Schlagwort: Klimaanlage

  • Ventilatoren im Sturm der Hitze: Wenn die Regale nach wenigen Stunden leer sind

    Ventilatoren im Sturm der Hitze: Wenn die Regale nach wenigen Stunden leer sind

    Kaum kündigen die Wetterdienste eine Hitzewelle an, beginnt in vielen französischen Städten ein inzwischen vertrautes Schauspiel. Kunden strömen in Elektromärkte und Supermärkte, auf der Suche nach einem Gerät, das in diesen Tagen zum begehrten Gut avanciert: dem Ventilator. Was noch am Morgen in den Regalen steht, ist oft schon wenige Stunden später vergriffen. „Wir haben morgens eine neue Lieferung erhalten, am Nachmittag war alles verkauft“, berichtet ein Filialleiter aus dem Großraum Paris. Solche Szenen spielen sich inzwischen bei nahezu jeder größeren Hitzewarnung ab und zeigen, wie stark Wetterprognosen das Kaufverhalten beeinflussen. Sobald die Temperaturen mehrere Tage hintereinander die Marke von 35 Grad überschreiten, steigt die Nachfrage nach Kühlgeräten sprunghaft an. Besonders gefragt sind klassische Standventilatoren, Turmventilatoren, Luftkühler und mobile Klimaanlagen. Viele Verbraucher reagieren dabei erst, wenn die Hitze bereits spürbar ist. Dann entsteht ein regelre…

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  • Hitzewelle legt das Muséum de Toulouse lahm: Klimaanlage ausgefallen, Museum vorübergehend geschlossen

    Hitzewelle legt das Muséum de Toulouse lahm: Klimaanlage ausgefallen, Museum vorübergehend geschlossen

    Mitten in einer der intensivsten Hitzewellen des Jahres bleibt das Muséum de Toulouse vorübergehend geschlossen. Der Grund ist kein Streik, keine Bauarbeit und auch keine Sicherheitswarnung, sondern ein technischer Defekt mit weitreichenden Folgen: Die Klimaanlage des renommierten Naturkundemuseums ist ausgefallen.

    Die Museumsleitung sah sich deshalb gezwungen, die Türen für Besucher kurzfristig zu schließen. Nachdem das Haus bereits am Wochenende des 20. und 21. Juni außerplanmäßig geschlossen blieb, verlängerte sich die Maßnahme bis einschließlich Freitag, den 26. Juni. Sämtliche Führungen, Workshops, Veranstaltungen und sonstigen Aktivitäten innerhalb des Gebäudes wurden abgesagt.

    Für viele Familien, Touristinnen und Touristen kommt die Nachricht ungelegen. Gerade während heißer Sommertage zählen Museen zu den beliebtesten Rückzugsorten. Dort locken nicht nur spannende Ausstellungen, sondern oft auch angenehm temperierte Räume. Im Fall des Muséum de Toulouse fiel genau dieser Vorteil weg.

    Die aktuelle Hitzewelle stellt zahlreiche öffentliche Einrichtungen vor Herausforderungen. Hohe Außentemperaturen belasten technische Anlagen, die oft über viele Stunden hinweg auf Höchstleistung laufen. Im Muséum reichte die Kombination aus extremer Hitze und dem Ausfall der Klimatisierung schließlich aus, um einen regulären Betrieb unmöglich zu machen.

    Bereits zuvor hatte die Einrichtung ihre Öffnungszeiten an die außergewöhnlichen Wetterbedingungen angepasst. Doch irgendwann stößt selbst die beste Organisation an ihre Grenzen. Ohne funktionierende Kühlung ließ sich weder für Besucher noch für Mitarbeitende ein angemessenes Raumklima gewährleisten.

    Ganz verstummt ist das kulturelle Leben rund um das Muséum allerdings nicht.

    Die Jardins du Muséum im Stadtteil Borderouge bleiben weiterhin geöffnet und bieten Naturinteressierten eine Alternative zum Museumsbesuch. Auch das Restaurant Le Moaï empfängt seine Gäste wie gewohnt. Darüber hinaus findet die Veranstaltung „Ça mijote !“ trotz der Einschränkungen statt.

