Schlagwort: Konflikt

  • Trumps Tour durch den Nahen Osten: Deals, Drohungen und offenen Fragen – und weitere World-News

    Trumps Tour durch den Nahen Osten: Deals, Drohungen und offenen Fragen – und weitere World-News

    Donald Trumps letzter Tag in der Golfregion hatte es in sich. Nach einem prunkvollen Empfang in Abu Dhabi und der Verleihung der höchsten zivilen Auszeichnung der Vereinigten Arabischen Emirate tritt der ehemalige US-Präsident die Heimreise nach Washington an. Im Gepäck: klare Botschaften, neue Wirtschaftsdeals – und eine ordentliche Portion Verunsicherung.

    Trump ließ keinen Zweifel daran, dass für die USA Schluss ist mit dem sogenannten „Nation-Building“ und militärischen Eingriffen. Stattdessen setzt er auf Frieden durch wirtschaftliche Partnerschaften – ein Ansatz, der nicht überall auf Zustimmung stößt.

    Einige arabische Zuhörer befürchten, dass damit auch der amerikanische Druck in Sachen Menschenrechte schwinden könnte. Und was passiert dann mit jenen Ländern, in denen kritische Stimmen ohnehin kaum Gehör finden?

    Syrien: Rückkehr mit Hoffnung – und viel Skepsis

    Ein interessanter Nebeneffekt: Unternehmer, die Syrien während des Bürgerkriegs verlassen hatten, planen offenbar ihre Rückkehr. Trumps Versprechen, die Sanktionen gegen das Land zu lockern, hat Bewegung ins Spiel gebracht. Außenminister Marco Rubio traf sich mit seinem syrischen Amtskollegen – angeblich, um eine Art „Fahrplan“ für die kommenden Monate zu skizzieren.

    Doch wie stabil ist diese neue Offenheit wirklich? Und welche Rolle spielt dabei ein möglicher Deal mit dem Iran?

    Iran: Atomgespräche – wieder einmal

    Trump erklärte, seine Regierung sei „kurz davor“, ein neues Atomabkommen mit dem Iran zu erzielen. Konkrete Details ließ er jedoch offen – mal wieder. Ob es diesmal tatsächlich zu einer Einigung kommt oder alles im Sand verläuft wie schon so oft?

    KI statt Kamele: Trump will die Arabischen Emirate zur Tech-Nation machen

    Mit einem unterzeichneten Technologieabkommen will Trump die Vereinigten Arabischen Emirate zu einem Zentrum für künstliche Intelligenz machen. Ein riesiger Campus ist geplant – eine Tech-Oase mitten in der Wüste. Visionär oder Größenwahn? Die Zeit wird’s zeigen.

    Ukraine und Russland: Friedensgespräche oder doch nur Show?

    Parallel zu Trumps Abschied aus dem Nahen Osten trafen ukrainische und russische Delegationen in der Türkei ein – angeblich für die ersten Friedensgespräche seit drei Jahren. Doch schon der Auftakt wirkte chaotisch: Die Delegationen befanden sich in verschiedenen Städten, von einer gemeinsamen Sitzung keine Spur.

    Putin schickte lediglich eine Delegation mittleren Ranges nach Istanbul. Selenskyj traf sich in Ankara mit dem türkischen Präsidenten Erdogan und kündigte an, eine kleinere Delegation unter Leitung seines Verteidigungsministers nach Istanbul zu entsenden.

    Und dann platzte Trump mitten rein: Auf dem Rückflug in der Air Force One erklärte er, dass „nichts passieren wird, bevor Putin und ich uns persönlich treffen.“ Diplomatie à la Trump – gewohnt unkonventionell.

    Die Verwirrung spiegelt das tiefe Misstrauen zwischen Kiew und Moskau wider. Selenskyj fordert einen sofortigen Waffenstillstand ohne Bedingungen – Putin hingegen will erst verhandeln, wenn Russland seine militärischen Ziele erreicht hat. Wer also sitzt hier eigentlich mit wem am Tisch?

    Rafah: Vom Zufluchtsort zur Trümmerwüste

    Im Gazastreifen herrscht derweil eine andere Realität. Die Stadt Rafah – einst Zuflucht für über eine Million Palästinenser – wird nun selbst zum Schauplatz der Zerstörung. Seit Ende des Waffenstillstands im März hat Israels Armee große Teile der Stadt dem Erdboden gleichgemacht.

    Satellitenbilder zeigen gezielte Sprengungen und das Vorrücken schwerer Baumaschinen. Neue Militärposten entstehen, während sich die Hoffnung auf Sicherheit in Staub auflöst.

    Das Gesundheitsministerium in Gaza meldete allein gestern über 75 Tote durch israelische Luftangriffe – eine Zahl, die kaum fassbar ist.

    Weitere Schlagzeilen im Überblick:

    • USA & Immigration: Über 20.000 Nationalgardisten sollen laut dem Heimatschutzministerium zur Unterstützung bei der Einwanderungskontrolle mobilisiert werden.
    • Supreme Court: Richter prüfen, ob bei der Blockade von Trumps Maßnahmen Gerichte ihre Kompetenzen überschritten haben.
    • Großbritannien: Ein Mann wurde wegen Brandstiftung an zwei Immobilien mit Verbindung zu Premierminister Starmer angeklagt.
    • Vatikan: Der neue Papst Leo XIV. warnt vor den Gefahren durch Künstliche Intelligenz – und das keine Woche nach Amtsantritt.
    • Kanada: Ein Waldbrand in Manitoba forderte zwei Menschenleben und zwang ein ganzes Dorf zur Evakuierung.
    • USA & Gesundheit: Trotz eines starken Rückgangs bei Drogentoten plant die Trump-Regierung Kürzungen bei Hilfsprogrammen.
    • Mexiko: Eine Influencerin wurde während eines TikTok-Livestreams in Jalisco erschossen – mutmaßlich von einem maskierten Täter.

