eine vollendete „Straftat der versuchten Entführung“ zu charakterisieren, wie der Sender BFMTV berichtet.

    Am Freitag, dem 1. Dezember, berichtete die Zeitung Paris-Normandie, dass eine 15-jährige Jugendliche im Nachbardorf Epouville von einem Autofahrer angesprochen wurde. Am Abend zuvor war es in Mannevillette ebenfalls zu ähnlichen Vorfällen gekommen. Damit stieg die Zahl der Fälle in den letzten anderthalb Monaten auf fünf. „Ich habe meiner siebenjährigen Tochter davon erzählt und spreche regelmäßig mit ihr darüber, mir wäre es aber lieber, sie müsste vor nichts Angst haben“, berichtet eine Mutter aus Epouville in der Tageszeitung Paris-Normandie.

    Der Bürgermeister möchte in seiner Gemeinde Kameras aufstellen
    Obwohl die Gendarmerie von Le Havre kürzlich einen Zeugenaufruf gestartet hat, um Material zu sammeln, und die Patrouillenfrequenz in der Gegend erhöht wurde, gibt der Bürgermeister der Gemeinde, Patrick Fontaine, an, dass er regelmäßig Anrufe von besorgten Eltern erhält. Er spricht auch davon, mehrere Videoüberwachungskameras im Dorf zu installieren. „Wir haben keine Wahl, da wir weder eine Gemeindepolizei noch einen Feldhüter haben“.

  • Einwanderungsgesetz: Abgeordnete verbieten Unterbringung von Kindern in Gewahrsamseinrichtungen

    Einwanderungsgesetz: Abgeordnete verbieten Unterbringung von Kindern in Gewahrsamseinrichtungen

    Dieses Verbot gilt für alle Minderjährigen unter 18 Jahren. Der von der Regierung eingebrachte Gesetzentwurf hatte das Verbot ursprünglich auf Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren beschränkt. Die Maßnahme wurde als „historisch“ gelobt. Die Abgeordneten haben einen Änderungsantrag angenommen, der die Unterbringung aller Minderjährigen unter 18 Jahren in Verwaltungshaftzentren (CRA) verbietet. Die Änderung wurde mit der positiven Stellungnahme des Innenministers angenommen. Gérald Darmanin erklärte, es handele sich um eine „humane Maßnahme“, mit der verhindert werde, dass drei- oder vierjährige Kinder „geistige, psychologische oder sogar physische Schäden“ erhielten, die sie ihr Leben lang prägen könnten. Ursprünglich hatte der von der Regierung eingebrachte Gesetzentwurf das Verbot auf 16 Jahre begrenzt.

    Für die LFI-Abgeordnete Danièle Obono ist das Verbot zwar eine gute Sache, aber kein „großer Sieg“. „Nein, es ist kein großer Si…

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  • Paris: Polizei verhaftet acht Minderjährige wegen antisemitischer Gesänge in der Metro

    Paris: Polizei verhaftet acht Minderjährige wegen antisemitischer Gesänge in der Metro

    Die Verdächtigen sollen zwischen 11 und 17 Jahre alt sein.

    Acht minderjährige Personen wurden festgenommen, die verdächtigt werden, in der Pariser Metro antisemitische Lieder gesungen zu haben, wie der Sender Franceinfo am Montag von der Pariser Staatsanwaltschaft erfuhr. Die acht Minderjährigen befinden sich in Polizeigewahrsam bei der für die Metro zuständigen Polizeibehörde, so die Staatsanwaltschaft. Laut Franceinfo sind die Verdächtigen zwischen 11 und 17 Jahre alt.

    Anfang November waren mehrere minderjährige Jugendliche dabei gefilmt worden, wie sie antisemitische Lieder sangen. Auf dem Video, das von einer Passagierin der Linie 3 der Pariser Metro gefilmt und auf X verbreitet wurde, sieht man eine Gruppe von Jugendlichen, die „Nique les Juifs et nique ta mère, vive la Palestine ouais ouais, nique les Juifs et les grands-mères, on est des nazis et fiers“ (Fick die Juden und fick deine Mutter, es lebe Palästina ja ja, fick die Juden und die Großmütter, wir sind Nazis und stolz) singen.

