Schlagwort: Krebserkrankung

  • Krebsfälle bei unter 50-Jährigen in Frankreich: Ein alarmierender Anstieg

    Krebsfälle bei unter 50-Jährigen in Frankreich: Ein alarmierender Anstieg

    Eine neue französische Studie zeigt eine besorgniserregende Entwicklung: Bestimmte Krebsarten nehmen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 39 Jahren deutlich zu. Besonders auffällig ist der Anstieg von Nierenkrebs und Tumoren im Fettgewebe. Wissenschaftler sehen verschiedene Ursachen – doch der Einfluss von Lebensstil und Umwelt bleibt entscheidend.

    Einblick in die Langzeitstudie

    Zum ersten Mal wurde in Frankreich eine umfassende Untersuchung zur Krebsentwicklung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen (AJA) über einen Zeitraum von 20 Jahren durchgeführt. Am 3. März wurden die Ergebnisse veröffentlicht: Sechs Krebsarten haben in dieser Altersgruppe signifikant zugenommen.

    Die auffälligsten Anstiege pro Jahr:

    • Darmkrebs: +1,43 %
    • Brustkrebs: +1,60 %
    • Nierenkrebs: +4,51 %
    • Hodgkin-Lymphom (Krebs des Lymphsystems): +1,86 %
    • Glioblastome (aggressiver Gehirntumor): +6,11 %
    • Liposarkome (Tumoren im Fettgewebe): +3,68 %

    Die Studie wurde zwischen 2000 und 2020 in 19 französischen Departements durchgeführt – Regionen, die über ein allgemeines Krebsregister verfügen. Finanziert von der Ligue contre le cancer, entstand sie in Zusammenarbeit mit Santé publique France (SPF), dem Institut national du cancer (INCa) und dem Netzwerk der Krebsregister Francim.

    Besonders alarmierend: Bei den unter 50-Jährigen stieg die Zahl der neuen Krebsfälle von 7.642 im Jahr 1990 auf 11.754 im Jahr 2023. Insgesamt wurden in der Studienperiode 54.735 Krebsdiagnosen erfasst.

    Adipositas als möglicher Risikofaktor

    Krebsfälle in jungen Jahren sind weiterhin selten, doch die allgemeine Tendenz ist beunruhigend. Zwischen 2000 und 2014 stieg die Krebsinzidenz in der untersuchten Gruppe jährlich um 1,62 %. Danach – zwischen 2015 und 2020 – war ein leichter Rückgang um 0,79 % zu verzeichnen.

    Ein möglicher Erklärungsansatz ist Adipositas, also starkes Übergewicht. Die Forscher vermuten einen Zusammenhang zwischen Übergewicht und der Zunahme von Krebsarten im Verdauungssystem, darunter Darm- und Nierenkrebs. Die Zahlen geben Anlass zur Sorge:

    • 9,2 % der 18- bis 24-Jährigen in Frankreich sind adipös.
    • 13,8 % der 25- bis 34-Jährigen sind betroffen.
    • Bei den 35- bis 44-Jährigen sind es bereits 16,7 %.

    Allerdings bleibt dieser Zusammenhang vorerst eine Hypothese – weitere Forschungen sind notwendig.

    Risikofaktoren: Alkohol, Tabak und Umwelt

    Die Hauptschuldigen sind jedoch bereits bekannt: Alkohol und Tabak. Die Fondation pour la recherche sur le cancer betont, dass sie weiterhin die größten Risikofaktoren für Krebs bleiben.

    Doch nicht nur der Lebensstil spielt eine Rolle. Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass auch Umwelteinflüsse Krebs fördern können. Wiederholte Schäden an der DNA – verursacht durch radioaktive oder UV-Strahlung sowie industrielle Schadstoffe – können das Krebsrisiko erheblich erhöhen.

    Wie geht es weiter?

