Schlagwort: Masoud Pezeshkian

  • Iran und Israel erklären sich beide zu Siegern – Waffenruhe hält vorerst. Und weitere World-News

    Iran und Israel erklären sich beide zu Siegern – Waffenruhe hält vorerst. Und weitere World-News

    Der Waffenstillstand zwischen Israel und Iran scheint zu halten: Israels Armee hob die Kriegshandlungen auf, Irans Präsident sprach vom „Ende eines zwölf Tage andauernden Krieges, der dem iranischen Volk aufgezwungen wurde“. Zuvor hatte US-Präsident Trump beide Länder scharf kritisiert, weil sie trotz der angekündigten Waffenruhe weiter Angriffe ausgeführt hatten.

    Iran und Israel, die beide den Sieg in dem Konflikt für sich beanspruchen, präsentierten gestern unterschiedliche Erklärungen zu ihren Angriffen nach der Ankündigung der Waffenruhe. Doch ihre Äußerungen ließen erkennen: Beide Seiten sind daran interessiert, dass die Feuerpause Bestand hat.

    In einem Beitrag in den sozialen Medien behauptete Trump, US-Angriffe am Sonntag hätten Irans Nuklearfähigkeiten zerstört. Ein vorläufiger Bericht des Pentagon jedoch legt nahe, dass die Bombardierung das iranische Atomprogramm lediglich um einige Monate zurückgeworfen habe. Israelische Verteidigungskreise erklärten zudem, sie hätten Beweise dafür, dass unterirdische Anlagen an einem der bombardierten Standorte nicht zerstört worden seien. Eine Sprecherin des Weißen Hauses bezeichnete den Pentagon-Bericht als „völlig falsch“.

    Wie könnte es nun weitergehen?
    Irans Präsident Masoud Pezeshkian zeigte sich offen für eine Rückkehr zu den Atomverhandlungen mit den USA.


    NATO-Gipfel mit besonderem Fokus: Trump bei Laune halten

    Heute treffen sich NATO-Staats- und Regierungschefs in Den Haag – im Mittelpunkt stehen Trumps Forderungen nach deutlich höheren Militärausgaben.

    Zweifel an Sinn und Verlauf des Iran-Krieges oder der US-Intervention dürften dabei kaum thematisiert werden. Das wichtigste Schweigen aber wird Russland gelten – und Trumps zwiespältigem Verhältnis zum Kreml. Zwar zeigte er sich zwischenzeitlich verärgert über Moskaus Weigerung, einer Feuerpause in der Ukraine zuzustimmen, doch gleichzeitig verzichtete er auf neue Sanktionen – und drängt sogar darauf, Russland wieder in das frühere G8-Format aufzunehmen.

    Trump verlangt von den NATO-Staaten, ihre Militärausgaben auf 5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen – bislang liegt das Ziel bei 2 Prozent. Die meisten Mitglieder des Bündnisses – ausser Spanien – haben sich zu diesem höheren Wert bekannt.


    WEITERE TOP-NACHRICHTEN

    Technologie: Auf 485 Hektar Maisfeld in Indiana will Amazon einen der größten Computer der Welt bauen – optimiert für Künstliche Intelligenz.

    New York City: Zohran Mamdani, bislang kaum bekannter Abgeordneter mit progressivem Programm, liegt überraschend vorn in der demokratischen Bürgermeister-Vorwahl.

    China: China hat vor der Küste Südkoreas massive Stahlstrukturen ins Meer gesetzt. Offiziell handelt es sich um Fischfarmen – doch Südkorea vermutet andere Absichten.

    Royals: In einem Londoner Park ist ein Gedenkort für Königin Elizabeth II. geplant – mit zwei Statuen und einer Brücke in Form eines Diadems.

    USA: Während die USA ihre globale Einflussstruktur zurückbauen, jubeln China und Russland – und versuchen, das entstehende Vakuum zu füllen.

    Kriminalität: Die Londoner Polizei bittet um Hinweise auf eine 285 Jahre alte Geige, die aus einem Pub gestohlen wurde.

