Schlagwort: Küste

  • Morbihan: Quallen erobern bereits die Strände

    Morbihan: Quallen erobern bereits die Strände

    An den Stränden von Ploemeur im Departement Morbihan gibt es bereits eine Quallenplage, obwohl der Sommer noch gar nicht begonnen hat. Eine Folge der globalen Erwärmung.

    Die große Präsenz von Quallen an den Stränden von Ploemeur (Morbihan) ist wahrscheinlich eine der Folgen der globalen Erwärmung. Der Sommer ist noch nicht da, aber die Quallen sind bereits in großer Zahl an den Küsten Frankreichs angekommen. Ihre Anwesenheit ist angesichts der aktuellen Wetterbedingungen nicht unbedingt überraschend. „Sie werden je nach Wassertemperatur und Nahrungsangebot ankommen. Sie können auf einen Schlag kommen und deshalb gibt es manchmal ziemlich massive Strandungen“, kommentiert Roman Portanguen, Wissenschaftsvermittler beim Plankton-Observatorium.

    Eine Qualle hat nur wenige Fressfeinde im Wasser und ernährt sich von kleinen Fischen. Sobald sie sich gebildet haben, wandern die Quallenschwärme mit der Strömung und werden mehr oder minder zufällig an den Küsten angespült. „Ich finde es wunderschön, es sieht aus wie ein kleiner Pilz, eine kleine Lampe, die schwimmt“, sagte eine Spaziergängerin auf dem Sender France 3. Aber man muss vorsichtig sein. Da sie in unterschiedlichem Maße nesselnd sind, sollte man sie besser nicht anfassen und bei Kontakt sich sofort mit Sand reiben und mit Meerwasser abspülen. Mit der Wärme und den Hitzeperioden werden mehr und mehr Quallen an den Stränden auftauchen.

  • Küstenerosion: Klippe stürzt in Fécamp (Seine-Maritime) ein

    Küstenerosion: Klippe stürzt in Fécamp (Seine-Maritime) ein

    In Fécamp (Seine-Maritime) stürzte ein Teil einer Klippe aufgrund der fortschreitenden Küstenerosion ein.

    Ein riesiger Schutthaufen und eine Straße, die einzustürzen droht. Das ist alles, was von einer der Klippen bei Fécamp (Seine-Maritime) übrig geblieben ist. Die Klippe stürzte über eine Breite von 40 Metern ein. Ein Einwohner der Gemeinde erinnert sich an das Seefahrer-Kreuz, das mit der Klippe abstürzte. „Gestern Nachmittag war es noch da“, sagt der Mann sichtlich berührt. „Es ist wirklich gefährlich, am Rand der Klippen spazieren zu gehen“, meint eine Frau. Die Anwohner, insbesondere die Menschen, die am Rand der Klippe leben, müssen sehr wachsam sein.

    Eine Klippe ist wie ein Lawinenabgang
    Es wurde ein Sicherheitsperimeter von 100 Metern eingerichtet, der auch drei Häuser einschließt, die glücklicherweise aber nicht bewohnt sind. Die Straßen in der Umgebung sind gesperrt und das Bürgermeisteramt ruft zu äußerster Vorsicht auf. „Eine Klippe ist wie ein Lawinenabgang. Man weiß nie, wann es losgeht. Es geht darum, die Menschen zu schützen“, mahnt Pierre Aubry, erster stellvertretender Bürgermeister von Fécamp. Seit Anfang des Jahres ist dies der zweite größere Erdrutsch im Departement Seine-Maritime.

  • Küstengebiete: Versicherungen decken die Risiken bei Überschwemmungen nicht mehr ab

    Küstengebiete: Versicherungen decken die Risiken bei Überschwemmungen nicht mehr ab

    Die Kosten für Naturkatastrophen sind in Frankreich auf einem Höchststand: Die Rechnung wird für die Versicherer im Jahr 2022 voraussichtlich 10 Milliarden Euro betragen. In der Region Bessin in der Normandie haben die Versicherungen nun beschlossen, Gemeinden am Meer, die als „Risikogebiete“ eingestuft wurden, nicht mehr zu versichern.

    Der Bessin ist einer der Teile der normannischen Küste, die am stärksten der Gefahr von Überschwemmungen ausgesetzt sind. An den Deichen wird derzeit eine Kernbohrungsaktion durchgeführt. „Dadurch können wir herausfinden, welche Materialien sich im Inneren befinden, in welchem kompakten Zustand sie sind und inwieweit die Deiche gegen das Wasser schützen können“, erklärt Pierre Guerriot, GEMAPI-Verantwortlicher (Gestion des Milieux Aquatiques et Prévention des Inondations) von Ter’Bessin gegenüber France 3.