    Wirtschaft & Technologie:

    • Indien: Trump behauptet, Indien wolle „keine Zölle“ für US-Waren. Das Außenministerium in Neu-Delhi sieht die Verhandlungen jedoch noch nicht am Ziel.
    • US-Verbraucher: Erste Anzeichen für wirtschaftliche Belastungen mehren sich.
    • Großbritannien: Ein Handelsdeal ermöglicht US-Fleischimporte – doch viele Briten bleiben skeptisch.
    • YouTube & Podcasts: YouTube ist jetzt die Nummer eins unter den Podcast-Plattformen.
    • Serbien: Ein Trump-Hotelprojekt in Belgrad gerät ins Wanken – ein Beamter hat offenbar wichtige Dokumente gefälscht.

    Von Andreas M. B.

  • Eskalation zwischen Indien und Pakistan: Vergeltung, Zerstörung und internationale Appelle zur Besonnenheit

    Eskalation zwischen Indien und Pakistan: Vergeltung, Zerstörung und internationale Appelle zur Besonnenheit

    Mit einer dramatischen Eskalation ist der jahrzehntelange Konflikt zwischen Indien und Pakistan erneut in den Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit gerückt. Nach einem verheerenden Anschlag am 22. April im indischen Teil Kaschmirs begann eine Welle der Gewalt, die nun in massiven Luftschlägen, Artillerieduellen und Drohnenangriffen gipfelt – auf beiden Seiten der sogenannten „Linie der Kontrolle“. Die Lage spitzt sich täglich zu, ein Ende scheint nicht in Sicht.

    Pakistans Antwort auf indische Angriffe

    Shehbaz Sharif, Premierminister Pakistans, zeigte sich am Samstag entschlossen: Sein Land habe „die unschuldigen Toten gerächt“ – mit einer gezielten „adäquaten Antwort“ auf die indischen Militäraktionen. In der Nacht zum Samstag sei die Operation „Edifice Compact“ gestartet worden, bei der pakistanische Streitkräfte laut Regierung gezielt indische Militärstellungen angegriffen hätten, von denen aus zuvor Attacken gegen Pakistan verübt worden seien.

    Ein gewaltiger Vorwurf, der die ohnehin angespannte Situation zwischen den beiden Atommächten weiter verschärft. Islamabad sieht sich seit Tagen massiven Angriffen ausgesetzt. Und auch Indien meldet fortlaufend neue Attacken – eine Spirale der Gewalt, die kaum mehr zu kontrollieren scheint.

    Blutige Bilanz: Dutzende Tote, Hunderte Verletzte

    Besonders tragisch: Die zivilen Opfer. Allein in der Nacht auf Samstag starben laut dem Informationsminister der pakistanisch verwalteten Kaschmirregion, Mazhar Saeed Shah, elf Menschen – darunter vier Frauen und ein Kind. Insgesamt seien seit Mittwoch 28 Menschen ums Leben gekommen, 125 weitere verletzt worden. Die Zahlen verdeutlichen das Ausmaß der Zerstörung – und das Leid, das auf beiden Seiten gleichermaßen herrscht.

    Dabei beschränkt sich die Gewalt nicht auf klassische Gefechte. Moderne Kriegsführung ist längst Realität: Drohnen, Raketen und Langstreckenartillerie sind im Einsatz. Die Frontlinie verschwimmt – die Bevölkerung lebt in Angst.

    Indien meldet neue Angriffe

    Auch Indien meldet, am Samstagmorgen erneut unter Beschuss gestanden zu haben. Drohnenangriffe aus Pakistan hätten Ziele im indischen Grenzgebiet getroffen, was wiederum eine Reaktion auf vorherige indische Luftschläge gewesen sei. Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel, das jederzeit außer Kontrolle geraten könnte.

    Und dann stellt sich die Frage: Wer zieht hier eigentlich noch die Fäden – die Regierungen oder die Logik der Eskalation?

    Luftraum geschlossen, diplomatische Kanäle unter Druck

    Die pakistanische Luftfahrtbehörde hat den eigenen Luftraum bis Sonntagmorgen gesperrt – ein klares Zeichen für die angespannte militärische Lage. Währenddessen schlagen internationale Akteure Alarm.

    Die USA – traditionell eng mit Indien verbunden, aber auch im Dialog mit Pakistan – bieten ihre Vermittlung an. Außenminister Marco Rubio telefonierte am Freitag mit den Außenministern beider Länder und drängte auf direkte Kommunikation. Ein Schritt, der zumindest Hoffnung macht.

    China warnt vor Eskalation

    Auch China meldete sich zu Wort. Der Appell aus Peking ist unmissverständlich: Ruhe bewahren, Eskalation vermeiden, friedliche Lösungen suchen. Solche Worte wirken inmitten der rauchenden Trümmer der Grenzregion beinahe wie ein fernes Echo. Aber sie sind ein notwendiges Gegengewicht zum Kriegsgeschrei.

    Ein Pulverfass mit globaler Sprengkraft

    Der Kaschmirkonflikt ist kein lokales Scharmützel – er ist ein potenzieller globaler Krisenherd. Zwei Nuklearmächte, ein ungelöster Territorialstreit, Nationalismus auf beiden Seiten und ein wachsender Druck aus der Bevölkerung – das ist ein toxischer Cocktail.

    Und wie immer sind es die Zivilisten, die den Preis zahlen. Familien, die ihre Häuser verlieren. Kinder, die durch den Lärm der Bomben nicht schlafen können. Bauern, die ihre Felder nicht mehr betreten können, weil überall Explosivkörper liegen.

    Was bleibt?

    Der politische Wille zur Deeskalation scheint zu bröckeln – oder hat sich vielleicht nie wirklich gebildet. Während internationale Beobachter mahnen, rüstet sich die Region für den nächsten Tag, den nächsten Schlag, die nächste Tragödie.

    Doch wo liegt der Ausweg? Ein neuer diplomatischer Prozess? Ein internationaler Vermittler mit echtem Einfluss? Vielleicht braucht es einen Impuls von außen – aber ebenso dringend braucht es Stimmen der Vernunft von innen. Sonst wird dieses Spiel bald nicht mehr nur mit Raketen, sondern mit Leben bezahlt.

