Schlagwort: Jordanien

  • Trumps Friedensvision für den Nahen Osten – Wunschbild oder Wendepunkt?

    Trumps Friedensvision für den Nahen Osten – Wunschbild oder Wendepunkt?

    Donald Trump inszeniert sich als Architekt eines historischen Neubeginns im Nahen Osten. Doch hinter der Inszenierung bleiben zentrale Konflikte ungelöst – und alte Muster kehren rasch zurück.

    Nach wochenlangen Verhandlungen verkündete Donald Trump einen befristeten Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas – begleitet von der Freilassung israelischer Geiseln, vagen Zusagen zur Entwaffnung der Hamas und einem groß inszenierten Friedensgipfel im ägyptischen Scharm al-Scheich. Der ehemalige US-Präsident, der sich bereits im Wahlkampf für 2026 befindet, sprach in der Knesset vom „historischen Morgengrauen eines neuen Nahen Ostens“. Der Jubel seiner israelischen Gastgeber und mediale Bilder befreiter Geiseln unterstrichen den symbolischen Moment – doch politisch bleiben viele Fragen offen.

    Ein Waffenstillstand ohne Verankerung

    Zwar markiert das Ende der akuten Kampfhandlungen nach fast zwei Jahren Krieg im Gazastreifen eine wichtige Wegmarke. Die Erleichterung unter Familienangehörigen der Geiseln und auch unter vielen Palästinensern in Gaza ist spürbar. Doch von einem nachhaltigen Frieden kann kaum die Rede sein. Während in Washington bereits über einen Wiederaufbauplan gesprochen wird, feuerten israelische Soldaten erneut auf Palästinenser, die sich Armee-Stellungen genähert haben sollen. Gleichzeitig kündigte die israelische Regierung an, die Zahl der Hilfstransporte in den Gazastreifen zu begrenzen.

    Hinzu kommt: Weder Vertreter der Hamas noch der israelischen Regierung nahmen am ägyptischen Gipfel teil. Der Waffenstillstand beruht auf einer fragilen Vereinbarung, vermittelt durch Katar, Ägypten und die Türkei – nicht auf einem formellen Vertrag zwischen den Konfliktparteien. Zwar gab es vonseiten Washingtons mündliche Zusicherungen, dass Israel die Kampfhandlungen nicht sofort wieder aufnimmt. Doch schriftliche Garantien, wie von der Hamas gefordert, blieben aus.

    Ein politischer Balanceakt für Netanjahu

    Die Rolle des israelischen Premierministers bleibt ambivalent. Zwar ließ sich Benjamin Netanjahu unter internationalem Druck auf die Feuerpause ein – gegen den erklärten Willen seines rechtsnationalen Regierungslagers, das die vollständige Vernichtung der Hamas fordert. Doch politische Beobachter in Israel vermuten taktisches Kalkül. Netanjahus Popularitätswerte sind niedrig, mehrere Korruptionsprozesse belasten sein Amt, und die nächste Wahl steht für 2026 im Raum.

    Der Konflikt mit der Hamas diente Netanjahu bereits mehrfach als innenpolitisches Ablenkungsmanöver. Dass er mittelfristig wieder auf Eskalation setzt, ist keineswegs ausgeschlossen. „Wenn sich in einigen Wochen zeigt, dass der Krieg nur eine weitere Runde war – und Hamas weiter existiert –, wird Netanjahu versuchen, das zu korrigieren“, sagte der Nahost-Experte Nimrod Novik dem New York Times. Auch Nimrod Goren vom israelischen Thinktank Mitvim warnt vor wahlstrategischer Eskalation.

    Friedensplan mit schwacher Grundlage

    Trump präsentiert derweil einen eigenen „20-Punkte-Plan“ für den Nahen Osten. Zentraler Bestandteil ist eine vage formulierte Perspektive auf „palästinensische Selbstbestimmung“ und ein zukünftiger Staat – ein Thema, das von der arabischen Welt seit Jahrzehnten eingefordert wird. Doch gerade hier zeigen sich die Grenzen von Trumps Ansatz.

    Israels Regierung lehnt eine Zwei-Staaten-Lösung dezidiert ab, und auch innerhalb der Trump-nahen außenpolitischen Kreise ist davon wenig zu hören. Stattdessen wird der Wiederaufbau des Gazastreifens in erster Linie als Investitionsprojekt gesehen. Trumps Vertraute Mike Huckabee und David Friedman – beide prominente Unterstützer der israelischen Siedlungsbewegung – traten am Wochenende bei einer Veranstaltung auf, bei der sie in einem umgedichteten Lied französische und UN-Initiativen zur Zwei-Staaten-Lösung verspotteten und Trumps Rückendeckung für Israels Territorialansprüche lobten.