    Die Ergebnisse zeigen, dass die steigenden Krebszahlen in der jungen Bevölkerung nicht ignoriert werden dürfen. Santé publique France fordert daher neue Studien, um die genauen Ursachen besser zu verstehen. Vor allem müsse untersucht werden, welche Risikofaktoren und Umweltbelastungen zur Zunahme dieser Krebsarten beitragen.

    Doch eines ist klar: Prävention bleibt entscheidend. Gesunde Ernährung, Bewegung, der Verzicht auf Alkohol und Tabak – all das kann das Krebsrisiko senken. Die Frage ist nur: Wie können junge Menschen dazu bewegt werden, gesündere Entscheidungen zu treffen?

    Autor: Catherine H.

  • PFAS-Skandal in der „Vallée de la Chimie“ – Bewohner fordern Gerechtigkeit

    PFAS-Skandal in der „Vallée de la Chimie“ – Bewohner fordern Gerechtigkeit

    In der Nähe von Lyon, in der sogenannten „Vallée de la Chimie“, wächst der Widerstand. Die Bewohner fordern, dass Industrieunternehmen für die jahrzehntelange Verschmutzung zur Rechenschaft gezogen werden. Ihr Hauptgegner: die berüchtigten PFAS – langlebige Schadstoffe, die mittlerweile überall in der Umwelt zu finden sind.

    Die französische Nationalversammlung hat am 20. Februar ein neues Gesetz verabschiedet, das den Verkauf von Produkten mit PFAS ab 2026 verbietet. Doch für die Menschen in Oullins-Pierre Bénite kommt das zu spät – ihr Boden, ihr Wasser und womöglich auch ihre Gesundheit sind bereits betroffen. Jetzt kämpfen sie für Entschädigungen.


    „Die Erde ist verseucht“ – ein Kampf gegen unsichtbare Gifte

    Thierry Mounib steht auf einer Brücke und blickt auf die Industrieanlagen unter sich. Er kennt diesen Ort wie seine Westentasche – und die Geschichten der Menschen, die hier leben. Links sieht er das riesige Werk von Arkema, das jahrelang PFAS in die Umwelt entlassen hat. Daneben Daikin, ein weiterer Chemieriese. Direkt vor ihm: eine Grundschule.

    „Dort unten“, sagt er und zeigt auf die Häuser, „haben wir Proben genommen. Der Boden ist vergiftet. Die Kleingärten gegenüber – kontaminiert. Die Menschen? Natürlich auch.“

    Für viele ist der Zusammenhang offensichtlich. Krebsfälle häufen sich in der Nachbarschaft. „Die Frau im Haus da drüben? Gestorben an Krebs. Ihr Mann? Auch. Die Dame links hat Krebs, meine Frau hat Krebs. Bei unseren Freunden hinten, die Frau hat Krebs.“ Mounib klingt wütend, aber auch resigniert. „Und es gibt keine Studien! Niemand untersucht das.“


    Industrie in der Pflicht – aber reicht das?

    Die Beweisführung ist schwierig. PFAS sind zwar als „ewige Chemikalien“ bekannt, da sie sich kaum abbauen, doch ihr exakter Einfluss auf die menschliche Gesundheit ist noch nicht vollständig erforscht. Deshalb laufen nun Gerichtsverfahren.

    „Unser Ziel ist es, die Unternehmen zu verpflichten, endlich umfassende Studien durchzuführen“, erklärt Mounib. „Sie müssen herausfinden, wie stark die Bevölkerung belastet ist – und die Kosten dafür tragen! Schließlich haben sie uns in diese Lage gebracht.“

    Arkema bestreitet eine Verantwortung. Das Unternehmen beteuert, seit drei Monaten keine PFAS mehr in die Umwelt abzugeben und sich an alle Vorschriften zu halten. Für die Anwohner ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein.


