Schlagwort: Mario Vargas Llosa

  • Adiós, Maestro: Die fünf Bücher, mit denen man Mario Vargas Llosa wirklich versteht

    Adiós, Maestro: Die fünf Bücher, mit denen man Mario Vargas Llosa wirklich versteht

    Mit dem Tod von Mario Vargas Llosa verliert die Welt nicht nur einen Literaturnobelpreisträger, sondern einen der letzten Titanen des lateinamerikanischen Boom. Der peruanisch-spanische Schriftsteller starb am Sonntag im Alter von 89 Jahren in Lima – und hinterlässt ein literarisches Erbe, das nachh…

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  • Adiós, Mario Vargas Llosa – Der Abschied eines literarischen Giganten

    Adiós, Mario Vargas Llosa – Der Abschied eines literarischen Giganten

    Mit dem Tod von Mario Vargas Llosa am 13. April 2025 in Lima verliert die Welt nicht nur einen der bedeutendsten Schriftsteller Lateinamerikas, sondern auch eine Stimme, die über sechs Jahrzehnte hinweg mit sprachlicher Brillanz und intellektuellem Mut den Puls der Zeit fühlbar machte. Er wurde 89 Jahre alt – und hinterlässt ein Erbe, das weit über die Literatur hinausreicht.

    Von Arequipa in die Welt

    Geboren 1936 im peruanischen Arequipa, fand Vargas Llosa früh zur Feder – zunächst als Journalist, später als Romancier. Der Durchbruch gelang ihm 1963 mit La ciudad y los perros („Die Stadt und die Hunde“), einem Werk, das die Härte des Militärsystems in Peru entlarvte. Was folgte, war eine Flut an Romanen, in denen sich politische Klarheit und literarische Raffinesse meisterhaft verbanden.

    Vargas Llosa wurde zu einer der tragenden Figuren des „Boom“ der lateinamerikanischen Literatur der 1960er-Jahre, gemeinsam mit Größen wie Gabriel García Márquez, Julio Cortázar und Carlos Fuentes. Doch während sich viele seiner Zeitgenossen dem magischen Realismus verschrieben, ging Vargas Llosa einen anderen Weg – analytisch, realistisch, unbequem.

    Literatur als Spiegel der Macht

    Ob in Gespräch in der Kathedrale, Das grüne Haus oder Der Krieg am Ende der Welt – Vargas Llosa durchleuchtete stets die Beziehung zwischen Individuum und Macht, zwischen Ideal und Realität. Seine Sprache war präzise, seine Struktur oft komplex, seine Botschaft klar: Literatur ist kein schöner Schein – sie ist Werkzeug der Erkenntnis.

    Ein Intellektueller mit Haltung

    Doch Vargas Llosa war mehr als ein Erzähler – er war ein politischer Kopf. In den 1980er-Jahren kehrte er dem Marxismus den Rücken, trat für marktwirtschaftliche und demokratische Prinzipien ein und stellte sich 1990 gar als Präsidentschaftskandidat zur Wahl. Gegen Alberto Fujimori verlor er zwar, doch sein Engagement machte ihn zu einer moralischen Instanz – und zur Zielscheibe. Er sprach Klartext – auch, wenn es unbequem war. Für viele wurde er dadurch zum Kompass, für andere zur Reizfigur.

    Weltbürger mit Feder

    Der Nobelpreis für Literatur, der ihm 2010 verliehen wurde, war die Krönung einer beispiellosen Karriere. Auch der Cervantes-Preis und die Aufnahme in die Académie Française im Jahr 2023 – als erster nicht französischsprachiger Autor – unterstreichen seine internationale Bedeutung. Vargas Llosa schrieb auf Spanisch, aber sein Werk sprach in alle Sprachen der Welt.

    Bis ins hohe Alter blieb er produktiv. Tiempos recios (2019) und Le dedico mi silencio (2023) zeugen von seiner ungebrochenen Neugier und seinem Drang, Geschichte und Gegenwart Lateinamerikas literarisch zu durchdringen.

    Ein Vermächtnis voller Kontraste

    Was Vargas Llosa besonders machte, war seine Fähigkeit, Schönheit mit Schärfe zu verbinden. Seine Texte glänzten – und schnitten. Er war ein Liberaler mit Leidenschaft, ein Erzähler mit Haltung, ein Intellektueller mit Charisma. Und auch wenn seine politische Positionierung nicht immer unumstritten war, blieb er sich stets treu – auch gegen den Zeitgeist.

    Keine Trauerfeier, aber bleibende Wirkung

    Seine Familie hat angekündigt, dass keine öffentliche Zeremonie stattfinden wird. Er soll eingeäschert werden, so wie er es sich wünschte. Doch seine Bücher, Essays, Interviews und Reden – sie bleiben. Und sie werden bleiben. In Universitätsseminaren, auf den Nachttischen junger Schriftsteller, in politischen Debatten – und im Herzen all jener, die Literatur nicht nur lesen, sondern leben.

