Schlagwort: Katar

  • Prunk, Profit und Politik – Donald Trumps neue Nahost-Strategie

    Prunk, Profit und Politik – Donald Trumps neue Nahost-Strategie

    Donald Trumps jüngste Reise durch den Nahen Osten hat weniger diplomatische Akzente gesetzt als vielmehr eine Debatte über ethische Grenzen in der US-Außenpolitik entfacht. Besuche in Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) wurden begleitet von spektakulären Geschenken, milliardenschweren Verträgen und einer demonstrativen Nähe zu autoritären Regimen. In der politischen und medialen Landschaft der Vereinigten Staaten und weltweit sorgt der präsidiale Trip für Unruhe – und für rechtliche Fragen.

    Die Auswahl der besuchten Länder ist nicht zufällig: Alle drei gelten als geopolitisch einflussreiche Akteure, verfügen über enorme finanzielle Ressourcen und stehen regelmäßig wegen ihrer Menschenrechtslage in der Kritik. Trumps Reise war von Beginn an kein gewöhnlicher Staatsbesuch, sondern ein sorgfältig inszeniertes Projekt persönlicher Machtausweitung und ökonomischer Interessen.

    Ein Jet als diplomatisches Minenfeld

    Im Zentrum der aktuellen Kontroverse steht ein außergewöhnliches Geschenk des katarischen Königshauses: Ein luxuriös ausgestatteter Boeing 747-8 Jumbojet im Wert von rund 400 Millionen US-Dollar. Trump kündigte an, das Flugzeug zeitweise als Alternative zur offiziellen „Air Force One“ nutzen zu wollen. Später solle es Teil seiner geplanten Präsidentenstiftung werden.

    Während Trump selbst das Geschenk als „Zeichen strategischer Partnerschaft“ darstellt, kritisieren politische Beobachter und Mitglieder des US-Kongresses die Annahme als potenziell verfassungswidrig. Die sogenannte „Emoluments Clause“ der US-Verfassung untersagt es Amtsträgern, Geschenke von ausländischen Regierungen ohne Zustimmung des Kongresses anzunehmen. Senator Ted Cruz sprach von einem „gefährlichen Präzedenzfall“ und warnte vor möglichen Spionagerisiken durch katarische Technik an Bord. Auch Demokraten wie Adam Smith forderten eine umfassende Untersuchung und warnten vor einer „tiefgreifenden Unterwanderung ethischer Standards“.

    Der Preis der Partnerschaft

    Trumps Reise brachte nicht nur symbolische Gesten, sondern auch konkrete Deals hervor. In den Vereinigten Arabischen Emiraten unterzeichnete er ein Abkommen im Umfang von 1,4 Billionen Dollar zur Förderung der US-amerikanischen KI-Industrie. Die Details des Pakets bleiben vage, doch umfasst es offenbar Investitionen in Forschungseinrichtungen, Rechenzentren sowie Austauschprogramme für Hochtechnologiefachkräfte.

    Parallel dazu wurden Waffengeschäfte mit Katar und den VAE im Umfang von zusammen 3,5 Milliarden US-Dollar angekündigt. Die Lieferungen sollen modernste Kampfdrohnen, Luftabwehrsysteme und Munition umfassen. Im US-Senat stieß dies auf Widerstand: Mehrere Senatoren reichten Resolutionen ein, um die Exporte zu blockieren. Ein weiterer Vorwurf lautet, dass Trumps Familie und sein wirtschaftliches Umfeld direkt von den Vereinbarungen profitieren könnten – eine Neuauflage jener Interessenkonflikte, die bereits während seiner ersten Präsidentschaft diskutiert wurden.