    Die Kluft zwischen Israel und der arabischen Welt

    Die politische Diskrepanz zwischen dem Trump-Lager, Israel und den arabischen Staaten wird zunehmend offensichtlich. Während Trump auf eine rasche Ausweitung der Abraham-Abkommen und ein Wiedererstarken US-israelischer Allianzen setzt, pochen Jordanien, Ägypten und andere arabische Akteure auf eine ernsthafte Friedenslösung. „Er weiß, dass es nicht nur um Gaza geht“, betonte Jordaniens König Abdullah II. im Interview mit der BBC. „Es gibt keinen Frieden in der Region ohne eine Zukunft für die Palästinenser.“

    Auch diplomatische Beobachter bezweifeln, dass Trumps Regierung – sollte er erneut ins Weiße Haus einziehen – die politische Substanz für eine nachhaltige Nahoststrategie mitbringt. „Sie haben die Normalisierung zwischen Israel und arabischen Staaten überverkauft – und die Frage der palästinensischen Staatlichkeit unterschätzt“, sagte Barbara Leaf, Nahost-Beauftragte der Biden-Regierung, dem Sender CNN.

    Der Tag danach bleibt unklar

    Trump selbst scheint sich bereits neuen Projekten zuzuwenden – etwa einer geplanten Ausweitung der Abraham-Abkommen oder gar einem Friedensnobelpreis, wie sein Umfeld offen andeutet. Doch ob seine Regierung – erneut oder weiterhin – die Kraft hat, das schwierige Terrain des „Tags danach“ in Gaza und der Westbank diplomatisch zu gestalten, ist zweifelhaft.

    Wie in früheren US-Administrationen zeigt sich: Den Krieg zu beenden, ist nicht die eigentliche Herausforderung. Der eigentliche Test steht erst bevor – nämlich der Aufbau einer tragfähigen Friedensordnung, die auch der palästinensischen Seite eine glaubwürdige Perspektive eröffnet. Bisher ist davon wenig zu sehen.


    Machtverschiebung in Madagaskar

    Während im Nahen Osten neue Machtverhältnisse verhandelt werden, zeigt sich auch in anderen Weltregionen eine Erosion etablierter Ordnungen. In Madagaskar hat das Militär die Kontrolle über das Land übernommen und nahezu alle staatlichen Institutionen außer dem Unterhaus des Parlaments aufgelöst. Dieses stimmte am Dienstag für die Amtsenthebung von Präsident Andry Rajoelina – damit endet die über ein Jahrzehnt andauernde Herrschaft eines Mannes, der selbst durch einen Putsch an die Macht gelangt war.

    Rajoelina teilte mit, er befinde sich aus Angst um sein Leben an einem unbekannten Ort im Untergrund. Zuvor hatten sich Proteste über fast drei Wochen hinweg landesweit ausgebreitet – angeführt vor allem von jungen Menschen. Am Wochenende brach schließlich eine Eliteeinheit des Militärs, CAPSAT, mit der Regierung und schloss sich den Demonstrationen an.

    Das Beispiel Madagaskars reiht sich ein in eine wachsende Zahl jugendgetragener Protestbewegungen – etwa in Nepal, Marokko oder Kenia –, die sich gegen Korruption, Perspektivlosigkeit und autoritäre Strukturen richten. Sie zeugen von einem wachsenden Unmut einer Generation, die politische und wirtschaftliche Teilhabe einfordert – nicht selten unter hohem Risiko.

    Trump: Außenpolitische Widersprüche und neue Fronten

    Auch an anderer Stelle offenbart sich die Widersprüchlichkeit von Trumps außenpolitischem Kurs. So gab er bekannt, die US-Streitkräfte hätten vor der venezolanischen Küste sechs mutmaßliche Drogenschmuggler getötet – Teil einer Serie militärischer Operationen, die seit September 27 Todesopfer forderten. Die rechtliche Grundlage dieser Einsätze wird zunehmend hinterfragt, da sie ohne völkerrechtlich gesicherte Mandate erfolgen.

    Zugleich kündigte Trump ein 20-Milliarden-Dollar-Hilfspaket für Argentinien an – explizit zur Unterstützung von Präsident Javier Milei, einem politischen Verbündeten, der sich mit wachsendem innenpolitischen und wirtschaftlichen Druck konfrontiert sieht. Pikant ist: Das Paket steht im Kontrast zu Trumps „America First“-Rhetorik, und US-amerikanische Landwirte, die bislang auf Entlastungen im Handelskonflikt warten, zeigen sich zunehmend ungeduldig.

    Medienfreiheit unter Druck

    In den USA selbst spitzt sich der Konflikt zwischen der Regierung und den Medien weiter zu. Führende US-Sender – darunter Fox News, ABC, CBS und NBC – verweigerten jüngst die Unterzeichnung einer neuen Pressepolitik des Verteidigungsministeriums. Diese sieht vor, Journalist:innen den Zugang zu Informationen zu verweigern, die nicht offiziell vom Pentagon freigegeben wurden – ein massiver Eingriff in die journalistische Unabhängigkeit. Medien, die nicht unterschreiben, verlieren künftig ihre Presseakkreditierung beim Verteidigungsministerium.