    220.000 Betroffene – und ein wachsender Widerstand

    Die Umweltanwältin Louise Tschanz hat eine Sammelklage auf den Weg gebracht. Ihr Ziel: Entschädigungen für die Betroffenen. „Wir reden hier nicht nur über Oullins-Pierre Bénite, sondern über den gesamten Süden und Westen von Lyon. Bis zu 220.000 Menschen könnten betroffen sein“, sagt sie.

    Der Schaden für die Menschen ist vielfältig. „Ich kann mein eigenes Gemüse nicht essen, meine Eier nicht essen. Das ist ein erheblicher Verlust an Lebensqualität“, so Tschanz. Dazu kommt die Angst: „Was ist, wenn ich krank werde? Was ist mit dem Wert meines Hauses? All das verursacht enormen Stress.“

    Die Hoffnung der Anwältin: Je mehr Menschen sich der Klage anschließen, desto größer der Druck auf die Konzerne. „Wenn 1.000, 2.000 oder 3.000 Leute klagen, dann wird es für die Unternehmen teuer. Sie müssen endlich Verantwortung übernehmen.“

    Tschanz und ihr Team sammeln nun Fälle, um sie bereits im nächsten Monat vor Gericht zu bringen.


    Ein Kampf David gegen Goliath?

    Es ist eine Geschichte, die sich weltweit wiederholt: Gemeinden kämpfen gegen mächtige Industrieunternehmen, während Wissenschaftler noch Beweise sammeln. Doch in Lyon scheint sich etwas zu verändern. Der öffentliche Druck wächst, die Politik hat reagiert – zumindest mit einem Verbot ab 2026.

    Aber was ist mit den Menschen, die bereits betroffen sind? Wer sorgt dafür, dass sie Gerechtigkeit bekommen?

    Die Bewohner der „Vallée de la Chimie“ wollen nicht länger warten. Sie fordern Antworten. Und sie fordern, dass diejenigen zahlen, die sie in diese Lage gebracht haben.

    Von C. Hatty

  • Alarmierende Zahlen: Warum in Frankreich mehr Menschen an Krebs sterben als sonstwo in Europa

    Alarmierende Zahlen: Warum in Frankreich mehr Menschen an Krebs sterben als sonstwo in Europa

    Die Organisation Europäische Krebsgesellschaft (European Cancer Organization, ECO) hat kürzlich besorgniserregende Daten bezüglich der Krebssterblichkeit in Frankreich veröffentlicht, die im europäischen Vergleich erschreckend hoch ausfällt. Doch woran liegt das?

    Die verheerende Rolle des Tabakkonsums

    Mit einer Raucherquote von 25 % der Bevölkerung steht Frankreich an der Spitze Europas – der europäische Durchschnitt liegt bei nur 18 %. Die ECO weist darauf hin, dass dieser übermäßige Tabakkonsum jährlich mehr als 48.000 Franzosen das Leben kostet – bis zu 60 % mehr als in anderen europäischen Ländern. Aber warum scheint gerade in Frankreich der Griff zur Zigarette so verbreitet? Liegt es an einer entsprechenden Historie des Tabakkonsums, oder fehlen effektive Präventionskampagnen?

    Medizinische Versorgungswüsten verschärfen das Problem

    Ein weiterer kritischer Punkt ist der Zugang zur medizinischen Versorgung. Ein Drittel der französischen Bevölkerung lebt in sogenannten medizinischen Versorgungswüsten, dies gilt besonders in ländlichen Gebieten und dort besonders für ältere Menschen. Frankreich verfügt über nur 1,52 Onkologen pro 100.000 Einwohner, weniger als die Hälfte des europäischen Durchschnitts von 3,24. Wie kann es sein, dass ein so entwickeltes Land wie Frankreich eine derartige Unterversorgung erlebt?

