Schlagwort: Metro Paris

  • Heute in der Geschichte: Der 15. September

    Heute in der Geschichte: Der 15. September

    Der 15. September hat in der Geschichte der Menschheit einige bedeutende Ereignisse hervorgebracht – politisch, wissenschaftlich und kulturell. In Frankreich und weltweit markiert dieser Tag Wendepunkte, die bis heute nachwirken. Lassen wir die wichtigsten Momente dieses Tages Revue passieren und werfen einen Blick auf Ereignisse, die auf globaler Ebene und in Frankreich stattgefunden haben.

    Der Blitzkrieg beginnt – 1940

    Der 15. September 1940 markiert einen entscheidenden Tag im Verlauf des Zweiten Weltkriegs, insbesondere für das Vereinigte Königreich. Die sogenannte Schlacht um England erreichte an diesem Tag ihren Höhepunkt. An diesem Tag startete Nazi-Deutschland massive Luftangriffe auf London und andere Städte, in der Hoffnung, die Royal Air Force (RAF) endgültig zu zerschlagen und eine deutsche Invasion auf britischem Boden vorzubereiten.

    Dieser Tag wird auch als „Battle of Britain Day“ bezeichnet, da es den britischen Verteidigern gelang, die Luftüberlegenheit der Deutschen zu brechen. Die Schlacht um England war ein Wendepunkt im Krieg – es war das erste Mal, dass Nazi-Deutschland bei einer groß angelegten Offensive auf Widerstand stieß, der Hitler dazu zwang, seine Invasionspläne zu überdenken.

    Für Frankreich, das zu diesem Zeitpunkt unter deutscher Besatzung stand, war der Ausgang der Schlacht von symbolischer Bedeutung. Obwohl Frankreich bereits kapituliert hatte, hofften viele Franzosen, dass der britische Widerstand ein Zeichen der Hoffnung für den Rest Europas sein könnte. Charles de Gaulle, Anführer der freien französischen Streitkräfte, verfolgte die Ereignisse genau und begann, seine Pläne zur Befreiung Frankreichs weiter voranzutreiben.

    Die Gründung der Vereinten Nationen – 1944

    Ein weiteres bedeutendes Ereignis, das am 15. September stattfand, war die Konferenz von Dumbarton Oaks, die 1944 begann. Auf dieser Konferenz wurden die Grundlagen für die Gründung der Vereinten Nationen gelegt. Vertreter der USA, Großbritanniens, Chinas und der Sowjetunion trafen sich, um über die Struktur der Nachkriegswelt und die Vermeidung künftiger Konflikte zu diskutieren. Die Ergebnisse dieser Verhandlungen führten zur Schaffung der Vereinten Nationen, die 1945 offiziell gegründet wurden.

    Frankreich spielte später eine wichtige Rolle als eines der fünf ständigen Mitglieder im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Obwohl das Land während der Dumbarton Oaks Konferenz nicht direkt vertreten war – da es zu diesem Zeitpunkt noch von Nazi-Deutschland besetzt war – sicherte sich Frankreich nach dem Krieg eine bedeutende Stellung in der internationalen Organisation, die bis heute anhält.

    Die Veröffentlichung der „Deklaration der Menschenrechte“ – 1789

    Einer der bedeutsamsten Momente in der Geschichte Frankreichs fand am 15. September 1789 statt, als die Nationalversammlung in Paris die „Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte“ verabschiedete. Dieses Dokument wurde zum Grundstein für das moderne Verständnis von Menschenrechten und stellte einen der wichtigsten Erfolge der Französischen Revolution dar. Es war ein Meilenstein, der die Menschenrechte in den Mittelpunkt der Politik stellte und ein Vorbild für viele Verfassungen und Gesetze weltweit wurde.

    Die Erklärung formulierte grundlegende Prinzipien wie die Freiheit des Einzelnen, das Recht auf Eigentum, Sicherheit und das Widerstandsrecht gegen Unterdrückung. Frankreich legte damit den Grundstein für die moderne Demokratie und den Schutz der Menschenrechte – ein Einfluss, der über Jahrhunderte hinweg spürbar blieb.

    Die Unabhängigkeit von Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras und Nicaragua – 1821

    Am 15. September 1821 erklärten fünf zentralamerikanische Länder ihre Unabhängigkeit von Spanien: Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras und Nicaragua. Dieser Tag markierte das Ende der spanischen Kolonialherrschaft in dieser Region und den Beginn einer neuen Ära der Eigenständigkeit.

