Schlagwort: Meeresspiegel

  • Umwelt: Die Küste von Martinique von steigendem Wasserspiegel und Erosion bedroht

    Umwelt: Die Küste von Martinique von steigendem Wasserspiegel und Erosion bedroht

    Auf Martinique, dem unter Reisenden so beliebten Überseedepartement Frankreichs, steigt das Wasser heute dreimal so schnell wie noch vor 40 Jahren. Ein Umweltproblem, das an den Stränden der Insel nagt und eines Tages dazu führen wird, dass ganze Gemeinden werden umziehen müssen.

    Der Strand von Les Salines ist der ganze Stolz von Martinique. Es ist ein Ort, für den Touristen bereit sind, Tausende von Kilometern zurückzulegen. Aber Les Salines ist nicht mehr nur ein einfacher Sandstreifen am Ufer. „Der Strand ist so zerfressen, dass man sich hier nicht mehr niederlassen und den ganzen Tag am Strand verbringen kann, weil man manchmal direkt im Wasser steht“, erklärt eine Frau dem Sender France 2. Die Insel wird immer härter von einem steigenden Meeresspiegel und der Erosion getroffen. Jedes Jahr verliert die Küste zwischen 30 Zentimetern und einem Meter ans Meer.

    Das Wasser zeigt dreimal so schnell wie vor 40 Jahren.

    Innerhalb weniger Jahrzehnte hat sich das Dorf Prêcheur gänzlich verwandelt. „Einen ganzer Teil ist verschwunden. Man muss mit 40-50 Metern weniger Strand rechnen“, erklärt der Fischer Jean-Guy Gabriel auf France 2. Im Dorf drohen die Küstenstraße und Dutzende von Gebäuden für immer zu verschwinden. Auf Martinique steigt das Wasser heute dreimal so schnell wie noch vor 40 Jahren. In den kommenden Jahrzehnten werden die meisten Küstengemeinden umziehen müssen.

  • UNESCO: „Die Gletscher der Pyrenäen werden bis 2050 verschwinden“

    UNESCO: „Die Gletscher der Pyrenäen werden bis 2050 verschwinden“

    Die UNESCO fordert die Einrichtung eines internationalen Fonds zur Überwachung und Erhaltung der Gletscher.

    „Die Gletscher der Pyrenäen werden bis 2050 verschwinden“, warnt Tales Carvalho Resende, Programmbeauftragter des UNESCO-Welterbezentrums und Co-Autor einer Studie über Gletscher, am Donnerstag, dem 3. November. Der Bericht befasst sich mit 18.600 Gletschern in 50 Welterbestätten, was 10% der gesamten vergletscherten Fläche der Erde entspricht.

    Welche Gletscher werden bis 2050 verschwinden?

    Im Rahmen der Studie wurde festgestellt, dass ein Drittel der Gletscher, die derzeit zum UNESCO-Welterbe gehören, bis 2050 verschwinden werden, unabhängig vom Klimaszenario. Unter diesen Gletschern sind auch die letzten Gletscher Afrikas: der Kilimandscharo und das Ruwenzori-Gebirge. In Europa gibt es z. B. die Dolomiten in Italien oder in Frankreich die Pyrenäen. Die Gletscher der Pyrenäen werden bis 2050 verschwinden. Auch die Gletscher in den Nationalparks Yellowstone und Yosemite in den USA sind bedroht.

    Wie schnell schmelzen die Gletscher?

    Die UNESCO-Studie hat eine Beschleunigung der Gletscherschmelze festgestellt. Die Wissenschaftler zeigten sich überrascht, wie schnell sich die Gletscher zurückziehen. Es gibt zum Beispiel eine Welterbestätte in China, in der die Gletscher in den letzten 20 Jahren mehr als 50% ihres Volumens verloren haben. Ein großer Teil der Gletscher in der Welt hat in den letzten 20 Jahren mehr als 20% ihres Volumens verloren. Jedes Jahr verlieren die Gletscher des Welterbes 58 Milliarden Tonnen Eis. Dies entspricht dem Wasserverbrauch von Frankreich und Spanien zusammen. Und es entspricht auch etwa 5% des bisherigen Anstiegs des Meeresspiegels.

    Ein Drittel der Gletscher im UNESCO-Weltnaturerbe wird nicht gerettet werden können.

    Um den restlichen Gletschern eine Chance zu geben, müssen die CO2-Emissionen drastisch reduziert werden, um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Der Bericht soll eine starke Botschaft aussenden, um die Länder der Welt dazu zu bringen, auf der nächsten UN-Klimakonferenz, COP 27, die nächste Woche in Ägypten ehrgeizigere Verpflichtungen einzugehen.

    Nach den Erkenntnissen der Wissenschaftler wird die Hälfte der Welterbestätten bis zum Jahr 2100 ihre Gletscher verlieren, wenn die Emissionen der Treibhausgase nicht radikal reduziert werden.