    China setzt auf wirtschaftliche Hebel

    In einem geopolitisch brisanten Schritt hat China seine Exportkontrollen für seltene Erden drastisch verschärft – ein Gegenschlag zu westlichen Sanktionen im Technologiesektor. Die Maßnahme traf die USA überraschend, ist jedoch das Resultat einer mehrjährigen Strategie Pekings: Während Washington den Export von Hochtechnologie wie Halbleitern einschränkt, nutzt China seine marktbeherrschende Stellung bei strategischen Rohstoffen als Druckmittel.

    Seltene Erden sind für moderne Technologien unverzichtbar – von Smartphones bis zu Flugzeugtriebwerken. Mit den neuen Kontrollen testet China seine Hebelwirkung auf dem geopolitischen Schachbrett – und signalisiert zugleich, dass ökonomische Abhängigkeiten längst Teil strategischer Machtprojektion geworden sind.

    Autor: P. Tiko

  • Blockierte Hilfsmission: Israel schiebt letzte Passagiere der „Madleen“ ab – darunter zwei Franzosen

    Blockierte Hilfsmission: Israel schiebt letzte Passagiere der „Madleen“ ab – darunter zwei Franzosen

    Die letzten drei Passagiere des humanitären Hilfsschiffs „Madleen“, das versucht hatte, die Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen, sind von Israel nach Jordanien abgeschoben worden. Zwei von ihnen sind Franzosen: der Journalist Yanis Mhamdi vom Medium „Blast“ und der Ingenieur Pascal Maurieras. Der Dritte ist der niederländische Staatsbürger Marco van Rennes.

    Die drei Männer hatten mehrere Tage im israelischen Abschiebezentrum Givon in Ramle verbracht, bevor sie schließlich nach Amman ausgeflogen wurden. Die Verzögerung ihrer Ausweisung hing mit der temporären Schließung des israelischen Luftraums zusammen – eine Reaktion auf die Angriffe auf den Iran.

    Mhamdi meldete sich nach seiner Ausreise mit spürbarer Erleichterung auf X (ehemals Twitter): „Ich bin gerade nach Jordanien ausgewiesen worden. Danke an alle für eure Unterstützung. Endlich freiiiiiii!“

    Ein riskanter Versuch, der teuer wurde

    Insgesamt hatten sich zwölf Personen an Bord der „Madleen“ befunden – darunter sechs Franzosen, aber auch Staatsangehörige aus Deutschland, Schweden, Spanien, Brasilien, der Türkei und den Niederlanden. Sie waren am 1. Juni von Italien aus gestartet, mit einem klaren Ziel: den Gazastreifen zu erreichen, um auf die katastrophale humanitäre Lage aufmerksam zu machen und Hilfe zu leisten.

    Doch bevor das Segelboot auch nur in Sichtweite der palästinensischen Küste kam, wurde es rund 185 Kilometer vor Gaza in internationalen Gewässern von der israelischen Marine abgefangen. Der Vorwurf: Verletzung der Seeblockade.

    Israel betrachtet solche Aktionen als Provokation und Sicherheitsrisiko. Unterstützer hingegen sehen darin einen mutigen Versuch, auf eine humanitäre Katastrophe aufmerksam zu machen, die seit über 20 Monaten andauert.

    Symbolkraft und bekannte Namen

    Die „Madleen“-Mission wurde begleitet von einer Reihe prominenter Teilnehmer – darunter die Klimaaktivistin Greta Thunberg und die französisch-palästinensische Europaabgeordnete Rima Hassan. Beide wurden bereits vor einigen Tagen abgeschoben. Ihr Engagement verlieh der Aktion internationale Sichtbarkeit, die Reaktionen fielen allerdings – je nach politischem Lager – höchst unterschiedlich aus.

    Wie viel Wirkung die Aktion tatsächlich hatte? Darüber lässt sich streiten. Sichtbar wurde einmal mehr das Spannungsverhältnis zwischen humanitärer Hilfe, politischem Aktivismus und den sicherheitspolitischen Interessen eines Staates.

    Politischer Druck hinter den Kulissen

    Dass Frankreich sich für die Rückkehr seiner Staatsbürger stark machte, ist kein Geheimnis. Das französische Außenministerium hatte laut Medienberichten diplomatischen Druck auf Israel ausgeübt, um eine zügige Lösung herbeizuführen.

    Auch internationale Organisationen und Menschenrechtsgruppen hatten die Festnahmen scharf kritisiert. Sie werfen Israel vor, friedliche humanitäre Einsätze zu kriminalisieren. Israel hingegen verweist auf das geltende See- und Völkerrecht, das seiner Ansicht nach durch die Mission verletzt wurde.

    Und jetzt?

    Die drei zuletzt ausgewiesenen Männer sollen in den kommenden Stunden ihre Rückreise nach Frankreich antreten. Ihr Einsatz, so umstritten er auch gewesen sein mag, hat das Thema Gaza zumindest kurzzeitig wieder auf die Titelseiten gebracht.

    Ob das am Ende einen Unterschied macht? Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht. Was bleibt, ist das Bild eines kleinen Bootes auf großer Mission – abgefangen inmitten eines politischen Minenfelds.