    Tiere: Mish und Lucy, zwei fünfjährige Bären-Geschwister im Südwesten Englands, brachen aus ihrem Gehege aus – und bedienten sich genüsslich an einem Honiglager.

    Klima

    Kanada: Seit drei Tagen liegt eine extreme Hitzewelle über Toronto und dem Osten Kanadas – viele Menschen fliehen in klimatisierte Räume.

    USA: Von Florida bis Massachusetts verzeichnen mehrere Bundesstaaten die bisher höchsten Temperaturen des Jahres.

    Kalifornien: Die Waldbrände im Januar zerstörten tausende Häuser. Manche, die äußerlich unversehrt erscheinen, sind nach den Bränden mit giftigen Chemikalien belastet.

  • Globale Krisen beherrschen die UN-Generalversammlung – und andere World-News

    Globale Krisen beherrschen die UN-Generalversammlung – und andere World-News

    Inmitten einer turbulenten Weltlage versammelten sich die Staats- und Regierungschefs in New York zur 79. Generalversammlung der Vereinten Nationen. Es wurde erwartet, dass die Konflikte im Nahen Osten, der Krieg in der Ukraine und der Sudan die Diskussionen dominieren würden – Herausforderungen, deren Lösungen noch in weiter Ferne liegen.

    UN-Generalsekretär António Guterres schlug in seinen Eröffnungsworten einen düsteren Ton an: „Ein Pulverfass droht, die Welt zu verschlingen.“ US-Präsident Joe Biden, der zum letzten Mal vor der Generalversammlung sprach, warnte, dass die Welt an einem „Wendepunkt“ stehe.

    Biden appellierte an die Verantwortung der Nationen: „Unsere Aufgabe, unser Test besteht darin, sicherzustellen, dass die Kräfte, die uns zusammenhalten, stärker sind als jene, die uns auseinanderreißen wollen.“ Er betonte, dass die heutigen Entscheidungen die Zukunft für Jahrzehnte prägen werden.

    Der Nahe Osten: Ein Brennpunkt

    Der frisch gewählte Präsident des Irans, Masoud Pezeshkian, stellte seine Vision für eine neue Ära in seiner Heimat vor. Im Zuge seiner Rede kritisierte er Israel scharf und warf dem Land „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ vor. Pezeshkian stellte Irans Unterstützung für verschiedene Milizengruppen als Unterstützung für Freiheitskämpfer dar, was bei westlichen Regierungen auf Skepsis stieß.

    Die Reden vieler Staatschefs prangerten Israel für den andauernden Krieg im Gazastreifen an – ein Konflikt, der laut lokalen Gesundheitsbehörden bereits über 41.000 Todesopfer gefordert hat. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu, der heute in New York erwartet wird, wird morgen seine Rede halten. Im Fokus steht dabei auch der zunehmende Konflikt mit der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon, der sich drastisch zuspitzt.

    Ukraine: Eine immer noch brennende Wunde

    Im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen fand eine kurzfristig einberufene Sitzung zur Lage in der Ukraine statt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj appellierte eindringlich an die Mitglieder, die Verteidigung seines Landes weiterhin zu unterstützen. „Russland kann nur zum Frieden gezwungen werden“, sagte Selenskyj.

    Er warnte auch vor geplanten russischen Angriffen auf die drei Atomkraftwerke der Ukraine – Informationen, die er jedoch nicht weiter detaillierte. Interessant ist, dass Selenskyj ankündigte, einen neuen Plan für den Sieg ausgearbeitet zu haben, der auf den Prinzipien der UN-Charta beruhe. Die Details dazu ließ er offen, deutete aber an, dass eine Friedenskonferenz in Arbeit sei.

    Flucht aus Südlibanon: Angst und Verzweiflung

    Während Israel den Süden des Libanons weiterhin intensiv bombardiert, versuchen Tausende Menschen, den betroffenen Regionen zu entkommen. Besonders die dicht besiedelten Gebiete südlich von Beirut gerieten in den letzten Tagen verstärkt ins Visier der israelischen Angriffe. Sechs Menschen kamen ums Leben, 15 weitere wurden verletzt, so das libanesische Gesundheitsministerium.