  • Umwelt: Hunderte von Häusern an den französischen Küsten bedroht

    Umwelt: Hunderte von Häusern an den französischen Küsten bedroht

    Das Meer knabbert immer mehr die französischen Küsten an. Welche Zukunft haben Häuser in den bedrohten Gebieten?

    Im Baskenland bedroht die Küstenerosion kurzfristig 530 Wohnhäuser und 40 Geschäfte. Und das ist kein Einzelfall: In Frankreich gibt es keine Küstenregion, die von diesem Phänomen verschont bleibt. Zu nennen sind die Bretagne, die Normandie und die Region Hauts-de-France. Das alles ist das Ergebnis menschlicher Aktivitäten und der Auswirkungen des Klimawandels, insbesondere des Anstiegs des Meeresspiegels.

    Um notwendige Massnahmen in den betroffenen Gebiete zu ermöglichen, sieht das Gesetz „Klima und Resilienz“ neue Regelungen für Wohnhäuser vor. Wenn Sie Eigentümer oder Mieter an der Küste sind, könnte sich für Sie in Zukunft einiges ändern. Zunächst sollten Sie nachschauen, ob Sie in einer der 126 Gemeinden auf der Liste leben, die im Dekret vom 29. April 2022 veröffentlicht wurde. Die betroffenen Gemeinden haben jetzt vier Jahre Zeit, um eine Kartierung des Rückgangs der Küstenlinie zu erstellen.

    Wozu wird diese Kartografie dienen?
    Sie wird Aufschluss darüber geben, welche Gebiete in welchem Zeitraum von Erosion bedroht sind. In den Gebieten, die in den nächsten 30 Jahren gefährdet sind, darf nicht mehr gebaut werden. Wenn Sie in einem Gebiet bauen möchten, das in 30 bis 100 Jahren gefährdet sein könnte, müssen Sie die für einen Abriss des Gebäudes erforderliche Summe bei der Caisse des dépôts hinterlegen.

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Gebietskörperschaften und der Staat ein Vorkaufs- und Enteignungsrecht haben werden. Es ist jedoch fraglich, ob sie die finanziellen Mittel werden aufbringen können, um dieses Recht auszuüben. In einigen der betroffenen Gebiete sind die Immobilien manchmal mehrere Millionen Euro wert… Zwar sieht das Gesetz eine Neubewertung der Immobilien für den Erwerb durch die öffentliche Hand vor, aber es wurde keine Formel für die Berechnung angegeben. Und die Frage der Umsiedlung von enteigneten Personen wird auch nicht behandelt.

    Für Mieter wird mit der Verordnung ein realer Anpassungsmietvertrag eingeführt, der eine vorzeitige Kündigung ermöglicht, wenn eine Gefahr durch Erosion unmittelbar bevorsteht. Im Moment geht es dem Staat jedoch darum, die wirtschaftlichen Aktivitäten in den bedrohten Gebieten aufrechtzuerhalten.

    Währenddessen schreitet das Meer weiter voran.

  • Frankreich: Welche Risiken birgt die neue Hitzewelle für die Atomkraftwerke?

    Frankreich: Welche Risiken birgt die neue Hitzewelle für die Atomkraftwerke?

    Frankreich sieht sich bereits mit der dritten Hitzewelle des Sommers konfrontiert. Der Anstieg der Temperaturen belastet die nukleare Stromerzeugung, die stark von Wasser abhängig ist. Bereits im Juli war vier Kraftwerken eine vorübergehende Ausnahme von den Umweltvorschriften gewährt worden. Die Sorgen um die ökologischen Auswirkungen und die nukleare Sicherheit Frankreichs steigen.

    Nach nur ein paar Tagen Pause erstickt Frankreich wieder unter einer Hitzewelle. Vom Süden des Landes breitet sich die Hitzewelle seit Dienstag, dem 2. August, auch auf den Rest des Landes aus. Die Hitzewellen beeinträchtigen inzwischen auch die französische Atomenergieproduktion.

    Atomanlagen sind sehr wasserabhängig, da sie ständig gekühlt werden müssen, um sicher funktionieren zu können. Daher werden sie an Meeresküsten oder in der Nähe von Flüssen gebaut, wo sie große Mengen Wasser zur Verfügung haben. Das Wasser wird aufbereitet und je nach Kühlsystem vollständig oder zu über 90% an die Umwelt zurückgegeben.

    Aber: In jedem Fall wird das Wasser bei einer bestimmten Temperatur entnommen, um dann wärmer wieder zurückgeleitet zu werden.

    „Jedes Kraftwerk unterliegt spezifischen Regeln, was die Temperatur seiner Rückleitungen betrifft“, erklärt Valérie Faudon, Generaldelegierte der Société française d’énergie nucléaire (SFEN).

    In Fällen, in denen ein Risiko für die Stromversorgung besteht, kann der Betreiber EDF Anträge auf Ausnahmen bei der Behörde für nukleare Sicherheit stellen.

