Schlagwort: Kraftstoffpreise

  • Spritpreise über 2,30 Euro: In Frankreich wächst die Wut an der Zapfsäule

    Spritpreise über 2,30 Euro: In Frankreich wächst die Wut an der Zapfsäule

    Mehr als 2,30 Euro für einen Liter Diesel: Für viele Autofahrer in Frankreich wird der Besuch an der Tankstelle zur finanziellen Belastungsprobe. Benzin und Diesel verteuern sich kräftig – und mit jedem zusätzlichen Cent wächst der Unmut. Besonders auf dem Land trifft die Entwicklung Menschen, die auf ihr Auto angewiesen sind. Erinnerungen an die Proteste der Gelbwesten drängen sich auf.

    Der Kraftstoffpreis ist in Frankreich eben nie nur eine Zahl auf der großen Leuchttafel neben der Tankstelle. Er besitzt eine soziale und politische Dimension.

    Seit Wochen steigen die Preise. In einigen Regionen kostet Diesel inzwischen deutlich mehr als 2,30 Euro je Liter. Auch SP95-E10 erreicht außergewöhnlich hohe Werte. Autofahrer vergleichen deshalb genauer, suchen günstigere Tankstellen und verschieben nicht zwingend notwendige Fahrten. In Grenzregionen lohnt für manche sogar der Weg nach Spanien, sofern Preisunterschied und Entfernung zusammenpassen.

    Für viele Haushalte geht es längst nicht mehr um ein paar Euro.

    Wer in Paris, Lyon oder Marseille lebt, findet zumindest häufig Busse, Bahnen, Metro oder Straßenbahnen als Alternative. Im ländlichen Frankreich sieht die Welt anders aus. Dort führt am eigenen Wagen oftmals kein Weg vorbei. Arbeit, Schule, Arzt, Supermarkt – ohne Auto läuft wenig.

    Jeder Preissprung an der Zapfsäule wirkt deshalb wie eine unmittelbare Kürzung des verfügbaren Einkommens. Bei mehreren Tankfüllungen im Monat summieren sich selbst kleinere Preissteigerungen schnell zu einem Betrag, der im Haushaltsbudget spürbar fehlt.

    Und genau dort liegt der wunde Punkt.

    Viele französische Verbraucher sparen bereits bei anderen Ausgaben. Lebensmittel, Energie, Wohnen und Versicherungen belasten die Haushalte, während die Kaufkraft für zahlreiche Familien unter Druck steht. Der teure Tankstopp kommt obendrauf. Irgendwann heißt es dann schlicht: Das reicht jetzt.

    Inzwischen verändert sich sogar das Verhalten der Autofahrer. Der Kraftstoffverbrauch geht zurück. Menschen bündeln Fahrten, verzichten häufiger auf Freizeitwege oder arbeiten von zu Hause, sofern ihr Beruf dies erlaubt.

    Was zunächst wie eine beschleunigte ökologische Verkehrswende aussieht, besitzt allerdings eine weniger erfreuliche Seite. Ein Teil dieses Rückgangs entsteht nicht aus freiwilligem Verzicht, sondern aus finanzieller Notwendigkeit.

    Auch Unternehmen geraten unter Druck. Handwerker, Lieferdienste und Transportunternehmen können ihre Fahrzeuge kaum stehen lassen. Steigt der Dieselpreis, steigen ihre Betriebskosten unmittelbar – und irgendwann landen diese Mehrkosten über höhere Preise beim Kunden.

    Die Ursachen für den Preisschub reichen weit über Frankreich hinaus. Internationale Ölpreise, geopolitische Spannungen, Raffinerie- und Transportkosten bestimmen einen wesentlichen Teil des Endpreises. Hinzu kommen französische Steuern auf Kraftstoffe.

    Politisch ist diese Mischung explosiv.

    Denn Frankreich erinnert sich an 2018. Damals entwickelte sich der Protest gegen höhere Kraftstoffabgaben zum Ausgangspunkt der Gelbwestenbewegung. Aus der Empörung an der Zapfsäule entstand eine landesweite soziale Krise. Bald ging es nicht mehr allein um Diesel und Benzin, sondern um Kaufkraft, Steuern, soziale Ungleichheit und das Gefühl vieler Menschen außerhalb der Metropolen, von der Politik übersehen zu werden.

