Schlagwort: Klimagipfel

  • Belém ruft – Die Welt blickt auf die COP30

    Belém ruft – Die Welt blickt auf die COP30

    Zehn Jahre nach dem Pariser Klimaabkommen trifft sich die Weltgemeinschaft erneut, diesmal im Herzen Amazoniens, in Belém. Eine Stadt, in der das Rauschen der Flüsse und das Summen der Insekten mit den hitzigen Debatten der Menschheit verschmelzen. Unter dem feuchten Himmel des Nordostens Brasiliens soll entschieden werden, ob die großen Versprechen von Paris mehr waren als nur gut gemeinte Worte.

    „Nous nous trouvons à un moment décisif“, hatte Antonio Guterres, der UN-Generalsekretär, mahnend gesagt – ein Moment der Wahrheit. Und tatsächlich: Was auf der COP30 geschieht, wird zeigen, ob die globale Klimapolitik noch die Kurve bekommt oder endgültig im Dickicht der Interessen stecken bleibt.


    Ein Jahrzehnt nach Paris – die bittere Zwischenbilanz

    Als 2015 in Paris das historische Klimaabkommen unterzeichnet wurde, lag eine fast euphorische Aufbruchsstimmung in der Luft. 198 Staaten hatten sich verpflichtet, die Erderwärmung auf höchstens 1,5 Grad zu begrenzen – ein hehres Ziel, fast poetisch in seiner Einfachheit. Doch nun, zehn Jahre später, zeigt sich, wie schwer es ist, diesem Versprechen Leben einzuhauchen.

    Nur etwas mehr als die Hälfte der Länder hat rechtzeitig neue Klimapläne vorgelegt, die sogenannten „Nationally Determined Contributions“. Und von diesen sind, laut Climate Tracker, lediglich zwei – Norwegen und das Vereinigte Königreich – wirklich kompatibel mit der Pariser Zielvorgabe. Ein ernüchterndes Ergebnis.

    Währenddessen steigen die Emissionen weiter. 55 Milliarden Tonnen CO₂-Äquivalente wurden 2023 ausgestoßen, ein neuer Rekord. Der Planet, so sagen Forscher, „fiebert“, und das Thermometer klettert unaufhörlich nach oben.

    Ist das Ziel von 1,5 Grad also schon verloren? Antonio Guterres glaubt, dass es „am Abgrund steht“. Doch vielleicht ist gerade das der Ansporn, es nicht einfach fallen zu lassen.


    Europa – ehrgeizig auf dem Papier, zögerlich in der Tat

    In Europa ringt man derweil mit sich selbst. Deutschland bremst beim Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor, Norwegen winkt Bergbauprojekte auf dem Meeresgrund durch, und Frankreich – Hüterin des Pariser Geistes – gilt selbst als zögerlich.

    Laurence Tubiana, eine der Architektinnen des Abkommens, gibt sich diplomatisch: „Man darf den Prozess beklagen, aber das Ergebnis feiern.“ Ein Satz, der klingt wie das Motto vieler Klimaverhandlungen – komplizierte Kompromisse, schön verpackt in große Worte.

    Das jüngste EU-Klimapaket gilt als ambitioniert, doch es kam spät zustande, nach langen, zermürbenden Verhandlungen. Glaubwürdigkeit? Ein rares Gut, wenn die eigenen Ziele unter dem Druck nationaler Interessen verwässern.


    Vom Reden zum Handeln – die Frage des Geldes

    „Assez parlé, maintenant il faut agir!“ rief Brasiliens Präsident Lula vor dem Gipfel. Recht hat er. Denn was nützen neue Ziele, wenn die bisherigen kaum umgesetzt sind?

    Die Länder des globalen Südens fordern endlich Taten – und Geld. 300 Milliarden Dollar jährlich bis 2035 sollen die reichen Staaten bereitstellen, beschlossen bei der COP29 in Aserbaidschan. Doch bislang bleibt das meiste davon ein Versprechen auf Papier.

    Frankreich etwa verteilt seine Mittel überwiegend in Form von Krediten. Das mag großzügig klingen, doch es verstärkt die Schuldenlast vieler armer Länder. Wie soll ein Staat in Westafrika in Solaranlagen investieren, wenn er gleichzeitig alte Kredite tilgen muss?