    Die Versicherungen decken das Risiko nicht mehr ab.
    Die Untersuchung wird es ermöglichen, die Folgen des steigenden Meeresspiegels zu ermessen, ein Risiko, vor dem die Versicherungen Angst höchst besorgt sind. Einige Versicherungen haben jetzt beschlossen, das Risiko im Falle einer Überschwemmung nicht mehr tragen zu wollen. Den Versicherungen zufolge könnten die Kosten für Überschwemmungen in den nächsten 30 Jahren um 87 % steigen. Die Verweigerung der Deckung hat daher langfristige Folgen auch auf Privatpersonen, die in diesen Risikogebieten wohnen.

  • Hunderttausende Plastikkugeln verschmutzen die französische Atlantikküste

    Hunderttausende Plastikkugeln verschmutzen die französische Atlantikküste

    Seit November 2022 werden kleine Kugeln aus Plastik an die Strände der französischen Atlantikküste geschwemmt. Eine Lokalpolitiker haben Klage eingereicht.

    Sie bilden einen weißen Rand am Strand von Pornic (Loire-Atlantique). Tausende von kleinen Plastikkugeln werden hier seit Wochen angespült. Dutzende Freiwillige, mit ihren Augen auf den Boden gerichtet und mit Sieben und Rechen in der Hand, versuchen dieser hartnäckigen Verschmutzung Herr zu werden. Jedes Kügelchen ist weniger als fünf Millimeter groß. „Das ist sehr klein, denn man muss auch Einzelne finden. Wir wissen, dass wir nur einen Teil von ihnen finden…“, sagt Stéphane Nicolas von der Surfrider Fondation gegenüber France Télévisions.

    Eine Plage seit November 2022
    Die Kügelchen sind Industriegranulate, Rohstoffe für die Herstellung von Plastikgegenständen. Seit vergangenem November werden sie zwischen an den Küsten vom Finistère bis zur Vendée angespült. Der Staat und einige Bürgermeister haben mittlerweile beschlossen, Klage einzureichen. „Was wir wollen, ist, dass der Seeverkehr eine Methode zur Rückverfolgung dessen entwickelt, was er transportiert, dass man weiß, was drin ist, und dass, wenn es einen Unfall gibt, dieser sofort gemeldet wird“, fordert Jean-Michel Brard, Bürgermeister von Pornic.

  • Umwelt: Mülldeponien in Meeresnähe werden vom steigenden Meeresspiegel bedroht

    Umwelt: Mülldeponien in Meeresnähe werden vom steigenden Meeresspiegel bedroht

    Durch die Erosion droht jedes Jahr Mülldeponien in Wassernähe die Überflutung. Frankreich reagiert, um eine drohende Verschmutzung der Umwelt zu verhindern.

    In Fouras (Charente-Maritime) sind schwere Maschinen auf einer Mülldeponie, die nur wenige Kilometer vom Ozean entfernt liegt, aktiv. Tonnen an Plastik, Metallen oder Asbest sollen in einigen Monaten verschwinden, denn die alte Deponie muss geräumt werden. Ziel der Arbeiten ist es, die Abfälle bis zum Sand abzutragen, da das Meer drohte den Müll von Jahrzehnten demnächst wegzuspülen.

    Der Strand hat sich in 60 Jahren um 50 Meter zurückgezogen.
    „Bei Flut kommt das Meer bis an die Kiesel heran. Das zu entgiftende Gelände liegt direkt dahinter. Bei einem Landverlust von einem Meter pro Jahr sehen Sie, dass die Frist sehr kurz ist“, sagt Sébastien Pueyo, Leiter der Abteilung für Technik und Küste der Charente-Maritime, auf dem Sender France 2. Die Küstenlinie hat in den letzten 60 Jahren aufgrund der Erosion tatsächlich 50 Meter verloren. Müll wurde freigesetzt, als das Wasser an der Küste knabberte. In fast 30 Jahren haben sich auf zwei Hektar Mülldeponie an der Küste bis zu 2,5 Meter Müll angesammelt. Der Müll wird jetzt sortiert, um möglichst viele Stoffe wiederzuverwerten.