    Von C. Hatty

  • Macron in Kairo: Keine Vertreibung, keine Annexion – klare Linie zu Gaza

    Macron in Kairo: Keine Vertreibung, keine Annexion – klare Linie zu Gaza

    Bei einem offiziellen Besuch in Kairo hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron unmissverständliche Worte zur Lage im Gazastreifen gefunden. In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sissi stellte er klar: Jegliche Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung oder Annexionen – ob in Gaza oder im Westjordanland – seien nicht nur völkerrechtswidrig, sondern auch eine ernste Bedrohung für die Sicherheit der gesamten Region. Und ja, auch für Israel. Macron sprach von „einer deutlichen roten Linie“, die nicht überschritten werden dürfe. In seiner Wortwahl war kein Platz für diplomatische Grauzonen: „Ich bin entschieden gegen jede Form der Bevölkerungsverschiebung und gegen jede Annexion.“ Klare Absage an Hamas Doch der französische Präsident beließ es nicht bei Warnungen gegenüber möglichen israelischen Plänen. Auch in Richtung Hamas ließ er keinen Zweifel aufkommen: Diese dürfe keinerlei Rolle in der künftigen Verwaltung des Gazastreifens spielen…

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  • Macrons Nahost-Offensive: Frankreichs diplomatische Mission in Ägypten

    Macrons Nahost-Offensive: Frankreichs diplomatische Mission in Ägypten

    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat eine zweitägige Reise nach Ägypten angetreten. Ziel dieser diplomatischen Mission ist es, sich aktiv in die Bemühungen um einen Waffenstillstand im Gazastreifen einzubringen und die humanitäre Hilfe für die palästinensische Zivilbevölkerung zu unterstützen. In einem zunehmend instabilen internationalen Umfeld versucht Paris, seiner außenpolitischen Rolle als Vermittler im Nahen Osten neues Gewicht zu verleihen. Bei seiner Ankunft in Kairo wurde Macron von seinem Amtskollegen Abdel Fattah al-Sissi empfangen. In einem symbolträchtigen Auftakt besuchten beide Staatschefs gemeinsam den Khan-al-Khalili-Basar – ein Ort, der für kulturellen Reichtum steht, aber auch eine Bühne für informelle Gespräche bot. Es war ein diplomatisches Ritual, das Nähe signalisieren sollte, bevor es zu den eigentlichen Verhandlungen kam. Gipfel der drei Präsidenten Zentraler Moment der Reise ist ein trilaterales Gipfeltreffen mit al-Sissi und dem jordanischen König Abdull…

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  • Macron initiiert trilateralen Gipfel zur Gaza-Krise in Ägypten

    Macron initiiert trilateralen Gipfel zur Gaza-Krise in Ägypten

    Emmanuel Macron will Frankreichs Rolle im Nahostkonflikt neu justieren. Anfang kommender Woche wird der französische Präsident gemeinsam mit seinem ägyptischen Amtskollegen Abdel Fattah al-Sissi und Jordaniens König Abdullah II. einen trilateralen Gipfel zur Lage in Gaza abhalten. Das Treffen, das am Montag in Kairo stattfinden soll, ist Ausdruck wachsender diplomatischer Bemühungen, auf die humanitäre und sicherheitspolitische Eskalation in der Region zu reagieren. Frankreich, traditionell bemüht um ein Gleichgewicht zwischen westlicher Bündnistreue und arabischen Interessen, positioniert sich mit dieser Initiative erneut als vermittelnde Kraft. Macron erklärte, das Treffen finde „als Antwort auf die Dringlichkeit der Lage in Gaza“ statt. Die Initiative folgt auf eine längere Phase relativer diplomatischer Zurückhaltung Paris’ in der Region. Eskalation nach brüchiger Waffenruhe Der diplomatische Vorstoß fällt in eine Phase erneuter militärischer Gewalt. Die israelischen Streitkräfte h…

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  • Trump und Putin sprechen über Frieden in der Ukraine

    Trump und Putin sprechen über Frieden in der Ukraine

    Ex-Präsident Donald Trump erklärte, er habe ein „langes und äußerst produktives Telefongespräch“ mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geführt. Laut Trump sei dies der Beginn von Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Krieges. Im Anschluss sprach er auch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

    „Wir haben über die Stärken unserer Nationen gesprochen und darüber, welche großartigen Vorteile eine Zusammenarbeit bringen könnte“, schrieb Trump auf Social Media über sein Gespräch mit Putin. „Aber zuerst – da waren wir uns einig – wollen wir die Millionen von Todesfällen beenden.“ Tatsächlich beläuft sich die geschätzte Opferzahl auf mehrere Hunderttausend.

    Dieses Telefonat markiert das Scheitern westlicher Bemühungen, Putin diplomatisch zu isolieren.