    Die vorübergehende Schließung besitzt für Toulouse durchaus Symbolcharakter. Das Muséum zählt zu den bedeutendsten wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen der Metropole. Jahr für Jahr zieht es zahlreiche Besucher an und gilt besonders bei Familien als beliebtes Ausflugsziel.

    Der Vorfall zeigt zugleich, wie empfindlich selbst etablierte Kulturinstitutionen auf extreme Wetterereignisse reagieren. Hitzewellen treten in Südfrankreich inzwischen häufiger und intensiver auf als noch vor wenigen Jahrzehnten. Technische Infrastruktur, Gebäude und öffentliche Einrichtungen geraten dadurch zunehmend unter Druck.

    Wann genau das Museum seine Türen wieder öffnen kann, hängt nun von der Reparatur der Klimaanlage ab. Die Verantwortlichen empfehlen Besucherinnen und Besuchern, sich vor einem geplanten Besuch über die aktuellen Informationen zur Wiedereröffnung zu informieren.

    Bis dahin bleibt eines der bekanntesten Museen der „rosaroten Stadt“ unfreiwillig in einer Art Sommerschlaf – verursacht nicht durch fehlendes Interesse, sondern durch die unerbittliche Kraft der Hitze.

    Von Daniel Ivers

  • Klimaanlagen – Helfer in der Hitze, Brandbeschleuniger fürs Klima

    Klimaanlagen – Helfer in der Hitze, Brandbeschleuniger fürs Klima

    Der Sommer drückt. Die Hitze flirrt über den Asphalt, in den Städten steht die Luft – und drinnen summt die Klimaanlage.Sie ist Segen und Fluch zugleich: ein technischer Lebensretter an Tagen, an denen die Temperaturen gefährlich hochklettern, aber auch ein stiller Mitverursacher jener Klimakrise, gegen die wir eigentlich ankämpfen. Stromfresser im Dauerbetrieb Rund zehn Prozent des weltweiten Stromverbrauchs gehen inzwischen auf das Konto von Klimaanlagen.Ein gewaltiger Brocken – und er wächst rasant. Besonders in aufstrebenden Ländern wie China oder Indien explodiert der Verbrauch, oft noch gespeist aus Kohle- und Gaskraftwerken.Frankreich und Deutschland stehen durch ihren hohen Anteil an CO₂-armer Stromerzeugung etwas besser da, doch auch hier belasten die sommerlichen Verbrauchsspitzen die Netze zunehmend. Und mal ehrlich: Wer einmal die wohltuende Kühle in einem von Hitzewellen geprägten Hochsommer erlebt hat, möchte nur ungern wieder darauf verzichten. Unsichtbare Klimakiller – …

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  • Kühles Netz statt heißer Luft – wie Lyon mit urbanen Kältenetzen gegen die Hitze antritt

    Kühles Netz statt heißer Luft – wie Lyon mit urbanen Kältenetzen gegen die Hitze antritt

    Wenn die Sommerhitze in Lyon wie eine unsichtbare Decke über der Stadt liegt, greifen viele reflexartig zur Klimaanlage. Doch mitten im Herzen der Metropole wächst eine stille, fast unsichtbare Alternative heran – die urbanen Kältenetze. Sie kühlen Gebäude, ohne heiße Luft zurück in die Straßen zu blasen, und könnten damit zu einem der wirksamsten Werkzeuge gegen städtische Hitzeinseln werden.

    Technik, die im Untergrund arbeitet – für Komfort oben in den HäusernDas Prinzip ist simpel, aber raffiniert: Eine zentrale Anlage produziert Kaltwasser – in der Regel zwischen 5 °C und 12 °C – und schickt es durch ein Netz unterirdischer Leitungen zu den angeschlossenen Gebäuden. Dort übernimmt es die Klimatisierung. Kein Brummen einzelner Klimageräte, kein Warmluftgebläse, das Gehwege noch heißer macht. Stattdessen: gebündelte Effizienz, besserer Wirkungsgrad, weniger Lärm. In Lyon ist das längst Realität. Der Geschäftsbezirk La Part-Dieu, pulsierendes Herz der Stadt, ist über ein solches Netz…

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  • Elektrische Heizkörper oder umkehrbare Klimaanlagen? Das ist die günstigste Heizmethode

    Elektrische Heizkörper oder umkehrbare Klimaanlagen? Das ist die günstigste Heizmethode