    Nähe zur Macht – ohne Kritik

    Auffällig war Trumps demonstrative Wertschätzung gegenüber den autoritären Herrschern der Region. In Riad lobte er Kronprinz Mohammed bin Salman für dessen „klare Vision“ und betonte die „unverzichtbare Rolle“ Saudi-Arabiens für die Stabilität im Nahen Osten. Auch gegenüber Katar und den VAE verzichtete Trump auf jegliche öffentliche Kritik an Menschenrechtsverletzungen, Zensur oder der Unterdrückung von Opposition. Diese Haltung steht im klaren Widerspruch zur traditionellen US-Außenpolitik, die zumindest rhetorisch demokratische Werte und Rechtsstaatlichkeit betont. Für Trump jedoch scheint die Stabilität autokratischer Regime als politische Garantie attraktiver zu sein als fragile Demokratien – eine Sichtweise, die nicht nur moralische Fragen aufwirft, sondern auch geopolitische Risiken birgt.

    Ein Fall für den Kongress – und die Geschichte

    Die politische Debatte in Washington konzentriert sich nun auf zwei zentrale Fragen: Erstens, inwieweit Trump gegen geltendes Recht verstoßen hat – insbesondere die Emoluments Clause. Und zweitens, welche Auswirkungen seine Handlungen auf die außenpolitische Glaubwürdigkeit der USA haben könnten. Im Kongress wurden von Demokraten bereits erste Anhörungen angekündigt. Auch republikanische Stimmen fordern mehr Transparenz.

    In der Öffentlichkeit verstärkt sich der Eindruck, dass Trumps außenpolitisches Handeln primär der eigenen Vermarktung dient. Der Begriff „Trump-First“-Politik macht erneut die Runde: Ein außenpolitisches Paradigma, das nationale Interessen mit persönlichen Vorteilen verschränkt – und dabei die institutionelle Integrität des Präsidentenamtes untergräbt.

    Das politische Amerika steht vor einer schwierigen Aufgabe: Die Balance zwischen rechtlicher Aufarbeitung, institutionellem Schutz und außenpolitischer Schadensbegrenzung muss neu austariert werden. Trumps Nahost-Reise wird dabei als Testfall in die politische Geschichte der Vereinigten Staaten eingehen – ein Lehrstück über die Fragilität ethischer Normen in einer Ära personalisierter Machtpolitik.

    Von Andreas Brucker

  • 80 Tote bei israelischen Luftangriffen in Gaza – Der Albtraum nimmt kein Ende

    80 Tote bei israelischen Luftangriffen in Gaza – Der Albtraum nimmt kein Ende

    Es ist eine neue Stufe der Eskalation, die den Nahen Osten erschüttert: Bei schweren israelischen Luftangriffen auf den Gazastreifen sind am Mittwoch mindestens 80 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten befinden sich auch zahlreiche Kinder. Die Angriffe konzentrierten sich vor allem auf den Norden des Gebiets, insbesondere das Flüchtlingslager Jabaliya – ein Ort, der schon oft Leid gesehen hat, doch diesmal ist es besonders verheerend.

    Dort, zwischen zerbombten Häusern und rauchenden Trümmern, gruben Überlebende mit bloßen Händen nach Vermissten. 59 Menschen starben allein in dieser Region. Weitere vier kamen bei einem Angriff nahe Khan Younis im Süden ums Leben. Und während die Bomben fielen, standen die Menschen vor der Entscheidung: bleiben oder fliehen – obwohl es kaum sichere Orte gibt.

    Die humanitäre Lage: ein Desaster mit Ansage

    Die Zustände in Gaza sind katastrophal. Krankenhäuser arbeiten am Limit oder sind ganz außer Betrieb. Strom gibt es nur sporadisch, Trinkwasser ist ein Luxus geworden. Familien campieren unter freiem Himmel, in der Hoffnung, dass die nächste Nacht ruhig bleibt – obwohl sie wissen, dass das fast ausgeschlossen ist.

    Die israelische Armee hatte zuvor dazu aufgerufen, bestimmte Gebiete im Norden zu evakuieren. Viele Bewohner folgten dem Aufruf, andere blieben – aus Angst, aus Überzeugung oder schlicht, weil sie keine Möglichkeit zur Flucht hatten. Wer kann es ihnen verübeln?