    Von C. Hatty

  • Der erste amerikanische Papst – und weitere World-News

    Der erste amerikanische Papst – und weitere World-News

    Robert Francis Prevost wurde gestern zum 267. Papst der römisch-katholischen Kirche gewählt und ist damit der erste Pontifex aus den USA. Er nahm den Papstnamen Leo XIV. an und begrüßte die jubelnde Menge auf dem Petersplatz mit den Worten: „Der Friede sei mit euch.“

    Diese Wahl durchbrach ein lange bestehendes Tabu: Bisher galt es als undenkbar, dass ein Papst aus einer globalen Supermacht stammen könnte, die ohnehin großen weltpolitischen Einfluss besitzt.

    Ideologische Lager hatten sich im Vorfeld des Konklaves darum gestritten, ob die inklusive Linie von Papst Franziskus fortgesetzt oder ein konservativerer Kurs eingeschlagen werden sollte. Unterstützer präsentierten den damaligen Kardinal Prevost, 69 Jahre alt, als ausgewogene Alternative. In seiner ersten Rede an die Menge auf dem Petersplatz legte Leo XIV. besonderen Wert auf die Notwendigkeit, Brücken zu bauen.

    Seine Wahl wurde nicht nur in der Vatikanstadt mit Freude aufgenommen, sondern auch in Chicago, wo er geboren wurde, und in Peru, wo er über zwanzig Jahre lebte, und dessen Staatsbürgerschaft er neben der amerikanischen auch besitzt. Präsident Trump bezeichnete die Wahl als „große Ehre“ für die Vereinigten Staaten.

    Wer ist Leo XIV.? Geboren in Chicago, verbrachte der 69-Jährige den Großteil seines Lebens außerhalb der USA. Er war Missionar, Gemeindepfarrer, Lehrer und Bischof in Peru und nahm schließlich die peruanische Staatsbürgerschaft an. Bis zum Tod von Franziskus leitete er eines der einflussreichsten Ämter im Vatikan – das für die Auswahl und Verwaltung von Bischöfen weltweit zuständig ist.

    Heute wird Leo XIV. zusammen mit den wahlberechtigten Kardinälen eine Messe in der Sixtinischen Kapelle feiern. Am Sonntag wird er ein Gebet im Petersdom sprechen. Am Montag trifft er im Vatikan auf Journalisten.


    Trumps Handelsabkommen mit Großbritannien lässt viele Fragen offen

    Die USA und Großbritannien wollen ein Handelsabkommen schließen, das den Marktzugang für US-Exporte im Milliardenbereich verbessert und zugleich einige der belastenden Zölle auf britische Produkte reduziert. Präsident Trump erklärte gestern, es handle sich um das erste Abkommen seiner Regierung seit Einführung der erhöhten Zölle auf Handelspartner.

    Vertreter beider Länder werden sich in den kommenden Monaten treffen, um viele noch offene Details zu klären. Der im April verhängte 10-Prozent-Zoll auf britische Waren bleibt zwar bestehen, doch Zölle auf britischen Stahl, Aluminium und Autos sollen reduziert werden. Im Gegenzug wird Großbritannien unter anderem US-Rindfleisch, Ethanol und weitere Produkte importieren.

    Diese Nachricht ist ein dringend benötigter politischer Erfolg für den britischen Premierminister Keir Starmer – und eine Bestätigung seiner Strategie, Donald Trump gezielt zu umwerben.

    Welchen Umfang das finale Abkommen auch immer haben wird – für Großbritannien dürfte es von größerer Bedeutung sein als für die USA. Während die USA Großbritanniens wichtigster Handelspartner sind, liegt Großbritannien lediglich auf Rang 11 der wichtigsten Handelspartner der Vereinigten Staaten.


    Kriegsgefahr in Südasien wächst

    Zwischen Indien und Pakistan scheint sich die militärische Konfrontation gefährlich zuzuspitzen. Beide Länder berichten von Angriffen auf militärische Einrichtungen, und über Nacht kam es beidseitig zu heftigen Bombardierungen.

    US-Außenminister Marco Rubio sprach mit Regierungsvertretern beider Länder und betonte laut US-Außenministerium die Dringlichkeit einer „sofortigen Deeskalation“.

    In der indischen Stadt Jammu – mit etwa einer halben Million Einwohner – herrschten letzte Nacht Stromausfälle, während Explosionen und Sirenen zu hören waren.

    Indien verfolgt strategisch das Ziel, Pakistans Zugang zu internationaler Finanzhilfe zu beschränken.


    Weitere Schlagzeilen

    • Bill Gates: Der Milliardär will in den kommenden 20 Jahren 200 Milliarden Dollar ausgeben, bevor seine Stiftung geschlossen wird.
    • Dänemark: Die Regierung droht mit der Schließung eines US-Konsulats in Grönland, nachdem bekannt wurde, dass die Trump-Regierung dort verstärkt Spionage betreibt.
    • USA: In einem neuen Interview verteidigte Joe Biden seine geistige Fitness und machte unter anderem Sexismus, die Pandemie und mangelnde kurzfristige Ergebnisse für Trumps Rückkehr an die Macht verantwortlich.
    • Russland: Präsident Wladimir Putin feiert heute den „Tag des Sieges“ im Kreise autoritärer Staatschefs – der für Moskau wichtigste gast ist Chinas Präsident Xi Jinping.
    • Ukraine: In Städten wie Bachmut bleibt der „Tag des Sieges“ eine stille Veranstaltung – mit kleinen Konzerten und Paraden, oft vor Kulissen aus Trümmern.

    Naher Osten

    • Syrien: Präsident Ahmed al-Shara bestätigte indirekte Gespräche mit Israel zur Entspannung.
    • Westjordanland: Eine monatelange israelische Militäraktion im Norden des Gebiets hat Zehntausende Menschen vertrieben – einige erfahren nun, dass sie womöglich nie zurückkehren können.
    • Medien: Ein neuer Dokumentarfilm nennt den israelischen Soldaten, der 2022 im Westjordanland die Journalistin Shireen Abu Akleh erschoss.

