Schlagwort: Landwirtschaft Frankreich

  • Drama auf der Bahnstrecke in Hochsavoyen: Zug rast in Rinderherde – 15 Tiere tot

    Drama auf der Bahnstrecke in Hochsavoyen: Zug rast in Rinderherde – 15 Tiere tot

    Ein schockierender Zwischenfall erschüttert die Alpenregion: Auf der Linie des Léman-Express zwischen Annecy und La Roche-sur-Foron kam es am Donnerstagabend zu einem tragischen Unfall. Ein Regionalzug erfasste eine Herde junger Kühe – 15 Tiere starben. Was nach einem skurrilen Einzelfall klingt, offenbart bei näherem Hinsehen die Schwachstellen ländlicher Infrastruktur in Frankreich. Die Nacht, in der alles stillstand Donnerstag, 19 Uhr, irgendwo zwischen Évires und Groisy. Ein TER-Zug mit rund 50 Passagieren an Bord nähert sich dem kleinen Bahnhof Évires, als plötzlich eine Gruppe Rinder auf den Gleisen steht. Der Lokführer kann nicht mehr rechtzeitig bremsen. Der Aufprall ist massiv – 14 der Tiere sterben sofort, eines überlebt schwer verletzt und wird später durch einen Tierarzt eingeschläfert. Wie durch ein Wunder bleibt es bei einem rein materiellen Schaden: Keine Verletzten unter den Fahrgästen oder beim Lokführer. Doch der Zug erleidet beträchtliche Schäden. Der Schienenverkehr…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Finistère: Wie die Bretagne der Artischocke neues Leben einhaucht

    Finistère: Wie die Bretagne der Artischocke neues Leben einhaucht

    Die Bretagne, vor allem das Finistère und die berühmte „Ceinture dorée“ entlang der Küste, war jahrzehntelang das Herz der französischen Artischockenproduktion. Kaum ein Gemüse stand so sehr für die Region wie diese grüne Knospe mit den dicken Blättern. Doch die glänzenden Zeiten sind vorbei. Zwischen schwächelnder Nachfrage und billiger Konkurrenz aus dem Süden drohte der Artischocke das Schicksal vieler „vergessener“ Gemüsesorten. Nun aber formiert sich Widerstand – mit Ideen, die Tradition und Innovation verbinden.

    Vom Star zum Sorgenkind Auf den ersten Blick wirken die weiten Felder rund um Saint-Pol-de-Léon wie immer: sattgrün, saftig, endlos. Doch die Zahlen erzählen eine andere Geschichte. Seit 2016 sind die Anbauflächen für Artischocken in der Bretagne um fast 60 Prozent geschrumpft. Allein 2024 sank die Produktion um weitere 20 Prozent. Noch immer stellt die Region gut 70 Prozent der französischen Artischocken-Anbauflächen – aber der nationale Marktanteil sinkt unaufhaltsam. …

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Bio in Zeiten der Dürre – Wie Landwirte im Finistère um ihre Existenz kämpfen

    Bio in Zeiten der Dürre – Wie Landwirte im Finistère um ihre Existenz kämpfen

    Die Sonne brennt erbarmungslos, der Boden ist staubtrocken, das Gras wächst kaum – und mittendrin stehen Landwirte, die eigentlich im Einklang mit der Natur arbeiten wollen. Doch im Finistère, dem westlichsten Zipfel der Bretagne, bringt der Sommer 2025 nicht nur Hitze, sondern auch eine Krise mit sich, die tiefer geht als der rissige Boden: Die Bio-Landwirtschaft steht dort buchstäblich auf dem Trockenen – klimatisch wie wirtschaftlich. Wenn der Regen ausbleibt Seit Wochen herrscht im Finistère „Alerte Sécheresse“ – die zweithöchste Warnstufe in Frankreichs Wasser-Notfallplan. Zwar fallen gelegentlich Regentropfen, doch sie reichen weder in Menge noch Verteilung. Besonders im Süden des Départements bleibt es besorgniserregend trocken. Die Folge: Weideflächen liefern im Schnitt 18 % weniger Ertrag als in den Jahren 2010 bis 2024. Viele Viehhalter müssen daher bereits jetzt ihre Wintervorräte an Heu und Stroh anbrechen – Monate zu früh. Und auch Gemüsebauern haben kaum Grund zur Freude….

