Schlagwort: Krieg

  • Ukraine-Krieg: Frankreich kündigt zusätzliche 200 Millionen Euro für die Armee der Ukraine an

    Ukraine-Krieg: Frankreich kündigt zusätzliche 200 Millionen Euro für die Armee der Ukraine an

    Dieser Betrag ist Teil der für Mittwoch im Plenarsaal geplanten Erörterung des Haushaltsgesetzentwurfs. Die französische Regierung will ihren Unterstützungsfonds für Kiew um 200 Millionen Euro aufstocken, damit die ukrainische Armee weiterhin französische Ausrüstung kaufen kann. Dies kündigte der französische Verteidigungsminister, Sébastien Lecornu, am Dienstag, dem 7. November, vor der Nationalversammlung an. Diese weitere Unterstützung ist Teil der für Mittwoch im Plenarsaal geplanten Prüfung des Haushaltsgesetzentwurfs, so der Minister. Dabei handelt es sich um einen Text, der Anpassungen der Mittel für das laufende Haushaltsjahr ermöglicht. Lecornu bekräftigte, dass der Krieg in der Ukraine „ein Konflikt ist, von dem wir uns nicht abwenden dürfen“, und betonte, dass die ukrainische Armee in der Lage sein muss, neue Ausrüstung zu kaufen. Der Minister äußerte sich vor Beginn der Debatte über die Mittel für die Verteidigung im Haushaltsentwurfs für 2024 in der Nationalversammlung. De…

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  • Krieg in der Ukraine: Präsident Selenskyj gibt die Zerstörung eines russischen Kriegsschiffes bekannt

    Krieg in der Ukraine: Präsident Selenskyj gibt die Zerstörung eines russischen Kriegsschiffes bekannt

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte am Montag die „Zerstörung“ der Askold, eines wichtigen russischen Kriegsschiffes der Schwarzmeerflotte, an.

    Die Askold, ein wichtiges russisches Schiff, wurde Berichten zufolge in der Kertsch-Werft auf der annektierten ukrainischen Krim zerstört, zwei Tage nachdem die ukrainische Armee erklärt hatte, dass sie „erfolgreich“ Angriffe in diesem Gebiet durchgeführt habe. „Ich danke allen, die zur Zerstörung des russischen Schiffes in der Kertsch-Werft beigetragen haben“, sagte Präsident Selenskyj in seiner täglichen Ansprache.

    Insgesamt feuerte die Ukraine am Samstag, dem 4. November, 15 französische SCALP-EG-Marschflugkörper auf die Werft BE Butoma in der Stadt Kertsch an der Ostküste der Krim ab, die russische Luftabwehr schoss 13 von ihnen ab, wie das russische Verteidigungsministerium mitteilte. Die ukrainischen Angriffe machen die Krim nach und nach immer schwerer haltbar für die russische Schwarzmeerflotte. Kiew erklärte zudem, dass es sich bei dem beschädigten Kriegsschiff um eines der fortschrittlichsten Schiffe Russlands handele, das Kalibr-Marschflugkörper abfeuern könne. Laut der Zeitung L’Indépendant wurde sein Bau im Rahmen des Projekts 22800 Karakurt im November 2015 begonnen, um es voraussichtlich Ende des Jahres 2023 in Dienst zu stellen. Laut dem ukrainischen Zentrum für strategische Kommunikation (StratCom) könnte das Schiff nach dem Angriff irreparabel beschädigt sein.

  • Putin-Getreuer und Kriegsheld – wer ist der neue Anführer der Wagner-Gruppe Andrej Troschew?

    Putin-Getreuer und Kriegsheld – wer ist der neue Anführer der Wagner-Gruppe Andrej Troschew?

    Seit dem Tod ihres ehemaligen Chefs Jewgeni Prigoschin bei einem Flugzeugabsturz ist die russische paramilitärische Gruppe Wagner führungslos. Nun hat Wladimir Putin einen seiner Getreuen, Andrej Troschew, zum neuen Leiter der Söldner-Organisation ernannt. Wer gedacht hat, dass der Tod von Jewgeni Prigoschin das Ende der Wagner-Gruppe bedeutet hat, hat sich geirrt. Mehreren russischen Medien zufolge hat Wladimir Putin jetzt einen seiner Getreuen, Andrej Troschew, zum neuen Leiter der paramilitärischen Organisation ernannt. Am 14. Juli 2023, weniger als einen Monat nach der Meuterei der Wagner-Gruppe, hatte Wladimir Putin bereits öffentlich seinen Wunsch bekannt gegeben, dass dieser hochrangige Offizier die Führung der Organisation übernehmen sollte. Am 29. September beauftragte Putin Troschew mit der Aufstellung und Beaufsichtigung von Freiwilligeneinheiten in der Ukraine.