    Die Unabhängigkeit dieser Länder erfolgte friedlich im Gegensatz zu den gewaltsamen Befreiungskriegen in Südamerika, angeführt von Simon Bolívar und José de San Martín. Doch die politischen Umwälzungen waren auch in Mittelamerika nicht leicht, da die neu gewonnenen Freiheiten mit inneren Konflikten und Machtkämpfen einhergingen.

    Für Frankreich, das selbst ein großes Kolonialreich besaß, hatte die Unabhängigkeit Mittelamerikas symbolische Bedeutung. Die französische Revolution hatte weltweit eine Welle der Unabhängigkeitsbewegungen ausgelöst, von Haiti bis nach Südamerika – der 15. September steht also auch im Kontext dieser globalen Freiheitsbewegungen.

    Die Amtseinführung von Napoleon III. – 1852

    Am 15. September 1852 wurde Charles Louis Napoléon Bonaparte – der Neffe von Napoleon I. – in Paris zum Präsidenten der französischen Republik gewählt. Doch dies war nur der Anfang seines Aufstiegs zur Macht. Wenige Monate später, im Dezember, erklärte er sich selbst zum Kaiser der Franzosen und nahm den Namen Napoleon III. an.

    Seine Herrschaft, die als Zweites Kaiserreich bekannt wurde, war von Anfang an umstritten. Napoleon III. versuchte, Frankreich zu modernisieren und wirtschaftlich zu stärken, doch seine Außenpolitik – insbesondere der verlustreiche Deutsch-Französische Krieg von 1870 – führte letztendlich zu seinem Sturz und zur Gründung der Dritten Republik.

    Der Börsencrash in Japan – 2008

    Der 15. September 2008 markierte ein dunkles Kapitel in der modernen Wirtschaftsgeschichte, als die Investmentbank Lehman Brothers in den USA Insolvenz anmeldete. Diese Insolvenz führte zu einer weltweiten Finanzkrise, die tiefe Wunden in den globalen Märkten hinterließ. Japan, dessen Wirtschaft bereits von einer jahrelangen Rezession betroffen war, wurde von dieser Krise schwer getroffen. Der japanische Nikkei-Index fiel in den folgenden Tagen dramatisch, und die Auswirkungen auf den internationalen Handel waren verheerend.

    Auch Frankreich litt unter der Finanzkrise. Französische Banken, die stark in amerikanische Hypotheken und Finanzprodukte investiert hatten, erlitten enorme Verluste. Dies führte zu einer strengen Regulierung des Bankensektors in Frankreich und der Europäischen Union sowie zu Maßnahmen, die die europäische Wirtschaft wieder stabilisieren sollten. Der 15. September 2008 war ein Wendepunkt für das globale Finanzsystem und die darauf folgenden Jahre der Wirtschaftspolitik.

    Die Gründung des ersten Pariser Metro-Systems – 1900

    Paris war eine der ersten Städte der Welt, die ein unterirdisches Nahverkehrssystem einführte. Am 15. September 1900 wurde die erste Linie der Pariser Metro offiziell in Betrieb genommen. Diese Linie verband das Porte de Vincennes mit der Porte Maillot und markierte den Beginn einer städtischen Revolution im öffentlichen Verkehr.

    Die Metro spielte eine entscheidende Rolle bei der Modernisierung von Paris und ist bis heute ein unverzichtbarer Bestandteil des täglichen Lebens in der französischen Hauptstadt. Sie veränderte nicht nur das Stadtbild, sondern prägte auch die Art und Weise, wie Städte auf der ganzen Welt ihr öffentliches Verkehrssystem entwickelten.

    Fazit

    Der 15. September ist ein Tag, an dem sich politische Umbrüche, wirtschaftliche Krisen und technologische Fortschritte ereigneten. Von der Gründung der Vereinten Nationen über die französische Metro bis hin zur Schlacht um England und der Unabhängigkeit in Mittelamerika – dieser Tag hat die Geschichte der Welt maßgeblich geprägt. Auch wenn jedes dieser Ereignisse für sich steht, zeigen sie, wie eng die globale und französische Geschichte miteinander verwoben sind.

