Schlagwort: medef

  • Auf dem Weg zur Macht: Wie der Rassemblement National um wirtschaftliche Glaubwürdigkeit ringt

    Auf dem Weg zur Macht: Wie der Rassemblement National um wirtschaftliche Glaubwürdigkeit ringt

    Der Rassemblement National steht vor einer strategischen Zäsur. Will die Partei bei der Präsidentschaftswahl 2027 tatsächlich die Macht erringen, reicht es nicht mehr, Wahlerfolge zu erzielen oder politische Debatten über Migration, Sicherheit und nationale Identität zu dominieren. Entscheidend ist zunehmend die Frage, ob sie auch dort Vertrauen gewinnt, wo bislang Skepsis vorherrscht: in Vorstandsetagen, Unternehmerverbänden und Finanzmärkten. Die jüngsten Initiativen der Parteiführung deuten darauf hin, dass genau hier ein gezielter Imagewandel angestrebt wird. Annäherung an die Wirtschaftseliten Am 20. April 2026 wandten sich Marine Le Pen und Jordan Bardella in einem gemeinsamen Schreiben an französische Unternehmer. Darin luden sie zur Mitwirkung an einer Reflexion über regulatorische Hemmnisse ein, die wirtschaftliche Aktivität bremsen könnten. Parallel dazu traf Bardella das Führungsgremium des Wirtschaftsverbandes Medef. Diese Schritte sind mehr als symbolisch. Sie markieren de…

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  • Der 2. Oktober als erneute Nagelprobe: Frankreichs Gewerkschaften setzen Lecornu unter Druck

    Der 2. Oktober als erneute Nagelprobe: Frankreichs Gewerkschaften setzen Lecornu unter Druck

    Es war ein Treffen, das als letzte Chance inszeniert wurde – und als Enttäuschung endete.Am Mittwoch kamen die Spitzen der französischen Gewerkschaften im Pariser Matignon-Palast mit Premierminister Sébastien Lecornu zusammen. Heraus gingen sie ernüchtert, manche sagen sogar frustriert: Keine klaren Antworten, keine greifbaren Zusagen, kein politischer Durchbruch. Stattdessen kündigte die Intersyndicale eine neue Mobilisierung an. Der 2. Oktober wird damit zur nächsten Etappe eines Konflikts, der sich immer stärker zuspitzt. Erwartungen, die ins Leere liefen Schon im Vorfeld war das Treffen mit hohen Erwartungen beladen. Nach der massiven Streikwelle am 18. September, als Hunderttausende Menschen durch die Straßen zogen, sollte die Regierung nun liefern.Marylise Léon von der CFDT beklagte, dass nicht einmal die geforderten Haushaltsunterlagen auf dem Tisch lagen. Sophie Binet von der CGT ging noch schärfer ins Gericht: Weder bei Steuerfragen, noch bei der Arbeitslosenversicherung, noch…

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  • Unternehmer gegen neue Steuerpläne: Der Haushaltsstreit in Frankreich spitzt sich zu

    Unternehmer gegen neue Steuerpläne: Der Haushaltsstreit in Frankreich spitzt sich zu

    Frankreich steuert in einen Herbst intensiver politischer Auseinandersetzungen. Im Zentrum steht der Staatshaushalt 2026 – und mit ihm die Frage, wie das Land seine öffentlichen Finanzen konsolidieren soll. Während die Regierung auf Einsparungen drängt und die Sozialisten neue Steuerquellen erschließen wollen, hat der Präsident des Unternehmerverbandes Medef, Patrick Martin, scharf vor höheren Belastungen gewarnt. Die Frontlinien zwischen Staat und Wirtschaft treten klarer denn je hervor. Ein Unternehmeraufstand in Planung Patrick Martin hat unmissverständlich signalisiert, dass der Medef nicht tatenlos zusehen wird, sollte die Regierung die Steuerlast für Unternehmen weiter erhöhen. Nach seiner Darstellung zahlen französische Firmen bereits heute die höchsten Steuern im Kreis der modernen Industriestaaten. Erst im laufenden Jahr seien zusätzliche Milliarden fällig geworden – ein Umstand, den die Arbeitgeber als massiven Wettbewerbsnachteil empfinden. Martins Tonfall erinnert weniger a…

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  • Instabile Republik: Frankreichs Wirtschaft im Wartestand

