Schlagwort: Mariä Himmelfahrt

  • Heute in der Geschichte – 15. August

    Heute in der Geschichte – 15. August

    Es gibt Tage, an denen die Weltgeschichte wie auf einer Bühne mehrere Akte gleichzeitig aufführt – der 15. August ist einer dieser Tage. Kaum ein anderes Datum vereint so viele Wendepunkte, Meilensteine und symbolische Momente in so unterschiedlichen Teilen der Welt.


    Weltweite Ereignisse

    Am 15. August 1945 erklang in Japan die Stimme des Kaisers im Radio – ein Novum – und kündigte die bedingungslose Kapitulation an. Damit endete der Zweite Weltkrieg faktisch. Während in Asien Stille herrschte, tanzten in New York wildfremde Menschen Arm in Arm. Der sogenannte V-J-Day war für viele der ersehnte Beweis: Frieden kann tatsächlich in einem Moment beginnen.

    Zwei Jahre später, am 15. August 1947, erhob sich Indien aus den Ketten der britischen Kolonialherrschaft. Nach fast zwei Jahrhunderten Fremdbestimmung war das Land frei, wenn auch unter schmerzhaften Bedingungen der Teilung in Indien und Pakistan. Für Millionen Menschen begann eine neue, oft gefährliche Reise in ein ungewisses Morgen.

    Auch Korea feiert den Tag als Befreiung von der japanischen Besatzung. Im Süden heißt er Gwangbokjeol, im Norden Tag der Befreiung des Vaterlandes. Beide Staaten teilen diesen historischen Moment – trotz aller Gegensätze.

    1969 sorgte der 15. August für eine ganz andere Art von Weltbewegung: Das Woodstock-Festival öffnete seine Tore. Drei Tage Musik, Schlamm und das Gefühl, eine Generation könne die Welt verändern. Was für manche nur ein Konzert war, wurde für andere zur Geburtsstunde einer kulturellen Revolution.

    Technikfans merken sich diesen Tag ebenfalls: 1914 wurde der Panama-Kanal eröffnet. Mit ihm verkürzte sich der Seeweg zwischen Atlantik und Pazifik drastisch – ein Meilenstein für Handel, Militärstrategien und Globalisierung.

    Und es gibt noch mehr: 1973 endete offiziell die US-Militärbeteiligung in Vietnam, 1057 fiel der schottische König Macbeth in der Schlacht – ja, jener Macbeth, der später Shakespeare zu seinem berühmten Drama inspirierte.


    Frankreich und der 15. August

    In Frankreich ist der Tag untrennbar mit der Assomption verbunden – Mariä Himmelfahrt. Ein gesetzlicher Feiertag, tief verwurzelt in der katholischen Tradition. König Ludwig XIII. weihte im 17. Jahrhundert Frankreich der Jungfrau Maria, und seitdem blieb dieser Tag ein fester Bestandteil des nationalen Kalenders.

    Doch der 15. August hatte auch eine kaiserliche Note: Unter Napoleon I. wurde er als „Saint-Napoléon“ gefeiert, zu Ehren seines Geburtstags. Staat und Kirche vereinten ihre Symbolkraft – bis die Republik im Jahr 1880 den 14. Juli als Nationalfeiertag einführte. Die Assomption blieb jedoch als religiöser Feiertag bestehen.

    Am 15. August 1944 landeten alliierte Truppen in der Provence. Diese Operation, weniger bekannt als die Landung in der Normandie, öffnete den Weg zur schnellen Befreiung Südfrankreichs. Französische und afrikanische Soldaten kämpften Seite an Seite – ein Aspekt, der heute wieder stärker gewürdigt wird.

    Auch im 21. Jahrhundert pulsiert an diesem Tag das Leben: Prozessionen, Messen, Feuerwerke und Sommerfeste beleben Städte und Dörfer. Besonders in Urlaubsregionen füllt der Feiertag Strände und Plätze – eine Mischung aus spiritueller Besinnung und fröhlichem Miteinander.


    Mehr als nur ein Datum

    Was macht den 15. August so besonders? Vielleicht ist es die schiere Vielfalt: Kriegsende, Unabhängigkeit, kulturelle Revolution, technischer Fortschritt, religiöse Feier – alles in einem Kalenderblatt. Dieser Tag ist wie ein prall gefüllter Werkzeugkasten der Weltgeschichte.