    Was also bleibt von Mario Vargas Llosa? Ein Werk, das Welten erschloss – und aufrüttelte. Und die Erinnerung an einen Autor, der nie den einfachen Weg wählte, sondern stets den, der zum Denken zwingt.

    Autor: M.A.B.

  • 28. März: Ein Tag voller historischer Wendepunkte

    28. März: Ein Tag voller historischer Wendepunkte

    Der 28. März hat im Laufe der Geschichte zahlreiche bedeutende Ereignisse hervorgebracht, die sowohl auf globaler Ebene als auch speziell in Frankreich ihre Spuren hinterlassen haben. Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick auf einige dieser denkwürdigen Momente werfen.

    1757: Das grausame Ende eines Attentäters in Paris

    Am 28. März 1757 wurde Robert François Damiens in Paris wegen seines Attentats auf König Ludwig XV. hingerichtet. Nach einem fehlgeschlagenen Mordversuch am König wurde Damiens zum Tode durch Vierteilung verurteilt – eine der brutalsten Hinrichtungsarten jener Zeit. Sein Tod hinterließ einen bleibenden Eindruck in der französischen Gesellschaft und führte zu Diskussionen über die Grausamkeit von Strafen und die Stabilität der Monarchie.

    1814: Die Alliierten stehen vor Paris

    In den Napoleonischen Kriegen erreichten die Koalitionstruppen am 28. März 1814 die Vororte von Paris. Nach der Niederlage Napoleons in der Schlacht bei Arcis-sur-Aube rückten die Alliierten zügig auf die französische Hauptstadt vor. Die Belagerung von Paris führte schließlich zur Abdankung Napoleons und markierte einen Wendepunkt in der europäischen Geschichte.

    1930: Städteumbenennung in Deutschland

    Am 28. März 1930 wurde die Stadt Chemnitz in Deutschland in „Karl-Marx-Stadt“ umbenannt. Diese Namensänderung reflektierte die politischen Strömungen der Zeit und blieb bis zur Wiedervereinigung Deutschlands bestehen, als die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhielt.

    1979: Nuklearkatastrophe in den USA

    Ein schwerwiegendes Ereignis ereignete sich am 28. März 1979 im Kernkraftwerk Three Mile Island in Pennsylvania, USA. Ein teilweiser Kernschmelzunfall führte zur Freisetzung radioaktiver Gase und löste weltweit Diskussionen über die Sicherheit der Kernenergie aus. Dieses Ereignis hatte weitreichende Auswirkungen auf die Energiepolitik und das öffentliche Vertrauen in die Nukleartechnologie.

    2005: Erdbeben vor Sumatra

    Am 28. März 2005 erschütterte ein starkes Erdbeben der Magnitude 8,7 die Region vor der Westküste Nord-Sumatras in Indonesien. Obwohl es nicht zu einem verheerenden Tsunami wie im Dezember 2004 kam, forderte das Beben dennoch zahlreiche Menschenleben und verursachte erhebliche Zerstörungen. Es erinnerte die Welt erneut an die seismische Verwundbarkeit dieser Region.

    Geburtstage am 28. März

    • Maxim Gorki (1868-1936): Russischer Schriftsteller und politischer Denker, bekannt für Werke wie „Die Mutter“ und seine Autobiografie. Gorki spielte eine bedeutende Rolle in der russischen Literatur und Politik des frühen 20. Jahrhunderts.
    • Dirk Bogarde (1921-1999): Britischer Schauspieler und Schriftsteller, der in zahlreichen Filmen der 1950er und 1960er Jahre mitwirkte und später als Romanautor Anerkennung fand.
    • Mario Vargas Llosa (1936-): Peruanischer Schriftsteller und Nobelpreisträger für Literatur, bekannt für Romane wie „Das grüne Haus“ und „Das Fest des Ziegenbocks“. Sein Werk hat die lateinamerikanische Literatur maßgeblich geprägt.

    Todestage am 28. März

    • Iwan der Schreckliche (1530-1584): Erster Zar von Russland, bekannt für seine grausame Herrschaft und die Expansion des russischen Reiches. Sein Tod markierte das Ende einer Ära und führte zu einer Zeit der Unruhen in Russland.
    • Dwight D. Eisenhower (1890-1969): 34. Präsident der Vereinigten Staaten und Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte in Europa während des Zweiten Weltkriegs. Sein Tod beendete das Leben eines der einflussreichsten Führer des 20. Jahrhunderts.
    • Marc Chagall (1887-1985): Russisch-französischer Maler jüdischer Herkunft, bekannt für seine traumhaften und farbenfrohen Werke, die Elemente des Surrealismus und der jüdischen Folklore vereinen.

    Ein Tag mit vielfältigen Facetten

    Der 28. März ist ein Datum, das eine breite Palette historischer Ereignisse umfasst – von politischen Umwälzungen über technologische Katastrophen bis hin zu kulturellen Meilensteinen. Diese Vielfalt zeigt, wie ein einzelner Tag im Kalender die Geschichte in unterschiedlichsten Bereichen beeinflussen kann. Wer hätte gedacht, dass so viele bedeutende Ereignisse an einem einzigen Datum zusammenkommen?