    Schwachstellen im Screening-Verfahren

    Auch die Screening-Raten für Krebs liegen in Frankreich unter dem europäischen Durchschnitt. Während 54 % der Europäer regelmäßig auf Brustkrebs untersucht werden, sind es in Frankreich nur 46,9 %. Beim Darmkrebs-Screening sieht es ähnlich aus: 36 % im europäischen Durchschnitt gegenüber 34,6 % in Frankreich. Woran könnte das liegen? Sind die Franzosen weniger informiert über die Vorteile von Früherkennungsuntersuchungen, oder gibt es strukturelle Barrieren, die sie daran hindern?

    Maßnahmen zur Verbesserung der Situation

    Angesichts dieser beunruhigenden Statistiken hat die ECO das Europäische Manifest gegen Krebs ins Leben gerufen. Dieses umfasst mehrere wichtige Maßnahmen: das Mindestalter für den Tabakkauf soll auf 21 Jahre angehoben werden, neue Tabak- und Nikotinprodukte sollen ebenso besteuert werden wie Zigaretten, und es soll ein europäischer Aktionsplan für Gesundheitspersonal entwickelt werden, um dem Fachkräftemangel in der Onkologie entgegenzuwirken.

    Ein Silberstreifen am Horizont

    Trotz der vielen Herausforderungen gibt es auch positive Nachrichten: Frankreich hat im europäischen Vergleich hohe Überlebensraten bei mehreren wichtigen Krebsarten. Die Fünfjahresüberlebensrate für Brustkrebs beträgt 87 % (europäischer Durchschnitt: 83 %), für Darmkrebs 64 % (60 %) und für Prostatakrebs beeindruckende 93 % (87 %).

    Die Diskrepanz zwischen der hohen Überlebensrate bei bestimmten Krebsarten und der erhöhten Todesrate durch Krebs in Frankreich wirft wichtige Fragen auf. Ist es möglich, dass die französischen Bürger zwar länger leben, aber aufgrund mangelnder präventiver Maßnahmen und unzureichender medizinischer Infrastruktur in höherem Maße an Krebs erkranken? Was denken Sie – ist die Situation in Frankreich ein Weckruf für ganz Europa, die Krebsbekämpfung ernster zu nehmen und mehr in präventive sowie therapeutische Maßnahmen zu investieren?

  • Editorial – Gemeinsam gegen Kinderkrebs: Hoffnung, Heilung und Solidarität

    Editorial – Gemeinsam gegen Kinderkrebs: Hoffnung, Heilung und Solidarität

    Am gestrigen 15. Februar war der Internationale Kinderkrebstag. Ein Tag, an dem wir unseren Blick auf die kleinen Kämpfer, die gegen eine der schwersten Herausforderungen des Lebens antreten, richten sollen. Dieser Tag ist nicht nur eine Erinnerung an die Realität von Kinderkrebs, sondern auch eine Aufforderung zur Solidarität, zur Förderung der Forschung und zur Unterstützung von betroffenen Familien.

    Kinderkrebs: Eine herzzerreißende Realität:

    Kinderkrebs ist eine Realität, die uns emotional besonders berührt und zugleich dazu aufruft, gemeinsam aktiv zu werden. Eltern, Geschwister, Familien und die kleinen Patienten selbst werden mit unvorstellbaren Herausforderungen konfrontiert. Die Diagnose eines Kindes mit Krebs ist nicht nur eine medizinische Krise, sondern auch eine emotionale Achterbahnfahrt, die das gesamte Umfeld tief erschüttert.

    Forschung und Fortschritt:

    Trotz der Herausforderungen gibt es Grund zur Hoffnung. Fortschritte in der medizinischen Forschung haben zu verbesserten Diagnosemethoden und innovativen Therapien geführt. Der Internationale Kinderkrebstag erinnert uns daran, dass wir gemeinsam die Forschung unterstützen müssen, um Heilungschancen zu erhöhen und Behandlungsmethoden zu verbessern.

