Schlagwort: Marina Ovsiannikova

  • Ukraine-Krieg: Wurde die russische Journalistin Marina Ovsiannikova in Paris vergiftet?

    Ukraine-Krieg: Wurde die russische Journalistin Marina Ovsiannikova in Paris vergiftet?

    Die russische Journalistin Marina Ovsiannikova, die von der Justiz ihres Landes zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden war, weil sie das russische Militär kritisiert hatte, erlitt am 12. Oktober einen Schwächeanfall. In Frankreich, wo sie zur Zeit lebt, wurde eine Untersuchung wegen des Verdachts auf eine Vergiftung eingeleitet. Analysen ergaben allerdings, dass in ihrem Körper keine Spuren von Gift nachgewiesen werden konnten.

    Marina Ovsiannikova, die in Frankreich im Exil lebt, nachdem sie in den russischen Nachrichten ein Schild mit der Aufschrift „No War“ hochgehalten hatte, um die Bevölkerung vor der Desinformation in ihrem Land zu warnen, erlitt einen Schwächeanfall, als sie am 12. Oktober ihr Haus verließ. Ein Unwohlsein, das die französische Polizei sofort alarmiert hat, denn der Vorfall ereignete sich nur wenige Tage nach ihrer Verurteilung in Abwesenheit zu achteinhalb Jahren Gefängnis wegen „Landesverrats“.

    Die Journalistin wusste, dass sie bedroht wurde, und sagte aus, sie habe Pulver in einem Umschlag entdeckt, was den Verdacht auf eine Vergiftung aufkommen ließ. Eine Untersuchung war eingeleitet worden, und es wurden entsprechende Überprüfungen vorgenommen. Die Hypothese einer Vergiftung wurde schließlich ausgeschlossen. „Ich fühle mich jetzt viel besser. Der größte Teil der Tests wurde durchgeführt. Es wurden keine giftigen Substanzen in meinem Blut gefunden. Es ist keine Rede von einer Vergiftung mehr“, schrieb Ovsiannikova auf Telegram.

  • Ukraine-Krieg: Kremlkritische Journalistin wird Korrespondentin für deutsche Zeitung „Die Welt“

    Ukraine-Krieg: Kremlkritische Journalistin wird Korrespondentin für deutsche Zeitung „Die Welt“

    Sie wird für die Zeitung „Die Welt“ schreiben und regelmäßig Beiträge für deren TV-Nachrichtenkanal beisteuern.

    Marina Ovsiannikova wurde zu einer Ikone, nachdem sie mit einem Schild gegen den Krieg in der Ukraine in den russischen Nachrichten protestierte. Die russische Journalistin wird Korrespondentin für die Ukraine und Russland für die große deutsche Tageszeitung Die Welt, wie der Chefredakteur am Montag bekannt gab.

    Sie soll für die Zeitung schreiben und regelmäßig Reportagen zu dem TV-Nachrichtenkanal der Redaktion beitragen. „Marina Ovsiannikova hatte in einem entscheidenden Moment den Mut, die Zuschauer in Russland mit einem ungeschönten Bild der Realität zu konfrontieren“, erklärte Ulf Poschardt, Chefredakteur der Welt-Gruppe, in einer Erklärung.

    „Sie hat damit die wichtigsten journalistischen Tugenden verteidigt, und das trotz drohender staatlicher Repressionen“, so der Chef der konservativen Tageszeitung weiter.

    „Die Welt steht für das, was gerade in der Ukraine von den mutigen Menschen vor Ort so vehement verteidigt wird: die Freiheit. Als Journalistin sehe ich es als meine Pflicht an, diese Freiheit zu verteidigen“, so die 43-jährige Marina Ovsiannikova in der gleichen Erklärung.

    Die russische Journalistin war Mitte März während der meistgesehenen Nachrichtensendung Russlands auf dem Perwy Kanal mit einem Schild aufgetreten, auf dem sie die Invasion Moskaus in der Ukraine kritisierte und die „Propaganda“ der von der Staatsmacht kontrollierten Medien anprangerte.

    Marina Owsiannikowa, die den russischen Sender inzwischen verlassen hat, wurde kurzzeitig festgenommen und später zu einer Geldstrafe verurteilt und wieder freigelassen, muss aber weiterhin mit einer Strafverfolgung rechnen.