    Diese Erinnerung verschwindet nicht einfach.

    Für die Regierung bleibt deshalb ein schwieriger Balanceakt. Eine Senkung der Kraftstoffsteuern würde Autofahrer unmittelbar entlasten, zugleich jedoch erhebliche Einnahmeausfälle für den Staat bedeuten. Zeitlich begrenzte Rabatte oder gezielte Hilfen für Vielfahrer lindern den Druck, lösen aber das Grundproblem nicht.

    Denn Millionen Franzosen brauchen ihr Auto.

    Genau deshalb erzählt die aktuelle Debatte über die Spritpreise von weit mehr als Rohöl und Steuern. Sie erzählt vom Alltag einer Bevölkerung, die immer genauer rechnen muss – und vom Gefühl, dass nach Miete, Einkauf, Stromrechnung und Tankfüllung zunehmend weniger übrig bleibt.

    An Frankreichs Zapfsäulen zeigt sich damit ziemlich deutlich, wie es um die Stimmung im Land bestellt ist. Ein paar Cent mehr pro Liter mögen auf dem Papier unscheinbar wirken.

    Für denjenigen, der jeden Morgen 40 Kilometer zur Arbeit fahren muss, sehen sie verdammt anders aus.

    Von C. Hatty

  • Macron ruft zur «totalen Mobilisierung» auf: Frankreich kämpft gegen den neuen Benzinpreisschock

    Macron ruft zur «totalen Mobilisierung» auf: Frankreich kämpft gegen den neuen Benzinpreisschock

    Frankreichs Energiekrise erreicht erneut die Zapfsäulen. Präsident Emmanuel Macron hat die Regierung zu einer «totalen Mobilisierung» aufgefordert, um die Versorgung mit Treibstoffen zu sichern und den weiteren Anstieg der Preise einzudämmen. Rund jede zehnte Tankstelle meldet inzwischen Schwierigkeiten bei mindestens einer Kraftstoffsorte. Von einer landesweiten Versorgungskrise will die Regierung dennoch nichts wissen. Hinter der angespannten Lage steht vielmehr ein internationaler Energieschock, der Frankreichs begrenzten Einfluss auf den Ölpreis ebenso offenlegt wie die fortbestehende Abhängigkeit Europas von fossilen Importen. Benzin und Diesel werden zum politischen Problem Nach der Sitzung des Ministerrats am 16. September formulierte Regierungssprecherin und Energieministerin Maud Bregeon die Vorgaben des Präsidenten ungewöhnlich deutlich. In den kommenden Tagen und Wochen müsse Frankreich seine Versorgung absichern, zusätzliche Mengen auf den internationalen Märkten beschaffen…

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  • Frankreichs Tankstellen unter Druck: Warum Paris trotz leerer Zapfsäulen keine Benzinkrise sieht

    Frankreichs Tankstellen unter Druck: Warum Paris trotz leerer Zapfsäulen keine Benzinkrise sieht

    Frankreich erlebt erneut jene nervöse Mischung aus steigenden Kraftstoffpreisen, lokalen Versorgungsengpässen und wachsendem sozialen Unmut, die Erinnerungen an frühere Energiekrisen weckt. Die Regierung bemüht sich deshalb um eine klare Botschaft: Von einer landesweiten Treibstoffknappheit könne keine Rede sein. Energieministerin Maud Brégeon erklärte am 15. September, 90 Prozent der französischen Tankstellen hätten keinerlei Schwierigkeiten bei der Versorgung. Doch hinter dieser beruhigenden Zahl verbirgt sich eine angespannte Lage – und ein Problem, das weit über einzelne leere Zapfsäulen hinausgeht. Zehn Prozent der Tankstellen melden Engpässe Die Zahlen der Regierung bestätigen zunächst Brégeons Darstellung. Am Morgen des 15. September waren 90 Prozent der französischen Tankstellen ohne Versorgungsschwierigkeiten. Umgekehrt bedeutete dies allerdings, dass etwa jede zehnte Station bei mindestens einer Benzin- oder Dieselsorte einen Engpass meldete. Noch am Vortag hatte der Anteil d…