    Was sonst noch geschah

    • Hollywood: Ein 48-jähriger Mann wurde angeklagt, Jennifer Aniston zwei Jahre lang gestalkt und mit dem Auto das Tor zu ihrem Haus gerammt zu haben.
    • Smokey Robinson: Der Anwalt des Sängers bezeichnet eine Klage wegen sexueller Übergriffe durch vier Frauen als Versuch, Millionenzahlungen zu erzwingen.
    • Agatha Christie: Ein digitaler Avatar der 1976 verstorbenen Autorin gibt inzwischen Online-Schreibkurse.

  • Wird sich der Indien-Pakistan-Konflikt weiter zuspitzen? Und weitere World-News

    Wird sich der Indien-Pakistan-Konflikt weiter zuspitzen? Und weitere World-News

    Mehrere indische Flugzeuge wurden in Pakistan abgeschossen, nachdem Indien Luftangriffe auf pakistanisches Gebiet und die von Pakistan kontrollierte Region Kaschmir durchgeführt hatte – laut indischen Beamten, westlichen Diplomaten und lokalen Medien waren es zwei oder drei Maschinen, während Pakistan von fünf Flugzeugen und mindestens einer Drohne spricht.

    Die entscheidende Frage: Wird Pakistan nun seinerseits mit einem Angriff auf indisches Staatsgebiet reagieren?

    Bislang hält sich Pakistan alle Optionen offen. Diplomaten und Analysten äußerten jedoch die Hoffnung, dass ein offener Krieg vermieden werden könne. Der pakistanische Verteidigungsminister begrüßte mögliche Vermittlungsversuche der USA zur Entschärfung der Lage mit Indien.

    Laut pakistanischem Militär starben bei den indischen Angriffen auf sechs Orte in der von Pakistan kontrollierten Kaschmirregion und in der Provinz Punjab über 20 Menschen, Dutzende wurden verletzt. Auf indischer Seite meldeten Bewohner von Kaschmir mindestens zehn Tote durch pakistanischen Beschuss.

    Obwohl Indien seinen Angriff unter dem Namen „Operation Sindoor“ als Vergeltung für den Terroranschlag im letzten Monat – bei dem 26 Menschen starben – als Erfolg feierte, mehren sich Hinweise auf erhebliche eigene Verluste.


    Kein neuer Papst am ersten Tag des Konklaves

    Schwarzer Rauch stieg aus dem Schornstein über der Sixtinischen Kapelle – das erste Wahlverfahren für einen neuen Papst brachte kein Ergebnis. Die Kardinäle kommen heute erneut zusammen, um weiter abzustimmen.

    Ein schneller Ausgang war ohnehin nicht erwartet worden. Mit 133 Kardinälen, so viele wie nie zuvor, ist dieses Konklave ein historisches Ereignis. Die Teilnehmer leben während des Konklave ohne Telefon oder Internetzugang in völliger Abgeschiedenheit von der Aussenwelt – und unter dem Schwur völliger Verschwiegenheit. Erst wenn eine Zwei-Drittel-Mehrheit erreicht ist, steht ein neuer Papst fest.

    Wie lange das Konklave dauern wird, ist unklar. Die letzten beiden Wahlen waren nach zwei Tagen abgeschlossen. Ein erfahrener Kardinal riet jedenfalls augenzwinkernd: „Nehmen Sie ein gutes Buch mit.“


    Dutzende Tote bei israelischen Luftangriffen auf Gaza

    Gestern wurde der Gazastreifen erneut von Luftangriffen erschüttert – laut der palästinensischen Gesundheitsbehörde kamen dabei mindestens 59 Menschen ums Leben. Israels Verteidigungsminister nannte erste Details zu einem Plan, große Teile des Gazastreifens unter Kontrolle zu bringen und alle zwei Millionen Bewohner in den Süden umzusiedeln.

    Die schwerste Bombe schlug in der Nähe eines beliebten Cafés in Gaza-Stadt ein, wo viele junge Menschen das Internet nutzen wollten – 33 Menschen starben laut Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza. Die Offensive verschärft eine ohnehin katastrophale humanitäre Lage: Seit Israel im März die Lieferung von Hilfsgütern blockiert, hat sich der Hunger dramatisch verschärft.

    In einer Ansprache an das Militär erklärte der israelische Verteidigungsminister, die Umsiedlung der palästinensischen Bevölkerung sei Teil einer Offensive, die nach Präsident Trumps geplantem Besuch im Nahen Osten nächste Woche beginnen solle. Bis dahin, so sagte er, habe die Hamas „ein Zeitfenster“, um sich auf neue Waffenstillstandsverhandlungen einzulassen und israelische Geiseln freizulassen.


    WEITERE TOP-NACHRICHTEN

    Europa: Zum 80. Jahrestag der Niederlage Nazi-Deutschlands sieht sich Europa mit unheimlichen Parallelen zu früheren Tyranneien konfrontiert.

    Weltraum: Kosmos-482, ein eine halbe Tonne schwerer sowjetischer Satellit, treibt seit 53 Jahren durchs All. Diese Woche soll er zurück auf die Erde fallen – doch niemand weiß, wo genau.

    Covid: Eine Studie vergleicht das Erbgut von Covid und SARS und kommt zum Schluss: Beide Viren sprangen von Fledermäusen auf Wildtiere und schließlich auf den Menschen über – und zwar in China.

    Wirtschaft: Disney hat eine Vereinbarung zum Bau eines Freizeitparks in Abu Dhabi verkündet.

    Rwanda: Die Trump-Regierung verhandelt mit Ruanda über die Aufnahme abgeschobener Migranten – ein Vorstoß, der an Großbritanniens gescheitertem Versuch erinnert.

    US-Nachrichten

    Handel: Präsident Trump will heute ein Handelsabkommen mit Großbritannien verkünden.

    Migration: Die US-Regierung plant die Abschiebung von Migranten nach Libyen – beide dort rivalisierenden Regierungen dementieren jedoch eine solche Einigung.

    US-China: Chinas oberster Handelsvertreter He Lifeng soll sich diese Woche in der Schweiz mit seinem US-Kollegen treffen.