  • „Ça fonctionne très bien“: Positive Bilanz für den Pariser Nahverkehr eine Woche nach Beginn der Olympischen Spiele

    „Ça fonctionne très bien“: Positive Bilanz für den Pariser Nahverkehr eine Woche nach Beginn der Olympischen Spiele

    Der Verkehr in den öffentlichen Verkehrsmitteln von Paris scheint sich während der ersten Woche der Olympischen Spiele gut bewährt zu haben.

    Ein voller Erfolg – trotz Skepsis

    Eine der größten Fragen vor Beginn der Olympischen Spiele 2024 in Paris war, ob das Pariser Verkehrsnetz dem Ansturm von 15 Millionen Touristen standhalten würde. Nach einer Woche voller Wettbewerbe und der damit verbundenen Belastungsprobe kann man sagen: Bis auf einen nennenswerten Vorfall auf der Linie 13 verlief alles reibungslos. Die Rückmeldungen sowohl von Touristen als auch von Parisern sind durchweg positiv.

    Stimmen aus dem Alltag

    An der Station Miromesnil, nahe den Champs-Élysées, steigt Margaux in die Linie 13 ein, um nach Hause zu fahren. „Ich hatte wirklich große Angst, weil das Stade de France am Ende der Linie liegt“, erklärt die Pariserin, die Vorfälle und überfüllte U-Bahnen befürchtete. Doch seit Beginn der Spiele erlebte sie nichts dergleichen. „Ich habe selten so wenige Menschen in den Zügen gesehen und alle sind super nett“, freut sich Margaux. „Alle reden miteinander, es herrscht eine großartige Stimmung, die Freiwilligen sind bezaubernd. Das ist wirklich unglaublich.“

    Lob für den öffentlichen Nahverkehr

    Während der Stoßzeiten, zu Beginn und am Ende der Wettbewerbe, sind die Wartezeiten laut Maëlle nicht übermäßig lang. „Gestern war ich beim Schwimmen in der Paris La Défense Arena“, erzählt sie. „Es gibt nur eine U-Bahn-Station, daher hätte es wirklich ein Problem sein können, besonders bei dem großen Andrang, aber es war in Ordnung. Es waren viele Leute im Zug, aber es gab keine Menschenmassen, die Leute waren ruhig, es war perfekt. Es war wie ein normaler Montagmorgen auf der Linie 1, und es gab nichts Besonderes zu berichten, außer dass die Leute freundlich waren und sich freuten, dort zu sein.“

    „Man muss ein wenig flexibel sein, aber es funktioniert sehr gut“, erklärt Wolfgang, ein deutscher Tourist. Die Metro funktioniert laut Ciska, der Sportdirektorin des südafrikanischen Radsportteams, sogar besser als die berühmten olympischen Fahrspuren.

    „Wir haben ein akkreditiertes Auto, aber ich lasse es im olympischen Dorf. Eine Fahrt, die mich mit der Metro 30 bis 45 Minuten kostet, würde mich im Auto zwischen 1 und 1,5 Stunden kosten, selbst mit den olympischen Fahrspuren. Deshalb bevorzuge ich die Metro.“

    Hohe Zufriedenheit unter den Nutzern

    Laut einer Ipsos-Umfrage sind 97% der nutzer des Nahverkehrs seit Beginn der Spiele zufrieden. Dieses positive Feedback ist teilweise den Hunderten von Mitarbeitern in lila Westen zu verdanken, die in jeder Station präsent sind. „All unsere Mitarbeiter sind im Einsatz“, betont Jean Castex, CEO der RATP. „Es gibt diejenigen, die zur Verstärkung da sind, die Saisonarbeiter, die Dienstleister, die wir für die Olympischen Spiele eingestellt haben. Aber zuerst einmal gibt es die RATP-Mitarbeiter. Und ich sage es von Anfang an: Kein Fahrer, kein Stationsmitarbeiter, kein Wartungspersonal fehlt.“

    Jean Castex nutzt die Gelegenheit, die Fahrgäste zur Vorsicht zu ermahnen, da immer noch zu viele Gepäckstücke in den öffentlichen Verkehrsmitteln vergessen werden.