    Gaïa Febvre vom Réseau Action Climat bringt es auf den Punkt: „Wenn die Länder ihre Schulden bedienen müssen, bleibt kein Geld für Klima, Bildung oder Gesundheit.“ Ein Teufelskreis – und einer, der die Glaubwürdigkeit der reichen Nationen massiv beschädigt.

    Gleichzeitig geistert eine gewaltige Zahl durch die Verhandlungsräume: 1.300 Milliarden Dollar. So viel, sagen die Entwicklungsländer, braucht die Welt jährlich für den Wandel zu einer klimaneutralen Wirtschaft. Gigantisch? Sicher. Aber wie viel kostet Untätigkeit?


    Stimmen aus dem Regenwald

    Dass die COP30 ausgerechnet in Belém stattfindet, ist kein Zufall. Die Amazonasregion ist ein Sinnbild für das, was auf dem Spiel steht – und für jene, die oft übersehen werden: die indigenen Völker.

    Ihre Stimmen sind leise, doch ihre Botschaft ist laut: „Wir schützen den Wald, also schützt auch uns.“ Sie sind es, die seit Jahrhunderten im Einklang mit der Natur leben, deren Wissen über Pflanzen, Böden und Wasserläufe unbezahlbar ist.

    Die brasilianische Regierung hat versprochen, ihnen auf der COP eine größere Bühne zu geben. Ob sie gehört werden, steht auf einem anderen Blatt. Aber ohne sie, da sind sich Experten einig, lässt sich die Klimakrise nicht lösen.

    Manche nennen sie die „Hüter des Planeten“. Vielleicht ist es an der Zeit, ihnen zuzuhören, statt sie als Folklore abzutun.


    Methan – der übersehene Riese

    Während alle auf CO₂ starren, schleicht sich ein anderer Übeltäter durchs Treibhaus: Methan. Dreißigmal klimaschädlicher als Kohlendioxid, aber seltener in den Schlagzeilen. Es entweicht aus Lecks in Gaspipelines, aus Rinderherden, aus Reisanbau und Müllhalden.

    Hundert Staaten haben 2021 versprochen, ihre Methanemissionen deutlich zu senken. Doch seither? Viel Gerede, wenig Veränderung. Einige Länder wie Neuseeland rudern sogar zurück.

    Ana Toni, die Chefin der COP30, kündigte an, das Thema ins Zentrum der Gespräche zu rücken. Wird sie Erfolg haben? Schwer zu sagen. Methan ist ein komplizierter Gegner – unsichtbar, flüchtig und oft wirtschaftlich unbequem. Aber: Wer es schafft, hier Fortschritte zu erzielen, könnte tatsächlich „ein paar Zehntelgrade gewinnen“, wie Laurent Fabius betont.

    Und in einer Welt, die zwischen 1,3 und 1,5 Grad Erwärmung schwankt, zählt jedes Zehntel.


    Belém – Hoffnung zwischen Fluss und Feuer

    In Belém mischt sich tropische Hitze mit politischer Spannung. Zwischen den Verhandlungsräumen rauscht der Amazonas, als wolle er selbst ein Wörtchen mitreden. Draußen demonstrieren indigene Aktivistinnen mit bunt bemalten Gesichtern, drinnen verhandeln Diplomaten über Milliardenbeträge und Zehntelgrade.

    Eine surreale Kulisse, fast filmreif – und doch spiegelt sie die Realität unserer Zeit.

    Wird die COP30 die Wende bringen? Oder reiht sie sich ein in die Liste der verpassten Chancen? Niemand weiß es. Aber vielleicht liegt in diesem Zweifel selbst eine Art Hoffnung: dass der Wille, es diesmal besser zu machen, stärker ist als die Müdigkeit nach Jahrzehnten des Zauderns.

    Denn was bleibt sonst?


    Ein Planet am Scheideweg

    Seit dem 19. Jahrhundert hat sich die Erde um 1,3 Grad erwärmt. Klingt nach wenig, verändert aber alles: Ernten verdorren, Gletscher schmelzen, Meere steigen, Menschen fliehen. Der Klimawandel ist längst kein Zukunftsszenario mehr, sondern tägliche Realität – auch in Europa.