    Politik: Joe Biden kritisierte Präsident Trump in seinem ersten Interview seit dem Ausscheiden aus dem Amt: „Das sind nicht wir.“

    Trump-Regierung: Wo steckt Melania Trump? Ihre Abwesenheit gilt als besonders sensibles Thema im Weißen Haus.

    Krieg in der Ukraine

    Kämpfe: Russland und die Ukraine setzten gestern ihre gegenseitigen Angriffe fort – nur einen Tag vor Beginn eines dreitägigen russischen Waffenstillstands.

    Kriegsgefangene: Familien in der Ukraine begrüßten zurückgekehrte Gefangene aus Russland.

    China: Präsident Xi Jinping reist zu Putin und ist „Hauptgast“ bei der Militärparade zu Feier des Endes des zweiten Weltkriegs.

    Europa: Da Putin mit weiteren Aggressionen droht, übernimmt Polen eine wichtigere Rolle in der EU – inklusive Zivilschutztraining für Bürger.

  • Die Welt wartet auf ein Rauchzeichen

    Die Welt wartet auf ein Rauchzeichen

    Heute ziehen Dutzende Kardinäle in die Sixtinische Kapelle im Vatikan ein, um in einem der ältesten Rituale der Welt den nächsten Papst zu wählen. Bis ein Nachfolger von Papst Franziskus bestimmt ist, bleiben sie abgeschottet von der Außenwelt. Wie lange das Konklave dauert, ist ungewiss.

    Sobald sie einmal drin sind, erfährt die Welt praktisch nichts mehr. Aber es gibt Rauchzeichen, die uns dennoch einiges sagen. Schwarzer Rauch steht für eine ergebnislose Abstimmung.

    Die erste Abstimmung ist meist symbolisch – sie testet die Stärke der Kandidaten. Wenn auch am zweiten Tag nur schwarzer Rauch aufsteigt, wird langsam klar, dass die Kardinäle große Mühe haben, sich zu einigen. Erst wenn weißer Rauch aufsteigt, steht der neue Papst fest – er zeigt sich kurz darauf auf dem Balkon des Petersdoms den Gläubigen.

    Das Ergebnis des Konklaves ist stets schwer vorherzusagen. Doch die veränderte Zusammensetzung des Kardinalskollegiums unter Franziskus, der seit 2013 im Amt war, macht es diesmal besonders unberechenbar.

    Die Favoriten:
    Kardinal Pietro Parolin, die Nummer zwei im Vatikan, gilt als möglicher Nachfolger und Garant für Kontinuität. Kardinal Luis Antonio Gokim Tagle von den Philippinen – eher liberal eingestellt – wird seit Jahren als Favorit gehandelt. Er wäre der erste Papst aus Südostasien. Weitere potenzielle Kandidaten finden sich ebenfalls in der engeren Auswahl.


    Indien greift Pakistan an

    Indien teilte heute früh mit, dass es Angriffe auf neun Ziele in Pakistan sowie in dem von beiden Ländern beanspruchten Kaschmirgebiet ausgeführt habe – zwei Wochen, nachdem bei einem Terroranschlag in indisch verwaltetem Kaschmir über zwei Dutzend Zivilisten ums Leben kamen. Laut pakistanischen Militärangaben wurden mindestens acht Menschen getötet und 35 verletzt.

    Der Angriff auf Punjab, das außerhalb des umstrittenen Gebiets liegt, stellt eine Eskalation des Konflikts zwischen den beiden Atommächten dar. Indien rechnete unmittelbar nach dem Angriff mit einer Reaktion des langjährigen Rivalen Pakistan.

    Die beiden Länder führten bereits mehrere Kriege – zuletzt 1999 – und standen seither mehrmals am Rand einer militärischen Eskalation. Angesichts der aktuellen Spannungen warnen internationale Beobachter vor möglicherweise katastrophalen Folgen, falls keine Deeskalation erfolgt.


    Carney zu Trump: Kanada steht nicht zum Verkauf

    US-Präsident Trump und der kanadische Premierminister Mark Carney trafen sich gestern in Washington – das erste Treffen seit Carneys überraschendem Wahlsieg mit einem strikt Anti-Trump-Kurs. Beim Gespräch ging es auch um Trumps wiederholte Bemerkungen, Kanada solle der 51. US-Bundesstaat werden.

    „Einige Orte stehen nicht zum Verkauf“, sagte Carney. Trumps knappe Antwort: „Sag niemals nie.“

    Nach dem Treffen erklärte Carney gegenüber Journalisten, er sei etwas zuversichtlicher, was Trumps Haltung gegenüber Kanada angehe. Konkrete Verhandlungen gebe es jedoch noch nicht. Der Weg zu einem möglichen Handelsabkommen werde „viele Kurven haben“, so Carney – doch er sei optimistisch, dass eine Einigung möglich sei.


    Weitere wichtige Nachrichten

    • Russland: Ein ukrainischer Drohnenangriff führte zur Schließung von 13 Flughäfen, darunter alle vier großen Moskauer Airports.
    • Krieg in der Ukraine: Eltern und Lehrer versuchen, staatliche Propaganda aus russischen Schulen fernzuhalten – ein stiller Protest im dritten Kriegsjahr.
    • Sudan: Drohnenangriffe haben Port Sudan getroffen – eine bislang vom Krieg verschonte Stadt.
    • Venezuela: Fünf führende Oppositionspolitiker, die Zuflucht in der argentinischen Botschaft gefunden hatten, sind in die USA geflüchtet.
    • Medien: Medienmogul Barry Diller schreibt in seinen Memoiren offen über seine Homosexualität.
    • Royals: König Charles und Königin Camilla präsentierten ihre offiziellen Krönungsporträts.

    Nahost:

    • Jemen: Israelische Kampfjets bombardierten den Flughafen von Sanaa als Reaktion auf einen Huthi-Raketenangriff nahe dem Flughafen Ben Gurion.
    • Gaza: Die UNO kritisiert Israels Vorschläge zur Hilfslieferung, die als Druckmittel missbraucht werden könnten.
    • Syrien: Das einzige weibliche Kabinettsmitglied des Landes setzt auf Konfliktlösung – und auf die nächste Generation.