    Die Kraftwerke Golfech, Blaye und Saint-Alban sowie das Kraftwerk Bugey erhielten bereits Mitte Juli eine Ausnahmegenehmigung von den Umweltvorschriften, um die Versorgung mit Strom während der damaligen Hitzewelle zu gewährleisten. Ihnen wurde das Recht eingeräumt, wärmeres Wasser als üblich einzuleiten.

    Umweltorganisationen zufolge wird die Erwärmung des Flusswassers zwangsläufig zu einem gefährlichen Rückgang der Artenvielfalt führen. Mit zunehmender Temperatur wird das Wasser sauerstoffärmer, was bereits bedrohte Arten wie Lachse oder Forellen gefährdet.

    Hohe Temperaturen begünstigen auch das Wachstum von sauerstoffhungrigen Algen auf Kosten anderer Organismen, die dann ersticken. Darüber hinaus könnte die Erwärmung des Wassers auch zum Wachstum von Bakterien wie Legionellen führen, die Flüsse verunreinigen und gesundheitliche Probleme bei Anwohnern verursachen können.

    Und: Je niedriger der Wasserstand eines Flusses ist, desto höher wird – bei gleicher Reaktorleistung – die Temperatur eines Kernkraftwerks, da es weniger Wasser gibt, das die Wärme absorbieren kann.

    Könnte Frankreich eine Katastrophe wie in Fukushima erleben?
    Die thermische Trägheit eines Kernreaktors ist sehr groß. Selbst nach der Abschaltung eines Reaktors muss er noch Monate später weiter gekühlt werden, ganz zu schweigen vom Kühlbedarf der Lagerbecken für abgebrannte Brennelemente, die an jedem Standort vorhanden sind. Man kann sich eine Situation vorstellen, in der die Rhône so wenig Wasser führt, dass trotz der Abschaltung der Reaktoren nicht mehr genug Wasser vorhanden ist, um deren Mindestkühlung bei abgeschaltetem Reaktor zu gewährleisten. Bei einer solchen Konstellation könnte Frankreich eine Katastrophe wie in Fukushima erleben.

    In den Sommermonaten werden oft routinemäßige Wartungsarbeiten, bei denen die Reaktoren zur Vorbereitung auf den Winter mit Brennstäben aufgefüllt werden, durchgeführt. Aber in diesem Sommer ist es anders: Aufgrund von Kontrollen, bei denen Korrosionsschäden gefunden wurden, mussten 12 weitere Reaktoren abgeschaltet werden.

    Laut dem französischen Büro für geologische und mineralische Forschungen könnte die durchschnittliche jährliche Wassermenge der Flüsse in Frankreich bis 2050 um 10 bis 40 Prozent sinken. Im Sommer könnte der Wasserstand der Flüsse sogar um bis zu 60% sinken.

    Mit Meerwasser gekühlte Atomanlagen sind zwar nicht von der Problematik des Wasserrückgangs in den Flüssen betroffen, hier ist es eher der Anstieg des Wasserspiegels, der Sorgen bereitet.

    Im Dezember 1999 fegte der Sturm Martin über die Region Blayais hinweg. In der Mündung des Flusses Gironde wurde damals ein Teil des Atomkraftwerks überflutet, sodass zwei Reaktoren abgeschaltet werden mussten. Zwar konnte eine größere Katastrophe verhindert werden, doch der Vorfall hatte die nie verstummende Sorge um die Sicherheit der fünf Atomkraftwerke an der französischen Küste wieder aufleben lassen.

  • Globale Erwärmung: Diese französischen Städte sind vom Anstieg des Meeresspiegels bedroht

    Globale Erwärmung: Diese französischen Städte sind vom Anstieg des Meeresspiegels bedroht

    Einige Städte wie Bordeaux (Gironde) oder Nizza (Alpes-Maritimes) sind durch den Anstieg des Wasserspiegels infolge der globalen Erwärmung bedroht.

    Bei einer globalen Erwärmung von mehr als 4 Grad würde die Kathedrale von Bordeaux (Gironde) unter Wasser stehen, so das Modell von Wissenschaftlern der Climate Co Central. In Nizza (Alpes-Maritimes) würden bei drei Grad mehr einige Stadtteile vollständig überflutet werden. Für Anglet in den Pyrénées-Atlantiques hätte bereits ein Temperaturanstieg um zwei Grad dramatische Folgen. Einige Gebiete der Stadt, die an das Meer grenzen, könnten schon in einigen Jahren überflutet werden.

    Besorgte Einwohner
    Das ist das Ergebnis einer Studie deutscher und amerikanischer Forscher. Die Einwohner der baskischen Stadt sind besorgt. „Es wird schwierig werden, wir werden lernen müssen, anders zu leben“, sagt eine Frau gegenüber Franceinfo. Weitere gefährdete Gebiete sind Le Havre (Seine-Maritime), der Kanaltunnel und die Camargue. In Asien sind neun Megastädte stark gefährdet.