    Fazit

    Die erste Woche der Olympischen Spiele 2024 in Paris zeigt, dass die öffentlichen Verkehrsmittel den Herausforderungen gewachsen sind. Die positiven Rückmeldungen der Nutzer und die reibungslose Funktion des Systems sind ein Zeichen dafür, dass die Planung und Vorbereitung der Stadt erfolgreich waren. Paris beweist einmal mehr, dass es Großveranstaltungen dieser Größenordnung meistern kann – und das mit Bravour.

  • Paris 2024: Smart-Kameras in der Metro für Echtzeit-Passagierdaten

    Paris 2024: Smart-Kameras in der Metro für Echtzeit-Passagierdaten

    Paris bereitet sich auf die Olympischen Spiele 2024 vor und plant, das Erlebnis für Metro-Nutzer deutlich zu verbessern. Die RATP, das Pariser Verkehrsunternehmen, testet eine innovative Lösung, um die Menschenmassen in den Zügen in Echtzeit zu messen. Wie genau funktioniert dieses System und welche Vorteile bringt es für die Reisenden?

    Das Pilotprojekt befindet sich noch in der Entwicklungsphase, wird aber schon bald auf der Linie 14 der Pariser Metro eingesetzt. Hierbei wird ein mit einer speziellen Kamera ausgestatteter Kasten in den Tunnel vor der Station Châtelet in Richtung Norden installiert. Diese Kamera, ausgestattet mit künstlicher Intelligenz, soll das Passagieraufkommen in jeder Wageneinheit messen.

    Gilles Tauzin, der Innovationsdirektor der RATP, erläutert das technische Vorgehen so: „Ein erster Algorithmus analysiert die Struktur des Zuges, erkennt Türen und Fenster. Ein zweiter Algorithmus zählt dann an den Fenstern die Umrisse der Personen, um so die Dichte und damit die Auslastung jeder Wageneinheit zu bestimmen.“ Die gewonnenen Daten werden den Fahrgästen dann über Bildschirme auf den Bahnsteigen angezeigt.

    Ein einfaches Farbsystem wird eingeführt, um die Informationen verständlicher zu machen. Grün, Orange und Rot zeigen jeweils den Grad der Auslastung in den einzelnen Wagons an. Zusätzlich wird die Anzahl auch in Zahlen angezeigt, damit auch farbenblinde Personen die Informationen verstehen.

    Die Testphase soll Mitte Juni beginnen und drei Monate dauern. Ziel ist es, das System nach erfolgreicher Erprobung auf weitere Stationen der Linie 14 und der RER B auszuweiten. Die RATP hofft, dass durch die genaue Erfassung der Fahrgastzahlen die Verteilung der Passagiere auf den Bahnsteigen verbessert und so ein reibungsloserer Ablauf gewährleistet wird.

  • Pariser U-Bahn: Die dreckigste Luft von ganz Paris

    Pariser U-Bahn: Die dreckigste Luft von ganz Paris

    Die Pariser Metro wurde für die Weltausstellung im Jahr 1900 gebaut und ist eines der Symbole der französischen Hauptstadt. Jeden Tag nutzen über vier Millionen Fahrgäste die Metro. Nur wenige wissen, dass die U-Bahn der Ort ist, an dem man die giftigste Luft in ganz Paris einatmet. Verantwortlich dafür sind winzige, in der Luft schwebende Teilchen, die sogenannten Feinstaubpartikel. Für das bloße Auge unsichtbar, messen sie weniger als 10 Mikrometer – sie sind also noch winziger als ein Sandkorn und dünner als der Durchmesser eines Haares. Ein Teil des Problems besteht darin, dass verschmutzte Luft von der Oberfläche in das unterirdische System eindringt. Hinzu kommen winzige Metallpartikel, die durch den Verschleiß von Eisenbahnmaterial entstehen: Beim Bremsen, aber auch durch die Reibung zwischen Rädern und Schienen. All das findet in einem engen und schlecht belüfteten Raum statt. Nach Angaben der Nationalen Agentur für Gesundheitssicherheit sind die Werte der giftigen Feinstaubpar…

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  • Paris: Metros und Lokalzüge sind acht Monate vor den Olympischen Spielen in schlechtem Zustand

    Paris: Metros und Lokalzüge sind acht Monate vor den Olympischen Spielen in schlechtem Zustand

    Bei der Pariser U-Bahn weisen fünf Linien eine Pünktlichkeit von weniger als 85 % zu den Hauptverkehrszeiten auf.