  • Weihnachtsbäume als neue Waffe gegen die Erosion

    Weihnachtsbäume als neue Waffe gegen die Erosion

    Nachdem sie in französischen Wohnzimmern die Stars der Weihnachtszeit ware, sollen die Weihnachtsbäume jetzt die Küsten retten. In Gouville-sur-Mer in der Normandie werden die ausgemusterten Nadelbäume am Fuß der Dünen abgelegt, um so die Erosion zu bremsen.

    Seit drei Jahren nun schon bringen Einwohner von Gouville-sur-Mer (Manche) nach Weihnachten ihre Tannenbäume an den Strand. Das ist schon fast zu einer Tradition geworden. Einmal abgelegt, werden die Tausenden von Nadelbäumen dazu beitragen, die Düne zu verfestigen. „Es ist eine Sandfalle, das Meer steigt mit der Flut und der Sand wird in den Tannenzweigen gefangen, die mit Faschinen, früher für die Fischerei verwendeten Haken, befestigt werden“, erklärt Dominique Dujardin, Vorsitzender des Vereins „Le trait de côte“ (Der Küstenstreifen) gegenüber France Télévisions. Mit dieser Technik gewinnt die Düne jedes Jahr mehr als einen Meter Breite hinzu. Eine umweltfreundliche Lösung zur Bekämpfung der Dünenerosion, auf die der Bürgermeister der kleinen Gemeinde in der Normandie sehr stolz ist.

    „Fünf Meter Dünen wiederzugewinnen, und das alles nur mit Tannenbäumen, das ist unglaublich“.

    Im vergangenen Jahr wurden 2.000 Tannenbäume im Sand abgelegt und fanden so ein zweites Leben. Dieses Jahr möchten die Anwohner diese Menge noch übertreffen.

    Es ist eine effizientere Lösung als andere üblicherweise verwendete Techniken wie zum Beispiel die Geotubes, die 2017 am Strand installiert wurden, um einen vom steigenden Wasser bedrohten Campingplatz zu schützen. Diese riesigen, mit Sand gefüllten Plastiksäcke erwiesen sich als völlig unwirksam. „Schnell hat sich das Meer hinter die Rohre geschoben und die Düne ausgehöhlt. Auch wenn sie den Strand schützten, haben sich die grossen Säcke verformt und sind verrutscht“, stellte Béatrice Gosselin, Gemeinderätin in Gouville-sur-Mer, fest. Da sie durch die Gezeiten instabil und brüchig geworden waren, landeten Teile dieser riesigen Plastiksäcke im Meer.

  • Baskische Küste: Riesiger Erdrutsch an den Klippen von Bidart

    Baskische Küste: Riesiger Erdrutsch an den Klippen von Bidart

    In Bidart, einer Gemeinde an der baskischen Küste, stürzte in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, den 6. Oktober, ein Teil der Klippe ein. 

    In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, den 6. Oktober, kam es an einem Teil einer Steilküste von Bidart im Baskenland zu einem großen Erdrutsch. Ein Teil der nördlichen Klippe auf der Seite Erretegia stürzte ein, berichtet die Zeitung Sud-Ouest. Glücklicherweise waren aufgrund der niedrigeren Temperaturen keine Strandbesucher in diesem Abschnitt, sodass es keine Verletzten gab.

    Auf einer Länge von etwa 100 Metern fielen Felsen herab. Mehreren Augenzeugen zufolge sollen die Felsstürze bis Mittwochnachmittag hingezogen haben. „Der imposanteste Felsblock war 20 bis 30 Meter lang, 7 bis 8 Meter hoch und ebenso breit. Er befand sich am Kopf der Klippe. Es sind die oberen Teile sind, die als erstes fallen“, erklärte der Bürgermeister von Bidart, Emmanuel Alzuri, gegenüber der Zeitung Sud-Ouest.

    „Angesichts der Instabilität der Klippen und des Risikos, dass es jederzeit zu neuen Erdrutschen kommen kann, und aus offensichtlichen Sicherheitsgründen“, erließ Emmanuel Alzuri einen Erlass, der den Verkehr zwischen dem Strand „Plage du Centre“ und dem Strand „Pavillon Royal“ „bis auf Weiteres“ verbietet, berichtet die Zeitung La République des Pyrénées.

    Der Zugang zum Strand bleibt erlaubt, jedoch nur in gewissen Bereichen.

  • Umwelt: Hunderte von Häusern an den französischen Küsten bedroht

    Umwelt: Hunderte von Häusern an den französischen Küsten bedroht

    Das Meer knabbert immer mehr die französischen Küsten an. Welche Zukunft haben Häuser in den bedrohten Gebieten?