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  • Sorgt endlich für Alternativen: Unsere Geldbeutel fahren längst elektrisch

    Sorgt endlich für Alternativen: Unsere Geldbeutel fahren längst elektrisch

    Es gibt Dinge, auf die man sich in Europa offenbar verlassen darf: auf Steuerbescheide, schlechtes Wetter im falschen Moment und darauf, dass irgendeine Krise irgendwo auf der Welt irgendwann direkt an der Zapfsäule nebenan landet.

    In Frankreich zeigt sich dieses alte Spiel gerade wieder in seiner besonders kostspieligen Variante. Die Kraftstoffpreise sind kräftig gestiegen. In manchen Tankstellen kostet der Liter SP95 inzwischen mehr als zwei Euro, auch Diesel verteuert sich deutlich (in Deutschland ist dieser Punkt schon längst erreicht!). Wer 50 Liter in seinen Tank laufen lässt, darf gegenüber dem Preisniveau vor Beginn des Konflikts schnell rund 15 Euro zusätzlich auf den Tresen legen.

    Herzlichen Glückwunsch.

    Nicht einmal ein besseres Auto bekommt man dafür. Nicht mehr Reichweite. Keine bequemeren Sitze. Nicht einmal einen besonders hübschen Duftbaum.

    Man bezahlt schlicht mehr dafür, exakt dasselbe zu tun wie vorher.

    Natürlich existieren handfeste Gründe für diese Entwicklung. Der Rohölpreis steigt, weil die internationalen Märkte mögliche Lieferausfälle fürchten. Besonders nervös blickt die Welt auf die Straße von Hormus. Durch diese schmale Meerenge fließt ein erheblicher Teil des international gehandelten Erdöls. Sobald dort militärische Spannungen wachsen, beginnen Händler, Unternehmen und Regierungen zu rechnen – und Autofahrer dürfen später mitrechnen.

    An der Tankstelle.

    Genau darin steckt das eigentlich Absurde unserer jahrzehntelangen Verkehrspolitik. Wir diskutieren leidenschaftlich über Tempolimits, Verbrennerverbote, Ladekabel, Reichweitenangst und darüber, ob ein Elektroauto bei minus zwölf Grad noch bis Tante Erna kommt. Gleichzeitig akzeptieren wir beinahe achselzuckend ein Verkehrssystem, dessen wichtigste Energiequelle von politischen Entwicklungen Tausende Kilometer entfernt abhängt.

    Ein paar Drohungen rund um eine Meerenge, ein Krieg, eine Förderkürzung oder eine internationale Krise – und plötzlich schaut halb Europa morgens auf die Preistafel der Tankstelle wie früher der Bauer auf den Wetterhahn.

    Vielleicht wäre jetzt ein geradezu revolutionärer Gedanke angebracht: Alternativen.

    Und zwar echte.

    Elektromobilität gehört dazu. Nicht als Religion. Nicht als moralische Erziehungsmaßnahme. Nicht als rollender Heiligenschein für Menschen mit Photovoltaikanlage, Wärmepumpe und drei Komposttonnen.

    Sondern aus einem ziemlich banalen Grund: Sie erweitert unsere energetischen Möglichkeiten.

    Ein Elektroauto braucht kein Benzin aus Rohöl, das gefördert, über internationale Handelswege transportiert, raffiniert und anschließend durchs Land gefahren wird. Strom stammt dagegen aus unterschiedlichen Quellen – aus Wind, Sonne, Wasser, Kernenergie und anderen Bestandteilen des jeweiligen Strommixes.

    Natürlich macht das Autofahren nicht kostenlos. Strom, Netze und Ladeinfrastruktur kosten Geld. Auch Elektroautos benötigen Rohstoffe und Energie. Wer behauptet, mit dem Ladestecker beginne das finanzielle Schlaraffenland, verkauft Märchen.