    Andrej „Sedoi“ Troschew wurde am 5. April 1962 in Sank…

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  • Russisches U-Boot mit dem Spitznamen „Das schwarze Loch“ vor der französischen Küste gesichtet

    Russisches U-Boot mit dem Spitznamen „Das schwarze Loch“ vor der französischen Küste gesichtet

    Ein mit Marschflugkörpern bestücktes russisches U-Boot ist am vergangenen Sonntag vor der französischen Küste gesichtet. Es wurde von der französischen Marine begleitet und bewacht.

    Die B-265 Krasnodar ist eines der modernsten U-Boote der russischen Marine. Da U-Boot passierte am Sonntag, dem 22. Oktober, die französische Küste. Begleitet wurde es von dem Hochseeschlepper Sergey Balk.

    Die beiden russischen Militärschiffe waren letzte Woche von der spanischen Marine in der Nähe von Mallorca, einer der Inseln des Balearen-Archipels im Mittelmeer, gesichtet worden. Sie wurden außerhalb der spanischen Hoheitsgewässer von der Spanischen Marine bis vor die Küste von Gallizien im Nordwesten Spaniens begleitet, berichtet die Tageszeitung El Periodico.

    Vor Galicien übernahm die französische Marine die Aufgabe, die B-265 Krasnodar auf ihrem Weg zurück an der französischen Küste entlang in den Atlantik zu begleiten. Nachdem das russische U-Boot im Ärmelkanal angekommen war, griff die britische Royal Navy ein, um das Militärschiff in der Straße von Pas-de-Calais zu überwachen. Die belgische Marine übernahm daraufhin mit einem ihrer Patrouillenboote, wie das belgische Verteidigungsministerium mitteilte. Der endgültige Bestimmungsort des russischen U-Boots soll ein Hafen in der Ostsee sein.

    Kein russisches U-Boot mehr im Mittelmeer?
    Die B-265 Krasnodar wurde von den Russen im Schwarzen Meer eingesetzt. Nun kann aber kein Schiff der russischen Schwarzmeerflotte mehr ins Mittelmeer einlaufen: Die Türkei hat ihre Meerengen geschlossen, in Umsetzung des Montreux-Abkommens, das ihr erlaubt, im Konfliktfall den Zugang zum Schwarzen Meer zu sperren. Laut dem belgischen Militäranalysten Frederik Van Lokeren soll es keine russischen U-Boote mehr im Mittelmeer geben. Ein von der Zeitung Var-Matin befragter Offizier, der anonym bleiben wollte, sagte: „Die Tatsache, dass sich kein russisches Tauchboot mehr im Mittelmeer befindet, ist ein Zeichen dafür, dass ihnen die Luft ausgeht. Inzwischen kann man eine Ermüdung der russischen Marine seit Beginn des Krieges in der Ukraine feststellen“.

    Dieses russische U-Boot der dritten Generation wurde 2019 vom Stapel gelassen. Mit einer Geschwindigkeit von 20 Knoten kann es bis zu 300 Meter tief tauchen und hat eine Reichweite von 45 Tagen. Es ist mit vier Kalibr-Angriffsraketen, einer Waffe, die von der russischen Marine bereits gegen die Ukraine eingesetzt wurde, 18 Torpedos und 24 Minenwerfern bewaffnet. Die US-Marine nennt es aufgrund seiner Fähigkeit, nicht von Sonaren entdeckt zu werden, „Das schwarze Loch“.

  • Ukraine-Krieg: 400.000 russische Soldaten in der Ukraine und 295.510 Tote seit Beginn des Konflikts

    Ukraine-Krieg: 400.000 russische Soldaten in der Ukraine und 295.510 Tote seit Beginn des Konflikts

    Während die Kämpfe an mehreren Punkten der Front toben, erklärte die ukrainische Armee, dass sie südlich der Stadt Robotyne einen „Teilerfolg“ erzielen konnte.