    Die Panik unter der Zivilbevölkerung wächst, nachdem die israelischen Angriffe an Intensität zugenommen haben. Bereits 27.000 Menschen wurden in temporären Unterkünften untergebracht, wie die Vereinten Nationen und libanesische Beamte am Dienstag mitteilten.

    Ein besonders dramatischer Moment: Die israelische Armee bestätigte, dass Ibrahim Mohammed Qobeisi, ein hochrangiges Mitglied der Hisbollah, bei einem Angriff getötet wurde. Qobeisi, so behauptete Israel, war verantwortlich für das Raketenarsenal der Gruppe – ein Schlag gegen die Hisbollah, die seinen Tod zwar bestätigte, aber keine näheren Angaben zu seiner genauen Rolle machte.

    USA: Spaltung oder Stabilität?

    Während die politischen Fronten in den USA weiterhin verhärtet sind, ringen viele Wähler mit der Entscheidung, ob sie Kamala Harris unterstützen sollen. Interessanterweise hat sich eine Gruppe von Wählern, die Donald Trump bereits abgeschrieben hat, noch nicht festgelegt, ob sie bei den kommenden Wahlen Harris wählen oder jemand anderen unterstützen will.

    In der Vergangenheit spielten zentristisch-rechte Wähler, die sich von der republikanischen Partei distanzierten, eine Schlüsselrolle bei den Erfolgen der Demokraten – sowohl 2020, als Biden zum Präsidenten gewählt wurde, als auch in den Zwischenwahlen von 2022. Viele dieser Wähler äußerten jedoch Bedenken, wie Harris als Präsidentin agieren würde, falls Biden aus dem Rennen aussteigt.

    Diese Unsicherheit wird noch verstärkt durch einen kürzlichen Vorfall, bei dem die Pop-Ikone Janet Jackson Harris‘ ethnische Zugehörigkeit infrage stellte – ein Vorwurf, der als grundlos abgetan wurde. Harris plant in den kommenden Wochen, ihre wirtschaftspolitischen Vorschläge zu intensivieren, um das Vertrauen dieser unentschlossenen Wähler zu gewinnen.

    Weitere wichtige Schlagzeilen

    • Sri Lanka: Anura Kumara Dissanayake, der linksgerichtete Politiker, hat mit seinem Sieg bei den Präsidentschaftswahlen die politische Landschaft des Landes nachhaltig verändert.
    • Westafrika: Russland unterzeichnete Satellitenabkommen mit den Militärjuntas von Mali, Niger und Burkina Faso – ein Zeichen dafür, dass Moskau seine Präsenz auf dem afrikanischen Kontinent weiter ausbaut.
    • Russland: Ein 60 Meter breiter Krater an einem Raketenstartplatz ließ darauf schließen, dass der Test einer neuartigen russischen Atomrakete gescheitert ist.
    • Kryptowährungen: Caroline Ellison, ehemalige Top-Beraterin von Sam Bankman-Fried und Star-Zeugin im FTX-Prozess, wurde zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.
    • US-Wirtschaft: Dockarbeiter an den Ost- und Golfküsten der USA könnten in den Streik treten – ein Schritt, der das Land etwa 6 Prozent seines täglichen Bruttoinlandsprodukts kosten könnte.
    • Visa: Das Unternehmen sieht sich einer kartellrechtlichen Klage der US-Regierung gegenüber. Die Anklage wirft Visa vor, Rivalen im Zahlungsverkehr systematisch ausgeschlossen zu haben.
    • Singapur: S. Iswaran, der erste Minister Singapurs, der seit fast 50 Jahren wegen Korruption angeklagt wurde, bekannte sich in einigen Anklagepunkten schuldig.
    • Technologie: Mark Zuckerberg hat seine politischen Ambitionen aufgegeben. Auch sein Unternehmen Meta distanziert sich von politischen Angelegenheiten.

    Das Treffen der Staats- und Regierungschefs in New York spiegelt die Spannungen unserer Zeit wider – von geopolitischen Konflikten über wirtschaftliche Unsicherheiten bis hin zu sozialen Herausforderungen. Werden die Mächtigen dieser Welt eine gemeinsame Vision für den Frieden finden?