    Netanjahu gegen Macron – Ein diplomatischer Schlagabtausch

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte die israelische Vorgehensweise öffentlich kritisiert – insbesondere die Blockade humanitärer Hilfe. Das ließ Israels Premierminister Benjamin Netanjahu nicht unbeantwortet. In ungewöhnlich scharfen Worten warf er Macron vor, die Propaganda einer Terrororganisation zu übernehmen. Solche verbalen Entgleisungen zeigen: Die diplomatischen Nerven liegen blank.

    Dabei geht es längst nicht mehr nur um militärische Operationen. Es geht um die Deutungshoheit, um Narrative, um internationale Unterstützung – und letztlich auch um den Druck, dem sich beide Seiten ausgesetzt fühlen.

    Yemen, Raketen und die nächste Front

    Nicht nur Gaza steht in Flammen. Auch im Jemen bahnt sich eine gefährliche Zuspitzung an. Die israelische Armee forderte kürzlich die Evakuierung dreier Seehäfen, die von den Huthi-Rebellen kontrolliert werden. Hintergrund war ein abgefangener Raketenangriff auf Israel – mutmaßlich abgefeuert von diesen Gruppen. Die Region wird zum Pulverfass, das jederzeit in weiteren Staaten explodieren könnte.

    Was bedeutet das für den weiteren Verlauf des Konflikts? Wird sich Israel auf einen Mehrfrontenkrieg einlassen müssen? Oder geht es hier vielmehr um symbolische Drohgebärden?

    Und dann ist da noch Trump

    Mitten in all diesem Chaos reiste der frühere US-Präsident Donald Trump durch den Nahen Osten – eine Tour, die viele überrascht. In Saudi-Arabien traf er den neuen syrischen Interimspräsidenten Ahmad al-Sharaa. Dort kündigte er an, die Sanktionen gegen Syrien aufheben zu wollen – unter der Bedingung, dass Syrien Israel anerkennt und sich von ausländischen Milizen distanziert.

    Ein Deal, der auf dem Papier gut klingt – in der Realität jedoch kaum sofort umsetzbar ist. Die Fronten sind verhärtet, das Misstrauen tief. Und dennoch: Der Versuch, Bewegung in den diplomatischen Stillstand zu bringen, ist zumindest ein Zeichen von Initiative.

    Ein Konflikt ohne Pause – Hoffnung in weiter Ferne

    Die Bomben hören nicht auf, das Leid nimmt kein Ende. Der Alltag in Gaza ist geprägt von Tod, Angst und Zerstörung. Menschen verlieren alles, was sie hatten – Familien, Häuser, Zukunft. Gleichzeitig bleibt der politische Wille für eine nachhaltige Lösung aus. Es gibt keinen klaren Weg aus dieser Krise, keine sichtbare Brücke zwischen den Fronten.

    Wie lange kann das so weitergehen? Wann endet dieser Albtraum für die Zivilbevölkerung? Und was muss eigentlich noch passieren, damit die Welt mehr tut als zuzuschauen?

    Die Fragen bleiben offen – wie so vieles in diesem zermürbenden Konflikt.

    Von Andreas M. Brucker

  • Ein Trojanisches Geschenk – Trumps katarischer Jet und die Krise der politischen Integrität

    Ein Trojanisches Geschenk – Trumps katarischer Jet und die Krise der politischen Integrität

    Der Besuch von Donald Trump in Katar hat mehr ausgelöst als nur ein mediales Störfeuer. Im Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit steht ein opulentes Geschenk: ein Boeing 747-8 Jumbojet im geschätzten Wert von 400 Millionen US-Dollar, angeboten von der katarischen Königsfamilie. Der US-Präsident verteidigte das Angebot als legal, pragmatisch und „transparent“. Doch Kritiker sehen darin ein Muster: den wiederholten Versuch Trumps, die Grenze zwischen privaten Interessen und öffentlichem Amt zu verwischen – und das unter Umständen, die verfassungsrechtlich brisant sind.