    Wie genau die Interessen der Ukraine in die Verhandlungen einfließen sollen, ließ Trump offen. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte bei einem NATO-Treffen in Brüssel jedoch, eine Friedenslösung, die die Ukraine auf ihre Grenzen von 2014 zurückführt – also vor der Annexion der Krim –, sei „unrealistisch“. Russland kontrolliert derzeit etwa 20 Prozent der Ukraine. Hegseth fügte hinzu, dass Trump eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine als Teil eines Friedensplans nicht unterstütze.

    Geopolitischer Poker um Rohstoffe

    Die reichen Mineralvorkommen der Ukraine spielen zunehmend eine Rolle in den diplomatischen Verhandlungen. Trump hat die Idee ins Spiel gebracht, US-Hilfen an die Ukraine an den Zugang zu diesen Bodenschätzen zu knüpfen. Der US-Finanzminister reiste dazu nach Kiew, um über eine mögliche Vereinbarung zu sprechen.


    Indien: Modi auf Goodwill-Tour bei Trump

    Indiens Premierminister Narendra Modi wird heute in Washington mit Trump zusammentreffen – und dabei versuchen, mögliche Spannungen zwischen den beiden Ländern zu entschärfen. Modi betont zwar stets sein gutes Verhältnis zu Trump, doch dieser gilt als launischer Partner.

    Zwei große Themen könnten für Unruhe sorgen: Handel und Immigration. Modi wird Trump zeigen wollen, dass er in Sachen Zölle und illegale Einwanderung kooperiert, meldet die New York Times. Trump sieht Indien als einen der größten „Zoll-Sünder“ mit einem großen Handelsüberschuss mit den USA – und nennt das Land in einem Atemzug mit China.

    Handelskompromisse und Abschiebungen

    Indiens Handelsüberschuss mit den USA wächst weiter. Modi könnte als Zeichen des guten Willens niedrigere Zölle auf US-Produkte wie Bourbon und Pekannüsse anbieten – beides Waren, die in republikanischen Hochburgen produziert werden.

    Auch beim Thema Einwanderung kommt Bewegung ins Spiel. Nach Lateinamerika ist Indien die größte Quelle für illegale Migration in die USA. Die indische Regierung hat bereits signalisiert, dass sie Trumps Abschiebungspolitik unterstützen wird, obwohl das Thema in Indien für heftige Proteste sorgt.


    Jordanien und Ägypten wehren sich gegen Trumps Gaza-Pläne

    Jordanien und Ägypten arbeiten mit Hochdruck daran, Präsident Trump davon abzubringen, sie zur Aufnahme von zwei Millionen Palästinensern aus dem Gazastreifen zu zwingen. Für beide Länder wäre dies ein existenzielles Problem.

    Ihre Strategie: Trump mit Angeboten zur Zusammenarbeit beschwichtigen. Vorschläge zur Unterstützung beim Wiederaufbau Gazas, zur Friedenssicherung und zur Ausweitung humanitärer Hilfe sollen Zeit verschaffen. Analysten gehen davon aus, dass sich Trumps Plan so möglicherweise von selbst erledigt – oder seine sicherheitspolitischen Risiken zu offensichtlich werden. Und mit Trump, so sagen Experten, kann Schmeichelei oft Wunder wirken.


    WEITERE SCHLAGZEILEN

    Österreich: Der Plan der rechtspopulistischen FPÖ, erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg eine Regierung zu führen, ist gescheitert.

    Kolumbien: Eine venezolanische Rebellengruppe hat eine Welle der Gewalt ausgelöst. Innerhalb weniger Tage wurden etwa 80 Menschen getötet – die Zahl könnte weiter steigen.

    Bangladesch: Ein UN-Bericht korrigiert die Opferzahlen der Studentenproteste von 2023 drastisch nach oben – bis zu 1.400 Tote, weit mehr als bisher angenommen.

    USA: Ein Schneesturm in Virginia hat 180.000 Menschen den Strom gekappt. Es gab mehr als 900 Verkehrsunfälle.

    US-Wirtschaft: Die Inflation in den USA stieg im Januar auf 3 Prozent, was die Aussicht auf Zinssenkungen durch die US-Notenbank schmälert.

    Energie: Der Ölkonzern Chevron will weltweit bis zu 9.000 Stellen abbauen, um Kosten zu senken.

    Tschechien: Ein Staudammprojekt südlich von Prag stockt wegen bürokratischer Hürden – währenddessen haben örtliche Biber ihr eigenes gebaut.

    Gesundheit: Neue Studien zeigen, dass Medikamente wie Ozempic auch den Alkohol-Konsum senken können.

    Wissenschaft: Ein tief unter Wasser stationiertes Teleskop hat eine seltene Partikel-Art entdeckt, die ein kosmisches Rätsel lösen könnte.

    Von C. Hatty

  • US-Hilfsgelder als Druckmittel: Trump droht Jordanien und Ägypten mit Kürzungen

    US-Hilfsgelder als Druckmittel: Trump droht Jordanien und Ägypten mit Kürzungen

    Die politischen Spannungen im Nahen Osten haben eine neue Eskalationsstufe erreicht, nachdem der frühere US-Präsident Donald Trump angedeutet hat, die finanzielle Unterstützung für Jordanien und Ägypten zu kürzen. Hintergrund ist sein umstrittenes Vorhaben, Palästinenser, die durch die anhaltenden Kämpfe aus Gaza vertrieben würden, dauerhaft in diesen beiden Ländern anzusiedeln.