    Er erinnert uns daran, dass Geschichte nicht linear ist. Dass Freude und Trauer, Aufbruch und Abschied oft am selben Tag stattfinden. Und dass ein Datum für jeden Menschen etwas völlig anderes bedeuten kann.

  • Mariä Himmelfahrt in Frankreich – Ein Feiertag zwischen Himmel, Historie und Hochsommer

    Mariä Himmelfahrt in Frankreich – Ein Feiertag zwischen Himmel, Historie und Hochsommer

    Der 15. August ist in Frankreich kein Tag wie jeder andere. Mitten im Sommer, wenn das Land unter der Sonne döst, Strände überfüllt und Städte halb leer sind, richtet sich der Blick vieler Franzosen plötzlich nach oben – gen Himmel, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Es ist Mariä Himmelfahrt. L…

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  • Hitzehammer zum Feiertagswochenende: Der Süden Frankreichs schwitzt – und wie!

    Hitzehammer zum Feiertagswochenende: Der Süden Frankreichs schwitzt – und wie!

    Wer gehofft hatte, das verlängerte Wochenende rund um Mariä Himmelfahrt mit einer leichten Brise und moderaten Temperaturen zu verbringen, wird enttäuscht. Frankreich rutscht direkt in den nächsten Hitzeschub – mit Temperaturen bis zu 40 Grad im Südwesten. Und das nicht nur für einen Tag.

    Die gute Nachricht? Es gibt keine rote Hitzewarnung mehr. Die schlechte: Die nächste steht quasi schon vor der Tür.

    Ein kurzer Hauch von Abkühlung, dann kommt der Rückschlag. Am Donnerstag, dem 14. August, sorgt eine kleine Gewitterfront zwar für etwas Linderung, doch laut Météo-France ist das nur die Ruhe vor dem nächsten Sturm – oder besser gesagt: vor dem nächsten „dôme de chaleur“, dem berüchtigten Hitzedom. Dieses meteorologische Phänomen, bei dem ein stationäres Hochdruckgebiet die heiße Luft wie unter einer Glasglocke gefangen hält, schickt das Thermometer erneut auf Rekordjagd.

    Freitag: Glutofen Südwesten

    Schon am Freitag ist das ganze Ausmaß der Hitzewelle zu spüren. Während in Brest an der Atlantikküste noch angenehme 20 Grad herrschen, starten Städte wie Montpellier mit 34 Grad direkt in den Tag – am Vormittag, wohlgemerkt. Am Nachmittag klettern die Werte dann auf bis zu 40 Grad in Bordeaux, 38 in Toulouse und Biarritz und 37 in Montpellier.

    Wolken? Fehlanzeige. Der Himmel bleibt über weiten Teilen Frankreichs strahlend blau. Nur auf Korsika und in den Alpen könnten vereinzelte Gewitter für eine willkommene Unterbrechung sorgen.

    Und die Nächte? Auch die bieten kaum Erholung. In Perpignan, Marseille und Bordeaux sinken die Temperaturen nachts nicht unter 27 Grad. Tropennächte deluxe – aber leider ohne Strandcocktail.

    Samstag: Die Sonne brennt weiter

    Auch der Samstag bringt keine Erleichterung. Im Gegenteil: Die Sonne bleibt allgegenwärtig, die Luft steht. In Montpellier und Bordeaux werden bis zu 39 Grad erwartet. Städte wie Nantes, Tarbes, Limoges oder Montélimar steuern auf Höchstwerte um die 35 Grad zu.

    Ein paar harmlose Wolken könnten den Osten des Landes streifen, aber wirklich spürbare Abkühlung bringen sie nicht. Wer kann, sucht sich ein schattiges Plätzchen – oder flüchtet ins nächste klimatisierte Einkaufszentrum.

    Sonntag: Ein Hauch von Milderung

    Am Sonntag dann ein zarter Hoffnungsschimmer. Ein leichter Wind aus Nordosten kündigt an, dass die Hitzewelle zumindest einen Gang zurückschaltet. Die Temperaturen sinken ein wenig – aber eben nur ein wenig. Mit über 30 Grad bleibt es in fast ganz Frankreich brütend heiß, einzig im äußersten Norden und Osten sind leichte Rückgänge zu verzeichnen.