    Die Emoluments Clause und ihre Sprengkraft

    Die US-Verfassung kennt ein klares Prinzip: Regierungsbeamte, einschließlich des Präsidenten, dürfen keine Geschenke, Titel oder andere Vorteile von ausländischen Staaten annehmen – es sei denn, der Kongress stimmt dem zu. Diese sogenannte „Emoluments Clause“ ist selten Gegenstand juristischer Auseinandersetzungen gewesen, doch in Trumps Fall rückt sie erneut in den Fokus. Jamie Raskin, demokratischer Abgeordneter aus Maryland, forderte bereits eine Anhörung im Kongress. Auch Richard Painter, Ethikberater unter George W. Bush, sprach von einem „eklatanten Verstoß gegen fundamentale demokratische Prinzipien“.

    Dass der Jumbojet zunächst als Air Force One-Ersatz und später als Teil der Trump’schen Präsidentenbibliothek-Stiftung fungieren soll, ändert für Kritiker nichts an der brisanten Symbolik: Ein ausländischer Staat versorgt den führenden US-Politiker mit Luxusgütern.

    Trumps Verteidigung und die Rolle von „Truth Social“

    Auf seiner eigenen Plattform Truth Social wies Trump sämtliche Vorwürfe zurück. „Ein Geschenk? Nein, eine Leihgabe für Amerika“, schrieb er. Er warf den Demokraten vor, einen „skrupellosen Skandal“ zu konstruieren, um von den „katastrophalen Zuständen im Land“ abzulenken. Gleichzeitig kündigte er an, dass die Boeing durch das Pentagon geprüft und temporär in den Dienst der Regierung gestellt werde.

    Doch selbst wenn dieser Prozess formell korrekt ablaufen sollte – die politische Wahrnehmung bleibt toxisch. Denn die Kombination aus persönlichem Nutzen, diplomatischer Geste und unternehmerischem Kalkül wirft Fragen auf, die tiefer gehen als bloße Rechtsauslegung.

    Katar als geopolitischer Akteur

    Das Emirat Katar gilt als einer der ambitioniertesten außenpolitischen Akteure im Nahen Osten. Das Land beherbergt mit der Al-Udeid Air Base die größte US-Militärbasis in der Region, unterhält gleichzeitig enge Beziehungen zum Iran und war Gastgeber der Taliban- und Hamas-Friedensgespräche. Schon früher wurde Katar vorgeworfen, islamistische Gruppen finanziell zu unterstützen – ein Vorwurf, den die Regierung in Doha stets zurückwies.

    Die politische Freundschaft zu Donald Trump reicht zurück in dessen erste Amtszeit. Schon damals gab es Berichte über intensive Lobbyarbeit seitens katarischer Diplomaten, um Zugang zum Weißen Haus zu erhalten. Besonders pikant: Zeitgleich mit dem aktuellen Jet-Angebot soll Trumps Firma ein neues Golfresort-Projekt im Emirat unterzeichnet haben. Die wirtschaftliche Dimension dieser Verbindungen ist schwer von der politischen zu trennen – eine Vermischung, die Beobachter als strategische Einflussnahme bewerten.

    Das Muster hinter dem Skandal

    Trumps Verhältnis zu autoritär regierten Staaten, die in seinen geschäftlichen Orbit geraten, folgt einem bekannten Muster: persönliche Nähe, wirtschaftliche Interessen, politische Zugeständnisse. Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman lobte Trump einst als „wahren Freund der Region“, nachdem dieser die nuklearen Ambitionen Irans öffentlich kritisiert hatte. Gleichzeitig erhielt Trumps Schwiegersohn Jared Kushner eine Investition von zwei Milliarden Dollar aus dem saudischen Staatsfonds für sein Private-Equity-Unternehmen – unmittelbar nach Verlassen des Weißen Hauses.