    Ausdruck der Tapferkeit:

    Kinder, die gegen Krebs kämpfen, sind ein Beispiel an Tapferkeit und Stärke. Ihre Unschuld, ihre Zuversicht und ihr Durchhaltevermögen verdienen unsere Bewunderung. Auf diesem Weg dürfen sie nicht allein sein. Eltern, Geschwister, Ärzte, Pflegepersonal und die gesamte Gemeinschaft müssen ihnen zur Seite stehen, um Unterstützung, Trost und Liebe zu bieten.

    Notwendigkeit der Aufklärung:

    Der Kinderkrebstag dient auch dazu, das Bewusstsein für diese oft übersehene Realität zu schärfen. Aufklärung über die Anzeichen von Kinderkrebs, frühzeitige Diagnose und die Bedeutung von unterstützenden Maßnahmen sind entscheidend. Je mehr Menschen über die Herausforderungen informiert sind, desto besser können wir als Gesellschaft dazu beitragen, Ressourcen zu mobilisieren und die Lebensqualität der betroffenen Kinder zu verbessern.

    Solidarität und Unterstützung:

    In solchen Zeiten der Krise ist Solidarität eine mächtige Kraft. Der Internationale Kinderkrebstag ruft dazu auf, sich zu vereinen, um den betroffenen Familien unsere Unterstützung zu zeigen. Ob durch Spenden, ehrenamtliches Engagement oder einfach durch das Teilen von Liebe und Hoffnung – jede Geste trägt dazu bei, die Last zu erleichtern und den Weg zu Heilung und Trost zu ebnen.

    Eine Verpflichtung für die Zukunft:

    An diesem Tag erinnern wir uns an die Kinder, die gegen Krebs kämpfen, und an jene, die den Kampf leider verloren haben. Ihre Geschichten motivieren uns, eine Verpflichtung für die Zukunft einzugehen. Möge der Internationale Kinderkrebstag nicht nur ein Tag des Gedenkens und der Sensibilisierung sein, sondern auch ein Tag, an dem wir uns gemeinsam für eine Zukunft ohne Kinderkrebs einsetzen.

    In Solidarität und Hoffnung: Die Redaktion von Nachrichten.fr

  • Krebsprognose: 35 Millionen Patienten im Jahr 2050 – ein Anstieg um 77%…

    Krebsprognose: 35 Millionen Patienten im Jahr 2050 – ein Anstieg um 77%…

    In einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) heißt es, dass im Jahr 2050 etwa 35 Millionen Krebsfälle diagnostiziert werden könnten. Das wäre ein Anstieg um 77% im Vergleich zu 2022. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hat in einem Bericht, der am Donnerstag, dem 1. Februar, veröffentlicht wurde, eine erschreckende Prognose aufgestellt. Die Organisation sieht voraus, dass die Zahl der Krebsfälle in den kommenden Jahren weltweit stark ansteigen wird. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Im Jahr 2050 sollen etwa 35 Millionen neue Krebsfälle diagnostiziert werden, 77 % mehr als im Jahr 2022, sagt die auf diese Krankheit spezialisierte Weltgesundheitsorganisation. Um zu diesem Ergebnis zu gelangen, analysierten die Forscher Daten aus insgesamt 185 Ländern. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Zahl der Krebsneuerkrankungen bis 2040 um 50 % steigen wird, verglichen mit den Zahlen von 2022. Einer von fünf Mensch…

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  • Françoise Hardy: Krebskranke Sängerin spricht über ihren Wunsch zu sterben