    Doch beim Laden existieren verschiedene Wege: zu Hause, am Arbeitsplatz, am Supermarkt oder an öffentlichen Säulen. Wer eine Photovoltaikanlage besitzt, erzeugt einen Teil seiner Energie sogar auf dem eigenen Dach.

    Versuchen Sie das einmal mit Superbenzin.

    Ein kleines Bohrloch hinter der Garage dürfte zumindest bei den Nachbarn Fragen aufwerfen.

    Gerade deshalb wirkt ein Teil der öffentlichen Debatte inzwischen reichlich grotesk. Auf der einen Seite stehen jene, die das Elektroauto zum technischen Messias erklären. Auf der anderen Seite sitzen jene, die noch beim hundertsten Stammtisch erzählen, ein E-Auto tauge grundsätzlich nichts, weil der Cousin eines Bekannten 2021 einmal an einer kaputten Ladesäule gestanden habe.

    Leute, ernsthaft?

    Elektromobilität löst weder Staus noch Parkplatznot und verwandelt Mobilität nicht über Nacht in ein ökologisches Paradies. Sie bietet aber eine zusätzliche Möglichkeit, den Straßenverkehr weniger empfindlich gegenüber internationalen Ölpreisschocks zu machen. Das allein wäre Grund genug, sie nicht länger als ideologisches Spielzeug zu behandeln.

    Die aktuelle Entwicklung in Frankreich liefert dafür Anschauungsunterricht mit Preisschild.

    Steigende Kraftstoffkosten verändern bereits das Verhalten. Menschen fahren weniger, verzichten auf nicht notwendige Wege, bilden Fahrgemeinschaften oder steigen – sofern vorhanden – auf öffentliche Verkehrsmittel um. Das klingt in politischen Sonntagsreden wunderbar nach Verkehrswende.

    Für viele Betroffene fühlt es sich allerdings weniger nach Verkehrswende als nach leerem Portemonnaie an.

    Denn wer auf dem Land lebt, früh zur Arbeit fährt oder Kinder transportieren muss, verzichtet nicht mal eben fröhlich auf sein Auto. Der Krankenpfleger im Schichtdienst braucht keine politische Predigt darüber, dass Benzin eben teuer sei. Die Verkäuferin mit 30 Kilometern Arbeitsweg benötigt eine bezahlbare Alternative.

    Genau dort beginnt vernünftige Politik.

    Elektroautos müssen erschwinglicher werden, Laden muss unkompliziert und transparent funktionieren, Mietshäuser brauchen praktikable Lösungen, ländliche Regionen eine verlässliche Infrastruktur. Gleichzeitig gehören Bahn und öffentlicher Nahverkehr ausgebaut. Technologieoffenheit sollte schließlich nicht bedeuten, am Status quo festzuhalten und jede Alternative so lange kleinzureden, bis die nächste Ölkrise vor der Tür steht.

    Bleiben die Spannungen im Nahen Osten bestehen oder verschärfen sie sich rund um die Straße von Hormus, dürfte der Druck auf die Ölpreise anhalten. Eine diplomatische Entspannung könnte die Lage dagegen wieder beruhigen und Preise sinken lassen.

    Und dann?

    Dann atmen wir erleichtert auf, tanken wieder etwas billiger und vergessen vermutlich innerhalb weniger Monate, wie abhängig unser Verkehrssystem noch immer vom Öl ist.

    Bis zur nächsten Krise.

    Vielleicht sollten wir dieses Mal etwas Schlaueres tun.

    Nicht den Verbrenner verteufeln. Nicht Autofahrer beschimpfen. Nicht Elektromobilität schönreden.

    Sondern dafür sorgen, dass möglichst viele Menschen tatsächlich wählen können.

    Denn Klimaschutz ist ein starkes Argument für den Umbau unseres Verkehrs. Doch spätestens wenn der Literpreis die Zwei-Euro-Marke überschreitet, entdeckt selbst der überzeugteste Pragmatiker noch ein zweites Argument.

    Den eigenen Geldbeutel.