    Der Druck auf die Verkehrsbetriebe in Paris und der Region Ile-de-France steigt. Mit fünf Metro- und drei RER-Linien, die sich im Oktober „in großen Schwierigkeiten“ befanden, schlug Ile-de-France Mobilités (IDFM) am Dienstag, dem 5. Dezember, knapp acht Monate vor den Olympischen Spielen, die Alarmglocke. Valérie Pécresse, die Präsidentin der Region Ile-de-France, „erinnert die RATP an die Notwendigkeit, das Ruder herumzureißen und alle Züge erfolgreich fahren zu lassen“, erklärte die Verkehrsbehörde in einer Pressemitteilung.

    In der Metro weisen fünf Linien in den Spitzenzeiten eine Pünktlichkeit von weniger als 85 % auf. Dies führt zu überfüllten U-Bahnen und Bahnsteigen sowie zu sehr schlechten Reisebedingungen für die Fahrgäste auf den Linien 3, 6, 7, 8 und 13. Die auf diesen fünf Linien angezeigten Unpünktlichkeiten „gab es vor dem Covid nicht“, beklagt die Verkehrsbehörde.

    Auch bei den S-Bahnen ist es nicht viel besser. Die Linien B – teilweise von der RATP betrieben – und D – SNCF – werden mit einer Pünktlichkeitsrate von 85 % ebenfalls als „problematisch“ eingestuft. Die Behörde hat bereits angekündigt, dass sie einige Nutzer in Höhe von „einem Monatpreis des Navigo-Passes“ entschädigen wird. „Bei der Regionalzuglinie RER C liegen die Ergebnisse auch unter den Zielen, verbessern sich aber“, so die IDFM. Die Regionalzüge kommen insgesamt besser weg, mit Ausnahme der Linie P und der Linie R.

    Diese Ergebnisse sind eine schlechte Nachricht für die Region. Vor einer Woche noch hatten die Behörden, allen voran Valérie Pécresse und der französische Verkehrsminister Clément Beaune die Äußerungen der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo über die Schwächen des Transportwesens im Hinblick auf die Olympischen Spiele kritisiert. Seitdem hat sich die Rhetorik seitens der IDFM jedoch deutlich geändert, nachdem mehrere Probleme öffentlich wurden, insbesondere ein Mangel von Fahrern und die Schwierigkeiten bei der Einstellung von Wartungspersonal.

  • Paris 2024: Der Preis für das Metroticket wird sich während der Olympischen Spiele fast verdoppeln

    Paris 2024: Der Preis für das Metroticket wird sich während der Olympischen Spiele fast verdoppeln

    Vom 20. Juli bis zum 8. September 2024 wird ein Metro-Pass für die Olympischen Spiele Paris 2024 mit einem Einheitstarif von 70 Euro pro Woche (derzeit sind es 30 Euro) eingeführt.

    Ile-de-France Mobilités, die Regulierungsbehörde für den Verkehr in der Region rund um Paris, hat am Montag, dem 27. November, ihre Tarifpalette für den Zeitraum der Olympischen Spiele vorgestellt, berichtet der Sender France Bleu Paris. Vom 20. Juli bis zum 8. September 2024 wird es nicht mehr möglich sein, die Ticktes „Navigo Jour“ und „Semaine“ zu kaufen. Stattdessen wird ein Pass Paris 2024 mit einem Sonderpreis eingeführt: 70 Euro pro Woche, im Vergleich zu derzeit 30 Euro.

    Die unbegrenzte Tageskarte wird auf 16 Euro steigen. Mehrtageskarten kosten 30 Euro für zwei Tage, 42 für drei Tage und 10 Euro pro Tag für sieben Tage. Der Preis für einen Einzelfahrschein für die Metro wird von 2,10 Euro auf 4 Euro erhöht. Inhaber eines monatlichen oder jährlichen Navigo-Passes sind von diesen neuen JO-Tarifen allerdings nicht betroffen. Die Tariferhöhung soll dazu beitragen, dass die Busse, Metros und RER während der Olympischen Spiele häufiger verkehren können. Während der zweimonatigen Wettkampfzeiten wird das Verkehrsangebot um 15 % höher sein als normal, was Mehrkosten von 200 Millionen Euro bedeutet. Eine Summe, die Île de France Mobilités mit dieser zeitlich begrenzten Preisgestaltung refinanzieren möchte. Gelegenheitsreisende sollten Vorkehrungen treffen, um nicht den höchsten Preis zahlen zu müssen. Um dem 4-Euro-Metro-Ticket zu entgehen, müssen sie vor dem 20. Juli Fahrkarten auf eine Navigo Easy-Karte laden. Nach Ablauf dieses Datums wird es nur noch möglich sein, mit der Pauschale Liberté+ für 1,73 € pro Fahrt zu reisen.