    Instabile Republik: Frankreichs Wirtschaft im Wartestand

    Frankreich erlebt in diesem Herbst 2025 eine der schwersten politischen Krisen seit Jahren. Nach dem Scheitern des Haushaltsplans und dem Rücktritt der Regierung Bayrou steht das Land weiterhin vor einer Phase unklarer Mehrheitsverhältnisse. Parallel dazu gewinnt die Protestbewegung „Bloquons tout“ an Zulauf, die mit Blockaden und Streiks den Alltag in Frankreich lähmen will. In diesem Klima wächst die Sorge der Unternehmer – nicht nur um ihre Bilanzen, sondern auch um die grundsätzliche Handlungsfähigkeit des Staates. Vertrauensverlust in der Wirtschaft Das Scheitern des Haushalts in der Nationalversammlung hat die angespannte Lage weiter verschärft. Die Unternehmenswelt sieht darin weniger ein isoliertes politisches Ereignis, sondern ein Symptom tieferliegender Dysfunktion. Philippe Malaval, Chef des Mittelständlers Vassel Graphique, brachte die Stimmung auf den Punkt: „Es ist eine Katastrophe für die Unternehmen. Diese Unsicherheit wird nur eine Folge haben: eine rückläufige Aktivit…

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  • Zwischen Pragmatismus und Pattsituation – Frankreich vor der Vertrauensabstimmung

    Zwischen Pragmatismus und Pattsituation – Frankreich vor der Vertrauensabstimmung

    Der französische Premierminister François Bayrou hat die politische Sommerpause jäh beendet – mit einer Ankündigung, die das ohnehin fragile Gleichgewicht der V. Republik erneut zutiefst erschüttern könnte. Am 8. September stellt er die Vertrauensfrage im Parlament. Es ist ein Manöver mit hohem Risiko, aber auch mit einem Rest Hoffnung: auf politische Vernunft, Disziplin und den Willen zur Haushaltskonsolidierung. Doch der parlamentarische Taschenrechner spricht gegen ihn. Bayrous Initiative folgt einem altbekannten Muster französischer Machtpolitik: Wer keine Mehrheit hat, greift zur Eskalation – und hofft, dass sich in der Hitze des Gefechts neue Konstellationen bilden. Der Ausgang ist offen, die möglichen Konsequenzen reichen von einem knappen Überleben bis zu Neuwahlen. Haushalt als Hebel – aber keine Mehrheit in Sicht Im Zentrum von Bayrous Vorstoß steht der Haushalt 2026 – konkret: Einsparungen in Höhe von 44 Milliarden Euro, ein ehrgeiziges Paket, das Kürzungen in fast allen Res…

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  • Französische Unternehmer im Angesicht politischer Instabilität: Zwischen Sorge und Widerstandskraft

    Französische Unternehmer im Angesicht politischer Instabilität: Zwischen Sorge und Widerstandskraft

    Die französische Wirtschaft geht in einen Herbst voller Unsicherheit. Kaum ein anderes Land Westeuropas erlebt derart häufige Regierungswechsel und parlamentarische Blockaden wie Frankreich in den vergangenen zwei Jahren. Nach dem erzwungenen Rücktritt von Michel Barnier im Dezember 2024 steht nun auch Premierminister François Bayrou stark unter Druck: Am 8. September droht ihm ein Misstrauensvotum in der Nationalversammlung. Für die Unternehmer des Landes ist dies mehr als ein politisches Ritual – es betrifft unmittelbar ihre Geschäftsgrundlage.

    Eine Wirtschaft im Wartemodus Die Sorgen des französischen Patronats traten in dieser Woche bei der traditionellen Rencontre des Entrepreneurs de France (REF) des Arbeitgeberverbands Medef deutlich zutage. Patrick Martin, der Präsident des Verbandes, warnte vor „kommenden Turbulenzen“ und appellierte an die politischen Lager, Kompromissbereitschaft zu zeigen. Die Erfahrung, dass politische Unsicherheit wirtschaftliche Aktivitäten lähmt, ist d…

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  • Krank und benachteiligt? Warum Frankreichs Regierung mit ihrer Reform der Lohnfortzahlung alle gegen sich aufbringt

    Krank und benachteiligt? Warum Frankreichs Regierung mit ihrer Reform der Lohnfortzahlung alle gegen sich aufbringt

    Mitten in der Sommerpause zündet die französische Regierung eine finanzpolitische Nebelgranate: Künftig soll die gesetzliche Lohnfortzahlung im Krankheitsfall erst ab dem achten Tag einsetzen – bislang beginnt sie ab dem vierten. Die Maßnahme ist Teil eines umfassenden Plans zur Haushaltskonsolidierung, doch sie trifft auf seltene Einmütigkeit unter Arbeitgebern und Gewerkschaften: Beide Seiten lehnen die geplante Verlängerung der Karenzzeit ab – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.

    Einseitige Lastenverlagerung in schwierigen Zeiten Gesundheitsministerin Catherine Vautrin begründet die geplante Änderung mit der Notwendigkeit, die Sozialversicherungsausgaben zu zügeln. Allein die Ausgaben für Krankengeld sollen 2025 die Marke von 16 Milliarden Euro übersteigen – ein Anstieg um fast 70 % gegenüber 2012. Durch die Neuregelung verspricht sich die Regierung Einsparungen von 945 Millionen Euro jährlich für die staatliche Krankenversicherung. Diese Kosten würden jedoch nicht entfallen, s…

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