    Die aktuelle Kontroverse um den katarischen Jet reiht sich nahtlos ein in dieses Netzwerk aus Loyalitäten, wirtschaftlichen Abhängigkeiten und strategischer Gefälligkeit. Dabei geht es längst nicht mehr nur um die Frage, ob Trump ein Flugzeug annehmen darf. Es geht um die Glaubwürdigkeit amerikanischer Institutionen – und um das Verständnis von Integrität im höchsten Staatsamt.

    Zwischen Recht und Realität

    Formaljuristisch mag es möglich sein, dass ein US-Präsident Geschenke von ausländischen Akteuren annimmt, sofern diese nicht im Amt erfolgen oder durch öffentliche Stellen abgewickelt werden. Doch im politischen Kontext ist die Botschaft klar: Wer als US-Präsident ausländische Gunstbeweise annimmt, begibt sich in ein Spannungsfeld, das demokratische Prinzipien untergräbt.

    Die Debatte über das katarische Geschenk zeigt exemplarisch, wie tief die amerikanische Demokratie inzwischen mit Fragen der Transparenz und Interessenkonflikte konfrontiert ist. In einem Land, das seine politische Klasse traditionell an moralischen Standards misst, erscheint die Annahme eines solchen Angebots nicht nur problematisch – sie wird zum Lackmustest für die demokratische Resilienz.

    In einer Zeit, in der das Vertrauen in politische Prozesse schwindet und die Polarisierung des öffentlichen Diskurses zunimmt, wirkt ein solcher Vorgang wie ein Katalysator für institutionelle Erosion. Den Jet umweht ein Hauch von Korruption – und hat er bereits eine politische Wirkung entfaltet – als Symbol für eine Ära, in der Macht und Vorteil kaum mehr zu trennen sind.

    Von Andreas Brucker

  • Emmanuel Macron wird trotz Kritik dem Spiel Marokko – Frankreich beiwohnen

    Emmanuel Macron wird trotz Kritik dem Spiel Marokko – Frankreich beiwohnen

    Der französische Staatschef wird trotz wachsender Kritik am Mittwochabend in Doha zum Halbfinale der Fußballweltmeisterschaft erwartet. Trotz aller Kritik, insbesondere von den Grünen und der Linken, will Emmanuel Macron am Mittwoch im Al-Bayt-Stadion, nördlich von Doha, das Halbfinalspiel der französischen Nationalmannschaft besuchen. Auch wenn „der Sport nicht politisiert werden soll“, wie Emmanuel Macron immer wieder sagt, sorgt seine Reise zum Spiel der französischen Nationalmannschaft im Halbfinale der Fußballweltmeisterschaft für Kontroversen unter den französischen Politikern. Wie er früher versprochen hatte, wird der Staatschef also am Mittwochabend, dem 14. Dezember, auf der Tribüne zu dem symbolträchtigen Spiel Frankreich-Marokko bei der Fußballweltmeisterschaft in Katar erwartet. Seine Reise in das Land der klimatisierten Stadien, der hunderten Toten auf den Baustellen und nunmehr auch mit einem Korruptionsskandal auf europäischer Ebene verbunden, ist hoch umstritten. „Die f…

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  • VIDEO: Das bislang schönste Tor der WM in Katar

    VIDEO: Das bislang schönste Tor der WM in Katar

    Eine Woche nach Beginn der Fußballweltmeisterschaft 2022 erzielte der Brasilianer Richarlison das bislang schönste Tor des Turniers.

    Was für ein Tor! Brasilien gelang am Donnerstag, dem 24. November, mit einem 2:0-Sieg gegen Serbien ein erfolgreicher Start in die Weltmeisterschaft 2022 in Katar. Beide Tore erzielte Richarlison, der ein großartiges Spiel für die Seleção ablieferte.