    Die Präsidentin der Region Ile-de-France, Valérie Pécresse, erklärt die Einführung dieses Paris 2024-Passes in einem auf X geposteten Video: „Es kommt nicht in Frage, dass die Bewohner der Region die Kosten alleine tragen.“

  • Paris: Polizei verhaftet acht Minderjährige wegen antisemitischer Gesänge in der Metro

    Paris: Polizei verhaftet acht Minderjährige wegen antisemitischer Gesänge in der Metro

    Die Verdächtigen sollen zwischen 11 und 17 Jahre alt sein.

    Acht minderjährige Personen wurden festgenommen, die verdächtigt werden, in der Pariser Metro antisemitische Lieder gesungen zu haben, wie der Sender Franceinfo am Montag von der Pariser Staatsanwaltschaft erfuhr. Die acht Minderjährigen befinden sich in Polizeigewahrsam bei der für die Metro zuständigen Polizeibehörde, so die Staatsanwaltschaft. Laut Franceinfo sind die Verdächtigen zwischen 11 und 17 Jahre alt.

    Anfang November waren mehrere minderjährige Jugendliche dabei gefilmt worden, wie sie antisemitische Lieder sangen. Auf dem Video, das von einer Passagierin der Linie 3 der Pariser Metro gefilmt und auf X verbreitet wurde, sieht man eine Gruppe von Jugendlichen, die „Nique les Juifs et nique ta mère, vive la Palestine ouais ouais, nique les Juifs et les grands-mères, on est des nazis et fiers“ (Fick die Juden und fick deine Mutter, es lebe Palästina ja ja, fick die Juden und die Großmütter, wir sind Nazis und stolz) singen.

    Die Polizeipräfektur von Paris hatte daraufhin die Justiz eingeschaltet. „Schockierende, unzulässige, unwürdige Äußerungen: Der Polizeipräfekt hat sie der Pariser Staatsanwaltschaft gemeldet“, schrieb die Polizeipräfektur am 1. November auf X: „Wir werden nichts unversucht lassen. Alle Ermittlungsmittel werden eingesetzt, um die Täter schnell zu finden“. Die Pariser Staatsanwaltschaft hatte Ermittlungen wegen „Verherrlichung des Terrorismus“, „öffentlicher Beleidigung“ und „Aufruf zu Rassenhass, Gewalt oder Diskriminierung“ eingeleitet.

  • Antisemitismus: Rabbiner in der Pariser Metro angegriffen

    Antisemitismus: Rabbiner in der Pariser Metro angegriffen

    Ein Rabbiner wurde in einem Gang der Pariser U-Bahn angegriffen und mehrfach getreten. Der Angriff ereignete sich zwischen den Metro-Stationen La Chapelle und dem Gare du Nord. Ein Verdächtiger wurde festgenommen: Ein vermutlich in Syrien geborener 14 Jähriger.

    Ein Rabbiner wurde in der Pariser Metro Opfer eines Angriffs. Der jüdische Geistliche wurde am Mittwochmittag, dem 8. November, in einem Gang der Metro zwischen den Stationen La Chapelle und Gare du Nord zur Zielscheibe eines antisemitischen Angriffs, wie der Sender BFMTV berichtet.

    Seiner eigenen Schilderung zufolge ging der Rabbiner in Richtung des Bahnhofs, als ihn eine Person in arabischer Sprache ansprach, ihm heftig in den Rücken trat und anschließend flüchtete. Der Sicherheitsdienst der RATP wurde telefonisch alarmiert. Die Bilder des Videoüberwachung der SNCF bestätigten den Angriff, wie der Nachrichtensender BFMTV weiter berichtete.

    Der Angreifer wurde kurze Zeit später von der Schutzbrigade der Eisenbahn entdeckt und festgenommen. Er behauptet, 14 Jahre alt und in Syrien geboren zu sein. Der Minderjährige war den Behörden nicht als radikalisiert bekannt. Er wurde in Polizeigewahrsam genommen. Der Rabbiner will Anzeige erstatten.