    Und der hält bekanntlich erstaunlich wenig von Ideologie.

    Andreas M. Brucker

  • Macron setzt auf Diplomatie – und verspricht Entlastung an der Zapfsäule

    Macron setzt auf Diplomatie – und verspricht Entlastung an der Zapfsäule

    Am Tag nach dem G7-Gipfel in Évian nutzte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron einen vielbeachteten Auftritt in der Sendung „L’Événement“ auf France 2, um seine Sicht auf die wichtigsten internationalen und innenpolitischen Herausforderungen darzulegen. Im Mittelpunkt standen die Entspannung im Nahen Osten, die Auswirkungen auf Energiepreise und Kaufkraft sowie die öffentliche Debatte um den Tod der elfjährigen Lyhanna. Die Intervention verdeutlichte zugleich, wie stark Macron die Verbindung zwischen globalen Krisen und dem Alltag der französischen Bevölkerung betont. Nahost: Unterstützung für Deeskalation und Kritik an Israels Kurs Einen Schwerpunkt legte Macron auf die jüngste Entspannung zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Die Einigung zur Beendigung monatelanger Spannungen bewertet Paris als wichtigen Schritt für die Stabilisierung der gesamten Region. Von besonderer Bedeutung sei die Wiederöffnung der Straße von Hormus, einer der wichtigsten maritimen Handelsrouten der…

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  • Benzinpreise unter Druck: Regierung fordert rasche Entlastung an den Zapfsäulen

    Benzinpreise unter Druck: Regierung fordert rasche Entlastung an den Zapfsäulen

    Steigende Energiepreise gehören seit Jahren zu den politisch sensibelsten Themen in Frankreich. Angesichts der jüngsten Turbulenzen auf den internationalen Ölmärkten und der spürbaren Belastung für Haushalte und Unternehmen hat die französische Regierung nun erneut die Mineralölkonzerne und Tankstellenbetreiber in die Pflicht genommen. Der für die öffentlichen Finanzen zuständige Minister David Amiel fordert, dass sinkende Ölpreise ebenso schnell an die Verbraucher weitergegeben werden, wie zuvor die Preissteigerungen an den Zapfsäulen angekommen sind. Die Debatte berührt einen zentralen Punkt der französischen Wirtschaftspolitik: den Schutz der Kaufkraft in einer Zeit geopolitischer Unsicherheit und anhaltender Inflationssorgen. Regierung erhöht den Druck auf die Kraftstoffbranche Nach dem jüngsten Anstieg der Rohölpreise infolge der Spannungen im Nahen Osten und verschiedener Störungen auf den internationalen Energiemärkten waren die Kraftstoffpreise in Frankreich deutlich gestiegen….

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  • Frankreich reagiert auf Ölkrise mit gezielten Milliardenhilfen

    Frankreich reagiert auf Ölkrise mit gezielten Milliardenhilfen

    Angesichts der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und der stark gestiegenen Energiepreise verschärft die französische Regierung ihre wirtschaftspolitischen Schutzmaßnahmen. Premierminister Sébastien Lecornu kündigte in Paris ein neues Hilfspaket an, das insbesondere jene Berufsgruppen entlasten soll, die besonders stark von den hohen Kraftstoffpreisen betroffen sind. Die Regierung reagiert damit auf die zunehmende Sorge vor einer länger anhaltenden Energiekrise infolge der Instabilität rund um die Straße von Hormus. Im Zentrum der neuen Strategie steht eine gezielte Unterstützung einzelner Branchen statt einer breit angelegten Senkung der Kraftstoffpreise. Paris hat sich bewusst gegen eine allgemeine Subventionierung an den Zapfsäulen entschieden. Nach Ansicht der Regierung wären umfassende Steuererleichterungen angesichts der angespannten Haushaltslage finanziell kaum tragbar. Frankreich sucht derzeit ohnehin nach zusätzlichen Milliardenbeträgen zur Konsolidierung des Staatshaushal…

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  • Frankreichs Regierung sucht weiterhin den schmalen Grat zwischen Entlastung und Sparzwang