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Bas-Rhin: Bauernprotest gegen doppelte Standards bei Pflanzenschutzmitteln

    Bas-Rhin: Bauernprotest gegen doppelte Standards bei Pflanzenschutzmitteln

    Im elsässischen Département Bas-Rhin eskaliert der Konflikt zwischen Landwirten und dem Lebensmitteleinzelhandel. Die regionale Bauerngewerkschaft FDSEA und die Vereinigung der Jeunes Agriculteurs haben angekündigt, ab dem 20. August Produkte aus Supermarktregalen zu entfernen, die den Wirkstoff Acetamiprid enthalten – ein Neonicotinoid, dessen Einsatz in Frankreich verboten bleibt. Ziel ist es, auf eine aus Sicht der Landwirte unhaltbare Wettbewerbsverzerrung aufmerksam zu machen: Während französische Bauern Acetamiprid nicht mehr verwenden dürfen, gelangen importierte Lebensmittel mit eben diesem Stoff ungehindert in den Handel. Die juristische Zäsur Auslöser der Eskalation war eine Entscheidung des französischen Verfassungsrats vom 8. August 2025. Die Richter kippten eine zentrale Bestimmung der sogenannten Loi Duplomb, die eine zeitlich begrenzte Wiederzulassung von Acetamiprid vorgesehen hatte. Die Begründung fiel deutlich aus: Die Maßnahme sei unzureichend reguliert, widerspreche…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Zwei Millionen Stimmen gegen die Regierung: Die „Loi Duplomb“ entfacht eine neue große Umweltbewegung

    Zwei Millionen Stimmen gegen die Regierung: Die „Loi Duplomb“ entfacht eine neue große Umweltbewegung

    In Frankreich hat eine Petition gegen die sogenannte „Loi Duplomb“ binnen weniger Wochen einen historischen Rekord aufgestellt: Über zwei Millionen Menschen haben sich auf der Plattform der Nationalversammlung gegen das umstrittene Gesetz ausgesprochen, das Pestizide der Neonicotinoid-Klasse unter Auflagen wieder zulassen soll. Die Wucht dieser digitalen Mobilisierung stellt nicht nur die politische Legitimität der Regelung in Frage – sie zwingt die Regierung unter Präsident Emmanuel Macron auch zur Klärung grundsätzlicher Fragen über die Rolle der Bürgerbeteiligung im Gesetzgebungsprozess.


    Der Streit um die Rückkehr der „Bienenkiller“

    Am 8. Juli 2025 verabschiedete das französische Parlament das Gesetz „visant à lever les contraintes à l’exercice du métier d’agriculteur“, das auf eine Entbürokratisierung der Landwirtschaft zielt. Besonders kontrovers ist die Wiederzulassung des Insektizids Acetamiprid, eines Neonicotinoids, das in Frankreich seit 2018 verboten war – nicht jedoch in anderen EU-Staaten wie Spanien oder Italien, wo eine Übergangsregelung bis 2033 gilt.

    Während Agrarverbände, insbesondere im Zuckerrüben- und Haselnussanbau, die Maßnahme als notwendige Reaktion auf Schädlingsplagen und internationale Wettbewerbsverzerrungen begrüßen, warnen Umweltorganisationen und Imker vor gravierenden ökologischen Folgen. Acetamiprid gilt als bienenschädlich, und – anders als bei Imidacloprid oder Thiamethoxam – sind die toxikologischen Langzeitwirkungen auf Menschen und Ökosysteme bislang unzureichend erforscht.

    Die Umweltorganisation Générations Futures spricht von einem „Rückfall in eine veraltete Agrarpolitik“ und kritisiert, dass das Vorsorgeprinzip de facto ausgehebelt werde. Auch der Conseil National de Protection de la Nature äußerte erhebliche Bedenken, da die vorgesehenen Bedingungen für den Einsatz des Wirkstoffs in der Praxis kaum überprüfbar seien.