    Die ukrainische Stadt Awdijwka im Osten des Landes ist seit mehreren Wochen Ziel der russischen Armee. Dort finden erbitterte Kämpfe statt.
    Die Krim, eine ukrainische Halbinsel, die 2014 von Russland völkerrechtswidrig annektiert wurde, wurde am Wochenende von der Ukraine ins Visier genommen. Nach russischen Angaben wurden drei Raketen abgefangen.

    Am Samstag wurden bei russischen Luftangriffen im Nordosten der Ukraine mindestens sechs Menschen getötet und 14 verletzt.

    Und: Es gibt neue Gerüchte über den Gesundheitszustand des Kremlherrn: Laut einem angeblichen russischen Ex-Leutnant soll Wladimir Putin am Sonntag, den 22. Oktober einen Herzstillstand erlitten haben.

    295.510 russische Soldaten wurden laut der Ukraine seit Kriegsbeginn getötet.
    In einer auf Facebook veröffentlichten Erklärung behauptet die ukrainische Armee, dass seit Beginn des Konflikts im Februar 2022 295.510 russische Soldaten getötet wurden.

    Russisches Gericht ordnet an, dass eine russisch-amerikanische Journalistin bis zum 5. Dezember inhaftiert bleibt.
    Ein russisches Gericht ordnete am Montag an, die russisch-amerikanische Journalistin Alsu Kurmasheva, die letzte Woche verhaftet worden war, „bis zum 5. Dezember“ in Untersuchungshaft zu nehmen. Damit ist sie die zweite amerikanische Reporterin, die in dem Land inhaftiert wurde. Russland geht seit dem Beginn seines Angriffs auf die Ukraine im Februar 2022 massiv gegen unabhängige Medien, NGOs, Anwälte und Oppositionelle vor.

    Die Journalistin wurde am Mittwoch festgenommen und wird wegen Versäumnissen im Zusammenhang mit ihrer Registrierung als „ausländische Agentin“ angeklagt. Sie sei an der „absichtlichen Sammlung von Informationen über militärische Aktivitäten“ beteiligt gewesen, die für die „Sicherheit Russlands“ schädlich sein könnten, wie das Gericht letzte Woche mitteilte. Alsu Kurmasheva, die für das US-amerikanische Radio Free Europe/Radio Liberty (RFE/RL) arbeitet, drohen bis zu fünf Jahre Haft. Dessen Chef Jeffrey Gedmin forderte die „sofortige Freilassung“ seiner Journalistin.

    Russland hat mehr als 400.000 Soldaten in der Ukraine stationiert.
    Russland habe mehr als 400.000 Soldaten auf ukrainischem Gebiet zusammengezogen, sagte Andrei Yusov, Sprecher des ukrainischen Militärgeheimdienstes, dem Fernsehsender „Kiew“. „Es handelt sich um eine beträchtliche Anzahl (…) Die Kräfte reichen aus, um an vielen Abschnitten der Front (…) voneinander unabhängige Operationen durchzuführen“.

    Andrei Yusov: „Es gibt eine große Menge an Waffen der russischen Armee auf ukrainischem Gebiet und neue werden gerade wieder an die Front geliefert“.

    „Teilerfolg“ der Ukrainer südlich von Robotyne.
    Die ukrainische Armee, die zur Zeit eine Offensivoperation im Gebiet von Melitopol durchführt, hat laut der täglichen Bilanz des ukrainischen Generalstabs, „einen Teilerfolg südlich von Robotyne“ erzielt. Die ukrainischen Streitkräfte erklären, dass dieser Angriff „den russischen Besatzungstruppen große Verluste an Menschen und Ausrüstung bescherte und den Feind entlang der gesamten Frontlinie erschöpfte“.

  • Ukraine-Krieg: „Sea Baby“ – neue experimentelle Waffe Kiews könnte die Lage im Schwarzen Meer verändern

    Ukraine-Krieg: „Sea Baby“ – neue experimentelle Waffe Kiews könnte die Lage im Schwarzen Meer verändern

    Kiew gab bekannt, dass es zwei russische Kriegsschiffe im Schwarzen Meer zerstört habe. Könnte das Auftauchen einer neuen „experimentellen Waffe“ die Karten in diesem Krieg neu mischen?