    Doch der große Durchbruch bleibt aus. Von echter Erfrischung fehlt weiterhin jede Spur.

    Ein Sommer der Extreme

    Wer glaubt, es handele sich nur um ein weiteres heißes Wochenende, der irrt. Dieses Hitzeereignis ist Teil eines ungewöhnlich intensiven Sommers. Bereits Anfang der Woche purzelten mehrere Temperaturrekorde. Nun setzt sich die Gluthitze fort – und das möglicherweise bis zum 20. August.

    Zwei Wochen Dauerhitze, unterbrochen nur durch kurze Gewitterphasen, könnten nicht nur für empfindliche Menschen zur Belastung werden. Besonders ältere Personen, Kinder und Menschen mit Vorerkrankungen sind gefährdet. Météo-France ruft daher zur Wachsamkeit auf: Viel trinken, körperliche Anstrengung vermeiden, Innenräume abdunkeln und – wenn möglich – den Ventilator auf Dauerbetrieb schalten.

    Was steckt hinter dem Hitzedom?

    Meteorologisch gesehen ist der „dôme de chaleur“ kein Unbekannter. Diese Art von stabiler Hochdrucklage führt dazu, dass warme Luftmassen aus Nordafrika oder dem Mittelmeerraum über Tage hinweg über einer Region verharren. Regen? Keine Chance. Abkühlung? Fehlanzeige.

    Solche Wetterlagen werden durch den Klimawandel nicht nur häufiger, sondern auch intensiver. Die Temperaturspitzen klettern höher, die Dauer dieser Phasen nimmt zu, und die Nächte bieten kaum noch Erholung. Was früher als Ausnahmesituation galt, wird zunehmend zum neuen Sommeralltag.

    Was bedeutet das für die kommenden Wochen?

    Météo-France schätzt, dass sich die aktuelle Hitzewelle erst gegen Ende der nächsten Woche abschwächen wird. Bis dahin bleibt Frankreich im Hitzeklammergriff. Und mit jedem Tag wächst die Wahrscheinlichkeit, dass einzelne Regionen erneut auf die höchste Warnstufe gehoben werden müssen.

    Rhetorische Frage gefällig? Wie viele Eis muss man essen, um bei 40 Grad noch halbwegs kühl zu bleiben?

    Eine genaue Antwort gibt es nicht. Aber eines ist sicher: Der Sommer 2025 gehört schon jetzt zu den heißesten – und das Wochenende rund um Mariä Himmelfahrt dürfte uns noch lange in Erinnerung bleiben.

    Autor: C.H.

  • Mariä Himmelfahrt unter hoher Sicherheitsstufe: Frankreich reagiert auf Zunahme antichristlicher Vorfälle

    Mariä Himmelfahrt unter hoher Sicherheitsstufe: Frankreich reagiert auf Zunahme antichristlicher Vorfälle

    Kurz vor der katholischen Feier der Aufnahme Mariens in den Himmel am 15. August hat Innenminister Bruno Retailleau ein landesweites Sicherheitspaket für Kirchen und christliche Versammlungsorte angeordnet. Anlass sind sowohl eine signifikante Zunahme antichristlicher Übergriffe als auch die anhaltend hohe terroristische Bedrohungslage. Steigende Zahlen, wachsende Besorgnis Von Januar bis Juni 2025 wurden in Frankreich 401 antichristliche Vorfälle registriert – ein Anstieg um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Darunter fallen Vandalismus, Entweihungen von Kirchen sowie gezielte Störungen religiöser Feiern. Diese Entwicklung nährt die Sorge, dass christliche Gemeinschaften vermehrt ins Visier extremistischer oder ideologisch motivierter Täter geraten. Gezielte Schutzmaßnahmen zum Feiertag In einem Schreiben an die Präfekten forderte Retailleau, für den 15. August besondere Polizeipräsenz an Gottesdiensten, Prozessionen, Wallfahrten und insbesondere an bedeutenden Wallfahrtso…

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  • Mariä Himmelfahrt: Ein Fest und zwei Welten – Frankreich und Deutschland im Vergleich

    Mariä Himmelfahrt: Ein Fest und zwei Welten – Frankreich und Deutschland im Vergleich

    Wie feiern wir den Himmel auf Erden?

