Schlagwort: Menschenrechtskonvention

  • Straßburg prüft Sarkozys Beschwerde: Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte befasst sich mit der „Bismuth“-Affäre

    Straßburg prüft Sarkozys Beschwerde: Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte befasst sich mit der „Bismuth“-Affäre

    Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) markiert einen wichtigen prozessualen Schritt im Verfahren um den früheren französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy. Das Gericht hat seine Beschwerde im sogenannten „Abhör-“ oder „Bismuth“-Verfahren für zulässig erklärt. Damit ist jedoch weder eine Aufhebung seiner Verurteilung verbunden, noch lässt sich daraus eine Vorentscheidung über den Ausgang des Verfahrens ableiten. Zulässigkeit eröffnet die Prüfung in der Sache Mit der Zulässigkeitsentscheidung stellt der EGMR fest, dass die von Sarkozy vorgebrachten Rügen eine eingehende Prüfung verdienen. Nun wird das Gericht untersuchen, ob die französischen Behörden während des Strafverfahrens die Rechte gewährleistet haben, die durch die Europäische Menschenrechtskonvention geschützt werden. Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere die Frage, ob das anwaltliche Berufsgeheimnis ausreichend gewahrt wurde. Die Beschwerde richtet sich gegen die Verwendung von Telefo…

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  • Sarkozys Gang nach Straßburg: Eine Bewährungsprobe für die französische Justiz

    Sarkozys Gang nach Straßburg: Eine Bewährungsprobe für die französische Justiz

    Der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy hat am 20. März 2025 offiziell Beschwerde bei der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) in Straßburg eingelegt. Diese Entscheidung folgt auf seine rechtskräftige Verurteilung im Dezember 2024 wegen Korruption und Einflussnahme im sogenannten „Bismuth“-Verfahren. Die Reaktion lässt nicht nur juristische, sondern auch politische und institutionelle Implikationen erwarten. Ein Urteil mit Signalwirkung Sarkozy wurde im Dezember 2024 zu drei Jahren Haft verurteilt, wovon ein Jahr in Form einer elektronisch überwachten Freiheitsbeschränkung verbüßt wird. Seit Februar trägt er ein elektronisches Fußfessel-Armband. Der ehemalige Präsident wurde schuldig gesprochen, 2014 versucht zu haben, über seinen Anwalt Thierry Herzog geheime Informationen von einem hochrangigen Richter der Cour de cassation, Gilbert Azibert, zu erhalten. Im Gegenzug habe Sarkozy Azibert einen hochdotierten Posten in Monaco in Aussicht gestellt. Die Ermittlungen b…

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  • Das Ende der „Ehelichen Pflicht“ – ein Wendepunkt im französischen Recht

    Das Ende der „Ehelichen Pflicht“ – ein Wendepunkt im französischen Recht

    Die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) hat jüngst ein Urteil gefällt, das tiefgreifende Auswirkungen auf die rechtliche Auslegung des „ehelichen Pflichts“ in Frankreich hat. Die Entscheidung: Der Verzicht auf Geschlechtsverkehr durch einen Ehepartner darf nicht länger als Scheidungsgrund gewertet werden. Damit wird eine überholte Lesart des französischen Zivilrechts, die tief in religiösen Traditionen verwurzelt ist, endgültig ad acta gelegt. Ein historisches Urteil mit Signalwirkung Die Causa begann 2012, als eine Frau nach über 28 Jahren Ehe die Scheidung einreichte. Ihr Mann warf ihr vor, sich seit Jahren konsequent sexuellen Beziehungen zu verweigern. Die französische Berufungsinstanz sah darin 2019 eine „schwere Verletzung ehelicher Pflichten“, die eine Fortführung der Ehe unzumutbar mache. Doch die Betroffene, unterstützt von feministischen Organisationen, zog vor die EMRK. Die Entscheidung vom Januar 2025 spricht Klartext: Der „eheliche Pflicht“ verletzt das Recht auf k…

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  • Kein „Pflichtprogramm“: CEDH schützt das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung in der Ehe

    Kein „Pflichtprogramm“: CEDH schützt das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung in der Ehe

    Ein wegweisendes Urteil der Europäischen Menschenrechtskonvention (CEDH) sorgt für Aufsehen: Am Donnerstag entschied das Gericht zugunsten einer französischen Frau, die sich gegen eine Scheidung wegen „Verschuldens“ wehrte, die auf ihrer Verweigerung von sexuellen Beziehungen mit ihrem Ehemann beruhte. Die Entscheidung markiert einen wichtigen Meilenstein im Kampf für die Rechte von Frauen und die sexuelle Selbstbestimmung.

    Der Fall: Scheidung wegen „Verweigerung der ehelichen Pflicht“ Im Zentrum des Urteils steht eine heute 69-jährige Französin. Ihr Ehemann hatte nach mehreren Jahren ohne sexuelle Beziehung die Scheidung beantragt und diese mit dem „Nichterfüllen der ehelichen Pflicht“ begründet. Zunächst gab das Berufungsgericht von Versailles ihm 2019 recht und erklärte die Scheidung zu Lasten der Ehefrau – eine Entscheidung, die später vom französischen Kassationsgericht bestätigt wurde. Die Frau legte daraufhin Beschwerde beim CEDH ein und berief sich auf Artikel 8 der Europäisch…

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  • „Globale Sicherheit“: Artikel 24 ist „eine Verletzung der Meinungsfreiheit“, sagt der Europarat

    „Globale Sicherheit“: Artikel 24 ist „eine Verletzung der Meinungsfreiheit“, sagt der Europarat

    Dieser Artikel, der die böswillige Verbreitung von Bildern der Strafverfolgungsbehörden verbietet und unter Strafe stellt, ist seit Wochen Gegenstand heftiger Kritik. Der Europarat hat am Donnerstag den Senat, der im Januar den Gesetzesentwurf zur „globalen Sicherheit“ prüft, aufgefordert, diesen Text zu ändern. Dunja Mijatovic, die Menschenrechtskommissarin des Europarates, ist der Meinung, dass der höchst umstrittene Artikel 24 in seiner jetzigen Form „die Freiheit der Meinungsäußerung, die auch die Freiheit der Information einschließt, verletzt“. „Die Vereinbarkeit eines solchen Eingriffs mit Artikel 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention, der dieses Recht garantiert, ist, gelinde gesagt, zweifelhaft“, schrieb Dunja Mijatovic in einem Brief vom 15. Dezember an die Mitglieder des Rechtsausschusses des Oberhauses und dessen Vorsitzenden François-Noël Buffet. „Abschaffung des Verbots“ Der von den Abgeordneten verabschiedete Gesetzesentwurf wird seit Wochen von der Linken, Journal…

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