    Die Polizeipräfektur von Paris hatte daraufhin die Justiz eingeschaltet. „Schockierende, unzulässige, unwürdige Äußerungen: Der Polizeipräfekt hat sie der Pariser Staatsanwaltschaft gemeldet“, schrieb die Polizeipräfektur am 1. November auf X: „Wir werden nichts unversucht lassen. Alle Ermittlungsmittel werden eingesetzt, um die Täter schnell zu finden“. Die Pariser Staatsanwaltschaft hatte Ermittlungen wegen „Verherrlichung des Terrorismus“, „öffentlicher Beleidigung“ und „Aufruf zu Rassenhass, Gewalt oder Diskriminierung“ eingeleitet.

  • Toulouse: Gefängnisstrafe für zwei Minderjährige weil sie eine Frau misshandelt und entstellt haben

    Toulouse: Gefängnisstrafe für zwei Minderjährige weil sie eine Frau misshandelt und entstellt haben

    Am 19. Juli wurde ein Paar auf der Place du Capitole in Toulouse brutal angegriffen und misshandelt. Vier Minderjährige im Alter zwischen 14 und 17 Jahren wurden daraufhin festgenommen.

    Zwei der vier Minderjährigen, die im Juli in Toulouse ein Ehepaar angegriffen haben sollen, wurden am Dienstag zu einer Haftstrafe verurteilt, wie der Sender France Bleu Occitanie am Mittwoch berichtete. Die Anhörung der beiden in den Fall verwickelten Minderjährigen fand am Dienstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. 

    18 Monate Gefängnis ohne Bewährung für einen 16-jährigen Angreifer – die Gesamtstrafe lautete auf 36 Monate, davon 18 auf Bewährung und sechs Monate Gefängnis ohne Bewährung für einen anderen, ebenfalls 16-jährigen Angreifer – Gesamtstrafe 18 Monate, davon 12 auf Bewährung.

    Am 19. Juli war ein Paar auf der Place du Capitole in Toulouse von einer gruppe Jugendlicher brutal angegriffen worden. Die 19-jährige Frau war mit zerbrochenen Flaschen verletzt und entstellt worden und hatte die Fotos ihres Gesichts in sozialen Netzwerken verbreitet. Der Bürgermeister von Toulouse, Jean-Luc Moudenc, reagierte auf X und bezeichnete die Tat als „wilde und barbarische Gewalt“.

    Die vier beschuldigten Minderjährigen, zwei Mädchen und zwei Jungen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren, waren kurz nach der Tat festgenommen worden. Einige von ihnen wurden aufgrund eines schwierigen sozialen Hintergrunds bereits vom Jugendamt betreut, andere waren der Justiz bisher nicht bekannt. Drei von ihnen wurden unter gerichtliche Aufsicht gestellt. Die 17-jährige Hauptangreiferin wurde in Untersuchungshaft genommen und wartet noch auf ihren Prozess.

  • Mutter klagt wegen Alkoholverkaufs an Jugendliche gegen Lidl – Sohn verunglückte deswegen tödlich

    Mutter klagt wegen Alkoholverkaufs an Jugendliche gegen Lidl – Sohn verunglückte deswegen tödlich

    Eine Mutter hat gegen Lidl geklagt, weil der Supermarkt ihrem minderjährigen Sohn Alkohol verkauft hat, berichtet der Sender RTL. Der Jugendliche verunglückte daraufhin tödlich auf der Straße.

    Im Mai 2021 kauften Kilian und sein Freund, beide minderjährig, im Lidl in Socoa in den Pyrénées-Atlantiques je eine Flasche Wodka. Die beiden Jugendlichen konsumierten den Alkohol und stiegen betrunken auf ihre Motorroller. Kilians Roller wird von dem seines Freundes gerammt. Daraufhin prallt er gegen einen Laternenmast und stirbt noch an Ort und Stelle.

    „Für mich hat die Lidl-Filiale ihre Arbeit nicht gemacht. Sie waren minderjährig, sie waren 16 Jahre alt und sie kauften zwei Flaschen Wodka. Sie haben die Personalien nicht überprüft, beide waren minderjährig“, beklagte sich die Mutter gegenüber RTL.

    Auf Anfrage von RTL wollte Lidl vor der Anhörung vor dem Strafgericht in Bayonne, die am 3. November stattfinden soll, keinen Kommentar abgeben.