    Und doch, zwischen all den düsteren Prognosen, gibt es Licht. Solaranlagen sprießen in der Sahara, Windräder drehen sich vor bretonischen Küsten, junge Start-ups entwickeln klimaneutrale Baustoffe.

    Es gibt sie, die Lösungen. Sie liegen auf dem Tisch. Man muss sie nur – endlich – anpacken.


    Zwischen Hoffnung und Verantwortung

    Die COP30 ist kein Fest der Worte mehr. Sie ist ein Prüfstein. Für Regierungen, für Unternehmen, für jeden Einzelnen. Ob in Paris, Berlin oder São Paulo – die Frage bleibt dieselbe: Wie ernst meinen wir es mit unserer Zukunft?

    Vielleicht ist das eigentliche Ziel von Belém nicht ein neues Abkommen, sondern ein neuer Geist. Ein Bewusstsein, dass es längst nicht mehr um die ferne Zukunft geht, sondern um das Hier und Jetzt.

    Belém – der Ort, an dem die Welt entscheiden könnte, ob sie wirklich bereit ist, sich zu verändern. Oder ob sie weiter wartet, bis der Regenwald schweigt.

    Ein Artikel von M. Legrand

  • Kommentar: Klimakonferenz im Treibhaus – oder: Wie lange wollen wir uns noch hinters Licht führen lassen?

    Kommentar: Klimakonferenz im Treibhaus – oder: Wie lange wollen wir uns noch hinters Licht führen lassen?

    Die Bühne steht. Der Dschungel dampft. Die Kameras laufen. In Belém, mitten im Amazonas, beginnt in diesen Tagen die COP30 – der 30. Versuch, dem Planeten das Überleben zu sichern.

    Und es drängt sich eine schmerzhafte Frage auf:
    Dürfen wir bei den Politikern dieser Welt überhaupt noch auf Vernunft hoffen?

    Was da auf den Konferenztischen verhandelt wird, klingt nach Aufbruch, nach Lösungen, nach globalem Schulterschluss. Aber zwischen der Rhetorik und der Realität liegen oft Lichtjahre – oder, sagen wir es, wie es ist: Lügenmeilen.

    Eine Welt am Limit – und sie spielen weiter Theater

    Wir leben im wärmsten Jahrzehnt der Menschheitsgeschichte. Die Gletscher schmelzen, Wälder brennen, Meere übersäuern. Millionen Menschen fliehen bereits heute vor einer Klima-Zukunft, die längst begonnen hat. Und was tun unsere Staats- und Regierungschefs?

    Sie fliegen mit Regierungsjets in die Amazonasregion, um in klimatisierten Konferenzsälen über Emissionsziele zu parlieren – während draußen, keine hundert Kilometer entfernt, Bäume fallen für Soja, Viehzucht, Asphalt.

    Es ist grotesk.

    Die symbolische Wahl Beléms als Konferenzort wirkt auf den ersten Blick clever: Der Regenwald, die grüne Lunge der Erde, als Mahnmal und Hoffnungsträger zugleich. Doch auf den zweiten Blick wird klar: Diese Bühne ist eine Falle. Denn wer den Amazonas als Kulisse nutzt, muss liefern – und nicht nur Selfies posten mit tropischer Flora im Hintergrund.

    Die große Show des Kleinmuts

    Natürlich sind da auch engagierte Stimmen. Klimaaktivisten, indigene Vertreter:innen, Wissenschaftler:innen, NGOs. Sie kämpfen, argumentieren, dokumentieren – mit Mut und Herzblut. Aber was bringt das alles, wenn am Ende der Machtpoker wieder das Spiel bestimmt?

    Die Nationalstaaten stehen sich gegenseitig auf den Füßen. Jeder wartet, bis der andere den ersten Schritt macht. China schaut auf die USA, die USA schauen nur noch auf sich selbst, Europa schaut… sich selbst beim Zaudern zu.

    Und dann, wenn das Abschlussdokument steht, klopfen sich alle auf die Schulter und sprechen von „wichtigen Fortschritten“. Fortschritten, die oft nicht einmal das Papier wert sind, auf dem sie festgehalten wurden.