    Wirtschaft & Finanzen

    • Handel: Großbritannien und Indien unterzeichneten ein Abkommen zur Senkung von Zöllen – nach drei Jahren Verhandlungen.
    • USA-China: Spitzenvertreter beider Länder treffen sich in der Schweiz – das erste formelle Handelsgespräch seit Trumps Zollerhöhungen.
    • Bangladesch: Exportfabriken steigerten das Einkommen im ganzen Land – Trumps Zölle könnten diesen Fortschritt gefährden.
    • Tesla: Der Absatz in Deutschland und Großbritannien sank auf den niedrigsten Stand seit über zwei Jahren.
    • Zölle: Spielwarenhersteller Mattel kündigte Preiserhöhungen für US-Produkte an – wegen Trumps 145-prozentiger Einfuhrzölle auf Waren aus China.

  • Trump tauscht Sicherheitsberater aus – und andere World-News

    Trump tauscht Sicherheitsberater aus – und andere World-News

    US-Präsident Donald Trump hat gestern bekannt gegeben, dass er seinen nationalen Sicherheitsberater Michael Waltz abberuft. An dessen Stelle tritt vorübergehend Außenminister Marco Rubio – eine Doppelrolle, wie sie so seit Henry Kissingers Zeiten unter Nixon und Ford nicht mehr vergeben wurde. Gleichzeitig wurde Waltz als US-Botschafter bei den Vereinten Nationen nominiert. Dieser personelle Paukenschlag ist der erste größere Umbau im engsten Kreis des Weißen Hauses während Trumps zweiter Amtszeit – etwas, das er eigentlich vermeiden wollte.

    Waltz hatte zuletzt für Unruhe gesorgt, nachdem er auf der App Signal eine Gruppenunterhaltung zu einem sensiblen Militäreinsatz im Jemen initiierte – und versehentlich einen Journalisten einlud. Schon vorher galt er als zu konfrontativ. Viele im Umfeld des Präsidenten hielten seine Haltung für zu aggressiv, insbesondere da Trump auf eine Annäherung mit Russland und einen Atomdeal mit dem Iran hinarbeitet.

    Während Rubio vorerst beide Ämter übernimmt, steht ein endgültiger Nachfolger für die Position des Sicherheitsberaters noch aus. Und der wird dringend gebraucht – denn beim Umgang mit China, Russland und dem Iran gehen die Meinungen in Trumps Kabinett weit auseinander.

    Ukraine liefert Rohstoffe – USA sichern politische Unterstützung

    Die USA und die Ukraine haben am späten Mittwoch ein bemerkenswertes Abkommen unterzeichnet: Künftig dürfen die Vereinigten Staaten an den Erlösen aus ukrainischen Rohstoffvorkommen teilhaben. Für die Ukraine ist das ein strategischer Schritt, um langfristige Unterstützung aus Washington zu sichern – auch für den Wiederaufbau nach dem Krieg.

    Das Dokument wurde gestern öffentlich gemacht. Was auffällt: Ausdrückliche Sicherheitsgarantien, die Kiew sich gewünscht hatte, sind nicht enthalten. Stattdessen verknüpft der Deal militärische Hilfe der USA mit der wirtschaftlichen Beteiligung an Bodenschätzen. Gleichzeitig bleibt der Weg für einen EU-Beitritt offen – zumindest zwischen den Zeilen.

    Noch muss das ukrainische Parlament zustimmen, voraussichtlich in den nächsten zwei Wochen. Doch in Kiew ist die Hoffnung gewachsen – Analysten sehen Licht am Ende des Tunnels.

    Unklar bleibt jedoch, wie das Ganze konkret funktionieren soll. Die Schätze im Boden sind wertvoll, aber ihr Abbau ist komplex und langwierig. Bis daraus Geld fließt, könnten Jahre vergehen.

    Syrien: Mehr als 100 Tote bei religiös motivierten Kämpfen

    Die Gewalt in Syrien flammt erneut auf – und diesmal besonders heftig. Seit Tagen tobt ein blutiger Konflikt zwischen regimetreuen Truppen und bewaffneten Gruppen der Drusen-Minderheit. Laut einem Beobachtungsnetzwerk liegt die Zahl der Toten bereits über 100 – Tendenz steigend.

    Inmitten dieser Eskalation griffen israelische Kampfflugzeuge auch heute früh Ziele in der Nähe des Präsidentenpalasts in Damaskus an. Eine klare Botschaft, wie Premierminister Netanjahu erklärte: Solidarität mit der Drusen-Gemeinschaft und ein klares Signal an das neue Regime.

    Gestern Abend versuchten Vertreter der syrischen Regierung, mit Drusen-Führern Friedensgespräche zu führen. Ziel: Die Lage beruhigen – und langfristig wohl auch, die zahlreichen bewaffneten Gruppen im Land in eine nationale Armee zu integrieren. Aber kann das gelingen?

    Weitere Entwicklungen weltweit

    Kaschmir: US-Außenminister Marco Rubio führte getrennte Gespräche mit Pakistans Premier und Indiens Außenminister – nach einem verheerenden Terroranschlag in der Region.

    Südkorea: Han Duck-soo tritt als amtierender Präsident zurück. Alles deutet darauf hin, dass er bei den bevorstehenden Wahlen kandidieren will.

    USA: Die CIA veröffentlichte zwei neue Videos, mit denen chinesische Staatsbürger zur Spionage für die USA ermutigt werden sollen.

    Australien: Die Bevölkerung wählt am Wochenende ein neues Parlament. Interessanterweise ist Donald Trump dabei ein unerwartet zentrales Thema – obwohl es primär um innenpolitische Fragen geht.

    Kenia: In Nairobi wurde ein Abgeordneter auf offener Straße von einem Motorrad-Attentäter erschossen.

    Thailand: Die Justiz verzichtet auf eine Anklage gegen einen US-Wissenschaftler, dem Majestätsbeleidigung vorgeworfen worden war.

    Migration: Die USA haben offenbar zwei Dutzend Flüchtlinge aus Bhutan abgeschoben – wohin, bleibt unklar, denn sie gelten als staatenlos.