    Mariä Himmelfahrt, der 15. August, markiert eines der bedeutendsten Feste im christlichen Kalender – das Fest, das den Übergang Mariens in den Himmel ehrt. Doch wie dieser Tag in Frankreich und Deutschland begangen wird, könnte unterschiedlicher kaum sein. Es ist spannend, diese kulturellen Unterschiede zu erkunden und zu verstehen, wie zwei benachbarte Länder ein und dasselbe religiöse Fest so verschieden erleben.

    Frankreich: Ein Feiertag mit lebendiger Tradition

    In Frankreich ist Mariä Himmelfahrt nicht nur ein kirchlicher Gedenktag, sondern ein gesetzlicher Feiertag. Dieser freie Tag wird von vielen Franzosen genutzt, um an Prozessionen teilzunehmen, die Natur zu genießen oder einfach das verlängerte Wochenende zu zelebrieren. Vor allem in ländlichen Regionen und in katholisch geprägten Gebieten wie der Bretagne oder dem Elsass wird der religiöse Charakter des Tages besonders gepflegt.

    In den Dörfern und Städten versammeln sich die Gläubigen oft zu festlichen Messen und Prozessionen, bei denen Marienstatuen und Heiligenbilder durch die Straßen getragen werden. Diese Prozessionen – oft begleitet von traditioneller Musik und farbenprächtigen Trachten – sind nicht nur ein religiöses, sondern auch ein soziales Ereignis. Sie stärken das Gemeinschaftsgefühl und erinnern an die tiefe Verwurzelung des Katholizismus in der französischen Kultur.

    Nicht zu vergessen: In einigen Regionen Frankreichs ist es Brauch, an diesem Tag Heilkräuter zu sammeln, die dann in der Kirche geweiht werden. Diese Kräuter sollen das Zuhause vor Unheil schützen – eine schöne Verbindung von Glauben und Naturverbundenheit.

    Deutschland: Ein Tag zwischen Feiertag und Alltag

    In Deutschland sieht die Sache etwas anders aus. Mariä Himmelfahrt ist hier nur in wenigen Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag – und auch das nur in bestimmten Regionen, hauptsächlich in katholisch geprägten Gegenden Bayerns und des Saarlands. Für den Großteil der Deutschen ist der 15. August ein Tag wie jeder andere, an dem Arbeit und Alltag im Vordergrund stehen.

    Doch wo der Tag gefeiert wird, hat er eine ähnliche Bedeutung wie in Frankreich. In bayerischen Dörfern, besonders im Süden des Landes, zieht die Kirche viele Gläubige an, um gemeinsam die Messe zu feiern. In ländlichen Regionen ist die Prozession ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Feierlichkeiten, wobei auch hier oft Kräuter geweiht werden – ein Brauch, der eine lange Tradition hat.

    Interessanterweise ist in Bayern der Feiertag nicht überall gleich präsent. Während in Städten wie München der Tag kaum wahrgenommen wird, ist er in kleineren Gemeinden ein Fixpunkt im Jahreskalender.

    Kulturelle Wurzeln und Moderne

    Wie kommt es nun, dass ein und dasselbe Fest in zwei Ländern so unterschiedlich begangen wird? Die Antwort liegt in der Geschichte und den kulturellen Wurzeln beider Nationen. Frankreich war historisch gesehen immer stark katholisch geprägt, und auch wenn die Säkularisierung im 20. Jahrhundert voranschritt, blieb Mariä Himmelfahrt als Feiertag bestehen – vielleicht auch, weil er so tief im ländlichen Brauchtum verankert ist.

    Deutschland hingegen ist seit der Reformation religiös geteilt, und das spiegelt sich auch in der Feier von Mariä Himmelfahrt wider. In den evangelischen Gebieten des Landes spielt der Tag keine Rolle, während er in katholischen Regionen gefeiert wird – allerdings ohne die landesweite Bedeutung, die er in Frankreich genießt.

    Ein Fest mit doppelter Bedeutung

    Letztlich zeigt sich an Mariä Himmelfahrt, wie unterschiedlich der Glaube in Europa gelebt wird. Während in Frankreich der Tag für viele einen festen Platz im Jahreslauf hat und Anlass für Gemeinschaft und Fest ist, bleibt er in Deutschland oft auf eine regionale Bedeutung beschränkt. Doch gerade diese Vielfalt – die unterschiedliche Auslegung und Wertschätzung ein und desselben Festes – macht Europa so reich an Traditionen und kulturellen Eigenheiten.