    Das Heizen wird in diesem Winter schnell zu einem echten Problem werden, da die Strompreise um 15% steigen werden und die Energie knapp sein wird. Auch wenn die Elektroheizung zu den beliebtesten Heizmethoden der Franzosen gehört, ist eine umkehrbare Klimaanlage zweifellos die wirtschaftlichere Lösung. Angesichts der explodierenden Energiepreise ist die Umstellung auf eine sparsame und effiziente Heizung in diesem Winter so aktuell wie nie zuvor. Der Verbrauch von Heizgeräten macht im Durchschnitt 67% der Energierechnung eines französischen Haushalts aus. Unter den von den Franzosen am meisten bevorzugten Heizmethoden steht die vollelektrische Heizung, die immer mehr an Bedeutung gewinnt, an zweiter Stelle. Viele stellen sich nun die Frage, ob sie Ihre Wohnung im Winter mit einem elektrischen Heizkörper oder besser mit einer umkehrbaren Klimaanlage wärmen sollen. Im Durchschnitt zwischen 25 und 40% Energieeinsparung. Die Fachleute sind sich einig: Früher galt die Klimaanlage als energieintensiv, doch das ist heute nicht mehr der Fall. Neben der Kühlung im Sommer „verbraucht eine umkehrbare Klimaanlage im Durchschnitt 25 bis 40% weniger Energie als ein herkömmliches Heizgerät“, erklärt TotalEnergies. Laut der Website Hellowatt verbraucht ein elektrischer Heizkörper durchschnittlich 3.800 kWh pro Jahr, bei älteren Modellen sogar noch mehr. Um die Stromrechnung zu senken, sollte man also auf eine Klimaanlage setzen. Da diese im Winter nach dem Prinzip einer Wärmepumpe funktioniert, erzeugt sie mehr Energie, als sie verbraucht; bis zu viermal mehr. Obwohl sie in der Anschaffung viel teurer ist als ein elektrischer Heizkörper, kann man mit einer umkehrbaren Klimaanlage auf das ganze Jahr gesehen viel Geld sparen. Der Verbrauch einer umkehrbaren Klimaanlage hängt insbesondere von der Leistung des Geräts und der Nutzungszeit ab. Daher ist es wichtig, das Gerät entsprechend der zu beheizenden Räume zu dimensionieren. „Eine Klimaanlage verbraucht im Sommer mehr Strom als im Winter. In der warmen Jahreszeit ist das Kühlsystem recht energieintensiv, während die von der Klimaanlage abgegebene Wärme sehr energiesparend ist“, sagt TotalEnergies. Um herauszufinden, ob eine Klimaanlage im Warmzustand energie- oder energiesparend ist, sollte man sich den saisonalen Leistungskoeffizienten (SCOP) ansehen. Zum Beispiel: „Eine Klimaanlage mit einem SCOP von 4 gibt pro verbrauchter Kilowattstunde Strom 4 kWh Wärme ab. Das bedeutet, dass von den 4 kWh, die zurückgegeben werden, nur 1 kWh in Rechnung gestellt wird. Im Vergleich zu einem Elektrogerät, das 1 kWh pro verbrauchter kWh zurückgibt, sind also Einsparungen von bis zu 75% möglich“, so TotalEnergies. Meist wird eine umkehrbare Klimaanlage als Zusatzheizung verwendet. Um das gesamte Haus zu beheizen, wird sie oft mit einer anderen Heizmethode kombiniert. Beachten muss man allerdings, dass eine Klimaanlage bei Temperaturen unter -15 °C nicht mehr funktioniert. Nehmen wir als Beispiel einen 110 m2 großes Einfamilienhaus in Südfrankreich, das in den 1980er Jahren gebaut wurde. Laut einer Studie von Cozynergy, einem Experten für die energetische Sanierung von Wohngebäuden, würde der Austausch des elektrischen Heizsystems des Hauses durch eine Luft-Luft-Wärmepumpe bis zu 63% Energie einsparen, was heute etwa 1.663 € pro Jahr entspricht. Diese Änderung würde dem Planeten außerdem 9 kg CO2 pro m2/Jahr ersparen, was dem Äquivalent von 5.000 km für ein Stadtauto in einem Jahr entspricht.