    Der Stürmer von Tottenham Hotspur erzielte das bisher wohl schönste Tor der Weltmeisterschaft. Nach einem Zuspiel von Vinicius Jr. kontrollierte Richarlison den Ball im Mittelfeld mit dem linken Fuss, bevor er mit einem akrobatischen Fallrückzieher das Tor erzielte.

    „Das ist eines der schönsten Tore, die ich je geschossen habe“, freute sich Richarlison. „Es war ein magischer Abend, ein schöner Sieg und jetzt haben wir noch sechs Spiele, um unseren Traum zu erreichen“.

    Durch diesen Sieg ist Brasilien nur noch ein Spiel von der Qualifikation für das Achtelfinale entfernt. Am Montag müssen die Brasilianer die Schweiz schlagen, die sich mit 1:0 gegen Kamerun durchsetzte.

    Die Freude über den Sieg wurde durch das verletzungsbedingte Ausscheiden von Neymar überschattet. Der Spieler des französische Klubs PSG wurde am Knöchel verletzt. Er musste das Spielfeld humpelnd verlassen. Eine Verletzung, die den brasilianischen Fans große Sorgen bereitet, die dafür beten, dass er schnell wieder auf die Beine kommt.

  • WM in Katar: Für das Match Frankreich-Australien soll die Klimaanlage im Stadion eingeschaltet werden

    WM in Katar: Für das Match Frankreich-Australien soll die Klimaanlage im Stadion eingeschaltet werden

    Umweltschützer sind entsetzt: Les Bleus werden am Dienstag, dem 22. November, bei ihrem WM-Auftaktspiel gegen die „Socceroos“ in einem künstlich gekühlten Stadion spielen. Es sollen 24 Grad im Stadion erreicht werden, obwohl die Außentemperatur laut Vorhersagen nur 1 oder 2 Grad höher liegen wird.

    Die künstliche Kühlung des Stadions hatte bereits am Sonntag, dem 20. November, während des Eröffnungsspiels Katar-Ecuador zu einer Kontroverse geführt. Bei einer Außentemperatur von etwa 27 Grad wurde die Klimaanlage im Al-Bayt-Stadion in der Stadt Al Khor eingeschaltet, und zwar offenbar zu stark, wie mehrere Zuschauer vor Ort berichteten.

    Am Dienstag, dem 22. November, spielen nun auch die Franzosen in einem klimatisierten Stadion. Bei ihrem Auftaktspiel gegen Australien um 20 Uhr werden die Lüftungsschächte des Al-Janoub-Stadions in der Stadt Al Wakrah eiskalte Luft ausspucken, um die Temperatur im Stadion auf höchstens 24 Grad Celsius zu halten.

    Dies wirft Fragen auf und wird von Umweltschützern kritisiert, da die Außentemperatur beim Anpfiff laut Wetterprognosen etwa 25 Grad betragen soll. Laut dem Sender RMC haben die Organisatoren aber mitgeteilt, dass die Stadion-Klimaanlage während des Spiels ausgeschaltet wird, sollten die Temperaturen sinken.

  • „One Love“-Armbinde als Zeichen der Unterstützung für die LGBTQ+-Gemeinschaft in Katar unerwünscht?

    „One Love“-Armbinde als Zeichen der Unterstützung für die LGBTQ+-Gemeinschaft in Katar unerwünscht?

    Die Kapitäne einiger Nationalmannschaften, die bei der Fußballweltmeisterschaft 2022 antreten, wollten eigentlich die Armbinde mit dem bunten Herz tragen. Daraus wird nun nichts. Die Initiative war einige Wochen vor Beginn der WM von einigen Nationen ins Leben gerufen worden.

    Sie verzichten aus „Angst vor sportlichen Sanktionen“. Am Montag, dem 21. November, einen Tag nach Beginn der Fußballweltmeisterschaft 2022 in Katar, gaben die sieben Verbände, die die „One Love“-Armbinde für den Kapitän ihrer jeweiligen Nationalmannschaft in Erwägung zogen, ihren Verzicht bekannt.