    Die Petition als Katalysator politischer Unruhe

    Die 23-jährige Éléonore Pattery, Studentin der Umweltgesundheit in Lille, hat mit ihrer am 10. Juli gestarteten Petition eine beispiellose Bewegung losgetreten. Innerhalb von zehn Tagen wurde die Millionengrenze überschritten; am 28. Juli waren es schon über zwei Millionen. Neben dem rasanten Anstieg der Zahl der Unterschriften fällt auf, dass die Unterstützung aus allen Altersgruppen und über 90 Départements kommt – weit mehr als die für eine Parlamentsdebatte erforderlichen 500.000 Unterschriften aus mindestens 30 Regionen.

    Prominente Persönlichkeiten wie Schauspieler Pierre Niney, Musiker Julien Doré und YouTuberin EnjoyPhoenix machten sich über soziale Netzwerke für die Petition stark, flankiert von NGOs wie Greenpeace, France Nature Environnement oder Générations Futures. Ihre Botschaft ist eindeutig: Das Gesetz gefährde nicht nur Bienen, sondern auch das Vertrauen in die demokratische Legitimität der Umweltgesetzgebung.


    Parlament und Verfassungsgericht unter Zugzwang

    Gemäß dem französischen Petitionsrecht kann das Überschreiten der 500.000er-Marke eine Debatte im Parlament auslösen. Parlamentspräsidentin Yaël Braun-Pivet hat sich offen für eine solche Aussprache im September gezeigt, auch wenn die endgültige Entscheidung der Conférence des Présidents am 16. September vorbehalten bleibt. Die Organisatoren hoffen, über diesen Hebel zumindest eine partielle Rücknahme der Gesetzesinhalte zu erreichen.

    Parallel dazu haben linke Abgeordnete am 11. Juli den Conseil constitutionnel (Verfassungsrat) angerufen. Ihr Vorwurf: Die Debatte im Parlament sei unzureichend gewesen, zentrale Änderungsanträge seien ohne Diskussion abgelehnt worden – ein möglicher Verstoß gegen das Prinzip der parlamentarischen Sorgfaltspflicht. Das Verfassungsgericht will sein Urteil am 7. August veröffentlichen.

    Ein negatives Votum könnte Präsident Macron rechtlich die Möglichkeit geben, das Gesetz nicht zu unterzeichnen. Doch selbst bei einem formellen grünen Licht bleibt ihm politischer Handlungsspielraum – etwa, das Gesetz durch ein Moratorium oder eine Rückverweisung in den Gesetzgebungsprozess zu entschärfen.


    Symbolpolitik oder Neubeginn?

    Unabhängig vom Ausgang der juristischen Prüfung hat die „Affäre Duplomb“ bereits eine politische Realität geschaffen: Eine neue Generation umweltbewusster Bürger meldet sich lautstark zu Wort. Die „digitale Straße“ wird zunehmend zu einem Faktor, den politische Entscheidungsträger nicht länger ignorieren können. Der Fall erinnert in seiner Dynamik an frühere Protestbewegungen wie die „Manif pour tous“ (2013) oder die „Gilets Jaunes“ (2018), wenn auch mit einem dezidiert ökologischen Fokus.

    Auch international findet der Protest Beachtung. Beobachter aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden verfolgen mit Interesse, ob Frankreichs Regierung an einem Pestizidkurs festhält, der EU-intern ohnehin stark umstritten ist. Die Frage lautet: Ist die Loi Duplomb Ausdruck einer Rückkehr zur agroindustriellen Wachstumslogik – oder der letzte Versuch, ein ökologisches Gleichgewicht durch technologisches Krisenmanagement zu retten?

    Wie Macron sich entscheidet, dürfte Signalwirkung haben – für die ökologische Glaubwürdigkeit seiner Amtszeit ebenso wie für die Zukunft der partizipativen Demokratie in Frankreich.