  • Prostitution Minderjähriger in Frankreich: Schockierende Enthüllungen einer Studie

    Prostitution Minderjähriger in Frankreich: Schockierende Enthüllungen einer Studie

    Zwischen 7.000 und 10.000 Minderjährige, hauptsächlich Mädchen, gehen in Frankreich der Prostitution nach. Diese Zahl steigt kontinuierlich an und hinkt wahrscheinlich weit hinter der Realität hinterher und lässt einem das Blut in den Adern gefrieren. Um auf dieses Phänomen aufmerksam zu machen, hat die Regierung eine groß angelegte Kommunikationskampagne gestartet.

    Zwischen 7.000 und 10.000 Minderjährige sind laut offiziellen Zahlen in Frankreich in der Prostitution tätig. Diese Zahl steigt kontinuierlich an und ist erschreckend. In den letzten fünf Jahren sind die Fälle von Prostitution von Minderjährigen um ganze 68% gestiegen.

    Vor diesem Hintergrund hat der Verein Centre de Victimologie pour Mineurs (CVM) eine Studie über das Ausmaß dieses Phänomens in Frankreich durchgeführt. Der Studie zufolge lässt sich die Prostitution Minderjähriger in Frankreich nicht mehr auf den Handel mit Kindern ausländischer Herkunft reduzieren. Im Jahr 2020 war etwa jedes zweite Opfer von Zuhälterei mit französischer Staatsangehörigkeit jünger als 18 Jahre. 88% der Opfer von Prostitution Minderjähriger sind Mädchen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren, analysiert die CVM.

    Jugendliche als Zuhälter
    Was die Zuhälter betrifft, so sind diese nicht viel älter. Überwiegend männlich, liegt ihr Alter zwischen 18 und 24 Jahren. „Ein hoher Anteil der Zuhälter ist den Justizbehörden bereits bekannt, vor allem wegen Drogendelikten, Diebstahl, Zuhälterei und sexueller Gewalt“, heißt es in der Studie der SKM. In den meisten Fällen prostituieren sich die Opfer sehr schnell. „In 13 von 25 Fällen prostituiert der Täter das Opfer innerhalb von weniger als 24 Stunden nach ihrer ersten physischen Begegnung“.

    Wie kommt es dazu, dass junge Mädchen ihre Dienste anbieten? Geld bleibt laut der Studie die Hauptmotivation, die von den Minderjährigen genannt wird. Sieben von zehn Minderjährigen geben an, dass sie sich wegen des Geldes prostituiert haben. Schnell verdientes Geld, Markenkleidung, Reisen. Tatsache ist wohl auch, dass die Zuhälter ihnen oft ein Traumleben vorgaukeln. Die Realtät sieht dann ganz anders aus. In der Mehrzahl der Fälle erklärt das Minderjährige Opfer, dass sie/er kein Entgelt erhalten hat.

    Snapchat, Instagram, …
    Die Hälfte der Minderjährigen wird über einen Bekannten angeworben, der ihnen bereits vorher bekannt war, aber mehr und mehr sind die sozialen Netzwerke, die besonders von Jugendlichen genutzt werden, ein zentrales Problem. Dasselbe gilt für die Anwerbung, die im Internet stattfindet. Nach Erkenntnissen der Studie kann die Anzahl der Kunden pro Tag zwischen einem und zehn Freiern schwanken.

    Der Einstieg in diese Spirale scheint einfach zu sein, der Ausstieg ist jedoch welsentlich schwieriger. Minderjährige Opfer, Eltern und Fachleute betonen, wie schwierig es ist, Minderjährige aus diesem Milieu herauszuholen. Der Zwang werde durch körperliche Gewalt, Drohungen mit Repressalien gegen den Minderjährigen und seine Angehörigen oder auch durch Erpressung der Verbreitung von sexuellen Inhalten ausgeübt. Ganz zu schweigen von der Gefahr von Rückfällen aufgrund Finanzieller Abhängigkeit, deren Befriedigung oft mit einem Gefühl von Erfolg und Unabhängigkeit verbunden ist.

    Um den Opfern zu helfen, wurde eine Nummer für Opfer und ihre Familien, die 119, eingerichtet. In dem Bestreben, die Prävention rund um dieses Thema zu verbessern, hat die Regierung eine Kommunikationskampagne über die Gefahren der Prostitution von Minderjährigen gestartet.

