Schlagwort: Küstenwind

  • Sturmtief Patricia: Eine Frau stirbt im Finistère – ein Kind wird in der Charente-Maritime schwer verletzt

    Sturmtief Patricia: Eine Frau stirbt im Finistère – ein Kind wird in der Charente-Maritime schwer verletzt

    Eine 57-jährige Frau, die auf der Insel Ouessant badete, starb am Mittwoch wegen der stürmischen Winde und des hohen Wellenganges.

    Die sehr starken Winde forderten am Mittwoch, dem 2. August, mindestens einen Toten. Eine 57-jährige Frau starb am Nachmittag beim Baden im Meer in Ouessant (Finistère), wie die Meerespräfektur des Atlantiks bekannt gab und damit eine Meldung der Zeitung „Le Télégramme“ bestätigte. Die Behörden gaben außerdem bekannt, dass ein Kind von einem umstürzenden Baum im Departement Charente-Maritime in Lebensgefahr schwebt.

    Auf der Insel Ouessant wurden die Rettungskräfte gegen 17.50 Uhr gerufen, um drei Badenden in der Nähe des Strandes von Korz zu helfen, die wegen der hohen Wellen in Schwierigkeiten geraten waren. Die Rettung wurde mit zwei Hubschraubern durchgeführt und Rettungsschwimmer konnten die drei Badenden bergen. Für die 57-jährige Frau kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die beiden anderen Schwimmer blieben unverletzt, standen aber unter Schock. Laut der Zeitung „Le Télégramme“ handelte es sich um die beiden Söhne der Ertrunkenen.

    Im Departement Charente-Maritime wurde ein 10-jähriges Kind in der Stadt Montpellier-de-Médillan durch einen umstürzenden Baum schwer verletzt, wie die Feuerwehr des Departements meldete. Bei dem Jungen wurde ein Schädel-Hirn-Trauma festgestellt und er wurde mit einem Hubschrauber in das Universitätsklinikum Poitiers geflogen. De 10-Jährige schwebt in Lebensgefahr. Es war „höchstwahrscheinlich der Wind“, der „zwischen 50 und 80 km/h“ wehte, der den Baum zum Umstürzen brachte, so der Unterpräfekt der Charente-Maritime auf Anfrage des Senders BMTV.

    Das Tief Patricia verursachte in der Bretagne und an den Küsten des Ärmelkanals sehr starke Windböen, verbunden mit hohen Wellen starkem Gezeitenhub. An der Pointe de Chemoulin in Saint-Nazaire (Loire-Atlantique) wurden Böen von bis zu 110 km/h gemessen, wie France Bleu Loire Océan am Mittwoch meldete. Wellen von bis zu drei Metern wurden beobachtet.

  • Wetter: Alarmstufe für 4 Departements wegen Überschwemmungen und starker Winde

    Wetter: Alarmstufe für 4 Departements wegen Überschwemmungen und starker Winde

    Météo France setzt vier Departements im Nordwesten Frankreichs auf Alarmstufe Orange für hohe Wellen und Überschwemmungen. Für Mittwoch, den 2. August, werden starke Windböen erwartet, die von hohen Wellen begleitet werden. Ungewöhnliches Wetter für einen Sommermonat.

    Dies ist eine für die Jahreszeit sehr ungewöhnliche Situation, warnt Météo France. In den Departements Finistère, Côtes d’Armor, Île-et-Vilaine und Manche herrscht Alarmstufe Orange für hohe Wellen und Überschwemmungen. Im Nordwesten Frankreichs wird zu äußerster Vorsicht geraten. Wassersportaktivitäten und Spaziergänge auf den Küsten sollen dringend unterlassen werden.

    Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h, Wellen von mehreren Metern Höhe.
    Das Tief Patricia wird starke west- bis südwestliche Winde an die Küsten des Ärmelkanals und der Atlantikküste bringen. Die Windböen werden an exponierten Stellen an den Küsten zwischen 80 und 100 km/h und an den exponiertesten Kaps bis zu 110 km/h betragen. Im Landesinneren des Nordwestens Frankreichs wird der Wind mit 70 bis 80 km/h wehen.

    Das Tiefdruckgebiet wird an der Küste hohe Wellen von mehreren Metern Höhe verursachen. Météo France warnt vor einem Risiko von „Überflutung an niedrigen oder gefährdeten Küstenabschnitten“ aufgrund der großen Wellen. Auch an den Küsten Aquitaniens, die nicht von der Alarmstufe betroffen sind, werden starke Wellen an den Stränden erwartet. Sie können „für Badende gefährliche Strömungen“ verursachen, warnt La Chaîne Météo.

    Eine völlig neue Situation für die Sommersaison. Laubbäume haben einen großen Windwiderstand, was zu größeren Vegetationsschäden als im Winter führen könnte.

    Regnerisches Wetter nördlich der Loire.
    Nördlich der Loire verspricht der Mittwoch ein regnerischer Tag zu werden. Im Osten Frankreichs werden die Niederschläge stärker ausfallen.