    Könnte sich das Kräfteverhältnis im Schwarzen Meer ändern? Obwohl Moskau über eine der stärksten Flotten der Welt verfügt, ist es den Ukrainern in letzter Zeit gelungen, mehrere russische Kriegsschiffe unschädlich zu machen, wie der Sender TF1Info berichtet. Vor allem eine Korvette vom Typ Bujan und ein Patrouillenboot der Wassili-Bykow-Klasse wurden von „Sea Baby“ schwer getroffen.

    Was ist „Sea Baby“?
    „Sea Baby“ ist eine Marine-Oberflächen-Drohne. Dieses unbemannte Fluggerät wird für gezielte Schläge auf mittlere und lange Distanzen ferngesteuert. Es kann bis zu 850 kg Sprengladungen tragen, wie TF1Info berichtet.

    Bei dieser Art Drohne soll es sich laut der ukrainischen Armee um eine neue, experimentelle Waffe handeln.

    Die Waffe wurde vollständig vom ukrainischen Geheimdienst (SBU) ohne jegliche westliche Beteiligung entwickelt. „Diese Drohnen werden in einer unterirdischen Produktionsanlage auf dem Territorium der Ukraine hergestellt“, kommentierte der Leiter des SBU, Wassyl Malyuk, gegenüber dem US-Sender CNN. Malyuk hatte auch gegenüber dem Guardian erklärt, dass „Sea Baby“ die Waffe sei, die bei dem Angriff auf die Kerch-Brücke, die die Halbinsel Krim mit Russland verbindet, im Juli letzten Jahres eingesetzt wurde.

  • Ukraine-Krieg: Wurde die russische Journalistin Marina Ovsiannikova in Paris vergiftet?

    Ukraine-Krieg: Wurde die russische Journalistin Marina Ovsiannikova in Paris vergiftet?

    Die russische Journalistin Marina Ovsiannikova, die von der Justiz ihres Landes zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden war, weil sie das russische Militär kritisiert hatte, erlitt am 12. Oktober einen Schwächeanfall. In Frankreich, wo sie zur Zeit lebt, wurde eine Untersuchung wegen des Verdachts auf eine Vergiftung eingeleitet. Analysen ergaben allerdings, dass in ihrem Körper keine Spuren von Gift nachgewiesen werden konnten.

    Marina Ovsiannikova, die in Frankreich im Exil lebt, nachdem sie in den russischen Nachrichten ein Schild mit der Aufschrift „No War“ hochgehalten hatte, um die Bevölkerung vor der Desinformation in ihrem Land zu warnen, erlitt einen Schwächeanfall, als sie am 12. Oktober ihr Haus verließ. Ein Unwohlsein, das die französische Polizei sofort alarmiert hat, denn der Vorfall ereignete sich nur wenige Tage nach ihrer Verurteilung in Abwesenheit zu achteinhalb Jahren Gefängnis wegen „Landesverrats“.

    Die Journalistin wusste, dass sie bedroht wurde, und sagte aus, sie habe Pulver in einem Umschlag entdeckt, was den Verdacht auf eine Vergiftung aufkommen ließ. Eine Untersuchung war eingeleitet worden, und es wurden entsprechende Überprüfungen vorgenommen. Die Hypothese einer Vergiftung wurde schließlich ausgeschlossen. „Ich fühle mich jetzt viel besser. Der größte Teil der Tests wurde durchgeführt. Es wurden keine giftigen Substanzen in meinem Blut gefunden. Es ist keine Rede von einer Vergiftung mehr“, schrieb Ovsiannikova auf Telegram.