    Autor: P. Tiko

  • Loi Duplomb: Symbolpolitik in Zeiten ökologischer Besorgnis

    Loi Duplomb: Symbolpolitik in Zeiten ökologischer Besorgnis

    Eine Petition mit inzwischen über einer Million Unterschriften zwingt die französische Politik zur Stellungnahme – doch am verabschiedeten Gesetz ändert sich vorerst nichts. Die sogenannte „Loi Duplomb“, die unter anderem die Wiedereinführung eines umstrittenen Pestizids erlaubt, steht exemplarisch für die Spannungen zwischen agrarökonomischem Pragmatismus und wachsender ökologischer Sensibilität. Am 20. Juli verkündete Yaël Braun-Pivet, Präsidentin der Assemblée nationale, ihre Bereitschaft zu einem parlamentarischen Diskurs über das Gesetz. Anlass ist eine von der Studentin Eléonore Pattery initiierte Online-Petition, die innerhalb von zehn Tagen mehr als eine Million Unterstützer mobilisierte – ein in Frankreich bisher nie gesehenes Zeichen direkter demokratischer Teilhabe. Braun-Pivet betonte jedoch zugleich, dass dieser Dialog keine rechtlichen Folgen für das Gesetz selbst haben werde. Ein Gesetz unter Protest Verabschiedet wurde die Loi Duplomb am 8. Juli 2025 – mit dem erklärten…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Bretagne im Dürremodus – wenn der Regen ausbleibt

    Bretagne im Dürremodus – wenn der Regen ausbleibt

    Ein Landstrich, eigentlich bekannt für graue Wolken, nasse Küsten und sattgrüne Weiden – und jetzt das: Dürre. Die Bretagne, jahrzehntelang Sinnbild für ein feuchtgemäßigtes Klima, wird im Sommer 2025 von einer Trockenheit heimgesucht, wie sie die Region kaum je erlebt hat.

    Und das, obwohl das Vorjahr noch Hoffnung machte: 2024 hatte der Regen im Finistère sogar um 34 % über dem langjährigen Schnitt gelegen. Doch was nach einer vollen Wasserbilanz aussah, war im Frühjahr 2025 schon wieder Geschichte. Kaum war der März vorüber, verwandelten sich Böden in harte Krusten, Wiesen in staubige Flächen und Flüsse in schmale Rinnsale.

    Die Bretagne – ausgetrocknet.

    Heiß, heißer, Bretagne

    Die Temperaturen schossen in diesem Frühjahr ebenfalls in die Höhe. Mit Spitzenwerten, die selbst die Mittelmeerküste neidisch machen könnten, wurde die Bretagne zu einem der heißesten Flecken Frankreichs – und das will etwas heißen.

    Der Regen blieb aus. Zwischen dem 30. Juni und dem 6. Juli fielen in weiten Teilen der Region nur wenige Millimeter Niederschlag. Das reicht nicht einmal, um die Oberflächenfeuchtigkeit zu halten. Die Folge: Der Boden trocknete aus – zuerst an der Oberfläche, dann in der Tiefe. Die ersten Alarmglocken schrillten.

    Am 11. Juli war es dann offiziell: Das Département Ille-et-Vilaine rief den Alarmzustand „sécheresse“ (Trockenheit) aus.

    Gras wächst nicht auf trockenem Boden

    Wer in der Bretagne lebt, weiß, dass Weiden mehr als nur grüne Flächen sind – sie sind Lebensgrundlage. Die Milchwirtschaft, die Viehzucht, die gesamte Agrarstruktur hängt vom saftigen Gras ab, das hier eigentlich das ganze Jahr über sprießt. Doch dieses Jahr? Fehlanzeige.

    Die Trockenheit trifft die Landwirtschaft ins Mark. Kühe finden kaum noch Futter auf den Feldern, Heuvorräte werden frühzeitig angetastet, manche Landwirte denken schon über Heu-Notkäufe nach – oder über die Reduzierung ihrer Vieh-Bestände. Eine Spirale, die wirtschaftlich und emotional belastet.

    Ein Vorgeschmack auf 2100

    Was heute wie eine Ausnahme wirkt, könnte bald die Regel sein. Laut aktuellen Klimaprojektionen steht der Bretagne ein Temperaturanstieg von bis zu 4 °C bis zum Jahr 2100 bevor. Das bedeutet nicht nur wärmere Sommer – sondern längere Dürreperioden, instabilere Wetterlagen und dauerhaft gestörte Wasserzyklen.

    Ohne regelmäßige Niederschläge können sich Grundwasserreserven nicht mehr ausreichend auffüllen. Flüsse verlieren an Durchfluss, Ökosysteme geraten aus dem Gleichgewicht, die Vegetation leidet – zuerst unmerklich, dann unübersehbar.