    Wolken und Sonne im Süden
    Am Mittwoch, dem 2. August, ist es in der Region Midi-Pyrenäen eher bewölkt, aber in den Pyrenäen und am Mittelmeer scheint die Sonne. Météo France sagt den ganzen Tag über Hitze und starken Wind voraus. Die erwarteten Höchsttemperaturen liegen bei 24°C in Rodez, 27°C in Agen, Pau und Foix, 28°C in Cahors, Tarbes und Auch, 29°C in Toulouse, Montauban und Albi, 30°C in Castres, 31°C in Carcassonne und 33°C in Narbonne.

  • Riesige Wellen, Böen von 141 km/h, 900 Haushalte ohne Strom – so wütete Sturm Denise auf Korsika

    Riesige Wellen, Böen von 141 km/h, 900 Haushalte ohne Strom – so wütete Sturm Denise auf Korsika

    Sturm Denise fegte über das Departement Corse-du-Sud hinweg. Mit Starkwinden und Stromausfällen.

    Für das Departement Corse-du-Sud galt am Dienstag, dem 22. November, bis Mitternacht Warnstufe Orange „starker Wind“ von Météo-France. 900 Haushalte auf der Insel waren laut EDF in Korsika am Dienstagnachmittag ohne Strom.

    Am späten Dienstagmorgen hatte der Wind im Norden Korsikas „bereits deutlich nachgelassen und erfordert keine besondere Beobachtung mehr“, das berichtete Météo-France am Mittag und fügte hinzu, dass „im Departement Corse-du-sud der Wind aus West-Nordwest weiterhin in Böen weht, mit zeitweiligen Spitzen zwischen 120 und 140 km/h auf den exponierten Kämmen, Pässen und Kaps sowie in der Bucht von Bonifacio“.

    Météo-France verzeichnete Böen von bis zu 141 km/h am Cap Pertusato südlich von Bonifacio oder bis zu 131 km/h in La Parata bei Ajaccio. Auch das Meer war durch die besonders heftigen Sturmwinde wie entfesselt.

    „900 Kunden weiterhin ohne Strom“
    Um 17 Uhr waren noch 900 Haushalte ohne Strom, vor allem in den Regionen südlich von Sartène, Casinca und der Sarrola-Ebene in der Umgebung von Ajaccio.

    Auf dem Höhepunkt des Sturms waren am Dienstagmorgen sogar 2.000 Kunden ohne Strom. Der Stromversorger EDF erinnerte daran, dass man sich wegen der Gefahr eines Stromschlags nicht in der Nähe von heruntergefallenen Stromkabeln aufhalten sollte.

    Die Feuerwehr in Südkorsika teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, dass sie am Dienstag „etwa 20 Einsätze im Zusammenhang mit dem Wetterereignis“ wegen Überschwemmungen, herabfallender Äste oder heruntergefallener Dachziegel durchgeführt habe. Bis zum Abend waren glücklicherweise keine Verletzten zu verzeichnen.

    Am Dienstag wurden laut der Website des Flughafens alle Flüge von und nach Ajaccio gestrichen.

  • 20°C weniger in nur einer Stunde – die „Galerne“ hat am Montagabend die Küsten des Baskenlandes und der Region Landes getroffen

    20°C weniger in nur einer Stunde – die „Galerne“ hat am Montagabend die Küsten des Baskenlandes und der Region Landes getroffen

    Eine Galerne brach am Montag, dem 18. Juli, über die Küsten des Baskenlandes und der Landes herein und führte zu einem abrupten Temperaturrückgang von etwa 20°C. So beeindruckend dieses Phänomen auch ist, es ist den Einheimischen wohl bekannt.

    An der baskischen Küste wird sie von den Einheimischen „brouillarta“ oder auch „enbata“ genannt. Eine Galerne, ein Wetterphänomen, das den Meteorologen wohlbekannt ist, traf am Montagabend auf die Küsten des Baskenlandes und der Landes und bedeutete gleichzeitig das Ende der Hitzewelle in diesen Regionen.

    Galerne nennt man die Böen an der französischen West- und Nordwestküste, die im Allgemeinen aus nordwestlicher Richtung kommen. Sie gehen meistens mit schweren Regenfällen einher. Galerne ist dabei die bretonische und Giboulé die französische Bezeichnung für den Wind.

    Météo France kündigte an, dass ein „Temperatursturz von 15 bis 20 °C“, begleitet von „Westwindböen von 60 bis 70 km/h“, „zwischen 18 und 21 Uhr von der baskischen Küste bis zum Becken von Arcachon“ hereinbrechen wird. Das Ergebnis: Von 40 °C am späten Nachmittag auf 21 °C am nächsten Morgen.

    „Die Galerne ist ein recht häufig auftretendes Phänomen an der französischen Westküste. Es handelt sich um eine sehr brutale ozeanische Strömung, die von starken Windböen begleitet wird“, erklärt Claire Chanal, von Météo France. Die Galerne tritt zwischen den Monaten Mai und Oktober sehr häufig auf.

    Die Ursache des Phänomens ist ein kalter Wind, der vom Golf von Biskaya kommt und auf das Kantabrische Gebirge stößt. Die Folge: Ein plötzlicher Temperatursturz und starke Winde mit 60 bis 70 km/h.