  • 9-jähriger Junge in der Nähe von Rouen am Steuer eines Autos verhaftet – er transportierte seinen betrunkenen Vater

    9-jähriger Junge in der Nähe von Rouen am Steuer eines Autos verhaftet – er transportierte seinen betrunkenen Vater

    Der Vater hatte 1,4 Gramm Alkohol im Blut und ein weiterer 21-jähriger Mann befand sich im hinteren Teil des Fahrzeugs.

    Ein 9-jähriges Kind wurde am Samstagabend in der Nähe von Rouen (Seine-Maritime) am Steuer eines Autos festgenommen, während sein betrunkener Vater auf dem Beifahrersitz saß, berichtet France Bleu Normandie am Montag, 22. März. Der Vater hatte 1,4 Gramm Alkohol im Blut.

    „Ein Kind am Steuer eines Autos mit seinem betrunkenen Vater neben sich ist ziemlich selten“, sagte eine Polizeiquelle gegenüber France Bleu Normandie. Die Polizeibeamten wurden kurz vor 2 Uhr morgens auf die gefährliche Fahrweise eines Autos aufmerksam, das in dieser Nacht in der Region Rouen unterwegs war.

    Das Auto fuhr im Zickzack auf der Straße
    Die Polizeibeamten schalteten ihr Blaulicht ein, um das Auto zum Anhalten zu bewegen, das im Zickzackkurs auf einer Allee in Richtung Saint-Etienne-du-Rouvray fuhr. Schließlich hielt es an einer roten Ampel an, aber der Fahrer schien bereit, wieder loszufahren. Einer der Polizeibeamten setzte dann eine Diva (Motor Vehicle Interception Device) ein, eine Art Stange, die die Reifen durchsticht. Das Auto, ein Passat, überfuhr diese Stange und fuhr mit einem platten Reifen weiter, fuhr einen Bürgersteig hoch, wich einem Lichtmast aus und kam dann endlich zum Stehen.

    Der kleine Junge schien in Panik zu sein, der Vater war betrunken und ein weiterer 21-jähriger Mann befand sich im hinteren Teil des Fahrzeugs. Es ist nicht bekannt, ob dieser einen Führerschein hat oder nicht. Er wurde entlassen. Der Familienvater wurde zunächst in eine Ausnüchterungszelle verbracht. Später wurde er wegen verschiedener Vorwürfe in Zusammenhang mit dieser abenteuerlichen Fahrt in Untersuchungshaft genommen. Sein 9-jähriger Sohn wurde in einem Heim in der Gegend von Rouen untergebracht, da seine Mutter weit entfernt in einem anderen Departement lebt.

  • Joël Le Scouarnec wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung an 312 ehemaligen Patientinnen angeklagt

    Joël Le Scouarnec wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung an 312 ehemaligen Patientinnen angeklagt

    Dem ehemaligen Chirurgen drohen 20 Jahre Gefängnis für sexuellen Missbrauch, der zum größten Teil an Kindern unter 15 Jahren begangen wurde.

    Der ehemalige Chirurg Joël Le Scouarnec wurde wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung von 312 ehemaligen Patientinnen angeklagt. Er wurde im vergangenen März wegen ähnlicher Taten, die an vier Opfern begangen wurden, vor Gericht gestellt.

    Laut Stéphane Kellenberger, Staatsanwalt in Lorient, werden 107 Tatbestände wahrscheinlich als schwere Vergewaltigung eingestuft. 205 Tatbestände sollten als schwere sexuelle Nötigung eingestuft werden.

    Junge Opfer
    Joël Le Scouarnecs Taten erstreckten sich von 1986 bis 2014. Er arbeitete nacheinander in 18 Krankenhäusern im Westen Frankreichs. er verging sich an Patienten unter Narkose – in 8 von 10 Fällen waren die Opfer weniger als fünfzehn Jahre alt.

    Joël Le Scouarnec berichtete über jede seiner Taten schriftlich in Notizbüchern, die 2017 in seiner Wohnung gefunden wurden. Der heute 69-jährige Joël Le Scouarnec muss mit 20 Jahren Gefängnis rechnen.