    Und mittendrin: Der Mensch.

    Was tun, wenn der Regen nicht mehr kommt?

    Die Antwort ist unbequem, aber unausweichlich: Anpassung. Und zwar nicht irgendwann, sondern jetzt.

    Das bedeutet: Umstellung der Landwirtschaft auf trockenresistentere Anbaumethoden. Investitionen in moderne Bewässerungssysteme. Speicherstrategien für Regenwasser. Flächenentsiegelung in Städten. Und nicht zuletzt: eine neue Sensibilität für den Umgang mit der Ressource Wasser.

    Denn auch wenn es seltsam klingt – selbst in der Bretagne ist Wasser inzwischen ein kostbares Gut.

    Ein neues Normal

    Die Dürre von 2025 markiert mehr als nur einen klimatischen Ausreißer. Sie ist das sichtbare Zeichen dafür, dass sich das Klima verändert – auch dort, wo man es am wenigsten erwartet. Der Regen, einst treuer Begleiter des bretonischen Alltags, lässt sich seltener blicken. Und das zwingt eine ganze Region, sich neu zu erfinden.

    Wie lange kann die Bretagne noch auf ihre alte Wetter-Reputation bauen? Und was bleibt, wenn der Regen wirklich ausbleibt?

    Die Antworten darauf schreibt – wie so oft – das Wetter selbst.

    Autor: Andreas M. B.

  • Als 43 junge Stiere die Flucht ergriffen: Ein tierischer Ausnahmezustand bei Rennes

    Als 43 junge Stiere die Flucht ergriffen: Ein tierischer Ausnahmezustand bei Rennes

    Ein Samstagmorgen im Juni, der eigentlich friedlich beginnen sollte – doch dann wird das Département Ille-et-Vilaine von einem tierischen Ausnahmezustand erschüttert: 43 junge Stiere brechen aus einer Mastfarm in Noyal-Châtillon-sur-Seiche aus und bringen das öffentliche Leben rund um Rennes durcheinander. Eine Szene wie aus einem surrealen Western, nur eben mitten in der Bretagne. Ein Albtraum aus Hufen und Hörnern Die ausgebüxten Tiere – sogenannte Taurillons, also junge, männliche Rinder – wiegen zwischen 330 und 450 Kilogramm. Diese Kraftpakete stürmten nicht nur durch Felder und Wiesen, sondern fanden auch ihren Weg auf die Stadtautobahn von Rennes sowie auf die vielbefahrene Schnellstraße nach Nantes. Ein Zwischenfall, der nicht nur für landwirtschaftlich Unbedarfte beunruhigend wirkt. Die Polizei spricht von einem „seltenen und riskanten Szenario“, bei dem jederzeit Menschenleben hätten gefährdet werden können. Brennpunkt Bréquigny Besonders brenzlig wurde es am Sonntagmorgen: I…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Montauban steht Kopf: Wütende Landwirte protestieren gegen Gesetzesänderung

    Montauban steht Kopf: Wütende Landwirte protestieren gegen Gesetzesänderung

    In Montauban knallte es – im wahrsten Sinne des Wortes. Am Abend des 15. Mai 2025 versammelten sich rund 200 Landwirte mit 50 Traktoren und anderen Maschinen, um ihrem Frust über die Politik Luft zu machen. Veranstaltet wurde der Protest von der FDSEA und den Jeunes Agriculteurs (JA) des Départements Tarn-et-Garonne. Im Zentrum der Empörung: die Änderung der sogenannten Duplomb-Gesetze. Wenn Bomben die Stille der Nacht durchbrechen Bereits bei Einbruch der Dunkelheit war klar, dass diese Demonstration kein stilles Kerzenlicht-Protestchen wird. Die Teilnehmer kamen zur cité agricole Marcel-Unal – und machten mit landwirtschaftlichen Sprengsätzen und aufgeladenen Reden klar, was Sache ist. Damien Garrigues von der FDSEA und Benjamin Checchin von den JA brachten die Stimmung auf den Punkt. Dann kippte man Gülle und Ernteabfälle vor öffentliche Gebäude – als Zeichen des Protests. Die Botschaft war unmissverständlich: So nicht. Was die Landwirte wütend macht Die jüngst in der Nationalversam…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…