    Françoise Hardy: Krebskranke Sängerin spricht über ihren Wunsch zu sterben

    Die bekannte französische Sängerin, die am 17. Januar ihren 80. Geburtstag feiert, kämpft seit etwa 20 Jahren gegen die Krankheit. Gegenüber der Illustrierten Paris Match spricht sie über ihre Müdigkeit und ihren Wunsch, zu sterben. Françoise Hardy, die seit fast 20 Jahren gegen den Krebs kämpft, spricht in einem Interview mit der Illustrierten Paris Match, das am Donnerstag veröffentlicht wurde, über ihren schwierigen Alltag, die Auswirkungen der Krankheit auf ihr Leben und ihren Wunsch zu sterben. Auf die Frage, was man ihr zu ihrem 80. Geburtstag am 17. Januar wünschen solle, antwortete die Sängerin: „Dass ich bald und schnell gehen kann, ohne allzu große probleme, wie zum Beispiel nicht mehr atmen zu können.“Wenn man sie auf ihre Pläne anspricht, ist ihre Antwort dieselbe: „So bald wie möglich, so schnell wie möglich und so schmerzlos wie möglich in die andere Dimension zu gehen.“ Bei Françoise Hardy wurde 2004 Krebs des lymphatischen Systems diagnostiziert. Nachdem sie zehn Jahre …

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  • Krebs: Zahl der Krebsdiagnosen bei unter 50-Jährigen in den letzten 30 Jahren um 80% gestiegen

    Krebs: Zahl der Krebsdiagnosen bei unter 50-Jährigen in den letzten 30 Jahren um 80% gestiegen

    Eine von britischen Forschern durchgeführte Studie zeigt, dass die Zahl der Krebsdiagnosen bei unter 50-Jährigen in den letzten 30 Jahren stark zugenommen hat. Solche frühen Krebserkrankungen könnten bis zum Jahr 2030 weiter zunehmen. Der „frühe Krebs“ nimmt in den letzten Jahren besorgniserregend zu. Die Krebsdiagnosen bei Menschen unter 50 Jahren haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen, schreiben Forscher des Zentrums für öffentliche Gesundheit in Belfast (Großbritannien) in der britischen Fachzeitschrift BMJ Oncology. In der Studie – die am Dienstag, dem 5. September veröffentlicht wurde – geben die Wissenschaftler an, dass Krebsfälle bei Menschen im Alter von 14 bis 49 Jahren von 1990 bis 2019 um etwa 80% in die Höhe geschnellt sind. 1990 wurden weltweit 1,82 Millionen Krebsfälle diagnostiziert und im Jahr 2019 wurden 3,26 Millionen Krebsdiagnosen gestellt. Darüber hinaus starben 2019 weltweit knapp eine Million Menschen unter 50 Jahren an Krebs: Das sind 28% mehr als 1990…

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  • Papillomavirus: Macron kündigt „allgemeine“ Impfkampagne in Mittelschulen an

    Papillomavirus: Macron kündigt „allgemeine“ Impfkampagne in Mittelschulen an

    Bei einem Besuch in einem Gymnasium in der Charente kündigte der Staatschef am Dienstag an, dass in Kürze eine „allgemeine“ kostenlose Impfkampagne in den Gymnasien für die Schüler der 5. Klassenstufe beginnen soll. Emmanuel Macron kündigte am Dienstag, dem 28. Februar, eine „allgemeine“ kostenlose Impfkampagne in den Sekundarschulen für Schüler der fünften Klasse an, um das Papillomavirus zu bekämpfen, das jedes Jahr für mehr als 6.000 neue Krebsfälle verantwortlich ist. „Wir werden das ab dem nächsten Schuljahr für die Fünftklässler generell einführen“, sagte der Staatschef bei einem Treffen mit Schülern in einem Collège in Jarnac (Charente). „Dadurch können viele Krebserkrankungen verhindert werden“, fügte Emmanuel Macron hinzu. 2.900 Gebärmutterhalskrebsfälle pro Jahr Diese Ankündigungen erfolgten vier Tage vor dem Welttag zur Sensibilisierung für die durch das humane Papillomavirus (HPV) verursachten Krankheiten. HPV sind für mindestens 2.900 Fälle von Gebärmutterhalskrebs mit übe…

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  • Impfung gegen Krebs: BioNTech startet klinische Studie zur Erprobung seines Impfstoffs