  • Wolodymyr Selenskyj:  Moskau unterstützt die Operationen der Hamas und will „von dieser Tragödie profitieren“

    Wolodymyr Selenskyj: Moskau unterstützt die Operationen der Hamas und will „von dieser Tragödie profitieren“

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte am Dienstagabend in einem Interview mit dem Fernsehsender France 2 seine Besorgnis darüber, dass sich die internationale Gemeinschaft wegen der „Tragödie“, die Israel nach den Angriffen der Hamas ereilt, von der Ukraine abwenden könnte. Wird die Ukraine indirekt unter den Folgen des Angriffs der Hamas auf Israel leiden, der am vergangenen Samstag stattgefunden hat? Diese Befürchtung äußerte Präsident Wolodymyr Selenskyj, der Russland in einem Interview mit dem Fernsehsender France 2, das am Dienstagabend ausgestrahlt wurde, vorwarf, „in irgendeiner Weise die Operationen der Hamas“ in Israel zu unterstützen. „Wir sind sicher, dass Russland die von der Hamas durchgeführten Operationen auf die eine oder andere Weise unterstützt“, sagte er und fügte hinzu, dass „Russland wirklich versucht, destabilisierende Aktionen überall auf der Welt durchzuführen“.

    „Die internationale Aufm…

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  • Mit 20 Jahren in der Ukraine gestorben: Junge Franzosen kämpfen für die Freiheit

    Mit 20 Jahren in der Ukraine gestorben: Junge Franzosen kämpfen für die Freiheit

    Derzeit befinden sich wahrscheinlich immer noch etwa 100 französische Freiwillige in der Ukraine, um gegen die Russen zu kämpfen. Experten zufolge hat eine Mehrheit von ihnen keine oder nur sehr wenig militärische Erfahrung. Diese Truppen bestehen vor allem aus jungen, freiheitsliebenden Menschen. Etwa zehn von ihnen haben seit Beginn des Konflikts im Februar 2022 ihr Leben verloren. Von Mariupol bis Odessa in der Ukraine führte der Franzose Gaston Besson seine Männer inmitten der Kämpfe gegen die russische Armee. In Odessa verwundet kehrte Gaston Besson zu seiner Familie zurück und starb einige Monate später im Herbst 2022 im Alter von 56 Jahren. Nach mehr oder weniger genauen Schätzungen der Behörden in Kiew kämpfen heute etwa 100 Franzosen an der Seite der ukrainischen Streitkräfte. Diese Zahl ist jedoch schwer zu überprüfen. Das französische Verteidigungsministerium gibt bisher keinerlei Auskunft zu diesem heiklen Thema. Zu Beginn des Konflikts, am 24. Februar 2022, hatten sich fast 800 Franzosen freiwillig gemeldet, um sich in der Ukraine den russischen Soldaten entgegenzustellen. Dies war auch der Fall des 20-jährigen Adrien Dugay-Leyoudec, der nur vier Monate später getötet wurde. Eine Folge des historischen Aufrufs des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Zelensky vom 27. Februar 2022 an alle ausländischen Staatsangehörigen, sich der Internationalen Legion in der Ukraine anzuschließen. Es ist eine Einheit von Kämpfern, die sich aus verschiedenen Nationalitäten zusammensetzt. Gesuchte Profile: Männer, die im Umgang mit Waffen geübt sind. Ob unpolitische Freiwillige, ehemalige Soldaten, die im Söldnergeschäft tätig sind oder der Ultrarechten nahestehen – hunderte Franzosen im Alter von 25 bis 35 Jahren haben sich für den Anti-Putin-Kriegseinsatz gemeldet. Wie Gaston Besson waren einige von ihnen bereits 2014 auf der Krim engagiert. Experten sehen das Engagement der jungen Franzosen in einer Linie mit der Französischen Revolution über Garibaldi im Jahr 1870 bis hin zu den italienischen Freiwilligen, die gegen die preußische Armee an der Seite der Franzosen kämpften. Die Internationale Legion zur Verteidigung der Ukraine (LIDU) ist nach wie vor der wichtigste Kanal für die Anwerbung ausländischer Soldaten für das ukrainische Militär. Ein gültiger Reisepass genügt, um offiziell aufgenommen zu werden. Die Kämpfer können zwischen 500 und 3.000 Euro pro Monat verdienen, je nachdem, welche Positionen sie auf dem Schlachtfeld einnehmen. Der russisch-ukrainische Konflikt lässt bei vielen jungen Menschen auch antikommunistische Gefühle aufleben. Das Gespenst der russischen Panzer, die nach Westen rasen, um den westlichen Einfluss zu begrenzen und der Ausdehnung der NATO entgegenzuwirken, weckt in den Nachbarländern der Ukraine unweigerlich schlechte Erinnerungen an ihre zeit unter dem sowjetischen Joch. Daher wohl auch die starke Präsenz von polnischen oder tschechischen Freiwilligen an der Seite von Zelenskys Männern. Bei den Franzosen haben die russischen Kriegsverbrechen wesentlich dazu beigetragen, die Zahl der Freiwilligen hoch zu halten. Die Bombardierung einer Entbindungsstation in Mariupol am 9. März 2022 oder das Massaker von Butscha haben viele Franzosen „im Namen der Verteidigung und der Freiheit der Völker“ dazu veranlasst, dem Aufruf des ukrainischen Präsidenten zu folgen – bis heute. Ein 27-jähriger Mann aus dem Departement Tarn-et-Garonnais, Brandon Nicolas, meldete sich kurz nach dem 24. Februar 2022 freiwillig für die LIDU. Der im Kampf verletzte junge Soldat vertraute später der Zeitung Le Monde an: „Ich bereue meine Entscheidung nicht, gekommen zu sein, um für die Ukraine zu kämpfen, um der Bevölkerung zu helfen, sich von den Russen zu befreien […] Ich will bleiben […] Wenn man mich evakuiert, komme ich nach meiner Genesung direkt hierher zurück!“.
  • Ukraine-Krieg: Spanische Entwicklungshelferin durch russischen Beschuss getötet – Deutscher schwer verletzt