    Im Baskenland bedroht die Küstenerosion kurzfristig 530 Wohnhäuser und 40 Geschäfte. Und das ist kein Einzelfall: In Frankreich gibt es keine Küstenregion, die von diesem Phänomen verschont bleibt. Zu nennen sind die Bretagne, die Normandie und die Region Hauts-de-France. Das alles ist das Ergebnis menschlicher Aktivitäten und der Auswirkungen des Klimawandels, insbesondere des Anstiegs des Meeresspiegels.

    Um notwendige Massnahmen in den betroffenen Gebiete zu ermöglichen, sieht das Gesetz „Klima und Resilienz“ neue Regelungen für Wohnhäuser vor. Wenn Sie Eigentümer oder Mieter an der Küste sind, könnte sich für Sie in Zukunft einiges ändern. Zunächst sollten Sie nachschauen, ob Sie in einer der 126 Gemeinden auf der Liste leben, die im Dekret vom 29. April 2022 veröffentlicht wurde. Die betroffenen Gemeinden haben jetzt vier Jahre Zeit, um eine Kartierung des Rückgangs der Küstenlinie zu erstellen.

    Wozu wird diese Kartografie dienen?
    Sie wird Aufschluss darüber geben, welche Gebiete in welchem Zeitraum von Erosion bedroht sind. In den Gebieten, die in den nächsten 30 Jahren gefährdet sind, darf nicht mehr gebaut werden. Wenn Sie in einem Gebiet bauen möchten, das in 30 bis 100 Jahren gefährdet sein könnte, müssen Sie die für einen Abriss des Gebäudes erforderliche Summe bei der Caisse des dépôts hinterlegen.

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Gebietskörperschaften und der Staat ein Vorkaufs- und Enteignungsrecht haben werden. Es ist jedoch fraglich, ob sie die finanziellen Mittel werden aufbringen können, um dieses Recht auszuüben. In einigen der betroffenen Gebiete sind die Immobilien manchmal mehrere Millionen Euro wert… Zwar sieht das Gesetz eine Neubewertung der Immobilien für den Erwerb durch die öffentliche Hand vor, aber es wurde keine Formel für die Berechnung angegeben. Und die Frage der Umsiedlung von enteigneten Personen wird auch nicht behandelt.

    Für Mieter wird mit der Verordnung ein realer Anpassungsmietvertrag eingeführt, der eine vorzeitige Kündigung ermöglicht, wenn eine Gefahr durch Erosion unmittelbar bevorsteht. Im Moment geht es dem Staat jedoch darum, die wirtschaftlichen Aktivitäten in den bedrohten Gebieten aufrechtzuerhalten.

    Währenddessen schreitet das Meer weiter voran.

  • Pyrénées-Orientales : An diesem Sonntag wurde in Collioure eine Leiche aus dem Meer geborgen.

    Pyrénées-Orientales : An diesem Sonntag wurde in Collioure eine Leiche aus dem Meer geborgen.

    Am Samstag war im Meer vor Collioure die Leiche eines Mannes entdeckt worden: Aufgrund der Wetterbedingungen konnte er von den Gendarmen und SNSM-Rettern nicht sofort geborgen werden. An diesem Sonntag wurde die Leiche auf den Felsen der Küste geborgen, wo sie angespült worden war.

    Am späten Samstag war vor Collioure in den Pyrénées-Orientales eine im Meer schwimmende Leiche entdeckt worden. Die Gendarmen und Retter des SNSM, die zum Einsatzort geschickt wurden, konnten die Leiche aufgrund der ungünstigen Wetterbedingungen nicht sofort bergen.

    An diesem Sonntagmorgen begab sich die Gendarmerie von Port-Vendres erneut auf die Suche: Sie stellte fest, dass die Leiche in den Felsen angespült worden und daher sehr schwer zugänglich war. Ein spezialisten-Team der Gendarmerie wurde zu Hilfe gerufen, das an die Arbeit in steilen Abhängen gewöhnt ist und das am frühen Nachmittag mit Seilen und einem Hubschrauber die Leiche endlich aus dem schwierigen Gelände bergen konnte.

    Die Leiche wurde in ein Krankenhaus überführt. Mitte der Woche soll eine Autopsie stattfinden, die wichtige Informationen über das Alter oder den Hautton des Körpers liefern könnte. Nach Angaben der Gendarmerie befand sich der wahrscheinlich schwergewichtige Mann vermutlich mehrere Wochen lang im Wasser.