    Impfung gegen Krebs: BioNTech startet klinische Studie zur Erprobung seines Impfstoffs

    Das deutsche Biotechnologieunternehmen kündigte am Montag den baldigen Beginn einer klinischen Studien für seinen Krebsimpfstoff an. Das neue Mittel nutzt die Boten-RNA-Technologie. Die deutsche Firma BioNTech, die durch die Entwicklung eines Impfstoffs gegen Covid-19 bekannt wurde, kündigte jetzt an, dass sie in Kürze mit klinischen Tests beginnen werde, um einen Impfstoff zur Bekämpfung von Krebs zu testen. BioNTech hatte bereits im Oktober letzten Jahres die Entwicklung einer potenziellen Krebsbehandlung angekündigt, die auf der gleichen innovativen Technik wie ihr Covid-Impfstoff beruht: Boten-RNA. Die klinischen Tests für den neuen Impfstoff sollen im kommenden Herbst in Großbritannien beginnen. Das Biotechnologieunternehmen will bis 2030 etwa 10.000 Patienten mit dem neuentwickelten Impfstoff behandeln. Die Behandlung basiert auf der Boten-RNA: Es wird ein Fragment der Ribonukleinsäure (mRNA) zum Beispiel eines Virus injiziert, um die Produktion des Spike-Proteins zu ermöglichen,…

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  • Gibt es bald einen Impfstoff gegen Hautkrebs? Moderna und Merck melden positive Ergebnisse

    Gibt es bald einen Impfstoff gegen Hautkrebs? Moderna und Merck melden positive Ergebnisse

    Der neue Boten-RNA-Impfstoff wird zusammen mit einem Krebsmedikament verabreicht.

    Die US-amerikanischen Laboratorien Moderna und Merck haben positive vorläufige Ergebnisse für ihren in der Entwicklung befindlichen Boten-RNA-Impfstoff gegen Hautkrebs bekannt gegeben. In einem Versuch mit etwa 150 Personen, die an einem Melanom erkrankt waren, konnte die Einnahme des Impfstoffs zusammen mit dem Krebsmedikament Keytruda das Risiko eines erneuten Auftretens des Krebses oder des Todes um 44% senken, verglichen mit Personen, die nur mit dem Krebsmedikament behandelt wurden.

    „Zum ersten Mal haben wir das Potenzial der Boten-RNA nachgewiesen, in einer randomisierten klinischen Studie zur Behandlung des Melanoms eine Wirkung zu erzielen“, freut sich Stéphane Bancel, der Chef von Moderna. Der entwickelte Melanomimpfstoff ist „personalisiert“, „entworfen und hergestellt auf der Grundlage der einzigartigen Mutationssignatur“, die auf dem Tumor des Patienten identifiziert wurde.

    Messenger-RNA zur Bekämpfung zahlreicher Krankheiten
    Moderna und Merck, außerhalb Nordamerikas auch unter dem Namen MSD bekannt, wollen in Kürze die vollständigen Ergebnisse der Studie veröffentlichen, deren Ergebnisse noch nicht von Experten überprüft wurden. Sie planen außerdem, im Jahr 2023 sogenannte Phase-3-Studien, d. h. Studien mit einer weitaus größeren Anzahl von Patienten, zu starten.

    Die Boten-RNA-Technologie hat sich als Schlüsseltechnologie im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie erwiesen. Moderna war mit einem Paukenschlag in den Pharmamarkt eingedrungen, als es zusammen mit Pfizer-BioNTech als eines der ersten Unternehmen einen Impfstoff gegen Covid-19 unter Verwendung von Boten-RNA anbot. Diese Technologie gilt als ausgesprochen vielversprechend im Kampf gegen viele andere Krankheiten.

    Weltweit wurden 2020 etwa 325.000 neue Fälle von Hautkrebs diagnostiziert.