    Technologie: Apple meldet im ersten Quartal steigende Umsätze – und muss zugleich abwägen, wie es mit den Abhängigkeiten zu China weitergeht.

    Wirtschaft: Amazon, General Motors und McDonald’s schlagen Alarm: Die wirtschaftliche Unsicherheit macht sich zunehmend in den Bilanzen bemerkbar.

    Film: Der Western „Rust“ erscheint heute – Jahre nach dem tödlichen Unfall am Filmset.

    Nachrichten aus dem Vereinigten Königreich

    Politik: Erste Ergebnisse der Kommunalwahlen in England werden heute erwartet. Die rechtspopulistische Partei Reform UK rechnet sich gute Chancen aus.

    Wetter: Der 1. Mai war der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen – ein Hitzeschub, der den Briten ungewohnt früh sommerliche Temperaturen beschert.

    Prominente: Komiker und Schauspieler Russell Brand muss sich heute in London vor Gericht verantworten – unter anderem wegen zweifacher Vergewaltigung.

    Fußball: Transgender-Frauen dürfen in England künftig nicht mehr in Frauenmannschaften spielen, erklärte der Fußballverband.

    Von C. Hatty

  • Amnesty International wirft Israel „Genozid in Echtzeit“ in Gaza vor

    Amnesty International wirft Israel „Genozid in Echtzeit“ in Gaza vor

    Während die Welt zusieht, stirbt Gaza – so die erschütternde Anklage von Amnesty International in ihrem neuen Jahresbericht über die Menschenrechtslage weltweit. Die renommierte Organisation erneuert ihre schweren Vorwürfe gegen Israel und spricht offen von einem „Genozid in Echtzeit“, der seit dem 7. Oktober 2023 in der palästinensischen Enklave verübt werde.


    „Ein Völkermord vor den Augen der Welt“

    Der Bericht mit dem Titel „Am Abgrund“ wurde am Dienstag, 29. April 2025, veröffentlicht. Agnès Callamard, Generalsekretärin von Amnesty International, findet darin klare Worte: „Seit dem 7. Oktober sehen wir live mit an, wie ein Genozid geschieht.“ Sie verweist auf die Angriffe Israels auf die Zivilbevölkerung in Gaza – darunter gezielte Bombardierungen, die ganze Familien auslöschten, Häuser, Krankenhäuser und Schulen zerstörten.

    Die internationale Gemeinschaft habe weitgehend tatenlos zugesehen, wie die israelischen Streitkräfte systematisch Palästinenserinnen und Palästinenser töteten und ganze Lebensgrundlagen vernichteten, so Callamard.


    Israel weist die Vorwürfe entschieden zurück

    Schon Ende 2024 hatte Amnesty International Israel erstmals des Völkermords beschuldigt – eine Anschuldigung, die die israelische Regierung kategorisch zurückwies. Auch jetzt werden die schweren Vorwürfe von Tel Aviv erneut als „unbegründet“ und „politisch motiviert“ abgelehnt.

    Amnesty International betont dagegen, dass ihre Untersuchungen klar belegten, dass Israel Handlungen begehe, die laut der Völkermordkonvention ausdrücklich verboten seien – mit dem Ziel, die palästinensische Bevölkerung in Gaza zu zerstören.

    Zu den dokumentierten Verbrechen gehören:

    • gezielte Tötungen von Zivilisten,
    • schwere körperliche und psychische Gewalt,
    • Zwangsvertreibungen,
    • Verschwindenlassen von Menschen,
    • sowie die bewusste Schaffung von Lebensbedingungen, die auf eine physische Vernichtung abzielen.

    Die Eskalation nach der gescheiterten Waffenruhe

    Nach einer knapp zweimonatigen Waffenruhe, die im Januar ausgehandelt worden war, eskalierte der Konflikt erneut: Am 18. März nahm Israel seine Offensive wieder auf. Als Grund nannte die israelische Regierung die Weigerung der Hamas, die letzten verbliebenen Geiseln freizulassen.

    In der Nacht auf Dienstag kam es zu einem weiteren schweren Angriff auf ein Zeltlager für Vertriebene im Süden Gazas. Mindestens vier Menschen verloren dabei ihr Leben – ein weiterer Tropfen in einem Ozean des Leids, der sich Tag für Tag ausweitet.


    Eine Welt, die zusieht

    Die Worte von Amnesty International lassen keinen Raum für Beschönigungen: Der Nahe Osten stehe am Rand einer Katastrophe, während viele Staaten entweder schweigen oder ihre Reaktionen auf diplomatische Floskeln beschränken.

    Es bleibt die Frage: Wie viele Beweise braucht es noch, bevor die Weltgemeinschaft handelt?

    Von Catherine H.

  • Ukraine: Russland bricht eigenen Oster-Waffenstillstand und andere World-News

    Ukraine: Russland bricht eigenen Oster-Waffenstillstand und andere World-News

    Die Ukraine und Russland warfen sich gestern gegenseitig vor, den von Präsident Wladimir Putin am Samstagnachmittag verkündeten Oster-Waffenstillstand verletzt zu haben. Die Feuerpause, die 30 Stunden andauern sollte, wirkte wie ein Manöver Putins, um den USA Friedensbereitschaft zu demonstrieren.

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der zugesichert hatte, sich an die Waffenruhe zu halten – solange auch Russland dies täte –, erklärte, russische Truppen hätten dennoch Artillerie eingesetzt, Soldaten überfallen und Drohnen genutzt. Das russische Verteidigungsministerium hingegen betonte, dass die eigenen Einheiten den Waffenstillstand eingehalten hätten, und beschuldigte die Ukraine, diesen mit Drohnenangriffen und nächtlichen Attacken gebrochen zu haben.

    Ein ukrainischer Drohnenkommandant schilderte, die Gefechte im Osten des Landes hätten während der angeblichen Feuerpause genauso gewütet wie seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022. „In Wirklichkeit gab es also gar keinen Waffenstillstand“, meinte er.

