Schlagwort: Kongo

  • Privat-Jet des Präsidenten der Republik Kongo wird in Bordeaux versteigert

    Privat-Jet des Präsidenten der Republik Kongo wird in Bordeaux versteigert

    Am 3. Oktober findet im Grand Hotel in Bordeaux eine Auktion statt, die man zumindest als „hochkarätig“ bezeichnen kann. Der Gegenstand der Versteigerung: ein Flugzeug vom Typ Falcon 7X mit der Aufschrift „République du Congo“. Auch der Preis ist hochkarätig: Ab 7 Millionen Euro.

    Am 3. Oktober findet in Bordeaux der Verkauf eines außergewöhnlichen Objekts statt: Eines Flugzeugs vom Typ Falcon 7X, das der Präsidentschaft der Republik Kongo gehörte, mit einem Verkaufspreis von 7 Millionen Euro. Die überraschende Ankündigung der Versteigerung erschien diese Woche in den Zeitungen Sud-Ouest und Les Echos.

    Für den Sonderverkauf der Falcon 7X der Republik Kongo beginnt die Auktion bei 7 Millionen Euro (Foto: Kanzlei Pestel-Debord)

    Das Luxusflugzeug wurde von Dassault Aviation gebaut und hat insgesamt weniger als 1.200 Flugstunden absolviert. Während eines Zwischenstopps auf dem Flughafen Mérignac im Juni 2020, bei dem Wartungsarbeiten durchgeführt wurden, wurde das Präsidentenflugzeug beschlagnahmt, wie der Sender France 3 Régions berichtete.

    Seitdem steht der Flieger in Bordeaux am Boden. Der Grund: eine unbezahlte Schuld des kongolesischen Staates in Höhe von über 100 Millionen Euro für öffentliche Arbeiten, die von der Firma Commisimpex durchgeführt wurden. Diese Summe, die seit 28 Jahren fällig ist, ist inzwischen signifikant angestiegen, denn mit den Zinsen beläuft sie sich bis heute auf fast 1,3 Milliarden Euro.

    Bewerber können das Flugzeug im Vorfeld der Auktion besichtigen, indem sie sich bei der den Verkauf organisierenden Anwaltskanzlei Pestel-Debord melden. Aber es wird nicht jeder an der Auktion teilnehmen können. Die Kanzlei verlangt eine Sicherheit in Höhe von 500.000 Euro, um die Zahlungsfähigkeit der potenziellen Käufer zu belegen. Außerdem werden administrative Nachweise verlangt. Jedes neue Gebot muss mindestens 100.000 Euro über dem letzten Gebot liegen und die Falcon 7X wird an den Höchstbietenden und letzten Bieter verkauft. Der neue Käufer muss außerdem die Kosten für die Arbeiten und die Bewachung seit Juni 2020 bei der Firma Dassault Falcon Service begleichen – das sind fast 830.000 Euro. Eine weitere Bedingung besagt, dass der zukünftige Besitzer „auf keinen Fall die Farben und das Wappen des Kongo beibehalten“ darf.

  • Warum Belgien einen Zahn von Patrice Lumumba an die Demokratische Republik Kongo zurückgibt

    Warum Belgien einen Zahn von Patrice Lumumba an die Demokratische Republik Kongo zurückgibt

    Eine Schatulle mit einem Zahn des 1961 ermordeten kongolesischen Helden Patrice Lumumba wurde am 20. Juni in Brüssel vom Leiter der belgischen Bundesstaatsanwaltschaft, Frédéric Van Leeuw, in einer live im Fernsehen übertragenen Zeremonie an die Familie übergeben. Belgien hat der Demokratischen Republik Kongo (DRK) am Montag, dem 20. Juni, einen Zahn von Patrice Lumumba zurückgegeben, der als „Reliquie“ gilt. Damit soll den Kongolesen ein Ort zur Verfügung gestellt werden, der dem Gedenken an ihren ehemaligen Ministerpräsidenten gewidmet ist, der 1961 gefoltert und dann erschossen wurde. Der Zahn ist das einzige Überbleibsel von Patrice Lumumba und wurde zur Reliquie. Frédéric Van Leeuw Leiter der belgischen Bundesstaatsanwaltschaft überreichte eine leuchtend blaue Schatulle mit dem Zahn von Patrice Lumumba einem Dutzend Familienmitgliedern des ermordeten Premierministers im Egmont-Palast in Brüssel. Einer der Söhne von Patrice Lumumba nahm die Schatulle an sich. Frédéric Van Leeuw spr…

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