    Ukraine-Krieg: Spanische Entwicklungshelferin durch russischen Beschuss getötet – Deutscher schwer verletzt

    Die spanische Staatsangehörige „arbeitete für eine NGO, die sich für die Verbesserung der humanitären Lage in der Ukraine einsetzt“, so der spanische Außenminister.

    Eine freiwillige spanische Entwicklungshelferin und ihr kanadischer Kollege sind in der Ukraine getötet worden, wie der spanische Außenminister am Sonntag, dem 10. September, mitteilte. „Ein Projektil fiel auf das Fahrzeug, in dem die spanische Staatsbürgerin unterwegs war. Sie arbeitete dort für eine NGO, die sich für die Verbesserung der humanitären Lage in der Ukraine einsetzt“, sagte José Manuel Albares am Rande des G20-Gipfels in Indien. Er gab an, dass er „eine mündliche Bestätigung ihres Todes“ erhalten habe.

    Ein schwedischer und ei n deutscher Mitarbeiter der Organisation wurden schwer verletzt.

    Russland hat 420.000 Soldaten in den besetzten Gebieten stationiert. Ein General des ukrainischen Geheimdienstes sagte am Samstagabend, dass „die Russische Föderation mehr als 420.000 Soldaten in unseren zeitweilig besetzten Gebieten, einschließlich der Krim, konzentriert hat“. Diese Zahl „beinhaltet nicht die russische Nationalgarde und andere Sonderstruppen, die damit beauftragt sind, die Besatzungsmacht in unseren Gebieten aufrechtzuerhalten“, fügte er hinzu.

    Die russischen Streitkräfte haben 32 Kampfdrohnen auf die Ukraine abgefeuert. Die ukrainische Armee meldete, sie habe 25 russische Kampfdrohnen bei einer Reihe von Angriffen, die sich hauptsächlich gegen Kiew richteten, in der Nacht von Samstag auf Sonntag abgeschossen. Herabfallende Trümmerteile hätten in der Hauptstadt Sachschäden verursacht und einen Verletzten gefordert, fügte die Militärverwaltung in Kiew hinzu.

    Russland behauptet, drei ukrainische Schnellboote zerstört zu haben. In der Nacht von Samstag auf Sonntag „zerstörte die Marinefliegerei der Schwarzmeerflotte drei militärische Schnellboote“, die „Landungsgruppen der ukrainischen Streitkräfte“ an Bord hatten, wie das russische Verteidigungsministerium auf Telegram mitteilte. Die Boote „waren in Richtung der Halbinsel Krim unterwegs“, die 2014 von Russland annektiert wurde, so Moskau. Die Ukraine bestätigte diese Meldungen nicht.

    Wahlen in den von Russland besetzten ukrainischen Gebieten. Moskau hält bis Sonntag lokale Wahlen in den im September 2022 annektierten Gebieten des Donbass sowie auf der Krim ab. Das ukrainische Außenministerium kritisiert sie als „Pseudowahlen“ ohne „jeglichen Wert“.