    Aus welchem Grund? Was ist diese Armbinde und wer hat diese Initiative gestartet? 

    Es handelt sich um eine Initiative aus zehn Ländern. Zehn Verbände mit den Niederlanden an der Spitze, zunächst nur von Deutschland unterstützt. Später schlossen sich acht weitere Länder der Bewegung an: Frankreich, England, Belgien, Dänemark, Norwegen, Schweden, die Schweiz und Wales. Das Ziel: Die Kapitäne jeder dieser Nationalmannschaften sollten während der Spiele der Fußballweltmeisterschaft 2022 in Katar die „One Love“-Armbinde am Arm tragen.

    Es ging bei der Initiative darum, Inklusivität zu fördern und das Bewusstsein für die Probleme der LGBTQ+ Community (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Queers, Intersexuelle und Asexuelle) zu schärfen. Diese Armbinde in Katar zu tragen, hat eine ganz besondere Bedeutung: Homosexuelle Liebe ist dort illegal.

    Es ist eine Armbinde mit weißem Hintergrund, auf der in schwarzen Großbuchstaben „One Love“ geschrieben steht. Daneben befindet sich ein mehrfarbiges Herz mit den Farben rot, schwarz, grün, orange, gelb und blau. Es soll eine Botschaft der Vielfalt sein, sowohl in Bezug auf die Herkunft als auch auf die Sexualität. Die Farben unterscheiden sich von denen der LGBTQ+-Flagge und im Inneren des bunten Herzens befindet sich die Zahl „1“, die an die Botschaft „One Love“ erinnert.

    Die FIFA stellte sich von Anfang an gegen das Tragen der Armbinde durch die Spieler. Der Weltverband hat sich schon immer gegen politische Botschaften im weitesten Sinne in den Stadien ausgesprochen. Wobei, und das sollte einmal deutlich gesagt werden: Menschenrechte sind Grundrechte und der Einsatz dafür ist keine politische Botschaft, sondern vielmehr eine grundlegende und selbstverständliche Pflicht für mündige Bürger.

    Die Fifa hat lange Zeit zu diesem Thema geschwiegen. Da sie darin eine versteckte Kritik am Gastgeberland sieht, reagierte sie am Samstag, dem 19. November, mit der Einführung ihrer eigenen Kapitänsarmbinden, die weitaus konsensfähigere Botschaften wie „Rettet den Planeten“, „Bildung für alle“ oder „Nein zu Diskriminierung“ tragen.

    Aus Angst vor „sportlichen Sanktionen“, wie sie am Montag in einer Pressemitteilung bekannt gaben, verzichten nun die Mannschaften der oben genannten Länder auf das Tragen der „One Love“-Armbinden. Die FIFA ist sich nicht zu schade, Spielern, die die „One Love“-Armbinden tragen, mit gelben Karten ab dem Betreten des Spielfelds zu bedrohen. Die betreffenden Verbände (Niederlande, Deutschland, Wales, Belgien, Dänemark und die Schweiz) waren zwar „bereit, Geldstrafen zu zahlen, die bei Verstößen gegen die Ausrüstungsvorschriften verhängt werden“, wollten aber „ihre Spieler nicht in die Situation bringen, dass sie verwarnt werden oder sogar das Spielfeld verlassen müssen“ (im Falle einer zweiten gelben Karte).

    Unglaublich, wie ein kleines Stück Stoff die Herrscher des weltweiten Fussballs in Rage bringen kann…

    Für Frankreich, das ursprünglich Mitglied der Initiative war, hatte der Torwart und Mannschaftskapitän Hugo Lloris bereits vor einigen Tagen angekündigt, dass er die Armbinde nicht tragen werde.