    Die Frage bleibt: Wie erleben wir in Zukunft Mariä Himmelfahrt? Eines ist sicher: So wie dieser Tag die Menschen seit Jahrhunderten begleitet, wird er auch in den kommenden Jahren ein Spiegel unserer Gesellschaften bleiben – und wer weiß, vielleicht auch neue Traditionen hervorbringen.

    Ein Fest, zwei Welten – und jede hat ihre eigene Geschichte zu erzählen.

    Es grüßt die Redaktion von Nachrichten.fr!

  • Mariä Himmelfahrt: 20.000 Gläubige besuchen die Messe im Wallfahrtsort Lourdes

    Mariä Himmelfahrt: 20.000 Gläubige besuchen die Messe im Wallfahrtsort Lourdes

    Die „nationale Pilgerfahrt“ nach Lourdes feiert 2023 ihr 150-jähriges Bestehen. Am Dienstag, den 15. August, wurde die Messe zum Fest Mariä Himmelfahrt von Erzbischof Celestino Migliore, dem Apostolischen Nuntius in Frankreich, geleitet. Zum diesjährigen Fest der Himmelfahrt Marias strömten am Dien…

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  • Warum der 15. August in Frankreich ein Feiertag ist

    Warum der 15. August in Frankreich ein Feiertag ist

    Der größte Teil Frankreichs befindet sich bereits in den Ferien. Der 15. August ist ein zusätzlicher Feiertag – hier der Grund dafür. Im August ist in Frankreich Ferienzeit, der Monat, in dem die Büros geschlossen sind, viele kleine Bars, Cafés und Geschäfte schließen und die Menschen aus den Städten an die Küsten fahren. Aber es gibt einige Menschen, die noch arbeiten, und für diese Menschen ist Dienstag, der 15. August, ein gesetzlicher Feiertag. Der 15. August ist ein sehr wichtiges Datum für die katholische Kirche – Mariä Himmelfahrt, der Tag, an dem die Jungfrau Maria in den Himmel aufgenommen wurde. Der 15. August ist in Frankreich, einem laizistischem Staat, einer von mehreren christlichen Feiertagen in der Liste der gesetzlichen Feiertage. Abgesehen von einem arbeitsfreien Tag und einigen Gottesdiensten findet allerdings nicht viel statt – keine Paraden oder Feuerwerke, wie man sie von der Fête nationale am 14. Juli kennt. Zumindest in den Städten bleiben auch die meisten Geschäfte und Cafés am 15. August geöffnet. Lediglich hunderttausende gläubige Katholiken begeben sich rund um diesen Feiertag auf Pilgerfahrt nach Lourdes. Vom 11. bis 18. August versammeln sich in dem heiligen Ort in den Pyrenäen etwa eine halbe Million Menschen zum Beten. Dieses Jahr fällt Mariä Himmelfahrt auf einen Dienstag, was ein schönes langes Wochenende ergibt – und von vielen Urlaubern allen Verkehrswarnungen zum Trotz für eine spätere Heimreise oder einen früheren Urlaubsbeginn genutzt wird. Auch diese Wochenende gab und gibt es wieder auf hunderte Kilometer Stau auf französischen Autobahnen. Übrigens, der nächste nationale Feiertag kommt erst wieder am 1. November zu Allerheiligen (Toussaints).
  • Frankreich: Verstärkte Sicherheitsvorkehrungen rund um Kirchen zum 15. August

    Frankreich: Verstärkte Sicherheitsvorkehrungen rund um Kirchen zum 15. August

    Der französische Innenminister Darmanin begründete die Anordnungen für Mariä Himmelfahrt mit dem „hohen Grad der terroristischen Bedrohung“ und forderte eine „systematische“ Präsenz der Ordnungskräfte während der Gottesdienstzeiten. In einer Mitteilung von Freitag, dem 11. August, die an die Präfekten und die Direktoren der nationalen Polizei und Gendarmerie gerichtet ist, fordert Innenminister Gérald Darmanin einen verstärkten Schutz christlicher Kultstätten für das christliche Fest Mariä Himmelfahrt am kommenden Dienstag, 15. August. „Das anhaltend hohe Niveau der terroristischen Bedrohung erfordert die Aufrechterhaltung einer starken Wachsamkeit rund um Orte mit religiösem Charakter“, schreibt der Minister in dieser Mitteilung. „Ich wünsche, dass Sie Ihre Aufmerksamkeit insbesondere auf die Gottesdienste, Versammlungen, Prozessionen und Pilgerfahrten richten, die üblicherweise mit diesem Tag verbunden sind“. Eine „systematische“ Präsenz vor den Kirchen zur Zeit der Messe. Gérald Dar…