    Wer zahlt, darf reden – wer leidet, bleibt stumm

    Die zentrale Ungerechtigkeit bleibt: Die Industrienationen, die jahrzehntelang Profite auf Kosten des Klimas gemacht haben, wollen nur zögerlich zahlen. Für Anpassung, für Schutz, für gerechte Übergänge.

    Doch während sie diskutieren, ob drei Milliarden Dollar zu viel sind, versinken ganze Landstriche in Fluten. Sterben Kinder an Dürre. Verliert der Süden die Geduld – und das Vertrauen.

    Wie kann es sein, dass im Jahr 2025 noch immer keine verbindlichen Finanzierungszusagen existieren, die diesen Namen verdienen?

    Mutlosigkeit ist kein Naturgesetz

    Vielleicht liegt das eigentliche Problem gar nicht im System. Sondern in der Mentalität. In einem politischen Denken, das selbst im Angesicht der Katastrophe auf kurzfristige Vorteile schaut.

    Aber: Wer sich heute nicht ändert, wird morgen gezwungen sein, zu retten, was nicht mehr zu retten ist.

    Was wir brauchen, ist keine weitere Konferenz mit warmen Worten. Sondern eine radikale Kehrtwende. Eine neue politische Kultur – global und ehrlich.

    Eine Kultur, die Verantwortung nicht vertagt, sondern wahrnimmt.
    Eine, die Gerechtigkeit nicht verhandelt, sondern verankert.
    Eine, die nicht fragt, was möglich ist, sondern was notwendig ist.

    Und wir? Wir schauen zu. Noch.

    Vielleicht ist das der bitterste Teil der Wahrheit: Wir alle lassen es zu. Zu oft. Zu lange.

    Wir hoffen auf Vernunft – bei denen, die längst gezeigt haben, dass sie lieber Macht verteidigen als Zukunft gestalten.

    Aber Hoffnung allein reicht nicht mehr.
    Nicht bei 1,5 Grad. Nicht bei COP30. Nicht im Amazonas.

    Was also bleibt?

    Vielleicht diese unbequeme Erkenntnis: Wenn wir der Vernunft der Politik nicht mehr trauen, müssen wir selbst unbequem werden.

    Sehr unbequem.

    Ein Kommentar von Andreas M. Brucker

  • Klimaziele in der Warteschleife? Frankreichs ökologischer Neustart im Elysée

    Klimaziele in der Warteschleife? Frankreichs ökologischer Neustart im Elysée

    Was braucht es, damit ein Präsident das ganze Regierungsteam an einen Tisch holt – und zwar zu einem Thema, das sich nicht mehr wegschieben lässt? Am 31. März 2025 hat Emmanuel Macron genau das getan: Er hat den „Conseil de planification écologique“ wiederbelebt. Seit 2023 lag dieses Gremium mehr oder weniger auf Eis. Jetzt geht’s darum, Tempo zu machen. Denn obwohl Frankreich 2024 einen Rückgang der Treibhausgasemissionen von 1,8 % verzeichnet hat, ist klar: Das reicht nicht. Wirklich nicht. Die Zahlen klingen erstmal okay, aber sie zeigen vor allem eines – ein Nachlassen der Dynamik. Und in der Klimapolitik bedeutet Stillstand eben Rückschritt. Der Plan: Mehr als eine symbolische Runde Rund 15 Ministerinnen und Minister sind eingeladen. Macron will aber kein symbolisches Händeschütteln – er will Ergebnisse. Ziel: Die bisherigen Maßnahmen kritisch prüfen und konkrete Schritte für die nächsten Jahre planen. Frankreich hat ambitionierte Klimaziele, etwa das Netto-Null-Ziel bis 2050, doc…

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  • COP29 ohne Macron: Frankreichs diplomatischer Protest und Klima-Ambitionen