    Die Androhung einer Kürzung der Hilfsgelder stellt eine erhebliche diplomatische Herausforderung dar. Jordanien und Ägypten sind langjährige Verbündete der USA und gehören zu den größten Empfängern amerikanischer Finanzhilfe in der Region. Beide Länder haben jedoch wiederholt betont, dass eine Zwangsumsiedlung von Palästinensern für sie nicht in Frage kommt, da dies nicht nur innenpolitisch untragbar wäre, sondern auch die gesamte regionale Stabilität gefährden könnte.

    Trump hatte bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass er bereit ist, wirtschaftlichen Druck als Mittel der Außenpolitik einzusetzen. Während seiner Präsidentschaft kürzte er unter anderem die Zahlungen an UNRWA, das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge, was die humanitäre Lage in den palästinensischen Gebieten weiter verschärfte. Seine jüngsten Äußerungen könnten daher als Teil einer breiteren Strategie gewertet werden, um seinen Einfluss auf den Nahost-Friedensprozess zu verstärken – eine Strategie, die jedoch von vielen Beobachtern als kontraproduktiv angesehen wird.

    Die internationale Reaktion auf Trumps Vorschlag fiel erwartungsgemäß kritisch aus. Menschenrechtsorganisationen und Diplomaten warnten vor den humanitären und politischen Folgen einer erzwungenen Umsiedlung. Jordanien beherbergt bereits eine große palästinensische Bevölkerung und hat mehrfach betont, dass es keine weiteren Flüchtlinge aufnehmen könne. Ägypten wiederum betrachtet den Gazastreifen als eine potenzielle Sicherheitsgefahr und hat seine Grenze zu dem Gebiet weitgehend geschlossen gehalten.

    Die Drohung einer Hilfskürzung könnte jedoch auch innenpolitisch für Trump Konsequenzen haben. Die US-Finanzhilfe an Ägypten und Jordanien wird vom Kongress genehmigt, und viele Abgeordnete beider Parteien betrachten diese Gelder als entscheidend für die geopolitische Stabilität im Nahen Osten. Ein abrupter Entzug der Unterstützung könnte daher nicht nur die Beziehungen der USA zu diesen Ländern belasten, sondern auch Washingtons Einfluss in der Region langfristig schwächen.

    Ob Trump seine Drohungen tatsächlich umsetzen kann oder ob sie primär als Wahlkampf-Rhetorik zu verstehen sind, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass seine Äußerungen die ohnehin angespannte Lage im Nahen Osten weiter anheizen und neue diplomatische Verwerfungen nach sich ziehen könnten.

  • Donald Trump und Gaza: Eine „Ideenlosigkeit auf höchstem Niveau“?

    Donald Trump und Gaza: Eine „Ideenlosigkeit auf höchstem Niveau“?

    Donald Trump sorgt erneut für Schlagzeilen – diesmal mit einem fragwürdigen Vorschlag zur Lösung des Konflikts in Gaza. Der ehemalige US-Präsident schlug vor, die Bewohner der Region in Nachbarländer wie Ägypten und Jordanien umzusiedeln. Amy Porter, Sprecherin der Democrats Abroad in Frankreich, reagierte empört: „Das ist reines Chaos. Seine Aussagen zeigen eine totale Unkenntnis internationaler Zusammenhänge.“ Doch was steckt wirklich hinter diesen Worten?


    Eine „Girouette“ ohne Richtung

    Amy Porter bezeichnet Donald Trump als „Girouette“ – eine Wetterfahne, die sich ständig dreht und keine klare Richtung hat. Ein treffendes Bild für einen Politiker, der oft impulsiv handelt und sich stark von seinen Beratern beeinflussen lässt. Laut Porter sei der Schlüssel, Trumps Entscheidungen zu verstehen, darin zu erkennen, „was ihn und seine Freunde bereichert“. Ihre Kritik geht tief: „Trump hat keine Ideologie – er agiert, wie es ihm gerade passt.“

    Sein jüngster Vergleich von Gaza mit einem „Abrissgelände“ zeigt aus ihrer Sicht eine gefährliche Gleichgültigkeit gegenüber der humanitären und politischen Realität vor Ort. Ein solcher Vergleich? Für viele ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen.


    Ein Plan, der nicht durchdacht ist

    Der Vorschlag, die Bevölkerung von Gaza in Nachbarländer umzusiedeln, klingt nicht nur unrealistisch – er ignoriert auch die historischen und geopolitischen Realitäten der Region. Ägypten und Jordanien, souveräne Staaten mit eigenen Interessen, könnten und würden nicht einfach als „Ersatzländer“ einspringen.