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  • Lourdes: Fast 10.000 Pilger zur Messe am 15. August im Wallfahrtsort

    Lourdes: Fast 10.000 Pilger zur Messe am 15. August im Wallfahrtsort

    Lourdes (Hautes-Pyrénées) ist nach einem Jahr wieder für seine Pilger zur Messe am 15. August geöffnet. Zur Feier von Mariä Himmelfahrt erklangen im Altarraum wieder Lieder und Gebete.

    Fast 10.000 Pilger nahmen am Sonntag, 15. August, am Hochamt in Wallfahrtskirche von Lourdes teil. Es war mehr als ein Jahr her, dass sich eine so große Zahl von Pilgern an diesem Wallfahrtsort eingefunden hatte. Für den Zutritt mussten die Gläubigen eine Maske tragen, ein Gesundheitspass war jedoch nicht erforderlich. Die 300 Kranken waren froh, an diesen heiligen Ort zurückkehren zu dürfen. „Ich habe das Richtige getan, ich habe mich impfen lassen“, sagte eine kranke Großmutter gegenüber dem Sender France 3.

    Wiedererlangung der Spiritualität
    Einige Besucher nutzten die Gelegenheit, um die Spiritualität des Ortes neu zu entdecken. „Es ist ein Ort, der sehr spirituell aufgeladen ist, es hat viele Wunder gegeben, es ist ein Ort der Heilung, sowohl physisch als auch psychisch“, erklärt eine junge Frau. Bereits am Samstagabend nahmen viele Menschen am Fackelumzug teil. Normalerweise sind 65% der Besucher Ausländer. In diesem Jahr herrschte eine besondere Atmosphäre. „Es sind noch nicht die großen Wallfahrten, die wir von früher kennen. Es bleibt die Hoffnung auf das Jahr 2022, um es auch diesen Menschen zu ermöglichen, nach Lourdes zurückzukehren, denn Lourdes wartet auf sie“, versichert Monsignore Olivier Ribadeau Dumas, Rektor des Heiligtums auf dem Sender France 3.

  • Der 15. August: Ein wichtiges Datum für die katholische Kirche in Frankreich

    Der 15. August: Ein wichtiges Datum für die katholische Kirche in Frankreich

    Der Generalsekretär und Sprecher der französischen Bischofskonferenz, Pater Hugues de Woillemont, erläutert die Botschaften, die während der Feierlichkeiten am 15. August überbracht werden sollen. Die Gläubigen werden in diesem Jahr an Pater Olivier Maire denken, der vor wenigen Tagen in der Vendée getötet wurde.

    Am 15. August feiern die Katholiken in Frankreich das Fest Mariä Himmelfahrt. Am Samstag, dem 14. August, erklärte Pater Hugues de Woillemont, Generalsekretär und Sprecher der französischen Bischofskonferenz, dass die Gläubigen dieses Jahr insbesondere auch „an die Situation in Haiti“ denken werden, wo sich am Samstag ein schweres Erdbeben ereignet hat. Er fügte hinzu, dass ausserdem „viele Franzosen in diesem Jahr von dem Zeugnis berührt sein werden, das Pater Olivier Maire – der am Montag in der Vendée ermordete Priester – von der Gastfreundschaft, von dem Evangelium, das er unter Einsatz seines Lebens gelebt hat, gegeben hat“.

    Feierlichkeiten unter Sicherheitsvorkehrungen
    Die Feierlichkeiten zum 15. August stehen dieses Jahr unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen, Pater Hughes de Woillemont ist aber nicht besorgt für die Sicherheit bei der Durchführung der Feierlichkeiten. „Ich denke, dass sich auch die meisten Gläubigen sicher fühlen und den Weg zur Kirche finden werden, um auch dieses Gefühl der Gemeinschaft zu erleben“, sagt er gegenüber Franceinfo.