    COP29 ohne Macron: Frankreichs diplomatischer Protest und Klima-Ambitionen

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wird zum ersten Mal seit 2019 nicht an einem bevorstehenden Klimagipfel, dem COP29 in Baku, Aserbaidschan, teilnehmen. Grund dafür sind die derzeitigen diplomatischen Spannungen zwischen Frankreich und Aserbaidschan, die vor allem durch die Konflikte in der Region Karabach verschärft wurden. Während Macron in den letzten Jahren stets eine starke Präsenz bei den jährlichen Klimakonferenzen gezeigt hatte, überlässt er die Repräsentation der französischen Regierung diesmal der Umweltministerin Agnès Pannier-Runacher. Ein diplomatischer Balanceakt Der Verzicht auf eine Teilnahme Macrons bei der COP29 ist Ausdruck der angespannten Beziehungen zu Aserbaidschan. Nach der azerbaidschanischen Militäroffensive gegen die armenischen Separatisten im September 2023 und der darauffolgenden Übernahme der Region durch Baku, kam es zu einer Massenflucht von über 120.000 Armeniern aus dem Gebiet. Frankreich hat diese Offensive öffentlich verurteilt und seine Unters…

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  • COP 27: Globaler „Schutzschild“ auf den Weg gebracht

    COP 27: Globaler „Schutzschild“ auf den Weg gebracht

    Während sich die COP 27 ihrem Ende nähert, wurde ein Anti-Methan-Plan ins Leben gerufen. Vor allem aber wurde die Idee eines Schutzschildes zwischen den G7-Staaten und etwa 60 anderen anfälligen Ländern gegen Klimarisiken ins Leben gerufen.

    Stundenlange Diskussionen, mehr als zehn Tage Verhandlungen und am Ende einige Fortschritte. Zunächst einmal ein Aktionsplan gegen Methan, ein sehr klimaschädliches Gas. Die UNO kündigt die Schaffung eines Satellitenprogramms mit dem Namen „MARS“ an. Die Satelliten werden in der Lage sein, große Methanaufkommen zu identifizieren und so ein schnelles Handeln der Behörden zu ermöglichen. Eines der wichtigsten Themen auf der COP 27 war jedoch der Schutz durch Klimarisiken besonders gefährdeter Länder. Zwischen den G7-Staaten und fast 60 gefährdeten Ländern wurde ein globaler Schutzschild ins Leben gerufen.

    Diese Initiative kann jedoch einen von den Vereinten Nationen getragenen Mechanismus nicht ersetzen, und genau dieses Dossier stellt heute das grösste Problem für eine gemeinsame Vereinbarung der COP 27 dar. Dennoch kam es gestern Abend zu einer positiven entwicklung. Zunächst zögerlich, schlug die Europäische Union einen Fonds zur Bewältigung von Verlusten und Schäden in den am stärksten gefährdeten Ländern vor. Einige Länder, wie z. B. China, zögern allerdings immer noch, in diesen Fonds einzubezahlen, was den Vorsitzenden der Klimakonferenz dazu zwang, die Verhandlungen um einen Tag zu verlängern. Er rief die Parteien dazu auf, einen Gang höher zu schalten und eine Einigung zu erzielen.

  • Queen „verärgert und frustriert“, weil sie nicht am COP26 Klimagipfel teilnehmen kann

    Queen „verärgert und frustriert“, weil sie nicht am COP26 Klimagipfel teilnehmen kann

    Buckingham gab am Dienstag bekannt, dass Königin Elizabeth II. aus gesundheitlichen Gründen nicht am COP26 Klimagipfel teilnehmen kann, dar am 31. Oktober in Glasgow (Schottland) beginnt. Die Queen ist „verärgert und frustriert“, berichtet der britische Journalist Philip Turle.

    Königin Elizabeth II. gab am Dienstag, 26. Oktober, in einer Pressemitteilung bekannt, dass sie aus gesundheitlichen Gründen nicht am Klimagipfel COP26, der vom 31. Oktober bis 12. November in Glasgow (Schottland) stattfindet, teilnehmen wird. Sie wollte am Montag, 1. November, am Empfang der Veranstaltung teilnehmen. Wie der britische Journalist Philip Turle auf France 24 berichtet, ist Elisabeth II. „verärgert und frustriert“, dass sie nicht an dem Gipfel teilnehmen kann. „Sie bedauert, dass sie nicht gehen kann. Sie wollte unbedingt dabei sein, weil sie, wie wir erfahren haben, über die Haltung einiger Staatschefs sehr frustriert ist“.