    Amy Porter bringt es auf den Punkt: „Trump vergisst, dass es andere souveräne Staaten gibt, die ihr Schicksal selbst bestimmen.“ Diese Tatsache zu ignorieren, zeigt nicht nur politischen Hochmut, sondern auch mangelnde Sensibilität gegenüber einer seit Jahrzehnten angespannten Region.


    „Er will Hotels bauen“

    Porters ironischer Kommentar, dass Trump vermutlich Hotels in Gaza bauen wolle, unterstreicht die Absurdität seiner Äußerungen. Natürlich mag dies nicht wortwörtlich gemeint sein – doch die Kritik trifft ins Schwarze. Trumps Fokus auf wirtschaftliche Profite und seine häufig demonstrierte Gleichgültigkeit gegenüber humanitären Fragen werfen einen Schatten auf die Glaubwürdigkeit seiner Vorschläge.


    Warum solche Aussagen gefährlich sind

    Trumps Äußerungen sind nicht nur polemisch – sie haben das Potenzial, die Spannungen in einer ohnehin fragilen Region zu verschärfen. Solche Aussagen können internationale Beziehungen belasten und das Vertrauen der betroffenen Länder weiter untergraben. Die Bewohner Gazas, die schon jetzt unter schwierigen Lebensbedingungen leiden, fühlen sich dadurch erneut marginalisiert.


    Eine Frage der Verantwortung

    Man könnte fragen: Wie sollen solche Aussagen den Frieden fördern? Oder, anders formuliert: Wann wird Trump endlich die Komplexität globaler Konflikte erkennen? Amy Porter und viele andere Beobachter stellen genau diese Fragen – und die Antworten bleiben ernüchternd.

    Es scheint, als habe der Ex-Präsident aus seinen früheren internationalen Kontroversen wenig gelernt. Anstatt auf fundierte Diplomatie zu setzen, greift er zu populistischen, oft provokanten Vorschlägen, die die Lage eher verschlimmern als verbessern.


    Hoffnung auf ernsthafte Lösungsansätze

    Trotz der Empörung gibt es einen Lichtblick: Solche Diskussionen lenken die Aufmerksamkeit erneut auf die humanitäre Krise in Gaza. Die internationale Gemeinschaft ist gefordert, echte Lösungen zu finden – solche, die die Rechte und die Würde der betroffenen Menschen respektieren.

    Eines ist klar: Für nachhaltigen Frieden braucht es mehr als impulsive Ideen. Es braucht Einsicht, Respekt und vor allem eine klare Strategie – Dinge, die Trumps Vorschlag offensichtlich vermissen lässt.

  • Heute in der Geschichte: Was geschah am 25. September?

    Heute in der Geschichte: Was geschah am 25. September?

    Der 25. September ist ein Tag, der im Laufe der Geschichte immer wieder für wichtige Ereignisse stand – sei es in Frankreich oder weltweit. In den letzten Jahrhunderten kam es an diesem Datum zu bedeutenden politischen, kulturellen und sozialen Wendepunkten. Schauen wir uns einige der prägendsten Geschehnisse dieses Tages etwas genauer an.

    Frankreich: Karl der Kahle wird Kaiser des Heiligen Römischen Reiches

    Ein besonders markantes Datum in der französischen Geschichte ist der 25. September 877. An diesem Tag stirbt Karl der Kahle, ein Enkel von Karl dem Großen, der über Jahrzehnte die Geschicke Westfrankens (dem heutigen Frankreich) gelenkt hatte. Der König, der zwischen Machtkämpfen und Invasionen lavierte, hinterließ ein Land im Umbruch. Doch bevor er starb, hatte er noch im Jahr 875 eine der höchsten Würden erreicht – die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches.

    Karl der Kahle, ein Nachfahre der berühmten Karolinger-Dynastie, war ein begnadeter Stratege, wenn auch oft in politischen Intrigen verwickelt. Seine Herrschaft stand im Zeichen ständiger Kriege und Erbstreitigkeiten, doch er festigte den Einfluss Frankreichs in Europa. Das Heilige Römische Reich hatte damals große symbolische Bedeutung, und sein Aufstieg in diese Position zeigt die Ambitionen Frankreichs im Frühmittelalter. Seine Ernennung zum Kaiser – nach dem Tod seines Bruders Ludwig II. – führte zu einem kurzlebigen, aber intensiven Kampf um die Kontrolle des riesigen Reiches. Sein Tod jedoch hinterließ einen Flickenteppich aus rivalisierenden Adeligen, die das Land in Bürgerkriegen und Territorialkämpfen zerrieben.

    Der Vertrag von Madrid (1953): Ein globales Ereignis

    Schwenken wir den Blick auf die Weltgeschichte, so sticht der 25. September 1953 als Tag des Vertrags von Madrid hervor. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte sich die internationale Politik neu formiert, und die USA begannen, ihre Präsenz in Europa und auf der iberischen Halbinsel auszuweiten. Mit dem Vertrag von Madrid wurde Spanien, damals unter der Diktatur von Francisco Franco, Teil des westlichen Verteidigungsbündnisses. Im Austausch für wirtschaftliche und militärische Unterstützung gewährte Spanien den USA militärische Stützpunkte auf spanischem Boden.