    USA drohen mit Abbruch

    US-Außenminister Marco Rubio sagte am Freitag, dass sich die USA aus den Friedensbemühungen zurückziehen würden, sollte es keine Fortschritte geben. Diese Äußerung wurde allgemein als Druckmittel gegenüber der Ukraine gewertet.

    Rohstoffabkommen geplant

    Ex-Präsident Trump kündigte an, noch in dieser Woche ein umfassendes Rohstoffabkommen mit der Ukraine unterzeichnen zu wollen. Die Gespräche hatten nach einem Eklat im Oval Office zwischen den beiden Staatschefs vor einigen Wochen vorübergehend stagniert.


    Hegseth teilte Details zu Luftschlägen in privatem Signal-Chat

    US-Verteidigungsminister Pete Hegseth gab wichtige Informationen zu den Luftangriffen vom 15. März im Jemen in einem zweiten privaten Signal-Chat weiter. Laut Insidern waren seine Ehefrau, sein Bruder und sein persönlicher Anwalt in diesen Gruppenchat eingebunden.

    Im Gegensatz zum ersten Chat, der vom nationalen Sicherheitsberater Mike Waltz erstellt wurde und versehentlich Details an einen Journalisten des Atlantic weitergab, war dieser zweite Chat von Hegseth selbst ins Leben gerufen worden. Unter dem Namen „Defense | Team Huddle“ tauschten sich Personen aus Hegseths beruflichem und privatem Umfeld aus – der Chat existierte bereits vor seiner Bestätigung als Verteidigungsminister.

    Brisant: Hegseths Ehefrau, einst Produzentin bei Fox News, ist keine Mitarbeiterin des Verteidigungsministeriums. Sein Bruder und sein Anwalt arbeiten zwar im Pentagon, doch bleibt unklar, weshalb sie Zugang zu Informationen über bevorstehende Angriffe benötigen würden.


    Weitere Schlagzeilen im Überblick:

    • Gaza: Ein israelischer Kommandeur wird entlassen, nachdem eine Untersuchung zum Tod mehrerer Sanitäter „erhebliche berufliche Versäumnisse“ festgestellt hat.
    • Papst: Franziskus segnete Zehntausende Gläubige auf dem Petersplatz zur Ostermesse – seine Osteransprache hielt ein päpstlicher Assistent.
    • Vatikan: Franziskus, ein Kritiker von Trumps Abschiebepolitik, traf sich am Rande der Osterfeierlichkeiten kurz mit US-Vizepräsident JD Vance.
    • Sudan: Nach Trumps Aussetzung aller US-Auslandshilfen schlossen innerhalb weniger Tage hunderte Suppenküchen – die Hungersnot breitet sich rasant aus.
    • Kanada: In einer Woche müssen sich die Wähler zwischen zwei gegensätzlichen Kandidaten entscheiden – Mark Carney oder Pierre Poilievre –, um das Land durch eine von Trump verursachte Krise zu führen.
    • Iran: USA und Iran setzen ihre Gespräche über ein Atomabkommen in den kommenden Tagen fort – zuletzt trafen sich beide Seiten in Rom.
    • Nahost: Saudi-Arabien unterstützt mittlerweile Nuklearverhandlungen mit dem Rivalen Iran – ein Zeichen für den Wandel in der Region.
    • Bildung: Der Rückgang internationaler Studierender könnte viele US-Hochschulen hart treffen.
    • Tunesien: In einem neuen Akt der Repression wurden rund 40 Oppositionelle zu Haftstrafen von bis zu 66 Jahren verurteilt.

  • Macron kritisiert mangelnde Professionalität der Barnier-Regierung im Streit um Israel

    Macron kritisiert mangelnde Professionalität der Barnier-Regierung im Streit um Israel

    Ein politischer Sturm zieht durch die französische Regierung, nachdem Emmanuel Macron scharf gegen die Minister des Kabinetts von Michel Barnier und die Medien geschossen hat. Am 17. Oktober 2024 beschuldigte der französische Präsident sowohl Regierungsmitglieder als auch Journalisten und Kommentatoren, „Aussagen zu verzerren“ und dadurch eine hitzige Debatte mit Israels Premierminister Benyamin Nétanyahou zu entfachen. „Ich brauche keinen Ventriloquist“ Macron sparte in seiner Ansprache in Brüssel nicht mit deutlichen Worten. Er äußerte, dass er „ausreichend“ zur Situation im Nahen Osten zu sagen habe und keine „Ventriloquisten“ benötige, die seine Aussagen verdrehen oder interpretieren. Damit zielte er auf einige Aussagen ab, die bei einer Kabinettssitzung in Paris angeblich gefallen seien. Die Frage, wer was gesagt habe, trat in den Hintergrund – viel brisanter ist der Vorwurf, den Macron erhebt: ein „Zerfall der öffentlichen Debatte“ sowie ein „Mangel an Professionalität“. Diese V…

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  • Waffenembargo gegen Israel? Nétanyahou kritisiert Macron scharf

    Waffenembargo gegen Israel? Nétanyahou kritisiert Macron scharf

    Die jüngsten Äußerungen von Benyamin Nétanyahou zeigen die zunehmenden Spannungen zwischen Israel und westlichen Regierungen, insbesondere Frankreich, im Zuge des Nahost-Konflikts. Nétanyahou hat Emmanuel Macron scharf kritisiert, nachdem dieser in einem Interview auf France Inter dazu aufgerufen hatte, Lieferungen von Waffen, die in Gaza eingesetzt werden könnten, nach Israel zu stoppen und eine politische Lösung zu suchen. Warum dieser Konfliktpunkt so brisant ist Macrons Kommentar wurde von Nétanyahou als Angriff auf die Unterstützung Israels im Kampf gegen vom Iran unterstützte Organisationen wie den Hezbollah und Hamas verstanden. Nétanyahou unterstreicht, dass Israel sich in einem Krieg gegen eine Koalition aus iranischen Stellvertretern befinde, die Waffen und Unterstützung von Teheran erhielten. In diesem Zusammenhang äußerte er, dass es „eine Schande“ sei, Israel in solch kritischen Zeiten die nötigen militärischen Mittel zu verwehren. Die Einordnung Macrons kommt aus einer S…

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