  • Fußballweltmeisterschaft 2022: Gérald Darmanin wird für Frankreich an der Eröffnungsfeier teilnehmen

    Fußballweltmeisterschaft 2022: Gérald Darmanin wird für Frankreich an der Eröffnungsfeier teilnehmen

    Frankreich wird bei der Eröffnungsfeier der Fußballweltmeisterschaft in Doha am Sonntag offiziell durch Innenminister Gérald Darmanin vertreten sein. Trotz anhaltender Kritik an den Menschenrechtsverletzungen. „Auf Wunsch des Präsidenten der Republik wird Gérald Darmanin die französische Regierung bei der Eröffnungsfeier vertreten“, hieß es aus seinem Umfeld. „Der Minister wird somit der Eröffnung des letzten großen Sportereignisses vor der Rugby-Weltmeisterschaft und den Olympischen und Paralympischen Spielen, die Frankreich 2023 bzw. 2024 ausrichten wird, beiwohnen“. „Er wird bei dieser Gelegenheit die französischen Gendarmen und Polizisten besuchen, die vor Ort eingesetzt sind, um zur Sicherheit dieses Weltereignisses beizutragen“, hieß es weiter aus dem Umfeld des Ministers. Die Vorbereitungen auf die am Sonntag beginnende Weltmeisterschaft wurden von Diskussionen um die Achtung der Rechte von Arbeitnehmern, Frauen und der LGBT+-Gemeinschaft in dem Emirat beherrscht. Dänemark, das …

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  • Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar: Korruptions-Untersuchung in Frankreich

    Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar: Korruptions-Untersuchung in Frankreich

    Gab der ehemalige UEFA-Chef Michel Platini seine stimme für Katar als Austragungsort der Fußballweltmeisterschaft 2022 gegen persönliche Vorteile? Ein Mittagessen im Elysee-Palast mit Nicolas Sarkozy, dem ehemaligen Fußballspieler und UEFA-Chef sowie zwei hochrangigen katarischen Führungskräften steht im Mittelpunkt von Ermittlungen, die derzeit in Frankreich durchgeführt werden. Wurde Michel Platinis Stimme für Katar als Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 gekauft? Ein Mittagessen im Elysée-Palast mit Nicolas Sarkozy, dem Ex-Fußballer Platini und zwei hochrangigen katarischen Funktionären steht jetzt im Mittelpunkt von Ermittlungen in Frankreich. Am 23. November 2010, neun Tage vor der Abstimmung über das Gastgeberland der Fußballweltmeisterschaft 2022, trafen sich Nicolas Sarkozy, Michel Platini, damals Chef der UEFA, der Kronprinz von Katar und sein Premierminister zu einem Mittagessen im Elysée-Palast. Claude Guéant, Generalsekretär des Elysée-Palastes, und Sophie Dio…

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  • Emmanuel Macron zur Weltmeisterschaft in Katar: „Wir sollten Sport nicht politisieren“

    Emmanuel Macron zur Weltmeisterschaft in Katar: „Wir sollten Sport nicht politisieren“

    Der französische Staatschef äußerte sich entsprechend am Mittwoch, nachdem die Ankündigung seines möglichen Besuchs in Katar für Aufregung sorgte. Emmanuel Macron schaltet sich wenige Tage vor dem Anpfiff der Fußballweltmeisterschaft in Katar in die Debatte über die WM ein. Der französische Präsident meinte am Donnerstag, dem 17. November, dass man Sport nicht „politisieren“ dürfe. „Diese Fragen muss man sich stellen, wenn man den Austragungsort für das Ereignis vergibt“, sagte er in Bangkok (Thailand) am Rande seiner Reise zum Gipfeltreffen des Asiatisch-Pazifischen Kooperationsforums. Der Staatschef äußerte sich, nachdem die Ankündigung, dass er nach Katar kommen würde, wenn die französische Nationalmannschaft das Halbfinale oder das Finale erreicht, kritisiert worden war. Die Weltmeisterschaft 2022, die am Sonntag beginnt, sorgt für Kontroversen. Es geht um die Lebensbedingungen der einheimischen Arbeiter, die Auswirkungen der klimatisierten Stadien auf die Umwelt und die Diskrimini…

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