    Frankreichs Regierung sucht weiterhin den schmalen Grat zwischen Entlastung und Sparzwang

    Die französische Regierung steht erneut vor einem jener politischen Momente, in denen sich wirtschaftliche Realität, geopolitische Unsicherheit und gesellschaftliche Nervosität überlagern. Für Donnerstag, den 21. Mai, hat Premierminister Sébastien Lecornu neue Hilfen gegen die hohen Kraftstoffpreise angekündigt. Doch kurz vor der Präsentation wächst in Paris der Eindruck, dass die Regierung selbst noch nach einer tragfähigen Linie sucht. Denn die Ausgangslage ist widersprüchlich: Einerseits bleibt der Literpreis für Benzin und Diesel vielerorts über der symbolischen Marke von zwei Euro. Andererseits befindet sich Frankreich in einer angespannten Haushaltslage, die kaum Spielraum für milliardenschwere Entlastungsprogramme lässt. Hinzu kommt die geopolitische Eskalation im Nahen Osten, deren wirtschaftliche Folgen inzwischen auch den französischen Alltag unmittelbar treffen. Am 18. Mai 2026 zeigt sich damit erneut ein bekanntes französisches Dilemma: Wie lässt sich soziale Stabilität sic…

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  • Spritbeihilfen: Taxi- und VTC-Fahrer fühlen sich von der Politik im Stich gelassen

    Spritbeihilfen: Taxi- und VTC-Fahrer fühlen sich von der Politik im Stich gelassen

    Sie fahren den ganzen Tag, oft bis tief in die Nacht. Sie warten mit abgestelltem Motor vor Bahnhöfen, drehen Leerfahrten zwischen zwei Kunden und legen täglich hunderte Kilometer zwischen Vororten, Innenstädten und Flughäfen zurück. Dennoch hatten viele Taxi- und VTC-Fahrer in Frankreich zuletzt das Gefühl, bei den ersten staatlichen Hilfsmaßnahmen gegen die steigenden Kraftstoffpreise schlicht übersehen worden zu sein. Zwar kündigte die Regierung mehrere Unterstützungsprogramme an, um die Folgen der neuen Energieverteuerung abzufedern. Doch in der Praxis fühlen sich zahlreiche Fahrer von den Maßnahmen kaum angesprochen. Besonders die angekündigte Kraftstoffprämie von 50 Euro für einkommensschwächere Vielfahrer wird in der Branche vielfach als symbolische Geste wahrgenommen. Für viele Fahrer entspricht dieser Betrag kaum mehr als einer einzigen Tankfüllung. Vor allem aber kritisieren sie, dass ihre berufliche Realität in den bisherigen Hilfspaketen nur unzureichend berücksichtigt werd…

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  • TotalEnergies gegen den Staat: Der Streit um „Übergewinne“ eskaliert

    TotalEnergies gegen den Staat: Der Streit um „Übergewinne“ eskaliert

    Der Konflikt zwischen dem französischen Staat und dem Energiekonzern TotalEnergies verschärft sich. Während die Regierung in Paris über neue Hilfen zur Abfederung der steigenden Kraftstoffpreise nachdenkt, rückt die Frage nach den sogenannten Übergewinnen der Ölindustrie erneut ins Zentrum der politischen Debatte. Der Konzern von Patrick Pouyanné reagiert inzwischen offensiv: Die außergewöhnlich hohen Gewinne würden bereits umverteilt – über die künstliche Deckelung der Spritpreise. Seit mehreren Wochen sucht die französische Regierung nach Möglichkeiten, insbesondere Haushalte mit niedrigen Einkommen und hoher Autoabhängigkeit zu entlasten. Premierminister Sébastien Lecornu brachte dabei die Idee ins Spiel, zusätzliche Einnahmen aus steigenden Kraftstoffpreisen teilweise zur Unterstützung der Verbraucher einzusetzen. Gleichzeitig forderte die Regierung TotalEnergies indirekt dazu auf, einen größeren Beitrag zur sozialen Abfederung der Krise zu leisten. Die Antwort des Konzerns fiel un…

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