    Seit Mitte Oktober musste die Queen ihren Zeitplan mehrmals ändern. Auf Anraten ihrer Ärzte sagte sie einen Besuch in Nordirland ab und verbrachte die Nacht von Mittwoch, 20. auf Donnerstag, 21. Oktober im privaten Edward VII Krankenhaus in London.

    Lesen Sie auch: Im Vorfeld von COP26 ärgert sich Königin Elizabeth II.: “Sie reden nur und handeln…

    „Es gibt zwei Möglichkeiten, die Ankündigung des Buckingham Palace zu betrachten“, erklärt der Journalist. „Eine davon ist, dass die Situation in Bezug auf ihre Gesundheit ernster sein könnte, als man zugeben möchte. Andererseits ist es wahr, dass Königin Elizabeth II. eine alte Dame von 95 Jahren ist, die einen äußerst arbeitsreichen Oktober hinter sich hat, mit Besuchen in Edinburgh und im Buckingham Palace, die Bill Gates zu Terminen empfing und jeden Tag Telearbeit macht… Kein anderer Mensch in ihrem Alter auf der Welt hat einen so vollen Terminkalender“, so der Journalist, der glaubt, sie sei einfach „müde“.

    Philip Turle stellt eine weitere Hypothese auf: In Großbritannien hat die Zahl der Covid-19-Fälle zugenommen. Die Ärzte der Königin wollen kein Risiko für ihre Gesundheit eingehen.

  • Emmanuel Macron begrüßt die Rückkehr der Vereinigten Staaten zum Pariser Abkommen

    Emmanuel Macron begrüßt die Rückkehr der Vereinigten Staaten zum Pariser Abkommen

    Emmanuel Macron nutzte den „Klima-Ambition“-Gipfel am Samstag, 12. Dezember, um die Rückkehr der Vereinigten Staaten zum Pariser Abkommen zu begrüssen. Dies war in der Tat ein Wahlversprechen von Joe Biden, dem jüngsten Gewinner der amerikanischen Präsidentschaftswahlen. „Willkommen zu Hause!“, das sagte Emmanuel Macron am Samstag, 12. Dezember, zu den Vereinigten Staaten auf dem „Ambition Climate Summit“. Die amerikanische Rückkehr zum Pariser Abkommen war von Joe Biden versprochen worden, der am 20. Januar die Nachfolge von Donald Trump antreten wird. Und dies drängte den französischen Präsidenten, seine Ziele nach oben zu revidieren. „Unser ökologischer Übergang muss ein sozialer Übergang sein“, sagt er. Das Ziel der Klimaneutralität Die Vereinten Nationen haben die Mitgliedsländer des Abkommens aufgefordert, ihre CO2-Emissionen bis 2030 gegenüber dem Stand von 2010 um 45% zu reduzieren. Ziel ist es, in naher Zukunft Klimaneutralität zu erreichen. Die Europäische Union ihrerseits ha…

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  • Fünf Jahre nach dem Pariser Abkommen ruft die UNO den Klima-Notstand aus.

    Fünf Jahre nach dem Pariser Abkommen ruft die UNO den Klima-Notstand aus.

    Der UN-Generalsekretär fordert „eine Reduzierung der globalen Emissionen um 45% bis 2030 im Vergleich zum Niveau von 2010“.

    „Ich rufe heute die Staats- und Regierungschefs der Welt auf, den Klima-Notstand in ihren Ländern auszurufen, bis die Klimaneutralität erreicht ist“. Dies forderte UN-Generalsekretär Antonio Guterres am Samstag, dem 12. Dezember, anlässlich eines Videokonferenzgipfels, der fünf Jahre nach dem Pariser Abkommen die Bemühungen zur Bekämpfung der globalen Erwärmung neu beleben soll.

    „Reduzierung der globalen Emissionen um 45 Prozent bis 2030“.
    Vor fünf Jahren verpflichtete sich die internationale Gemeinschaft, die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Niveau „deutlich“ unter +2°C und wenn möglich unter +1,5°C zu halten. Die von den verschiedenen Ländern eingegangenen Verpflichtungen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen (THG) „reichten nicht aus“ und „wurden nicht eingehalten“, betonte der UN-Chef. Antonio Guterres forderte daher „eine Reduzierung der globalen Emissionen um 45% bis 2030 im Vergleich zum Niveau von 2010“.