    Dieser Vertrag symbolisierte einen Wendepunkt: Spanien, international lange isoliert aufgrund seiner autoritären Regierung, wurde in die westliche Gemeinschaft eingebunden, wenn auch nicht als volles Mitglied der NATO. Die USA sicherten sich strategisch wichtige Basen, insbesondere in Zeiten des Kalten Krieges, und Spanien profitierte wirtschaftlich von den Vereinbarungen. Es war ein klassisches Beispiel der „Realpolitik“ – der Pragmatismus der USA, die ihre geopolitischen Interessen über ideologische Differenzen stellten. Auch wenn Franco ein brutales Regime führte, sahen die Amerikaner Spanien als wichtigen Verbündeten im Kampf gegen den Kommunismus.

    Der Rückzug der deutschen Truppen aus Dänemark (1944)

    Ein weiteres markantes Ereignis des 25. Septembers fand gegen Ende des Zweiten Weltkrieges statt. Am 25. September 1944 begann der Rückzug der deutschen Truppen aus Dänemark. Die Besetzung Dänemarks durch Nazi-Deutschland, die bereits 1940 begonnen hatte, verlief relativ ruhig im Vergleich zu anderen besetzten Ländern. Dies lag vor allem daran, dass die dänische Regierung eine Politik der Kooperation verfolgte, um Schlimmeres zu verhindern.

    Doch gegen Ende des Krieges änderte sich die Lage. Der Widerstand in Dänemark wuchs, und die deutschen Truppen waren zunehmend in die Abwehr der alliierten Kräfte im Westen und Osten verstrickt. Der Rückzug aus Dänemark markierte einen wichtigen Schritt im schrittweisen Zusammenbruch des Dritten Reiches. Dänemark selbst erlebte in den folgenden Monaten die Befreiung durch die Alliierten, und die Kollaboration der dänischen Regierung während der Besatzung wurde nach dem Krieg stark hinterfragt.

    „Schwarzer September“ in Jordanien (1970)

    Nicht zu vergessen ist der 25. September 1970, der Teil eines der blutigsten innerarabischen Konflikte des 20. Jahrhunderts war. Der „Schwarze September“, eine Serie von blutigen Kämpfen zwischen palästinensischen Guerillagruppen und dem jordanischen Militär, erreichte an diesem Tag einen traurigen Höhepunkt. Der Konflikt begann, als die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) versuchte, die Kontrolle über Jordanien zu erlangen, und das Land als Basis für ihre Angriffe auf Israel nutzte.

    Die jordanische Regierung unter König Hussein sah darin eine Bedrohung für ihre Souveränität und griff hart durch. Tausende Palästinenser starben in den Kämpfen, und die PLO wurde schließlich aus Jordanien vertrieben. Dieser Konflikt veränderte das geopolitische Gleichgewicht in der Region und führte dazu, dass die PLO ihre Basis in den Libanon verlegte – ein Schritt, der später zu neuen Spannungen und Konflikten im Nahen Osten führte. Der „Schwarze September“ gilt bis heute als ein Symbol für die tiefen Risse innerhalb der arabischen Welt.

    Frankreich im 20. Jahrhundert: Der Tod von Louis Renault (1944)

    Zurück nach Frankreich: Am 25. September 1944 stirbt der Industrielle Louis Renault, der Gründer des Renault-Autokonzerns. Er war eine der schillerndsten Figuren der französischen Industriegeschichte und hatte großen Einfluss auf die Automobilentwicklung in Europa. Doch Renaults Tod kam unter tragischen Umständen. Während der deutschen Besatzung Frankreichs wurde ihm vorgeworfen, mit den Nazis kollaboriert zu haben – insbesondere durch die Produktion von Fahrzeugen für die Wehrmacht.

    Nach der Befreiung Frankreichs wurde Renault verhaftet und angeklagt. Doch bevor es zu einem Gerichtsverfahren kam, starb er unter umstrittenen Bedingungen im Gefängnis. Bis heute ist sein Tod Gegenstand von Debatten und Kontroversen. Viele seiner Nachfolger in der Renault-Führung wurden nach dem Krieg enteignet, und der Konzern wurde verstaatlicht. Renault hinterließ ein zwiespältiges Erbe: Einerseits als innovativer Industrieller gefeiert, andererseits für seine mutmaßliche Kollaboration mit den Nazis verurteilt.

    Fazit

    Der 25. September hat im Laufe der Jahrhunderte bedeutende Spuren in der Geschichte hinterlassen. Ob in Frankreich, wo Herrscher starben und Industriegiganten in Verruf gerieten, oder weltweit – von politischen Verträgen bis hin zu militärischen Rückzügen: Dieses Datum zeigt eindrucksvoll, wie unterschiedlich die Geschichte an einem einzigen Tag geschrieben wird. Einige Ereignisse wirken bis heute nach, andere sind in den Hintergrund gerückt – aber alle haben ihre Zeit geprägt.

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