  • Paris: Zwei Menschen sterben nachdem sie von einem U-Bahn-Zug erfasst wurden

    Paris: Zwei Menschen sterben nachdem sie von einem U-Bahn-Zug erfasst wurden

    Die beiden Personen „stiegen vor dem Unfall absichtlich auf die Gleise“, erklärte die RATP.

    Zwei Menschen, ein Mann und eine Frau, starben, nachdem sie von einem U-Bahn-Zug in Paris erfasst worden waren, wie die Feuerwehr und die RATP am Donnerstag, dem 27. April, mitteilten. Nach Angaben des Verkehrsbetriebs ereignete sich der Vorfall am Donnerstag gegen 0.45 Uhr an der Metrostation Gaîté im 14. Arrondissement, wo die Linie 13 verkehrt. „Eine polizeiliche Untersuchung wurde eingeleitet, um die genauen Umstände dieses Dramas zu ermitteln“, fügte die RATP hinzu.

    „Zwei Personen stiegen absichtlich auf die Gleise hinab, bevor sie von dem Zug, der in die Station einfuhr, erfasst wurden. Eine polizeiliche Untersuchung wurde eingeleitet, um die genauen Umstände dieser Tragödie zu ermitteln“, sagte die RATP gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Das Unternehmen machte bisher keine weiteren Angaben zu den Umständen des Unfalls.

    Die Opfer versuchten, wieder auf die Gleise zu gelangen.
    Nach ersten Ermittlungen hat die Sichtung der Videoüberwachung der Station ergeben, dass die Frau zunächst auf die Gleise hinabgestiegen war, bevor ihr der Mann folgte. Beide versuchten dann, wieder auf die Gleise zu gelangen, als eine U-Bahn in Richtung Châtillon-Montrouge in den Bahnhof einfuhr. Die beiden Opfer wurden mehrere Meter mitgeschleift, sie wuren zwischen der Bahn und dem Bahnsteig eingeklemmt. Der Notarzt konnte nur noch ihren Tod feststellen. Es handelte sich wohl um zwei Personen ohne festen Wohnsitz, wie die Polizei gegenüber France Télévisions mitteilte.

    Vier Zeugen des Unfalls standen unter Schock und mussten nach Angaben der Feuerwehr von den Rettungskräften versorgt werden. Auch der Fahrer des U-Bahnzuges musste von der Feuerwehr betreut werden. Seine Alkohol- und Drogentests waren laut der RATP negativ.

  • Pariser Metro: Eine Frau stirbt, weil ihre Jacke in den Türen des Zuges stecken geblieben ist

    Pariser Metro: Eine Frau stirbt, weil ihre Jacke in den Türen des Zuges stecken geblieben ist

    Der geschockte Fahrer des U-Bahn-Zuges musste von Feuerwehr-Sanitätern betreut werden.

    Eine Frau ist am Samstag, dem 22. April, in der Station Bel-Air der Pariser Metro auf der Linie 6 ums Leben gekommen, wie Franceinfo am Sonntag von der RATP erfuhr. Der Verkehr wurde in beiden Richtungen zwischen den Stationen Daumesnil und Nation unterbrochen.

    Kurz nach 16 Uhr verließ die Frau eilig und im letzten Augenblick eine Bahn, wobei ihre Jacke eingeklemmt wurde, als sich die automatischen Türen schlossen. Als die U-Bahn wieder anfuhr, wurde ein Teil ihres Körpers unter den Zug gezogen, das Opfer konnte nicht mehr gerettet werden und wurde 20 Minuten später von der Feuerwehr für tot erklärt. Die Staatsanwaltschaft von Paris teilte mit, dass die Frau 45 Jahre alt war.

    Die Polizei führte bei dem U-Bahn-Fahrer einen Drogentest durch, der negativ ausfiel. Die RATP teilte auf Anfrage mit, dass „der schockierte Fahrer von der Feuerwehr betreut wurde“ und dass „die Opferhilfeeinheit sofort an den Unfallort geschickt wurde“. Die Pariser Staatsanwaltschaft teilte ausserdem mit, dass eine Untersuchung zur Ermittlung der genauen Todesursache eingeleitet wurde.