    Dutzende Staats- und Regierungschefs, Vertreter von Unternehmen wie Apple, der Zivilgesellschaft und der indigenen Völker nehmen an diesem von den Vereinten Nationen, dem Vereinigten Königreich und Frankreich in Partnerschaft mit Chile und Italien organisierten „Klimagipfel der Ambitionen“ teil. Weniger als ein Jahr vor der COP26, die im November 2021 in Glasgow, Schottland, stattfinden wird, hat der UN-Generalsekretär die Länder aufgefordert, „Ehrgeiz zu zeigen“.

    China, Indien und die EU verpflichten sich
    Der chinesische Präsident Xi Jinping kündigte an, dass sein Land, der größte Umweltverschmutzer der Welt, seine Kohlenstoffintensität (CO2-Emissionen im Verhältnis zum BIP) bis 2030 um 65% im Vergleich zum Niveau von 2005 reduzieren werde. Er versprach auch, dass China seinen Höchststand an CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 erreichen werde, was an eine Verpflichtung vom September anknüpft, als er versprach, bis 2060 Klimaneutralität zu erreichen.

    Der indische Premierminister Narendra Modi sagte, sein Land, der weltweit viertgrößte Emittent von Treibhausgasen, strebe bis 2030 eine Gesamtkapazität an erneuerbaren Energien von 450 GW an. Im Gegensatz zu anderen großen Volkswirtschaften hat Indien jedoch kein Datum für die Erreichung der Klimaneutralität festgelegt.

    Macrons „Willkommen zurück“ an Biden
    Im Vorfeld des Gipfels hatten mehrere Staaten bereits mutige Pläne zur Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen angekündigt. Am Freitag einigten sich die 27 EU-Länder darauf, ihre Emissionen bis 2030 um „mindestens 55%“ gegenüber dem Niveau von 1990 zu reduzieren und bis 2050 die Kohlenstoffneutralität zu erreichen. Das Vereinigte Königreich beabsichtigt, die finanzielle Unterstützung für fossile Energieprojekte im Ausland „so bald wie möglich“ einzustellen. Die britische Regierung hat sich verpflichtet, die CO2-Emissionen bis 2030 um mindestens 68% zu reduzieren.

    Nach dem historischen Schwung des Pariser Abkommens hatte die Begeisterung nachgelassen, die ein Jahr später durch die Wahl von Donald Trump noch weiter gedämpft wurde, der den Rückzug der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt aus dem globalen Pakt gegen den Klimawandel ankündigte. Der designierte US-Präsident Joe Biden versprach, dass die Vereinigten Staaten der Pariser Vereinbarung „am ersten Tag seiner Präsidentschaft“ wieder beitreten würden, und bekräftigte seine Verpflichtung, innerhalb von 100 Tagen einen internationalen Klimagipfel abzuhalten. „Willkommen zurück, willkommen zu Hause“, sagte Emmanuel Macron am Samstag und begrüßte die angekündigte Rückkehr der Vereinigten Staaten.

  • Virtueller Klimagipfel: Dutzende von Staats- und Regierungschefs sprechen über die Reduzierung von Treibhausgasen

    Virtueller Klimagipfel: Dutzende von Staats- und Regierungschefs sprechen über die Reduzierung von Treibhausgasen

    Aktuelle Kurzmeldung:

    Samstag, 12. Dezember 2020: Es wird erwartet, dass Emmanuel Macron zu Beginn des Gipfels sprechen wird, gleich nach dem UN-Generalsekretär, dem britischen Premierminister und zwei Vertretern der Zivilgesellschaft. Hier der Link auf die Webseite der Veranstaltung und die Liste der Redner. Es fällt auf, dass nur die „guten Schüler“ (oder die am wenigsten schlechten) zu diesem Klimagipfel eingeladen wurden, Jair Bolsonaro und Donald Trump gehören nicht zu den geladenen Rednern.