  • Ukraine-Krieg: Russische Journalistin lehnt von Macron angebotenes Asyl ab

    Ukraine-Krieg: Russische Journalistin lehnt von Macron angebotenes Asyl ab

    Die Journalistin, die eine kremlfreundliche Nachrichtensendung nutzte, um die Offensive in der Ukraine anzuprangern, lehnte das Asylangebot von Emmanuel Macron ab. Die TV-Journalistin möchte in ihrem Land bleiben.

    Marina Ovsiannikova, die eine kremlfreundliche Nachrichtensendung unterbrach, um die Offensive in der Ukraine anzuprangern, lehnte das Asylangebot von Staatspräsident Emmanuel Macron ab.

    „Ich will unser Land nicht verlassen. Ich bin Patriotin, mein Sohn ist es noch mehr. Wir wollen auf keinen Fall weggehen, wir wollen nirgendwohin gehen“, sagte sie in einem Interview mit dem deutschen Magazin Der Spiegel, das am Mittwochabend ausgestrahlt wurde.

    Am Dienstag hatte sich Präsident Macron bereit erklärt, Marina Ovsiannikova „konsularischen Schutz“ zu gewähren, entweder über ein Asyl oder in der Botschaft. Am Montag war die russische Journalistin mit einem Schild, auf dem sie die kriegerische Offensive Moskaus kritisierte und die „Propaganda“ der vom Kreml kontrollierten Medien anprangerte, in die Prime-Time-Nachrichtensender des meistgesehenen Sender Russlands, eingedrungen und hielt ein sebstgeschriebenes Protestplakat in die Kamera.

    „Ich wollte zeigen, dass auch die Russen gegen diesen Krieg sind“.
    Zunächst wurde die TV-Produzentin festgenommen und zu einer Geldstrafe verurteilt. Später wurde sie wieder auf freien  Fuss gesetzt. Nach einem neuen Gesetz, das „falsche Informationen“ über die russische Armee unter Strafe stellt, droht ihr jedoch noch eine strafrechtliche Verfolgung. Marina Ovsiannikova riskiert eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren.

    „Das ist ein Krieg gegen ein Brudervolk! Kein Mensch mit gesundem Verstand kann das akzeptieren“, erklärte Marina Ovsiannikova. Für sie war ihr Coup „in erster Linie eine pazifistische Aktion: Es liegt im Interesse Russlands und der Welt, diesen Krieg so schnell wie möglich zu beenden“.

    „Ich wollte auch zeigen, dass auch die Russen gegen diesen Krieg sind, was viele Menschen im Westen nicht verstehen. Die Mehrheit der intelligenten und gebildeten Menschen hier ist gegen diesen Krieg“, erklärt Ovsiannikova und versichert, dass sie sich auf diese Aktion allein vorbereitet habe. „Die meisten Leute, die für das nationale Fernsehen arbeiten, verstehen sehr gut, was vor sich geht. Sie wissen nur zu gut, dass sie etwas Falsches tun. Sie sind keine überzeugten Propagandisten, oft alles andere als das!“.

  • Emmanuel Macron will der russischen TV-Journalistin Marina Ovsiannikova Asyl gewähren

    Emmanuel Macron will der russischen TV-Journalistin Marina Ovsiannikova Asyl gewähren

    Der Präsident der Republik besuchte am Dienstag das Zentrum für ukrainische Flüchtlinge in La Pommeraye (Maine-et-Loire). „Wir werden diplomatische Schritte einleiten, um ihr Schutz zu bieten, entweder in der Botschaft oder auch asylrechtlichen Schutz“. Der Präsident und Kandidat Emmanuel Macron kündigte an, dass Frankreich der russischen Journalistin Marina Ovsiannikova, die am Dienstag festgenommen wurde, nachdem sie während einer Nachrichtensendung ein Schild hochgehalten hatte, auf dem die Invasion der Ukraine angeprangert wurde, Asyl anbieten werde. Er sagte auch, dass er Wladimir Putin bei dem nächsten Gespräch „diese Lösung vorschlagen“ wolle. „Ich möchte allen Menschen danken, die in Frankreich heute daran arbeiten, Flüchtlinge aus der Ukraine aufzunehmen“, sagte Emmanuel Macron. „Diese Frauen und Männer fliehen quer durch Europa und ich weiß, dass es unsere Pflicht ist, sie unter den bestmöglichen Bedingungen aufzunehmen und zu schützen“, fügte er hinzu. Frankreich in der Lage…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…